Diakonie Bayern wird auch in Chile helfen, aber Schwerpunkt bleibt Haiti - Unterstützung im Rahmen der ACT Alliance und anderer kirchlicher Partner vor Ort
Nürnberg/Stuttgart, 05.03.2010 - Nach dem schweren Erdbeben in Chile unterstützt das Diakonische Werk Bayern Hilfswerke, die Notprogramme im Rahmen des globalen kirchlichen Verbundes "ACT Alliance" (Kirchen helfen gemeinsam) aufgelegt haben. Allerdings bleibt für das Diakonische Werk Bayern der Schwerpunkt der Hilfen zuerst einmal in Haiti. Dort sind die Ressourcen für eine eigenständige Bewältigung der Katastrophe so gering, dass längerfristige Hilfe von außen dringend nötig ist.
Hartz IV: Diakonie Bayern fordert mehr Teilhabe - Brief an die bayerischen Bundestagsabgeordneten
Nürnberg, 02.03.2010 – Soziale Gerechtigkeit und Solidarität sind keine beliebige Interpretationsmasse. In einem Brief an die bayerischen Bundestagsabgeordneten kritisiert der Präsident des Diakonischen Werks Bayern, Dr. Ludwig Markert, die polemische Diffamierung von Hartz IV- Empfängerinnen und –Empfängern durch einige Politikerinnen und Politiker. „Es steht nicht mit der vom Bundesverfassungsgericht angemahnten Wahrung der Würde von Menschen in Einklang, wenn Menschen, die auf den Bezug dieser Leistungen nach dem SGB II angewiesen sind, pauschal der Untätigkeit und der Arbeitsverweigerung bezichtigt werden. Das ist ein Unrecht, das nicht unwidersprochen bleiben darf“, schreibt Markert und fordert die Rückkehr zu einer sachlichen Diskussion. Als Beitrag dazu enthält der Brief sieben Kernforderungen der Diakonie Bayern für die Reform der Hartz IV-Gesetze und ein Gesprächsangebot: „Wir sind gerne bereit, Ihnen weitere Informationen und Hintergründe im Gespräch zu erläutern“, versichert Markert.
Sanktionspraxis bleibt fragwürdig. Diakonisches Werk Bayern kritisiert Forderungen der CSU
CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt hatte gefordert, die in Bayern umgesetzte Strenge gegen arbeitsunwillige Hartz-IV-Empfänger/innen auch in anderen Bundesländern zur Norm zu machen. Das Diakonische Werk Bayern hält diese Aufforderung für unangemessen und nicht nachvollziehbar. „Die Sanktionspraxis insgesamt“, so Diakoniepräsident Dr. Ludwig Markert, „muss dringend kritisch überprüft werden, auch in Bayern.“
Altenpflege: Hohe Standards in Bayern halten, Ausbildung sichern. LAGFW traf sich zu Spitzengespräch mit Ministerpräsident Seehofer und Sozialministerin Haderthauer
München, 12. Februar 2010. Weitgehende Übereinstimmung in wichtigen Fragen der Altenhilfe haben Ministerpräsident Horst Seehofer, Sozialministerin Christine Haderthauer und die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (LAG FW) bei einem Spitzengespräch in München erzielt.
Hoffnung auf mehr Gerechtigkeit – Diakonie Bayern fordert, dass die richtigen Konsequenzen aus dem Hartz IV-Urteil des BVerG gezogen werden
Nürnberg, 09.02.2010 – Das Bundesverfassungsgericht stellt fest, dass die Vorschriften des SGB II zur Regelleistung für Erwachsene und Kinder nicht dem verfassungsrechtlichen Anspruch auf ein menschenwürdiges Existenzminimum entsprechen. Die Diakonie Bayern begrüßt dieses Urteil, hält aber gleichzeitig Wachsamkeit für geboten. „Wir hoffen, dass der Gesetzgeber tatsächlich die richtigen Schlüsse aus dem Urteil zieht“, sagte Dr. Ludwig Markert, Präsident des Diakonischen Werks Bayern.
Diakonie Bayern: Zerschlagung der ARGEn bringt noch mehr Probleme - Geschäftsführende befürchten Zunahme der Schwierigkeiten durch Auflösung der Jobcenter
Nürnberg, 04.02.2010 – Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen will die Arbeitsgemeinschaft der Bundesagentur für Arbeit mit den Kommunen auflösen. Die Geschäftsführenden des Diakonischen Werks Bayern halten das für die falsche Konsequenz aus der verfassungsgerichtlichen Forderung einer Neuorganisation der Jobcenter. Tenor während der Geschäftsführendenkonferenz in Nürnberg: Die Bundesregierung sollte lieber an der Lösung der bestehenden Missstände arbeiten, statt diese zu vervielfachen.
