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Symbolbild: Pressearbeit der Diakonie Bayern

Diakonie in Bayern für die Presse

Die Medien sind wichtige Gesprächspartner für die Diakonie in Bayern, die sie kritisch und konstruktiv begleiten. Gleichzeitig ist die Diakonie im Freistaat eine wichtige Ansprechpartnerin, wenn es um fundierte sozialpolitische Positionen, aber auch um Ansprechpartner und -partnerinnen in den Einrichtungen und Diensten geht.

Die Pressestelle des Landesverbandes steht den Mitarbeitenden der Medien darum jederzeit für Anfragen zur Verfügung.

Meldungen 2019

Mit der Bahnhofsmission sicher unterwegs

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47 000 Mal wurde 2018 Reisenden in Bayern Hilfe geleistet

München/Nürnberg, 8.7.2019 Beim Umsteigen gehbehinderten Reisenden aus dem Zug helfen. Mit ratlosen Fahrgästen den richtigen Button am Ticketautomaten drücken. Einen Platz zum Ausruhen bieten, wenn die Reise nicht weitergeht. Auch dafür gibt es die Bahnhofsmissionen. Mehr als 47 000 Mal leisteten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der 13 bayerischen Bahnhofsmissionen im vergangenen Jahr Hilfe beim Reisen.

Auch wenn die Einrichtungen am Bahnhof vor allem als Anlaufstelle für Menschen in sozialen Notlagen bekannt sind, besteht ein wichtiger Teil ihrer Arbeit in der Unterstützung von Reisenden. So helfen die Mitarbeitenden beispielsweise Menschen mit Mobilitätseinschränkungen nach Voranmeldung beim Ein-, Aus- oder Umsteigen. An kleineren Bahnhöfen wie Ingolstadt, Kempten und Lindau sind die meist ehrenamtlichen Mitarbeitenden während der Öffnungszeiten im Bahnhof und an den Gleisen präsent und packen auch spontan an, wenn Hilfe nötig ist. „Die Unterstützung von Reisenden ist zahlenmäßig unsere Hauptaufgabe in Lindau. Sie machen fast 90 Prozent unserer Kontakte aus“, so die Leiterin der Lindauer Bahnhofsmission, Conny Schäle. Aber: „Immer wieder stranden auch verwirrte, psychisch auffällige oder wohnungslose Menschen am Bahnhof", ergänzt Schäle. "Wir geben ihnen Schutz und Ruhe bis wir eine Lösung gefunden haben, wie es für sie weitergehen kann.“ Das geschieht meist in Zusammenarbeit mit sozialen Einrichtungen in der Stadt, der Bahn oder auch der Bundespolizei. Ähnliche Bedeutung wie in Lindau hat die Hilfe für Reisende in den Bahnhofsmissionen Hof und Schweinfurt mit knapp über der Hälfte aller Kontakte.

Konkret boten die Mitarbeitenden der bayerischen Bahnhofsmissionen 2018 fast 33.000 Hilfen direkt im Reiseverkehr im Bahnhof und am Bahnsteig. 1.500-mal vermittelten sie Reisende an andere Bahnhofsmissionen. Und über 9.000-mal kontaktierten sie Dienste der Bahn, um Menschen auf Reisen weiterzuhelfen. Darüber hinaus boten sie Aufenthalt und diverse kleinere Hilfen – von einer Tasse Tee über das Aufladen eines Mobiltelefons bis zur Wickelmöglichkeit in ihren Räumen.

„Die Reisehilfen der Bahnhofsmissionen, aber auch die Unterstützung in Notlagen sind eine wertvolle Ergänzung zum Mobilitätsservice der Bahn“, so Karl Heinz Ferstl, Leiter Operations im Regionalbereich Süd der DB Station&Service AG.

 „Es ist uns wichtig, dass Menschen, die aufgrund ihres Alters, einer Krankheit oder einer Behinderung eingeschränkt sind, selbständig leben und mobil bleiben können. Das schafft Lebensqualität und ermöglicht Teilhabe, was auch angesichts des demographischen Wandels für unsere Gesellschaft von großer Bedeutung ist", sagt Hedwig Gappa-Langer (IN VIA Bayern e.V.) von der Arbeitsgemeinschaft der kirchlichen Bahnhofsmissionen in Bayern. Ihre Kollegin Heidi Ott (Diakonisches Werk Bayern e.V.) betont: "Nur durch das hohe Engagement der fast 400 ehrenamtlichen Mitarbeitenden in den bayerischen Bahnhofsmissionen ist ein derart breites Angebot überhaupt möglich."

Ein besonderer Service ist "Bahnhofsmission Mobil", für alle diejenigen, für die eine Fahrt alleine kaum (mehr) möglich ist. Bisher wird es in Schweinfurt und Nürnberg angeboten. Nach Voranmeldung begleiten ehrenamtliche Mitarbeitende die Fahrgäste kostenlos in Regionalzügen im Umkreis von 100 Kilometern bzw. maximal vier Stunden einfache Fahrtzeit. 240 Mal wurde die mobile Reisebegleitung im vergangenen Jahr gebucht.  Nähere Informationen gibt es bei den Bahnhofsmissionen Schweinfurt (Ruf 09721/85950) und Nürnberg (Ruf 0911/22996).

