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Symbolbild: Pressearbeit der Diakonie Bayern

Diakonie in Bayern für die Presse

Die Medien sind wichtige Gesprächspartner für die Diakonie in Bayern, die sie kritisch und konstruktiv begleiten. Gleichzeitig ist die Diakonie im Freistaat eine wichtige Ansprechpartnerin, wenn es um fundierte sozialpolitische Positionen, aber auch um Ansprechpartner und -partnerinnen in den Einrichtungen und Diensten geht.

Die Pressestelle des Landesverbandes steht den Mitarbeitenden der Medien darum jederzeit für Anfragen zur Verfügung.

Meldungen 2020

Vorrang vor Bundesliga: „Sicherheit der Schutzbefohlenen und Mitarbeitenden geht vor“.

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Diakonie Bayern für flächendeckende Covid-19-Tests

Nürnberg, 21. April 2020 Die Diakonie in Bayern fordert umfassende Corona-Tests für soziale Einrichtungen. „Der Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der Mitarbeitenden muss Vorrang haben“, sagte der Präsident der Diakonie Bayern, Michael Bammessel, heute in Nürnberg. Er reagierte damit auf Medienberichte, wonach für umfassende Tests für die Spieler der Bundesliga sowohl die Finanzen als auch die Kapazitäten vorhanden seien. „In den Einrichtungen der Altenhilfe gibt es hingegen bis heute keine flächendeckenden Tests – im Gegenteil.“

Bammessel zufolge könnte etwa in Einrichtungen der Altenhilfe oft erst dann ein Covid-19-Test durchgeführt werden, wenn es bereits einen Verdachtsfall gebe. „Das reicht nicht aus – zumal wir häufig sehr lange auf die Ergebnisse warten müssen.“ Bis dahin seien die betreffenden Mitarbeitenden dann unter Quarantäne; Bewohner und Bewohnerinnen müssten für Tage isoliert werden. „Wenn das Ergebnis dann negativ ausfällt, musste das Heim ohne Grund auf einen Mitarbeitenden verzichten bzw. Bewohner und Bewohnerinnen schweren Belastungen aussetzen.“

Er fordere darum nicht nur regelmäßige Tests für alle Bewohner und Mitarbeitenden, sondern auch schnellere Testergebnisse. Dies gelte in erster Linie für Einrichtungen der Altenhilfe, aber auch für die stationäre Behindertenhilfe. „Überall dort, wo Menschen leben, die zu den sogenannten Risikogruppen gehören, brauchen wir entsprechende Verfahren.“ Er verwies auf entsprechende Vorschläge des Robert-Koch-Institutes, das ebenfalls ein regelmäßiges Screening in den genannten Einrichtungen empfohlen hat.

Der Diakoniepräsident weiter: „Es ist ein Unding, wenn Profifußballer besser geschützt werden sollen als pflegebedürftige Menschen. Bis genügend Testmaterialien und Laborkapazitäten vorhanden sind, müssen Schutzbedürftige und Pflegekräfte Vorrang haben vor Bundesligaspielen.“ Bammessel ist selbst Fußballfan und freut sich auf die Wiederaufnahme des Spielbetriebs. „Aber das im Wortsinn Not-Wendige muss vor dem Unterhaltsamen kommen.“

Die Kosten für die regelmäßigen Tests in Sozialeinrichtungen müssten  von den Kassen übernommen werden. „So nüchtern das klingen mag: Selbst aus Sicht der Kostenträger sind präventive Tests günstiger als erkrankten Bewohner oder Mitarbeitende.“ Es müssten darum unbedingt die entsprechenden Kapazitäten bereitgestellt bzw. entsprechend ausgebaut werden. Nur so könne die Sicherheit der Mitarbeitenden und der Schutzbefohlenen gewährleistet und verhindert werden, dass sich der Virus unbemerkt in einer Einrichtung ausbreitet. „Wenn wir erst dann testen, wenn ein Verdachtsfall vorliegt, ist es zu spät.“

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„Eine gewaltige Herausforderung für alle.“

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Diakonie: Auch Kinder- und Jugendhilfe gehört zur ‚kritischen Infrastruktur‘.

Nürnberg, 9. April 2020 Auf die Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe angesichts der COVID-19-Herausforderung hat jetzt die Diakonie Bayern hingewiesen. „Neben der Pflege gehört dieses Arbeitsfeld zu jenen, die am stärksten von der Krise betroffen sind.“, so Sandra Schuhmann, Fachvorständin der Diakonie Bayern. „Allein die Schulschließungen haben die Einrichtungen in den letzten Wochen vor gewaltige Herausforderungen gestellt“. Auch die Ausgangsbeschränkung trifft die Kinder und Jugendlichen, die in Einrichtungen der Diakonie Bayern leben.

