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Symbolbild: Pressearbeit der Diakonie Bayern

Diakonie in Bayern für die Presse

Die Medien sind wichtige Gesprächspartner für die Diakonie in Bayern, die sie kritisch und konstruktiv begleiten. Gleichzeitig ist die Diakonie im Freistaat eine wichtige Ansprechpartnerin, wenn es um fundierte sozialpolitische Positionen, aber auch um Ansprechpartner und -partnerinnen in den Einrichtungen und Diensten geht.

Die Pressestelle des Landesverbandes steht den Mitarbeitenden der Medien darum jederzeit für Anfragen zur Verfügung.

Meldungen 2019

1,2 Millionen Anrufe 2019 bei der TelefonSeelsorge

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Krisenhilfe für Menschen in Notlagen

Berlin, 24. Januar 2020 - Die TelefonSeelsorge verzeichnete im vergangenen Jahr über 1,2 Millionen Anrufe von Menschen in persönlichen Notlagen (2018: 1,3 Millionen Anrufe). So hat sich die Anzahl der Hilfegesuche per Chat 2019 gegenüber dem Vorjahr verdoppelt, auch nahm die Zahl der Mails zu. Die häufigsten Themen waren Ängste, Einsamkeit, seelische und körperliche Einschränkungen und Beziehungsfragen. Eine wichtige Aufgabe der überwiegend ehrenamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorger ist die Auseinandersetzung mit suizidalen Situationen. Hilfesuchende können seit nun mehr 25 Jahren auch per Mail und Chat um Rat suchen. Dieses Angebot wird vor allem von jüngeren Menschen in Anspruch genommen. Anonym bleiben zu können ist für die allermeisten Ratsuchenden (94 Prozent) sowohl am Telefon, per Mail und im Chat besonders wichtig. Mehrheitlich nutzen Frauen das Angebot der TelefonSeelsorge.

 

Diakonie-Präsident Ulrich Lilie: "Menschliche Nähe, Mitgefühl und Verstehen sind gerade in einer zunehmend digitalisierten Welt für viele Hilfesuchenden ein wichtiger Anker. Wie enorm bedeutend Zuhören und die persönliche Bindung sind, zeigt sich daran, dass die Mehrheit der Hilfesuchenden wiederholt anruft. Es geht um den Kontakt von Mensch zu Mensch. Das ist der Grundgedanke der Telefonseelsorge." 64 Jahre nach ihrer Gründung habe sie nichts von ihrer wichtigen Funktion verloren, erste Krisenhilfe für Menschen in Notlagen zu sein. Herzstück der TelefonSeelsorge sei das enorme ehrenamtliche Engagement.

 

"6.500 freiwillig Engagierte leisten ehrenamtlichen Dienst, sodass Telefon, Mail und Chat rund um die Uhr erreichbar sind." Am Telefon sind 52 Prozent der Ratsuchenden zwischen 50 und 69 Jahre alt. Vor allem für junge Menschen, die oft noch nicht an professionelle Einrichtungen gebunden sind, kann der Dienst eine große Hilfe sein, da er in schwierigen Lebenslagen unterstützt. Mehr als die Hälfte (59 Prozent) der 15 bis 29-Jährigen nutzten das Mail- beziehungsweise Chatangebot. Über die Hälfte aller Anrufe und Chats dauern zwischen 16 und 45 Minuten. Über eine spezielle technische Einstellung kommt bei wiederholten Anrufen die ratsuchende Person schnell und direkt wieder in Kontakt mit der Person, mit der das erste Gespräch stattgefunden hat. So werden nicht mehr so viele Gespräche durch Auflegen beendet. Auch für die Mitarbeitenden in der TelefonSeelsorge schafft dieses so genannte Routing Erleichterung, da so nicht nur wiederholte Anrufe unmittelbar weitergeleitet, sondern Erstanrufe direkter ausgemacht und angenommen werden können.

 

Die TelefonSeelsorge wird in ökumenischer Gemeinsamkeit von der evangelischen und katholischen Kirche getragen. Sie ist als Evangelische Konferenz für Telefonseelsorge und Offene Tür e.V. ein Fachverband der Diakonie Deutschland.

Mehr Infos:

https://www.diakonie.de/telefonseelsorge

https://praesident.diakonie.de/2020/01/24/zuhoeren-telefonseelsorge/

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„Starker sozialer Sektor ist die Basis für eine florierende Wirtschaft.“

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Caritas übernimmt Vorsitz in der Freien Wohlfahrtspflege Bayern

München, 20. Januar 2020 - Der Landes-Caritasverband hat turnusgemäß den Vorsitz in der Freien Wohlfahrtspflege Bayern übernommen. Bei einer Pressekonferenz übergab die Vizepräsidentin des Bayerischen Roten Kreuzes, Brigitte Meyer, den Vorsitz an Landes-Caritasdirektor Prälat Bernhard Piendl. Gleichzeitig stellten beide erste wichtige Erkenntnisse der Studie „Sozialwirtschaft Bayern“ vor und betonten die wichtige Rolle des sozialen Sektors für Bayern: „Die Dienste und Einrichtungen der Freien Wohlfahrtspflege Bayern leisten Daseinsvorsorge und helfen Menschen, ihre Lebensaufgaben zu bewältigen, sei es in Kitas, bei der Pflege von Angehörigen oder bei der Bewältigung von persönlichen Nöten und Krisen. Die rund 445.000 Mitarbeitenden und mehr als 135.000 Ehrenamtliche engagieren sich jeden Tag für den sozialen Frieden, wobei die Krankenhäuser dabei noch gar nicht berücksichtigt sind. Ein starker sozialer Sektor ist deshalb die Basis für eine florierende Wirtschaft, weil er die Rahmenbedingungen setzt, um wirtschaftliche Entwicklung zu ermöglichen“, so der Prälat Piendl.

