Suche

Demokratie fördern

Haltung zeigen

Diakonie für Demokratie

Die Demokratie gerät unter Druck. Rechtspopulistische und rechtsextreme Programmatiken und Strategien verändern den politischen und gesellschaftlichen Diskurs. Die Diakonie handelt auf der Grundlage ihres christlichen Selbstverständnisses. Sie setzt sich für ein würdevolles Leben aller und für eine offene Gesellschaft ein. Sie versteht sich als Sprachrohr für die Menschen, die sozial benachteiligt sind, ausgegrenzt und diffamiert werden. Mit dieser Haltung tritt die Diakonie rechtpopulistischen Strömungen entgegen und stellt sich in den Dienst einer demokratischen Gesellschaft.

Projektstelle Vielfalt und Demokratie

Das Diakonische Werk Bayern möchte demokratische Werte in Diakonie, Kirche und Gesellschaft stärken. Zu diesem Zweck wurde am 1. Juni 2025 die Projekt­stelle ‚Diakonie der Vielfalt‘ mit dem Themenschwerpunkt Demokratieför­derung im Landesverband eingerichtet. Das Projekt bietet Schulungen, Fortbildungen und Vorträge zum Umgang mit Rechtspopulismus für Führungskräfte und Mitarbeitende der Diakonie in Bayern an. Eine Toolbox mit Materialien, Publikationen und Spielen rund ums Thema ‚Vielfalt und Demokratie‘ steht den Mitgliedern zur Ausleihe zur Verfügung. Die Projektstelle wird von der GlücksSpirale und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern gefördert. 

Die Kampagne #VerständigungsOrte

In einer Zeit, in der sich die Fronten zu verschiedenen Themen in unserer Gesellschaft zunehmend verhärten, bieten Kirche und Diakonie deutschlandweit sogenannte Verständigungsorte an. Dort können unterschiedliche Positionen in einem offenen Dialog ausgetauscht werden. Auf einer digitalen Deutschlandkarte wird sichtbar, wo solche Aktionen stattfinden. Das Diakonische Werk Bayern fördert die Kampagne #VerständigungsOrte mit 10.000 Euro. Mit dieser Summe können maximal 20 Projekte mit jeweils 500 Euro unterstützt werden. Die Kampagne läuft erfolgreich: Von Juli bis Dezember 2025 hat sich die Zahl der Verständigungsorte in Bayern von zehn auf 25 erhöht. 

Verbündete suchen 

Um die Demokratie zu fördern, steht das Diakonische Werk Bayern mit vielen Institutionen und Initiativen in engem Austausch. Dazu gehören die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern, die Diakonie Deutschland, der Kooperationsverbund evangelischer Demokratieprojekte, die Zukunftswerkstatt midi, das Bayerische Bündnis für Toleranz, die Stiftung Wertebündnis Bayern, die Bayerische Staatsregierung, die Stadt Nürnberg und die Wohlfahrtsverbände in Bayern. Die Diakonie Bayern hat zur Kommunalwahl am 8. März 2026 die Kampagne ‚Mein Zuhause. Meine Wahl‘ entwickelt. Sogenannte ‚Talking Cards‘ zu zehn zentralen Arbeitsbereichen der Diakonie erläutern, wie das Zusammenleben in Städten, Dörfern und Gemeinden sozialer gestaltet werden kann. Das Diakonische Werk Bayern beteiligt sich damit aktiv am politischen Diskurs, macht Mut zum Dialog und zeigt Haltung. Das ist der UNTERSCHIED.  

Foto: #VerständigungsOrte, Dialogforum in Ludwigsburg, Lonnie Wimmer

Ihr Kontakt

Dr. Leonie Krüger Diakonie der Vielfalt - Demokratieförderung