Diakonie als Anwältin der Schwachen wird nicht arbeitslos – Jahrespressekonferenz des Diakonischen Werks Bayern
Nürnberg, 02.02.2010 – Zwischen Hartz IV-Chaos, Kinderarmut und Unterfinanzierung der sozialen Arbeit und der Pflege konnte Diakoniepräsident Dr. Ludwig Markert weder in seiner Jahresbilanz noch in seinem Ausblick ins weitere Jahr 2010 allzu viel Positives entdecken. Stattdessen kritisierte er die Politik der Bundesregierung. Diese habe sich „anscheinend der Klientelpolitik und der Aushöhlung des Sozialstaats verschrieben“, sagte Markert am Dienstag während der Jahrespressekonferenz der Diakonie Bayern.
LAGFW: Gegen den Unterbietungswettbewerb in der Sozialbranche - Soziales Denken und soziales Bewusstsein müssen wieder in die Mitte der Gesellschaft
München/Nürnberg, 29.01.2010 - Deutliche Kritik und konkrete Forderungen gegenüber der Politik erhoben die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege und die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di beim Symposium „Wert der sozialen Arbeit“ in Bayern im Bayerischen Landtag.
Diakonie Bayern fordert Stärkung der Kinderrechte - Ziele des „Aktionsplans für ein kindergerechtes Deutschland“ sind bei weitem noch nicht verwirklicht
Nürnberg, 25.01.2010 – In diesem Jahr soll der auf Basis der UN-Kinderrechtskonvention beschlossene Nationale Aktionsplan „Für ein kindergerechtes Deutschland 2005-2010“ (NAP) auslaufen. „Bisher sind zentrale Ziele des Aktionsplans nicht verwirklicht. Wenn es den verantwortlichen Poltikerinnen und Politkern mit der Umsetzung der Ziele ernst ist, haben sie 2010 noch sehr viel zu tun“, sagt Dr. Ludwig Markert, Präsident des Diakonischen Werks Bayern.
Presseeinladung: Symposium „Wert der sozialen Arbeit“ im bayerischen Landtag
München/Nürnberg, 21.01.2010 – Welchen Wert soziale Arbeit für eine Gesellschaft hat, zeigt sich darin, welchen Preis die Gesellschaft bereit ist, für diese Arbeit zu zahlen. Ist soziale Arbeit also wertlos weil unterbezahlt? Oder schon wertvoll, wenn sie überhaupt etwas kostet? Wert hat auch etwas mit Ansehen und Wertschätzung zu tun. Hier gibt es nach Meinung der bayerischen Wohlfahrtsverbände und der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di erhebliche Defizite. Deshalb stellen sie gemeinsam die Frage nach dem „Wert der sozialen Arbeit“ und wollen eine breite Diskussion in Bayern anstoßen.
Pilotstudie abgeschlossen: Videospiele fördern die Fitness älterer Menschen
Nürnberg/Hof, 18.01.2010 - Videospiele können die kognitiven und sensomotorischen Fähigkeiten von Bewohnerinnen und Bewohnern stationärer Einrichtungen der Altenhilfe fördern. Dies ist ein Ergebnis der viermonatigen Studie, die die Diakonie Bayern gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Erlangen in Einrichtungen der Diakonie Hochfranken durchgeführt hat. Bewohnerinnen und Bewohner spielten im Rahmen der ergotherapeutischen Angebote regelmäßig mit der Videokonsole „Wii“ des japanischen Unternehmens Nintendo.
Haiti: Erdbeben verwüstet Karibikstaat - Diakonie Katastrophenhilfe vor Ort im Einsatz, Diakonisches Werk Bayern bittet um Unterstützung
Nürnberg/Stuttgart, 13.01.2010 - Gestern Abend um 22:53 Uhr deutscher Zeit hat sich auf Haiti ein starkes Erdbeben ereignet. Nach Angaben der Geologen erreichte das Erdbeben eine Stärke von 7,0 auf der Richter-Skala. Bis 2:00 Uhr gab es starke Nachbeben, mit unterschiedlichen Stärken von 5,6 bis 6,9 auf der Richterskala. Für Haiti sowie auch für für Kuba, die Bahamas und die Dominikanische Republik haben die Behörden eine allgemeine Tsunami-Warnung herausgegeben. Nach dem Erdbeben auf Haiti mit zahlreichen Toten, Verletzten und schweren Verwüstungen bereitet die Diakonie Katastrophenhilfe Nothilfemaßnahmen vor.
Freiwillige vor! Diakonie-Wettbewerb 2010 fördert Projekte mit Ehrenamtlichen
Nürnberg, 13.01.2010 - Die Diskussion um Freiwilligendienste und Ehrenamt hat Konjunktur. Mit Blick auf die Zukunft und den gesellschaftlichen Wandel gilt es, die vorhandenen Formen des freiwilligen Engagements in Kirche und Diakonie weiterzuentwickeln und für weitere Zielgruppen zu öffnen. Dazu möchte das Diakonische Werk Bayern mit der Ausschreibung des Diakonie-Wettbewerbs 2010 beitragen.














