Bisherige VeranstaltungenEin kurzer Rückblick in Text und Bild

Wohnungslosigkeit kann jeden treffen, aber das Recht auf eine bezahlbare Wohnung ist ein Menschenrecht, das eigentlich vor Wohnungslosigkeit schützen soll.
Anlässlich des Tags der Wohnungslosen machte das Diakonische Werk Ansbach auf die Situation wohnungsloser Menschen im Landkreis Ansbach aufmerksam machen und informierte über die Angebote der Fachstelle Wohnungsnotfallhilfe. Mit seinem interaktiven Informationsstand und dem "Mut statt Armut"-Spiel der Diakonie Bayern machte die Fachstelle Wohnungsnotfallhilfe und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Beratungsstelle Kirchliche Allgemeine Sozialarbeit (KASA) an fünf Tagen in Folge an fünf verschiedenen Standorten im Landkreis Ansbach Halt.

Die Veranstaltung am Tag der Wohnungslosen bildete hierbei den Auftakt, mit dabei die Präsidentin des Diakonischen Werks Bayern, Dr. Sabine Weingärtner, der Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Ansbach, Pfarrer Martin Reutter und der Ansbacher Dekan Dr. Matthias Büttner.

Im Rahmen der f.i.t-Projekte von Diakonie und Kirche sollen die unsichtbaren Mauern zwischen Menschen mit und ohne Armutserfahrung überwunden werden. Seit zehn Jahren engagiert sich hierfür in Naila ein Bündnis und lud auch 2023  zum UNO-Welttag zur Überwindung von Armut und Ausgrenzung in das Dietrich-Bonhoeffer-Haus. Die Organisatorinnen, Pfarrerin Annette Rodenberg und die stellvertretende Projektleiterin Marlies Osenberg, verstehen dieses Datum als Ehrentag. „Wie jedes Jahr wollen wir heute vor allem denen, die es besonders schwer haben, Ehre erweisen – indem das was sie zu sagen haben, im Mittelpunkt steht und vorrangig gehört wird, auch von Personen des öffentlichen Lebens und Menschen, die sich beruflich oder ehrenamtlich innerhalb von sozialen Organisationen engagieren,“ so Annette Rodenberg.

 


 

Sechs Poeten betrachteten das Thema Armut aus ganz unterschiedlichen, aber immer sehr bewegenden Perspektiven, unterhaltsam und nachdenklich. Besonders eindrücklich auch der stellvertretend vorgetragene Slam-Beitrag einer Frau mit Armutserfahrung, die diesen Weg wählte, da das Thema noch immer schambehaftet ist. Trotz ihrer Abwesenheit war die Slammerin und ihr Lebensweg sehr präsent. Gäste wie Slammer waren sich einig, diese Veranstaltung soll, nein muss wiederholt werden und wird sie auch (siehe Terminkalender).

"Housing First" als Baustein zur Versorgung wohnungloser Menschen, darum drehte sich der Fachtag des Fachverbandes der Evangelischen Wohnungsnotfall und -straffälligenhilfe am 16. November 2023. Zahlreiche interessante Vorträge und Impulse und ein angeregter Austausch der Expertinnen und Experten standen auf dem Programm dieser hybriden Veranstaltung im Nürnberger Heilig-Geist-Spital und dem Internet. Hier gibt es die Beiträge nochmals zum Nachlesen

Die Arbeit der Bahnhofsmission begann mit der Betreuung von Flüchtlingen, heimkehrenden Soldaten und „gefährdeten Kindern“ am Fürther Hauptbahnhof. Mitte der 50er Jahre kam die Betreuung wohnungsloser Personen mit psychosozialen Schwierigkeiten hinzu. Diese Aufgabe entwickelte sich zur Hauptarbeit der Bahnhofsmission und führte dazu, dass 1984 neben dem Übernachtungsheim ein sozialtherapeutisches Übergangsheim eröffnet wurde.

Blickt man auf die 75 Jahre zurück, hat sich an den Herausforderungen wenig geändert, betonte der Fürther Dekan Jörg Sichelstiel beim Geburtstagsgottesdienst der Fürther Bahnhofsmission und lobte deren Einsatz. Daran knüpfte auch Harald Keiser, Fachreferent für die Bahnhofsmissionen beim Diakonischen Werk Bayern, indem er Albert Camus zitierte: "Wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen".

Im Chorraum von St. Michael brachte das "Mut statt Armut"-Spiel die Besucher zum Nachdenken und ins Gespräch. Gleich drei Initiativen wollen es ausleihen, um auch in ihren Reihen über das Thema Armut Debatten und Handeln anzuregen.  

Die zweite Auflage des "Poverty Slams", also des Poetry Slams gegen Armut, fand im Rahmen der Vesperkirche Coburg statt. Sechs Wortakrobaten traten erstmalig in einer Kirche auf, die Künstler begeisterten das Publikum mit ganz unterschiedlichen, unterhaltsamen und bewegenden Sichtweisen auf das Thema Armut und Reichtum. Eine Jury, bestehend aus Gabriele Töpfer, Pfarrerin aus Dörfles-Esbach und selbst Slammerin, Liliane Blietzsch, Leiterin AWO Mehrgenerationenhaus Coburg und dem 3. Bürgermeister der Stadt Coburg, Can Aydin kürte die Finalisten und schließlich die Siegerin des Abends, die Slammerin "Mitsch".