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Pressemeldungen der Diakonie in Bayern

Pressearchiv 2016

Ausgrenzung statt Integration.

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Diakonie Bayern sieht nach wie vor gravierende Mängel beim bayerischen Gesetzesvorhaben.

Nürnberg, 31.05.2016 Die Diakonie Bayern sieht weiterhin starken Überarbeitungsbedarf beim geplanten Integrationsgesetz der Bayerischen Staatsregierung. „Die fundierten Stellungnahmen der Diakonie und anderer Verbänden haben enttäuschend wenig Beachtung gefunden. Es steht zwar Integration drauf – aber es ist Ausgrenzung drin“, sagte der Präsident der Diakonie Bayern, Michael Bammessel, heute in Nürnberg. Wer die willkürliche Kontrolle fremdländisch aussehender Menschen etwa vor dem Besuch einer Badeanstalt in Gesetzesform gieße, fördere nicht die Integration, sondern verstärke die Ausgrenzung.

Bammessel zufolge konzentriere sich das geplante Gesetz zu stark auf Sanktionen für vermeintliche Vergehen von Flüchtlingen. „Für ein Integrationsgesetz ist erstaunlich wenig über die Förderung von Integration darin enthalten.“  Hinzu kämen zahlreiche unbestimmte Rechtsbegriffe. Bammessel „Einige Passagen werden sich darum weder als alltagstauglich noch als vor Gericht haltbar erweisen.“ Er forderte die Staatsregierung daher auf, den Gesetzesentwurf noch einmal zu überarbeiten und dabei auch die Fachkompetenz der Institutionen einzubeziehen, die sich tagtäglich mit der Integration beschäftigen. „Dazu gehören auch der Integrationsbeauftragten und die Mitglieder des Integrationsrats der Staatsregierung, deren Meinung zwar angehört, aber nicht berücksichtigt wurde.“

Positiv vermerkt der Diakoniepräsident, dass es gegenüber dem ursprünglichen Entwurf nun weniger Einschränkungen beim Schulbesuch von Kindern in den Erstaufnahmeeinrichtungen gebe. An anderen Stellen habe die Staatsregierung jedoch in keiner Weise auf die Problemanzeigen der Diakonie reagiert. So ergeben sich für die Träger von Kinderbetreuungseinrichtungen aus dem geplanten Gesetz nach wie vor massive Finanzierungsschwierigkeiten. Sie sollen laut Entwurf zur Sprachförderung verpflichtet werden können, wenn die Sprachkenntnisse der Flüchtlingskinder nicht für einen Schulbesuch ausreichen. Bammessel: „Es ist völlig klar: Die erfolgreiche Vermittlung von Sprachkenntnissen für Flüchtlingskinder ist mit der bisherigen Personal- und Mittelausstattung nicht zu schaffen.“ Wer so etwas in ein Gesetz hineinschreibe, müsse auch sagen, wie das finanziert werden soll. „Diese Aufgaben den Einrichtungen ohne zusätzliche Mittel aufzubürden, sorgt nicht nur für Frustration bei allen Beteiligten, sondern kann auf lange Sicht sogar gefährlich werden – wenn die unterschiedlichen Interessenslagen in einer Einrichtung gegeneinander ausgespielt werden.“

Dass die Integration in Bayern selbst einen gesetzlichen Rahmen erhalten soll, begrüßte Bammessel hingegen ausdrücklich. Dies gelte etwa für die Migrationsberatung, deren staatliche Unterstützung nun auch gesetzlich verankert werden soll. „Wir stellen bereits jetzt einen steigenden Bedarf fest, dem nun durch entsprechende Haushaltsansätze Rechnung getragen werden muss.“

Der Entwurf eines bayerischen Integrationsgesetzes war Ende Februar 2016 im bayerischen Kabinett beschlossen worden. Nach einer Verbändeanhörung soll es nun am 1. Juni in den Landtag eingebracht werden.

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Wer Menschen beistehen will, muss manchmal auch kämpfen können.

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Diakoniepräsident Michael Bammessel wird 60

Nürnberg, 31.5.2016 Als „tief im Glauben verwurzelter, streitbarer Anwalt für die Menschen“ hat Heiner Götz, der Vorsitzende des Diakonischen Rates, Michael Bammessel gewürdigt. Der Präsident des zweitgrößten bayerischen Wohlfahrtsverbandes feiert am 1. Juni seinen 60. Geburtstag.