 

Erschwerend hinzu kommen der Diakonie zufolge auch die eingeschränkten Kontaktmöglichkeiten zu den Eltern. „Wochenendheimfahrten sind kaum noch möglich. Was sinnvoll ist, um das Ansteckungsrisiko zu vermeiden, stellt für die Kinder eine große Belastung dar.“ Technische Alternativen wie Telefon- und Videokonferenzen seien hier nur eine geringe Hilfe.

 

Ähnlich wie die Altenhilfe hätten Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Schutzmaterialien. „Bis vor wenigen Tagen waren Jugendhilfeeinrichtungen bei der Zuteilung überhaupt nicht vorgesehen.“ Allerdings sei es aus pädagogischen Gründen teilweile auch gar nicht möglich, beispielsweise Ganzkörperschutzanzüge zu tragen. In der Folge werden laut Schuhmann mittlerweile ganze Gruppen unter Quarantäne gestellt. „Wir können den Mitarbeitenden nur dafür danken, mit welcher Flexibilität sie auf die Krise reagieren. Das Engagement der Mitarbeitenden wird hier gerade auf eine große Probe gestellt.“ Zudem hätte eine Quarantäne auch massive Folgen für verschiedene Fachdienste, die in Einzelstunden mit Kindern und Jugendlichen arbeiten.

 

Neben den Folgen für die Mitarbeitenden sowie für die Kinder und Jugendlichen hat COVID-19 Schuhmann zufolge auch wirtschaftliche Konsequenzen für die Einrichtungen: „Wenn Kinder und Jugendliche nicht zur Schule gehen können, bedeutet dies einen erhöhten Betreuungsaufwand, der durch die Kostenträger refinanziert werden muss.“ Dies gelte beispielsweise für den Fall, wenn Mitarbeitende aus anderen Arbeitsbereichen hinzugezogen werden müssten. Die Frage nach Finanzierung von Leistungen stellt sich Schuhmann zufolge auch bei den ambulanten Diensten der Kinder- und Jugendhilfe. „Unsere Mitarbeitenden entwickeln – oft in Absprache mit den Jugendämtern – alternative Formen der Unterstützung für Familien, etwa in Form von Videosprechstunden oder Chats“. Erfreulicherweise würden diese auch von den Kostenträgern als solche anerkannt. „Wo Leistungen aufgrund der aktuellen Situation nicht erbracht werden können, muss dennoch eine Finanzierung sichergestellt sein – etwa durch einen Ausgleichsbeitrag.“

 

Die Kinder- und Jugendhilfe, so Schuhmann abschließend, zähle ebenfalls zur sogenannten „kritischen Infrastruktur“. Im Interesse der Träger, mehr noch aber im Interesse der betreuten Familien, Kinder und Jugendlichen müsse alles getan werden, um diese Angebote gut durch die Krise zu bringen. „Der Applaus, der den Mitarbeitenden in Krankenhäusern und der Pflege immer wieder gespendet wird – die Kollegen und Kolleginnen in der Kinder- und Jugendhilfe haben ihn auf jeden Fall auch verdient.

 

Unter dem Dach der bayerischen Diakonie finden sich ca. 50 Träger der Kinder- und Jugendhilfe mit rund 3.300 Mitarbeitenden im pädagogischen und therapeutischen Dienst. Dazu gehören über 400 stationäre Wohngruppen in Einrichtungen (Heimen, Familienwohnformen, Internaten, Mutter-/Vater-Kind-Einrichtungen) mit ca. 3.400 sozial- und heilpädagogischen und therapeutischen Plätzen sowie etwa 120 teilstationäre Gruppen, insbesondere in heilpädagogischen Tagesstätten, mit rund 1.100 Plätzen.

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„Entschlossenheit ist gut – Hektik aber führt zu Pannen.“

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Diakonie Bayern zu Corona-Maßnahmen der bayerischen Staatsregierung

Nürnberg, 8. April 2020 „Die bayerische Staatsregierung hat in den vergangenen Wochen schnell und entschlossen auf die Corona-Krise reagiert – manchmal wäre etwas weniger Hektik jedoch zielführender.“ So reagiert die Diakonie in Bayern auf die verschiedenen Maßnahmen, die in den letzten Tagen für Anbieter sozialer Dienste angekündigt bzw. umgesetzt wurden. „Aufnahmestopp in der stationären Pflege, kostenfreies Mittagessen, 500,- Euro Bonus – für sich genommen ist das alles sinnvoll. Nicht nur wir brauchen aber auch die Zeit und die Sicherheit für die Umsetzung“, so der Präsident der Diakonie Bayern, Michael Bammessel, heute in Nürnberg.

