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Symbolbild: Pressearbeit der Diakonie Bayern

Diakonie in Bayern für die Presse

Die Medien sind wichtige Gesprächspartner für die Diakonie in Bayern, die sie kritisch und konstruktiv begleiten. Gleichzeitig ist die Diakonie im Freistaat eine wichtige Ansprechpartnerin, wenn es um fundierte sozialpolitische Positionen, aber auch um Ansprechpartner und -partnerinnen in den Einrichtungen und Diensten geht.

Die Pressestelle des Landesverbandes steht den Mitarbeitenden der Medien darum jederzeit für Anfragen zur Verfügung.

Meldungen 2018

Stabwechsel: Diakoniepräsident Michael Bammessel folgt AWO-Chef Beyer.

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Diakonie übernimmt Vorsitz der Freien Wohlfahrtspflege Bayern für 2018

Nürnberg, 15.02.2018. Turnusgemäß hat  das Diakonische Werk Bayern den  Vorsitz der Freien Wohlfahrtspflege (FW) Bayern  übernommen. Bis Januar 2019 ist damit Michael Bammessel, Präsident des Diakonischen Werkes Bayern, der Vorsitzende. In der Freien Wohlfahrtspflege Bayern sind die sechs Verbände der freien Wohlfahrtspflege zusammengeschlossen. Bammessel folgt damit Prof. Dr. Thomas Beyer (AWO) nach, der für das kommende Jahr den stellvertretenden Vorsitz übernehmen wird.

Im Jahr der Landtagswahlen im Freistaat will die Freie Wohlfahrt Bammessel zufolge das Thema „Armut“ in den Mittelpunkt stellen. Bei der heutigen Pressekonferenz zum Vorsitzwechsel in Nürnberg sagte Bammessel: „Die nackten statistischen Zahlen zeigen ja, dass auch in Bayern der Anteil derer, die von Armut bedroht sind, seit 2012 kontinuierlich ansteigt − und das trotz unverändert guter Wirtschaftsdaten und einer kontinuierlich positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt.“ In  fünf regionalen Veranstaltungen wollen die Verbände das Thema unter verschiedenen Gesichtspunkten diskutieren, wie etwa „Altersarmut“ oder „Armut und Wohnen“. Der Präsident der bayerischen Diakonie fasste zusammen: „Die Ergebnisse werden die Grundlage für die Achte Bayerische Armutskonferenz sein, die am 11. Juni in München stattfinden wird.“

Bammessel forderte weiterhin einen anderen Umgang mit jungen Geflüchteten im Freistaat. Die momentane Praxis führe dazu, dass es jungen Menschen ohne sogenannte ‚gute Bleibeperspektive‘ häufig verboten werde, zeitlich befristet zu arbeiten oder eine Ausbildung anzutreten. Bammessel: „In der Folge ist ein nicht unerheblicher Teil unbegleiteter Minderjähriger zur Untätigkeit verdammt, wird durch die Perspektivlosigkeit psychisch krank oder in Einzelfällen in letzter Konsequenz auch anfällig für Radikalisierung und Islamismus.“ Er schlug daher vor, dass auch unbegleitete Minderjährige und junge Volljährige ohne sogenannte gute Bleibeperspektive zeitlich befristet arbeiten oder − wenn die Voraussetzungen gegeben sind − eine Ausbildung beginnen dürften.

Prof. Dr. Thomas Beyer, Vorsitzender der AWO und im Jahr 2018 stellvertretender Vorsitzender der Freien Wohlfahrtspflege, bewertete das abgelaufene Jahr aus Sicht der Landesarbeitsgemeinschaft positiv. „Sowohl bei der Einführung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) als auch bei der Bayerischen Integrationsrichtlinie (BIR) hat die Freie Wohlfahrtspflege Bayern Flagge gezeigt.“ Als Beleg für die erfolgreiche Arbeit der Verbände nannte Beyer die Diskussion um die Rechtsberatung für Asylbewerber. „Die Vorwürfe der Politik, die Beratungsstellen der Verbände würden hier ihre Kompetenz überschreiten und rechtswidrig handeln, haben sich als haltlos erwiesen, was nicht zuletzt durch Bayerns Sozialministerin Emilia Müller selbst bestätigt wurde.“

Eine Absage erteilte Beyer der Idee, für junge Geflüchtete das sogenannte Jugendwohnen als Standard der Kinder- und Jugendhilfe einzuführen. „Nicht jeder unbegleitete Minderjährige braucht eine aufwändige therapeutische Betreuung. Wer aber eine benötigt, soll sie bekommen – wie jeder deutsche Jugendliche auch.“

