Zukunft sichernDie Diakonie Bayern fordert:

Erfolgreiche Sozialpolitik orientiert sich nicht einzig an den Herausforderungen der Gegenwart. Sie erkennt neue Probleme frühzeitig und arbeitet an Lösungen, die über die eigene Zeit hinausweisen, wissend, dass sie auch eine Verantwortung für die Zukunft hat.

Die Rolle der sozialpolitischen Akteure im Freistaat wird weiterhin anerkannt, ihre Bedeutung gewürdigt und ihre Arbeit unterstützt. Mit über 450.000 Mitarbeitenden, davon allein etwa 100.000 bei der Diakonie in Bayern, ist die soziale Arbeit ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor in vielen Regionen.

Für die Diakonie Bayern bedeutet dies:

  • Durch das Bekenntnis zum Subsidiaritätsprinzip und nicht zuletzt durch finanzielle Unterstützung wird dies durch die Politik auch zukünftig deutlich gemacht.

Die Verbände und ihre Mitgliedsein-richtungen sind durch ihre tägliche Arbeit nicht nur ein Garant des Aus-gleichs und des sozialen Friedens im Land. Sie bringen zum Teil erhebliche Eigenmittel auf, um Angebote zu rea-lisieren, die tatsächlich der Daseinsvorsorge dienen. Sie übernehmen damit – im Sinne der Subsidiarität – nicht nur Aufgaben der öffentlichen Hand, sondern werden auch gezwungen, diese anteilig zu finanzieren.

Für die Diakonie Bayern bedeutet dies:

  • Die Maxime des Eigenmittelanteils in vielen Bereichen der sozialen Arbeit wird aufgelöst. Dies gilt insbesondere für gesetzliche Leistungen.
  • In einem ersten Schritt werden die Sachkosten als vollständig förderfähig anerkannt. Pauschalen werden zukünftig automatisch der Inflation angepasst; steigende Personal- und Energiekosten werden angemessen berücksichtigt.

 

Mit den Verbänden und ihren Einrichtungen verfügt die Sozialpolitik in Bayern über Ansprechpartner:innen, die in den jeweiligen Arbeitsfeldern die Expertise von zum Teil über einhundertjähriger Tätigkeit einbringen können. Das politische Geschehen der vergangenen Jahre hat mehrfach gezeigt, dass eine Politik ohne diese Expertise zu unnötigen Verwerfungen und Fehlentscheidungen führt.

Für die Diakonie Bayern bedeutet dies:

  • Die Verbände der Wohlfahrt werden als Experten anerkannt und frühzeitig in die politischen Entscheidungsprozesse eingebunden, um später eine angemessene Umsetzung politischer Entscheidungen zu ermöglichen.

Die Klimakrise macht auch vor der Sozialwirtschaft nicht halt. Steigende Energiepreise gefährden die Existenz vieler Einrichtungen, die bauliche und ökologische Vorgaben einhalten und dafür zum Teil kostenintensive bauliche Anpassungen vornehmen müssen. Die energetische Sanierung und die Nutzung alternativer Energien ist darum auch ein Beitrag zur Sicherung der Zukunft.

Für die Diakonie Bayern bedeutet dies:

  • Die damit verbundenen Belastungen werden von der Politik anerkannt – ideell ebenso wie finanziell, und zwar sowohl für zukünftige Baumaßnahmen als auch für Veränderungen im Bestand.