„Insbesondere in der Diskussion um die Asyl- und Flüchtlingspolitik wird die Diakonie im Freistaat deutlich wahrgenommen. Das hat sie auch Michael Bammessel zu verdanken, der sich immer wieder für diese Menschen einsetzt. Dabei ist ihm die christliche Nächstenliebe besonders wichtig“, so Götz weiter. Bammessel scheue sich nicht, der Staatsregierung auch ein diakonisches „So nicht“ entgegenzuhalten, wenn es notwendig sei.

Auch für die Pflege habe sich die bayerische Diakonie unter Bammessel immer wieder eingesetzt. „Wenn in Bayern für die Pflege auf die Straße gegangen wird, ist der Diakoniepräsident in der Regel an vorderster Front dabei.“

Verbandspolitisch spielen für Bammessel insbesondere das Arbeitsrecht – der sogenannte „Dritte Weg“ - sowie die Frage der kirchlichen Zugehörigkeit von Mitarbeitenden der Diakonie eine Rolle. „Bammessel sucht das Gespräch mit allen Seiten – mit den Gewerkschaften und den Mitarbeitendenvertretungen ebenso wie mit den Trägern der Diakonie in Bayern. Dabei handelt er stets im Interesse der bayerischen Diakonie.“ Auch darum würden sich die Mitglieder von ihm gut vertreten wissen.

Bammessel, der in Neuendettelsau, Tübingen und Erlangen Theologie studierte, hat das Amt des Diakoniepräsidenten im Sommer 2011 von Ludwig Markert übernommen. Zuvor war er Stadtdekan in Nürnberg. Als Präsident der Diakonie vertritt er über 1.300 Träger mit mehr als 3.000 Einrichtungen und mehr als 86.000 Mitarbeitenden. Bammessel ist zudem Mitglied der Landessynode der ELKB sowie Mitglied in verschiedenen Gremien der Diakonie auf Bundesebene.

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Pflegekräfte demonstrieren für bessere Arbeitsbedingungen

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Bayernweite Kundgebung aller großen Wohlfahrtsverbände in Nürnberg am 12.5., dem Tag der Pflege

Nürnberg, 3. Mai 2016 „Die Pflege ist einer der schönsten Berufe überhaupt. Wir sind nicht damit einverstanden, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch schlechte Rahmenbedingungen immer weiter in die Enge getrieben werden.“ So begründet Michael Groß von der Nürnberger Caritas, warum die Wohlfahrtsverbände Arbeiterwohlfahrt, Bayerisches Rotes Kreuz, Caritas, Diakonie und der Paritätische erneut gemeinsam zu einer Demonstration am Tag der Pflege aufrufen. Unter dem Motto „Wir pflegen Bayern!“ werden am 12. Mai 2016 von 15.30 bis 17.00 Uhr Pflegekräfte aus ganz Bayern unübersehbar und lautstark in Nürnberg auf die Straße gehen.

 

„Wir, die wir in der Pflege arbeiten, müssen selbst für unsere Anliegen eintreten, denn sonst tut das niemand für uns“, betont Groß als Sprecher der Organisatoren. Die Unzufriedenheit der Pflegekräfte mit Politik und Kranken- bzw. Pflegekassen sei groß. Zu schleppend gingen diese auf die Beschwerden der Pflegenden ein. Das Leiden unter Zeitmangel und zu viel Dokumentationsaufwand begleite die Pflege nun schon seit vielen Jahren. „Es ist ein Zeichen unserer wirklich guten Zusammenarbeit, dass alle großen Wohlfahrtsverbände in Bayern gemeinsam an diesem Tag auf die Straße gehen“, so die Organisatoren.

