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Symbolbild: Pressearbeit der Diakonie Bayern

Diakonie in Bayern für die Presse

Die Medien sind wichtige Gesprächspartner für die Diakonie in Bayern, die sie kritisch und konstruktiv begleiten. Gleichzeitig ist die Diakonie im Freistaat eine wichtige Ansprechpartnerin, wenn es um fundierte sozialpolitische Positionen, aber auch um Ansprechpartner und -partnerinnen in den Einrichtungen und Diensten geht.

Die Pressestelle des Landesverbandes steht den Mitarbeitenden der Medien darum jederzeit für Anfragen zur Verfügung.

Meldungen 2021

„Wir sitzen hier so im Schlamassel!“

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Diakonie Bayern eröffnet 63. Aktion Brot für die Welt

 

Nürnberg 29. 11. 2021 Klare Worte angesichts der pandemischen Entwicklung hat de Präsident der Diakonie Bayern, Michael Bammessel, zur der heutigen Eröffnung der Aktion Brot für die Welt in Traunstein gefunden. Wie im Lied „Heiland, reiß die Himmel auf“, fragten sich die Menschen: „Gott, es kann doch bei dir nicht sein, wie wir es manchmal erleben – endlose Sitzungen hinter verschlossenen Türen und am Ende kommt zu wenig dabei heraus.“ Man wolle rufen: „Komm herunter zu uns, wir sitzen hier so im Schlamassel.“

 

Heute, wo die Aktion Brot für die Welt eröffnet werde, ginge der Blick bewusst zu den Menschen in anderen Ländern. „Und wenn wir uns die Situation in anderen Ländern anschauen, merken wir, wie dort die Herausforderungen sind.“ Die Menschen in Deutschland haben, so Bammessel, zurecht Angst vor einer Überlastung der Intensivstationen, der Ärzte und der Pflegekräfte. „In bestimmten Gegenden in Kenia gibt es für 150.000 Menschen - eine Krankenschwester.“ Die Not in Afrika sei an manchen Stellen so groß, dass „wir als Christen auf jede Weise gefordert sind: Mit der Tat zu helfen, etwa durch Brot für die Welt.“ Die Politik müsse zudem deutlich aufgefordert werden, mehr für die Impfgerechtigkeit zu tun.

 

Im Mittelpunkt der diesjährigen Aktion, die unter dem Motto „Eine Welt. Ein Klima. Eine Zukunft“ stattfindet, steht der Kampf gegen den Klimawandel und seine Folgen. Bammessel: „Wir merken mittlerweile immer stärker, dass es weltweite Zusammenhänge gibt. Wenn sich z.B. die globalen Windströme umstellen, dann gibt es in der einen Gegend plötzlich ganz ungewohnte Dürreperioden – und an der anderen Stelle, scheinbar weit weg, katastrophale Überschwemmungen. Wir merken, dass wir reichen, nördlichen Industrienationen mit den eher armen, südlichen Ländern in einem Boot sitzen. Deswegen heißt ja das Motto der diesjährigen Aktion Brot für die Welt: Eine Welt. Ein Klima. Eine Zukunft.“ Es ginge um die gemeinsame Zukunft. Deswegen müsse an jeder Stelle angepackt werden. „Hier wie dort.“

 

 

Brot für die Welt, das weltweit tätige Hilfswerk der evangelischen Landes- und Freikirchen in Deutschland, wurde 1959 gegründet. Wirkliche Hilfe muss dem Armen helfen, sich selbst zu helfen, lautete ein entscheidender Grundsatz, der bis heute gilt. Brot für die Welt" gehört zu den bekanntesten und erfolgreichsten Hilfsaktionen der Bundesrepublik; seit ihrer Gründung im Jahr 1959 wurden alleine in Bayern über 300 Millionen Euro gesammelt. Im vergangenen Jahr hat das Hilfswerk weltweit über 500 neue Projekte bewilligt, regionale Schwerpunkte waren Afrika mit 210 Projekten sowie Asien und Pazifik mit 204 Projekten. Über das Jahr fördert Brot für die Welt mehr als 2.000 Projekte mit einer durchschnittlichen Laufzeit von drei Jahren. Traditionell ist die Weihnachtskollekte in den rund 14.000 evangelischen Gemeinden Deutschlands für Brot für die Welt bestimmt. Die bundesweite Aktion Brot für die Welt wird wie in jedem Jahr traditionell am ersten Advent eröffnet.

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„Außerordentliches Engagement“.

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Landessynode dankt Mitarbeitenden der Diakonie für Einsatz in der Pandemie

Nürnberg, 25. November 2021 Mit einem eigenen „Wort der Landessynode“ hat das Evangelische Kirchenparlament in Bayern heute den Mitarbeitenden der Diakonie für ihren Einsatz während der Corona-Pandemie gedankt. Darin heißt es unter anderem: „Durch sie ist Kirche nahe bei den Menschen, auch da, wo andere Abstand halten oder halten müssen. Dafür sind wir ihnen dankbar. Durch ihre diakonische Arbeit erleben Menschen in existenziellen Notlagen wichtige Unterstützung und Hilfe.“

Michael Bammessel, Präsident der Diakonie Bayern und selbst Mitglied der Synode, würdigte das Wort als Zeichen der Anerkennung für die Mitarbeitenden des zweitgrößten bayerischen Sozialverbandes. „Vieles von dem, was in der Diakonie in den letzten Wochen und Monaten unter extrem schweren Bedingungen geleistet wurde, geschah abseits der öffentlichen Wahrnehmung – war aber nichtsdestotrotz für viele Menschen existenziell. Darum freut mich das Wort ganz besonders.“

