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Mit der Initiative #VerständigungsOrte schaffen Kirche und Diakonie deutschlandweit Raum für gesellschaftlichen Dialog. Kirchliche und diakonische Einrichtungen bieten zusammen mit weiteren zivilgesellschaftlichen Akteur:innen Orte zur Verständigung über gesellschaftliche Themen. Das Diakonische Werk Bayern fördert diese Initiative und damit den Dialog vor Ort und stellt seinen Mitgliedern insgesamt 10.000 Euro zur Verfügung, um neue Verständigungsorte zu gründen. Damit können maximal 20 Projekte mit jeweils 500 Euro unterstützt werden. Die geförderten Projekte werden als Best-Practice-Beispiele hier vorgestellt.
Best-Practice-Beispiele für neue Verständigungsorte
Ein Begegnungs- und Dialogabend der Arche gGmbH Fürth, bei dem Jugendliche, Eltern, Lehrkräfte und Fachkräfte aus Fürth gemeinsam über Bildung, Chancengleichheit und Teilhabe sprechen. Ziel ist es, Barrieren sichtbar zu machen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam Ideen für mehr Bildungsgerechtigkeit zu entwickeln.
Im Rahmen des Projekts ist die erste Veranstaltung am 21. Mai 2026 geplant, die als Auftakt für eine Reihe von Dialogformaten dient. Der Begegnungs- und Dialogabend bringt Jugendliche, Eltern, Lehrkräfte und Fachkräfte aus Fürth zusammen, um gemeinsam über Bildung, Chancengleichheit und Teilhabe zu sprechen. Ziel ist es, Barrieren sichtbar zu machen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam Ideen für mehr Bildungsgerechtigkeit zu entwickeln.
Die Veranstaltung soll nicht nur Impulse setzen, sondern auch als Modell für zukünftige Formate dienen. Perspektivisch ist geplant, den Dialogabend regelmäßig anzubieten und weiterzuentwickeln – etwa als Teil eines lokalen Bildungsforums oder als wanderndes Format an Schulen und sozialen Einrichtungen.
Ort der Durchführung:
Arche gGmbH Fürth, Theresienstraße 17, 90762 Fürth
Kontakt:
Anna Albrecht, Tel. 0151 52344071, anna.albrecht@archeggmbh.de
Das Begegnungscafé des Vereins Lebenswert findet wöchentlich freitags von 15.30 bis 17.30 Uhr statt. Durchschnittlich besuchen 120-150 Menschen dieses Angebot. Es ist die zentrale Begegnungsfläche der verschiedenen Zielgruppen des Vereins: Flüchtlinge, Senior:innen, Alleinerziehende und Jugendliche.
Dieses bestehende Angebot wurde im November 2025 zu einem dauerhaften Verständigungsort ausgebaut. Seitdem finden angeleitete Formate des Gesprächs und der Verständigung statt. Es ist eine offene Austauschrunde, die Menschen einander näherbringt, selbst wenn man ganz unterschiedliche Sichtweisen hat. Eine Moderatorin moderiert die Gesprächsrunde und achtet darauf, dass Respekt, Würde und Wertschätzung trotz kontroverser Auseinandersetzung gewahrt bleiben. Die Gesprächsrunde ist „ergebnisoffen“, es gibt kein „richtig“ oder „falsch“ – solange der gegenseitige Respekt und die Achtung voreinander gewahrt bleiben. Alle Teilnehmer:innen haben die gleichen „Rederechte“.
Das Projekt findet mitten im Quartier Wiley statt. Somit ist der Verständigungsort eingebunden in eine aktive Sozialraumarbeit.
Ort der Durchführung:
Lebenswert e.V., Wileystraße 2, 89231 Neu-Ulm
Kontakt:
Inhaltliche Fragen: Miriam Piehler, miriam.piehler@lebenswert-nu.de
Sozialdiakonische Arbeit: Samira Schilling, samira.schilling@lebenswert-nu.de
Tel.: 0731 940 50 661
Verwaltung: Katrin Guther, katrin.guther@lebenswert-nu.de
Tel.: 0731 940 50 660
Jeden Dienstag besuchen ca. 25 bis 45 Erwachsene und Kinder das Mehrgenerationencafé der Diakonie und der Kirchengemeinde in Lohr: Mütter und Kinder aus der Gemeinde, Klient:innen der Lohrer Tafel, Senior:innen aus dem Altstadtbereich von Lohr und Umgebung, Alleinstehende und Ehrenamtliche. Die Besucher:innen dürfen selbst entscheiden, ob sie anonym Geld in die Spendenbox werfen. So haben auch Menschen in Armut die Möglichkeit zur Teilhabe.