 

Wesentlicher Grund für die Demonstration am Internationen Tag der Pflege ist der nach wie vor zu schlechte Personalschlüssel sowohl in der stationären wie der ambulanten Pflege. Die gegenwärtig vorgeschriebene Relation von Pflegekraft zu Pflegebedürftigen erzeuge einen zu hohen Zeitdruck auf das eingesetzte Personal. „Letztlich Abhilfe schaffen können hier nur Politik und Kassen gemeinsam. Doch sie agieren aus Kostengründen viel zu zögerlich“, moniert Groß, der Geschäftsführer des Caritasverbandes Nürnberger Land ist. Viele Probleme, die in der Pflege auftreten, entstehen auf Grund des defizitären Personalschlüssels. Dabei haben die Kassen momentan Milliardenüberschüsse, und mehr Geld würde die Situation in der Pflege fühlbar entspannen.“ Auch die Bevölkerung, die auf die Versorgung ihrer pflegebedürftigen Angehörigen angewiesen sei, trage Verantwortung, durch Druck auf die Politik für bessere Bedingungen zu sorgen.

 

Die Wohlfahrtsverbände kritisieren auch, dass die Politik stationäre und ambulante Pflege immer gegeneinander ausspiele. Nötig sei ein gutes Gesamtangebot mit beiden Hilfeformen. „ambulant UND stationär. Für Vielfalt in der Pflege“ lautet daher eine Parole der Demonstration. Dem Unvermögen von Politik und Kassen halten die rund 11.500 Pflegekräfte in Mittelfranken selbstbewusst entgegen: „Ohne uns sieht die Altenpflege alt aus!“ Sandra Schuhmann, amtierende Sprecherin der Bezirksarbeitsgemeinschaft der öffentlichen und freien Wohlfahrtspflege, betont die hohe fachliche Qualität der Pflegekräfte. Auf deren Kompetenz seien die pflegebedürften Menschen in Deutschland und ihre Angehörigen dringend angewiesen. „Modelle, etwa mit Hauswirtschaftshelferinnen eine 24-Stunden-Versorgung sicherzustellen, funktionieren ja nur, weil gut ausgebildetes hiesiges Pflegepersonal hohe Standards bei den pflegerischen Kernaufgaben garantiert.“ 

 

Trotz aller Schwierigkeiten im Alltag ist es den Veranstaltern besonders wichtig, die Attraktivität des Berufsbildes hervorzuheben. „Es gibt wenige Berufe, in denen man so viel Wertschätzung und Dankbarkeit von den Menschen zurückerhält wie in der Pflege“, sagen Michael Groß und Sandra Schuhmann unisono. „Obwohl die Altenpflege in der öffentlichen Meinung oft abgewertet wird, ist sie einer der schönsten Berufe überhaupt.“ Daher wirbt die Demonstration mit dem Aufruf: „Neue Pfleger* braucht das Land – und Pflegerinnen auch!“

 

Die Demonstration am Tag der Pflege beginnt um 15.30 Uhr am Hallplatz in Nürnberg. Dort begrüßt Michael Groß im Namen der Veranstalter die Teilnehmer und eröffnet die Kundgebung. Anschließend zieht ein Demonstrationszug durch die Innenstadt zur Lorenzkirche. Dort wird eine Altenpflegerin von ihrer Situation berichten, anschließend spricht der Bayerische Patienten- und Pflegebeauftragte Hermann Imhof. Für gute Laune sorgen wird der bekannte mittelfränkische Kabarettist Bernd Händel. Zur Verabschiedung spricht Sandra Schuhmann als Sprecherin der mittelfränkischen Wohlfahrtsverbände. Pflegekräfte, Pflegebedürftige, deren Angehörige und Interessierte aus ganz Bayern sind herzlich eingeladen.

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Diakonie Bayern beteiligt sich am Boys‘Day

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Mach es wahr

Nürnberg, 25. April 2016 Diakonie ist weiblich? Auf den ersten Blick scheint es so: Soziale Berufe werden überwiegend von Frauen ausgeübt, sei es in der Pflege, sei es in Einrichtungen der Kinderbetreuung. Das, findet auch die Diakonie in Bayern, soll nicht so bleiben. Auch sie beteiligt sich deswegen am BoysDay am 28. April, dem „Jungen-Zukunftstag“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

 

 

Im Mittelpunkt des Boys’Day stehen Jobs mit einem Männeranteil von 40 Prozent und weniger. Dazu gehören traditionell auch pflegerische und pädagogische Berufe. Jungs, die jetzt wissen wollen, wieviel Erzieher in ihnen steckt, können dies beispielsweise in Roth, Bayreuth oder München erproben. Erfahrungen in der Pflege können sie etwa in Polsingen, Pegnitz oder Michelau machen.

