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Symbolbild: Wandkalender mit der Terminplanung der Diakonie Bayern

Der Landesverband der Diakonie in Bayern

Die Diakonie in Deutschland ist als Verband organisiert. An der Spitze steht der Bundesverband, das Evangelische Werk für Diakonie und Entwicklung e. V. in Deutschland, mit Sitz in Berlin. In jeder Landeskirche gibt es ein sogenanntes „gliedkirchliches" Diakonisches Werk. Die Zuständigkeitsgebiete entsprechen damit bis auf wenige Ausnahmen nicht den jeweiligen Bundesländern, sondern den Gebieten der evangelischen Landeskirchen. So kommt es, dass es in einzelnen Bundesländern mehrere Diakonische Werke gibt – weil es dort auch mehrere Landeskirchen gibt. 

 

Das Diakonische Werk der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, der Landesverband der bayerischen Diakonie, hat seinen Sitz in Nürnberg. Es vertritt seine über 1.300 Mitglieder gegenüber der Politik, der Kirche, den Kassen und anderen Kostenträgern, den Medien, der Öffentlichkeit und anderen Partnern.

 

Neben der Geschäftsstelle in Nürnberg und einer Außenstelle in München ist das Diakonische Werk Bayern in nahezu jedem Dekanatsbezirk vertreten. Die "Bezirksstellen" der Diakonie in Bayern koordinieren die diakonischen Angebote vor Ort, gewährleisten die Vernetzung von Kirche und Diakonie und vertreten die Ziele und Anliegen der Mitglieder auch politisch.

 

Die Mitglieder des Diakonischen Werkes Bayern sind die Träger mit ihren Einrichtungen sowie Kirchengemeinden - also keine natürlichen Personen. Ihre Größe reicht von der kleinen Diakoniestation mit wenigen Mitarbeitenden bis zu großen Trägern mit mehreren Tausend Mitarbeitenden. In der regelmäßig stattfindenden Mitgliederversammlung wählen sie den Diakonischen Rat, das Aufsichtsgremium der Diakonie in Bayern. Der Diakonische Rat wiederum beruft den Präsidenten und den Vorstand des Landesverbandes

Die Präsidenten und Landerspfarrer der Diakonie Bayern seit 1958

 

1958 – 1971: Balther Dyroff, Landespfarrer des Diakonischen Werkes Bayern

1971 – 1986: Dr. Karl Leipziger,  Landespfarrer des Diakonischen Werkes Bayern

1986 – 1993: Helmut Danner, Landespfarrer des Diakonischen Werkes Bayern

1993 – 2001: Heimo Liebl, Präsident des Diakonischen Werkes Bayern*

2001 – 2011: Dr. Ludwig Markert, Präsident des Diakonischen Werkes Bayern

Seit 2011: Michael Bammessel; Präsident des Diakonischen Werkes Bayern

 

* Seit einer Änderung der Satzung trägt der (hauptamtliche) 1. Vorstandsvorsitzende den Titel Präsident, zuvor stand an der Spitze der Diakonie in Bayern ein ehrenamtlicher Landespfarrer.

Tradition seit 1572 - die ältesten Mitglieder der bayerischen Diakonie

Die bayerische Diakonie in ihrer heutigen Gestalt hat ihre Wurzeln in sehr vielfältigen und zum Teil sehr alten diakonischen Gründungen. Diese Wurzeln zu kennen und bewusst zu machen, erlaubt interessante Einblicke in die deutsche Sozialgeschichte. So gehören zu den ältesten diakonischen Trägern vor allem Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe.

Das Diakonische Werk Bayern führte vom 1. Juli bis 31. Dezember 2014 eine Umfrage unter seinen über 1.300 Mitgliedern durch, um Näheres über die Tradition seiner Einrichtungen zu erfahren. Der Aufruf war verbunden mit der Bitte, Angaben über die Gründung des diakonischen Vereins oder Werkes zu machen, wenn diese 100 Jahre oder länger zurückliegt. Es sollten sich nur Rechtsträger melden, die in unmittelbarer Rechtsfolge bis heute bestehen. 45 Mitglieder beteiligten sich an der Umfrage.

Hier die drei ältesten Mitglieder im Kurzporträt.

Als der mit großem Abstand zeitlich älteste Rechtsträger meldete sich die Stiftung Evang. Waisenhaus und Klauckehaus Augsburg. Bereits 1572 gegründet, besteht die Einrichtung bis heute: Das „Evangelische Kinder- und Jugendhilfezentrum“ der Stiftung in der Karwendelstraße 61 in Augsburg gilt als ältestes Waisenhaus Deutschlands. Hier werden  Kinder und Jugendliche mit einem umfangreichen pädagogischen und psychologischen Hilfsangebot betreut. Im Herbst 2012 wurde das 440. Jubiläum dieser Einrichtung gefeiert.

Nach den Ergebnissen der Umfrage ist das zweitälteste Mitglied das Evang.-Luth. Pfarrwaisenhaus Windsbach. Diese Stiftung wurde 1835 gegründet. Als kirchliche Einrichtung wurde das Pfarrwaisenhaus 1941 durch das Nazi-Regime zwangsweise geschlossen und 1946 wiedereröffnet. Unmittelbar darauf gründete sich der bekannte Windsbacher Knabenchor.

Auf das Jahr 1841 geht die Gründung der Jean-Paul-Stiftung zurück, heute der Jean-Paul-Verein Bayreuth e.V. Das drittälteste Mitglied der bayerischen Diakonie war ursprünglich eine „Anstalt für arme, verwahrloste Kinder“, wie es in der Festrede des Bürgermeisters von Hagen zur Gründung hieß. Im März 1842 nahm der Verein seine Arbeit auf. Heute stehen im Mittelpunkt der Vereinsarbeit die Jugend- uind Altenhilfe.

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Pressesprecher
Name
Daniel Wagner
Einrichtung
Diakonisches Werk Bayern e.V.
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Postfach 120320
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