Bereits seit 15 Jahren ist "Kids on Tour“ erfolgreich, der Begleitdienst für allein reisende Kinder in Kooperation von Deutscher Bahn und den Bahnhofsmissionen. Jeweils freitags und sonntags begleiten ausgebildete ehrenamtliche Mitarbeitende der Bahnhofsmissionen Kinder im Alter zwischen sechs und 14 Jahren auf festgelegten Strecken im ICE-Netz. In Bayern beispielsweise auf den Strecken München – Nürnberg – Berlin sowie München – Stuttgart – Mannheim – Köln. Die Bahnhofsmission München koordiniert diese Fahrten und stellt die ehrenamtlichen Begleitenden auf den genannten Strecken. Im vergangenen Jahr konnten von München aus 1.072 Fahrten begleitet werden. „So können Kinder beispielsweise zu getrennt lebenden Elternteilen oder auch den Großeltern in gutem Kontakt bleiben. Das Angebot wird aktuell fast ausschließlich über Mittel der Träger finanziert. Dauerhaft braucht es deshalb bald eine Alternativlösung“, so Bettina Spahn und Barbara Thoma, die beiden Leitungen der Bahnhofsmission München. Weitere Informationen unter https://www.bahn.de/p/view/service/familie/kids-on-tour.shtml

In Bayern halten 13 größtenteils ökumenisch getragene Bahnhofsmissionen ihre Türen für Reisende und Menschen in Not offen. 2018 hatten die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden 285.000-mal Kontakt mit Hilfesuchenden – dies ist eine Steigerung um 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt erbrachten sie fast 570.000 Hilfeleistungen vom Aufenthalt über Notverpflegung und Vermittlung bis zu seelsorgerlichen und Krisengesprächen. Das entspricht einem Plus von 2 Prozent gegenüber 2017.

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„Hilfe für Notleidende alleine reicht nicht. Diakonie muss helfen, Gräben zu überwinden.“

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170 Jahre Diakonie Würzburg

Nürnberg/Würzburg, 27. Juni 2019. Alleinerziehende, die in Armut leben, Menschen, die sich keine Krankenversicherung mehr leisten können und Rentner*innen, die sich das Geld für die letzte Mietsteigerung vom Munde absparen müssen – „Wenn wir genau hinschauen, sehen wir, welche scharfen Gegensätze es in Deutschland und auch in Bayern gibt,“ so Diakoniepräsident Michael Bammessel heute in Würzburg anlässlich des 170-jährigen Bestehens der dortigen Diakonie. Und er fordert: „Notleidenden zu helfen alleine reicht nicht. Diakonie muss die Verbindung zwischen den verschiedenen Welten unserer Gesellschaft wieder herstellen.“

Die Diakonie, so Bammessel, erlebe in ihrer täglichen Arbeit die harten Gegensätze in der Gesellschaft. Die Kluft zwischen Arm und Reich aber tue sich längst nicht mehr nur zwischen Armen und Superreichen auf. „Auch Menschen, die sich der Mittelschicht zurechnen, leben oft meilenweit von den Problemen anderer entfernt.“ Welcher „gestresste Büromensch“, so Bammessel, habe schon mal mit einem Flüchtling gesprochen, der in einer Gemeinschaftsunterkunft lebe und psychisch krank werde, weil ihm die Behörden verböten zu arbeiten? Viele Menschen wüssten schlicht nicht, welchen Kampf ums Überleben andere führten. „Sie kennen den bulgarischen Wanderarbeiter nicht, der von seinem deutschen Arbeitgeber um seinen schmalen Lohn betrogen wird, und der sich nicht wehren kann, weil er so schlecht Deutsch spricht.“

Aufgabe der Diakonie sei es darum nicht nur, Notleidenden zu helfen. Sie könne sich nicht damit zufrieden geben, dass der Blick auf die schreiende Not in der Gesellschaft den Profis, und damit ihr, überlassen werde. Als Beispiel nannte Bammessel die Vesperkirchen. Hier öffneten sich Kirchen für einen bestimmten Zeitraum für alle Menschen der Umgebung und ermöglichten eine Begegnung zwischen den unterschiedlichen Gruppen der Gemeinde: „Wer da aus einer gut bürgerlichen Familie kommend am Essen teilnimmt oder gar ehrenamtlich mitarbeitet, bekommt einen scharfen Blick für die Lebenslagen, in denen sich manche Menschen befinden. Da treffen sich Welten.“

Bammessel predigte anlässlich des 170-jährigen Jubiläums der Diakonie Würzburg. Die Gründung geht zurück auf eine Predigt von Johann Hinrich Wichern im Jahr 1849 im Würzburger Stephansdom. Wichern, der als einer der Väter der modernen Diakonie gilt, gab damit den Anstoß zur Gründung der „Inneren Mission Würzburg“, aus der später das Diakonische Werk wurde. Es hat heute knapp 1.000 Mitarbeitende und ist unter anderem in der ambulanten und der stationären Altenhilfe, der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe sowie der Sozialpsychiatrie tätig. Zur Diakonie Würzburg gehört auch die Brauchbar GmbH, die sechs Sozialkaufhäuser in Würzburg sowie Ochsenfurt betreibt, und in denen täglich ca. 300 Personen einkaufen.

