Nürnberg, 26.11.2025 Mit einem Festgottesdienst in der St. Anna-Kirche in Augsburg wird am 1. Adventssonntag (30. November) um 10.00 Uhr die 67. Aktion Brot für die Welt für Bayern eröffnet. Das evangelische Entwicklungswerk stellt seine diesjährige Spendenaktion unter das Motto „Kraft zum Leben schöpfen“ und richtet den Fokus auf die weltweite Versorgung mit sauberem Wasser sowie auf die enge Verbindung zwischen Wasser, Ernährungssicherung und Klimagerechtigkeit. Denn: Weltweit haben mehr als zwei Milliarden Menschen keinen verlässlichen Zugang zu sicherem Trinkwasser.
In vielen Regionen verschärft die Klimakrise die Lage zusätzlich. Dürren, unregelmäßige Niederschläge und unfruchtbares Ackerland bedrohen die Existenz zahlreicher kleinbäuerlicher Familien. Brot für die Welt arbeitet daher mit Partnerorganisationen in nahezu 90 Ländern zusammen, um den Zugang zu Wasser zu verbessern, nachhaltige Landwirtschaft zu fördern und die Widerstandskraft lokaler Gemeinschaften zu stärken.
Ein Beispiel für die konkrete Unterstützung von Brot für die Welt: Kleinbauernfamilien im peruanischen Andenhochland entwickeln mit Unterstützung der Partnerorganisation ARARIWA Methoden, um den knappen Regen besser zu nutzen, Wasser zu speichern und so ihre Ernten zu sichern. Solche Projekte verdeutlichen, wie lokal angepasste Strategien zu mehr Ernährungssicherheit führen und Gemeinden befähigen, den Folgen des Klimawandels zu begegnen.
Die Predigt im Eröffnungsgottesdienst hält Pfarrerin Dr. Sabine Weingärtner, Präsidentin des Diakonischen Werks Bayern; die Eröffnung der 67. Aktion in Bayern selbst übernimmt Regionalbischof Klaus Stiegler aus dem Kirchenkreis Schwaben-Altbayern. Kirchengemeinden in ganz Bayern beteiligen sich mit Kollekten, eigenen Veranstaltungen und inhaltlichen Angeboten an der Aktion.
Brot für die Welt, das Entwicklungswerk der evangelischen Landes- und Freikirchen in Deutschland, wurde 1959 gegründet und gehört zu den bekanntesten und erfolgreichsten Hilfsaktionen der Bundesrepublik. Seit ihrer Gründung im Jahr 1959 wurden alleine in Bayern über 300 Millionen Euro gesammelt. Im vergangenen Jahr förderte das Entwicklungswerk weltweit knapp 3.000 Projekte in 81 Ländern. Regionale Schwerpunkte waren Afrika mit ca. 800 Projekten sowie Asien und der Pazifikraum mit ca. 700 Projekten. Die durchschnittliche Laufzeit der Projekte beträgt drei Jahre. Traditionell ist die Weihnachtskollekte in den rund 14.000 evangelischen Gemeinden Deutschlands für Brot für die Welt bestimmt. Die bundesweite Aktion Brot für die Welt wird wie in jedem Jahr traditionell am ersten Advent eröffnet.