Die Daten der regionalen Veranstaltungen „Arm im reichen Bayern“ finden Sie online unter www.freie-wohlfahrtspflege-bayern.de

Aktuelle Informationen aus der FW gibt es auch bei Twitter unter @freiewohlfahrt

 

Die in der Freien Wohlfahrtspflege Bayern zusammengeschlossenen Verbände sind die Arbeiterwohlfahrt, das Bayerische Rote Kreuz, die Caritas, das Diakonische Werk Bayern, der Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden und der Paritätische Wohlfahrtsverband. In Bayern unterhalten die Wohlfahrtsverbände und ihre angeschlossenen Organisationen rund 14.500 Facheinrichtungen und Projekte im gesamten sozialen Bereich. Sie beschäftigen etwa 190.000 hauptberufliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zusätzlich engagieren sich im Raum der Freien Wohlfahrtspflege Bayern etwa 250.000 Menschen ehrenamtlich – zum Beispiel in Verbandseinrichtungen oder Kirchengemeinden.

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Gesucht: Ehrenamtliche Projekte in der Beratungsarbeit.

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Diakonie-Wettbewerb 2018

Nürnberg, 31. Januar 2018. Die bayerische Diakonie stellt ein flächendeckendes Netz an vielfältigen Beratungseinrichtungen zur Verfügung. Diese Beratungsarbeit wird durch ehrenamtliches Engagement unterstützt und ergänzt, beispielsweise in der Telefonseelsorge, in der Kirchlichen Allgemeinen Sozialarbeit, in der Erziehungs-, Ehe-, Schwangerschafts-, Familien- und Lebensberatung. Ab dem 1. Februar 2018 können sich die Mitglieder der Diakonie Bayern mit ehrenamtlichen Projekten in der Beratungsarbeit bewerben. Zu gewinnen gibt es Geldpreise im Gesamtwert von 5.500 Euro. Der Wettbewerb steht unter dem Motto des Jahresthemas „Hier kommst du an“.

 

Das Jahresthema 2017/2018 der bayerischen Diakonie formuliert eine wichtige Botschaft: Die Türen der Diakonie stehen allen Menschen offen, die Rat suchen und Hilfe brauchen. Die vielfältigen diakonischen Beratungsangebote werden von Ehrenamtlichen mitgestaltet. Dieses Engagement steht jedoch häufig im Schatten und wird zu wenig gewürdigt. Mit dem Diakonie-Wettbewerb möchten wir dem entgegen wirken und diese „verborgenen Schätze“ heben.

 

Für eine Bewerbung kommen viele Aufgabengebiete in Frage: ehrenamtliche diakonische Beratungsangebote in der Schuldner- und Migrationsberatung, in der Kirchengemeinde und Seelsorge, in der Suchtberatung oder in der Familien- und Jugendhilfe, um nur einige Beispiele zu nennen. Die ehrenamtlichen Projekte können in der Gemeinde, im Ortsteil oder auch regional übergreifend verankert sein.

 

Die Ausschreibung richtet sich an die mehr als 1.300 Mitglieder des Diakonischen Werkes Bayern, z. B. Kirchengemeinden, Diakonievereine, diakonische Träger oder Einrichtungen. Die genauen Teilnahmebedingungen und ein Formblatt für die Bewerbung sind im Internet unter www.diakonie-bayern.de/wettbewerb2018 zu finden. Erstmals werden die Bewerbungen ausschließlich per E-Mail erbeten an krueger(at)diakonie-bayern(dot)de.

 

Der erste Preisträger erhält 2.000 Euro, gestiftet vom Versicherer im Raum der Kirchen. Der Zweitplatzierte bekommt 1.500 Euro, die von der CURACON Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gesponsert werden. Der dritte, mit 1.000 Euro dotierte Preis wird von der Evangelischen Bank finanziert. Ein Sonderpreis in Höhe von 1.000 Euro spendet die St. Gumbertus Stiftung Ansbach.

 

Bewerbungen sind bis zum 31. Mai 2018 möglich. Die Preisträger werden im Rahmen der „ConSozial“ im Nürnberger Messezentrum am 8. November 2018 der Öffentlichkeit vorgestellt.

 

Für Rückfragen und weitere Informationen steht Dr. Leonie Krüger, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit im Diakonischen Werk Bayern, gerne zur Verfügung (Tel.: 0911 93 54 207, email: krueger(at)diakonie-bayern(dot)de).

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Alte Menschen sind Stützen unserer Gesellschaft.