Als neu gegründeter Verständigungsort bietet das Café Gesprächsrunden an, die Menschen unterschiedlicher Meinungen in den Dialog miteinander bringen und einen Beitrag zur Demokratieförderung leisten.
Eine erste Veranstaltung fand am 10. Februar 2026 anlässlich der Kommunalwahl in Bayern am 8. März 2026 statt: "Vor der Wahl ist nach der Wahl?", eine politische Gesprächsrunde mit den Bürgermeisterkandidaten und den Stadtratsfraktionen in Lohr am Main.
Am 16. Juni 2026 wird im Mehrgenerationencafé in Lohr ein Vortrag von Dekan Till Roth zum Thema "Immer die Wahrheit sagen?" mit anschließendem Austausch stattfinden.
Ort der Durchführung:
Diakonie Lohr gGmbH, Jahnstraße 15-17, 97816 Lohr am Main, in Kooperation mit der Kirchengemeinde
Kontakt:
Michael Donath, m.donath@diakonie-lohr.de
Michaela Gerlach, m.gerlach@diakonie-lohr.de
Tel.: 09352 6064248
Die Kirchengemeinde Baldham in Vaterstetten bietet als neu gegründeter Verständigungsort Vorträge und Dialog-Formate zu unterschiedlichen Themen an: 3.2.2026 „Wie wollen wir gemeinsam leben – eine muslimische Perspektive“ mit Dr. Imam Benjamin Idriz und Prof. Heinrich Bedford-Strohm, 20.10.2026 „Das Leben geht weiter als man denkt – Ein Plädoyer für Zukunftsfreunde“ mit Samuel Koch und viele weitere Termine in 2026 und 2027. Die multikulturellen und vielseitig interessierten Gemeindebürger:innen – rund 70 verschiedene Nationalitäten leben in Vaterstätten in der Nähe des Münchener Flughafens – erleben mit diesen Angeboten kulturelle Teilhabe zu einem erschwinglichen Preis. Die Petrikirche wird zum Ort der Begegnung, wo jede:r sich willkommen fühlt.
Ort der Durchführung:
Petrikirche Baldham, Martin-Luther-Ring 30, 85598 Vaterstetten
Kontakt:
Förderverein Evangelische Petrikirche Baldham e. V.,
Christian Brudereck, cc889@gmx.de
Tel.: 0162 3152930
Anlässlich der Kommunalwahl am 8. März 2026 organisieren die diakonischen Träger im Schulterschluss mit der evangelischen Kirche in Nürnberg eine Diskurs- und Gesprächsreihe mit Stadtratskandidierenden, Fachleuten aus der lokalen Soziallandschaft sowie (wahlberechtigen) Bürger:innen. Auf sieben Veranstaltungen diskutieren Politiker:innen in Nürnberg mit Bürger:innen über Wohnungspolitik, quartiersbezogene Seniorenarbeit, Kinder-, Jugend- und Familienhilfe und soziale Existenzsicherung. Weitere Veranstaltungen nach der Kommunalwahl mit den neu gewählten Stadträt:innen werden die Gesprächsreihe fortsetzen.
Ort der Durchführung:
Bezirksstelle der Diakonie in Nürnberg c/o Stadtmission Nürnberg, Stabsstelle Diakonie im Dekanat, Pirckheimerstraße 16a, 90408 Nürnberg
Kontakt:
Tabea Bozada, did@stadtmission-nuernberg.de
Tel.: 0911 3505154
Das Kulturcafé wurde 2018 vom Bereich Asyl und Migration der Diakonie Allgäu gegründet und ist seit 2024 am St.-Mang-Platz in Kempten aktiv. Es findet einmal im Monat von 16:30 bis 18:30 Uhr statt. Regelmäßig nehmen 15–20 Personen teil – darunter Migrant:innen, Geflüchtete und Einheimische aus Kempten sowie aus umliegenden Regionen wie Sonthofen oder Immenstadt. Die Besucher:innen stammen aus über 40 Ländern und verschiedenen Generationen. Gemeinsam üben sie Sprache, knüpfen Kontakte und erleben kulturelle Vielfalt. Kaffee, Tee und Kuchen werden kostenlos angeboten und schaffen eine offene, einladende Atmosphäre.