 

Neben der Berufserkundung können die Schüler am Boys’Day auch an pädagogischen Workshops teilnehmen. Hier geht es beispielsweise um männliche Rollenbilder, die Vielfalt der Lebensentwürfe und um die Frage, ob das Modell des männlichen Alleinverdieners nicht längst überholt ist. Seit 2011 haben schon mehr als 164.000 Jungen an rund 25.000 Boys’Day-Angeboten teilgenommen. Der Name für den Jungen-Zukunftstag wurde in Anlehnung an den Mädchen-Zukunftstag gewählt. Dieser wurde im Jahr 2001 anhand einer kleinen Umfrage unter 10 – 15-jährigen Mädchen in Schulklassen und Mädchen-Treffs gewählt. Girls'Day war der eindeutige Favorit. Entsprechend wurde für den Jungen-Zukunftstag 2010 der Name Boys'Day beschlossen.

Eine vollständige Liste der beteiligten diakonischen Einrichtungen findet sich im Internet unter www.diakonie-bayern.de/macheswahr

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Nach dem Erdbeben in Ecuador

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Nothilfe der Diakonie Katastrophenhilfe läuft an

 

Nürnberg/Berlin/Quito, 18.04.2015 — Nach dem schweren Erdbeben in Ecuador am Samstagabend (Ortszeit) ist die Soforthilfe der Diakonie Katastrophenhilfe angelaufen. Während Bergungsmannschaften weiter nach Überlebenden suchen und Tote bergen, verteilen die Partner der Diakonie Katastrophenhilfe vor Ort Hilfsgüter. 50.000 Euro Soforthilfe sind bereit gestellt. Das Geld wird unter anderem zur Versorgung der Erdbebenopfer mit Trinkwasser und Hygiene-Sets verwendet. Auch die Diakonie Bayern unterstützt die Hilfen in dem lateinamerikanischen Land und bittet die Kirchengemeinden um Unterstützung.

 

Nach Angaben der Regierung sind mindestens 272 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 2.068 Menschen seien verletzt worden. Landesweit sind zentrale Straßen beschädigt und gesperrt, was die Versorgung der Verletzten und vom Zusammensturz ihrer Häuser Betroffenen erschwerte. Besonders schwer ist die Küstenprovinz Manabí betroffen.

 

Am Mittwoch werden auch Mitarbeiter der Diakonie Katastrophenhilfe in Lateinamerika in Ecuador eintreffen und die Hilfe weiter koordinieren.

 

Außerdem agiert die Diakonie Katastrophenhilfe innerhalb des weltweiten kirchlichen Netzwerks ACT Alliance (Action by Churches Together). In diesem Netzwerk sind viele Kompetenzen vereint: ob es um den Aufbau und die Betreuung von Notunterkünften geht, um sauberes Trinkwasser und Seuchenvorsorge oder um die Verteilung von Hilfsgütern bis hin zur psychosozialen Unterstützung.

 

Ecuador liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring. Kontinental- und Ozeanplatten stoßen aufeinander. Erdstöße sind keine Seltenheit. Um die Anfälligkeit der Bevölkerung gegenüber Naturkatastrophen zu verringern, hat die Diakonie Katastrophenhilfe in den vergangen Jahren in Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen mehrere Katastrophenvorsorge-Projekte betreut. Ziel der Projekte war unter anderem Notfall- und Evakuierungspläne zu erarbeiten sowie in einigen Orten und Gemeinden Katastrophenpräventionskomitees aufzubauen.

 

Auch diesmal wird die Diakonie mit Partnern vor Ort kooperieren. In Deutschland ist Caritas International der wichtigste Kooperationspartner, um die Hilfe in dem katholisch geprägten Land direkt an die Betroffen weiter zu reichen.