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Diakoniepräsident Bammessel: Alter positiv sehen

Nürnberg, 17. Januar 2018 Zu einer positiven Einstellung dem Alter und alten Menschen gegenüber hat der Präsident der Diakonie Bayern aufgerufen. Bei einer Veranstaltung in einer Einrichtung des Diakoniewerks Martha-Maria im mittelfränkischen Eckental sagte Michael Bammessel: „In der öffentlichen Diskussion wird immer so getan, als sei die wachsende Zahl älterer Menschen eine Last. Ich behaupte das Gegenteil: Es ist ein Segen.“ Heute lebten in Bayern mehr als 100.000 Menschen, die über neunzig Jahre alt seien. „Früher waren das Exoten – heute öffnet sich für immer mehr Menschen im Alter das Fenster zu einem neuen Lebensabschnitt.“

Jeder Fünfte in Bayern ist heute über 65 Jahre alt – „Menschen mit Zeit und großer Freude am Engagement, und das sollten wir hoch schätzen.“ 34% aller Menschen über 65 Jahre engagierten sich ehrenamtlich, und auch bei der Diakonie sei mehr als die Hälfte der Ehrenamtlichen über 60 Jahre alt – „und die Zahl der Ehrenamtlichen steigt.“ Als Beleg für die Kraft alter Menschen nannte Bammessel auch die 14.000 Studierenden über 65 Jahren, die an deutschen Universitäten eingeschrieben seien. „Und nur wenige wissen: Der Weltrekord im Marathon für über Siebzigjährige liegt mittlerweile bei unter drei Stunden.“

Auch im Alltag vieler Familien seien ältere Menschen unverzichtbar: „Sie spielen eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, das ‚System’ Familie am Laufen zu halten, sei es, weil sie die Betreuung der Enkel und Enkelinnen übernehmen, sei es, weil sie sich um die Pflege von Angehörigen kümmern.“ Sie ermöglichten so jüngeren Familienmitgliedern die Berufstätigkeit und stellten – direkt oder indirekt – auch einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar.

Zwar bestünden die Problemanzeigen – etwa wegen der steigenden Zahl Pflegebedürftiger – zum Teil zu Recht. Aber: „Gerade die Älteren im dritten Lebensalter sind eine große Stütze für die Gesellschaft.“ So wäre es Bammessel zufolge ohne ältere Menschen und ihre Bereitschaft zum Engagement nicht gelungen, die Begleitung und Integration der Flüchtlinge in den vergangenen zwei Jahren so zu bewältigen, wie es geschehen ist. „Deutschkurse, Patenschaften, die Unterstützung der Geflüchteten bei Behördengängen – nicht nur in dieser Hinsicht kann die Rolle älterer Menschen in der Gesellschaft nicht hoch genug geschätzt werden.“ Für sie ist das Alter eine weitere Lebensphase mit eigenen Chancen – „eine Zeit, in der für viele auch der Umzug in ein ‚Altenheim‘ nicht einmal im Bereich des Denkbaren liegt.“ Zusammenfassend stellte Bammessel fest: „Unser Land ist reich an Menschen mit Lebenserfahrung. Das ist ein Segen.“

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Sexualisierte Gewalt in Kirche und Diakonie

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Unabhängige Kommission zur Anerkennung von Leid wird verlängert

 

 

Nürnberg/München, 17. Janaur 2018 Vor drei Jahren hat der Landeskirchenrat der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern ein unabhängiges Gremium eingerichtet, das über die Anerkennung von Leid und finanzielle Leistungen in Fällen sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen im Bereich der Kirche entscheidet. Vorsitzende der Kommission sind die Juristin Dr. Dorothea Deneke-Stoll, Direktorin des Amtsgerichts Ingolstadt, und der Pfarrer und Pädagoge i. R. Dr. Ludwig Markert, ehemaliger Präsident des Diakonischen Werkes Bayern. Weiterhin gehören dem Team die Fachärztin für Psychotherapeutische Medizin Dr. Veronika Hillebrand, die Pädagogin und Supervisorin Hanna Moritzen, die an der Evangelischen Hochschule in Nürnberg lehrt, sowie der Pfarrer und Psychologische Psychotherapeut und Supervisor Dr. Hans-Friedrich Stängle, Leiter des Hauses Respiratio auf dem Schwanberg, an. Die multidisziplinär besetzte Kommission hat seither über 24 Anträge von Betroffenen beraten, die ihre Ansprüche wegen Verjährung auf dem Rechtsweg nicht mehr geltend machen können. 23 Fälle wurden entschieden, ein Fall ist derzeit in Bearbeitung.

