Eröffnet. 54. Aktion Brot für die Welt

Nürnberg/Erbendorf, 2. Dezember 2012. Am 1. Advent eröffnete Regionalbischof Dr. Hans-Martin Weiss in der Erbendorfer Martin-Luther-Kirche im Dekanatsbezirk Weiden die 54. Aktion Brot für die Welt. Anschließend warfen Weiß, Diakoniepräsident Michael Bammessel, der im Eröffnungsgottesdienst die Predigt gehalten hatte, und die Pfarrerin der Gastgebergemeinde, Gertrud Göpfert, die ersten Spendentüten in die neue Spendendose, die künftig bei den bayerischen Aktionseröffnungen an das gastgebende Dekanat weitergereicht wird.

„Brot für die Welt heißt zuallererst Interesse für die Welt, Interesse und Wertschätzung für die Menschen, die sonst im Schatten stehen“, sagte der bayerische Diakoniepräsident Michael Bammessel in seiner Predigt zur Eröffnung der 54. Aktion. Vielerorts auf dieser Erde, insbesondere auf der südlichen Erdhalbkugel, herrscht Hunger, obwohl er vermeidbar wäre. Denn fruchtbares Land gibt es in Ländern wie Guatemala genug. Doch die kleinen Bauernfamilien haben oft keinen schriftlichen Nachweis, dass der Boden, den sie seit Generationen bewirtschaften, ihnen gehört. Auf diese Weise haben Großgrundbesitzer und/oder globale Konzerne leichtes Spiel. Sie können diesen Bauern zu lächerlich niedrigen Preisen ihr Land abkaufen oder sie einfach gleich vertreiben. Auf diesen Flächen werden dann zum Beispiel Wälder abgeholzt, Bodenschätze gefördert oder es werden Pflanzen für den Export in die reichen Länder angebaut: beispielsweise Zuckerrohr für Biosprit oder Ananas, die den europäischen Winter versüßen. Das spült Geld in die Kassen derer, die das Land ausbeuten. Aber die Menschen, die in diesen Ländern leben, werden davon nicht satt. Sie müssen hungern, obwohl es genug fruchtbaren Boden gibt.

 

Brot für die Welt setzt sich dafür ein, dass der Landraub aufhört: mit Projekten, die Kleinbauern in ihrem Kampf gegen die Vertreibung unterstützen und mit Lobbyarbeit für eine internationale Regulierung des Umgangs mit der Ressource Land. Damit der Boden wieder zuerst die satt macht, die darauf leben.

 

Eine weitere Veranstaltungen zur 54. Aktion „Brot für die Welt:

 

4. Dezember 2012, 19.30 Uhr, Haus der Gemeinde, Wolframstr. 2, Weiden

„Wettlauf um Land und Ressourcen – Probleme und Herausforderungen für Bauern in Guatemala und Bayern“.

Gast: Rev. José Pilar Alvarez Cabrera von der Lutherischen Kirche Guatemalas (ILUGUA)

Neben der Information über das Projekt in den Granadillas-Bergen möchten wir auch den Bogen schlagen zwischen dem Wettlauf der Kleinbauern in Guatemala um Land und Ressourcen, den Problemen und Herausforderungen bayerischer Landwirte und unserer Verantwortung als Konsumentinnen und Konsumenten.

 

Informationen zu den Öffnungszeiten der Ausstellung und den vielen anderen Veranstaltungen zu Brot für die Welt im Dekanatsbezirk Weiden: www.brot-fuer-die-welt.de/bayern

Ihr Kontakt

Daniel Wagner Pressesprecher