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Symbolbild: Pressearbeit der Diakonie Bayern

Diakonie in Bayern für die Presse

Die Medien sind wichtige Gesprächspartner für die Diakonie in Bayern, die sie kritisch und konstruktiv begleiten. Gleichzeitig ist die Diakonie im Freistaat eine wichtige Ansprechpartnerin, wenn es um fundierte sozialpolitische Positionen, aber auch um Ansprechpartner und -partnerinnen in den Einrichtungen und Diensten geht.

Die Pressestelle des Landesverbandes steht den Mitarbeitenden der Medien darum jederzeit für Anfragen zur Verfügung.

Meldungen 2019

Ganztagsbetreuung ist keine billige Aufbewahrungslösung.

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Evangelische Jugendsozialarbeit legt Qualitätskriterien für Ganztagsangebote vor

Nürnberg/München 10.4.2019 Die Bedarfe von Kindern nach tragfähigen Beziehungen, angemessener Förderung und ganzheitlicher Betreuung müssen im Mittelpunkt stehen, wenn es um die Entwicklung von Ganztagsangeboten geht. Wie dies konkret aussehen kann, beschreibt die Evangelische Jugendsozialarbeit (ejsa) jetzt in ihren „Qualitätsbausteinen für Ganztagsangebote in Schulen“.

 

„Wir brauchen gut ausgebildete und genügend Fachkräfte sowie ein passendes Raumangebot, um Kinder gut betreuen zu können.“. Ebenso wichtig sei ausreichend Zeit für die Mitarbeitenden, sich um die Kinder zu kümmern, fordert Klaus Umbach, Geschäftsführer der ejsa Bayern e.V. bei der Vorstellung der Qualitätsbausteine. Grundsätzlich gelte: „Es kommt darauf an, die Bedarfe der Kinder in den Mittelpunkt zu stellen und von dort aus ein gutes Angebot zu konzipieren, das in Kooperation mit Schule und Eltern dazu geeignet ist, Kindern ein gutes und gelingendes Aufwachsen zu ermöglichen.“ Es reiche nicht aus, sich allein der „technischen Realisierung von Betreuungszeit am Nachmittag“ zu widmen. Denn bei der Ganztagsbetreuung gehe es um mehr: die Wünsche der Kinder nach geeigneten Räumen, sich abwechselnde Phasen von Freiraum, Förderung und Anleitung, Versorgung und Betreuung müssen erkannt und berücksichtigt werden.

 

Deshalb sieht die ejsa Bayern bei Ganztagsangeboten an bayerischen Schulen erhebliche Weiterentwicklungsbedarfe: „Gute Ganztagsangebote können die Chancen junger Menschen erheblich verbessern, die sich in und mit Schule schwer tun oder auch durch Probleme in ihrem Umfeld belastet sind. Wo die Familie nicht ausreichend unterstützen kann, können gute Ganztagsangebote erheblich zum Ausgleich von Benachteiligungen beitragen. Aber qualitativ gut müssen sie sein und keine billige Aufbewahrungslösung! Sonst drohen Kindern eher Beeinträchtigung und weitere Benachteiligung. Das müssen wir in unserer Gesellschaft verhindern“.

 

Die „Qualitätsbausteine“ der EJSA werden ab sofort in die fachpolitischen Diskussionen um den Ausbau der Ganztagsbetreuung an Schulen eingebracht. Die Weiterentwicklungsbedarfe und die Forderungen, die daraus abgeleitet werden, sollen mit Fachleuten vor Ort, in den Regionen, vor allem aber auf Landes- und Bundesebene diskutiert werden. Die Broschüre ist als pdf auf der ejsa-homepage (www.ejsa-bayern.de) erhältlich. Sie kann auch als Broschüre bei der ejsa angefordert werden.

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Mittelmeer: Über 250 Organisationen fordern Angela Merkel zum Handeln auf.

