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Pressemeldungen der Diakonie in Bayern

Pressearchiv 2017

Der Zeit voraus.

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Diakonie Neustadt-Aisch feiert Geburtstag

Nürnberg, 24. Oktober 2017 Was im Raum der bayerischen Diakonie mittlerweile an vielen Orten diskutiert und praktiziert wird – die Diakonie Neustadt-Aisch hat bereits vor vierzig Jahren damit begonnen: Die Zusammenarbeit über Dekanatsgrenzen hinweg. „Zu einer Zeit, als andernorts noch jeder Dekanatsbezirk sein eigenes Diakonisches Werk hatte, haben sich in diesem Teil Westmittelfrankens vier Dekanate zu einem gemeinsamen Werk zusammengeschlossen. Heute ist diese Zusammenarbeit eine Selbstverständlichkeit,“ so Michael Bammessel, der Präsident der bayerischen Diakonie, zum vierzigjährigen Jubiläum des Träger in Mittelfranken.

Das regionale Diakonische Werk ist zuständig für die diakonische Arbeit in den evangelischen Dekanaten Bad Windsheim, Markt Einersheim, Uffenheim und Neustadt an der Aisch, wo sich auch der Sitz des Werkes befindet. Gefeiert wird das Jubiläum jedoch bewusst in Bad Windsheim, um die regionale Vielfalt des Werks sichtbar zu machen.

Angefangen hat alles mit einer Erziehungsberatungsstelle, die zuvor keinen Träger fand, und schnell kamen weitere Beratungsstellen hinzu: die Suchtberatung, die Schuldnerberatung und der Sozialpsychiatrische Dienst. In den neunziger Jahren engagierte sich die Diakonie in Neustadt an der Aisch dann auch in einem klassischen diakonischen Aufgabenfeld, der Altenhilfe. In den vergangenen Jahren kam als weiteres Arbeitsfeld die Asylsozialarbeit dazu, die mittlerweile gemeinsam mit der Caritas angeboten wird. Für 2018 ist zudem die Eröffnung eines weiteren Seniorenheims in Diespeck geplant. Mit knapp 500 Mitarbeitenden ist die Diakonie Neustadt-Aisch mittlerweile der größte gemeinnützige Träger im Landkreis und gleichzeitig auch einer der größten Arbeitgeber.

Bammessel: „Die Vernetzung, die vor vier Jahrzehnten begann, hat sich also bewährt und reiche Frucht getragen. Ich wünsche den Mitarbeitenden der Diakonie Neustadt-Aisch auch für die Zukunft alles Gute und Gottes Segen.“

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„Die Kirche braucht eine Vitaminspritze"

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Für neue Ansätze der Zusammenarbeit

Nürnberg, 20. Oktober 2017 Für eine verbesserte Zusammenarbeit von Kirche und Diakonie plädiert der Präsident der Diakonie Bayern. Bei einem Vortrag in Fürth anlässlich des bevorstehenden Reformationsjubiläums empfahl er beiden eine Vitaminspritze: „Kirche braucht ein wenig Vitamin D(iakonie), die Diakonie hingegen etwas Vitamin E(vangelium).“ Kirche ohne diakonisches Engagement werde einseitig und verliere an Glaubwürdigkeit. Die Diakonie ohne geistliches Leben hingegen werde zum reinen „Betrieb“.

Beides, so Bammessel, müsse aufeinander bezogen sein und so gegen den Trend zum gegenseitigen „Outsourcen“ arbeiten. „Wenn die Kirche für die sozialen Probleme an die Diakonie verweist und die Diakonie sich ihrerseits nur darum und nicht mehr auch um die Religion kümmert, fällt auseinander, was eigentlich zusammengehört.“ Zwar ließen sich die unterschiedlichen Schwerpunkte durch die jeweiligen Rahmenbedingenden erklären. „In der Diakonie muss aufgrund der Finanzierung durch die Kostenträger und die öffentliche Hand haarscharf gerechnet werden, die Kirchengemeinde hat hingegen eine – wenn auch kleine - Grundausstattung.“  Und es könne auch sinnvoll sein, manches organisatorisch zu trennen.

