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Integration hat viele Gesichter

Diakonie, Caritas und Innenministerium starten Kampagne „Wir. Füreinander“

Nürnberg, 5. Oktober 2026. Vier Menschen, vier Lebensgeschichten und viele gute Gründe, über gelingende Integration zu sprechen: Mit der Kampagne „Wir. Füreinander – Integration verbindet“ machen die Diakonie Bayern, die Caritas in Bayern und das Bayerische Innenministerium sichtbar, wie Menschen mit und ohne Einwanderungsgeschichte die bayerische Gesellschaft mitgestalten. Die bayernweite Kampagne startet heute und stellt Menschen in den Mittelpunkt, die in Bayern ihren Platz gefunden haben, Verantwortung übernehmen und das Zusammenleben bereichern.

„Integration lebt von Menschen, die aufeinander zugehen, Chancen ergreifen und Verantwortung füreinander übernehmen. Genau diese Menschen wollen wir sichtbar machen“, sagt Dr. Sabine Weingärtner, Präsidentin der Diakonie Bayern. „Ihre Geschichten zeigen, wie viel entsteht, wenn Menschen die Möglichkeit bekommen, ihre Fähigkeiten einzubringen. Davon profitieren wir alle. Und sie machen Mut, weiter in Integration zu investieren.“

Im Mittelpunkt der Kampagne stehen vier Menschen, deren Lebenswege beispielhaft zeigen, wie vielfältig gelingende Integration in Bayern sein kann. Risaaq arbeitet mit Leidenschaft als Koch und unterstützt in seiner Freizeit junge Menschen als Sprachmittler. Edris begann als Schülerpraktikant in einem Bauunternehmen und schloss später seine Ausbildung als Bester in der Gesellenprüfung ab. Daneben engagiert er sich als Fußballtrainer. Sham wurde bereits als Schülerin in den Stadtrat von Schwabach gewählt und Diakon Mehrab absolvierte in Deutschland erneut eine Ausbildung sowie ein Studium und arbeitet heute als Integrationslotse.

Für Diakonie und Caritas ist die Kampagne Ausdruck ihrer täglichen Arbeit: „In unseren Einrichtungen begleiten unsere Mitarbeitenden Menschen beim Ankommen, beim Spracherwerb, auf dem Weg in Ausbildung und Beruf und bei der gesellschaftlichen Teilhabe,“ so Weingärtner. 

„Wir erleben in unseren Beratungsstellen und Diensten jeden Tag, wie Integration gelingt und wie viel Engagement Menschen mitbringen, die hier eine neue Heimat gefunden haben“, erklärt Dr. Andreas Magg, Landes-Caritasdirektor. „Diese Erfahrungen verdienen mehr öffentliche Aufmerksamkeit. Mit der Kampagne geben wir Menschen eine Stimme, deren Einsatz unser gesellschaftliches Miteinander bereichert. Ihre Geschichten können Vorbilder sein und andere ermutigen, sich ebenfalls einzubringen.“

Die Kampagne setzt damit einen gemeinsamen Akzent in der öffentlichen Diskussion über Migration und Integration. Diakonie und Caritas wollen den Blick auf das Zusammenleben vor Ort richten und zeigen, welchen Beitrag Menschen mit Einwanderungsgeschichte in Betrieben, Vereinen, sozialen Einrichtungen und in der Kommunalpolitik leisten.

Die persönlichen Geschichten der vier Protagonistinnen und Protagonisten werden in den kommenden Wochen über die Social-Media-Kanäle des Innenministeriums, der Diakonie und der Caritas verbreitet. Die Kampagnenmotive werden zudem auf digitalen Werbeflächen an zahlreichen bayerischen Bahnhöfen sowie in den Münchner S-Bahnen zu sehen sein.

Weitere Informationen: www.wir-fuereinander.de. Auf der Kampagnenwebsite können sich Interessierte außerdem selbst beteiligen und auf einer interaktiven Bayernkarte zeigen, wo sie gelingendes Miteinander erleben.

Ihr Kontakt

Daniel Wagner Pressesprecher