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Offener Brief mit drei konkreten Forderungen aus der Zivilgesellschaft

Berlin/Frankfurt 3. April 2019 Angesichts des Sterbens auf dem Mittelmeer und der katastrophalen Lage in Libyen wenden sich mehr als 250 zivilgesellschaftliche Organisationen in einem offenen Brief an die Bundeskanzlerin. PRO ASYL, Ärzte ohne Grenzen, Amnesty International, Sea-Watch, Seebrücke, Diakonie, Caritas, Brot für die Welt, Misereor, der Deutsche Gewerkschaftsbund und die vielen weiteren unterzeichnenden Organisationen kritisieren: „Wir sind erschüttert angesichts der gegenwärtigen europäischen Politik, die immer stärker auf Abschottung und Abschreckung setzt – und dabei tausendfaches Sterben billigend in Kauf nimmt. Die Pflicht zur Seenotrettung ist Völkerrecht und das Recht auf Leben nicht verhandelbar.“

 

Eine völkerrechtsbasierte Seenotrettung auf dem Mittelmeer muss sichergestellt werden. Die EU hat sich verpflichtet, Schutzsuchenden Zugang zu einem fairen Asylverfahren zu gewähren. Es ist ein Skandal, dass zivile Helfer*innen kriminalisiert werden, die der unterlassenen Hilfeleistung der europäischen Staaten nicht weiter zusehen wollen. Das Bündnis, darunter Flüchtlings- und Menschenrechtsorganisationen, Seenotrettungsorganisationen, Wohlfahrtsverbände, Kirchen, Gewerkschaften und Jugendverbände, fordert eine Neuausrichtung der deutschen und europäischen Politik:

1. Notfallplan für Bootsflüchtlinge: Aufnahmebereite Mitgliedsstaaten müssen in einem geordneten Verfahren aus Seenot gerettete und in EU-Mittelmeeranrainerstaaten gestrandete Schutzsuchende solidarisch aufnehmen. Der Europäische Flüchtlingsrat hat dazu einen praktikablen Vorschlag ausgearbeitet, der im Rahmen des geltenden Europarechts sofort zur Anwendung kommen kann.

2. »Sichere Häfen« ermöglichen: Viele deutsche Städte und Kommunen haben sich bereiterklärt, Geflüchtete aufzunehmen. Für sie muss eine Möglichkeit geschaffen werden, freiwillig zusätzliche Schutzsuchende aufzunehmen.

3. Keine Rückführung nach Libyen: Nach Libyen zurückgebrachte Flüchtlinge sind systematisch Folter, Versklavung und Gewalt ausgesetzt. Jede Unterstützung und Ausbildung der sogenannten libyschen Küstenwache muss eingestellt werden. Die EU und Deutschland müssen das Non-Refoulement-Gebot als zwingendes Völkerrecht achten und umsetzen.

Die aktuelle Politik muss beendet werden, denn sie bedroht nicht nur das Leben von Menschen, sie setzt auch unsere eigene Humanität und unsere Werte aufs Spiel.

 

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Tod und Verwüstung in Mosambik

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Diakonie Katastrophenhilfe und Mission EineWelt rufen zu Spenden auf

Mit schweren Regenfällen und Windgeschwindigkeiten von 170 km/h erreichte Zyklon Idai in der Nacht auf Freitag, 15. März, Mosambik. Der Sturm zog quer durchs Land bis nach Malawi und Zimbabwe, wo es ebenfalls zu schweren Zerstörungen kam. Vor allem die Hafenstadt Beira in Mosambik wurde heftig getroffen. Eine halbe Million Menschen sind ohne Stromversorgung. Bis dato gibt es nur einzelne Meldungen aus der Stadt. Die Straßen nach Beira sind unbefahrbar. Wegen anhaltender Regenfälle und Starkwinde können Hubschrauber kaum fliegen.

 

Tod und Verwüstung in Mosambik Laut UN sind rund 600.000 Menschen von den Auswirkungen des Sturms betroffen. Etwa 400.000 Menschen verloren ihr Zuhause. Der mosambikanische Präsident Filipe Nyusi rechnet mit mehr als 1.000 Toten. Wegen der Wetterbedingungen ist es höchst schwierig, einen Gesamtblick auf Schäden und Opfer im Land zu bekommen. Der Transport von Hilfsgütern in die am schlimmsten betroffenen Orte ist eine große Herausforderung. Die Diakonie Katastrophenhilfe wird sich mit 100.000 Euro an der Soforthilfe beteiligen. Zudem sind Hilfsprogramme für Nahrungsmittel an 50.000 Betroffene sowie Decken und Zelte für 25.000 Menschen vorgesehen.