Bammessel plädiert dennoch für neue Ansätze der Zusammenarbeit. So werde etwa die zunehmende Inklusion zunehmend auch im alltäglichen Gemeindeleben spürbar werden: „Menschen mit Unterstützungsbedarf gehören mitten in das normale Leben.“ Verstärkt werde dieses Phänomen durch die zunehmende Auflösung der Großeinrichtungen der Behindertenhilfe. „Wenn Menschen mit einer Behinderung allein oder in einer Wohngruppe vor Ort leben, werden sie automatisch Teil der Kirchengemeinde.“

Auch den Bedarf in der Pflege bekäme man nur in den Griff, wenn „Dinge ineinander greifen: Pflege in der Familie, ambulante Dienste, Tagespflege ehrenamtliche Besuchsdienst und eben auch Teilhabe am Gemeindeleben.“

Bammessel: „Wir haben die Chance, das Anliegen des Diakonievaters Johann Hinrich Wichern wieder neu zu leben. Die Diakonie ist „meine Diakonie“ – das muss wieder Grundhaltung der Kirche und der kirchlich Engagierten werden.“

 

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„Fußball international“ gewinnt

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Diakonie Bayern prämiert vorbildliche ehrenamtliche Integrationsprojekte

Nürnberg, 19.10.2017 „Hier kommst du an“, so lautet das Jahresthema 2017/2018 der bayerischen Diakonie, und so heißt auch das Motto des diesjährigen Diakonie-Wettbewerbs. Die Ausschreibung fördert vier herausragende Projekte, die nachweislich erfolgreich zur Integration von Flüchtlingen in unsere Gesellschaft beitragen.

Zu Beginn der Flüchtlingswelle standen die Willkommenskultur und die Erstversorgung der Menschen im Mittelpunkt. Nun entwickeln sich die Initiativen und Hilfsangebote weiter. Die neuen Mitbürgerinnen und Mitbürger müssen ihren Platz in unserer Gesellschaft finden und wirklich bei uns ankommen. Auch bei diesem Prozess ist das ehrenamtliche Engagement der entscheidende Schlüssel. Der Diakonie-Wettbewerb 2017 fördert diese Hilfe. 

Alle mehr als 1.300 Mitglieder des Diakonischen Werkes Bayern − z. B. diakonische Einrichtungen und Träger, Diakonievereine und Kirchengemeinden − konnten beim diesjährigen Wettbewerb mitmachen. Die Ausschreibung erfolgte zum 1. Februar 2017. Zum Einsendeschluss am 31. Mai 2017 lagen 18 qualifizierte Bewerbungen vor. Die siebenköpfige Jury, die sich aus dem Kreis der Organisatoren sowie externen Expertinnen Experten zusammensetzte, wählte die drei Preisträger für die regulären Preise aus. Sie schlug der Gumbertus Stiftung Ansbach, die den Wettbewerb heuer mit einem Sonderpreis in Höhe von 1.000 Euro unterstützt, drei weitere Projekte vor, unter denen der Stiftungsvorstand seine Wahl für die Preisvergabe traf. 

Folgende Preisträger wurden auf der Preisverleihung im Rahmen der Mitgliederversammlung des Diakonischen Werkes Bayern im „südpunkt“ Nürnberg ausgezeichnet: 

Der erste, mit 2.000 Euro dotierte Preis, gespendet vom Versicherer im Raum der Kirchen, geht an den Fußballverein „Herzogsägmühle International“

Die CURACON Wirtschaftsprüfungsgesellschaft spendet den zweiten Preis in Höhe von 1.500 Euro. Prämiert wird das Laurentius-Gymnasium der Diakonie Neuendettelsau für ein Kooperationsprojekt zur Sprachförderung zwischen Gymnasiast/-innen und Grundschüler/-innen mit Migrationshintergrund.  

Der dritte, mit 1.000 Euro dotierte Preis der Evangelischen Bank zeichnet die Ehrenamtsarbeit des Diakonischen Werkes Schweinfurt in der Flüchtlingshilfe aus.