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"Unerhört! Dieses Vertrauen."

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Diakonie beim Kirchentag - vielfältig und abwechslungsreich

Berlin/Nürnberg, 12. Juni 2019   Über 30 Aussteller - Träger, Einrichtungen, Initiativen und Projekte der Diakonie - präsentieren sich und ihre Arbeit beim 37. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dortmund vom 19. bis 23. Juni in Halle 6. Ob ein professionell zubereiteter Kaffee im Café Pause inklusiv oder Musik, Tanz und Talk auf der Diakonie-Bühne - für alle Kirchentagsbesucher ist etwas dabei.

Auf der Diakonie-Bühne diskutiert Diakonie-Präsident Ulrich Lilie mit Nordrhein- Westfalens Ministerpräsidenten Armin Laschet und der Journalistin Anja Reschke darüber, was die Gesellschaft im Kern zusammenhält (Donnerstag, 20. Juni, 14.40 bis 15.30 Uhr).

Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland, diskutiert  mit dem Juso-Vorsitzenden Kevin Kühnert und der "Pfarrerin im digitalen Raum", Theresa Brückner, @theresaliebt, über die Zukunft Europas (Samstag, 22. Juni 15.00 bis 15.30 Uhr).

"Unerhört! Dieses Vertrauen." heißt es im Diakonie-Gottesdienst am Samstag, 22. Juni von 11 bis 12 Uhr auf der Diakonie-Bühne mit Diakonie-Präsident Ulrich Lilie und Landtagsvizepräsidentin Carina Gödecke.

Diakonie-Präsident Lilie wird zudem an zwei Podien teilnehmen. "Produktiv - engagiert - ausgegrenzt? Altern und Arbeitswelt und Gesellschaft"  heißt es am Donnerstag, 20. Juni, 15 bis 17.30 Uhr, in Halle 1. Ebenfalls in Halle 1 geht es am Freitag, 21. Juni von 15 bis 17.30 Uhr um "Wohin mit der Pflege? Wege aus der Sackgasse".

Alle, die schon immer mal sagen wollten, was ihnen Sorgen bereitet, können dies in einem Unerhört-Barcamp tun, dass von der Diakonie Deutschland und dem Kirchentag am Donnerstag, 20. Juni veranstaltet wird. Es findet von 15 bis 18 Uhr im Evangelischen Tagungszentrum Reinoldinum, Schwanenwall 34, 44135 Dortmund, statt. Barcamps leben vom Dialog, es gibt es weder einen Input noch eine festgelegte Agenda,  die Teilnehmenden bestimmen die Inhalte vor Ort selbst. 

Alle Informationen über die Angebote der Diakonie beim Kirchentag sowie das Bühnenprogramm finden Sie unter https://www.diakonie.de/kirchentag-2019/

 

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Wohnungslosigkeit vermeiden!

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Diakonie fordert flächendeckende Unterstützungsangebote bei drohendem Wohnungsverlust

Kempten/Nürnberg, 06.06.2019 Auf den dringend notwendigen Ausbau von Hilfen bei akuter Wohnungslosigkeit und zur Vermeidung des Wohnungsverlustes hat der Fachverband Evangelische Wohnungslosenhilfe und Straffälligenhilfe der Diakonie in Bayern (FEWS) jetzt in Kempten hingewiesen. Angesichts der dramatischen Situation auf dem Wohnungsmarkt in vielen Regionen Bayerns sei der flächendeckende Ausbau von Hilfen bei drohender und akuter Wohnungslosigkeit wichtiger denn je.

An der Stadt Kempten/Allgäu, so Indra Baier-Müller, Geschäftsführerin der Diakonie in Kempten, werde exemplarisch deutlich, wie stark der Bedarf an Diensten und Einrichtungen der Wohnungsnotfallversorgung mittlerweile sei.  Aufgrund der steigenden Zahl von Wohnungslosen bzw. von Wohnungslosigkeit bedrohten Personen zeige sich ein hoher Bedarf an Beratung und Begleitung von Menschen in den Unterkünften - derzeit sind ca. 180 Personen in ordnungsrechtlicher Unterbringung.  Gleichwohl muss die Prävention und somit die Vermeidung von Wohnungslosigkeit im Fokus stehen, so Indra Baier-Müller.

Auch für die Bewohner*innen der  Notunterkünfte in der Stadt Kempten fehle es bisher an geeigneten Beratungsangeboten vor Ort. Kempten werde als Wohnquartier stark nachgefragt. Baier-Müller: „Die Folgen von Wohnraumverknappung und Mietpreissteigerungen bekommen die in Not geratenen Mitbürgerinnen und Mitbürger täglich zu spüren.“ Zwar liege der Quadratmeterpreis für Mietwohnungen in Kempten noch deutlich unter dem bayerischen Durchschnitt. „Aber die Mietpreise sind auch in Kempten gestiegen und haben sich im Vergleich zum Jahr 2011 teilweise fast verdoppelt – von 6,59 € auf knapp zwölf Euro.“ Mittlerweile seien auch Familien zunehmend von Wohnungslosigkeit betroffen. „Auch sie benötigen zur Bewältigung der Krisen professionelle Unterstützung und bezahlbaren Wohnraum.“