Das „Wort der Synode“ im Wortlaut:

 

„Wort der Synode

 

„Wir denken an eure Arbeit in der Liebe und danken Gott dafür“ (1 Thess 1,2-3)

Landessynode würdigt die Leistung der Mitarbeitenden in Diakonie und Kirche

Diakonisches Engagement ist wesentlicher Beitrag zur Bewältigung der Corona-Pandemie

 

Die Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern richtet sich an alle Mitarbeitenden in Diakonie und Kirche in Bayern und dankt ihnen für ihren außerordentlichen Einsatz in der Corona-Pandemie. Durch sie ist Kirche nahe bei den Menschen, auch da, wo andere Abstand halten oder halten müssen. Dafür sind wir ihnen dankbar. Durch ihre diakonische Arbeit erleben Menschen in existenziellen Notlagen wichtige Unterstützung und Hilfe.

 

Weit über 100.000 Mitarbeitende der verschiedenen diakonischen Einrichtungen und Unternehmen sowie kirchlicher Träger in Bayern leisten inzwischen seit über 20 Monaten einen unersetzlichen Beitrag zur Bewältigung der gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen durch die Corona-Pandemie. Sie pflegen, behandeln, begleiten und betreuen Menschen in Kliniken, Einrichtungen für Senioren oder Menschen mit Behinderung, Jugendhilfe- oder Kindertageseinrichtungen und Schulen sowie Beratungsstellen. Dies ist oft verbunden mit einem hohen Risiko für die eigene Gesundheit, sei es aufgrund von drohender Ansteckung mit dem Corona-Virus oder wegen der enormen körperlichen und psychischen Belastungen. Sie leisten diese Arbeit mit außerordentlichem Engagement und Einsatz.

 

Die Landessynode schließt in ihren Dank all jene Mitarbeitenden ein, die in anderen Einrichtungen und Organisationen einen vergleichbaren Dienst leisten.

 

Die Synode fordert alle kirchlich, politisch und gesellschaftlich Verantwortlichen im Sozial- und Gesundheitswesen auf, sich mit Nachdruck für eine spürbare Verbesserung der Rahmenbedingungen in diesen Berufszweigen einzusetzen.“

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„Eine Welt. Ein Klima. Eine Zukunft.“

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Kirchen eröffnen auch in Bayern die 63. Aktion Brot für die Welt

Nürnberg, 24.11. Der Klimawandel trifft jeden Winkel der Welt: Entweder viel zu viel oder viel zu wenig Wasser ‒ das sind zwei Gesichter der gleichen globalen Krise. Seitdem die Wassermassen in Folge von Starkregen in vielen Regionen Deutschlands im Juli 2021 viele  Menschenleben gekostet und massive Zerstörungen angerichtet haben, erfahren auch die Menschen in Deutschland die Folgen des Klimawandels. Und während sich in Zentraleuropa die Flutphänomene häufen, klagen Länder wie Simbabwe über immer verheerendere Dürren – denen jedes Jahr wieder heftigere Zyklone folgen, deren Regenfluten Felder und Siedlungen zerstören. Beide Gesichter der Klimakrise offenbaren schmerzhaft, dass das sensibel aufeinander abgestimmte Gesamtgefüge der Einen Welt mehr und mehr aus dem Takt gerät. Das evangelische Hilfswerk Brot für die Welt stellt deshalb das Klima auf der Einen Welt ins Zentrum der neuen Spendenaktion. Sie wird unter dem Motto „Eine Welt. Ein Klima. Eine Zukunft“ am 1. Advent, den 28. November, in vielen Gottesdiensten eröffnet; am bayerischen Eröffnungsgottesdienst in der Auferstehungskirche in Traunstein wird Diakoniepräsident Michael Bammessel teilnehmen und die Predigt halten.

 

„Wir spüren deutlicher denn je, dass wir auf diesem Planeten nur gemeinsam eine Zukunft haben ‒ und nur dann, wenn wir gemeinsam verhindern, dass die Zerstörungen durch Trockenheit und Überflutung weiter zunehmen, wenn wir auf die Folgen des Klimawandels mit kreativen Lösungen reagieren und seine Ursachen konsequent angehen“ so Michael Bammessel. „Die Klimakrise betrifft uns alle, aber sie trifft uns auf sehr unterschiedliche Weise: Diejenigen, die  am wenigsten dazu beigetragen haben, leiden am meisten. Es sind die Ärmsten, die sich vor Dürren, Wirbelstürmen und Wassermassen nicht schützen können. Sie sind den extremen Wetterlagen direkt ausgesetzt. Ihr tägliches Brot ist in Gefahr ‒ nicht in zehn Jahren oder morgen, sondern: jetzt.“

 

Bammessel zufolge hat Brot für die Welt den Kampf für Klimagerechtigkeit zu einem Schwerpunkt der Arbeit gemacht. „Die Projektpartner in Simbabwe, Kambodscha, Sambia, Bolivien und in zahlreichen anderen Ländern unterstützen die Menschen dabei, innovative Ideen zu entwickeln, um gegenüber Wetterextremen widerstandsfähiger zu werden.“ Dazu gehört auch die Verwendung von traditionellem, robusten Saatgut oder der Einsatz von ausgeklügelt angelegten Steinwällen, die helfen, die Felder feucht zu halten. „Auf diese Weise entstehen Oasen des Lebens in verwüsteten Regionen. Das ist ein großer Schritt und er sichert den Menschen die tägliche Nahrung.“