 

Das Diakonische Werk Bayern bittet gemeinsam mit der  Diakonie Katastrophenhilfe um Spenden auf das gemeinsame Konto in Berlin

Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin, Spendenkonto 502 502 Evangelische Bank, BLZ 520 604 10

IBAN: DE6852 0604 1000 0050 2502

BIC: GENODEF1EK1. Stichwort: Erdbeben in Ecuador

online: www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/

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Phantasievolle Golfschläger, Schülerbeine, Blumenzwiebeln, Sängerkehlen und Holzbohlen

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Fundraising-Preis der bayerischen Landeskirche wird am 18. April verliehen

Fünf besonders gelungene Fundraising-Aktionen werden mit dem Fundraising-Preis der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern ausgezeichnet. Im Rahmen der Tagung der Landessynode werden Regionalbischöfin Gisela Bornowski und Diakoniepräsident Michael Bammessel als Vertreter der Jury am 18. April 2016 in Ansbach die Preise überreichen.

 

Den mit 5.000 Euro dotierten 1. Preis erhält die Jugendbildungsstätte Neukirchen für das Projekt „Arche 2020“, mit dem es gelang, regionale Unternehmen nicht nur zu Geld- und Sachspenden zu motivieren, sondern auch zum Mitbauen an einem Veranstaltungsraum in Form einer Arche. Durch die Auseinandersetzung mit dem Thema Klimaschutz und Nachhaltigkeit profilierte sich die Jugendbildungsstätte gleichzeitig mit ihrem Angebot. (Kontakt: Patricia Goldbach-Keim, patricia.goldbach-keim(at)elkb(dot)de, www.jubi-neukirchen.de)

 

Die Initiative „Dir werd ich helfen!“ aus Schwabach erhält den 2. Preis (4.000 Euro) für die Unterstützung der Generalsanierung der Stadtkirche St. Martin. Ihr gelang es, die Kirche als „Herz der Stadt“ in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken. Mit Benefizkonzerten und zahlreichen anderen Ideen konnte in sechs Jahren fast eine Million Euro an Spenden aus der Stadtbevölkerung und von Firmen gewonnen werden. (Kontakt: Pfr. Dr. Paul-Hermann Zellfelder, paul.zellfelder(at)stmartin-schwabach(dot)de , www.dirwerdichhelfen.org)

 

Der 3. Preis mit 3.000 Euro geht an die Aktion „Luther blüht!“ der Kirchengemeinde Oberviechtach: Ein aus Tulpenzwiebeln gepflanztes Porträt des Reformators verschaffte der Gemeinde in der oberfränkischen Diaspora viel öffentliche Aufmerksamkeit, einen intensiven ökumenischen Austausch über die Reformation und ein erhöhtes Spendenaufkommen für die Sanierung des Kirchendachs der Auferstehungskirche. (Kontakt: Pfr. Harald Knobloch, pfarramt.oberviechtach(at)elkb(dot)de , www.oberviechtach-evangelisch.de)

 

Über den mit 2.000 Euro dotierten 4. Preis kann sich die Paul-Gerhardt-Schule in Kahl am Main freuen. Seit 2001 findet der 10-Stunden-Lauf der evangelischen Schule statt, der jährlich ca. 30.000 Euro einspielt und nicht nur Schüler- und Lehrerschaft, Eltern und Ehemalige mobilisiert, sondern auch außerhalb der Schule zahlreiche Unterstützer hat. (Kontakt: Klaus Käfer, kkaefer(at)pgs-kahl(dot)de , www.pgs-kahl.de)

 

An das Minigolfturnier „archecup“ des Diakonischen Werks Rosenheim geht der 5. Preis über 1.000 Euro. Mit der jährlichen Durchführung gelingt es, Sport und Unterhaltung zu verknüpfen mit einem diakonischen Arbeitsbereich, dem die Startgelder und Spenden zu Gute kommen. (Kontakt: Helmut Franke, helmut.franke(at)elkb(dot)de , www.diakonie-rosenheim.de)

 

Der Fundraising-Preis der bayerischen Landeskirche und dem Diakonischen Werk Bayern war nach 2007 zum zweiten Mal ausgeschrieben worden. Organisiert vom landeskirchlichen Kompetenzentrum Fundraising hatte eine Experten-Jury unter Vorsitz von Synodalpräsidentin Annekathrin Preidel als Schirmherrin 58 Bewerbungen aus ganz Bayern gesichtet und die Preisträger ermittelt.

