Nürnberg, 23. Juli 2026. Mit 11.004.024 Euro haben die Menschen in Bayern die evangelische Aktion Brot für die Welt im vergangenen Jahr unterstützt – etwa 420.000 Euro weniger als im Vorjahr. Auch bundesweit gingen die Einnahmen aus Spenden und Kollekten zurück; insgesamt sank das Spendenaufkommen um rund eine Million Euro. Gestiegen ist hingegen die Zahl der Spender und Spenderinnen, die das evangelische Entwicklungswerk unterstützen.
„Ich danke allen Unterstützerinnen und Unterstützern in Bayern herzlich. Gerade jetzt, da die Mittel für Entwicklungszusammenarbeit in Deutschland und international gekürzt werden, ist jede Spende ein wichtiges Signal der Solidarität mit Menschen, die von Hunger, Armut und Krisen betroffen sind“, sagt Dr. Sabine Weingärtner, Präsidentin der Diakonie Bayern.
Dass Brot für die Welt trotz der gesunkenen Spendeneinnahmen rund neun Millionen Euro mehr zur Verfügung standen, um Partnerorganisationen in der Entwicklungszusammenarbeit zu unterstützen, ist auf staatliche sowie kirchliche Mittel zurückzuführen. Allerdings sind die Folgen der von der Bundesregierung angekündigten Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit bereits jetzt spürbar. Weingärtner: „Sie beeinträchtigen die langfristige Planung für das Werk. Weniger neue Partnerorganisationen können gefördert werden, zugleich werden Projekte weltweit auslaufen.“ Nach Auffassung der Diakoniepräsidentin ist dies angesichts zahlreicher Krisen in der Welt eine alarmierende Entwicklung. „Wer in der Entwicklungszusammenarbeit spart, verschärft die Folgen von Krisen: Mehr Menschen werden hungern, Gesundheitsstationen müssen schließen, Mädchen verlieren ihren Schulplatz und Familien ihre Lebensgrundlage.“
Insgesamt verfügte das Entwicklungswerk der evangelischen Landes- und Freikirchen im Jahr 2025 über 341,7 Millionen Euro. Weltweit förderte Brot für die Welt rund 3.000 Projekte. Regionale Schwerpunkte bildeten erneut Afrika und Asien.
Brot für die Welt ist das Entwicklungswerk der evangelischen Landes- und Freikirchen in Deutschland. Es setzt sich für globale Gerechtigkeit, Frieden und Bildung sowie gegen Hunger und Armut ein. Gemeinsam mit mehr als 1.600 Partnerorganisationen in 77 Ländern unterstützt Brot für die Welt benachteiligte Menschen dabei, ihre Lebenssituation aus eigener Kraft nachhaltig zu verbessern.