Vorsicht – zerbrechlich.

Diakonie Bayern tritt Bündnis gegen Schütteltrauma bei

Nürnberg, 4. 12. 2017 Zusammen mit dem bundesweiten „Bündnis gegen Schütteltrauma” klärt das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) im Auftrag des Bundesfamilienministeriums über die Gefahren des Schüttelns von Säuglingen und Kleinkindern auf. Auch die Diakonie Bayern ist dem „Bündnis gegen Schütteltrauma” beigetreten und unterstützt die Maßnahmen zur Prävention von Schütteltrauma. „Wenn verzweifelte Eltern einen schreienden Säugling im Affekt schütteln, können sie ihm schwere lebenslange Behinderungen zufügen.”, so Sandra Schuhmann, Fachvorständin der Diakonie Bayern. Jährlich werden schätzungsweise zwischen 100 bis 200 Säuglinge und Kleinkinder mit Schütteltrauma in deutsche Kliniken gebracht.

 

Schon wenige Sekunden Schütteln genügen, um Babys lebensgefährlich zu verletzen, da die Nackenmuskulatur den vergleichsweise großen Kopf noch gar nicht halten könne. Vielen Eltern sei das nicht bewusst, so Schuhmann. „Gesunde Säuglinge können im zweiten und dritten Lebensmonat bis zu drei Stunden täglich weinen – da sie noch keine andere Möglichkeit haben, ihre Bedürfnisse auszudrücken, ist Schreien ihr einziger Weg um zu zeigen, dass ihnen etwas fehlt.“ Zu den Folgen des Schüttelns zählen Hirnblutungen, Epilepsie oder auch eine lebenslange schwere Behinderungen.

 

Eltern von Säuglingen, die viel schreien, steht bereits seit November die bundesweite Beratungsstellensuche www.elternsein.info zur Verfügung. Die Suche enthält die Daten von rund 500 qualifizierten Schreiambulanzen und Beratungsstellen öffentlicher und freier Träger und wird stetig erweitert.

 

Dem Bündnis gehören rund zwanzig Verbände, Vereine und Institutionen aus dem Gesundheitswesen, dem Kinderschutz und der Kinder- und Jugendhilfe an. Durch die gemeinsame Aktion sollen möglichst alle Eltern von Säuglingen und werdende Eltern erreicht werden. Auch die Diakonie in Bayern bietet in den Erziehungsberatungsstellen Hilfen für Eltern schreiender Babys an.

 

Mehr Informationen finden Sie unter:

www.fruehehilfen.de

www.elternsein.info

 

Die Beratungsstellen der Diakonie Bayern finden Sie unter www.beratung-in-bayern.de.

Ihr Kontakt

Daniel Wagner Pressesprecher