Das Lernpaten-Projekt für Kinder aus Asyl- und Flüchtlingsfamilien des Diakonischen Werkes Freising erhält den Sonderpreis der Gumbertus Stiftung Ansbach in Höhe von 1.000 Euro.

Beim 2015 gegründeten Fußballverein „Herzogsägmühle International“ spielen Flüchtlinge aus verschiedensten Nationen mit. Fußball fördert ihre Integration: Sport und Spaß stehen im Mittelpunkt und helfen Stress und Sorgen zu vergessen. Die junge Mannschaft hat Erfolg: Von den Spielern aus Asien, Afrika und Europa konnten vier bereits in einen deutschen Fußballverein integriert werden. 

Das Kooperationsprojekt des Laurentius-Gymnasiums Neuendettelsau ist ein Projekt von Schüler/-innen für Schüler/-innen: Die 15 bis 20 beteiligten Gymnasiast/-innen organisieren aus eigener Initiative ihr ehrenamtliches Engagement. Sie unterrichten in ihren Freistunden rund dreißig Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund an der Grund- und Mittelschule. Von den Schulleitungen bekommen sie Unterstützung. Die Lernfortschritte der Kinder mit Migrationshintergrund sind signifikant. Das Verständnis der Schüler/-innen füreinander wächst, und es entwickeln sich sogar Freundschaften. 

Um die enormen Integrationsaufgaben der Flüchtlinge in Schweinfurt zu bewältigen, arbeiten bei der örtlichen Diakonie Haupt- und Ehrenamtliche eng zusammen. Bei der Asylsozial- und Migrationsberatung der Diakonie Schweinfurt, die von 2015 bis 2017 von zwei auf zwölf Mitarbeiter/-innen ausgebaut wurde, engagieren sich knapp 300 Ehrenamtliche in verschiedenen Helfer- und Arbeitskreisen. Es wurden 60 Ehrenamtliche zu Behörden-begleiter/-innen ausgebildet. Weiter Aufgabenschwerpunkte sind die Wohnungsbörse und WohnIntegrationsPatenschaften. Das Diakonische Werk Schweinfurt kümmert sich mit einer eigenen „Ehrenamtsakademie“ um qualifizierte Fort- und Weiterbildungen. Mit Erfolg: Das ehrenamtliche Engagement ist in den letzten Jahren gewachsen und hat sich verstetigt. 

Das Diakonische Werk Freising hat in Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Bildungswerk Freising das Lernpaten-Projekt für Kinder aus Asyl- und Flüchtlings-familien entwickelt. Der Bedarf ist sehr hoch: Im Landkreis leben 2.200 Asylbewerber/-innen und ca. 10.000 Einwohner/-innen mit Migrationshintergrund. Davon sind viele Familien mit Kindern, die Lernförderung, Lernbegleitung und Unterstützung brauchen. Nach dem erfolgreichen ersten Projektdurchlauf mit neun Teilnehmer/-innen 2016 fand 2017 ein zweiter Durchlauf mit 10 Teilnehmenden statt. 

Das ehrenamtliche Engagement der vier Preisträger wurde während der Preisverleihung jeweils in Form eines kurzen Filmes vorgestellt. Die Filme sind u. a. auf youtube eingestellt: bit.ly/2yyMeNt

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Mitgefangen, mitgehangen.

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Kindern aus Hartz-IV-Familien wird der Aufstieg verwehrt.

