Zum Inhalt springen

Herbstsammlung 15. - 21. Oktober 2018

„Und plötzlich stand ich auf der Straße ...“

Jeder Mensch braucht eine Wohnung

 

Wohnungslosigkeit hat viele Gesichter. Früher waren hauptsächlich alleinstehende Männer wohnungslos. Doch der Anteil von Frauen, Familien, Alleinerziehenden, Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen mit einer psychischen Erkrankung und/oder einer  Suchterkrankung ist in den letzten Jahren stark angestiegen.


Körperliche Bedürfnisse wie Hunger, Durst und Wärme lassen sich ohne eigene Wohnung und bei geringen finanziellen Mitteln schwer befriedigen. Wohnungslose Menschen erleben vielfach Abneigung und soziale Kälte. Bürokratische Hürden erschweren zudem eine Teilhabe an der Gesellschaft: Eine Wohnung gibt es oft nur bei geregeltem Einkommen und einen Job nur bei festem Wohnsitz. Menschen in Wohnungsnot kennen oft ihre Rechte nicht und haben Probleme ihre Ansprüche durchzusetzen.


Die Wohnungslosenhilfe der Diakonie handelt aus der Tradition der christlichen Armenhilfe: „Arme habt ihr allezeit bei euch, und wenn ihr nur wollt, könnt ihr ihnen Gutes tun“ (Markus 14,7).

Bei unseren bedarfsgerechten Hilfen steht ein respektvoller Umgang mit Menschen in Notlagen an erster Stelle. Neben den Problemen werden auch die Stärken der betroffenen Menschen gesehen. Hoffnungen werden wieder geweckt und neue Perspektiven aufgezeigt.

Unterstützungsangebote der Diakonie in Bayern:

  • 11 Fachstellen zur Verhinderung von Wohnungslosigkeit
  • 14 Fachberatungsstellen für Menschen in Wohnungsnot
  • 3 Fachberatungsstellen speziell für Frauen
  • 10 Kurzzeit-Übernachtungsmöglichkeiten für wohnungslose Menschen (150 Plätze)
  • 7 Dienste für Aufsuchende Straßensozialarbeit (Streetwork)
  • 11 Tagesaufenthalte/Wärmestuben
  • 9 ambulante Dienste für Betreutes Wohnen (280 Plätze)
  • 2 teilstationäre Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe (20 Plätze)
  • 11 stationäre Einrichtungen (800 Plätze)
  • 8 stationäre Einrichtungen speziell für Frauen (100 Plätze)

Unser Ziel ist es, Armut und soziale Ausgrenzung zu verhindern und die individuelle Lebenssituation der betroffenen Menschen zu verbessern. Mit ihnen gemeinsam entwickeln wir Perspektiven, um sie bei der Integration in die Gesellschaft zu unterstützen.

Die Diakonie hilft. Helfen Sie mit.

Für diese Angebote für Wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen sowie für alle anderen diakonischen Leistungen bittet das Diakonische Werk Bayern anlässlich der Herbstsammlung vom 15. bis 21. Oktober 2018 um Ihre Unterstützung.

 

70% der Spenden an die Kirchengemeinden verbleiben direkt im Dekanatsbezirk zur Förderung der diakonischen Arbeit vor Ort.

30% der Spenden an die Kirchengemeinden werden vom Diakonischen Werk Bayern für die Projektförderung in ganz Bayern eingesetzt. Hiervon wird auch das Info- und Werbematerial finanziert.

 

Spenden können Sie:

  • bei Ihrem Evang.-Luth. Pfarramt
  • an das Diakonische Werk in Ihrer Nähe
  • an das Diakonische Werk Bayern e.V.,
    Evangelische Bank eG
    IBAN: DE20 5206 0410 0005 2222 22
    BIC: GENODEF1EK1
    Stichwort: Herbstsammlung 2018
  • mit einem Anruf bei unserer Spendenhotline 0800 7005080*:   Spenden Sie einmalig 5 €, 10 € oder 15 € oder unterstützen Sie die Diakonie als Dauerspender! (* Der Anruf ist gebührenfrei aus dem deutschen Festnetz)

Herzlichen Dank!


Weitere Informationen zum Sammlungsthema


Die Diakonie Deutschland hat in der Rubrik "Wissen Kompakt" Informationen zum Thema Obdachlosigkeit zusammengestellt. Das PDF können Sie hier downloaden: Wissen Kompakt - Obdachlosigkeit.