So sei der Aufnahmestopp für Einrichtungen der stationären Altenhilfe zwar bereits am Mittwoch vergangene Woche in einer Pressekonferenz angekündigt worden. „Die Anordnung, wie er umzusetzen ist, erreichte uns dann am Freitag - abends um 19.15 Uhr. In Kraft trat sie schließlich wenige Stunden später.“ Für die Umsetzung einer solch einschneidenden Maßnahme benötigten die Diakonie und ihre über 200 Einrichtungen der stationären Altenhilfe deutlich mehr Zeit. „Wir können unsere Einrichtungen nicht von jetzt auf gleich einfach zusperren, ohne zu wissen, wie wir mit Aufnahmeanträgen umgehen sollen.“

Mit Entsetzen habe die Diakonie jetzt feststellen müssen, dass der verordnete Aufnahmestopp auch Tage später noch nicht allen nachgeordneten Behörden bekannt sei. Auch die vom Ministerium für Gesundheit und Pflege angekündigte Task-Force, die Einrichtungen der Altenhilfe unterstützen solle, sei offensichtlich noch nicht installiert. „Die Staatsregierung muss sicherstellen, dass die angeordneten Maßnahmen nicht nur umgesetzt, sondern auch allen Beteiligten bekannt sind. Und damit meine ich nicht nur die Träger der Einrichtungen“

Auch das von der Staatsregierung initiierte kostenfreie Mittagessen für Mitarbeitende in der Pflege und der Behindertenhilfe ab dem 1. April sei zwar ein gutes Signal. „Es ist aber nach wie vor völlig unklar, wie ein solches Mittagessen etwa steuerlich zu bewerten ist. Diese Frage mag angesichts der Bedrohung durch Corona bürokratisch klingen.“ Aus Sicht der Finanzämter handele es sich bei einer solchen Leistung jedoch um einen geldwerten Vorteil, der zu versteuern ist. „Ich hoffe nicht, dass eine gute Idee der Staatsregierung am Ende durch das Finanzministerium wieder ad absurdum geführt wird und unsere Mitarbeitenden indirekt zur Kasse gebeten werden“, sagte Bammessel.

Generell, so der Diakoniepräsident, wolle die Diakonie die Maßnahmen der Staatsregierung jedoch weder ausbremsen noch geringschätzen. „Im Gegenteil – wir freuen uns, dass die außergewöhnliche Leistung, die unsere Mitarbeitenden in dieser Situation erbringen, auf diese Weise auch anerkannt werden soll.“ Er wünsche sich jedoch manchmal etwas mehr Gelassenheit und auch die Rücksprache mit den Trägern bzw. ihren Verbänden. „Nur so kann aus guten Ideen auch ein Erfolg werden.“

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Sie spenden. Wir verdoppeln.

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Soforthilfe Corona für Menschen in Notlagen – in Bayern und in den Partnerkirchen weltweit

Landeskirche und Diakonie rufen auf zu Spenden für Menschen in Notlagen, die Hilfe brauchen in der Corona-Krise. Es geht um Hilfe in Bayern, aber auch in den weltweiten Partnerkirchen der bayerischen Landeskirche. Jeder gespendete Euro wird von der bayerischen Landeskirche verdoppelt.

 

Kirche und Diakonie helfen in Bayern:
In Bayern geschieht bereits viel, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Aber die Maßnahmen führen auch dazu, dass Einrichtungen, auf die viele Menschen gerade jetzt angewiesen sind, geschlossen werden müssen: Tafeln, Mittagstische, offene Treffs, Kleiderkammern, Sozialkaufhäuser, Beratungsstellen oder die Bahnhofsmissionen mussten vorübergehend ausgesetzt werden. Gleichzeitig fallen für Familien Unterstützungen wie Schulessen und Tagesbetreuungen weg. Angebote, die für besonders von Armut betroffene Menschen und Familien gerade jetzt wichtig sind, werden von Kirche und Diakonie in Bayern darum in anderen Formen weitergeführt – etwa in Form von Einkaufs- und Nachbarschaftshilfen, durch Telefonberatung, Food Trucks und andere. Damit weitergeholfen werden kann, bitten Kirche und Diakonie um Spenden.

 

Spendenkonto:

Diakonisches Werk Bayern 
DE20 5206 0410 0005 2222 22

Stichwort: Soforthilfe Corona

Weitere Informationen unter:

www.diakonie-bayern.de

www.bayern-evangelisch.de

 

Hilfe für Menschen in den Partnerkirchen - Ein Zeichen der weltweiten Solidarität

Seit das Corona-Virus auch in den Partnerkirchen grassiert, wird die ohnehin schon herausfordernde Lage im Gesundheits- und Sozialsystem dort auf eine harte Probe gestellt. Hilferufe erreichen das Partnerschaftszentrum Mission EineWelt in Neuendettelsau aus Liberia, Papua-Neuguinea, El Salvador. Auch in Brasilien, Kenia sowie im Kongo wird Unterstützung benötigt, hier gibt es schon Corona-Tote. Direktor Hans Hoerschelmann: „Im Kampf gegen das Virus müssen wir zusammenhalten“. Durch die Krise hat sich vielerorts auch die soziale und wirtschaftliche Lage extrem verschärft und führt zu großer Not. Viele Menschen erwirtschaften kein Einkommen mehr. Die Partnerkirchen berichten, so Hoerschelmann, dass zahlreiche Familien sich keine Lebensmittel, Miete und Medikamente mehr leisten können. Zusätzlich sind durch die Krise die Preise gestiegen, so dass die Not besonders für arme Familien noch größer geworden ist.

