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Symbolbild: Pressearbeit der Diakonie Bayern

Diakonie in Bayern für die Presse

Die Medien sind wichtige Gesprächspartner für die Diakonie in Bayern, die sie kritisch und konstruktiv begleiten. Gleichzeitig ist die Diakonie im Freistaat eine wichtige Ansprechpartnerin, wenn es um fundierte sozialpolitische Positionen, aber auch um Ansprechpartner und -partnerinnen in den Einrichtungen und Diensten geht.

Die Pressestelle des Landesverbandes steht den Mitarbeitenden der Medien darum jederzeit für Anfragen zur Verfügung.

Meldungen 2017

„Deutlich vernehmbare Stimme der Kirche in Familienfragen.“

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Evangelische Aktionsgemeinschaft für Familien in Bayern wird 60.

Nürnberg, 6. Dezember 2017 „Eine sozialpolitische Playerin und deutlich vernehmbare Stimme der evangelischen Kirche in Familienfragen“ – für Sandra Schuhmann, Fachvorständin der Diakonie Bayern und 1. Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft, ist die Evangelische Aktionsgemeinschaft für Familienfragen Bayern (eaf) auch ,im sechzigsten Jahr ihres Bestehens ein unverzichtbarer Teil der sozialpolitischen Verbändelandschaft im Freistaat. „Die eaf hat für die Reform des Familienrechts und des Eherechts gestritten, sich für das Elterngeld eingesetzt, beim Familienlastenausgleich mitgeredet – kurz: wo immer es um die Familie geht, meldet sich auch die eaf zu Wort.“

Die eaf auf Bundesebene wurde am 10. September 1953 in Bethel gegründet – man wollte bereits unabhängig voneinander bestehende Bewegungen zusammenführen, die sich im Bereich der evangelischen Kirche den Themen der Familie widmeten. Vier Jahre später folgte die Gründung der „eaf bayern“, an die heute mit einer Jubiläumsfeier in Nürnberg erinnert wurde.

Die Familienidylle, die in den Gründerjahren der eaf vor sechzig Jahren auch als Folge des Krieges hervorbeschworen worden sei, habe ganz praktische Konsequenzen gehabt, so Sandra Schuhmann in ihrem Grußwort: „Die Familie mit möglichst vielen Kindern und die Ehefrau, die sich um Ehemann und Kinder kümmerte – Betreuungsplätze waren da nicht notwendig. Kurz: Frauen konnten gar nicht erwerbstätig sein und hatten auch nur wenige Möglichkeiten, sich selbst finanziell abzusichern. Sie wurden und blieben von ihrem Mann abhängig.“ Sich hier für die Gleichwertigkeit aller Teile einer Familie einzusetzen gehörte in den ersten Jahrzehnten ihres Bestehens zu den Hauptaufgaben der eaf. Heute hingegen verstehe man Familie anders, so Schuhmann: „Sie ist mehr denn je eine emotionale Einheit, gegründet auf der freiwilligen Partnerschaft – übrigens auch gleichgeschlechtlicher Paare.“ Darum sei mittlerweile der Einsatz für die gesamtgesellschaftlichen Rahmenbedingungen für Familien in Deutschland das zentrale Thema der eaf.

Michael Bammessel, Präsident der Diakonie Bayern, wies darum auch auf die nach seinen Worten „enormen Lasten hin“, die Familien auferlegt würden. “Beide Eltern sollen beruflich möglichst umfassend zur Verfügung stehen, Partnerschaft soll beziehungsstark und erotisch erfüllend sein, Kinder sollen mit optimaler Zuwendung begleitet werden, aber auch schulisch optimal vorankommen, eine gute Pflege der Eltern soll ebenso möglich sein wie ein erfülltes Freizeitleben nach dem Motto ‚Lebe dein Leben, du hast nur eines.‘“ Es sei die Aufgabe eines evangelischen Familienverständnisses, Entlastung zu schaffen, das Unvollkommene zu akzeptieren, und Gescheiterten Annahme zu vermitteln. Bammessel: „Politisch muss für mehr die Familienentlastung getan werden. Alleinerziehende müssen besser abgesichert und pflegende Angehörige besser entlastet werden.“