Die Unabhängige Kommission war ursprünglich bis Dezember 2017 befristet eingerichtet worden. Trotz zurückgehender Fallzahlen hat der Landeskirchenrat beschlossen, die Arbeit der Kommission weitere zwei Jahre fortzuführen.

„Man muss immer damit rechnen, dass sich noch Betroffene melden. Viele Personen entschließen sich erst nach reiflicher Überlegung, sich mit ihrer Geschichte an die Kirche zu wenden,“ sagt Dorothea Deneke-Stoll. Öffentliche Berichterstattung über Fälle und Aufarbeitung sexualisierter Gewalt im Bereich der Kirche könnten jederzeit eine Anzeige oder Antragstellung auslösen.

Insgesamt wurden bislang 439.400 Euro an finanzieller Leistung erbracht. „Die Beträge können das Geschehene nicht wieder gut machen. Sie können lediglich als symbolischer Akt verstanden werden“, betont Hanna Moritzen. Wichtig ist, dass Betroffene in ihrem Leiden und den oft bis in die Gegenwart anhaltenden Folgebeschwerden durch die Kirche wahrgenommen werden und Gehör finden. Die offizielle Entschuldigung der Kirche und das Angebot des persönlichen Gesprächs sind daher ebenso entscheidend wie eine materielle Leistung.

Die Unabhängige Kommission zur Anerkennung von Leid entscheidet über Fälle sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen im Bereich der Kirche und der Diakonie, die bereits verjährt sind. Anträge können bis Ende 2019 gestellt werden. Jüngere oder aktuelle Fälle im kirchlichen Kontext nimmt die Ansprechstelle für sexualisierte Gewalt entgegen.

 

Kontakt: Dr. Barbara Pühl, Telefon: 089/5595-335 oder E-Mail: AnsprechstelleSG(at)elkb(dot)de

 

Weitere Informationen erhalten Sie über die Pressestelle der ELKB

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Wesentliche sozialpolitische Forderungen aufgenommen

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Diakoniepräsident würdigt Sondierungsergebnisse

Nürnberg, 16. Januar 2018 Michael Bammessel, Präsident des Diakonischen Werkes in Bayern hat heute in München die Ergebnisse der Sondierungsgespräche ausdrücklich gewürdigt.  In seinem regelmäßigen Bericht vor dem Landeskirchenrat sagte er, dass im Sondierungspapier „wesentliche sozialpolitische Forderungen von Diakonie und Kirche aufgegriffen“ seien.

 

So begrüßte Bammessel das Vorhaben, mit dem Instrument des Passiv-Aktiv-Transfers die Langzeitarbeitslosigkeit zu bekämpfen. Positiv zu bewerten sei auch eine geplante Grundrente oberhalb der Sozialhilfe, „weil die Lebensleistung von Menschen, die gearbeitet und Kinder erzogen haben, anerkannt wird, und sie nicht im Alter zu Almosenempfängern werden lässt“.

Positiv zu bewerten sei weiter, so Bammessel, dass weitere Verbesserungen in der Altenpflege auf der Agenda stehen, etwa Maßnahmen gegen Niedriglöhne in der Pflege, indem Verbindlichkeiten von Tarifen ausgeweitet werden. Kritisch äußerte sich Bammessel zum Plan, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge zunächst nicht in Einrichtungen der Jugendhilfe unterzubringen, sondern in zentralen Aufnahmeeinrichtungen zusammen mit mehreren Tausend Erwachsenen. Er fürchte, dass damit gegen die Grundsätze des Kindeswohls verstoßen werde.

Positiv zu vermerken sei, dass für langjährig Geduldete ein einfacherer Weg in den regulären Arbeitsmarkt eröffnet werden soll. Bammessel: „Für diese Personengruppen haben Diakonie und Kirche schon lange bessere Integrationsmöglichkeiten gefordert“. Bammessel begrüßte, dass der Bundesfreiwilligendienst weiter ausgebaut werden soll. „Die Freiwilligendienste sind erfahrungsgemäß besonders geeignet, um junge Menschen für soziale Dienste zu begeistern.“

 

Natürlich sei im Sondierungspapier Vieles noch „sehr allgemein und unbestimmt“ formuliert. Eine endgültige Würdigung sei erst im Rahmen der konkreten politischen Umsetzung möglich, so Bammessel.