Die Sozialwirtschaft sei ein starker, weithin auch unterschätzter wirtschaftlicher Faktor. Die Wirkung der Sozialwirtschaft lässt sich jedoch nicht nur monetär messen: „Die Freiwilligenarbeit, die Jugendarbeit, auch die Hilfen für Menschen in Not in der Beratung, all sind Faktoren, die dafür sorgen, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt nicht erodiert und sie sind deutliche Zeichen der Solidarität in Bayern. Und: Bei aller Notwendigkeit, auch wirtschaftlich zu handeln, stehen bei der Freien Wohlfahrtspflege nicht die finanziellen Interessen im Vordergrund, sondern wir sind gemeinnützig und den Menschen verpflichtet“, so Piendl.

Zuvor zog Brigitte Meyer ein Fazit des vergangenen Jahres, in dem sie die Schlagkraft der Freien Wohlfahrtspflege unterstrich: „Eines der Hauptthemen der Arbeit waren die Budgetverhandlungen zum Pflegeberufereformgesetz. Auch wenn es trocken klingt: Hier ging es darum, eine auskömmliche Finanzierung der Ausbildung in der Pflege sicherzustellen und damit letztlich darum, die Pflege zukunftsfähig zu machen. Das dies gelungen ist, ist ein Erfolg der starken Koalition in der Freien Wohlfahrtspflege.“ Gerade auch wegen der Herausforderungen zeigte sich laut Meyer die Freie Wohlfahrtspflege enttäuscht, dass es bisher noch nicht gelungen ist, zu einem Gespräch mit Ministerpräsident Markus Söder zusammenzukommen.

Für Prälat Piendl ist der Mangel an qualifizierten Fachkräften die wichtigste Herausforderung für die kommenden Jahre: „Rund ein Viertel unserer Mitarbeitenden sind 55 Jahre oder älter und werden in den kommenden Jahren in Rente gehen. Für uns ist es deshalb wichtig, auch weiterhin stark auf die Ausbildung zu setzen. Es gilt ein positiveres Bild der Pflege zu zeichnen: Der Beruf ist hochmotivierend, ist sinnerfüllt und anspruchsvoll. Mit der neuen, generalistischen Pflegeausbildung und der Neudefinition des Pflegeberufs könnte es gelingen, wieder mehr junge Menschen für eine Ausbildung in der Pflege zu gewinnen.“

In der Freien Wohlfahrtspflege Bayern sind das Bayerisches Rotes Kreuz, die Arbeiterwohlfahrt, der Landes-Caritasverband Bayern, die Diakonie Bayern, der Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern und der Paritätische Wohlfahrtsverband Bayern organisiert. Gemeinsam er-bringen die Verbände rund 75% aller sozialen Dienstleistungen in Bayern. Als Verband unterstützt die Freie Wohlfahrtspflege Bayern ihre Mitglieder durch Koordination und Absprachen bei der Realisierung von Zielen, mit denen sie ihren Beitrag dazu leisten, Bayern sozial zu gestalten. Endgültig erscheinen wird die Studie „Sozialwirtschaft Bayern“ im kommenden Mai.

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Damit es gar nicht erst soweit kommt.

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„Beratungsstelle für Wohnraumerhalt“ der Diakonie bekommt bayerischen Sozialpreis.

Nürnberg/Neu-Ulm, 19.12.2019 Mit dem Sozialpreis der Bayerischen Landesstiftung 2019 wird heute in München die „Ökumenische Beratungsstelle für Wohnraumerhalt im Landkreis Neu-Ulm“ ausgezeichnet. Die von Diakonie und Caritas gemeinsam getragene Einrichtung hat im vergangenen Jahr etwa 350 von Wohnungslosigkeit bedrohte oder betroffene Personen beraten. In vielen Fällen konnten die Mitarbeitenden helfen und den Verlust des Wohnraums verhindern.

 

Im Jahr 2011 mit Mitteln des Freistaats als Modellprojekt der Diakonie Neu-Ulm gegründet, ist die Beratungsstelle mittlerweile ein vom Landkreis finanziertes Regelangebot. Durch frühzeitige Hilfen soll der Wohnraumverlust verhindert werden  - und so nicht zuletzt erhebliche Folgekosten sowohl für die Betroffenen als auch für Städte und Gemeinden im Landkreis Neu-Ulm vermieden werden. Städte und Gemeinden sind im Falle einer Wohnungslosigkeit für die Folgeunterbringung und für die Beratung wiederum die Landkreise bzw. kreisfreien Städte zuständig.