Eine Studie über Fachstellen zur Verhinderung von Obdachlosigkeit (FOL) in Trägerschaft der Diakonie in Bayern zeigt: Prävention ist der Schlüssel.

Die Forschungsergebnisse können in dieser Broschüre nachgelesen werden: Wohnungsnot: Prävention ist der Schlüssel

 

Erste systematische Untersuchung der Lebenslagen wohnungsloser Menschen in Deutschland

24. Oktober 2018

Erstmalig wurde ein Lebenslagenindex entwickelt, der wissenschaftlich signifikante Aussagen zur Lebenslage wohnungsloser Menschen in Deutschland ermöglicht.

Der Evangelische Bundesfachverband Existenzsicherung und Teilhabe e.V. (EBET) - Fachverband für Wohnungsnotfall- und Straffälligenhilfe und die Alice Salomon Hochschule Berlin haben wohnungslose Menschen anhand von objektiven Kriterien nach ihrer materiellen Situation, ihrem Erwerbsstatus, ihrer Gesundheit, nach ihrer Wohnsituation, ihren sozialen Netzwerken und ihrer Sicherheit befragt. Außerdem wurden sie um eine subjektive Einschätzung ihrer Lebenssituation gebeten. Das Ergebnis: Viele Befragte schätzen sich subjektiv belasteter ein als die objektivierbaren Daten hergeben.

Die Studie bildet die Lebenslagen akut wohnungsloser erwachsener Menschen ab, die die Angebote der diakonischen Wohnungslosen- und Straffälligenhilfe in Deutschland nutzen. Gefragt wurden wohnungslose Menschen in 70 Einrichtungen und Diensten in allen 16 Bundesländern. Dazu gehören ambulante Dienste und stationäre Angebote, Beratungsstellen, Tagesstätten, spezifische Einrichtungen für EU-Bürger und Frauen, Angebote der medizinischen Versorgung, Notübernachtungen, Streetwork-Projekte sowie Angebote der Straffälligenhilfe.

Hier geht es zur Studie: Ergebnisse der Befragung

Dossier 01/15: Wohnungsnot

Diese Ausgabe des Dossiers befasst sich mit der wachsenden Wohnungsnot in Bayern und den möglichen Ursachen dafür. Sie finden in der Ausgabe unter anderem

- Position (Kommentar von Michael Bammessel)

- Interview (mit Fritz Blanz, Fachreferent der Diakonie Bayern)

- Zahlen, Fakten, Grafiken

- Kontaktadressen

 

Dossier 01/2015: Wohnungsnot

Studie zur Wohnungsnot

 

Die NahAufnahme Oktober 2018 zum Lesen.

Weitere Bilder zum Thema finden Sie hier: NahAufnahmePLUS

Mit der gemeinsamen "Herzogsägmühler Erklärung" fordern der Evangelische Fachverband Wohnungslosen- und Straffälligenhilfe sowie die Diakonie Bayern einheitliche Standards zur Hilfegewährung nach §§ 67 ff SGB XII. Dies betrifft insbesondere Menschen, die von Wohnungs- oder Obdachlosigket betroffen sind und in Bayern unterschiedliche Hilfen bekommen - je nach Bezirk.

 

Die Erklärung zum Nachlesen: Herzogsägmühler Erklärung

„Wohnen ist ein Menschenrecht.“ Das ist eine zentrale Aussage des UN-Sozialpaktes, den die Bundesrepublik Deutschland 1973 ratifiziert hat. Gefordert wird damit ein bezahlbarer Zugang zu Wohnraum, eine ausreichende Verfügbarkeit und eine menschenwürdige Qualität.

50 Teilnehmende aus Kirche und Diakonie haben sich im April 2018 auf dem 5. Bundesnetzwerktreffen des Bundesnetzwerkes Gemeinwesendiakonie und Quartiersentwicklung in Leipzig zu dem Thema „Menschenrecht Wohnen: Vielfältig, für alle und bezahlbar“ getroffen. Nach eingehender Diskussion wurde zum Abschluss eine entsprechende Resolution verfasst. Diese können Sie hier nachlesen: Resolution Menschenrecht Wohnen

Gewährleistung von Wohnraum als Teil eines menschenwürdigen Existenzminimus

Menschenwürdiger Wohnraum gehört zum Existenzminimum. Aber selbst in Deutschland ist dieses Recht keinesfalls für alle gesichert. Was sind die Grundlagen für dieses Menschenrecht und welchen Handlungsbedarf gibt es?