Seit 2026 ist das Kulturcafé ein Verständigungsort und wird unter dem neuen Namen ‚Kulturcafé – Vielfalt erleben!‘ weitergeführt mit dem Ziel, demokratische Werte zu stärken, praxisnahe Sprachförderung zu ermöglichen und einen sicheren Raum für Bildung, Begegnung und gegenseitige Unterstützung zu schaffen.
Ort der Durchführung:
Diakonie Allgäu e. V., St.-Mang-Platz 12, 87435 Kempten
Kontakt:
Mariana Vázquez, mariana.vasquez@diakonie-allgaeu.de
Tel.: 01590 6352594
Der Verständigungsort im Diakonischen Werk Untermain in Aschaffenburg hat den Namen 'ZusammenHalt stärken'. Er ist nachhaltig implementiert und lebt in verschiedensten Begegnungen und Projekten.
Das Projekt 'Demokratie blüht – zusammenhalten, mitgestalten, wählen gehen' anlässlich der Kommunalwahl in Bayern am 8. März 2026 schafft an mehreren Tagen im Februar 2026 einen Raum der politischen Bildung, Beteiligung und Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts im Diakonie Sozialkaufhaus. Ziel der Aktion ist es, Kommunalpolitiker:innen mit Menschen, die in Armut leben, miteinander ins Gespräch zu bringen. Die Politiker:innen können authentisch erfahren, was belastete Menschen brauchen, und belastete Menschen erfahren, dass Politiker:innen sich für sie interessieren – ein wichtiges Zeichen für mehr Vertrauen in Sozialstaat und Zusammenhalt und Demokratie. Highlight der Aktion: Um die Demokratie zum Blühen zu bringen, bepflanzen die Politiker:innen gemeinsam mit den Klient:innnen des Diakonie Sozialkaufhauses Blumenkästen.
Dieses Projekt steht in einer langjährigen Reihe von Projekten der Diakonie Untermain, welche die politische Willensäußerung von Betroffenen in prekären Lebenslagen befördern.
Kreative Formate, partizipative Methoden und der vertraute Projektort der armutsorientierten Einrichtung ermöglichen erfahrungsorientiert und niedrigschwellig Austausch und Begegnung zwischen armutsbetroffenen Menschen mit Politiker:innen auf Augenhöhe, laden zur gegenseitigen Auseinandersetzung ein und motivieren zur Wahl.
Ergänzend finden regelmäßig Austauschformate zu gesellschaftlichen Themen statt. So stärkt der Verständigungsort Teilhabe und Zusammenhalt, auch über einzelne Wahltermine hinaus.
Ort der Durchführung:
Diakonisches Werk Bayerischer Untermain gGmbH, Kolpingstraße 7, 63739 Aschaffenburg
Kontakt:
Wolfgang Grose, wolfgang.grose@diakonie-aschaffenburg.de
Tel.: 06021 5807523 oder 0160 6743123
Das Projekt ‚Sprechen & Zuhören: Brücken der Verbindung bauen’ lädt ein zum Dialog von Mensch zu Mensch. Im Rahmen des Projektes wird eine dreistündige Veranstaltung "Wie geht es dir mit ..." [den aktuellen Herausforderungen im Leben] im Dialogformat von ‚Sprechen & Zuhören‘ mit anschließendem get together durchgeführt. Es geht dabei nicht um die Lösung gesellschaftlicher oder politischer Fragen, sondern darum, zu erleben, wie wohltuend es ist, sich mitteilen zu können und gehört zu werden – gerade auch bei all den individuellen Unterschieden –, ohne in Diskussion und Bewertungen zu verfallen.