 

Für Andreas Kurz, den Vorsitzenden des Fachverbandes Evangelische Wohnungsnotfallhilfe und Straffälligenhilfe (FEWS) ist die Auszeichnung auch eine politische Anerkennung der ‚Fachstellen zur Verhinderung von Wohnungslosigkeit‘, da es in Bayern noch kein flächen- und bedarfsdeckendes Netz derartiger Fachstellen gibt. Kurz empfiehlt daher, es als Pflichtaufgabe der Landkreise und kreisfreien Städte gesetzlich zu verankern. Nur so sei ein nachhaltiges System von Präventionsstellen in Bayern zu erreichen: „Das Beispiel Neu-Ulm zeigt, dass es sich für alle Akteure lohnt, daraus ein dauerhaftes Beratungsangebot zu machen.“ Bereits im Jahr 2016 hatte der Fachverband mit einer wissenschaftlichen Studie die Wirksamkeit solcher Fachstellen nachgewiesen.

 

Der Preis der Bayerischen Landesstiftung ist mit 10.000 Euro dotiert. Auch im Jahr 2018 wurde eine Einrichtung der Diakonie Bayern ausgezeichnet – der „Arbeitskreis Resozialisierung e.V.“ der Stadtmission Nürnberg, der Strafgefangene bei ihrem Weg zurück in die Freiheit begleitet.

 

Die Bayerische Landesstiftung besteht seit 1972. Als rechtsfähige Stiftung des öffentlichen Rechts verfolgt sie gemeinnützige und mildtätige Zwecke auf sozialem und kulturellem Gebiet. Seit der Gründung der Stiftung wurden im kulturellen und sozialen Bereich für über 10.000 Projekte Zuschüsse mit einem Gesamtvolumen von rund 600 Millionen Euro bewilligt. Dabei geht die Bandbreite der Förderung von wenigen Tausend Euro bis zu Maßnahmen, die mit mehreren Hunderttausend Euro oder in Ausnahmefällen auch mit einem Millionenbetrag gefördert werden. Im sozialen Bereich werden bedeutende Bauprojekte vor allem in der Alten- und Behindertenhilfe gefördert. Dazu gehören modellhafte Alten-, Pflege- und Behinderteneinrichtungen genauso wie heilpädagogische Tagesstätten oder Werkstätten für Behinderte.

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Hilfen für Menschen in Wohnungsnot weiter ausbauen.

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Beispielhafte Studie bestätigt Forderungen der Diakonie Bayern

Nürnberg/Kempten 13.12.19 Der Titel der Studie klingt kompliziert, ihre Ergebnisse jedoch sind recht einfach zu verstehen.  Unter der Überschrift „ Analyse der Schnittstellen der ordnungsrechtlichen Unterbringung in Zuständigkeit der Gemeinden zu Leistungen nach § 67 SGB XII in örtlicher und überörtlicher Zuständigkeit – eine Fallstudie im Regierungsbezirk Schwaben“ kommen die Verfasserinnen zu dem Ergebnis: Die Angebote für wohnungslose Menschen reichen nicht aus. Und die Vernetzung der zuständigen Akteure – Kommunen, Landkreise und Träger der Wohnungsnotfallhilfe – muss dringend verbessert werden. 

 

Über dreißig Interviews hat das „Süddeutsche Institut für empirische Sozialforschung“  geführt – mit Vertreterinnen und Vertretern von Städten, Landratsämtern, Wohnungsbaugesellschaften und sogenannten „Hilfsinstitutionen“ im Regierungsbezirk Schwaben. Nahezu alle bestätigen einen „Anstieg der Obdachlosenzahlen sowie eine damit einhergehende Zunahme an ordnungsrechtlichen Unterbringungen“ – in der Regel sind dies sogenannte Notunterkünfte. Allerdings, so die Studie weiter, fehlt es überall an geeignetem Wohnraum, was zu einer Doppelbelegung von Einzelzimmern, der langfristigen Nutzung von Kurzübernachtungsstellen und zu hohen Verweildauern in den Unterkünften führt. Der Wille zu helfen, so die Studie weiter, sei zwar da, es mangele jedoch an den entsprechenden Ressourcen.

 

Für Heidi Ott, Fachreferentin für Wohnungsnotfallhilfe im Diakonischen Werk Bayern, kommen die Ergebnisse der von der Koordination Südbayern beauftragten Studie wenig überraschend: „Sie bestätigen die Erfahrungen unserer Beratungsstellen, und zwar in ganz Bayern. Obschon zuständig, können Kommunen und kreisfreie Städte oft nicht so helfen, wie sie gerne möchten.“ Dies gelte sowohl für die Unterbringung von wohnungslosen Menschen als auch für die begleitende Beratung. Nur durch sie ließe sich verhindern, dass sich das Leben ohne eigene Wohnung und die sozialen Schwierigkeiten, die damit verbunden sind, verfestigen.

 

Sowohl für Ott als auch für die Wissenschaftlerinnen sind die Konsequenzen aus der Fallstudie eindeutig: Der Wohnungsbestand insbesondere für Menschen mit geringem Einkommen muss ausgebaut werden; die Kommunen selbst sollten häufiger Wohnungen anmieten und sie den Betroffenen zur Verfügung stellen und schließlich empfehlen sie einen Ausbau der Fachstellen zur Verhinderung von Wohnungslosigkeit, wie sie etwa auch die Diakonie in Bayern anbietet.