 

Nürnberg, 19. Oktober 2017 „Kinderarmut ist die Folge davon, dass die großen sozialen Risiken wie Alter, Krankheit oder Arbeitslosigkeit sozialisiert sind und von den versicherungspflichtig Beschäftigten finanziert werden – während die Kinderkosten vorwiegend von den Eltern selber getragen werden.“ Zu diesem Schluss kommt Professor Anne Lenze von der Hochschule Darmstadt. Auf der Mitgliederversammlung der Diakonie Bayern, die heute in Nürnberg stattfindet, stellte sie fest: „Die Kinder von Hartz IV-Empfängern werden so knapp gehalten, dass der Anschluss an die Mittelschicht in der Regel nicht gelingen kann.“

Lenze zufolge hat das Beschäftigungswachstum der vergangenen Jahre nichts an der Kinderarmut geändert, denn 21 Prozent aller Beschäftigten arbeiten im Niedriglohnbereich: „Auch mit dem Mindestlohn von 8,55 Euro lässt sich kein Kind unterhalten.“ Die Kosten für Kinder könnten von gut verdienenden Eltern der Mittelschicht getragen werden, nicht aber von Arbeitslosen, Geringverdienern und Alleinerziehenden. „Deswegen finden sich in diesen Konstellationen die meisten armen Kinder.“ Hinzu komme die hohe Belastung durch die Kosten für die Miete. „In bestimmten Städten wie München oder Freiburg macht die Miete schon die Hälfte des Familieneinkommens aus.“

Die vorhandenen Sozialleistungen für Kinder der betroffenen Familien bewertet Lenzte kritisch. Ein Geflecht von gegenseitig anzurechnenden Sozialleistungen verhindere, dass sich die Situation armer Kinder in Deutschland verbessere. Hinzu kommt, dass gerade Geringverdiener besonders hart davon betroffen sind, dass die Unterhaltskosten für Kinder nicht von der Bemessungsgrundlage der Sozialversicherung abgezogen werden können. 

Lenze fordert darum, dass die Kosten für den Unterhalt von Kindern in niedrigen Einkommensbereichen vollständig vom Staat übernommen werden. Die verschiedensten Leistungen für Kinder und Familien sollten zu einem „großen Kindergeld“ bzw. zu eine Kindergrundsicherung zusammengefasst werden, wie es auch die Diakonie in Bayern vorgeschlagen hat. 

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„Zu vieles ist noch unklar.“

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Geschäftsführende der Diakonie Bayern fordern Verschiebung der bayerischen Integrationsrichtlinie bis Ende 2018

Nürnberg 09.10.2017 Vor einem Schnellschuss bei der geplanten „Beratungs- und Integrationsrichtlinie“ (BIR) des Bayerischen Sozialministeriums haben in Nürnberg die Geschäftsführenden der Diakonie in Bayern gewarnt. Zu viele Fragen seien noch ungeklärt, so die Konferenzteilnehmenden. Man begrüße zwar die vom Sozialministerium geplante Zusammenlegung von Asylsozial- und Migrationsberatung. „Dies sollte aber erst nach gründlicher Diskussion und unter Beteiligung aller Partner geschehen“, so das Votum der Geschäftsführenden der Diakonie Bayern in Nürnberg.

Die Richtlinie sieht u.a. vor, die bislang getrennten Beratungsbereiche zusammenzulegen und aus einem gemeinsamen Budget zu finanzieren. Grundlage für die Budgetbemessung sollen nach dem Willen des Sozialministeriums die Zahlen aus dem Ausländerzentralregister sein. In der Datenbank werden alle in Deutschland lebenden Ausländer und Ausländerinnen erfasst, jedoch ist der Datenbestand häufig nicht aktuell. Zudem lassen allein die Gesamtzahlen der in einer Stadt oder einem Landkreis lebenden Ausländer keine Rückschlüsse auf den tatsächlichen Beratungsbedarf einzelner Gruppen zu. Denn erfasst werden neben Asylsuchenden etwa auch ausländische Hochschulprofessoren oder Mitarbeitende internationaler Konzerne.

Die Vertreter und Vertreterinnen die Diakonie begrüßten zwar ausdrücklich, dass die Richtlinie die gesamte Breite der verschiedenen Beratungsangebote, darunter etwa auch die Hausaufgabenhilfen und die Integrationslotsen, erfasse.  „Bis heute wissen wir aber noch nicht, wer zukünftig wofür zuständig sein soll, wie der Stellenschlüssel aussieht, und wie hoch das Budget sein wird“, kritisiert die Diakonie den Richtlinienentwurf. „Bei einem so zentralen und komplexen Thema wie der Integration sollte auf Schnellschüsse verzichtet werden.“

Weiterhin gebe es auch zukünftig keinen Rechtsanspruch auf Förderung der Beratungsangebote. „Im Gegensatz - dies wird gleich in der Präambel der geplanten Richtlinie verneint und auf die jeweilige Kassenlage verwiesen.“ Es dürfe nicht sein, dass die Asylsozial- und Migrationsberatung weiterhin nur unter dem Finanzierungsvorbehalt des Freistaates möglich sein soll.