 

Das evangelisch-lutherische Dekanat Traunstein unterstützt insbesondere das Dekanat Mpwapwa in Tansania. Hier werden aus 5 Kirchengemeinden je 10 Bäuerinnen/Bauern ausgewählt, die beispielhaft mit angepassten landwirtschaftlichen Praktiken anderen zeigen sollen, wie man mit dem Klimawandel umgehen kann. Dazu werden sie in Theorie und Praxis zu klimatischen Zusammenhängen, dem Einsatz dürreresistenter Pflanzen und dürreresistentem Saatgut, Regenwassernutzung, angepasster Methoden der Tierhaltung und Futtermittelproduktion, der Lagerung von Futtermitteln und Ernteerzeugnissen, der Krankheitsbekämpfung etc. geschult. Auch von Brot für die Welt wird dieses Projekt finanziell unterstützt.

Die Eröffnung für Bayern findet am 1. Advent, den 28. November 2021 um 10.00 Uhr in der Auferstehungskirche in Traunstein statt. Die Predigt im Traunsteiner Eröffnungsgottesdienst hält der Präsident der Diakonie Bayern, Michael Bammessel. Regionalbischof Christian Kopp wird die Aktion für Bayern eröffnen. Der Gottesdienst findet unter Berücksichtigung der geltenden Corona-Regeln statt (aktuell: 3G).

Wir freuen uns über Ihre Berichterstattung und stehen Ihnen mit weiteren Informationen gerne zur Verfügung.

Brot für die Welt, das weltweit tätige Hilfswerk der evangelischen Landes- und Freikirchen in Deutschland, wurde 1959 gegründet. Wirkliche Hilfe muss dem Armen helfen, sich selbst zu helfen, lautete ein entscheidender Grundsatz, der bis heute gilt. Brot für die Welt" gehört zu den bekanntesten und erfolgreichsten Hilfsaktionen der Bundesrepublik; seit ihrer Gründung im Jahr 1959 wurden alleine in Bayern über 300 Millionen Euro gesammelt. Im vergangenen Jahr hat das Hilfswerk weltweit über 500 neue Projekte bewilligt, regionale Schwerpunkte waren Afrika mit 210 Projekten sowie Asien und Pazifik mit 204 Projekten. Über das Jahr fördert Brot für die Welt mehr als 2.000 Projekte mit einer durchschnittlichen Laufzeit von drei Jahren. Traditionell ist die Weihnachtskollekte in den rund 14.000 evangelischen Gemeinden Deutschlands für Brot für die Welt bestimmt. Die bundesweite Aktion Brot für die Welt wird wie in jedem Jahr traditionell am ersten Advent eröffnet.

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„Den Menschen im Blick – mehr denn je!“

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Diakonie Bayern auf der ConSozial am 10. und 11. November 2021 in Nürnberg

Nürnberg, 3. 11. 2021 Unter dem Motto „Den Menschen im Blick – mehr denn je!“ findet am 10. und 11. November 2021 im Messezentrum Nürnberg die Messe ConSozial statt. Sie ist die bedeutendste Fach- und Kongressmesse der Sozialbranche in Deutschland. Auch die Diakonie Bayern ist mit einem Stand vertreten

 

Das Diakonische Werk Bayern stellt in Halle 3 A mit der Stand-Nr. 517 gemeinsam mit der Evangelischen Jugendsozialarbeit (EJSA Bayern), der Stadtmission Nürnberg sowie der Bank für Kirche und Diakonie (KD-Bank) aus. Besucher können hier unter anderem an einem Fotospiegel aktiv werden und sich selbst wörtlich „in den Blick“ nehmen. Im Rahmen der Consozial 2021 findet – am ersten Messetag um 16.00 Uhr  - auch die Preisverleihung des Lagois-Fotowettbewerbs unter anderem durch die Diakonie Bayern statt. Die Foto-Ausstellung „Gesichter der Nächstenliebe“ ist durchgängig auf der ConSozial zu sehen und kann anschließend ausgeliehen werden.

 

Die ConSozial ist die KongressMesse für Fach- und Führungskräfte des Sozialmarktes im deutschsprachigen Raum. Alljährlich im Herbst informieren sich mehr als 6.000 Fachbesucher*innen im Messezentrum Nürnberg an zwei Tagen über die neusten Entwicklungen und Trends der Sozialwirtschaft. Parallel findet der KITA-Kongress statt, der sich an Fach- und Führungskräfte von Kindertagesstätten wendet. Die ConSozial wird vom Bayerischen Sozialministerium veranstaltet. Partner sind die Rummelsberger Diakonie, die Caritas Bayern und die NürnbergMesse. Insgesamt stellen sich im Messebereich in den Hallen 3A und 4A mehr als 250 Unternehmen und soziale Einrichtungen auf über 4.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche mit ihren Produkten und Dienstleistungen, Konzepten, und Bildungsangeboten vor.

 

Öffnungszeiten der Messe:

Mittwoch, 10.11.2021 von 9:30 Uhr bis 17:30 Uhr

Donnerstag, 11.11.2021 von 9:30 bis 16:30 Uhr

 

Mehr zum Auftritt der Diakonie Bayern auf der ConSozial finden Sie auch im Netz unter https://www.diakonie-bayern.de/kampagnen-messen-veranstaltungen/consozial-2021.html.