 

Mehr zur Studie finden Sie unter sine-institut.de/portfolio-item/analyse-der-schnittstellen-ordnungsrechtlicher-unterbringung/

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„Hunger nach Gerechtigkeit“

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Brot für die Welt eröffnet 61. Aktion in Memmingen

Nürnberg/Memmingen, 1.12.2019 Mit einem Festgottesdienst in Memmingen wurde heute die 61. Aktion Brot für die Welt in Bayern eröffnet. Das Motto lautet: „Hunger nach Gerechtigkeit“. Im Mittelpunkt stehen die Bekämpfung von Hunger und Armut, das Recht auf Teilhabe sowie der Schutz der Menschenrechte. In seiner Predigt betonte Diakoniepräsident Michael Bammessel, wenn an Weihnachten Jesus, der „König der Armen gefeiert wird, dann können wir die Armen selbst nicht vergessen. Zum Beispiel die Armen in Äthiopien, denen wir in Bayern in diesem Jahr besonders beistehen wollen.“

Der Diakoniepräsident erinnerte an die erste Aktion Brot für die Welt im Jahr 1959. „Nach der Kriegs- und Nachkriegszeit mit ihren Entbehrungen war das Wirtschaftswunder in vollem Gange. 1959 gab es bereits kaum mehr Arbeitslose, immer mehr Familien konnten sich so schöne neue Dinge wie einen Fernseher oder eine Waschmaschine leisten, und das Volkswagen-Werk meldete Jahr für Jahr neue Produktionsrekorde.“ In ihren neuen Fernsehern aber hätten die Deutschen auch schlimme Bilder gesehen, von hungernden Kindern in Afrika und Asien. „Das ließ gerade auch bei vielen Christen das Gewissen nicht ruhen: Wir haben selber so viel Hilfe erfahren. Gott hat uns einen Neuanfang geschenkt, wir erleben dankbar sogar einen neuen Wohlstand – wäre es nicht an der Zeit, dass nun wir auch wieder anderen helfen?“
Der Startschuss für die erste Aktion Brot für die Welt erfolgte dann im Advent 1959 bei einer Großveranstaltung vor über 12.000 Menschen in der Berliner Deutschlandhalle. „Bei der feierlichen Eröffnung sammelte man Spenden in großen Behältern ein. Es waren ehemalige Lebensmitteltonnen, in denen nach dem Krieg gespendetes Milchpulver nach Deutschland geschickt worden war. So brachte man zum Ausdruck: Wir sind dankbar für die Hilfe, die wir bekommen haben, und geben sie nun in anderer Form weiter an die, die heute Hilfe dringend brauchen.“ 20 Millionen Mark erbrachte diese erste Aktion. Bis heute laute ein entscheidender Grundsatz, wirkliche Hilfe müsse dem Armen helfen, sich selbst zu helfen. Das Motto der Aktion erinnert laut Bammessel nicht nur an das Vater Unser, sondern auch an den Anspruch, allen Menschen zu helfen: „Wir wollen eben nicht nur an uns denken, sondern an die Notleidenden in aller Welt. Und eben auch nicht nur an hungernde Christen, sondern an alle Notleidenden aus jeder Religion.
Bei der Eröffnung in Memmingen wurde unter anderem ein Projekt der Entwicklungsorganisation der Äthiopisch-Orthodoxen Kirche vorgestellt. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Kirchenwälder Äthiopiens zu schützen und aufzuforsten. Sie sind nicht nur der letzte Zufluchtsort für Hunderte bedrohter Pflanzen- und Tierarten, sondern gleichzeitig auch wichtige Wasserspeicher. Seit Gründung hat das evangelische Hilfswerk über 2,4 Milliarden Euro an Spenden und Kollekten erhalten, davon stammen über 360 Millionen Euro aus Bayern. Das Ergebnis der Aktion im Freistaat belief sich im abgelaufenen Aktionszeitraum auf knapp 9,4 Millionen Euro. Brot für die Welt gehört zu den bekanntesten und erfolgreichsten Hilfsaktionen der Bundesrepublik. Im vergangenen Jahr hat das Hilfswerk weltweit über 500 neue Projekte bewilligt, regionale Schwerpunkte waren Afrika mit 210 Projekten sowie Asien und Pazifik mit 204 Projekten. Über das Jahr fördert Brot für die Welt mehr als 2.000 Projekte mit einer durchschnittlichen Laufzeit von drei Jahren. Traditionell ist die Weihnachtskollekte in den rund 14.000 evangelischen Gemeinden Deutschlands für Brot für die Welt bestimmt.

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Gleichstellungsatlas der Diakonie veröffentlicht

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Geschlechtergerechtigkeit darf in diakonischen Einrichtungen und Diensten kein Lippenbekenntnis bleiben

Berlin, 12. November 2019   Die Diakonie will Geschlechtergerechtigkeit und

Vielfalt in ihren Einrichtungen und Diensten stärken. Dazu hat sie eine repräsentative Erhebung unter den diakonischen Einrichtungen und Angeboten sowie Landes- und Fachverbänden durchgeführt. Mit dem Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in der Diakonie gibt es erstmalig verlässliche Zahlen darüber, wie Frauen und Männer in Führungspositionen, Aufsichts- und Entscheidungsgremien vertreten sind. Zudem zeigt die Erhebung die Zusammensetzung der Mitarbeitenden in der Diakonie - sowohl hinsichtlich des Geschlechts als auch weiterer Vielfaltskriterien.