Auch mit Blick auf die kürzlich veröffentlichten Zahlen der Stichtagserhebung zum Umfang von Wohnungslosigkeit in Bayern sieht der evangelische Fachverband großen Handlungsbedarf. Sie hatte einen dramatischen Anstieg um fast 30% in drei Jahren nachgewiesen. Die von der Landesregierung im bewilligten Doppelhaushalt 2019/2020 zu Verfügung gestellten und deutlich erhöhten Mittel seien darum der richtige Weg für einen flächendeckenden und regionalorientierten Auf- und Ausbau von Hilfen für wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen in Bayern, so Andreas Kurz, Vorsitzender des Fachverbandes Wohnungslosenhilfe und Straffälligenhilfe.

Der Fachverband Evangelisch Wohnungslosen- und Staffälligenhilfe (FEWS) ist ein Zusammenschluss von Trägern der Wohnungslosenhilfe und Straffälligenhilfe der Diakonie in Bayern. Er greift sozialpolitische Themen und spezifische Fragen bei der Hilfe für wohnungslose und straffällige Menschen auf. Der Fachverband berät und unterstützt bei der Planung und Ausarbeitung von Konzepten und Angeboten der präventiven, ambulanten, teilstationären und stationären Arbeit.

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Albtraum Miete

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Aktionswoche „Schuldnerberatung“ stellt Grundrecht auf Wohnen in den Mittelpunkt

Nürnberg, 3.6.2019 Alljährlich findet im Juni die von den Wohlfahrts- und Fachverbänden durchgeführte bundesweite Aktionswoche Schuldnerberatung statt, in diesem Jahr vom 3. bis zum 7. Juni unter dem Thema ‚Albtraum Miete’. Im Mittelpunkt steht 2019 das Grundrecht auf bezahlbaren Wohnraum. Heidi Ott, Fachreferentin für Wohnungslosenhilfe und Schuldnerberatung bei der Diakonie in Bayern, fordert Politik und Wohnungswirtschaft auf, mehr für bezahlbaren Wohnraum für einkommensschwache und benachteiligte Bevölkerungsgruppen zu tun. Für viele Verschuldete seien die hohen Mieten ein Albtraum. Bezahlbarer Wohnraum fehle in vielen Regionen Bayerns, daher sei es umso wichtiger, in Kommunen und Landkreisen dauerhaft präventive Angebote zum Wohnungserhalt einzurichten, um bezahlbaren Wohnraum zu sichern und zu erhalten.

Schon der Zugang auf den Wohnungsmarkt sei für Überschuldete in Bayern extrem schwierig, beklagt Ott. Dies liege am Mangel an bezahlbarem Wohnraum, aber auch an der vorzulegenden Schufa-Auskunft an die Vermieter. „Auch wenn diese Auskunft nur Schulden durch einen schnellen Konsumentenkredit, z.B. für die Anschaffung einer Waschmaschine ausweist, lehnen Vermieter den Abschluss eines Mietvertrages häufig ab. Es darf keine Stigmatisierung auf Grund der Schufa-Auskunft geben“, sagt Ott und verweist auf das Forderungspapier, das die Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände (AG SBV) anlässlich der bundesweiten Aktionswoche „Schuldnerberatung“ herausgegeben hat. Die Aktionswoche steht unter dem Motto „Albtraum Miete“ und stellt das Grundrecht auf bezahlbaren Wohnraum in den Mittelpunkt.

Ott wirbt für mehr Verständnis für Überschuldete. „Betroffene sind häufig mit ihrer Situation überfordert und setzen falsche Schwerpunkte. Teilweise ist der Druck der Gläubiger so groß, dass Ratenzahlungen geleistet werden und für die Miete kein Geld mehr übrig bleibt. Auch schämen sich verschuldete Menschen und hoffen, ihre Situation selbst wieder in Griff zu bekommen. Die Beratungsdienste und Hilfsangebote sind zudem oft nicht bekannt.“, so Ott weiter. Deshalb sind präventive, aufsuchende Hilfen wichtiger denn je. Die durchaus mögliche Übernahme von Mietschulden durch Jobcenter oder Sozialämter müsse beantragt werden, was den Überschuldeten aus unterschiedlichen Gründen häufig nicht bekannt ist und schwerfalle.

Geringverdienenden machen die steigenden Mieten in vielen bayerischen Regionen Städten zusätzlich zu schaffen, sagt Ott. Sie müssen einen immer größer werdenden Anteil des Verdienstes für die Unterkunft ausgeben und belasten das zur Verfügung stehende Haushaltsbudget. Auch für Beziehende von Grundsicherungsleistungen wird es immer schwieriger, weil die Jobcenter diese Kosten nur im Rahmen ihrer Vorgaben anerkennen. Das sind sichere Wege in die Überschuldung, so die Expertin.