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Berichterstattung über freiheitsbeschränkende Maßnahmen im BR

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Stellungnahme des Fachverbandes Evangelische Behindertenhilfe und Sozialpsychiatrie (FEBS) e.V. im Diakonischen Werk Bayern

Nürnberg, 6.4.2016  Wie die „Zeit“ und der „Bayerische Rundfunk“ berichten, entspricht es in der Tat der momentanen Praxis, dass für freiheitsbeschränkende Maßnahmen in Heimen für Kinder und Jugendliche mit Behinderung die Einwilligung der Eltern ausreichend und kein gesonderter gerichtlicher Beschluss notwendig ist.

Der FEBS e.V. tritt schon seit Jahren ausdrücklich für eine rechtliche Gleichbehandlung von Kindern mit Behinderung ein und fordert eine gesetzliche Anpassung an das Jugendgesetzbuch (§ 42 SGB VIII). Er empfiehlt den diakonischen Trägern dort, wo dies noch nicht geschehen ist, ab sofort  selbstverpflichtend einen Beschluss vom Vormundschaftsgericht einzuholen, sofern eine freiheitseinschränkende Maßnahme überhaupt notwendig ist – sei es aus pädagogischen Gründen oder aus Gründen des (Selbst)Schutzes der betroffenen Person und ihrer Umgebung.

Die Ungleichbehandlung zeigt einmal mehr, dass es wichtig ist, die Hilfen für alle Kinder und Jugendliche in der Jugendhilfe zusammen zu legen. Der FEBS e.V. unterstützt darum seit Jahren die politisch-gesetzgeberischen Aktivitäten auf Bundesebene für diese „große Lösung“.

Verbandsintern wird sich der FEBS e.V. weiterhin dafür einsetzen, dass seine Mitglieder die bereits erwähnten Selbstverpflichtungen einführen und einhalten bzw. die bereits vorhandenen Leitlinien in den Einrichtungen überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.

Der Fachverband Evangelische Behindertenhilfe und Sozialpsychiatrie in Bayern e.V.  (FEBS) ist ein Zusammenschluss diakonischer Träger von Diensten und Einrichtungen, die sich für Menschen mit Behinderung und für psychisch kranke Menschen engagieren. Er ist dem Diakonischen Werk der Evangelisch-Lutherischen Kirche Bayern angeschlossen. Seine 72 Mitgliedseinrichtungen sind rechtlich selbständig und decken nahezu 30 % der Angebote der Behindertenhilfe und 30 % der Sozialpsychiatrie in Bayern ab.

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Sanktion statt Integration.

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Diakonie Bayern kritisiert geplantes Integrationsgesetz

Nürnberg, 06.04.2016 Mit Kritik hat die Diakonie in Bayern auf das geplante Integrationsgesetz der bayerischen Staatsregierung reagiert. „Der Gesetzesentwurf benennt Unterstützungsleistungen des Staates für die Integration, aber auch Forderungen an die Zugewanderten und das ist zunächst berechtigt“, sagte der Präsident der Diakonie Bayern, Michael Bammessel. Die an sich sinnvolle Kombination des Förderns und Forderns sei in dem vorliegenden Gesetzesentwurf jedoch nicht ausgewogen. „Der aktuelle Entwurf scheint mehr auf die Disziplinierung von Ausländerinnen und Ausländern als auf deren Integration zu zielen.“ Teilweise, so Bammessel, verletze der Entwurf selbst jene freiheitlich-demokratische Grundordnung, deren Einhaltung er einfordere.

So sieht der Entwurf beispielsweise vor, den freien Zugang zu öffentlichen Einrichtungen für bestimmte Ausländergruppen präventiv von einer Belehrung abhängig gemacht werden. „Da diese Einschränkung nicht von einer Verletzung der Hausordnung abhängig gemacht wird, sondern eine nicht klar definierten Vor-Ort-Auswahl von Besuchern mit ausländischem Aussehen ermöglicht, wird hier der willkürlichen Diskriminierung Tür und Tor geöffnet.“ Ein klarer Widerspruch zu jener „Leitkultur“, deren Achtung der Gesetzesentwurf von den Betroffenen einfordert, so Bammessel.