 

Durch ein inzidenzunabhängiges Hygienekonzept ist die erfolgreiche Durchführung der Messe gewährleistet. Für den Zutritt auf das Messegelände ist die Einhaltung der 3-G-Regel („getestet, geimpft, genesen“) erforderlich. Tageskarten für den Besuch der Messe kosten 17,00 Euro und sind auch online erhältlich. Nähere Informationen unter  www.consozial.de.

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„Dies kann die Zukunft der Kirche sein“.

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f.i.t.2-Preis für St. Peter und Paul in Erlangen

Nürnberg, 27.10.2021 Mit dem f.i.t.2-Preis ist jetzt die Kirchengemeinde St. Peter und Paul in Erlangen Bruck für ihre Initiative „Lichtblicke“ ausgezeichnet worden. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung überreichte Diakoniepräsident Michael Bammessel selbst und würdigte dabei das soziale Engagement der Kirchengemeinde. Sie bietet, unterstützt von Ehrenamtlichen, unter anderem einen Mittagstisch sowie eine „Gabentreppe“ an, bei der etwa 50 Menschen im Monat mit Lebensmitteln versorgt werden.

 

Bammessel würdigte die Kirchengemeinde als „Vorbild für das, was möglich ist, wenn eine Kirchengemeinde nicht nur ihre klassisch kirchlichen Aufgaben übernimmt, sondern sich auch sozial engagiert“. Dies sei ein urchristlicher Gedanke, denn in der christlichen Tradition gehörten soziales Engagement und Spiritualität  immer unauflöslich zusammen. Dies sei manchmal verlorengegangen, „in St. Peter und Paul wurde es wiedergewonnen.“ Vor Ort müsse in Zukunft wieder verstärkt beides miteinander gelebt werden.

 

f.i.t („fördern-initiativ werden-teilhaben“) ist eine gemeinsame Initiative der bayerischen Landeskirche und des Diakonischen Werks Bayern, die bereits im Sommer 2011 gestartet wurde. Evangelische Kirche und die Diakonie in Bayern wollen damit aktiv ins gesellschaftliche Geschehen eingreifen, um die Ausgrenzung bestimmter Bevölkerungsgruppen zu verhindern und Teilhabe zu verwirklichen. Ausgezeichnet mit einem Preisgeld von 5.000 Euro werden Projekte vor Ort, bei denen ein enges Miteinander von Gemeindearbeit und Diakonie sichtbar wird und die beispielgebend für andere wirken. Mehr zu f.i.t finden Sie unter www.fit-projekte.de. Das vollständige Statement von Diakoniepräsident Michael Bammessel ist abrufbar auf unserem YouTube-Kanal unter https://youtu.be/m-YCUOHDC3E

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Gemeinsam Wege finden

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Diakonie Bayern eröffnet Herbstsammlung 2021 mit Gottesdiensten in ganz Bayern

Nürnberg, 5. Oktober 2021 Mehr als eine Million Mal haben Einrichtungen der Diakonie und die anderen Träger der Jugendhilfe erzieherische Hilfen für Menschen unter 27 Jahren gewährt, über 80.000 mal in Bayern – statistische Angaben, in den Effekte der Pandemie noch nicht eingeflossen sind. Doch übereinstimmend gehen die Fachleute davon aus, dass während der vergangenen anderthalb Jahre Kinder und Jugendliche und ihre Familien noch häufiger Unterstützung benötigt haben. Auch aus diesem Grund stellt die Diakonie Bayern bei ihrer diesjährigen Herbstsammlung (11. – 17. Oktober) die ambulante Kinder- und Jugendhilfe in den Mittelpunkt.

 

„Bei den ‚Hilfen zur Erziehung‘ denken viele Menschen vielleicht an das, was früher ‚Kinderheim‘ genannt wurde. Diese stationären Angebote gibt es natürlich auch. In vielen Fällen aber ist es hilfreicher, wenn die Hilfen vor Ort, also in den Familien selbst stattfinden“, beschreibt Sabine Lindau, zuständige Fachvorständin im Landesverband der Diakonie, das Arbeitsfeld. Konkret bedeute dies, dass die Experten und Expertinnen der Diakonie regelmäßig – einmal oder auch mehrmals in der Woche – die betroffenen Familien besuchen und gemeinsam mit allen Familienmitgliedern daran arbeiten, dass das Familienleben wieder gelingt. „Familien sind ja ein System, und dieses System muss gerade in belastenden Situationen als Ganzes unterstützt und stabilisiert werden.“

 

Zwar werde das Angebot der ambulanten Hilfe zur Erziehung von den Jugendämtern bewilligt und finanziert. Auch wenn das Angebot grundsätzlich jedem offen stehe, seien es insbesondere Familien in einer wirtschaftlich schwierigen Situation, die die Hilfen in Anspruch nehmen. Lindau: „Dies liegt beispielsweise daran, dass Familien mit einem geringen Einkommen in beengten Verhältnissen leben bzw. leben müssen, und dies kann, wie wir alle aus eigener Erfahrung wissen, schnell zu Konflikten führen.“ Und die staatlichen Hilfen, die die Familien erhalten, würden oft nicht ausreichen: „Zum Beispiel, wenn es um die Finanzierung einer Klassenfahrt für ein Kind geht.“

 

Eröffnet wird die Sammlung in München im Rahmen eines Festgottesdienstes in der Christus-Kirche (Beginn: 10.00 Uhr); gestaltet wird der Gottesdienst von Diakoniepräsident Pfarrer Michael Bammessel sowie von Stadtdekan Bernhard Liess und anderen. Auch in anderen Orten wird durch Gottesdienste auf die Diakonie-Sammlung hingewiesen. So wird in Traunstein Bayerns Sozialministerin im dortigen Gottesdienst in der Auferstehungskirche die Kanzelrede halten; in Hof wird die Sammlung mit einem Gottesdienst in der St. Johanneskirche eröffnet (9.30). Das Diakonische Werk Bayern begleitet die Sammlung unter anderem durch den Diakonie-Podcast MIKA: Die Folge 42 (online bereits ab Freitag, den 8. Oktober) wird sich mit den ambulanten Hilfen zur Erziehung beschäftigen.