Im Juni 2013 hatte der Fachverband Evangelische Obdachlosenhilfe einen Fachtag "Recht auf Wohnung" veranstaltet. Aufbauend auf den Ergebnissen haben Fachleute aus Landesverbänden, der Diakonie Deutschland und von Einrichtungen der Obdachlosenhilfe das Thema weiter bearbeitet und vertieft.

Entstanden ist eine umfassende Darstellung der Grundlagen und der Umsetzung dieses Menschenrechts sowie der grundlegenden Handlungsbedarfe.

Quintessenz: Eine neue soziale Wohnungspolitik für sozial benachteiligte Mitbürgerinnen und Mitbürger ist notwendig, die regulären, mietvertraglich abgesicherten Wohnraum schafft - nicht eine verbesserte Ausstattung mit Notunterkünften.

 

Das Positionspapier (Ausgabe 04.2014) zum Nachlesen: Gewährleistung von Wohnraum

Zuhören statt verurteilen!

Die unten stehenden Geschichten sind Teil der Kampagne UNERHÖRT! Damit wirbt die Diakonie Deutschland für eine offene Gesellschaft: Viele Menschen haben heute das Gefühl, nicht gehört zu werden. Sie fühlen sich an den Rand gedrängt in einer immer unübersichtlicheren Welt, in der das Tempo steigt und Gerechtigkeit auf der Strecke zu bleiben droht. Doch jede Lebensgeschichte hat ein Recht darauf, gehört zu werden.

Manche Geschichte fordert Widerspruch heraus. Zuhören bedeutet nicht automatisch Zustimmung. Und nicht alles, was erzählt wird, entspricht unserem Menschenbild oder den Positionen der Diakonie. Darüber müssen wir reden - denn häufig steckt hinter einer Geschichte eine existenzielle Notlage.

Die Kampagne, die von 2018 bis 2020 laufen soll, will wachrütteln und zugleich aufzeigen, dass die Diakonie zuhört, Lösungen bereithält und eintritt für eine offene und vielfältige Gesellschaft. Die Diakonie will diese Diskussion anstoßen und führen, sie will zur Plattform für einen Diskurs rund um soziale Teilhabe werden.

 

 

 

UNERHÖRT! - Diese Obdachlosen.

 

Anja (30): "Gebt mir eine Wohnung, dann geh ich auch arbeiten"

13. März 2018

Mit ihrem Welpen lebt Anja (30) unter einer Brücke am Zoologischen Garten in Berlin. Sie würde gerne in ihrem Beruf als Tierpflegerin arbeiten, aber ohne Wohnung bekommt sie keinen Job.

Hören Sie die Geschichte von Anja oder lesen Sie die Geschichte Anja (Text).

 

Dieter Puhl: "Armut und Obdachlosigkeit in Berlin sind international"

15. März 2018

Dieter Puhl ist Einrichtungsleiter in der Evang. Bahnhofsmission am Zoologischen Garten in Berlin. Er vertraut bei der Arbeit mit Obdachlosen auf die Hilfe von Jesus - und der Berliner Politik.

Hören Sie die Geschichte von Dieter oder lesen Sie die Geschichte Dieter (Text).

 

Otto Hartmann (67): "Wohnungsproblematik muss dringend gelöst werden."

8. Februar 2018

Otto Hartmann war drei Monate obdachlos und sucht betreutes Wohnen. Der frühere Anwalt befürchtet, dass die Wohnungsnot durch die Flüchtlinge verstärkt wird.

Hören Sie seine Geschichte: Otto oder lesen Sie die Geschichte Otto (Text).

 

Uwe Tobias (58): "Jeder soll wissen, wie es ist, auf der Straße zu leben"

26. Januar 2018

Uwe Tobias war siebeneinhalb Jahre obdachlos. Heute macht er für den Verein Querstadtein Stadtführungen und zeigt anderen Menschen, wie Obdachlose leben.

Hören Sie seine Geschichte: Uwe oder lesen Sie die Geschichte Uwe (Text).