Pfarrer Sikhathesihle Khumalo arbeitet mit Unterstützung von Mission EineWelt für die lutherische Kirche in Mosambik und wohnt in Beira. Er beschreibt die Situation: „Beira ist völlig isoliert. Die großen Brücken zur Stadt sind zerstört. Menschen sind am Verhungern, weil die Felder kurz vor der Ernte völlig unter Wasser stehen und wegen der gestörten Verkehrsverbindungen viel zu wenig Nahrungsmittel gebracht werden können. Es gibt keine Elektrizität. Kommunikation per Telefon oder auf anderen Wegen ist fast unmöglich. Viele Häuser sind schwer beschädigt. Die Leute wissen nicht, wo sie wohnen sollen. Weil überall in der Stadt Wasser steht, sterben Tag für Tag mehr Menschen. Das Provinzkrankenhaus ist überbelegt. Die Leichenhäuser sind voll. Menschen, die sterben, werden sofort bestattet, wobei die Gräber voller Wasser sind.“

Mission EineWelt und die Diakonie Katastrophenhilfe arbeiten im Rahmen der ACT-Alliance, dem Katastrophenhilfenetzwerk des Ökumenischen Rats der Kirchen, mit lokalen Partnern vor Ort zusammen.

 

Die Diakonie Katastrophenhilfe und Mission EineWelt bitten um Spenden

Mission EineWelt

Stichwort: Katastrophenhilfe südliches Afrika

IBAN: DE12 5206 0410 0001 0111 11

BIC: GENODEF1EK1 Evangelische Bank

oder online: http://www.mission-einewelt.de

 

Weitere Informationen:

Pfarrer Reinhard Hansen

africa(at)mission-einewelt(dot)de

Tel: 09874-9-1301

Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin

Stichwort:  Katastrophenhilfe südliches Afrika

IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02

BIC: GENODEF1EK1 Evangelische Bank

www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/

 

 

Fritz Blanz

blanz@diakonie-bayern.de

Tel.: 0911 / 9354-265

 

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Ein großartiger Arbeitsplatz!

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Diakonie Hasenbergl als einer der besten Arbeitgeber im

Bereich Gesundheit und Soziales ausgezeichnet

München, 19.3.2019 Die Diakonie Hasenbergl e.V. zählt zu den Gewinnern des diesjährigen Great Place to Work® Wettbewerbs „Beste Arbeitgeber Gesundheit und Soziales“. Innovativ, zukunftsorientiert und kulturbegeistert, so werden die attraktivsten Arbeitgeber  Deutschlands beschrieben. Zum ersten Mal wurde auch die Sozialexpertin im Münchner Norden ausgezeichnet - entsprechend stolz sind die Vorstände. „Wir freuen uns, dass es uns gelingt, für unsere Mitarbeitenden einen besonderen Arbeitsplatz zu schaffen. Sie alle leisten tolle Arbeit. Deshalb geben wir mit Stolz und Dank diese Auszeichnung an unsere Mitarbeitenden weiter“, freuen sich Evi Grundner und Gereon Kugler.

 

Dass ihr Arbeitsplatz in einer der 55 Einrichtungen der Diakonie Hasenbergl ein ganz besonderer ist, das wissen die mehr als 500 Mitarbeitenden der Diakonie im Münchner Norden schon lange.
Nun zählt die Sozialexpertin im Hasenbergl offiziell zu den besten Arbeitgebern Deutschlands im Bereich Gesundheit und Soziales.