Die Herbstsammlung der Diakonie in Bayern wird vom 11. – 17. Oktober in ganz Bayern durchgeführt. Ergänzende Informationen zu den einzelnen Angeboten der ambulanten Hilfen zur Erziehung finden Sie unter anderem hier:

https://www.diakonie-bayern.de/die-diakonie-unterstuetzen/sammlungen/herbstsammlung.html

70% der Spenden an die Kirchengemeinden bleiben im Dekanatsbezirk zur Förderung der diakonischen Arbeit. 30% der Spenden an die Kirchengemeinden werden an das Diakonische Werk Bayern für die Projektförderung in ganz Bayern weitergeleitet. Im Jahr 2020 erbrachte sie über 440.000 Euro.

 

Spendenkonto:

Diakonisches Werk Bayern

Evangelische Bank eG (GENODEF1EK1)

DE20 5206 0410 0005 2222 22

Stichwort: Diakoniesammlung H-2021           

 

Oder nutzen Sie unsere Spendenhotline und unterstützen Sie die Diakonie telefonisch unter 0800 700 50 80

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Zukunft gestalten – Diakonie Bayern zeichnet sieben vorbildliche Ehrenamtsprojekte aus

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Sieger des Diakonie-Wettbewerbes 2021 stehen fest.

Nürnberg, 02.10.2021 Für das Ehrenamt in Kirche und Diakonie ist die Corona-Pandemie eine große Herausforderung. Wie sich ehrenamtliches Engagement in Krisenzeiten behaupten, weiterentwickeln und sogar neue Wege gehen kann, zeigen die Siegerprojekte des diesjährigen Diakonie-Wettbewerbs, der unter dem Motto „Zukunft gestalten – Wir fördern ehrenamtliche Projekte“ stand. Bis zum 31. Mai konnten sich alle ca. 1.280 Mitglieder des Diakonischen Werkes Bayern bewerben. Nun hat die Jury über die Vergabe der drei regulären Preise im Wert von 4.500 Euro entschieden. Die St. Gumbertus Stiftung Ansbach fördert den Wettbewerb durch zwei Sonderpreise sowie zwei zusätzliche Preise von jeweils 1.000 Euro. Damit können sieben Ehrenamtsprojekte mit insgesamt 8.500 Euro unterstützt werden.  

 

Das Projekt „Leichte Sprache“ der Diakonie Schweinfurt erhält den ersten, mit 2.000 Euro dotierten Preis. Das Preisgeld spenden je zur Hälfte der Versicherer im Raum der Kirchen (vrk) und die BKK Diakonie.

 

Die Offene Behindertenarbeit („OBA“) des Diakonischen Werkes Schweinfurt kam 2018 auf die Idee, eine „Übersetzer- und Prüfgruppe für Leichte Sprache“ ins Leben zu rufen. Ehrenamtliche ohne Behinderung übersetzen – zusammen mit hauptamtlichen Mitarbeitenden der OBA – schwierige Texte in „Leichte Sprache“. Ehrenamtliche mit Behinderung prüfen anschließend die Übersetzungen. Dieses Konzept hat großen Erfolg. Das Museum am Dom Würzburg, das Museum Georg Schäfer Schweinfurt, die Stadt Schweinfurt und verschiedene Vereine und Verbände geben bei der „OBA“ Übersetzungen in „Leichte Sprache“ in Auftrag. „Leichte Sprache“ ist für alle Menschen einfacher verständlich. Sie leistet einen wesentlichen Beitrag zur Inklusion und Teilhabe von Menschen, die in ihrer sprachlichen Kompetenz beeinträchtigt sind.

 

Die Kirchengemeinde Nemmersdorf erhält den zweiten Preis in Höhe von 1.500 Euro für ihr Projekt „KiGo to go – Kindergottesdienst in der Tüte“. Die CURACON Wirtschaftsprüfungsgesellschaft stiftet das Preisgeld.

 

Da die Kinder in Corona-Zeiten nicht mehr in den Kindergottesdienst kommen können, kommt nun der Gottesdienst zu ihnen: Über eine WhatsApp-Gruppe werden die „KiGo to go -Tüten“ bestellt. Die Tüten enthalten einen Gottesdienstablauf mit Gebeten, Liedern und einer Geschichte, etwas zum Rätseln, Basteln oder Ausmalen und etwas Süßes dazu. Alle zwei Wochen werden die Tüten samstags von Ehrenamtlichen geliefert. Dieser besondere Service und die Kreativität der Ehrenamtlichen bei der Gestaltung der Tüten sorgen für eine hohe Nachfrage. Auch Kinder, die zuvor nie im Gottesdienst waren, bestellen ihre „KiGo to go“. Derzeit werden alle zwei Wochen ca. 70 Stk. ausgegeben.

 

Der dritte Preis in Höhe von 1.000 Euro, gespendet von der Evangelischen Bank, geht an das Projekt „Mia halten zam“ des Diakonischen Lernens in Amberg.