 

Lesen Sie auch die Gedanken von Ulrich Lilie, Präsident der Diakonie Deutschland, in seinem Blogg zum Thema "UNERHÖRT! - Diese Obdachlosen."

 

 

 

 

Projekt "Unsichtbar" der Berliner Morgenpost, November 2014

"Jeden Tag begegnen wir Menschen, die auf der Straße leben – doch oft genug schauen wir an ihnen vorbei, als seien sie gar nicht da. Wer sind sie, was ist ihre Geschichte? Was bedeutet es, obdachlos zu sein? Als wir im Februar 2014 begannen, wohnungslose Menschen zu porträtieren, wollten wir einmal nicht die typischen „Elendsfotos“ machen von Leuten in verschlissenen Kleidern und Pappbecher in der Hand. Wir wollten die Betroffenen als Menschen zeigen, die sie sind. So entstand das Projekt „Unsichtbar“.

Am Ende unseres Projekts standen neben diesem Videoprojekt ein Bildband und eine Wanderausstellung, die an vielen großen Bahnhöfen in ganz Deutschland gezeigt wird"

 

Hier gelangen Sie zu den 52 Portraits: Projekt "Unsichtbar"

 

Die Foto-Ausstellung „Die Unsichtbaren“ ist inzwischen im stiftungseigenen DB Museum in Nürnberg zu sehen und gibt den „Unsichtbaren“ ein Gesicht. Ab dem 24. Januar 2017 kann die Ausstellung mit den großformatigen Schwarz-Weiß-Fotografien besucht werden.

 

Der Bildband "Unsichtbar" erschien bereits in der zweiten Auflage:

Unsichtbar - Vom Leben auf der Straße.
 52 Berliner Obdachlose im Porträt.

Von Uta Keseling (Nachwort), Reto Klar (Fotograf)

Verlag: Atelier im Bauernhaus, Fischerhude, 128 Seiten.
ISBN: 978-3881329811
Preis: ab 14,99 €

Der Reinerlös des Bildbandes kommt der Arbeit der Bahnhofsmissionen in Deutschland zugute.

 

Wohnungslos kann jede/r werden - Wohnungsnotfallhilfe der Diakonie (Film)

"Wohnungslos kann jeder werden und es kann auch ganz schnell gehen", fasst eine Mitarbeiterin der Wohnungslosenhilfe es in diesem Film zusammen. In diesem Kurzfilm stellt die Diakonie in Berlin Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wohnungnotfallhilfe vor und zeigt, wie sie Wohnungslosen helfen. Erfahren Sie vieles über Wohnungslosigkeit, das sie bisher noch nicht wussten.

Die Diakonie hat obdachlose Menschen und ihre Sozialarbeiter gefragt, wie man am besten helfen kann. Hier eine Übersicht (PDF) wie Sie helfen können: 4 Möglichkeiten, Obdachlosen zu helfen – und was Sie besser lassen sollten

Projekt WinGS der Rummelsberger Diakonie

Die Zahl der Wohnungslosen in Nürnberg hat im vergangenen Jahr erneut zugenommen. Von September 2016 bis September 2017 stieg sie laut dem Sozialamt um acht Prozent. Im Herbst hatten insgesamt 1900 Menschen in Nürnberg keinen festen Wohnsitz. Unter den Obdachlosen und von Wohnungslosigkeit bedrohten Menschen befinden sich zunehmend auch junge, alleinerziehende Mütter und Väter.

Um diesen sogenannten Ein-Eltern-Familien die Wohnungssuche sowie die Integration im neuen Zuhause zu erleichtern, startete die Rummelsberger Diakonie im Dezember das Projekt WinGS. Die Abkürzung steht für „Wegbegleitung in nachbarschaftliche Gemeinschaft und Selbstständigkeit“. „WinGS möchte ein Netzwerk schaffen, das Ein-Eltern-Familien auffängt und stützt“, erklärt Amely Weiß, Projektentwicklerin der Rummelsberger Diakonie in Nürnberg. Projektkoordinatorin Diakonin Annette Roß wird dafür einen ehrenamtlichen Unterstützerpool aufbauen und sich mit Wohnungsamt, Wohnbaugesellschaften und Genossenschaften sowie mit Maklern und Wohnprojektunternehmen vernetzen.

Mehr dazu und wie sie sich ehrenamtlich in dieses Projekt einbringen können: Projekt WinGS.