Partizipation für eine offene Unternehmenskultur


Mehr als 500 Mitarbeitende in über 55 Einrichtungen arbeiten in der Diakonie Hasenbergl zusammen und setzen sich gemeinsam für die sozialen Belange der Bevölkerung ein. Neben den offenen Einrichtungen, die alle Menschen der jeweiligen Zielgruppe besuchen können, bietet die Diakonie Hasenbergl Menschen in und mit besonderen Lebenslagen Unterstützung, Hilfe zur Selbsthilfe und Entwicklungsmöglichkeiten an. Dass dies nur mit motivierten Mitarbeitenden gelingen kann, darüber sind sich die Vorstände im Klaren. Die Mitarbeitenden sollen stolz auf ihren Arbeitsplatz und die Zusammenarbeit mit ihren Kolleginnen und Kollegen sein. Auch in der Sozialbranche sind kompetente Mitarbeitende dringend gesucht; in der Diakonie Hasenbergl setz man deshalb auf Partizipation in allen Bereichen: „Alle unsere Mitarbeitenden haben die Möglichkeit, sich zu beteiligen, wenn wichtige Werte und Ziele erarbeitet und am Leben gehalten werden. Wir achten darauf, dass in jedem Arbeitskreis und Qualitätszirkel Mitarbeitende aus allen Hierarchieebenen und allen Bereichen beteiligt sind“, informiert Evi Grundner. Auch ein umfangreiches Leistungspaket soll die Wertschätzung den Mitarbeitenden gegenüber verdeutlichen: „Wir haben mit verschiedenen Leistungen wie attraktiven  Weiterbildungsangeboten, familienfreundlichen Arbeitszeiten, Altersvorsorgekonzepten und weiteren Maßnahmen ein Paket geschnürt, mit dem wir auf die Bedürfnisse unserer Mitarbeitenden so weit wie möglich eingehen“, fasst Gereon Kugler zusammen und ergänzt: „Wir legen Wert auf eine offene Kommunikation, egal ob Dinge gut laufen oder verbessert werden müssen. Das heißt natürlich auch, dass wir Kritikpunkte unserer Mitarbeitenden ernst nehmen“. Das Prinzip der offenen Tür zieht sich durch alle Ebenen, für den Konfliktfall stehen eigene Konfliktnavigatoren und Konfliktnavigatorinnen zur Verfügung, die vermittelnd eingeschaltet werden können. Natürlich kommt auch das Feiern als wichtiger Teil des zusammen.tuns nicht zu kurz: Advents- und Sommerfest sind feste Termine im Jahreskalender, dazu kommen Jubiläen, Einrichtungs- und Team-Events. Der fachliche Austausch ist in regelmäßigen Sitzungen und Arbeitskreisen gewährleistet. „Es herrscht eine außergewöhnliche positive Arbeitsatmosphäre. Es wird sehr viel gelacht, unabhängig von der Arbeitsbelastung. Feste werden gemeinsam gefeiert“, bestätigen auch die Mitarbeitenden in der Umfrage.


Das Vertrauen, das die Mitarbeitenden den Vorständen der Diakonie Hasenbergl entgegenbringen, ist groß. „Wir haben die Befragung aller unserer Mitarbeitenden im Rahmen des Wettbewerbs genutzt, um Schwachstellen bei den Arbeitsbedingungen abzuklopfen und zu schauen, wo wir uns noch verbessern können“, berichtet Evi Grundner.


Gemeinsame Werte schaffen Vertrauen

Beim aktuellen Great Place to Work-Wettbewerb wurde die Diakonie Hasenbergl in der Kategorie „Beste Arbeitgeber Gesundheit & Soziales 2019“ ausgezeichnet. 140 Gesundheits- und Sozialeinrichtungen, darunter Kliniken, Pflegeeinrichtungen, ambulante Versorger und soziale Dienste hatten sich der Prüfung durch das unabhängige Great Place to Work-Institut gestellt. In einer anonymen Mitarbeitendenbefragung wurden unter anderem Führung, Vertrauen in die Zusammenarbeit, Gesundheitsförderung oder die Work-Life-Balance geprüft. Ausgezeichnet wurden Unternehmen, die ihren Beschäftigten eine besonders mitarbeitendenfreundliche und vertrauensvolle Unternehmenskultur bieten. „Wir sind sehr stolz, dass sich unsere Mitarbeitenden mit der Diakonie Hasenbergl identifizieren“, erklärt Vorstand Gereon Kugler.

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Zuwanderungspolitik ist „teils ängstlich und restriktiv."

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Weitere Themen auf der Jahrespressekonferenz der Diakonie Bayern: Wohnungsnot und stationäre Pflege.

Nürnberg, 4. März 2019 Als „teils ängstlich und restriktiv“ hat der Präsident der Diakonie Bayern, Michael Bammessel, die deutsche Zuwanderungspolitik bezeichnet. Auf der heutigen Jahrespressekonferenz der Diakonie Bayern in Nürnberg sagte er: „Das geplante Fachkräfteeinwanderungsgesetz (FEG) enthält gute Ansätze – aber auch leider viele Hürden. Hier wünsche ich mir mehr Mut und weniger Halbherzigkeit.“

Das FEG, das sich momentan im parlamentarischen Verfahren befindet, soll eine verbindliche Regelung für die Zuwanderung in den bundesdeutschen Arbeitsmarkt ermöglichen. Damit werde, so Bammessel, auch eine alte Forderung der Diakonie und anderer Verbände aufgenommen. Er begrüße daher ausdrücklich, dass es zukünftig möglich sein solle, nicht nur EDV-Fachkräfte, sondern auch Pflegefachkräfte nach Deutschland zu holen. Die sollen zukünftig bereits zur Arbeitsplatzsuche nach Deutschland kommen können, und nicht erst dann, wenn sie bereits einen Vertrag in der Tasche haben. „Solche Lösungen brauchen wir dringend. Denn wir werden der Fachkräfte-Lücke, die wir bereits jetzt in der Pflege spüren, nur begegnen können, wenn wir aus dem Ausland in großer Zahl Pflegekräfte nach Deutschland holen.“