 

Beim „Diakonischen Lernen“ erleben Schülerinnen und Schüler soziale Arbeit in der Praxis. Die Kooperation zwischen dem Seniorenheim der Diakonie und der Schönwerth-Realschule Amberg ist dafür ein vorbildliches Beispiel. Die Jugendlichen richten schon seit Jahren die Weihnachtsfeier für die Senior*innen aus, pflegen enge Kontakte und sogar Freundschaften. Durch das Projekt „Mia halten zam“ läuft der enge Austausch auch in Corona-Zeiten weiter: Als Ersatz für die Weihnachtsfeier wurde eine Weihnachts-CD von den Schulkindern und Lehrkräften gestaltet, Geschenke gebastelt und Karten geschrieben. Geplant ist nun ein Kochbuch mit Lieblingsrezepten der Senioren und Seniorinnen, das die Schulkinder zusammenstellen wollen. 

 

Zwei Sonderpreise der St. Gumbertus Stiftung Ansbach in Höhe von jeweils 1.000 Euro erhalten das Diakonische Werk Weißenburg für das Projekt „digitaler Wohnungsverteiler“ sowie das Projekt „Demenzgruppe Schlüsselblume“ des Diakonievereins Waldstein in Weißdorf.

 

Über den „digitalen Wohnungsverteiler“ bekommen Klienten und Klientinnen der Fachstelle Wohnungsnotfallhilfe wöchentlich eine Zusammenstellung der aktuellen Wohnungsangebote aus dem Internet. Dieses ehrenamtliche Pionierprojekt des Diakonischen Werkes Weißenburg/Gunzenhausen erreicht Menschen, die keinen oder kaum Zugang zu digitalen Medien haben und auf dem Wohnungsmarkt „abgehängt“ zu werden drohen.

 

Die „Demenzgruppe Schlüsselblume“ des Diakonievereins Waldstein wird in Corona-Zeiten durch ehrenamtliches Engagement zu neuem Leben erweckt. Vor einigen Jahren wegen Personalmangels geschlossen, ist die Gruppe nun dabei, sich neu zu organisieren. Die Diakonie Hochfranken und die örtliche Kirchengemeinde unterstützen das Projekt. Dieses Angebot für Demenzkranke ist in der Region einmalig und im ländlichen Raum dringend notwendig.

 

Darüber hinaus fördert die St. Gumbertus Stiftung Ansbach zwei weitere Projekte, die sich beim Diakonie-Wettbewerb 2021 beworben hatten, mit jeweils 1.000 Euro, die „Steiner Single Spezial-Woche“ der Kirchengemeinden Stein bei Nürnberg und das Projekt des Diakonischen Werkes Ingolstadt „Hilfen für Kleinst-Selbstständige und Künstler in Notlagen durch ehrenamtliches Engagement“.

 

In der Evangelischen Landeskirche ist dieses Projekt das erste speziell für Singles: Die „Steiner Single Spezial-Woche“. Die Kirchengemeinden in Stein bei Nürnberg haben wegen der Corona-Pandemie die Veranstaltung in der ursprünglich geplanten Form noch nicht durchführen können. Doch die beteiligten Ehrenamtlichen, vielfach selbst christliche Singles, bauen durch ein vielfältiges Online-Angebot ein Single-Kontaktnetzwerk auf und planen, je nach Entwicklung der Pandemie, erste analoge und weiterhin digitale Austausch- und Begegnungsmöglichkeiten.

 

Durch Corona sind Kleinst-Selbstständige und Künstler*innen in finanzielle Notlagen geraten. Die Schuldnerberatungsstelle des Diakonischen Werkes Ingolstadt hat für diese Zielgruppe ein ehrenamtliches Beratungsangebot für Regelinsolvenzverfahren aufgebaut. Das Angebot wird stark nachgefragt und ist im Dekanat einmalig. Das Projekt „Hilfen für Kleinst-Selbstständige und Künstler in Notlagen durch ehrenamtliches Engagement“ soll langfristig an die Schuldner- und Insolvenzberatung angegliedert werden. 

 

Die Preisverleihungen für die drei regulären Preise und die beiden Sonderpreise werden regional veranstaltet, bei den Projekten vor Ort, jeweils unter Beteiligung eines Vorstandsmitglieds. Diese kleineren, nicht öffentlichen Events mit geladenen Gästen finden zwischen dem 5. und dem 20. Oktober 2021 unter Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen statt. 

 

Weitere Informationen über den Diakonie-Wettbewerb 2021 und die Preisträger stehen unter www.diakonie-bayern.de/wettbewerb2021 zur Verfügung.

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We care! – Platz für Sorge und Fürsorge.

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Evangelisches Bündnis eröffnet am 17. September die Themen-woche CARE

Nürnberg, den 14.9.2021. Vor der Bundestagswahl startet ein breites evangelisches Bündnis mit einer Themenwoche in den Herbst und rückt Sorge und Fürsorge als gemeinsames Anliegen in den Fokus. In Anlehnung an die bundesweite Kampagne "Platz für Sorge" eröffnen die Initiatorinnen aus dem forum frauen und forum familie im Amt für Gemeindedienst vom 17. bis 24. September 2021 digitale Diskursräume zum Thema „Care“. (https://afg-elkb.de/themen/forum-familie/termine/)

Mit dabei sind u. a. die Präsidentin des Wissenschaftszentrums für Sozialforschung Jutta Allmendinger sowie die ehemalige Oberkirchenrätin der EKD Cornelia Coenen-Marx.