Die Geschäftsführendenkonferenz der Diakonie Bayern tagt dreimal jährlich; hier treffen sich Vertreter und Vertreterinnen von etwa 70 diakonischen Trägern aus dem Freistaat.

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Leben bis zuletzt.

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Diakonie Bayern eröffnet Herbstsammlung 2017

Fast alle Menschen wünschen sich, zuhause und in ihrer vertrauten Umgebung zu sterben. Die Wirklichkeit aber sieht anders aus, wie eine Studie aus dem Jahr 2015 zeigt: Die meisten Menschen sterben in Deutschland nach wie vor nicht zuhause, sondern im Pflegeheim, im Hospiz oder im Krankenhaus. Hier endet jedes zweite Leben in Deutschland. Nur jeder vierte Mensch stirbt dort, wo er es sich eigentlich gewünscht hat: zuhause.

Trotz der jüngsten Würdigung durch das Hospiz- und Palliativgesetz: Die Begleitung von Menschen am Lebensende ist ein gesellschaftlich wichtiges Thema und stellt die privaten und öffentlichen Träger im Sozial- und Gesundheitsbereich vor große Herausforderungen. Problematisch sind etwa der Personal- und Zeitmangel in Pflegeeinrichtungen und ambulanten Diensten. Denn Sterbebegleitung, ob zu Hause, im Hospiz oder in einer Pflegeeinrichtung, beinhaltet immer auch Abschieds- und Trauerbegleitung. Viele diakonische Einrichtungen arbeiten deshalb eng mit der Hospizbewegung und den örtlichen Hospizvereinen zusammen, um den Bewohnerinnen und Bewohnern im Abschied zur Seite zu stehen. Neben den Hauptberuflichen unterstützen so ehrenamtliche Hospizbegleiter Sterbende und ihre Familien auf dem letzten Lebensabschnitt. Für die Ausbildung der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden in der Sterbebegleitung und andere diakonische Leistungen bittet das Diakonische Werk Bayern vom 09. bis 15. Oktober 2017 um Spenden.

Eröffnet wird die diesjährige Herbstsammlung am

Sonntag, den 8. Oktober

um 10. 00 Uhr

mit einem Gottesdienst in der Kirche St. Johannes
Augsburger Str. 36 a
93051 Regensburg

Die Predigt wird der Präsident der Diakonie Bayern, Michael Bammessel halten.

 

 

Die Begleitung von Menschen am Lebensende steht übrigens auch im Mittelpunkt des Videoblogs „Menschenskind“ der Diakonie Bayern mit Diakoniepräsident Michael Bammessel. Sie finden den Blog im YouTube-Kanal der Diakonie (www.youtube.com/DiakonieBayern) bzw. direkt unter http://bit.ly/2ystoIN

Die traditionelle Herbstsammlung der Diakonie Bayern findet seit über sechzig Jahren statt. Gesammelt wird sowohl in den evangelischen Gottesdiensten, auf der Straße und an den Haustüren. Spenden sind aber auch online unter www.diakonie-bayern.de oder telefonisch unter der Spendenhotline 0800 – 700 50 80 möglich.

30% der Spenden werden vom Diakonischen Werk Bayern für die Projektförderung in ganz Bayern eingesetzt. 70% der Spenden an die Kirchengemeinden verbleiben direkt im Dekanatsbezirk zur Förderung der diakonischen Arbeit vor Ort. Im vergangenen Jahr erbrachte die Herbstsammlung knapp 650.000 Euro.

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„Alleinerziehende verdienen unsere Hochachtung“.

