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„Verlässliche Solidarität mit Menschen in Not.“

Diakonie Katastrophenhilfe erhält in Bayern mehr als fünf Millionen Euro an Spenden

Nürnberg, 15. Juli 2026. Die Menschen in Bayern haben die Arbeit der Diakonie Katastrophenhilfe im vergangenen Jahr erneut mit großer Solidarität unterstützt. Insgesamt gingen 2025 Spenden in Höhe von 5.194.249 Euro ein – im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das eine Steigerung von über 12 Prozent. Bundesweit erhielt das evangelische Hilfswerk knapp 30 Millionen Euro und erreichte damit trotz zahlreicher Krisen nahezu das Ergebnis des Vorjahres, wie aus dem jetzt vorgelegten Jahresbericht hervorgeht.

„Die Menschen sehen das Leid – nah und fern – und handeln, um es zu lindern. Dafür danke ich allen Spenderinnen und Spendern in Bayern herzlich“, sagt Dr. Sabine Weingärtner, Präsidentin der Diakonie Bayern. Besonders groß war die Unterstützung nach dem schweren Erdbeben in Myanmar im März 2025. Dafür spendeten die Menschen bundesweit rund 3,6 Millionen Euro. Weitere 2,2 Millionen Euro gingen für Hilfsprojekte in der Ukraine ein, 1,4 Millionen Euro für die humanitäre Hilfe im Sudan.

„Wir erleben aktuell am Beispiel von Venezuela, wie plötzlich Menschen unter den Folgen der Erdbeben leiden und wie schnell die Diakonie Katastrophenhilfe und ihre Partner helfen. Sie verteilen Wasserfilter, Zelte und Decken, und sie bieten medizinische Dienste an. Diese unmittelbare Hilfe verbindet die Menschen mit dem evangelischen Hilfswerk und stärkt Vertrauen. Das zeigt sich in der verlässlichen Anteilnahme vieler Spenderinnen und Spender“, sagt Dr. Sabine Weingärtner. „Gerade in einer Zeit, in der öffentliche Mittel für die humanitäre Hilfe zurückgehen, ist diese verlässliche Solidarität ein starkes Zeichen.“

Denn währen die Spendenbereitschaft stabil blieb, gingen die öffentlichen Mittel deutlich zurück. Die Förderung durch das Auswärtige Amt sank auf 9,8 Millionen Euro und damit nahezu auf die Hälfte des Vorjahres. Vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung erhielt die Diakonie Katastrophenhilfe 2,2 Millionen Euro. Zwar stiegen die Mittel der Europäischen Union, insgesamt reduzierten sich die öffentlichen Zuwendungen jedoch um rund ein Drittel auf 18 Millionen Euro – fatal angesichts immer neuer Katastrophen. “Unsere Partnerorganisationen leisten oft unter schwierigsten Bedingungen lebensrettende Hilfe. Damit sie schnell handeln können, brauchen sie Planungssicherheit“, sagt Weingärtner.

Insgesamt setzte die Diakonie Katastrophenhilfe 2025 rund 59,6 Millionen Euro für Hilfsprojekte weltweit ein. Mit 9,2 Millionen Euro wurden Menschen in Syrien und der Türkei beim Wiederaufbau nach Krieg und Erdbeben unterstützt. In Deutschland flossen 6,5 Millionen Euro in Hochwasserhilfe und Präventionsmaßnahmen. Für Hilfsprojekte in der Ukraine stellte das Hilfswerk 4,5 Millionen Euro bereit, unter anderem für Evakuierungen, Notunterkünfte sowie die Unterstützung von alleinstehenden Müttern und Kindern.

Die Diakonie Katastrophenhilfe wurde 1954 gegründet und ist das Hilfswerk für humanitäre Hilfe der evangelischen Kirchen in Deutschland. Gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen unterstützt sie Menschen, die von Naturkatastrophen, Krieg und Vertreibung betroffen sind. Ihre Hilfe erfolgt unabhängig von Religion, Nationalität, Geschlecht oder politischer Überzeugung und orientiert sich ausschließlich am Bedarf der betroffenen Menschen.

Ihr Kontakt

Daniel Wagner Pressesprecher