Spendenbilanz 2012 von „Brot für die Welt“ vorgelegt. Höchster Spendenanteil aus Bayern.

Berlin/Nürnberg, 14.08.2013 Die Aktion „Brot für die Welt“ erhielt 2012 in Bayern Spenden in Höhe von 8.146.279 Euro. Dies ist erneut der Spitzenplatz unter den Landes- und Freikirchen. Das Ergebnis setzt sich zusammen aus direkten Überweisungen an die evangelische Hilfsorganisation und Kollekten und Spenden, die in den 1.560 bayerischen Kirchengemeinden gesammelt wurden.

 

Insgesamt wurden aus Bayern Spenden in Höhe von 4.981.091,70 Euro an Brot für die Welt weitergeleitet. Das bedeutet nach dem guten Ergebnis des Vorjahres eine erneute Steigerung um über 2,9 % (155.560,52 Euro).

 

„Mit einem bundesweiten Jahresergebnis von über 55 Millionen Euro im Jahr 2012 ist ‚Brot für die Welt‘ gut aufgestellt, um sich weltweit für Gerechtigkeit zu engagieren“, sagte Michael Bammessel bei der Vorstellung der Zahlen heute in Nürnberg. Bammessel dankte allen Spenderinnen und Spendern sowie den Kirchen, Gemeinden und Entscheidungsträgern für ihre Unterstützung. „Wir freuen uns, dass es in Bayern gelungen ist, ein so herausragendes Ergebnis zu erzielen.“

 

Mehr als 2.000 Projekte in über 90 Ländern hat Brot für die Welt im vergangenen Jahr gefördert, davon wurden 1379 neu bewilligt. Dabei ging der Hauptanteil der Spendengelder wieder nach Afrika, wo vor allem Ernährungsprojekte gefördert werden. Bammessel betonte, Agrarpolitik dürfe der Entwicklungspolitik nicht widersprechen. „Kleinbäuerliche Landwirtschaft muss gestärkt werden, sozial und ökologisch bedenkliche Importe von Futtermitteln sollten hingegen reduziert werden.“

 

Etwa 3.000 Stipendiatinnen und Stipendiaten ermöglicht Brot für die Welt eine Ausbildung, davon etwa 200 in Europa. Mehr als 90% von ihnen übernehmen später Führungspositionen bei Partnerorganisationen. Die Gesamtausgaben für Projekte beliefen sich 2012 insgesamt auf 234,6 Millionen Euro.

 

Von einer neuen Bundesregierung erwarte ‚Brot für die Welt‘, dass sie globale Zukunftsfragen wie Hunger, Klimawandel und bewaffnete Konflikte angeht. Nach wie vor müssten drei Milliarden Menschen mit weniger als zwei US-Dollar am Tag auskommen. Michael Bammessel: „Das ist und bleibt ein Skandal.“