 

Es muss schnell gehandelt werden. Deshalb hat Mission EineWelt einen Nothilfefonds aufgelegt. Hieraus können kurzfristig und koordiniert dringend benötigte Gelder weitergeleitet werden. Hans Hoerschelmann: „Seit Jahrzehnten stärken wir gemeinsam die Arbeit in vielen Partnerkirchen – das werden wir auch weiterhin tun.“

 

Spendenkonto:

Mission EineWelt
DE56 5206 0410 0101 0111 11

GENODEF1EK1
Evangelische Bank

Stichwort: Corona-Hilfsfonds 1410160

Weitere Informationen unter:

https://mission-einewelt.de

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Trotz Corona

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Angebote der Diakonie bei drohender und akuter Wohnungslosigkeit bestehen weiterhin

Nürnberg, 6. April 2020 Trotz Corona: Die Angebote der Diakonie stehen wohnungslosen und von Wohnungslosigkeit bedrohten Menschen in existentiellen Notlagen weiterhin zur Verfügung. Darauf hat jetzt der Fachverband Evangelische Wohnungsnotfallhilfe und Straffälligenhilfe (FEWS) der Diakonie Bayern hingewiesen. Angesichts der dramatischen Situation seien derzeit flächendeckend Unterstützungsangebote bei drohender und akuter Wohnungslosigkeit Pressewichtiger denn je.

 

„Wohnungslose Menschen sind von den aktuellen Einschränkungen durch das Coronavirus in besonderem Maß betroffen. Die diakonische Wohnungsnotfallhilfe versucht alles, um die Angebote weiterhin aufrechtzuerhalten und Hilfen für Menschen, die vom Wohnungsverlust bedroht oder bereits wohnungslos sind, zu leisten“, so Andreas Kurz, Vorsitzender des FEWS. „Die Dienste und Einrichtungen der Diakonie sind weiterhin geöffnet“, müssten aber natürlich alle Hygieneschutzmaßnahmen und Allgemeinverfügungen beachten. „Veränderung gibt es in der Kontaktform und der Kontaktfrequenz.“ Wie andere Beratungsangebote der Diakonie, so habe die Wohnungsnotfallhilfe auf Beratung per Telefon und Email umgestellt - soweit dies unter den gegebenen Möglichkeiten bei Hilfe Suchenden möglich sei.

 

Kurz betont, dass sowohl die Mitarbeitenden als auch wohnungslose oder von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen gleichermaßen zu schützen seien. „Wohnungslose Menschen, die oft auch Vorerkrankungen haben, können nicht einfach „nach hause“, um dort Schutz zu finden. Sie sind auf Tagesaufenthalte angewiesen, die derzeit weiterhin unter Hygieneschutzmaßnahmen und personellen Einschränkungen ihre konkreten Hilfen anbieten.“ In Notunterkünften können sich Menschen nun auch tagsüber aufhalten und stationäre Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe nehmen weiterhin Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten auf.

 

Mittlerweile erhalten auch die Fachstellen zur Verhinderung von Wohnungslosigkeit der Diakonie in Bayern verstärkt Anfragen, von Menschen, die von Wohnungslosigkeit bedroht oder betroffen sind. Heidi Ott, die Fachreferentin im Diakonischen Werk Bayern sagt: „Viele sind durch die unsichere Situation wie z. B. finanziellen Notlage, Kurzarbeit, Kündigung von Arbeitsverhältnissen extrem beunruhigt und auf eine professionelle Beratung angewiesen. Die Angst, die Miete nicht mehr begleichen zu können, hat in kurzer Zeit extrem zugenommen.“ Ott wies darauf hin, dass auch nach den Regelungen des Corona-Schutzschirms Kündigungen und Räumungen, die direkt auf Einkommenseinbußen aufgrund der Pandemie zurückzuführen sind, lediglich für drei Monate ausgeschlossen seien. Ott: „Dieser Zeitraum ist viel zu kurz. Zudem finden Mietschulden, die bereits im März entstanden sind, keine Beachtung.“

 