Das FEG hat nach Ansicht der Diakonie Bayern – trotz einiger positiver Ansätze – aber noch zu viele Hürden. So müssen Ausbildungsplatzsuchende Sprachkenntnisse, eine Hochschulzugangsberechtigung sowie die Sicherung ihres Lebensunterhaltes in Höhe des BAFÖG-Satzes nachweisen können. Gleichzeitig ist ihnen jedoch jegliche Erwerbstätigkeit, etwa um den Lebensunterhalt  zu finanzieren, untersagt. Bammessel: „Mit anderen Worten: Sie müssen zu Hause Deutsch gelernt haben, das Abitur oder einen vergleichbaren Abschluss und wohlhabende Eltern haben.“ Der vorliegende Gesetzentwurf sei an vielen Stellen noch von der Angst geprägt, die „Tür zu weit aufzumachen.“

Ähnlich bewertet Bammessel das „Gesetz über Duldung bei Ausbildung und Beschäftigung“, mit dem der Zugang zum Arbeits- und Beschäftigungsmarkt für Menschen mit einer Duldung geregelt werden soll. Auch hier müssen die Betroffenen hohe Hürden überwinden. Dazu zählen Sprachkenntnisse und eine geklärte Identität sowie eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung von mindestens 35 Stunden. „Wenn ein Mitarbeiter von uns nur mit 30 Stunden beschäftigt wird, weil er in der übrigen Zeit seine Sprachkenntnisse verbessen soll, hat er zukünftig keine Chance auf eine Beschäftigungsduldung mehr.“ Bammessel weiter: „Durch diese ängstliche und restriktive Politik wird die Integration vieler hier lebenden Menschen erschwert. Und wir schaden damit nicht nur diesen Menschen, sondern auch unserem Land.“

 

Um den Mangel an Wohnungen in Deutschland effektiv zu bekämpfen, fordert die Diakonie in Bayern die Einführung einer verbindlichen Förderquote für sozial geförderten Wohnraum. Wolfgang Janowsky, 2. Vorstand der Diakonie in Bayern, betonte in Nürnberg: „Damit kann kurzfristig Wohnraum auch für arme und sozial benachteiligte Menschen geschaffen werden.“ Zwar würden manche Kommunen – Janowsky nannte Nürnberg als Beispiel – bereits mit solchen Quoten arbeiten. Dies ist bislang in der Regel jedoch auf Grundstücke beschränkt, die sich im Eigentum der Gemeinde befinden. „Eine entsprechende Ausweisung im Bebauungsplan unterbleibt häufig, um Investoren nicht zu verschrecken.“

Janowsky zufolge könnten mit einer entsprechen Förderquote die Lasten des sozialen Wohnungsbaus auf mehrere Schultern verteilt werden: „Die Förderung übernimmt der Staat, die Kommune modifiziert die Bebauungspläne und die Investoren nehmen eine geringfügig niedrigeren Zins in Kauf.“ Mit den bisherigen Maßnahmen jedenfalls, davon ist Janowsky überzeugt, wird sich die Situation auf dem Wohnungsmarkt weder rasch noch nachhaltig verbessern lassen.

Negative Folgen für die Pflege im Freistaat können sich nach Ansicht von Sandra Schuhmann, Fachvorständin der Diakonie Bayern, aus dem Pflegestärkungsgesetz 2 (PSG II) und dem darin vorgesehenen bundeseinheitlichen Verfahren zur Personalbemessung in der stationären Altenpflege ergeben. Schuhmann: „Die Personalschlüssel in Bayern gehören zu den besten in Deutschland. Sollte die geplante Personalbemessung unter den Personalschlüsseln in Bayern liegen, wird das Pflegestärkungsgesetz für uns zum Bumerang.“ Denn, so die Befürchtung der Diakonie, die Kostenträger werden diese Personalbemessung als Obergrenze bei den Kostenverhandlungen nutzen. „Dies könnte zur Folge haben, dass unsere Personalschlüssel, die zwar besser als in anderen Bundesländern, aber noch lange nicht optimal ist, nicht mehr zu finanzieren sind.“ Damit würde das Pflegestärkungsgesetz im Freistaat keine Stärkung der Pflege, sondern das genaue Gegenteil erreichen.