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Eine blühende Idee - Gartenprojekt der Stadtmission Nürnberg

Der 400 qm große Garten und Hinterhof der Beratungsstelle für Menschen in Wohnungsnot in der Nürnberger Krellerstraße wird seit Jahren kaum mehr genutzt und gepflegt. Mit Hilfe eines Gärtners und unter Beteiligung von Menschen in Wohnungsnot wird das Grundstück aufblühen. Frauen und Männer in Wohnungsnot sind oftmals einsam und entwurzelt. Was ihnen fehlt, sind Stabilität und positive Erfahrungen. Viele möchten gerne in einer Gartengruppe aktiv sein. Einige wünschen sich ein eigenes Beet. Sie sollen ernten, was sie selbst liebevoll gesät und gepflegt haben. Selbstbewusstsein und Vertrauen kehren zurück!

Im Garten entstehen:
• ein Naturgartenbereich
• ein „Insektenhotel“
• eine Kräuterecke
• (eigene) Beete zum Pflanzen und Pflegen
• ein Aufenthaltsort im Grünen
• Kunst und Kultur im Freien

Menschen in Wohnungsnot finden in „ihrem“ Garten wieder eine sinnvolle Beschäftigung und Halt. Sie legen selbst Hand an beim Säen, Pflanzen und Ernten. Sie erlangen Selbstvertrauen und Lebensfreude in der Natur, lernen Ausdauer und Geduld. Sie erfahren Gemeinschaft mit anderen Menschen, finden Ruhe und Geborgenheit. Auf diese Weise entdecken sie neue Kraftquellen.

Mehr dazu im Flyer "Eine blühende Idee".

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Mehr als ein Dach über dem Kopf

Die Diakonie in Heilbronn setzt auf Modulhäuser für Wohnungslose

Wohnen ist mehr als nur ein Dach über dem Kopf zu haben. Doch eine Wohnung zu finden wird immer schwieriger: zu groß ist die Konkurrenz, zu klein der Markt. Für diejenigen, denen kaum Geld zur Verfügung steht, ist die Lage fast aussichtslos. Gerecht ist das nicht. Eine Woche lang stellen Landeskirche und Diakonie Württemberg Beispiele vor, wie es auch anders geht.

In Heilbronn herrscht – wie in so vielen anderen deutschen Städten – katastrophaler Wohnraummangel. Wer nur wenig Geld zur Verfügung hat, kann sich dort kaum noch eine Wohnung leisten. 720 Wohnungssuchende haben sich im vergangenen Jahr allein in der Beratungsstelle der Aufbaugilde gemeldet – ein neuer Rekord. Die Aufbaugilde ist eine Einrichtung der Diakonie Heilbronn im Bereich Wohnungslosenhilfe. "Gerade für unsere Klienten ist es momentan fast unmöglich, eine Bleibe zu finden“, sagt Jürgen Eberl von der Aufbaugilde. Eine Idee gegen die Wohnungsnot sind sogenannte „Modulhäuser“. Diese Minihäuser aus Holz bieten auf neun Quadratmetern eine voll ausgestattete Wohnung mit Wohn- und Schlafbereich, Küche, Stauraum und Bad. Das klingt sehr kompakt. Für Menschen ohne Dach über dem Kopf ist das aber komfortabler und sicherer als eine Nacht auf der Straße.

Den ganzen Bericht lesen: https://www.diakonie-wuerttemberg.de/nachrichten/news/2018/11112018-mehr-als-ein-dach-ueber-dem-kopf/

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Hunde(T)raum: Hundeausgehservice in Mainz

Seit Oktober 2016 gibt es in Mainz einen ganz besonderen Hundeausgehservice: den Hunde(T)raum. Die Hundesitter sind Menschen in sozialen Notlagen, die seit Jahren persönlich in der Beratungsstelle der Evangelischen Wohnungslosenhilfe Mainz bekannt sind. Sie können sehr gut mit Hunden umgehen, sind im Besitz eines Hundeführerscheins und haben einen Erste-Hilfe Kurs für Hunde absolviert.

Mehr Informationen dazu bei Mission Leben - Hundetraum.

In der Sendung "Maischberger: Ganz unten: Wie schnell wird man obdachlos?" vom 24.01.2018 geht es ab Min 33:48 um das Projekt Hunde(t)raum.

