Nürnberg, 16.10.26 Seit 2012 verbindet die Aktion KonfiDank Konfirmandenarbeit in Bayern mit internationalem Lernen und konkreter Unterstützung für Kinder und Jugendliche weltweit – mit einem beeindruckenden Ergebnis: Knapp eine Million Euro wurden seit dem Start der Aktion gesammelt. 2027 geht die gemeinsame Aktion von Brot für die Welt Bayern, Mission EineWelt, Gustav-Adolf-Werk Bayern, Martin-Luther-Verein in Bayern und der Stiftung wings of hope nun in ihre sechzehnte Runde. Die Gesamtkoordination liegt bei Brot für die Welt Bayern.
Seit dem Start der Aktion wurden durch KonfiDank mehr als 940.000 Euro gesammelt. Mit dem Geld konnten weltweit Projekte unterstützt werden, die die Lebens- und Zukunftschancen von Kindern und Jugendlichen verbessern. Zugleich versteht sich KonfiDank als Bildungsangebot für die Konfirmandenarbeit: Junge Menschen beschäftigen sich mit globalen Zusammenhängen, lernen die Arbeit kirchlicher und diakonischer Organisationen kennen und überlegen, wo sie selbst Verantwortung übernehmen können.
Zwei konkrete Beispiele für Projekte, die von KonfiDank unterstützt wurden:
wings of hope hilft Kindern und Jugendlichen, die Krieg oder andere Formen von Gewalt erlebt haben. Ein Beispiel ist die Arbeit des Traumahilfezentrums in Bethlehem: Dort finden junge Menschen wie der 13-jährige Jamal (Name geändert) einen geschützten Ort, an dem sie über Belastendes sprechen und lernen können, mit ihren Gefühlen und Erfahrungen umzugehen. So wird Traumahilfe auch zu einem Beitrag für Frieden.
Im Osten der Demokratischen Republik Kongo erschweren Armut und jahrzehntelange Konflikte vielen Kindern den Zugang zu guter Bildung. Mit Unterstützung von Brot für die Welt verbessert die Partnerorganisation RIO die Lernbedingungen an 148 Schulen. Ein Beispiel ist die 14-jährige Bien Aimé: Obwohl ihre Familie kaum genug Geld zum Leben hat, besucht sie mit Begeisterung die Schule. Dank neuer Laptops kann sie dort ihre Englischkenntnisse vertiefen und sich auf ihre Zukunft vorbereiten. Schulmaterialien, besser ausgestattete Klassenzimmer und die Weiterbildung von Lehrkräften eröffnen Kindern und Jugendlichen neue Perspektiven.
„KonfiDank verbindet die Konfirmandenarbeit mit einem Blick über den eigenen Alltag hinaus“, sagt Dr. Sabine Weingärtner, Präsidentin der Diakonie Bayern und – gemeinsam mit Landesbischof Christian Kopp - Schirmherrin der Aktion. „Die Jugendlichen erfahren dabei sehr konkret, dass Teilen und Verantwortung keine abstrakten Begriffe sind. Sie setzen sich mit den Lebensbedingungen junger Menschen in anderen Teilen der Welt auseinander und können selbst entscheiden, welches Projekt sie unterstützen möchten.“
Der Ablauf der Aktion: Nach den Sommerferien erhalten alle evangelischen Kirchengemeinden in Bayern Informationen zur neuen KonfiDank-Runde. Eine Broschüre stellt fünf ausgewählte Projekte für Kinder und Jugendliche vor, jeweils eines aus der Arbeit der beteiligten Organisationen. In vielen Gemeinden wählen Pfarrerinnen und Pfarrer gemeinsam mit ihren Konfirmandinnen und Konfirmanden eines der vorgestellten Projekte aus, beschäftigen sich im Unterricht damit und sammeln im Verlauf der Konfi-Zeit Spenden dafür.
Ergänzt wird die Aktion durch die gemeinsam mit dem Religionspädagogischen Zentrum Heilsbronn entwickelte KonfiDank-Kiste „Frieden · Gerechtigkeit · Bewahrung der Schöpfung“. Das Material stellt die beteiligten Organisationen und ihre Arbeitsfelder vor und greift globale Zusammenhänge anhand konkreter Beispiele auf. Am Thema Smartphone und Handyproduktion wird etwa deutlich, wie Rohstoffgewinnung, Arbeitsbedingungen, Konsum und ökologische Folgen miteinander verbunden sind.
„Internationale Themen wirken für Jugendliche schnell weit entfernt. In der Konfi-Arbeit können wir zeigen, dass sie unmittelbar mit unserem eigenen Leben zu tun haben“, so Weingärtner. „KonfiDank bietet Gemeinden dafür gut einsetzbare Materialien und verbindet diese Bildungsarbeit mit der Möglichkeit, gemeinsam praktisch tätig zu werden.“
Die Aktion richtet sich an evangelische Kirchengemeinden und Konfirmandengruppen in ganz Bayern.