 

"Geschlechtergerechtigkeit darf in unseren diakonischen Einrichtungen und Diensten kein Lippenbekenntnis bleiben", sagt Diakonie-Präsident Ulrich Lilie. "Zwar sind von unseren rund 600.000 fest angestellten Mitarbeitenden mehr als drei Viertel weiblich. Auf der Führungsebene und in Gremien haben aber auch wir deutlichen Nachholbedarf."

 Bereits 2016 hatte sich die Diakonie durch ihren Corporate Governance Kodex das Ziel gesetzt, eine geschlechtergerechte Zusammensetzung von Gremien, Organen und Leitungsstellen zu erreichen. Dazu soll bis 2026 ein Mindestanteil von jeweils 40 Prozent Frauen und Männern umgesetzt sein. "Durch den Gleichstellungsatlas haben wir erstmals ein genaues Bild davon, wie Gleichstellung und Diversität innerhalb der Diakonie bereits umgesetzt sind", sagt Lilie. Der Atlas zeige auch, wo erheblicher Nachholbedarf bestehe und Bemühungen gezielt verstärkt werden müssen. "Die Ergebnisse sind eine gute Grundlage dafür, die Chancengerechtigkeit in unseren Einrichtungen und Diensten zu verbessern. Wir werden dieses Ziel nun in einer konsequenten und effektiven Strategie verankern und entsprechende Vorschläge entwickeln, welche Maßnahmen von der Diakonie Deutschland sowie den Landes- und Fachverbänden zu ergreifen sind", betont der Diakonie-Präsident.

 

Der Atlas zeigt, dass institutionalisierte Gleichstellungsarbeit und Maßnahmen zur Verankerung strukturierter familienorientierter Personalpolitik ersten Eingang in die Tätigkeit der diakonischen Organisationen gefunden haben. Deutlich werden jedoch auch geschlechtsspezifische Ungleichheiten: Frauen sind in diakonischen Aufsichts- und Entscheidungs-Gremien sowie Leitungspositionen noch unterrepräsentiert, obwohl 77 Prozent der Mitarbeitenden weiblich sind. Der durchschnittliche Frauenanteil in der obersten Leitungsebene (Vorstände, Geschäftsführungen) von Einrichtungen der Diakonie lag 2018 bei 31 Prozent, unter den Vorsitzenden dieser obersten Leitungsebene beträgt er 25 Prozent. Der durchschnittliche Frauenanteil in Aufsichtsräten von Einrichtungen der Diakonie lag 2018 bei durchschnittlich 29 Prozent.

 

Auch Voll- und Teilzeitbeschäftigung sowie Einkommen sind geschlechtsspezifisch ungleich verteilt: So sind 55 Prozent aller Mitarbeitenden der Diakonie Frauen, die in Teilzeit arbeiten. Männer sind in der obersten Gehaltsklasse am stärksten vertreten im Vergleich zu den anderen Gehaltsklassen. Insgesamt 75 Prozent der Mitarbeiterinnen der Diakonie üben Tätigkeiten aus mit den zwei niedrigsten Anforderungsniveaus - also Hilfs- und Anlerntätigkeiten sowie fachlich ausgerichtete Tätigkeiten. Bei den männlichen Mitarbeitenden sind es 63 Prozent.

 

Die repräsentative Erhebung unter diakonischen Einrichtungen und Diensten sowie Landes- und Fachverbänden wurde 2018 vom Berliner Forschungsinstitut House of Research im Auftrag der Diakonie Deutschland durchgeführt. Erhoben wurden erstmals geschlechtsdifferenzierte Daten zur Repräsentanz von Frauen und Männern in Führungspositionen, Entscheidungs- und Aufsichtsgremien und in Mitarbeitendenvertretungen in der Diakonie, zum Stand institutionalisierter Gleichstellungsarbeit und zu Maßnahmen familienorientierter Personalpolitik. Gleichzeitig enthält der Atlas auch eine Bestandsaufnahme der Beschäftigtenstruktur nach Geschlecht und anderen Diversitätskriterien.

 

Den Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in der Diakonie 2019 finden Sie unter www.diakonie.de/gleichstellungsatlas/

 

Den Diakonischen Corporate Governance Codex finden Sie unter www.diakonie.de/diakonie-corporate-governance-kodex/

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Lesehunde helfen Kindern

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Diakonie Bayern zeichnet vorbildliche ehrenamtliche Projekte aus

Nürnberg, 7.11.2019 Der Diakonie-Wettbewerb 2019 fördert ehrenamtliche Projekte für Kinder und Jugendliche, bei denen die Ehrenamtlichen „mit Herzblut“ dabei sind und die Begegnung zwischen den Generationen „auf Augenhöhe“ geschieht. Gefördert werden sowohl junge, innovative Initiativen als auch langjähriges, bewährtes ehrenamtliches Engagement, das sich durch große Verbundenheit und Verlässlichkeit auszeichnet.  