Die Forderungen der der AG SBV zur Aktionswoche Schuldnerberatung gehen unter den Stichworten „Wohnraum finden – Wohnraum erhalten – Wohnraum sichern“ an verschiedene Adressaten. So muss der Sektor des gemeinwohlorientierten und sozialen Wohnungsbaus nach Auffassung der AG erheblich gestärkt werden, damit mehr bezahlbare Mietwohnungen geschaffen und dann auch erhalten werden. Die SCHUFA sollte Überschuldete im Insolvenzverfahren nicht mit einer schlechteren ‚Benotung‘ abstrafen, da dieses Verfahren eine Form der Schuldenregulierung und somit nichts Negatives seien. Auch sollten die Negativmerkmale von Auskünften für Vermieter sich auf Miet- und ähnliche Schulden beschränken.

Auch die Sozialleistungsträger sieht die AG gefordert. Die Grenzen für die anerkennungsfähigen Kosten der Unterkunft wie Miet- und Heizkosten müssten realistisch sein und den Wohnungsmarkt auch abbilden, meint sie. „Die Übernahme von Mietschulden solle so unbürokratisch wie irgend möglich organisiert werden. Auch Direktzahlungen der Miete von den Jobcentern an die Vermietenden sollten zur Vermeidung von Mietschulden noch stärker eingesetzt werden“, unterstützt Ott.

 

Die Diakonie Bayern mit ihren spezialisierten Schuldnerberatungsstellen bietet an über 30 Standorten fachkundige Beratung und Unterstützung für verschuldete und überschuldete Menschen an. Dabei liegt der Schwerpunkt der Beratung bei sozial benachteiligten und von Armut betroffenen Menschen. Das Beratungsangebot ist für Ratsuchende kostenfrei. Ziel der sozialen Beratung ist es, die Ratsuchenden bei der Stabilisierung ihrer wirtschaftlichen Situation zu unterstützen und ihr Selbsthilfepotential zu fördern. Im Vordergrund stehen die Sicherung der Existenz der Ratsuchenden und eine mögliche Schuldenregulierung.

 

In der Wohnungsnotfallhilfe bietet die Diakonie Bayern an über 10 Standorten eine Fachstelle zur Verhinderung von Wohnungslosigkeit. Ziel der Hilfen ist Wohnraum zu erhalten, neue Wohnungslosigkeit zu verhindern, und wenn der Wohnraum nicht erhalten werden kann, unterstützende Beratung bei der Suche nach einer neuen Wohnung anzubieten. Die Mitarbeitenden unterstützen bei der Wohnungssicherung, bei wirtschaftlichen, gesundheitlichen sowie persönlichen Problemen und arbeiten eng vernetzt mit allen Akteuren zusammen.

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Für Europa auf die Straße

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Diakonie ruft zur Europa-Demo auf

Berlin/Nürnberg, 17. Mai 2019    Die Diakonie Deutschland unterstützt das Bündnis "Ein Europa für Alle", das dazu aufruft, am 19. Mai für ein Europa der Menschenrechte auf die Straße zu gehen. "Wir appellieren an alle Bürgerinnen und Bürger, ihre Stimme für ein geeintes und soziales Europa und gegen Nationalismus zu erheben", sagt Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland. "Wir erleben in Europa zurzeit, dass rechte Parteien mit Fremdenfeindlichkeit und Abschottung Politik machen. Wir sind davon überzeugt: Soziale Gerechtigkeit ist ohne ein demokratisches und offenes  Europa nicht zu haben", betont Loheide. Nur eine gute nachbarschaftliche Zusammenarbeit in der Europäischen Union werde für soziale Sicherheit und das Gefühl von Zugehörigkeit sorgen.

 

Am 19. Mai gehen europaweit Menschen für ein demokratisches Europas und gegen Nationalismus auf die Straße: in Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart, aber auch in Dänemark, Italien, Niederlande, Österreich, Polen, Rumänien, Schweden und Ungarn.

"Die Diakonie Deutschland setzt sich für eine europäische Gemeinschaft ein, in der die Menschen in ihrer Vielfalt in Frieden leben können und in der Solidarität eine wichtigere Rolle spielt als Angstmacherei und Untergangsszenarien", sagt Loheide.

 Die Diakonie Deutschland nimmt mit einer eigenen Aktion an der Demo in Berlin teil. Unter dem Motto "Für dich! Für alle! Für Europa!" wirbt sie für die Beteiligung an der Europa-Wahl. Wer noch unschlüssig ist, welche Partei seine Interessen am besten vertritt, kann dies mit Hilfe des Sozial-O-Mats der Diakonie testen: https://www.sozial-o-mat.de/. Er zeigt auf, wie die im Bundestag vertretenen Parteien zu ausgewählten sozialen Themen stehen: Faire Lebensbedingungen, Lernen und Arbeiten, Wirtschaft  sowie Flucht und Migration.

Der Sozial-O-Mat errechnet den Grad der Übereinstimmung, gibt aber keine Wahlempfehlung. Beispielhafte Geschichten zeigen, welche Auswirkungen die verschiedenen politischen Ansätze zu den sozialen Themen für die betroffenen Menschen haben.

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Ganztagsbetreuung ist keine billige Aufbewahrungslösung.