Erfreulich sei, dass Kommunen in manchen bayerischen Regionen wie z. B. in Nürnberg zusätzlich Unterkünfte mit Einzelzimmern anmieten und obdachlosen Menschen zur Verfügung stellen: „Dieses Beispiel sollte Schule machen.“

 

Menschen, denen der Wohnungsverlust unmittelbar droht, empfiehlt der Fachverband Kontakt zu Fachstellen zur Verhinderung von Wohnungslosigkeit aufzunehmen. „Wir müssen weiterhin präventive Angebote, wie etwa die Fachstellen zur Verhinderung von Wohnungslosigkeit und die Beratung in Notunterkünften flächendeckend in Bayern ausbauen. Die von der Staatsregierung bereitgestellten Mittel im Aktionsplan „Hilfe für Obdachlose“ werden auch in Zukunft dringend benötigt, so Andreas Kurz.

 

Der Fachverband Evangelisch Wohnungsnotfallhilfe und Straffälligenhilfe (FEWS) ist ein Zusammenschluss von Trägern der Wohnungsnotfallhilfe und Straffälligenhilfe der Diakonie in Bayern. Er greift sozialpolitische Themen und spezifische Fragen bei der Hilfe für akut wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen sowie straffällige Menschen auf. Die bayerische Diakonie bietet über 100 Angebote in verschiedenen Einrichtungen für Menschen, die von Wohnungslosigkeit unmittelbar bedroht oder aktuell betroffen sind.

 

Für Rückfragen stehen Ihnen die Fachreferentin der Diakonie in Bayern, Heidi Ott (Tel. 0911 93 54 439) und der Erste Vorsitzende des Fachverbandes Evangelische Wohnungsnotfallhilfe und Straffälligenhilfe, Andreas Kurz, (Tel. 08861 219-4400) zur Verfügung.

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Corona: Humanitäre Hilfe verstärken

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Diakonie Katastrophenhilfe ruft zu Spenden auf

Berlin, 03.04.2020. Durch die Corona-Krise wird sich die Situation der Menschen in Krisenregionen weiter verschlechtern. Sie werden die Krankheit selbst, aber auch wirtschaftliche, soziale und politische Auswirkungen der globalen Krise massiv zu spüren bekommen. Die Diakonie Katastrophenhilfe warnt davor, die Lage zu unterschätzen. Gesundheitssysteme in vielen ärmeren Ländern sind nicht dazu in der Lage, mit einer großen Zahl von Corona-Patienten umzugehen. „Besonders zuspitzen wird sich die Lage in Ländern wie Syrien, wo die Kriegsparteien in den vergangenen Jahren gezielt die medizinische Infrastruktur zerstört haben“, sagt Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin der Diakonie Katastrophenhilfe. „Für unsere Arbeit in Krisengebieten brauchen wir gerade jetzt finanzielle Unterstützung.“

 

Die Gesundheitssysteme in Syrien, aber auch im Jemen oder in Venezuela, sind schon ohne die Gefahr durch Corona kaum existent oder nicht leistungsfähig. Selbst verhältnismäßig gut zu behandelnde Krankheiten verlaufen häufig tödlich. „Wenn die ohnehin wenigen und überlasteten Krankenhäuser nun mit vielen Corona-Fällen konfrontiert sind, können andere Krankheiten gar nicht mehr behandelt und Geburtshilfe nicht mehr geleistet werden“, sagt Füllkrug-Weitzel. „Und wir befürchten, dass viele Menschen in Krisen- und Konfliktgebieten nicht nur an COVID-19, sondern auch an den indirekten Folgen durch die Bewegungseinschränkungen leiden müssen.“ Hierzu zählt etwa Hunger, weil Einkommensmöglichkeiten wegbrechen und Felder wegen Ausgangssperren brachliegen.

 

„Die Politik ist jetzt gefordert und muss zusätzliche Mittel für Hilfsorganisationen bereitstellen. Die humanitären Krisen, die schon vor der Corona-Pandemie Millionen Menschen bedroht haben, sind nicht einfach verschwunden, sondern können sich in den kommenden Monaten teilweise massiv zuspitzen. Daher reicht es nicht aus, wenn Gelder einfach umgeschichtet werden“, fordert Füllkrug-Weitzel. Gerade jetzt sei es wichtig, internationale Solidarität zu leben. „Wir bitten auch die Menschen hierzulande, all jene nicht zu vergessen, die schon vor der Corona-Krise in großer Not waren und rufen zu Spenden für unsere Arbeit auf.“

 

Im intensiven Austausch mit ihren lokalen Partnerorganisationen hat die Diakonie Katastrophenhilfe bereits Hilfsprojekte an die aktuelle Situation angepasst und wird dies in den kommenden Tagen weiter vorantreiben. „Gerade in Zeiten von Reisebeschränkungen, die auch Hilfsorganisationen treffen, zeigt sich, dass humanitäre Hilfe ohne unsere lokalen Partner undenkbar ist“, sagt Martin Keßler, Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe. „Darauf müssen auch die staatlichen Geber reagieren und den lokalen Helfern einen besseren Zugang zu finanziellen Ressourcen ermöglichen.“