Die Evangelische Aktionsgemeinschaft für Familienfragen in Bayern e.V. (eaf bayern) der ein Zusammenschluss von 20 Werken, Diensten, Verbänden und Arbeitsgemeinschaften innerhalb der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, die sich für verbesserte Lebensbedingungen für Familien und Kindern einsetzen. Mehr über die eaf bayern finden Sie unter www.eaf-bayern.de

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Vorsicht – zerbrechlich.

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Diakonie Bayern tritt Bündnis gegen Schütteltrauma bei

Nürnberg, 4. 12. 2017 Zusammen mit dem bundesweiten „Bündnis gegen Schütteltrauma” klärt das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) im Auftrag des Bundesfamilienministeriums über die Gefahren des Schüttelns von Säuglingen und Kleinkindern auf. Auch die Diakonie Bayern ist dem „Bündnis gegen Schütteltrauma” beigetreten und unterstützt die Maßnahmen zur Prävention von Schütteltrauma. „Wenn verzweifelte Eltern einen schreienden Säugling im Affekt schütteln, können sie ihm schwere lebenslange Behinderungen zufügen.”, so Sandra Schuhmann, Fachvorständin der Diakonie Bayern. Jährlich werden schätzungsweise zwischen 100 bis 200 Säuglinge und Kleinkinder mit Schütteltrauma in deutsche Kliniken gebracht.

 

Schon wenige Sekunden Schütteln genügen, um Babys lebensgefährlich zu verletzen, da die Nackenmuskulatur den vergleichsweise großen Kopf noch gar nicht halten könne. Vielen Eltern sei das nicht bewusst, so Schuhmann. „Gesunde Säuglinge können im zweiten und dritten Lebensmonat bis zu drei Stunden täglich weinen – da sie noch keine andere Möglichkeit haben, ihre Bedürfnisse auszudrücken, ist Schreien ihr einziger Weg um zu zeigen, dass ihnen etwas fehlt.“ Zu den Folgen des Schüttelns zählen Hirnblutungen, Epilepsie oder auch eine lebenslange schwere Behinderungen.

 

Eltern von Säuglingen, die viel schreien, steht bereits seit November die bundesweite Beratungsstellensuche www.elternsein.info zur Verfügung. Die Suche enthält die Daten von rund 500 qualifizierten Schreiambulanzen und Beratungsstellen öffentlicher und freier Träger und wird stetig erweitert.

 

Dem Bündnis gehören rund zwanzig Verbände, Vereine und Institutionen aus dem Gesundheitswesen, dem Kinderschutz und der Kinder- und Jugendhilfe an. Durch die gemeinsame Aktion sollen möglichst alle Eltern von Säuglingen und werdende Eltern erreicht werden. Auch die Diakonie in Bayern bietet in den Erziehungsberatungsstellen Hilfen für Eltern schreiender Babys an.

 

Mehr Informationen finden Sie unter:

www.fruehehilfen.de

www.elternsein.info

 

Die Beratungsstellen der Diakonie Bayern finden Sie unter www.beratung-in-bayern.de.

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„Wir lassen uns von der Angst nicht lähmen“.

