Die Diakonie zeigt Haltung

Unter dem Motto ‘Armut sichtbar machen’ führt Diakoniepräsident Rüdiger Schuch seine Sommerreise im Juli 2025 nach Bayern. Er besucht mehrere diakonische Einrichtungen in Nürnberg, Aschaffenburg, Herzogsägmühle, Kolbermoor bei Rosenheim und München. Sein Resümee: “Bayern ist wirtschaftlich stark, aber das darf uns nicht den Blick für die sozialen Herausforderungen verstellen. Bei meinen Besuchen, zum Beispiel in einer Wärmestube für wohnungslose Menschen in Nürnberg und in einem Sozialkaufhaus in Aschaffenburg, konnte ich sehen, wie dringend diese Einrichtungen gebraucht werden. Auch im wirtschaftsstarken Bayern nimmt die soziale Ungleichheit spürbar zu. Ein starkes Wirtschaftswachstum allein reicht nicht aus, um Menschen aus der Armut zu holen. Es braucht hierfür gezielte sozialpolitische Maßnahmen.”
Foto: Rüdiger Schuch, © Diakonie/Die Hoffotografen

Das Projekt 'TAFF – Therapeutische Angebote für Geflüchtete' feiert am 2. Oktober 2025 sein zehnjähriges Jubiläum. Seit der Gründung im Sommer 2015 hilft TAFF vielen Geflüchteten in Bayern, traumatische Erfahrungen zu verarbeiten. Die niedrigschwellige psychosoziale und therapeutische Unterstützung wird von einem Netzwerk aus Fachkräften, Dolmetschenden und Kooperationspartner:innen vor Ort getragen. Heute ist das Projekt an 15 Standorten bayernweit aktiv und versorgt jährlich ca. 1.500 psychisch kranke bzw. schwer belastete Geflüchtete. Es gilt bundesweit als Beispiel guter Praxis und könnte auch über Bayern hinaus Schule machen. Das Bayerische Ministerium des Inneren, für Sport und Integration fördert TAFF bis Ende 2026 mit insgesamt 750.000 Euro.
Foto: © Diakonisches Werk Bayern

Die Unabhängige Regionale Aufarbeitungskommission (URAK) von sexualisierter Gewalt der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und der Diakonie Bayern konstituiert sich am 24. März 2025. Die Kommission besteht aus sieben Mitgliedern: Drei Vertretern der Bayerischen Staatsregierung, zwei Betroffenenvertretern und zwei Vertreterinnen von Kirche und Diakonie in Bayern. Sie wird von einer Geschäftsführung unterstützt. Diese Aufgabe nehmen Sonja Riedel im Landeskirchenamt München und Michelle Fahrbach vom Diakonischen Werk Bayern wahr. Die Kommission befasst sich sowohl mit quantitativen Erhebungen als auch mit qualitativen Analysen, welche Strukturen sexualisierte Gewalt begünstigen.
Illustration: © Diakonie/Francesco Ciccolella

‘Stark für Demokratie’ – so lautet das Motto des Diakonie-Wettbewerbs 2025 zur Förderung des Ehrenamts. Am 28. Oktober 2025 werden die vier Preisträger ausgezeichnet: Die Migrationsprojekte ‘Brückenbauer 2.0’ der Diakonie Augsburg und ‘Sprachbrücke’ der Diakonie Allgäu teilten sich den ersten Preis in Höhe von 4.000 Euro, gespendet von der St. Gumbertus Stiftung Ansbach. Der zweite, mit 2.000 Euro dotierte Preis, gespendet vom vrk, geht an das Projekt ‘Horch amol’ der Evangelischen Kirchengemeinde Lauf. Das Projekt ‘MIT:ELTERN – Zukunft gestalten in Gochsheim' der Diakonie Schweinfurt erhält den dritten Preis in Höhe von 1.500 Euro, gespendet von der Curacon Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.
Illustration: © Diakonie/Francesco Ciccolella

Der 1. Artikel des Grundgesetztes lautet: "Die Würde des Menschen ist unantastbar." Was bedeutet Würde im täglichen Miteinander? Mit dieser Frage startete der in Berlin lebende Künstler Jörg Amonat 2019 sein partizipatives Kunstprojekt WürdeMenschen. Aus vielen Gesprächen mit Projektteilnehmenden entstanden sehr persönliche Würdetafeln, auf denen sich die Beteiligten mit Text und Foto in ihrer Würde zeigen. Die Ausstellung vom 16. April bis 6. Juni 2025 im Diakonischen Werk Bayern zeigt Würdetafeln aus fünf zentralen Arbeitsbereichen der Diakonie: Hilfen für Menschen mit Behinderung, Kinder- und Jugendhilfe, Straffälligenhilfe, Altenpflege und Hospiz.
Foto: Jörg Amonat bei der Ausstellungseröffnung am 16. April 2025, © Diakonisches Werk Bayern

Aktiv betriebener Umweltschutz ist ein grundlegendes Thema in der Geschäftsstelle des Diakonischen Werks Bayern. Das Umweltmanagementsystem nach der europäischen EMAS IV-Verordnung gewährleistet eine kontinuierliche und nachhaltige Weiterentwicklung. Stefan Schmidt von der Industrie- und Handelskammer Nürnberg (Mitte) überreicht der Präsidentin des Diakonischen Werkes Bayern Dr. Sabine Weingärtner (links) am 9. September 2025 die Urkunde für 13 Jahre EMAS-Zertifizierung. Kirstin Edelberg (rechts), Umweltmanagementbeauftragte der Geschäftsstelle, verantwortet die Einhaltung der EMAS-Kriterien. Das EU-Umweltmanagement-System unterstützt Unternehmen bei der kontinuierlichen Verbesserung ihrer Umweltleistung.
Foto: © Diakonisches Werk Bayern
Foto im Header: Preisverleihung des Diakonie-Wettbewerbs an die Diakonie Allgäu am 28. Oktober 2025 in Nürnberg, © Diakonisches Werk Bayern