 

In den vergangenen Tagen wurden bereits Aufklärungskampagnen in verschiedenen Ländern gestartet, beispielsweise in Indien, Indonesien und Guatemala. In dem südamerikanischen Land schaltet der lokale Partner der Diakonie Katastrophenhilfe Radiospots, um die Menschen auf die Gefahr durch Corona und nötige Prävention hinzuweisen. Hygieneprojekte in der DR Kongo, die bis vor kurzem die Bevölkerung vor Ebola schützen sollten, werden nun gegen eine Ausbreitung des Corona-Virus eingesetzt.

 

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet dringend um Spenden

 

Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin,

Evangelische Bank,

IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02

BIC: GENODEF1EK1

Stichwort: Corona-Hilfe weltweit

Online unter: www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/

 

Caritas international, Freiburg,

Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe,

IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02

BIC: BFSWDE33KRL

Stichwort: Corona-Hilfe

Online unter: www.caritas-international.de

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Hilfe bei häuslicher Gewalt

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Informationen gebündelt.

Das Kontaktverbot durch die Corona-Krise bringt es mit sich, dass viele Menschen mehr Zeit miteinander in den eigenen vier Wänden verbringen. Die Auswirkungen von Isolation, die Minimierung sozialer Kontakte, finanzielle Sorgen und Existenzängste könnten zu einem Ansteigen häuslicher Gewalt führen. Das Bundesfamilienministerium, Frauennotrufe sowie Opfer- und Kinderschutzverbände befürchten eine starke Zunahme der Gewalt. Es besteht dringender Handlungsbedarf.

 

"Die Menschen befinden sich im Moment in existenziellen Nöten, sie haben Angst um ihre Gesundheit und ihren Job. Homeoffice und Kinderbetreuung kommen als Herausforderung dazu, belasten Familien und verursachen zudem Stress", so Christine Falk vom Amt für Gemeindedienst. "Viele kommen an ihre Grenze, das kann Aggression fördern und auch zu häuslicher Gewalt führen".

 

Berichte aus den EU-Mitgliedsstaaten und Rückmeldungen aus den Frauenhäusern lassen darauf schließen, dass Kinder und Frauen derzeit in ihrem Zuhause einem höheren Gewaltrisiko ausgesetzt sind als vor dem Ausbruch der Pandemie. "In Frankreich sind die polizeilichen Einsätze im Bereich häuslicher Gewalt in der ersten Woche nach der Ausgangssperre in die Höhe geschnellt und auf über 30 Prozent angestiegen", so Dr. Andrea König vom Amt für Gemeindedienst. "Das lässt Schlimmes befürchten, denn wir wissen, dass schon vor Corona die Zahlen hoch waren. Nach sog. Dunkelfeldstudien ist jede dritte Frau in Deutschland mindestens einmal im Leben von Gewalt betroffen. Statistisch gesehen sind das mehr als 12 Millionen Frauen."

 

Im Amt für Gemeindedienst der ELKB wurde ein Flyer erstellt, der eine Zusammenstellung von Hilfsnotrufnummern enthält. Neben bundesweiten Nummern sind auch bayernweite, regionale und kirchliche Hilfenummern gelistet. Der Flyer kann über die Homepage des Amtes für Gemeindedienst abgerufen werden. Dabei wird aufgerufen, den Flyer digital und analog zu verteilen und auszulegen. Wichtige Orte sind dafür die meist offenen evangelischen Kirchen in Bayern, sowie Supermärkte, Bäckereien oder Apotheken. Alle können mithelfen und dabei auch die Menschen in der Umgebung nicht aus den Augen verlieren. "Denken Sie fürsorglich und suchen Sie auch bei Verdacht professionelle Hilfe auf", so die Devise. 

 

Angesichts einer möglichen Verlängerung der Ausgangssperre ist über weitere Maßnahmen dringend nachzudenken. Frauenhäuser und Beratungsstellung brauchen Unterstützung. Aber auch Hilfetelefone reichen möglicherweise nicht aus. "Telefonieren kann im Haus zu einem Problem werden", so König. "Frankreich bietet daher nun eine Direkthilfe in Apotheken an. Wer nach einer Maske Nummer 19 fragt, für den wird die Polizei gerufen. Das wäre eine Maßnahme, die auch hierzulande denkbar wäre."