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Diakonie eröffnet 59. Aktion Brot für die Welt unter dem Motto „Wasser für alle.“

Nürnberg, 03.12.2017 Mit einem festlichen Gottesdienst wird heute im mittelfränkischen Schwabach die 59. Aktion Brot für die Welt eröffnet. Sie steht unter dem Motto „Wasser für alle“ und stellt die lebensbedrohliche Wasserknappheit in vielen armen Ländern in den Mittelpunkt. In seiner Predigt in der Schwabacher Stadtkirche St. Johannes mahnte Diakoniepräsiden Michael Bammessel, der Lebensstil in Deutschland sei „immer noch zu üppig für die knappen Ressourcen dieser Erde.“

Aber, so Bammessel weiter, man wolle sich nicht schrecken oder von der Angst lähmen lassen, sondern anpacken: „So baut Brot für die Welt in Kenia auf dem Land sehr wirksame Sammelvorrichtungen, um in der Regenzeit das Wasser aufzufangen, zu filtern und zu speichern – eine einfache, robuste Technik, die auch von den Menschen in den Dörfern beherrscht werden kann, und die von unschätzbarem Nutzen ist.“ Denn immer noch sterben UNICEF zufolge jährlich 800.000 Menschen an den Folgen von verunreinigtem Trinkwasser, weltweit haben mehr als zwei Milliarden Menschen kein Zugang zu sauberem Wasser. „Wenn darum ein ga­nzes Dorf durch den Bau eines Wasserspeichers auch in der Trockenzeit sauberes Wasser hat, dann ist das ein Riesenschritt für die Menschen.“

Bammessel betonte auch das politische Engagement von Deutschlands ältester Hilfsaktion. Immer wieder melde sie sich auch in Berlin öffentlich zu Wort, um sich für die Sache der armen Länder stark zu machen. So habe Brot für die Welt zu Recht Kritik am Afrika-Gipfel der vergangenen Woche geübt: „Die Ergebnisse dieses Gipfels waren zu dürftig, um für Afrika echte Verbesserungen zu bringen. Und die Lage in manchen afrikanischen Ländern ist ernst.“ Das Anlegen von Wasserspeichern und Brunnen, so Bammessel, komme dann an Grenzen, wenn es z.B. durch Klimaverschiebungen Dürreperioden gibt, die in ganzen Landstrichen Pflanzen und Tiere verdursten lassen.

Im vergangenen Jahr haben die Menschen in Deutschland für Brot für die Welt mehr als 60 Millionen Euro gespendet; über acht Millionen davon kamen aus Bayern. Mehr zu Brot für die Welt finden Sie auch unter www.brot-fuer-die-welt.de

Brot für die Welt, das weltweit tätige Hilfswerk der evangelischen Landes- und Freikirchen in Deutschland, wurde 1959 gegründet. Wirkliche Hilfe muss dem Armen helfen, sich selbst zu helfen, lautete ein entscheidender Grundsatz, der bis heute gilt. Brot für die Welt" gehört zu den bekanntesten und erfolgreichsten Hilfsaktionen der Bundesrepublik; seit ihrer Gründung im Jahr 1959 wurden alleine in Bayern über 300 Millionen Euro gesammelt. Im vergangenen Jahr hat das Hilfswerk weltweit über 500 neue Projekte bewilligt, regionale Schwerpunkte waren Afrika mit 210 Projekten sowie Asien und Pazifik mit 204 Projekten. Über das Jahr fördert Brot für die Welt mehr als 2.000 Projekte mit einer durchschnittlichen Laufzeit von drei Jahren. Traditionell ist die Weihnachtskollekte in den rund 14.000 evangelischen Gemeinden Deutschlands für Brot für die Welt bestimmt.

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Gleiches Recht für alle Jugendlichen.

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Diakonie Bayern lehnt Jugendhilfe-Reform der CSU ab.

Nürnberg, 30. 11. 2017: Zu früh, diskriminierend und damit grundgesetzwidrig – das Urteil der Diakonie Bayern zum gestern im Landtag beschlossenen  „Ausführungsgesetz der Sozialgesetze und des Aufnahmegesetzes“ (AGSG) fällt vernichtend aus. Es soll die Leistungen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge im Freistaat neu regeln – und bedeutet aus Sicht des zweitgrößten bayerischen Sozialverbandes für die Betroffenen eine massive Einschränkung bisheriger Leistungen.

