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Diakonie würdigt verstorbenen Landesbischof Johannes Friedrich:

„Ein Freund und verlässlicher Partner der Diakonie in Bayern.“

Nürnberg, 03.09.2025 „Die Diakonie in Bayern hat Johannes Friedrich viel zu verdanken – und verliert mit ihm einen verlässlichen Partner im Miteinander von Kirche und Diakonie“. So würdigt Diakoniepräsidentin Dr. Sabine Weingärtner den heute verstorbenen Altbischof Dr. Johannes Friedrich. „Die Arbeit und die Themen der Diakonie waren ihm stets ein großes Anliegen.“

Weingärtner erinnerte an verschiedene Synoden, die sich mit diakonischen und sozialpolitischen Themen beschäftigten, wie etwa die sogenannte „Familiensynode“ im Jahr 2000. „Mit dem Wort der Synode ‚Familie – auch in Zukunft‘ hat sich die ELKB unter Landesbischof Friedrich nicht nur klar zur gesellschaftlichen Bedeutung der Familie geäußert, sondern darin auch die Vielfalt familiärer Lebensformen anerkannt.

„Aus heutiger Sicht war das geradezu wegweisend.“ Gleiches gelte für die Frühjahrssynode 2006 in Bad Alexandersbad. „Diese Diakoniesynode war prägend für das Miteinander von Kirche und Diakonie – nicht zuletzt durch die Verabschiedung des Diakoniegesetzes, das Friedrich damals entschieden mit vorangetrieben hat.“

Auch mit der gemeinsamen Aktion „Ich gehe aufrecht – denn Du hast mich berührt“, die das Leben mit HIV in den Mittelpunkt stellte, hätten die bayerische Landeskirche und die Diakonie in Bayern unter Beweis gestellt, dass sie auch im praktischen und sozialpolitischen Einsatz eng miteinander verbunden seien, so die Diakoniepräsidentin.

Bis zuletzt habe sich Friedrich für das von ihm im Jahr 2005 mitgegründete „Bayerische Bündnis für Toleranz“ eingesetzt - heute der größte Zusammenschluss aus staatlichen, zivilgesellschaftlichen und religionsgemeinschaftlichen Akteuren im Einsatz gegen rechtsextremistische, rassistische und antisemitische Tendenzen in der Gesellschaft. „Die Feier zum zwanzigsten Geburtstag des Bündnisses im Sommer konnte er – wenn auch deutlich geschwächt – noch miterleben.“

Der 1948 in Bielefeld geborene Friedrich war von 1979 bis 1985 Studierendenpfarrer in Nürnberg und anschließend für die Evangelische Kirche in Deutschland Pfarrer und Probst an der Erlöserkirche in Jerusalem. Von 1991 bis 1999 leitete Friedrich als Dekan den Dekanatsbezirk Nürnberg. 1999 wurde er zum Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern gewählt und wirkte in dieser Funktion 12 Jahre.

Nach Auskunft seiner Familie hat der Verstorbene bereits zu Lebzeiten den Wunsch geäußert, dass im Rahmen seiner Beerdigung auf Blumen verzichtet werden soll; stattdessen hat er um Spenden zugunsten von Brot für die Welt gebeten. Dies ist unter folgender Bankverbindung möglich:

Empfänger:        Diakonisches Werk Bayern

IBAN:                  DE74 5206 0410 0000 5555 50

Anlass:               Beerdigung Altlandesbischof Johannes Friedrich

Ihr Kontakt

Daniel Wagner Pressesprecher