"Die Sorge um die Sorgearbeit bringt uns zusammen", so Andrea König vom forum frauen. "Wie wichtig Care-Arbeit ist und wie groß die Care-Krise ist, in der wir stecken, zeigt sich erst, wenn alle Care-Bereiche, bezahlt und unbezahlt, gemeinsam gedacht und angegangen werden." Bei vielen Menschen mit Sorgeverpflichtungen sei es zu enormen zeitlichen und körperlichen Überlastungen und finanziellen Existenzunsicherheiten gekommen. Dies betrifft Familien, insbesondere vor allem Frauen. "Die Frage ist nicht nur, wer sorgt und kümmert sich, sondern vor allem wie. Sind die Bedingungen gerecht? Und wenn nicht, wann und wie ändern wir das? Die Bundestagswahl bietet Anlass, um bereits jetzt den Bogen zum nächsten Equal Care Day im Frühjahr 2022 zu spannen und nach gemeinsamen Handlungsmöglichkeiten zu fragen."

Auch Sandra Schuhmann, Vorständin für Gesundheit und Teilhabe der Diakonie Bayern, ist mit dabei: "Wir müssen die Wertschätzung für Sorgearbeit in die Gesellschaft tragen". Im Bereich der bezahlten Sorgearbeit, im Sozial-, Gesundheits- und Bildungswesen, leisteten die Beschäftigten einen unersetzlichen Beitrag für das gelingende gesellschaftliche Zusammenleben. "Ohne sie kann Gesellschaft nicht funktionieren", so Schuhmann.

Im Zuge der Pandemie zeigen sich gesellschaftliche Brüche, Einsamkeit und Sehnsucht nach Gemeinschaft. "Kirche und Diakonie sind hier in vielen Bereichen gefragt – als Gemeinde in Nachbarschaft und Quartier, als diakonische Dienstleisterin und als Sinnstifterin", so Christine Falk vom forum familie. "Sorgende Gemeinschaften werden neu entdeckt." Das betont auch Cornelia Coenen-Marx, die die Themenwoche am 17. September eröffnen wird. "Wir brauchen tragfähige Sorge-Netzwerke in der Zivilgesellschaft." Wie Care-Kultur gelingen kann, wird im Fokus des Auftakts stehen.

Im Rahmen der Themenwoche werden die unterschiedlichsten Bereiche der Care-Arbeit in den Blick genommen. Hochkarätige Referentinnen versprechen spannende Diskussionen und Dialoge. Beteiligt sind ebenfalls Dr. Barbara Pühl vom Referat für Chancengerechtigkeit der ELKB sowie die Bestsellerautorin Mareice Kaiser.

Das evangelische Bündnis Equal Care wird von verschiedenen Organisationen und Einrichtungen unterstützt, zu dem das forum frauen und das forum familie im Amt für Gemeindedienst der ELKB, das Diakonische Werk Bayern, der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt (kda), das Frauenwerk Stein e. V., die Evangelische Fachstelle für Alleinerziehende Nürnberg und Nordbayern, die Evangelische Aktionsgemeinschaft für Familienfragen in Bayern e. V. (eaf) sowie das Referat für Chancengerechtigkeit der ELKB zählen.

Kontakt:
Dr. Andrea König andrea.koenig(at)afg-elkb(dot)de | 0911 4316-241

Christine Falk christine.falk(at)afg-elkb(dot)de | 0911 43616-191

Sandra Schuhmann, schuhmann(at)diakonie-bayern(dot)de | 0911 9354-310

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Miete wird zum Armutsrisiko

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Tag der Wohnungslosen: Diakonie Bayern fordert mehr bezahlbaren Wohnraum

Nürnberg, 09. September 2021 Mehr als zwei Millionen Menschen in Deutschland bleibt weniger als das Existenzminimum, nachdem sie ihre Mieten bezahlt haben. Angesichts der aktuellen Studienergebnisse der Hans-Böckler-Stiftung fordert die Diakonie Bayern von der Politik ein engagierteres Handeln in der Wohnungspolitik. „Knapp 13 Prozent aller Haushalte in Deutschland leben dauerhaft in einer wirtschaftlich prekären Situation – das darf nicht so bleiben“, fordert Sandra Schuhmann, zuständige Vorständin der Diakonie Bayern, zum Tag der Wohnungslosen, dem 11. September.

Besonders problematisch ist die Situation demnach in vielen westdeutschen Großstädten wie etwa München. Aber auch im Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Würzburg und Augsburg müssen bis zu zwanzig Prozent der Mieter und Mieterinnen mehr als die Hälfte ihres Haushaltseinkommens für die Miete aufwenden. „Besonders belastend ist dies für Haushalte mit einem ohnehin geringen Einkommen, wie etwa Alleinerziehende – eine Mieterhöhung oder unerwartete Mehrausgaben können schnell zu Mietschulden und im schlimmsten Fall zum Wohnungsverlust führen“, sagte Schuhmann. Besonders augenfällig sei, dass gerade wirtschaftlich schwache Haushalte überproportional viel für die Miete ausgeben müssten. Der Studie zufolge müssen mehr als 90 Prozent der Haushalte mit einem Einkommen unterhalb der Armutsgrenze mehr als ein Drittel ihres Einkommens für die Miete aufwenden. „Die Höhe der Miete entscheidet damit auch über die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.“

Schuhmann verwies auf die Erfahrungen der Diakonie. „Die 20 Fachstellen der Diakonie zur Vermeidung von Wohnungslosigkeit können in vielen Fällen helfen, und so den „worst case“ Wohnungsverlust vermeiden.“ Allerdings haben etliche Fachstellen immer noch eine staatliche Anschubfinanzierung, und müssten dringend in eine Regelfinanzierung der Kommune bzw. des Landkreises überführt werden.