 

Wurden unbegleitete Minderjährige bislang je nach individuellem Bedarf und bis zum Erreichen der Volljährigkeit in Einrichtungen der Jugendhilfe betreut, sollen sie zukünftig grundsätzlich im sogenannten „Jugendwohnen“ untergebracht werden. Dr. Tobias Mähner, 2. Vorstand des Diakonischen Werkes Bayern: „Alle jungen Menschen mit Jugendhilfebedarf haben dieselben Rechte und müssen darum auch denselben Zugang zu den jeweils notwendigen Angeboten haben.“ Eine Sonderstellung von jungen Flüchtlingen allein aufgrund ihrer Herkunft ist nach Ansicht Mähners darum diskriminierend, widerspricht dem Grundgesetz und verstößt nicht zuletzt gegen das bundesweit geltende Kinder-und Jugendhilferecht (SGB VIII), in dem die individuelle Bedarfsdeckung als Grundsatz festgeschrieben ist. Bislang wurden die Maßnahmen für Betroffene gemeinsam von Jugendämtern und den freien Trägern der Jugendhilfe festgelegt. Nach dem Willen der Diakonie hätte dies auch so bleiben sollen. Mähner: „Das AGSG aber sieht vor, dass die Staatsregierung zukünftig hier in Form einer Rechtsverordnung Vorgaben machen kann.“ Damit greift sie massiv in die Gestaltungshoheit der Kommunen ein.

 

„Die Folgen für die Betroffenen, aber auch für unser Land werden fatal sein“, so Mähner. Die Jugendlichen bräuchten je nach persönlichem Erfahrungshintergrund unterschiedliche Formen der Unterstützung. „Das kann in schweren Fällen auch eine Traumatherapie sein.“ Nötig seien darum auf jeden Fall differenzierte Angebote, wie die Jugendhilfe der freien Träger sie bislang angeboten hätte. Zudem könnte durch eine individuelle Betreuung deutlich früher eine mögliche Radikalisierung festgestellt und ihr entgegengewirkt werden. „Die Unterbringung im Jugendwohnen erschwert dies; insofern ist das neue AGSG wirklich kein Beitrag zur inneren Sicherheit“. Unverständnis äußert die Diakonie auch über den Zeitpunkt des geplanten Ausführungsgesetzes. „Wir warten auf die Reform des SGB VIII – und da Bundesrecht im Zweifelsfall über Landesrecht steht, kommt die Initiative aus München zur Unzeit.“

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Am 1. Dezember ist Welt-Aids- Tag.

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Zahlreiche Aktionen der Diakonie in Bayern

Nürnberg, 29. November 2017 Mit dem Welt-Aids-Tag am 1. Dezember wird an eine Krankheit erinnert, die in den achtziger Jahren die Schlagzeilen geprägt hat, mittlerweile aber zunehmend aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwunden ist. Der Grund: Eine bessere medizinische Versorgung der Erkrankten und damit eine deutliche höhere Lebenserwartung sowie sinkende Ansteckungsraten. Aber: Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts lag die Zahl der geschätzten Neuinfektionen im Jahr 2015 nach wie vor bei rund 3200 Fällen, etwa 85.000 Menschen leben in Deutschland mit einer HIV-Infektion.

Weltweit sind es nach Schätzungen von UNAIDS etwa 37 Millionen Menschen, die mit einer HIV-Infektion leben ­­- davon fast 2 Millionen Kinder unter 15 Jahren. Besonders problematisch: Etwa 17 Millionen Menschen mit HIV wissen nichts von ihrer Infektion und den möglichen Folgen. Am Welt-Aids-Tag machen darum Beratungsstellen der Diakonie Bayern mit Aktionen im Freistaat auf HIV und die Folgen für die Betroffenen aufmerksam.

Die AIDS-Beratung Mittelfranken und die AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth feiern einen Ökumenischen Gottesdienst zum Welt-AIDS-Tag. Er steht unter dem Motto „Bunte Vielfalt“ und will „ein Zeichen der Verbundenheit Gottes mit den Menschen, der Hoffnung und des Friedens, der Akzeptanz und Toleranz“ setzen. Der Gottesdienst findet statt am 01.12.2017 um 18:00 Uhr in der Jakobskirche in Nürnberg und wird in Gebärdensprache gedolmetscht.