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Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für alleinerziehende Mütter und Väter wird vierzig.

Nürnberg, 05.10.17 „Für allein erzogene Kinder sind Ihre ja ganz nett“ – die Aussage einer Lehrerin beschreibt treffend die Situation Alleinerziehender vor 40 Jahren. „Alleinerziehende erfuhren Ausgrenzung statt Unterstützung. Ein uneheliches Kind war vielerorts eine Schande“, so Michael Bammessel, Präsident der Diakonie Bayern anlässlich des Jubiläums, das am 6. Oktober in Nürnberg gefeiert wird. Diakonie und Kirche reagierten darauf mit der Gründung der „Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für alleinerziehende Mütter und Väter“. Angesichts der Situation vieler Alleinerziehender sei das Engagement für sie heute ebenso wichtig wie vor 40 Jahren. „Über 35 Prozent aller Alleinerziehenden in Bayern gelten als armutsgefährdet, das ist erschreckend.“

Auch wenn die Zahl der Ehescheidungen im vergangenen Jahr leicht gesunken ist – von den über 160.000 geschiedenen Ehen im Jahr 2016 war über die Hälfte eine Ehe mit minderjährigen Kindern. Es sei, so Bammessel, mittlerweile zwar keine Schande mehr, sich zu trennen oder scheiden zu lassen: „Das Motto der Arbeitsgemeinschaft, ‚Familie lebt in vielen Formen‘ spiegelt darum auch eine veränderte gesellschaftliche Realität wieder.“ Die Verbesserung der Situation Alleinerziehender bleibe dennoch eine Herausforderung für Politik und Gesellschaft: So stelle die Vereinbarkeit von Familie und Beruf viele Alleinerziehende immer noch vor große Herausforderungen „Es fehlen nicht nur Betreuungsplätze für unter Dreijährige, sondern auch Betreuungsplätze für Schulkinder.“ Besonders problematisch sei dies für Alleinerziehende, die in Früh- oder Spätdiensten oder im Schichtdienst arbeiten. 

Die finanzielle Situation vieler Alleinerziehender wird zudem dadurch erschwert, dass sie nach der Trennung Schulden haben, die beglichen werden müssen. Bammessel: „Über zehn Prozent der Klienten in den deutschen Schuldnerberatungsstellen sind Alleinerziehende.“ Auch die Suche nach angemessenem und bezahlbarem Wohnraum werde angesichts eines angespannten Wohnungsmarktes zunehmend zur Problem für die Betroffenen: „Die Regierungen müssen die Förderung des sozialen Wohnungsbaus noch entschiedener aufstocken als bisher“, so der Diakoniepräsident.

Außerdem tritt Bammessel für eine größere Anerkennung Alleinerziehender ein: „Es ist bewundernswert, was viele Mütter und auch Väter in dieser Situation leisten. Die heutigen Ansprüche an Erziehung, Lebensgestaltung und berufliche Leistung sind schon für Eltern in klassischen Familien oft schwer zu erfüllen. Es verdient Hochachtung, wie Alleinerziehende trotz schwierigster Umstände diese Aufgaben bewältigen.“

In der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für alleinerziehende Mütter und Väter haben sich 40 Träger aus Diakonie und Kirche zusammengeschlossen. Dazu gehören Träger von  Beratungsstellen der Kirchlich allgemeinen Sozialarbeit (KASA), Erziehungsberatungsstellen, Familienbildungsstätten sowie Erwachsenenbildungs-werke. Die Arbeit ist zudem geprägt durch ein hohes ehrenamtliches Engagement.

Mehr zu den Angeboten für Alleinerziehende der Diakonie Bayern finden Sie unter http://bit.ly/2xjrjKm

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„Hier kann ich gehen“

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Hospiz-Ausstellung der Diakonie Bayern vom 9. 10 - 30. 11

Nürnberg, den 2. Oktober 2017 „Hier kann ich gehen. Bilder vom Lebensende in Einrichtungen der Diakonie“, so heißt die Ausstellung des Diakonischen Werkes Bayern e. V. und ihrer Initiative End-of-life-Care vom 9. Oktober bis 30. November 2017. Zur Vernissage am 9. Oktober 2017 um 10.00 Uhr möchten wir Medienvertreter/-innen und alle Interessierte in die Landesgeschäftsstelle des Diakonischen Werkes Bayern einladen.