PM der Pressestelle der Evangelischen-Lutherischen Kirche in Bayern

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Diakonievorstand Tobias Mähner wechselt zu Martha-Maria

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Neue Herausforderung nach sechs Jahren

Nürnberg, 09.01.2018 Nach gut sechs Jahren verlässt Dr. Tobias Mähner, 2. Vorstandsvorsitzender im Diakonischen Werk Bayern, den zweitgrößten bayerischen Wohlfahrtsverband und wechselt zum 1. Mai 2018 in den  Vorstand des Diakoniewerks Martha-Maria, Nürnberg. Im Diakonischen Werk Bayern verantwortet der Jurist bislang die Bereiche Recht, Personal, Finanzen sowie die Offenen Sozialen Dienste.

Mähner ist seit 2012 Vorstandsmitglied der Diakonie Bayern. „Ich habe meine Arbeit für die Diakonie in Bayern immer mit großer Freude ausgeübt – insbesondere im Team mit meinen Vorstandskollegen, aber auch mit den vielen engagierten Mitarbeitenden der bayerischen Diakonie. Nun freue ich mich auf die neuen Herausforderungen und über die Tatsache, dass ich in meinem neuen Amt weiterhin im Verbund der Diakonie bleiben werde.“ Die offizielle Verabschiedung von Mähner findet am 10. April 2018 in Nürnberg statt.

Die Stelle des 2. Vorstands des Diakonischen Werkes Bayern wird im Januar ausgeschrieben; über die Besetzung entscheidet der Diakonische Rat, das Aufsichtsorgan der Diakonie Bayern, in Abstimmung mit dem Landeskirchenrat der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern.

Ein druckfähiges Foto von Dr. Tobias Mähner finden Sie hier.

 

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Entweder bereits erfüllt oder grundgesetzwidrig.

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Diakonie Bayern lehnt CSU-Vorschläge zur Asylpolitik ab

 

Nürnberg, 2.1.2018  In einer ersten Reaktion hat die Bayerische Diakonie mit deutlicher Ablehnung auf die Ankündigung der CSU reagiert, auf ihrer Klausur in Seon eine weitere Verschärfung des Asylrechts zu fordern. „Die Vorschläge, die heute durch die Medien bekannt wurden, stellen Asylsuchende erneut unter Generalverdacht“, kritisiert Dr. Tobias Mähner, 2. Vorstand des Diakonischen Werkes Bayern, die CSU-Ideen. „Mit derartigen Verdächtigungen und subtilen Vorhaltungen werden nur Misstrauen und Fremdenfeindlichkeit geschürt, statt Solidarität und Zusammenhalt in unserer ohnehin schon gespaltenen Gesellschaft zu fördern.“

Immer restriktivere Regelungen und Gesetze hätten schon in der Vergangenheit nicht dazu geführt, dass Betroffene vermehrt freiwillig wieder ausgereist seien, sondern lediglich dazu, dass die Bereitschaft abgenommen habe, sich anzustrengen und zu integrieren. „Die Gefahr extremistischer Radikalisierung wird so zu einem hausgemachten Problem.“

Insbesondere der Kürzung von Leistungen für Flüchtlinge erteilte der Diakonie-Vorstand eine  Absage: „Aus der täglichen Praxis unserer Beraterinnen und Berater wissen wir, dass fast alle Asylbewerber lieber heute als morgen arbeiten würden, um sich so ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen, als im Leistungsbezug durch  äußerst restriktiv angewandte Arbeitsverbote festgehalten zu werden.“

Bei den Forderungen nach Leistungseinschränkungen unterschlage die CSU zudem die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts von 2012, wonach es sich bei Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz bereits um ein absolutes Existenzminimum handelt, um ein Leben unter Achtung der Menschenwürde überhaupt führen zu können. Dazu gehöre auch das sogenannte soziokulturelle Existenzminimum, um ein Minimum an Selbstbestimmung in der Lebensführung zu ermöglichen.

Die Forderungen der CSU, Handy-Daten unbegleiteter Minderjähriger auszuwerten, sind Mähner zufolge ebenfalls bereits jetzt erfüllt: „Bei Zweifeln an der Identität, zu der auch das Alter gehört, ist bereits nach jetziger Rechtslage die Auswertung digitaler Datenträger und Handys möglich."

Mähner: „Derartige Vorschläge vergiften das Klima in  unserer Gesellschaft und schaden unserem Land nachhaltig. Deutschland ist nicht wegen der sozialenStandards das Zielland von Schutzsuchenden, sondern aufgrund der Errungenschaften der Demokratie, der Freiheit – vor allem auch der Meinungsfreiheit – der hier lebenden Menschen, des Friedens und der Chancen, sich durch Einsatzbereitschaft und Leistung selbst ein gutes Leben erarbeiten zu können.“

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