 

Das Verfahren zur Personalbemessung wird noch bis 30. Juni 2020 von der Universität Bremen entwickelt. Es soll wissenschaftlich valide Daten darüber liefen, wie hoch die Personalausstattung in der Pflege mindestens sein muss. Da die Personalschlüssel in der stationären Altenhilfe jeweils in den Bundesländern geregelt wird, kommt es hier zu großen regionalen Unterschieden. So pflegt – statistisch gesehen – eine Pflegekraft in Brandenburg 30 Prozent mehr Bewohner und Bewohnerinnen als der Kollege bzw. die Kollegin in Bayern.

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Freiwillig. Für andere. Und für uns

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Frühjahrssammlung der Diakonie in Bayern startet am 25. Februar

Nürnberg, 20.02.2019 Ab kommendem Montag ist es wieder soweit: In ganz Bayern werden Menschen für die Diakonie in Bayern sammeln. Unter dem Motto „Freiwillig. Für andere. Und für uns“ bittet der zweitgrößte Wohlfahrtsverband im Freistaat um Spenden für seine verschiedenen Arbeitsfelder. Besonders im Focus stehen heuer die verschiedenen Angebote für Freiwillige.

 

Schon 1954 entstand in Bayern unter dem Motto „Gib ein Jahr“  die Idee eines Freiwilligenjahres, von dem junge Menschen ebenso profitieren sollten, wie die gesamte Gesellschaft. Und als im Jahr 2011 die Wehrpflicht – und damit auch der Zivildienst – ausgesetzt wurde, trat an diese Stelle der Bundesfreiwilligendienst (BFD). Hinter den Erfolgsmodellen Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) und BFD verbergen sich jetzt unendlich viele Möglichkeiten, sich für einige Zeit freiwillig zu engagieren, Erfahrungen zu sammeln, den Blick zu weiten – und sich so vielleicht eine neue Perspektive zu eröffnen.

 

Denn anderen Zeit zu schenken und sich dabei auch Zeit für sich selbst zu nehmen, hilft bei der Frage, wo der eigene Lebensweg hinführen soll. Es hilft, die eigenen Stärken und Interessen besser kennenzulernen. Es kann auch bedeuten, einen gewissen Zeitraum sinnvoll zu überbrücken und zu nutzen, bevor z. B. die Ausbildung oder das Studium beginnt.

 

Von den Spenden für die Frühjahrssammlung werden darum Projekte mit Freiwilligen aus dem Ausland, die individuelle Begleitung von Freiwilligen mit besonderem Unterstützungsbedarf, die Freiwilligendienste mit Fluchtbezug sowie alle weiteren Angebote der Diakonie in Bayern profitieren.

Die Kontonummer lautet:

·         Diakonisches Werk Bayern e.V.,
Evangelische Bank eG
IBAN: DE20 5206 0410 0005 2222 22
BIC: GENODEF1EK1
Stichwort: Frühjahrssammlung 2019

Spenden sind auch telefonisch mit einem Anruf bei unserer Spendenhotline 0800 7005080 (gebührenfrei aus dem deutschen Festnetz) möglich.

Im vergangenen Jahr erbrachte die Frühjahrssammlung der Diakonie in Bayern mehr als 617.000 Euro; im Mittelpunkt standen die Angebote der Erziehungsberatung. Mehr über die Frühjahrssammlung, die Ergebnisse der vergangenen Jahre und über den diesjährigen Themenschwerpunkt finden Sie auch im Internet unter www. diakonie-bayern.de

Noch ein Terminhinweis zum Schluss:

Als Abschluss der diesjährigen Sammlungsaktion findet übrigens in der Nürnberger Kirche St. Jakob ein Gottesdienst mit Freiwilligen statt, der vom Bayerischen Fernsehen live übertragen wird - und zwar am Sonntag, den 3. März um 10.00 Uhr. Die Predigt hält der Präsident der Diakonie in Bayern, Michael Bammessel.

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Diakonie-Wettbewerb 2019

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Wir fördern ehrenamtliche Projekte für Kinder und Jugendliche

Nürnberg, 31. Januar 2019 #MeineDiakonie heißt das Jahresthema 2019/2020 der bayerischen Diakonie, und unter diesem Motto steht auch die neue Ausschreibung des Diakonie-Wettbewerbs. Gefördert werden sollen ehrenamtliche Projekte für Kinder und Jugendliche, bei denen die Ehrenamtlichen „mit Herzblut“ dabei sind und die Kinder und Jugendlichen, die sie betreuen, erleben und erfahren, dass sich #MeineDiakonie um sie kümmert und ihnen hilft.