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Evangelische Jugendsozialarbeit legt Qualitätskriterien für Ganztagsangebote vor

Nürnberg/München 10.4.2019 Die Bedarfe von Kindern nach tragfähigen Beziehungen, angemessener Förderung und ganzheitlicher Betreuung müssen im Mittelpunkt stehen, wenn es um die Entwicklung von Ganztagsangeboten geht. Wie dies konkret aussehen kann, beschreibt die Evangelische Jugendsozialarbeit (ejsa) jetzt in ihren „Qualitätsbausteinen für Ganztagsangebote in Schulen“.

 

„Wir brauchen gut ausgebildete und genügend Fachkräfte sowie ein passendes Raumangebot, um Kinder gut betreuen zu können.“. Ebenso wichtig sei ausreichend Zeit für die Mitarbeitenden, sich um die Kinder zu kümmern, fordert Klaus Umbach, Geschäftsführer der ejsa Bayern e.V. bei der Vorstellung der Qualitätsbausteine. Grundsätzlich gelte: „Es kommt darauf an, die Bedarfe der Kinder in den Mittelpunkt zu stellen und von dort aus ein gutes Angebot zu konzipieren, das in Kooperation mit Schule und Eltern dazu geeignet ist, Kindern ein gutes und gelingendes Aufwachsen zu ermöglichen.“ Es reiche nicht aus, sich allein der „technischen Realisierung von Betreuungszeit am Nachmittag“ zu widmen. Denn bei der Ganztagsbetreuung gehe es um mehr: die Wünsche der Kinder nach geeigneten Räumen, sich abwechselnde Phasen von Freiraum, Förderung und Anleitung, Versorgung und Betreuung müssen erkannt und berücksichtigt werden.

 

Deshalb sieht die ejsa Bayern bei Ganztagsangeboten an bayerischen Schulen erhebliche Weiterentwicklungsbedarfe: „Gute Ganztagsangebote können die Chancen junger Menschen erheblich verbessern, die sich in und mit Schule schwer tun oder auch durch Probleme in ihrem Umfeld belastet sind. Wo die Familie nicht ausreichend unterstützen kann, können gute Ganztagsangebote erheblich zum Ausgleich von Benachteiligungen beitragen. Aber qualitativ gut müssen sie sein und keine billige Aufbewahrungslösung! Sonst drohen Kindern eher Beeinträchtigung und weitere Benachteiligung. Das müssen wir in unserer Gesellschaft verhindern“.

 

Die „Qualitätsbausteine“ der EJSA werden ab sofort in die fachpolitischen Diskussionen um den Ausbau der Ganztagsbetreuung an Schulen eingebracht. Die Weiterentwicklungsbedarfe und die Forderungen, die daraus abgeleitet werden, sollen mit Fachleuten vor Ort, in den Regionen, vor allem aber auf Landes- und Bundesebene diskutiert werden. Die Broschüre ist als pdf auf der ejsa-homepage (www.ejsa-bayern.de) erhältlich. Sie kann auch als Broschüre bei der ejsa angefordert werden.

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Mittelmeer: Über 250 Organisationen fordern Angela Merkel zum Handeln auf.

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Offener Brief mit drei konkreten Forderungen aus der Zivilgesellschaft

Berlin/Frankfurt 3. April 2019 Angesichts des Sterbens auf dem Mittelmeer und der katastrophalen Lage in Libyen wenden sich mehr als 250 zivilgesellschaftliche Organisationen in einem offenen Brief an die Bundeskanzlerin. PRO ASYL, Ärzte ohne Grenzen, Amnesty International, Sea-Watch, Seebrücke, Diakonie, Caritas, Brot für die Welt, Misereor, der Deutsche Gewerkschaftsbund und die vielen weiteren unterzeichnenden Organisationen kritisieren: „Wir sind erschüttert angesichts der gegenwärtigen europäischen Politik, die immer stärker auf Abschottung und Abschreckung setzt – und dabei tausendfaches Sterben billigend in Kauf nimmt. Die Pflicht zur Seenotrettung ist Völkerrecht und das Recht auf Leben nicht verhandelbar.“

 

Eine völkerrechtsbasierte Seenotrettung auf dem Mittelmeer muss sichergestellt werden. Die EU hat sich verpflichtet, Schutzsuchenden Zugang zu einem fairen Asylverfahren zu gewähren. Es ist ein Skandal, dass zivile Helfer*innen kriminalisiert werden, die der unterlassenen Hilfeleistung der europäischen Staaten nicht weiter zusehen wollen. Das Bündnis, darunter Flüchtlings- und Menschenrechtsorganisationen, Seenotrettungsorganisationen, Wohlfahrtsverbände, Kirchen, Gewerkschaften und Jugendverbände, fordert eine Neuausrichtung der deutschen und europäischen Politik:

1. Notfallplan für Bootsflüchtlinge: Aufnahmebereite Mitgliedsstaaten müssen in einem geordneten Verfahren aus Seenot gerettete und in EU-Mittelmeeranrainerstaaten gestrandete Schutzsuchende solidarisch aufnehmen. Der Europäische Flüchtlingsrat hat dazu einen praktikablen Vorschlag ausgearbeitet, der im Rahmen des geltenden Europarechts sofort zur Anwendung kommen kann.

2. »Sichere Häfen« ermöglichen: Viele deutsche Städte und Kommunen haben sich bereiterklärt, Geflüchtete aufzunehmen. Für sie muss eine Möglichkeit geschaffen werden, freiwillig zusätzliche Schutzsuchende aufzunehmen.