 

Auch die Diakonie Bayern sieht die derzeitige Situation als große Herausforderung in Bezug auf die Thematik häusliche Gewalt. Gemeinsam mit der Freien Wohlfahrtspflege Bayern – Fachbereich Frauen und der Koordinierungsstelle gegen häusliche und sexualisierte Gewalt wird deshalb gerade ein erstes Lagebild der aktuellen Situation in den Frauenhäusern und Notrufen/Fachberatungsstellen für von häuslicher Gewalt betroffene Frauen in Bayern erfasst, um daraus resultierende Bedarfe zu ermitteln und Handlungsmöglichkeiten zu erarbeiten. 

 

Die wichtigsten Telefonnummern für Betroffene finden Sie hier.

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100 Euro Soforthilfe für Grundsicherungsempfänger

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Initiative fordert Corona-Zuschlag für Arme.

Nürnberg/München, 2. April 2020 Kirchlich-gewerkschaftliches Bündnis „Rechte statt Reste!“ startet angesichts des Shutdowns der Tafeln eine Online-Petition. Gefordert sind 100 Euro Soforthilfe für jeden Empfänger von Grundsicherung.

 

Die Bundesregierung stellt in diesen Tagen Milliardensummen zur Rettung von Unternehmen und Arbeitsplätzen zur Verfügung. Doch nicht nur die Wirtschaft erlebt einen Shutdown, auch die Infrastruktur für bedürftige Menschen wird von der Corona-Pandemie empfindlich getroffen. Besonders dramatisch wirkt sich die Schließung zahlloser Lebensmitteltafeln, Suppenküchen und Mittagstischen überall in Deutschland aus. Millionen Menschen, die am Existenzminimum leben, sind regelmäßig auf solche Lebensmittelspenden und kostenlose Mahlzeiten angewiesen. Diese Menschen dürfen nicht vergessen werden, auch für sie braucht es ein Rettungspaket.

 

Unter der Überschrift „Geschlossene Tafeln - wir fordern 100 Euro Soforthilfe für Arme in der Coronakrise!“ hat die kirchlich-gewerkschaftliche Initiative Rechte statt Reste nun auf change.org/CoronaZuschlag eine an die Bundesminister Hubertus Heil und Olaf Scholz gerichtete Online-Petition gestartet. Bis zum Ende der Coronakrise soll die Regierung bedürftigen Haushalten 100 Euro pro Person monatlich zusätzlich zur Grundsicherung auszahlen. Die Initiative versucht nun zunächst bis Ostern möglichst viele Unterstützer zu gewinnen.

 

„Rechte statt Reste“ ist ein bayerisches Bündnis aus acht kirchlichen und gewerkschaftlichen Organisationen, darunter ver.di, Diakonie und Caritas. Es tritt für eine Neuberechnung und Erhöhung der Grundsicherung in Deutschland ein.

Weitere Informationen finden Sie auch bei facebook unter

facebook.com/rechtestattreste

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„Wir wollen für alle Menschen da sein. Aber: Sozialwirtschaft ist auch Wirtschaft.“

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Die Diakonie Bayern und Corona

Nürnberg, 1. April 2020 Auch der zweitgrößte Wohlfahrtsverband in Bayern mit mehr als 3.500 Einrichtungen und mehr als 90.000 Mitarbeitenden ist durch die Corona-Krise herausgefordert. Viele Angebote können nicht mehr oder nicht in der gewohnten Form aufrechterhalten werden. Auch benötigen die diakonischen Einrichtungen dringend Schutzmaterialien. Trotz des Sozialschutzpaketes der Bundesregierung sei die Diakonie in Bayern auf zusätzliche finanzielle Hilfen angewiesen.

Um die Menschen in Bayern trotz Corona versorgen zu können, bemühe sich die Diakonie in vielen Fällen um kreative Lösungen. So sammelt die Diakonie in Kronach für Lebensmittelgutscheine, um die Schließung der dortigen Tafel zu kompensieren. Beratungsgespräche würden an vielen Orten per Telefon oder per Chat geführt. Diakoniepräsident Michael Bammessel: „Die Diakonie spürt die Folgen von Corona überall – auch in Bereichen, die nicht so im Focus der Öffentlichkeit stehen.“ Als Beispiel für eine der bislang wenig beachteten Folgen der Krise nannte er die Situation von Menschen in der Grundsicherung. „Krisen treffen oftmals jene am härtesten, die es ohnehin nicht so leicht haben.“ Die Bundesregierung habe zwar die Rahmenbedingungen für Hartz-IV-Neuanträge gelockert. „Menschen, die bereits jetzt von der Grundsicherung leben, profitieren davon aber kaum – sehen sich zum Teil aber erhöhten Kosten ausgesetzt, etwa wenn es um die technischen Voraussetzungen geht, an digitalen Angeboten der Schulen teilnehmen zu können.“ Die Diakonie schließe sich darum der Forderung anderer Verbände an, die Grundsicherung kurzfristig um 100 Euro für Erwachsene und 80 Euro für Kinder zu erhöhen.