Alle mehr als 1.300 Mitglieder des Diakonischen Werkes Bayern − z. B. diakonische Einrichtungen und Träger, Diakonievereine und Kirchengemeinden − konnten beim diesjährigen Wettbewerb mitmachen. Die Ausschreibung erfolgte zum 1. Februar 2019. Zum Einsendeschluss am 31. Mai 2019 lagen fünfzehn qualifizierte Bewerbungen vor. Die fünfköpfige Jury, die sich aus dem Kreis der Organisatoren sowie externen Expert*innen zusammensetzte, wählte die drei Preisträger für die regulären Preise aus. Sie schlug der St. Gumbertus Stiftung Ansbach, die den Wettbewerb heuer mit zwei Sonderpreisen in Höhe von jeweils 1.000 Euro unterstützt, zwei weitere Projekte vor, die vom Stiftungsvorstand für die Preisvergabe bestätigt wurden.

Folgende Preisträger wurden auf der Preisverleihung, die im Rahmen der Messe „ConSozial“ im Nürnberger Messezentrum stattfand, ausgezeichnet:

Der erste, mit 2.000 Euro dotierte Preis, gespendet vom Versicherer im Raum der Kirchen, geht an das Projekt „Lesehunde“ der Johanniter-Unfall-Hilfe e. V., Regionalverband Mittelfranken.

Die CURACON Wirtschaftsprüfungsgesellschaft spendet den zweiten Preis in Höhe von 1.500 Euro. Prämiert wird der Evangelische Verein für Gemeindediakonie Feuchtwangen e. V. für das Projekt „samstags OASE“.

Der dritte, mit 1.000 Euro dotierte Preis der Evangelischen Bank zeichnet den Arbeitskreis Ausländerkinder e. V. Gauting aus.

Das Projekt „Ausbildungsmonitoring“ der Evangelischen Jugendsozialarbeit (EJSA) Rothenburg und das Projekt „Nachbarschaftswerkstatt“ der Arche Fürth gGmbH erhalten die beiden Sonderpreise der St. Gumbertus Stiftung Ansbach in Höhe von jeweils 1.000 Euro.

Die „Lesehunde“ der Johanniter sind ausgebildete Therapiehunde, die Kindern beim Lesen lernen helfen. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Pisa-relevante Leistungskompetenzen bei Kindern durch Heimtiere gefördert werden können. Auch bei Kindern mit Besonderheiten wie z. B. Autismus, ADHS oder Down-Syndrom bewirkt ein Therapiehund große Erfolge. 14 ehrenamtliche Teams betreuen mehr als 70 Schüler*innen der Klassen 1-6 in verschiedenen Schulen in Nürnberg und der Region.   

Bei der „samstags OASE“ des Diakonievereins Feuchtwangen begegnen sich einmal in der Woche Jung und Alt zum gemeinsamen Kochen und Mittagessen. Das Angebot richtete sich ursprünglich nur an Senior*innen mit und ohne Demenz. Dann wurde die Gruppe erweitert um Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen. Für die Ehrenamtlichen stellte die Kommunikation zwischen den verschiedenen Generationen zunächst eine besondere Herausforderung dar, die sie heute jedoch erfolgreich meistern. So lernen beispielsweise die Älteren von den Kindern, wie man das Internet nutzt, und die Jugendlichen profitieren von deren Lebenserfahrung und erweitern ihre sozialen Kompetenzen.

Der Arbeitskreis Ausländerkinder e. V. Gauting besteht schon seit über 40 Jahren. Mehr als 50 Ehrenamtliche betreuen ca. 80 Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund. Sie helfen bei den Hausaufgaben, stehen in engem Kontakt zu den Eltern und Lehrkräften und kümmern sich individuell um die jeweiligen Bedürfnisse der Kinder. So leistet der Verein einen wertvollen Beitrag zur schulischen und gesellschaftlichen Integration.

Beim „Ausbildungsmonitoring“ der Evangelischen Jugendsozialarbeit (EJSA) Rothenburg begleiten ehrenamtliche Mentoren mit langjähriger Berufserfahrung Jugendliche, die Probleme mit ihrer Ausbildung haben. Sie helfen ihnen z. B. durch Nachhilfeunterricht, Beratung und Bewerbungstraining. Die Ehrenamtlichen werden durch Austauschtreffen, Supervision und einen hauptamtlichen Ausbildungscoach in ihrer Arbeit unterstützt.

In der Nachbarschafts-Werkstatt der Arche Fürth gGmbH können Kinder und Jugendliche unter Anleitung von ehrenamtlichen Helfern ihre Fahrräder selbst reparieren. Sie erweitern ihre handwerklichen Fähigkeiten, und auch die Ehrenamtlichen profitieren von dem Austausch mit den Jüngeren. Das umweltfreundliche Projekt setzt auf Recycling und ist auch ein wertvoller Beitrag zur Armutsbekämpfung; in Fürth-Stadtmitte ist der Anteil an SGB-II-Empfänger*innen in der Bevölkerung besonders hoch.

Das ehrenamtliche Engagement der fünf Preisträger wurde während der Preisverleihung jeweils in Form einer kurzen Präsentation vorgestellt. Die Filme sind im Internet eingestellt unter www.diakonie-bayern.de/wettbewerb2019

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Zahl Betroffener in Bayern deutlich höher als bislang angenommen?