 

Die 24 Fotos der Ausstellung von Wolfgang Noack sensibilisieren für das Thema „Tod und Sterben“ und machen auf die Einrichtungen und Dienste der Diakonie Bayern im Bereich der Hospizarbeit aufmerksam.

 

Die Vernissage beginnt um 10.00 Uhr mit der Begrüßung durch den Präsidenten des Diakonischen Werkes Bayern Michael Bammessel und dauert bis 11.30 Uhr.

Der Geschäftsführer des Bayerischen Hospiz- und Palliativverbands Dr. Erich Rösch untersucht in seinem Grußwort, welche Bedeutung die Vernetzung für die moderne Hospiz- und Palliativversorgung hat. 

Dr. Thomas Binsack, Vorsitzender des Stiftungsrats der Bayerischen Stiftung Hospiz, erläutert in seinem Grußwort den ganzheitlichen Ansatz bei der Betreuung von Menschen in ihrer letzten Lebensphase.

Beim Rundgang durch die Ausstellung stellen der Fotograf Wolfgang Noack und Frank Kittelberger, Studienleiter an der Evangelischen Akademie Tutzing, die Bilder und den kostenfreien Katalog zur Ausstellung vor.

 

Im Anschluss besteht für Medienvertreter/-innen Gelegenheit zu Interviews und Fotoaufnahmen.

 

Öffnungszeiten der Ausstellung vom 9. Oktober bis 30. November 2017:

Mo-Fr 9.00 -12.00 Uhr

Mo-Do 13.30 -16.00 Uhr

 

Adresse:

Diakonisches Werk Bayern

Landesverband der Inneren Mission e. V.

Pirckheimerstraße 6

90408 Nürnberg

 

Bitte beachten: Am Wochenende ist die Geschäftsstelle geschlossen. Besucherinnen und Besucher werden gebeten, sich an der Pforte zu melden.

Der kostenfreie Katalog zur Ausstellung ist vor Ort erhältlich.

 

Für Rückfragen und weitere Informationen steht Dr. Leonie Krüger gerne zur Verfügung (Tel.: 0911 9354-207, E-Mail: krueger@diakonie-bayern.de).

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Bis zu 1.2 Millionen Menschen in Bayern von dern Folgen der Spielsucht betroffen.

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Aktionstag Glücksspielsucht am 27. September

Nürnberg, 26.09.2017 Auf einen spielsüchtigen Menschen kommen bis zu 20 Angehörige, die unmittelbar oder mittelbar von der Sucht betroffen sind. Darauf weist der Fachverband Suchtkrankenhilfe der Diakonie Bayern vor dem morgigen Aktionstag Glückspielsucht hin. „Allein unter den finanziellen Folgen der Sucht leidet die ganze Familie.“, so der Vorsitzende des Fachverbandes, Matthias Emmer, heute in Nürnberg. Die psychischen Belastungen führen ebenfalls zu massiven Problemen.

 

 

Der Landesstelle Glücksspielsucht zufolge gibt es in Bayern etwa 34.000 Menschen, bei denen von einem pathologischen Spielverhalten gesprochen werden kann, etwa ebenso viele Menschen haben ein problematisches Spielverhalten. Im Vergleich zu 2013 ist die Zahl der Spielsüchtigen im Freistaat um etwa 17 Prozent gestiegen. Damit sind bis zu 1.2 Millionen Menschen im Freistaat von der Spielsucht und ihren Folgen betroffen.