Im Bereich der Altenhilfe sei auch die Diakonie vom Mangel an Schutzkleidung betroffen. Die Verteilung über die behördlichen Stellen funktioniere nicht so, dass der Schutz von Mitarbeitenden und Patienten bzw. Patientinnen in ausreichendem Maße gewährleistet werden könne, so Sandra Schuhmann, Fachvorständin im zweitgrößten bayerischen Wohlfahrtsverband. Sie berichtete unter anderem von einem diakonischen Träger, der täglich mit fünf Sozialstationen mehr als 1.200 Hausbesuche durchführt. „Pro Sozialstation wurden drei Liter Desinfektionsmittel und ein Schutzanzug ausgegeben. Das kann nicht funktionieren.“ Die Diakonie Bayern habe darum begonnen, selbst entsprechende Schutzmaterialien zu bestellen.

Kritik an der bayerischen Staatsregierung übte der zweite Vorstandsvorsitzende, Wolfgang Janowsky: „Der Freistaat hat zur Bewältigung der Krise bislang großartiges geleistet.  Allerdings haben wir seitens der bayerischen Staatsregierung viel über Schutzschirme für die Wirtschaft gehört.“ Die Sozialwirtschaft sei jedoch bislang mit keinem Wort erwähnt worden. Dabei beschäftige allein die Diakonie in Bayern über 90.000 Menschen und sei an vielen Orten einer der größten Arbeitgeber. Er forderte den Freistaat auf, von der Möglichkeit Gebrauch zu machen, das von der Bundesregierung beschlossene Sozialschutzpaket um weitere Leistungen zu ergänzen. „Das Sozialschutzpaket soll 75 Prozent der Einnahmeausfälle abdecken. Es ist zweifelhaft, ob dies ausreichen wird.“ Erschwerend komme hinzu, dass die Träger laut Gesetz erst in ihrem Bestand gefährdet sein müssten, ehe sie Zuschüsse nach dem Sozialschutzpaket beantragen könnten. „Wir hoffen, dass nicht nur die Menschen, für die wir da sind, wohlbehalten durch die Krise kommen, sondern auch die Diakonie selbst.“

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Rettungsschirm der Bundesregierung

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Freie Wohlfahrtspflege wird berücksichtigt.

Berlin, 23.03.2020 - Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege

(BAGFW) begrüßt den heutigen Beschluss des Bundeskabinetts, die Arbeit ihrer gemeinnützigen Träger unter den Schutz des Corona-Rettungsschirms zu nehmen. "Das sichert die Existenz unserer Angebote und Einrichtungen, aber vor allem nützt es den Millionen Menschen, denen wir täglich Hilfe leisten", sagt BAGFW- Präsidentin Gerda Hasselfeldt.

 

"Die rund zwei Millionen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Freien Wohlfahrtspflege sind das Rückgrat des Sozialstaats", unterstreicht Hasselfeldt. "Im Gesundheits- und Pflegebereich arbeiten sie unmittelbar im Kampf gegen das Corona-Virus. In anderen Feldern der sozialen Arbeit - etwa in der Arbeit mit wohnungslosen Menschen oder in Sozialberatungsstellen - stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor großen Herausforderungen, um für die Klienten und Klientinnen weiter erreichbar zu sein. Ihre soziale Arbeit wird dringend gebraucht und muss in der aktuellen Krise gesichert werden." Die Verbände der BAGFW bringen alle Kapazitäten ein, um mit aller Kraft bei der Bewältigung der Krise  zu helfen.

 

Durch den Schutzschirm, der noch in dieser Woche durch Bundestag und Bundesrat verabschiedet wird, ist eine Brücke gebaut und vieles positiv geregelt, um soziale Einrichtungen vor der Auflösung zu retten. Einen Bedarf zur Nachbesserung sieht die BAGFW u.a. noch im Bereich von Einrichtungen für Mutter- Kind-Kuren. An dieser Stelle müsse das Gesetz in der parlamentarischen Beratung noch ergänzt werden. Es ist eine vernünftige Lösung, bei der jetzt alle Partner von den Ländern bis zu den Leistungsträgern mitspielen müssen. Die gemeinnützigen Einrichtungen und Hilfeangebote sind auf besondere Unterstützung angewiesen, weil sie keine großen Rücklagen bilden dürfen und daher ihre Liquidität und wirtschaftliche Existenz stärker bedroht ist als bei vielen privatwirtschaftlichen Unternehmen. "Wir hoffen, dass wir damit die Infrastruktur des Sozialstaats für die Krise und darüber hinaus sichern können", sagt die BAGFW-Präsidentin.

 

In der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) sind die Arbeiterwohlfahrt, der Deutsche Caritasverband, der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband, das Deutsche Rote Kreuz, die Diakonie Deutschland und die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland zusammengeschlossen.

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