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Symbolbild: Pressearbeit der Diakonie Bayern

Diakonie gegen weitere Kontaktbeschränkungen für Kinder und Jugendliche.

Leben findet draußen statt.

Nürnberg, 30.12.2021 Noch können alle Kinder und Jugendliche über 14 Jahre am Training im Sportverein teilnehmen oder Angebote einer Musikschule wahrnehmen - doch damit könnte es am 13. Januar vorbei sein: Läuft die geltende Infektionsschutzmaßnahmenverordnung zum 12. Januar wie geplant aus, drohen ungeimpften Kindern und Jugendlichen massive Einschränkungen. Die Diakonie Bayern fordert darum, die geltenden Ausnahmeregelungen für Kinder und Jugendliche über den 12. Januar hinaus zu verlängern: „Die bislang geltenden Ausnahmen von den 2G- bzw. 2GPlus-Regeln sollten weiterhin gelten“, findet Diakoniepräsident Michael Bammessel. „Kinder und Jugendliche leiden besonders unter den Kontakt- und Freizeitbeschränkungen. Gerade jetzt ist es wichtig, dass sie weiterhin etwa sportlichen Aktivitäten nachgehen können.“

Welche Folgen die Corona-Maßnahmen insbesondere für Kinder und Jugendliche haben können, wisse man mittlerweile sehr gut, so Bammessel. Bereits im Sommer hätten laut Bundesgesundheitsministerium insgesamt siebzehn verschieden Studien nachgewiesen, dass etwa psychische Belastung, Angststörungen und Vereinsamung als Folge der Pandemie massiv zugenommen hätten. „Kinder und Jugendliche brauchen den Kontakt zu Gleichaltrigen und die Möglichkeit, ihren Interessen auch außerhalb von Schule und Häuslichkeit nachzugehen. Das sollten sie auch solange als möglich tun können.“

Zudem sei es Bammessel zufolge kaum vermittelbar, dass Kinder und Jugendliche – nach regelmäßigen Tests – in der Schule auf relativ engem Raum unterrichtet würden, die Teilnahme an bestimmte Freizeitangeboten am Nachmittag dann aber nicht möglich sein solle. „Die Pandemie verlangt ihnen besonders viel ab – dann sollten die Maßnahmen aber auch verständlich und nachvollziehbar sein – zumal auch die Zahl der geimpften Kinder und Jugendlichen kontinuierlich steigt.“

Bammessel verwies auch auf die Abhängigkeit von Kindern und Jugendlichen bezüglich einer möglichen Impfung. „Wir dürfen nicht vergessen: Kinder und Jugendliche unter 18 benötigen zur Impfung die elterliche Einwilligung. Wenn die nicht vorliegt, werden Kinder möglicherweise zum Opfer der Impfskepsis ihrer Eltern.“

Nach Angaben des RKI (Stand: 28.12) sind in Bayern mittlerweile über 50 Prozent der 12- bis 17jährigen vollständig geimpft; die Zahl dürfte angesichts der verschiedenen Impfangebote weiter steigen. „Die Impfung ist und bleibt der beste Schutz vor eine Infektion und die beste Maßnahme im Kampf gegen die Pandemie“, so Bammessel. Dennoch sollte verhindert werden, dass durch eine Ausweitung der 2G- bzw. 2GPlus-Regel auf Kinder und Jugendliche zu einer Ausgrenzung und Stigmatisierung nicht Geimpfter komme.

Das bayerische Kabinett hatte die Ausnahmen von den geltenden 2G- bzw. 2Plus-Regeln für Kinder und Jugendliche über 14 Jahren mit der fünften Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vom 23. 12. erneut befristet verlängert; von den verschärften Corona-Vorgaben, die seit dem 28. Dezember gelten, sind sie damit weiterhin nicht betroffen und können bis zum 12. Januar uneingeschränkt Gastronomiebetriebe besuchen oder am Training im Sportverein teilnehmen. Ab dem 13. Januar drohen Kindern und Jugendlichen nach jetzigem Stand massive Einschränkungen.

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