 

Ab 1. Februar 2019 können sich alle Mitglieder der bayerischen Diakonie – z. B. diakonische Träger und Einrichtungen, Kirchengemeinden und Diakonievereine  – um einen der fünf Preise im Gesamtwert von 6.500 Euro bewerben. Es kommen ganz unterschiedliche Projekte für eine Bewerbung in Frage, beispielsweise Projekte des sozialen Lernens, Jugendgruppen in Kirchengemeinden, Bildungs- und  Kulturprojekte für Kinder und Jugendliche und vieles mehr. Der Einsendeschluss ist am 31. Mai 2019. Im Internet steht ein Formular für die Bewerbung zur Verfügung (www.diakonie-bayern.de/wettbewerb2019). Dort ist auch das Faltblatt zum Diakonie-Wettbewerb 2019 mit den genauen Teilnahmebedingungen zum Herunterladen eingestellt.

 

Die Preisverleihung wird im Rahmen der Messe ConSozial am 7. November 2019 im Nürnberger Messezentrum stattfinden. Die Preisträger werden in Form von Zeugenfilmen #MeineDiakonie vorgestellt.

 

Das Diakonische Werk Bayern bedankt sich bei den Sponsoren für die kontinuierliche Förderung des Wettbewerbs. Der 1. Preis in Höhe von 2.000 Euro wird vom Versicherer im Raum der Kirchen gespendet, der 2., mit 1.500 Euro dotierte Preis von der CURACON Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und der 3. reguläre Preis in Höhe von 1.000 Euro von der Evangelischen Bank. Zwei Sonderpreise in Höhe von jeweils 1.000 Euro stiftet die St. Gumbertus Stiftung Ansbach. Das evangelische Sonntagsblatt unterstützt die Ausschreibung des Diakonie-Wettbewerbs durch Berichterstattung.

 

Für Rückfragen und weitere Informationen steht Dr. Leonie Krüger, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit im Diakonischen Werk Bayern, gerne zur Verfügung (Tel.: 0911 93 54 207, email: krueger@diakonie-bayern.de).

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Joachim Kerstens „Spiegelneuronen“ im Diakonischen Werk Bayern

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Ausstellungseröffnung am 4. Februar

Nürnberg, 28.1.2019 „Spiegelneuronen“, das ist ein ungewöhnlicher Titel, den Joachim Kersten für seine Ausstellung gewählt hat. Dieser wissenschaftliche Begriff bezeichnet Nervenzellen, die im Gehirn eines Menschen beim Beobachten einer Tätigkeit den Reflex auslösen, diese zu simulieren. So erklärt sich das Phänomen, dass wir beispielsweise selbst traurig werden, wenn wir eine traurige Geschichte hören. Die Spiegelneuronen sind die biologische Grundlage für Empathie. Auf Empathie, auf dem Mit-Fühlen und Anteilnehmen an der Lebenssituation Anderer, beruht die soziale Arbeit der Diakonie.

 

Kunststipendium in die USA und lebte mehr als zwei Jahrzehnte lang teilweise in Deutschland, teilweise in Amerika. 1998 gründete er sein Atelier in Fort Worth, Texas. 2006 stellte Joachim Kersten seine Arbeiten im Rahmen eines Projektes der Städtepartnerschaft Nürnberg-Atlanta aus, 2008 war er mit einem Stipendium Gast an der Kunstmeile Krems in Österreich. Durch zahlreiche Ausstellungen ist der heute in Nürnberg lebende Maler in der regionalen Kunstszene gut bekannt.  

 

Zur Ausstellungseröffnung

 

am Montag 4. Februar um 9.00 Uhr

im Foyer der Geschäftsstelle des Diakonischen Werkes Bayern,

Pirckheimerstraße 6

90408 in Nürnberg

 

laden wir herzlich ein.

 

Michael Bammessel, Präsident der Diakonie Bayern, wird die Ausstellung eröffnen. Gemeinsam mit Joachim Kersten findet anschließend eine Betrachtung der Bilder statt. Für Medienvertreter/-innen besteht Gelegenheit für Fotos und Interviews.

 

Die Ausstellung „Spiegelneuronen“ wird vom 4. Februar bis 7. März 2019 im Foyer und im Konferenzraum K 3 der Geschäftsstelle des Diakonischen Werkes Bayern zu sehen sein.