Anlässlich der Kampagne "Unerhört!" hat die Diakonie Deutschland einen kleinen Film über Hunde(t)raum gedreht:

Sterben, Tod und Trauer.
Sterbende wohnungslose Menschen begleiten.

Die meisten Menschen möchten zu Hause sterben. Was aber, wenn in der letzten Lebensphase aufgrund von Wohnungslosigkeit kein Zuhause da ist und es am Nötigsten fehlt?

Gute Ansätze und Beispiele liefert diese Handreichung zur Kooperation zwischen Diensten und Einrichtungen der Hospiz- und Palliativarbeit sowie Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe.

Kein Dach über dem Leben  - Biographie eines Obdachlosen

von Richard Brox (Autor), Günter Wallraff (Vorwort), Dirk Kästel (Mitwirkende), Albrecht Kieser (Mitwirkende)

Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag; Auflage: 7 (15. Dezember 2017)
ISBN-13: 978-3499632945
Preis: 9,99 € (Taschenbuch, 272 Seiten)

Ein Interview mit Richard Brox "Obdachlos - und jetzt?" gibt es hier als Podcast des sh:z Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlags GmbH & Co.KG, Flensburg.

sh:z Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag GmbH & Co. KGFördestraße 2024944 Flensburg – Quelle: www.shz.de/147334 ©2018sh:z Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag GmbH & Co. KGFördestraße 2024944 Flensburg – Quelle: www.shz.de/147334 ©2018sh:z Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag GmbH & Co. KGFördestraße 2024944 Flensburg – Quelle: www.shz.de/147334 ©2018

 

Menschen.Leben.Würde - Bilder vom gelebten Leben

von Wolfgang Sartorius (Herausgeber), Peter Ruf (Herausgeber), Erhard Eppler (Vorwort), Edgar Layher (Fotograf)

Verlag: Förster, Iris; Auflage: 1 (16. November 2017)
ISBN-13: 978-3938812327
Preis: 29,80 € (gebundene Ausgabe, 104 Seiten )

 

Ohne Wohnung in Deutschland: Armut, Migration und Wohnungslosigkeit

von Rolf Keicher (Autor), Stefan Gillich (Autor)

Verlag: Lambertus; Auflage: 1., verb. Aufl. (3. November 2017)
ISBN-13: 978-3784130163
Preis: 19,90 € (Taschenbuch, 344 Seiten )

 

Arme habt ihr allezeit: Vom Leben obdachloser Menschen in einem wohlhabenden Land

von Evangelische Obdachlosenhilfe e. V. (Herausgeber), Andreas Pitz (Autor), Wolfgang Gern (Vorwort)

Verlag: Hansisches Druck- und Verlagshaus; Auflage: 2., 2. erw. u. aktualisierte Neuauflage (September 2009)
ISBN-13: 978-3869210193
Preis: ab 3,49 € (gebrauchte gebundene Ausgabe, 176 Seiten), neu derzeit nicht verfügbar

 

Kunst trotz(t) Armut: Katalog zur Wanderausstellung 2007/2008

von Andreas Pitz (Herausgeber)

Verlag: edition chrismon; Auflage: 1 (1. Januar 2008)
ISBN-13: 978-3938704806
Preis: 15,00 € (broschiert, 116 Seiten )

Sie können den Katalog zum Preis von 15,- € direkt im Web-Shop der Diakonie bestellen.

 

Suppe, Beratung, Politik: Anforderungen an eine moderne Wohnungsnotfallhilfe

von Stefan Gillich (Herausgeber), Rolf Keicher (Series Editor)

Verlag: Springer VS; Auflage: 1. Aufl. 2016 (3. März 2016)
ISBN-13: 978-3658122713
Preis: 27,99 € (Taschenbuch, 316 Seiten)

 

Rechtsstaat, Markt und Menschenwürde: Herausforderung Armut und Migration

von Wolfgang Sartorius (Autor)

Verlag: Lambertus (1. Oktober 2016)
ISBN-13: 978-3784128740
Preis: 19,00 € (Taschenbuch, 140 Seiten)

 

Bürger oder Bettler: Soziale Rechte von Menschen in Wohnungsnot im Europäischen Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung (German Edition)

von Stefan Gillich (Herausgeber)

Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften; Auflage: 2012 (4. November 2011)
ISBN-13: 978-3531184623
Preis: 44,99 € (Taschenbuch, 304 Seiten )

 