Schuhmann: „Wir wissen von unseren Diensten und Einrichtungen, dass die Zahl der wohnungslosen Menschen in den letzten Jahren stetig ansteigt, Menschen in Notunterkünften dauerhaft untergebracht werden und sich die Bedarfslagen kontinuierlich verschärfen. Die Politik muss hier dringend gegensteuern, denn Wohnungslosigkeit ist die sichtbarste Form von Armut und sozialer Ausgrenzung.“ Neben der Hilfe für akut von Wohnungslosigkeit Bedrohte oder Betroffene müsse die Politik nach Ansicht der Diakonie noch stärker als bislang die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum forcieren. Ein Baustein, so Schuhmann, könnte die Wiedereinführung der Wohnungsgemeinnützigkeit sein. Durch die partielle Steuerfreiheit der wohngemeinnützigen Unternehmen und durch den Umstand, dass ein Gewinn nicht oder nur in einem geringen Umfang ausgeschüttet und stattdessen in den Bestand beziehungsweise Neubau von sozialem Wohnraum reinvestiert werden müsse, ergibt sich eine mietpreisdämpfende und baukostenreduzierende Wirkung. Schuhmann: „Öffentliche Fördergelder und Steuererleichterungen für den sozialen und ökologischen Wohnungsbau kommen so den Mieter*innen zugute.“ Wohnen, so die Diakonie, sei eine zentrale soziale Frage, ein Grundbedürfnis und ein Menschenrecht für alle.

Die Diakonie Bayern unterhält im gesamten Freistaat mehr als 120 verschiedene Angebote für Menschen in drohender bzw. akuter Wohnungslosigkeit; zusammengeschlossen sind die Mitgliedseinrichtungen u.a. im Fachverband Evangelische Wohnungsnotfallhilfe und Straffälligenhilfe (FEWS).

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Nach dem Erdbeben; Hurrikan nähert sich Haiti

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Haiti: Soforthilfe gestartet

Berlin/Nürnberg, 17.08.2021. Die Diakonie Katastrophenhilfe startet in den kommenden Stunden Soforthilfe für die Betroffenen des schweren Erdbebens in Haiti. „Wir sind schockiert über das immense Ausmaß des Erdbebens und werden alles tun, um den Menschen in Haiti in dieser schweren Zeit beizustehen“, sagt Dagmar Pruin, Präsidentin der Diakonie Katastrophenhilfe. Da die Arbeit in dem Inselstaat ein Schwerpunkt des Hilfswerks in der Region ist, konnten Helfer*innen direkt nach dem Beben mobilisiert werden. „Über unsere langjährigen Partner können wir sofort mit den ersten Verteilungen beginnen. Dafür stellen wir in einem ersten Schritt 200.000 Euro bereit. Die Menschen brauchen nun vor allem sauberes Trinkwasser und ein Dach über dem Kopf“, sagt Pruin. „Damit wir auch langfristig beim Wiederaufbau der zerstörten Häuser und Geschäfte helfen können, sind wir dringend auf Spenden angewiesen.“

Haiti wird aufgrund seiner geographischen Lage immer wieder von schweren Naturkatastrophen getroffen. Daher unterhält die Diakonie Katastrophenhilfe – gemeinsam mit anderen internationalen Hilfsorganisationen – ein Büro und Warenlager im Land. So kann das evang. Hilfswerk besonders schnell auf Katastrophen reagieren. „Unser Büro in Port-au-Prince ist nicht betroffen und kann die Hilfe in den kommenden Tagen und Wochen koordinieren“, sagt Martin Keßler, Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe. „Unsere Hilfsprojekte im Land sind so angelegt, dass sie Möglichkeiten für Soforthilfe bieten. Wir haben Waren vor Ort und werden zügig weitere Hilfsgüter einkaufen. Dort, wo es möglich ist, verteilen wir Bargeld an die Menschen, damit sie die größte Not der kommenden Tage überstehen.“

Die Diakonie Katastrophenhilfe ist in großer Sorge vor dem herannahenden Hurrikan „Grace“, der Haiti in den nächsten 24 Stunden erreichen soll. „Während das genaue Ausmaß der Erdbeben-Schäden noch unklar ist, geht es in den nächsten Stunden vor allem darum, die Menschen vor der nächsten Katastrophe zu schützen“, sagt Keßler. Haiti wurde am Samstag (Ortszeit) von einem schweren Erdbeben der Stärke 7,2 getroffen. Besonders betroffen ist der Süden des Inselstaats rund um das Departement Grand’Anse und die Stadt Les Cayes im Department Sud. Nach offiziellen Angaben sind mindestens 1300 Menschen ums Leben gekommen.

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet dringend um Spenden:
Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin
Evangelische Bank
IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02
BIC: GENODEF1EK1
Stichwort: Nothilfe Haiti
Online unter: www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/

Hinweise für Redaktionen:
Für Interviewanfragen wenden Sie sich bitte an presse(at)diakonie-katastrophenhilfe(dot)de

Sonstige Fragen:
Fenja Lüders, Referentin Diakonie Katastrophenhilfe Bayern, Tel.: 0911 9354 261
lueders(at)diakonie-bayern(dot)de

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