 

Die Öffnungszeiten der Ausstellung sind: Mo-Fr 9-12 Uhr und Mo-Do 13.30 bis 16 Uhr. Am Wochenende ist die Geschäftsstelle des Diakonischen Werkes Bayern geschlossen. Besucherinnen und Besucher werden gebeten, sich an der Pforte zu melden.

 

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung (Dr. Leonie Krüger, Diakonisches Werk Bayern, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit, Tel.: 0911 9354-207, krueger(at)diakonie-bayern(dot)de

 

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Wieder viele ehrenamtliche Gastgeber

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Vorbereitungen für Vesperkirche 2019 in Schweinfurt

Schweinfurt/Nürnberg, 10. Januar 2019 Bereits zum fünften Mal in Folge öffnet die Vesperkirche Schweinfurt St. Johannis vom 20. Januar bis zum 10. Februar 2019 ihre Türen. In Baden-Württemberg sind es inzwischen 33 sich beteiligende Kirchen, drei in Bayern und neuerdings veranstalten auch Kirchengemeinden in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen eine Vesperkirche. Es werden sich in der kalten Jahreszeit wieder Menschen unterschiedlicher Herkunft und sozialer Stellung mittags an einem außergewöhnlichen Ort zum gemeinsamen Essen, Reden und Gedankenaustausch treffen – in der St. Johanniskirche mitten in Schweinfurt.

Bei der Vesperkirche Schweinfurt ist jede und jeder willkommen, ob als Gast oder als Gastgeber/in. Man kann sich an einem oder mehreren Tagen entsprechend seinen Fähigkeiten und Kräften engagieren oder einfach mal bedienen lassen und den Kirchenraum genießen.

Veranstalter sind auch in diesem Jahr wieder die Kirchengemeinde St. Johannis Schweinfurt und das Diakonische Werk Schweinfurt, vertreten durch Dekan Oliver Bruckmann und Pfarrer Jochen Keßler-Rosa.
Das Vorbereitungsteam unter der Leitung von Diakon Norbert Holzheid freut sich über aktuell 175 zur Mitarbeit angemeldete Gastgeberinnen und Gastgeber. Diese zeigen zumeist jeweils an vielen Tagen ihr ehrenamtliches Engagement und bringen zum Teil sogar Urlaubstage ein. Hinzu kommen Klassen des Schweinfurter Celtis-Gymnasiums, der Sattler-Realschule und erneut eine Schulklasse aus Günzberg.

Die Vesperkirche braucht Unterstützung für die vielen Menschen, die wenig haben. Hier wirkt Engagement ganz direkt, unmittelbar, praktisch und gerecht – es ist angelegt für „Leib und Seele“. Gesucht werden derzeit noch weitere Kuchenspenden. Informationen und Anmeldungen bitte über das „Kuchenhandy“ unter der Nummer 0176 72913539. Wichtig sind aber auch Geldspenden, denn insgesamt wird mit einem Aufwand von rund 60.000 Euro gerechnet.

Zusätzlich sind für jeden der 22 Vesperkirchentage verschiedene soziale Beratungs- und Informationsangebote vorgesehen, ebenso werden konkrete Hilfen wie Blutdruckmessen, Fußpflege und anderes mehr im Wechsel für Bedürftige angeboten.

Während der Vesperkirchenzeit wird es wieder jeden Donnerstagabend um 19 Uhr ein besonderes Programm in der St. Johannis Kirche Schweinfurt geben. Für den 24. Januar wurde der Gospelchor „Voice of Glory“ aus Stadtlauringen für ein Gospelkonzert gewonnen und am 31. Januar findet ein Themenabend „Zusammenleben im Alter – geht das?“ statt. Der musikalische „Ohrenschmaus“ mit Pfarrerinnen und Pfarrern aus dem Dekanat erfreute sich in den letzten Jahren stets großer Beliebtheit, dieses Mal ist er am 7. Februar.

Die Vorfreude bei allen Beteiligten steigt und alle hoffen, dass es wieder so schön wie in den letzten Jahren wird.Rückfragen zur Vesperkirche sind möglich über das "Vesperkirchenhandy" mit der Nummer 0176 72913520.

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Ihr Kontakt

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Pressesprecher
Name
Daniel Wagner
Einrichtung
Diakonisches Werk Bayern e.V.
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Postfach 120320
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90332 Nürnberg
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