Grundlage des Abends ist das Dialogformat ‚Sprechen & Zuhören‘ des Vereins Mehr Demokratie e.V.: Es gibt eine klare und sichere Struktur und einen wohlwollenden und respektvollen Gesprächsrahmen zu einem aktuellen Thema. Alle Personen haben gleich viel Redezeit. Nacheinander spricht immer eine Person vier Minuten, während die anderen nur zuhören. So wird ein respektvolles Miteinander auch bei abweichenden Meinungen gewährleistet.
Moderatorinnen sind Ina Schicker (Journalistin, Allgäu FairNetzt) und Christine Schmidt (Trainerin, Coach, Mediatorin). Beide haben die Moderator:innen-Ausbildung bei Mehr Demokratie e.V. absolviert.
In dieser Region findet zum ersten Mal dieses moderierte Verständigungsformat statt. Nach der erfolgreichen Pilotveranstaltung im Herbst 2025 soll das Angebot nun regelmäßig durchgeführt werden.
Ort der Durchführung:
Diakonie Allgäu e.V. , St.-Mang-Platz 12 , 87435 Kempten
Kontakt:
Anke Heinroth, Asyl und Migration, anke.heinroth@diakonie-allgaeu.de
Tel.: 0831 9606 1963, Mobil: 0152 09333088
Das Projektangebot ‚Erzähl-Frühstück‘ ist ein regelmäßiges Dialog- und Begegnungsformat für Erwachsene und ältere Menschen. In einer kleinen Gruppe von bis zu zehn Teilnehmenden kommen Menschen mit unterschiedlichen Herkunftsländern, politischen Einstellungen und Lebenserfahrungen zusammen. Ziel ist es, durch persönliche Geschichten, Austausch und gemeinsames Erinnern Verständnis füreinander zu fördern und neue Perspektiven zu eröffnen. Die Inhalte orientieren sich an den Interessen und Erfahrungen der Teilnehmenden. Themen können beispielsweise sein: internationale Feste und Bräuche, Gespräche zur politischen Situation z. B. im Iran und in Rumänien als Herkunftsländer einiger Besucherinnen sowie Erinnerungen an das Aufwachsen in den 1940er- und 1950er-Jahren. Diese Themen dienen als Gesprächsanlass, um gesellschaftliche und politische Fragen aus biografischer Sicht zu beleuchten. Ein zentraler Bestandteil ist die Übung „Meine eigene Migrationsgeschichte“. Mithilfe einer Weltkarte und kleinen Figuren werden individuelle Lebens- und Migrationswege sichtbar gemacht und gemeinsam eingeordnet. So werden komplexe Themen anschaulich und ein Perspektivwechsel angeregt. Das Projekt schafft einen geschützten Raum für Dialog, Zuhören und gegenseitiges Verständnis.
Die Termine sind:
Donnerstags 05.03.2026 (bereits ausgebucht), 19.03.2026, 02.04.2026, 16.04.2026, 30.04.2026, 28.05.2026, 11.06.2026 und 25.06.2026
jeweils von 9:30 bis 11:30 Uhr
in der Evangelischen Familien-Bildungsstätte gGmbH im FrauenWerk Stein e.V., Südliche Fürther Straße 20, Raum 06.
Bitte beachten: Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt. Um vorherige Anmeldung bei Frau Mayrl-Kara wird gebeten (mayrl-kara@fbs-nuernberg.de, Tel.: 0911 2747666).
Foto im Header: Bei der Preisverleihung für den Diakonie-Wettbewerb 2025 erhielt die Kirchengemeinde in Lauf für ihr Projekt ‘Horch amol’ den zweiten, mit 2.000 Euro dotierten Preis. Mit diesem Projekt hatte die Kirchengemeinde einen neuen Verständigungsort gegründet.
Von links nach rechts: Christian Kempff (CVJM Lauf); Philipp Feichtenbeiner, Vorstand Wirtschaft des Diakonischen Werkes Bayern; Pfarrer Jan-Peter Haustein von der Kirchengemeinde Lauf; Markus Koch (vrk Bayern); Diakon David Geitner; Franz Blanz, ehrenamtlicher Mitarbeiter des Projekts ‘Horch amol’

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