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Weiße Flächen bei der Versorgung Wohnungsloser

Weiße Flächen bei der Versorgung Wohnungsloser. Zahl Betroffener in Bayern deutlich höher als bislang angenommen?

Nürnberg/Augsburg, 25. Okt. 2019 337.000 Menschen in Deutschland waren zum Stichtag 31. Mai 2018 von Wohnungslosigkeit betroffen. Dies ist das Ergebnis einer bundesweit durchgeführten Studie, die von der Gesellschaft für innovative Sozialforschung und Sozialplanung (GISS) durchgeführt und vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert wurde. Den aktuellen Gesamtüberblick über die Wohnungsnotfallproblematik und die Angebotsstruktur stellte die Geschäftsführerin, Jutta Henke (GISS e. V.) beim Fachtag „Frischer Wind“ – Wohnungsnotfallhilfe in Bewegung in Augsburg der Fachwelt in Bayern vor. Eine Stichtagserhebung des bayerischen Sozialministeriums aus dem Jahr 2017 nannte bislang 15.500. Nun steht für Bayern die Zahl 30.000 im Raum.

Besonders erschreckend: Der Anteil der Betroffenen mit Kindern liegt bei etwa 30%. Ein Viertel bis ein Drittel aller Betroffenen sind der Studie zufolge Frauen, sechs Prozent davon sind alleinerziehend. Der Studie zufolge nimmt die Wohnungslosen mit der Einwohnerzahl von Städten und Gemeinden zu. So sind in Gemeinden mit bis zu 20.000 Einwohnern 2,4 Personen pro 1.000 Einwohner von Wohnungslosigkeit betroffen, in Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern liegt die Quote bereits bei 8,6 Betroffenen pro 1.000 Einwohnern. „Das Problem wandert vom Land in die Stadt“, so Jutta Henke (GISS), die die Studie durchgeführt hat. „Neben der generellen Attraktivität der Ballungsräume sind auch die fehlenden Hilfen im ländlichen Raum eine Ursache dafür.“

Denn auch diese Frage wurde untersucht: In welchen Regionen gibt es welche Hilfen zur Vermeidung oder Behebung von Wohnungslosigkeit? „In vielen kreisfreien Städte und Landkreisen gibt es überhaupt kein Angebot für Wohnungslose, obwohl sie laut Gesetz eigentlich dazu verpflichtet wären. In 40 Prozent der kreisfreien Städte und in über 60 Prozent der Landkreise gibt es nur ein einziges Angebot.“ In Bayern verfüge München über ein gut ausgebautes und gebündeltes Hilfesystem mit einer zentralen Fachstelle, die übrigen Städte, Kreise und kreisangehörige Gemeinden Bayerns haben der Studie zufolge nur ein punktuell ausgebautes Hilfesystem.

Dabei zeigten andere Studien, dass Beratungsstellen der Diakonie und anderer Träger effektiv dabei helfen könnten, Wohnungslosigkeit gar nicht erst entstehen zu lassen. Henke: „Die Mehrheit der Wohnungslosen lebt zwei Jahre in sogenannter verdeckter Wohnungslosigkeit, etwa in dem sie bei Freunden oder Verwandten wohnen, und suchen erst dann die entsprechenden Hilfesysteme auf.“ Als Ursachen für die Wohnungslosigkeit benennt die Studie in erster Linie Mietschulden und Mietzahlungsschwierigkeiten, aber auch Einschnitte wie Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Verlust eines Partners. „Im Fall der von Wohnungslosigkeit betroffenen Frauen spielt aber auch häusliche Gewalt eine große Rolle.“

Erschreckend schließlich nach Ansicht der Studienverfasser auch: 80 Prozent aller befragten Dienste, Träger und Körperschaften gaben an, dass sich die Wohnraumversorgung seit 2015 deutlich verschlechtert habe. Henke: „Der Zugang zu Wohnraum für die Betroffenen wird immer schwieriger.“  Darauf hätten Dreiviertel der befragten Kommunen und 80 Prozent der Landkreise überhaupt keine Antwort; die übrigen reagieren der Studie zufolge mit Belegungsrechten, Mietausfallgarantieren und Sonderwohnformen. 

„Wir müssen die vorhandenen präventiven Angebote, wie etwa die Fachstellen zur Verhinderung von Wohnungslosigkeit, weiter ausbauen, damit die Zahlen endlich sinken“, konstatiert Andreas Kurz vom Fachverband Evangelische Wohnungslosen- und Straffälligenhilfe, und verwies auf die von der Staatsregierung bereitgestellten Mittel. „Neben den Fachstellen wird es verstärkte soziale Beratung in Notunterkünften sowie spezifische Hilfen für junge wohnungslose Menschen, Frauen und Familien geben. Mit den bereitgestellten staatlichen Förderungen für Modellprojekte können wirkungsvolle Hilfen aufgebaut und verstetigt werden.“

Für die Studie „Wohnungslosigkeit vermeiden und beheben“ wurden neben anderen knapp fünfzig kreisfreie Städte, 120 Kommunen, über 200 Träger der Wohnungslosenhilf sowie knapp 100 Jobcenter im ganzen Bundesgebiet befragt. Durchgeführt wurde sie von der Gesellschaft für innovative Sozialforschung und Sozialplanung in Bremen (GISS).