Von der Armenhilfe zur Wohnungslosenhilfe - und zurück?

von Stefan Gillich (Herausgeber), Stephan Nagel (Herausgeber)

Verlag: TRIGA Der Verlag Gerlinde Heß; Auflage: 1 (1. Januar 2010)
ISBN-13: 978-3897747234
Preis: 16,00 € (Taschenbuch, 262 Seiten)

Evangelische Medienzentrale Bayern
Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern
0911-4304-215
info@emzbayern.de

 

1. Leben wie meine Brüder

Dokumentarfilm in deutscher Sprache. Laufzeit: 34 Min.
Geignet für Sekundarstufe I + II, Jugendarbeit, Konfirmandenarbeit

Verleihnummer: VH34049

Herzogsägmühle ist ein Ortsteil der Marktgemeinde Peiting und zugleich Einrichtung der evangelischen Diakonie des Vereins "Innere Mission München - Diakonie in München und Oberbayern e.V". Vor über 100 Jahren wegen der Not wohnungsloser und arbeitsloser Mitbürger gegründet, hat sich Herzogsägmühle zu einem nahezu eigenständigen sozialen Dorf mit 900 Einwohnern entwickelt.  Der kurzweilige und anschauliche Videofilm stellt das Leben in Herzogsägmühle in seinen vielen Facetten vor und läßt vor allem dort lebende und arbeitende Menschen zu Wort kommen.

 

2. Ich war ganz tief unten

Dokumentarfilm in deutscher Sprache. Laufzeit: 15 Min.
Geeignet für Sekundarstufe I + II, Jugendarbeit, Konfirmandenarbeit

Verleihnummer: VH42406

Kurzporträt der Karin P., einer ehemals Nichtseßhaften. Ihr gelang es nach fast 15 Jahren Obdachlosigkeit und Alkoholismus den Kreislauf zu durchbrechen. Sie hat inzwischen eine Wohnung und arbeitet jetzt in einem Treff für Nichtseßhafte am Bahnhof von Hannover. Wie ihr der Ausstieg gelungen ist, woran sie einen Halt gefunden hat und worauf sie noch hofft, wird in diesem Film deutlich.

 

3. Ghettokids - Planet Hasenbergl

Dokumentarfilm in deutscher Sprache. Laufzeit: 88 Min.
Geeignet für Sekundarstufe II, Berufsschule

Verleihnummer: DV00592

München, die Stadt, die keine Armut kennt, zeigt in "Ghettokids" ein anderes Gesicht. Jugendliche Laiendarsteller aus dem sozial explosiven Stadtviertel Hasenbergl spielen an der Seite von Barbara Rudnik und Günther Maria Halmer eine authentische Geschichte.

 

 

Willi will's wissen: Was ist ohne Obdach los?

Dokumentarfilm in deutscher Sprache. Laufzeit: 26 Min.
Geeignet ab der Grundschule

Obdachlosigkeit ist ein gesellschaftliches Problem, das auch Kinder beobachten können. Willi traut sich zu fragen, wie Menschen ohne Wohnung leben, wie sie obdachlos geworden sind und welche Perspektiven sie sehen. Doch er fragt nicht nur, sondern teilt auch für kurze Zeit das harte Leben auf der Straße. Auf diese Weise baut der Film Berührungsängste ab und spricht die soziale Verantwortung des Zuschauers an.

Infos zur Sendung aus der Reihe "Willi will's wissen" können hier nachgelesen werden.

 

Verleih durch Landes-, Kreis- und Stadtbildstellen, Medienzentren und konfessionelle Medienzentren.

Verkauf durch FWU Institut für Film und Bild, Grünwald

Ihr Kontakt

Titel
Sammlungen
Name
Sabine Hellwig
Einrichtung
Diakonisches Werk Bayern e.V.
Strasse
Postfach 120320
PLZ
90332 Nürnberg Bayern
Tel.
Mobil
Fax
Web
Visitenkarte

Ihr Kontakt zum Sammlungsthema

Titel
Wohnungslosenhilfe, Straffälligenhilfe, Schuldnerberatung, Bahnhofsmission
Name
Heidi Ott
Einrichtung
Diakonisches Werk Bayern e.V.
Strasse
Postfach 120320
PLZ
90408 Nürnberg Bayern
Tel.
Mobil
Fax
Web
Visitenkarte
vkpornodepfile.com