Als weitaus gravierender bewertet die Diakonie im Freistaat die geplante Aussetzung der Schulpflicht für einen Teil der Asylbewerberkinder. Die Schulpflicht soll in den Erstaufnahmeeinrichtungen über die bislang geltende Wartezeit von drei Monaten ausgesetzt werden. „Viele Kinder haben durch ihre Flucht bereits monatelang keine Schule mehr gesehen. Es ist mit dem Kindeswohl unvereinbar, sie nun per Gesetz noch länger von der Schule fernzuhalten. In Bayern hat jedes Kind ein Recht auf Bildung und damit auch auf eine Perspektive - unabhängig davon, wo dieses Kind eines Tages leben wird“, betonte Bammessel. „Bayern würde mit diesem Gesetz gegen die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen und damit sogar völkerrechtswidrig handeln.“

Kritisch bewertet die Diakonie auch die geplante Kindergartenpflicht für Kinder, die bei Schulreife nicht genügend Deutsch sprechen. Laut Gesetzentwurf ist vorgesehen, dass Grundschulen Kinder verpflichten können, eine Kindertageseinrichtung zu besuchen, wenn die Sprachkenntnisse der betroffenen Kinder für einen erfolgreichen Schulbesuch nicht ausreichen. Dabei ist weder eine Einbeziehung der Kommune noch der Kindertagesstätten vorgesehen, die ja die erforderlichen Plätze und das Erziehungspersonal für diese Kinder bereitstellen müssen,  „Hier sollen Kindertageseinrichtung sprachliche Kompetenz in einem Umfang vermitteln, wie es im Alltag kaum leistbar ist“, so Bammessel. Verschärfend komme hinzu, dass den Einrichtungen aber die Betriebserlaubnis entzogen werden kann, wenn sie den Empfehlungen der Grundschule nicht folgen können oder wollen. Auch die Eltern können in diesem Fall mit einem Bußgeld belegt werden.

Der Entwurf widerspreche in der jetzigen Form den Grundlagen bayerischer Erziehungs- und Bildungspolitik, wie etwa den Bayerischen Bildungsleitlinien sowie dem bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan.

Bammessel: „Das Integrationsgesetz muss an diesen Punkten dringend überarbeitet werden, um seinem Namen gerecht zu werden.“ Generell bewertete Bammessel jedoch die Bereitschaft des Freistaates positiv, sich auch zukünftig verstärkt für die Integration von Flüchtlingen einzusetzen. „Wir begrüßen ausdrücklich, dass die staatliche Unterstützung der Migrationsberatung nun auch gesetzlich verankert werden soll.“ Auch die Angebote der Jugendmigrationsdienste und der Jugendsozialarbeit sollten entsprechend abgesichert werden. Der Entwurf eines bayerischen Integrationsgesetzes ist Ende Februar 2016 im bayerischen Kabinett beschlossen worden und befindet sich derzeit in der Verbandsanhörung.

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„Innovativ und vielfältig vernetzt“.

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Jochen Keßler-Rosa erhält Goldenes Kronenkreuz

Nürnberg, 05.04.2016 Mit der höchsten Auszeichnung der Diakonie, dem „Goldenen Kronenkreuz“, ist jetzt der Geschäftsführer der Diakonie Schweinfurt, Pfarrer Jochen Keßler-Rosa ausgezeichnet worden. Michael Bammessel, Präsident der Diakonie Bayern, würdigte ihn als Vertreter einer Diakonie, die „vor Ort für die Menschen arbeitet, aber überregional vernetzt ist“.

Keßler-Rosa orientiere sich in seiner Arbeit für die Diakonie sowohl am Evangelium als auch an den gesellschaftlichen Entwicklungen. Bammessel: „Er arbeitet mit Barmherzigkeit und Aufmerksamkeit für die Menschen, ohne dabei Fragen wie Wirtschaftlichkeit und Zukunftsperspektive der jeweiligen Dienste aus den Augen zu verlieren.“