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Gemeinsam statt einsam - Diakonie Bayern auf der ConSozial 2019

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Am 6. und 7. November 2019 in Nürnberg

Nürnberg, den 1. 11. 2019 Am 6. und 7. November 2019 wird das Messezentrum Nürnberg wieder zum Treffpunkt für die Sozialbranche. Fach- und Führungskräfte, Wissenschaft, Verbände, Wirtschaft und Politik kommen auf Deutschlands größter KongressMesse für den Sozialmarkt miteinander ins Gespräch. Auch die bayerische Diakonie präsentiert sich auf der ConSozial, die heuer unter dem Motto „Gemeinsam statt einsam – sozialen Zusammenhalt stärken“ steht.

 

Das Diakonische Werk Bayern stellt gemeinsam mit der Evangelischen Jugendsozialarbeit (EJSA Bayern), der Stadtmission Nürnberg sowie der Bank für Kirche und Diakonie (KD-Bank) aus. Zu finden ist Bayern zweigrößter Wohlfahrtsverband in der Halle 3A, Stand 517; informiert wird über anderem über die Altenpflege, AIDS-Beratung und über den Jugendmigrationsdienst der Stadtmission. Das Damenschneiderei-Atelier „La Silhouette“ aus München, ein Ausbildungsbetrieb für junge Migrantinnen, lädt zu einer Mitmach-Aktion am Stand ein.

Am zweiten Messetag werden um 12.00 Uhr der Präsident der Diakonie Bayern, Michael Bammessel, Dr. Christian Lüders vom Deutschen Jugendinstitut sowie Hans Steimle, Geschäftsführer der Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit (BAG EJSA) die Reformvorhaben im SGB VIII (Kinder- und Jugendhilferecht) diskutieren.

Ebenfalls am zweiten Messetag werden – ab 13.15 Uhr – die Preisträger des Diakonie-Wettbewerbs 2019 auf der ConSozial Messebühne in Halle 3A ausgezeichnet, bei dem ehrenamtliche Projekte für Kinder und Jugendliche gesucht wurden. 

 

Die ConSozial ist die KongressMesse für Fach- und Führungskräfte des Sozialmarktes im deutschsprachigen Raum. Alljährlich im Herbst informieren sich mehr als 6.000 Fachbesucher*innen im Messezentrum Nürnberg an zwei Tagen über die neusten Entwicklungen und Trends der Sozialwirtschaft. Parallel findet der KITA-Kongress statt, der sich an Fach- und Führungskräfte von Kindertagesstätten wendet. Die ConSozial wird vom Bayerischen Sozialministerium veranstaltet. Partner sind die Rummelsberger Diakonie, die Caritas Bayern und die NürnbergMesse. Insgesamt stellen sich im Messebereich in den Hallen 3A und 4A mehr als 250 Unternehmen und soziale Einrichtungen auf über 4.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche mit ihren Produkten und Dienstleistungen, Konzepten, und Bildungsangeboten vor.

 

Öffnungszeiten der Messe:

Mittwoch, 6.11.2019 von 9:00 bis 17:30 Uhr

Donnerstag, 7.11.2019 von 9:00 bis 16:30 Uhr

 

Mehr zum Auftritt der Diakonie Bayern auf der ConSozial finden Sie unter www.diakonie-bayern.de/kampagnen-messen-veranstaltungen/consozial-2019.html

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„Ein Streiter für die Sache der Diakonie“

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Oberkirchenrat Detlev Bierbaum geht in den Ruhestand

Nürnberg, 22.10.2019 Nach insgesamt 13 Jahren im Amt des Oberkirchenrats tritt Detlev Bierbaum am 30. November in den Ruhestand. Als Leiter der Abteilung „Gesellschaftsbezogene Dienste“ gehörte auch die Diakonie zu seinem Verantwortungsbereich. Michael Bammessel, Präsident der Diakonie Bayern würdigte ihn als „Streiter für die Sache der Diakonie – im Großen wie im Kleinen.“

Bierbaum habe die Diakonie stets als sein ureigenes Anliegen verstanden. „Ob bei der gemeinsamen Medienkampagne für eine liebevolle Pflege oder bei dem Projekt `F.I.T.‘ -  in der Zusammenarbeit mit ihm war immer spürbar:  Kirche und Diakonie gehören untrennbar zusammen“, würdigte Bammessel den scheidenden Bierbaum. Es sei für ihn immer selbstverständlich gewesen, dass eine Kirche nicht nur in Worten, sondern auch in Taten zu „ihrer Diakonie“ stehe.  Die Zusammenarbeit sei dabei immer von größtem Vertrauen geprägt gewesen. Bierbaum war seit 2006 Leiter der Abteilung D, „Gesellschaftsbezogene Dienste“ im Münchner Landeskirchenamt. In dieser Funktion war Bierbaum auch Mitglied im Diakonischen Rat des Diakonischen Werkes Bayern, dem Aufsichtsorgan des evangelischen Wohlfahrtsverbandes.

Zu seinem Nachfolger wurde der Augsburger Dekan Stefan Blumtritt berufen, der sein Amt am 1. Dezember 2019 antreten wird.

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Ihr Kontakt

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Pressesprecher
Name
Daniel Wagner
Einrichtung
Diakonisches Werk Bayern e.V.
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Postfach 120320
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