3. Keine Rückführung nach Libyen: Nach Libyen zurückgebrachte Flüchtlinge sind systematisch Folter, Versklavung und Gewalt ausgesetzt. Jede Unterstützung und Ausbildung der sogenannten libyschen Küstenwache muss eingestellt werden. Die EU und Deutschland müssen das Non-Refoulement-Gebot als zwingendes Völkerrecht achten und umsetzen.

Die aktuelle Politik muss beendet werden, denn sie bedroht nicht nur das Leben von Menschen, sie setzt auch unsere eigene Humanität und unsere Werte aufs Spiel.

 

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Tod und Verwüstung in Mosambik

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Diakonie Katastrophenhilfe und Mission EineWelt rufen zu Spenden auf

Mit schweren Regenfällen und Windgeschwindigkeiten von 170 km/h erreichte Zyklon Idai in der Nacht auf Freitag, 15. März, Mosambik. Der Sturm zog quer durchs Land bis nach Malawi und Zimbabwe, wo es ebenfalls zu schweren Zerstörungen kam. Vor allem die Hafenstadt Beira in Mosambik wurde heftig getroffen. Eine halbe Million Menschen sind ohne Stromversorgung. Bis dato gibt es nur einzelne Meldungen aus der Stadt. Die Straßen nach Beira sind unbefahrbar. Wegen anhaltender Regenfälle und Starkwinde können Hubschrauber kaum fliegen.

 

Tod und Verwüstung in Mosambik Laut UN sind rund 600.000 Menschen von den Auswirkungen des Sturms betroffen. Etwa 400.000 Menschen verloren ihr Zuhause. Der mosambikanische Präsident Filipe Nyusi rechnet mit mehr als 1.000 Toten. Wegen der Wetterbedingungen ist es höchst schwierig, einen Gesamtblick auf Schäden und Opfer im Land zu bekommen. Der Transport von Hilfsgütern in die am schlimmsten betroffenen Orte ist eine große Herausforderung. Die Diakonie Katastrophenhilfe wird sich mit 100.000 Euro an der Soforthilfe beteiligen. Zudem sind Hilfsprogramme für Nahrungsmittel an 50.000 Betroffene sowie Decken und Zelte für 25.000 Menschen vorgesehen.

Pfarrer Sikhathesihle Khumalo arbeitet mit Unterstützung von Mission EineWelt für die lutherische Kirche in Mosambik und wohnt in Beira. Er beschreibt die Situation: „Beira ist völlig isoliert. Die großen Brücken zur Stadt sind zerstört. Menschen sind am Verhungern, weil die Felder kurz vor der Ernte völlig unter Wasser stehen und wegen der gestörten Verkehrsverbindungen viel zu wenig Nahrungsmittel gebracht werden können. Es gibt keine Elektrizität. Kommunikation per Telefon oder auf anderen Wegen ist fast unmöglich. Viele Häuser sind schwer beschädigt. Die Leute wissen nicht, wo sie wohnen sollen. Weil überall in der Stadt Wasser steht, sterben Tag für Tag mehr Menschen. Das Provinzkrankenhaus ist überbelegt. Die Leichenhäuser sind voll. Menschen, die sterben, werden sofort bestattet, wobei die Gräber voller Wasser sind.“

Mission EineWelt und die Diakonie Katastrophenhilfe arbeiten im Rahmen der ACT-Alliance, dem Katastrophenhilfenetzwerk des Ökumenischen Rats der Kirchen, mit lokalen Partnern vor Ort zusammen.

 

Die Diakonie Katastrophenhilfe und Mission EineWelt bitten um Spenden

Mission EineWelt

Stichwort: Katastrophenhilfe südliches Afrika

IBAN: DE12 5206 0410 0001 0111 11

BIC: GENODEF1EK1 Evangelische Bank

oder online: http://www.mission-einewelt.de

 

Weitere Informationen:

Pfarrer Reinhard Hansen

africa(at)mission-einewelt(dot)de

Tel: 09874-9-1301

Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin

Stichwort:  Katastrophenhilfe südliches Afrika

IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02

BIC: GENODEF1EK1 Evangelische Bank

www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/

 

 

Fritz Blanz

blanz@diakonie-bayern.de

Tel.: 0911 / 9354-265

 

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Ein großartiger Arbeitsplatz!

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Diakonie Hasenbergl als einer der besten Arbeitgeber im

Bereich Gesundheit und Soziales ausgezeichnet

München, 19.3.2019 Die Diakonie Hasenbergl e.V. zählt zu den Gewinnern des diesjährigen Great Place to Work® Wettbewerbs „Beste Arbeitgeber Gesundheit und Soziales“. Innovativ, zukunftsorientiert und kulturbegeistert, so werden die attraktivsten Arbeitgeber  Deutschlands beschrieben. Zum ersten Mal wurde auch die Sozialexpertin im Münchner Norden ausgezeichnet - entsprechend stolz sind die Vorstände. „Wir freuen uns, dass es uns gelingt, für unsere Mitarbeitenden einen besonderen Arbeitsplatz zu schaffen. Sie alle leisten tolle Arbeit. Deshalb geben wir mit Stolz und Dank diese Auszeichnung an unsere Mitarbeitenden weiter“, freuen sich Evi Grundner und Gereon Kugler.