Das häufigste Glücksspiel ist das klassische Lottospiel (knapp 60 Prozent); Automatenspiele hingegen spielen hingegen deutlich weniger Menschen (knapp ein Prozent). Eine immer größere Rolle spielen Online-Angebote wie Sportwetten oder Internetkartenspiele. Bei Jugendlichen – jeder zweite bayerische Jugendliche gab im Jahr 2012 an, bereits einmal an Glücksspielen teilgenommen zu haben – stehen Rubbel- und Aufreißlose an erster Stelle (ca. 30 Prozent), gefolgt von Karten- und Würfelspielen sowie Spielen im Internet. Nicht erfasst wurden Online-Rollenspiele wie „World of Warcraft“ und andere. 

 

Emmer wies auf das Beratungsnetzwerk der Diakonie hin: „Unsere Suchtberatungsstellen sind sowohl für Menschen offen, die ein belastendes Spielverhalten aufweisen, als auch für ihre Angehörigen.“ Aber auch in anderen Beratungsdiensten wie den Ehe- und Familienberatungsstellen oder der Schuldner- und Insolvenzberatung könnten Betroffene und ihre Angehörigen Hilfe finden.

Als pathologisch gilt ein Spielverhalten unter anderem dann, wenn es nicht gelingt, das Glücksspiel zu kontrollieren oder einzudämmen, wenn das Spielverhalten etwa durch Lügen vertuscht wird oder das Spielverhalten Beziehungen oder den Arbeitsplatz belasten oder gar gefährden.

Die Diakonie unterhält Suchtberatungsstellen unter anderem in Hof, Weißenburg-Gunzenhausen, Coburg  und Schweinfurt. Die Liste aller Beratungsstellen findet sich im Internet unter www.lsgbayern.de.

Weitere Informationen zum Aktionstag Glücksspielsucht gibt es ebenfalls im Internet unter www.aktionstag-gluecksspielsucht.de

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„Hier kommst du an“

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Eine Handvoll guter Gründe, bei der Diakonie Bayern zu arbeiten

Nürnberg, 19.09.2017 Die Gewinnung neuer Mitarbeitender ist auch für die Diakonie in Bayern ein Zukunftsthema. Für Berufsanfänger/-innen, aber auch für Quer- und Wiedereinsteiger/-innen hat die Diakonie in Bayern attraktive Arbeitsplätze zu bieten. In einer kleinen Broschüre wurden die Vorteile eines Jobs bei der Diakonie nun kurz und kompakt zusammengefasst.

Es mag manche überraschen: Im Vergleich gehört die Diakonie zu den einhundert beliebtesten Arbeitgebern in Deutschland: Beim trendence Young Professional Barometer liegt sie auf Platz 86, beim Schülerbarometer kommt sie sogar auf Platz 34. Die Gründe dafür sind schnell genannt: So steht die Diakonie in Bayern mit ihren Tarifen im bundesweiten Vergleich der Sozialverbände in vielen Arbeitsfeldern an der Spitze. Und: man findet die Diakonie fast überall im Freistaat. Als einer der größten Arbeitgeber Bayerns mit mehr als 89.000 Mitarbeiter/-innen bietet die Diakonie Chancen in über einhundert verschiedenen Arbeitsfeldern – sei es in der Pflege, in der Kinder- und Jugend- sowie Behindertenhilfe, aber auch in der Flüchtlings- und Beratungsarbeit. Anders als in der Wirtschaft steht dabei nicht die Gewinnmaximierung, sondern das Engagement für den Nächsten im Vordergrund. Kurz: Soziale Arbeit stiftet Sinn.

Neben einer hohen Arbeitsplatzsicherheit spielt auch das Thema Familienorientierung in der bayerischen Diakonie eine immer größere Rolle. Mehr als zwanzig diakonische Träger im Freistaat haben mittlerweile das eigens dafür entwickelte „Diakoniegütesiegel Familienorientierung“ erworben  und weisen damit nach, dass bei ihnen die Familienorientierung einen herausragenden Stellenwert hat.

Exemplare der neuen Broschüre sind kostenfrei über den Online-Shop des Diakonischen Werkes Bayern erhältlich (www.diakonie-bayern-shop.de). Einen guten Überblick über die verschiedenen Arbeitsbereiche der Diakonie findet sich auch im Internet unter www.diakonie-bayern.de/macheswahr.

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