Aus Fremden werden Freunde.

Diakonie Bayern sammelt für die Flüchtlingsarbeit

Nürnberg/Regensburg 29.02.2016 Mit einem gemeinsamen Besuch in einer Einrichtung für junge Flüchtlinge und Migranten haben der Präsident der Diakonie Bayern, Michael Bammessel, sowie Bayerns Sozialministerin Emilia Müller auf die Frühjahrssammlung der bayerischen Diakonie aufmerksam gemacht. „Die Integration der Flüchtlinge, die bei uns bleiben werden, ist eine der Zukunftsaufgaben für unsere Gesellschaft. Wenn wir sie meistern, wird es ein Gewinn für unser Land sein“, so Bammessel anschließend vor der Presse. Er betonte die gemeinsamen Anstrengungen von Freistaat und Wohlfahrtsverbänden, diesen Menschen eine dauerhafte Perspektive zu ermöglichen.

 

Beim traditionellen Rollentausch von Diakoniepräsident und Sozialministerin anlässlich der Frühjahrssammlung der Diakonie arbeiteten Bammessel und Müller in der Jugendwerkstatt Regensburg mit und nahmen gemeinsam mit jungen Migranten an einem Nähkurs teil.

 

Bammessel betonte anschließend, dass von jungen Migranten und Migrantinnen zu Recht ein Eigenbeitrag zur Integration in ihre zukünftige Heimat erwartet und auch gefordert werden dürfe. Bammessel: „Insofern ist der Ansatz des Bayerischen Integrationsgesetzes, das ja seit einigen Tagen im Entwurf  vorliegt, im Grundsatz richtig. Zwar wird über die Details im Einzelnen noch zu sprechen sein, den Ansatz ‚Fördern und Fordern‘ jedoch halten wir durchaus für angemessen.“

 

Bammessel würdigte ausdrücklich das Engagement des Freistaates für die Integration von Flüchtlingen. Man sei zwar in der Flüchtlingspolitik nicht immer einer Meinung. Er freue sich aber darüber, dass der Freistaat insbesondere für die Integrationsmaßnahmen beträchtliche Mittel zur Verfügung stelle – sowohl im Rahmen des Staatshaushaltes als auch im Rahmen des Programms ‚Zusammenhalt fördern, Integration stärken‘. Bammessel: „Ich weiß, dass die Diakonie in Bayern und die bayerische Staatsregierung hier im Grundsatz die gleichen Ziele verfolgen, nämlich den Menschen, die hier in Deutschland bleiben, ein tragfähiges Fundament für ihr Leben bei uns zu vermitteln.“

 

Bayerns Sozialministerin Emilia Müller ergänzte: „Die Staatsregierung setzt bei der Integration auf drei Säulen: Sprache, Arbeit, Wertevermittlung. Wir investieren 548 Millionen Euro, damit Flüchtlinge schnell eigenständig im Alltag zurechtkommen und eine Arbeit finden können. Das ist unser wichtigstes Ziel, damit Bayern wirtschaftlich stabil bleibt und ein friedliches Zusammenleben in unserer Wertegemeinschaft gelingen kann.“   

 

Die Mittel der Frühjahrssammlung 2016, die vom 7. bis zum 13. März in ganz Bayern stattfindet, kommen unter anderem den Angeboten der bayerischen Diakonie für Flüchtlinge zugute. Im vergangenen Jahr belief sich das Ergebnis der Frühjahrssammlung auf 717.000 Euro – etwa 50.000 weniger als im Vorjahr.

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Daniel Wagner Pressesprecher