Keßler-Rosa, der am 5.  April seinen sechzigsten Geburtstag feiert, ist seit 1992 Geschäftsführer und seit 2004 Vorstand des Diakonischen Werkes Schweinfurt, einem diakonischen Träger mit über 500 Mitarbeitenden, dessen Schwerpunkt in der Altenhilfe liegt. Seit der Eröffnung einer Erstaufnahmeeinrichtung in Schweinfurt ist sie auch bei der Betreuung und Beratung von Flüchtlingen aktiv. Zudem unterstützt die Diakonie Schweinfurt zahlreiche Träger in der Region Main-Rhön und Kitzingen und trägt so maßgeblich zur wirtschaftlichen Stabilität der Diakonie in Unterfranken bei. Mit Projekten wie der ersten bayerischen Vesperkirche, die im Jahr 2016 bereits zum zweiten Mal ihre Türen öffnete, einem jährlichen Pflegekongress auf der Main-Insel sowie durch verschiedene Modellprojekte wie „Fit beim Energiesparen“ setzt die Diakonie Schweinfurt immer wieder auch überregional Impulse. Der kommunalpolitisch engagierte Keßler-Rosa – er war über viele Jahre hinweg Abgeordneter im Bezirkstag Unterfranken -  ist Mitglied des Diakonischen Rates, dem Aufsichtsgremium der Diakonie in Bayern.

 

Der Diakonische Rat des Diakonischen Werkes Bayern ist das höchste Organ des evangelischen Wohlfahrtsverbandes. Er wird von der Mitgliederversammlung gewählt und entscheidet unter anderem über die Besetzung des Vorstandes und beruft den Präsident der bayerischen Diakonie.

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Abschluss der „Pflegehinweistour 2015“

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Über 30 Stationen für 100% liebevoll gepflegte Menschen

Nürnberg/München 18.03.2016 Nach acht Monaten „on the road“ ist die Pflegehinweistour 2015 „Für 100% liebevoll gepflegte Menschen“ jetzt endgültig abgeschlossen worden. Die Organisatoren zeigten sich zufrieden mit der Resonanz, die der grüne „Pflegetruck“ im Laufe des Jahres 2015 gefunden hat: „Wir haben knapp 20.000 Unterschriften für eine verbesserte Pflege sammeln können, und auch bei den politisch Verantwortlichen ist der Truck deutlich wahrgenommen worden“, so die Vertreter von Caritas und Diakonie, Prälat Bernhard Piendl und Diakoniepräsident Michael Bammessel, jetzt zum Abschluss der gemeinsamen Aktion.

 

Gemeinsam mit der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern sowie den katholischen Bistümern war der Pflegetruck auf die Reise durch den Freistaat geschickt worden – eine bislang einmalige Zusammenarbeit: „Die beiden großen christlichen Kirchen und ihre Verbände haben so ein Projekt im wahrsten Sinne des Wortes auf die Straße gebracht, das es in dieser Form noch nie gegeben hat.“ Mehr als dreißigmal haben seit März 2015 Mitarbeitende von Diakonie und Caritas in ganz Bayern angepackt, auf- und abgebaut, Gespräche geführt, Informationsmaterial verteilt und sich so für bessere Rahmenbedingungen in der Pflege eingesetzt.

 

Oft vor Ort dabei: Vertreter und Vertreterinnen der Lokal-, Landes- und Bundespolitik. Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml war gleich fünf Mal dabei, der Pflegebeauftragte der bayerischen Staatsregierung, Hermann Imhoff, war sogar bei zehn verschiedenen Einsätzen vor  Ort – rein rechnerisch konnte man ihn also an jedem dritten Standort antreffen.

 

Begleitet wurden die Einsätze der Trucks meist durch ein Rahmenprogramm, wie etwa einen Gottesdienst für Pflegekräfte, Demonstrationen, den Einsatz eines Alterssimulators, Podiumsdiskussionen mit Vertretern/innen der Politik und der Kostenträger und vieles mehr. Auch die mit dem Truck verbundene Unterschriftensammlung erbrachte ein beeindruckendes Ergebnis: Mehr als 20.000 Menschen haben sich am Ende der Aktion für mehr Geld, mehr Zeit und mehr Personal in der Pflege ausgesprochen.

 

Beide Verbände betonen zudem, dass der Einsatz für die Pflege weitergehen muss: Im Großraum Nürnberg wollen am 12.05.2016, dem „Tag der Pflege“, Mitarbeitende der Wohlfahrtsverbände erneut auf die Straße gehen und für bessere Rahmenbedingungen demonstrieren. Ihr Motto: „Wir pflegen Bayern“. Auch an dieser Veranstaltung wollen Pflege- und Gesundheitsministerin Huml sowie der bayerische Pflegebeauftragte Imhof teilnehmen.

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Ihr Kontakt

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Pressesprecher
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Daniel Wagner
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Diakonisches Werk Bayern e.V.
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