 

Dass ihr Arbeitsplatz in einer der 55 Einrichtungen der Diakonie Hasenbergl ein ganz besonderer ist, das wissen die mehr als 500 Mitarbeitenden der Diakonie im Münchner Norden schon lange.
Nun zählt die Sozialexpertin im Hasenbergl offiziell zu den besten Arbeitgebern Deutschlands im Bereich Gesundheit und Soziales.


Partizipation für eine offene Unternehmenskultur


Mehr als 500 Mitarbeitende in über 55 Einrichtungen arbeiten in der Diakonie Hasenbergl zusammen und setzen sich gemeinsam für die sozialen Belange der Bevölkerung ein. Neben den offenen Einrichtungen, die alle Menschen der jeweiligen Zielgruppe besuchen können, bietet die Diakonie Hasenbergl Menschen in und mit besonderen Lebenslagen Unterstützung, Hilfe zur Selbsthilfe und Entwicklungsmöglichkeiten an. Dass dies nur mit motivierten Mitarbeitenden gelingen kann, darüber sind sich die Vorstände im Klaren. Die Mitarbeitenden sollen stolz auf ihren Arbeitsplatz und die Zusammenarbeit mit ihren Kolleginnen und Kollegen sein. Auch in der Sozialbranche sind kompetente Mitarbeitende dringend gesucht; in der Diakonie Hasenbergl setz man deshalb auf Partizipation in allen Bereichen: „Alle unsere Mitarbeitenden haben die Möglichkeit, sich zu beteiligen, wenn wichtige Werte und Ziele erarbeitet und am Leben gehalten werden. Wir achten darauf, dass in jedem Arbeitskreis und Qualitätszirkel Mitarbeitende aus allen Hierarchieebenen und allen Bereichen beteiligt sind“, informiert Evi Grundner. Auch ein umfangreiches Leistungspaket soll die Wertschätzung den Mitarbeitenden gegenüber verdeutlichen: „Wir haben mit verschiedenen Leistungen wie attraktiven  Weiterbildungsangeboten, familienfreundlichen Arbeitszeiten, Altersvorsorgekonzepten und weiteren Maßnahmen ein Paket geschnürt, mit dem wir auf die Bedürfnisse unserer Mitarbeitenden so weit wie möglich eingehen“, fasst Gereon Kugler zusammen und ergänzt: „Wir legen Wert auf eine offene Kommunikation, egal ob Dinge gut laufen oder verbessert werden müssen. Das heißt natürlich auch, dass wir Kritikpunkte unserer Mitarbeitenden ernst nehmen“. Das Prinzip der offenen Tür zieht sich durch alle Ebenen, für den Konfliktfall stehen eigene Konfliktnavigatoren und Konfliktnavigatorinnen zur Verfügung, die vermittelnd eingeschaltet werden können. Natürlich kommt auch das Feiern als wichtiger Teil des zusammen.tuns nicht zu kurz: Advents- und Sommerfest sind feste Termine im Jahreskalender, dazu kommen Jubiläen, Einrichtungs- und Team-Events. Der fachliche Austausch ist in regelmäßigen Sitzungen und Arbeitskreisen gewährleistet. „Es herrscht eine außergewöhnliche positive Arbeitsatmosphäre. Es wird sehr viel gelacht, unabhängig von der Arbeitsbelastung. Feste werden gemeinsam gefeiert“, bestätigen auch die Mitarbeitenden in der Umfrage.


Das Vertrauen, das die Mitarbeitenden den Vorständen der Diakonie Hasenbergl entgegenbringen, ist groß. „Wir haben die Befragung aller unserer Mitarbeitenden im Rahmen des Wettbewerbs genutzt, um Schwachstellen bei den Arbeitsbedingungen abzuklopfen und zu schauen, wo wir uns noch verbessern können“, berichtet Evi Grundner.


Gemeinsame Werte schaffen Vertrauen

Beim aktuellen Great Place to Work-Wettbewerb wurde die Diakonie Hasenbergl in der Kategorie „Beste Arbeitgeber Gesundheit & Soziales 2019“ ausgezeichnet. 140 Gesundheits- und Sozialeinrichtungen, darunter Kliniken, Pflegeeinrichtungen, ambulante Versorger und soziale Dienste hatten sich der Prüfung durch das unabhängige Great Place to Work-Institut gestellt. In einer anonymen Mitarbeitendenbefragung wurden unter anderem Führung, Vertrauen in die Zusammenarbeit, Gesundheitsförderung oder die Work-Life-Balance geprüft. Ausgezeichnet wurden Unternehmen, die ihren Beschäftigten eine besonders mitarbeitendenfreundliche und vertrauensvolle Unternehmenskultur bieten. „Wir sind sehr stolz, dass sich unsere Mitarbeitenden mit der Diakonie Hasenbergl identifizieren“, erklärt Vorstand Gereon Kugler.

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Ihr Kontakt

Titel
Pressesprecher
Name
Daniel Wagner
Einrichtung
Diakonisches Werk Bayern e.V.
Strasse
Postfach 120320
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90332 Nürnberg
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