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Klimaanpassung als Schlüssel für zukunftsfähige soziale EinrichtungenWann: Donnerstag, 25.06.26|12–16:30 Uhr - Wo: Haus Eckstein, Nürnberg
Wie können soziale Einrichtungen auf zunehmende Hitze und andere Wetterextreme reagieren? Mit dieser Frage beschäftigten sich zahlreiche Teilnehmende bei der KADia-Veranstaltung „Klimaanpassung als Schlüssel für zukunftsfähige soziale Einrichtungen“ am 25. Juni 2026 im Haus Eckstein in Nürnberg. Im Mittelpunkt standen die gesundheitlichen Folgen der Klimakrise, die Auswirkungen auf Mitarbeitende und besonders gefährdete Personengruppen sowie konkrete Ansätze für einen wirksamen Hitzeschutz.
Klimakrise betrifft auch soziale Einrichtungen
Johanna Lieberth (KLUG – Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit e. V.) verdeutlichte in ihrem Vortrag, dass die Klimakrise längst keine abstrakte Zukunftsfrage mehr ist. Extremwetterereignisse wie Starkregen, Hochwasser, Dürre oder Hitzewellen wirken sich unmittelbar auf die Gesundheit der Bevölkerung und damit auch auf die Arbeit sozialer Einrichtungen aus. Gleichzeitig machte sie deutlich, dass Klimaanpassung aktiv gestaltet werden kann und Einrichtungen bereits heute Möglichkeiten haben, ihre Resilienz zu stärken. Ein zentraler Impuls lautete deshalb: Nicht abwarten, sondern frühzeitig handeln und Klimaanpassung als festen Bestandteil organisatorischer Entscheidungen verstehen.
Hitze stellt soziale Einrichtungen vor doppelte Herausforderungen
Im zweiten Fachvortrag zeigte Felix Sudhop (KLUG e. V.) die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen zunehmender Hitze auf. Besonders eindrücklich war die Erkenntnis, dass die größten hitzebedingten Kosten nicht durch Arbeitsunfälle oder Krankheitsausfälle entstehen, sondern durch sinkende Leistungsfähigkeit und Produktivität. Gerade soziale Einrichtungen stehen dabei vor einer besonderen Herausforderung: Hitze belastet nicht nur die Mitarbeitenden, sondern ebenso die Menschen, die begleitet, gepflegt oder unterstützt werden. Dadurch entsteht eine doppelte Belastung, die den Alltag in sozialen Einrichtungen erheblich erschweren kann.
Im anschließenden Workshop entwickelten die Teilnehmenden zahlreiche praxisnahe Maßnahmen für ihre Einrichtungen. Im Fokus standen unter anderem Hitzeschutzpläne, Trinkkonzepte, Verschattungsmaßnahmen, kühle Rückzugsräume, Sensibilisierung der Mitarbeitenden sowie organisatorische Anpassungen der Arbeitsabläufe. Der intensive Austausch zeigte, dass bereits viele wirksame Maßnahmen mit überschaubarem Aufwand umgesetzt werden können und der gegenseitige Erfahrungsaustausch dabei eine wichtige Rolle spielt.
Die Veranstaltung machte deutlich: Klimaanpassung und Hitzeschutz sind keine Zukunftsthemen mehr, sondern wichtige Bausteine für eine resiliente und zukunftsfähige Sozialwirtschaft.
Die Veranstaltung fand im Rahmen des Projekts „Klimaanpassungsbeauftragte der Diakonie Bayern“ (KADia) statt und wird gefördert durch die Bundesrepublik Deutschland, Zuwendungsgeber: Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Impressionen der VeranstaltungVon Vortrag bis zum Workshop und Austausch




Veranstaltungsunterlagen finden unsere Mitglieder im Intranet unter Arbeitsbereiche → Klimaanpassung in der Diakonie Bayern
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