Mit einem Infostand am Flughafen Nürnberg informiert die AIDS-Beratung Mittelfranken interessierte Reisende und Besucher des Flughafens über HIV und AIDS sowie über andere sexuell übertragbare Erkrankungen, aber auch über die Ausbreitung der HIV-Infektion in den jeweiligen Zielländern. Der Stand wird zu folgenden Zeiten mit fachkundigem Personal besetzt sein:

28. und 29.11.:  16.00 – 18.00 Uhr

30.11. und 01.12.: 20.00 – 22.00 Uhr

Ziel ist es, Reisende daran zu erinnern, dass HIV/AIDS trotz guter Behandlungsmöglichkeiten eine chronische und schwere Erkrankung ist, vor der man sich jedoch schützen kann, ohne auf Sex zu verzichten.

Die Aidsberatung Niederbayern (Passau) informiert mit einem Infostand zum Welt-Aids-Tag am Freitag, 01.12.2017 von 10.00 - 14.00 Uhr im City Center Landshut sowie mit einem  Stand am Christkindlmarkt am Freitag, 01.12.2017 von 10.00 – 21.00 Uhr am Christkindlmarkt am Domplatz Passau.

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„Wasser für alle“

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Brot für die Welt eröffnet am 1. Advent 59. Spendenaktion in Schwabach

Nürnberg, 23.11.2017 Mehr als zwei Milliarden Menschen weltweit haben nach Angaben der Vereinten Nationen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Das evangelische Hilfswerk Brot für die Welt stellt deshalb das Recht auf Wasser ins Zentrum der neuen Spendenaktion. Sie wird unter dem Motto „Wasser für alle“ am 3. Dezember, dem 1. Advent, für Bayern mit einem Festgottesdienst in der Schwabacher Stadtkirche St. Johannes und St. Martin eröffnet.

Wasser ist heute in vielen Regionen der Welt knapp, vor allem in Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas. Dabei gibt es eigentlich weltweit genügend Süßwasser. Hauptursache der Wasserknappheit ist der Klimawandel. Intensive Landwirtschaft und Verschmutzung durch Industrie kommen hinzu. Michael Bammessel Präsident der Diakonie Bayern: „Manchmal fällt es schon schwer, die Widersprüchlichkeiten unserer Welt auszuhalten: Während UNICEF darauf hinweist, dass jährlich 800.000 Menschen an Folgen von verunreinigtem Wasser sterben, bitten manche Stadtwerke in Deutschland darum, das Wasser doch auch mal länger laufen zu lassen – die Leitungen würden sonst verstopfen.“ An kaum einem anderen Beispiel werde der Unterschied der Lebensverhältnisse zwischen Nord und Süd, zwischen den armen und den reichen Ländern, so deutlich wie am Beispiel des Wassers. Jeder dritte Mensch auf der Welt lebe ohne sanitäre Einrichtungen.

Die Eröffnung für Bayern findet am 1. Advent, den 3. Dezember 2017 um 10.00 Uhr in der Stadtkirche St. Johannes und St. Martin in Schwabach statt. Die Predigt hält der Präsident der Diakonie Bayern, Michael Bammessel. Regionalbischöfin Elisabeth Hann von Weyhern wird die Aktion für Bayern eröffnen.

Brot für die Welt, das weltweit tätige Hilfswerk der evangelischen Landes- und Freikirchen in Deutschland, wurde 1959 gegründet. Wirkliche Hilfe muss dem Armen helfen, sich selbst zu helfen, lautete ein entscheidender Grundsatz, der bis heute gilt. Brot für die Welt" gehört zu den bekanntesten und erfolgreichsten Hilfsaktionen der Bundesrepublik; seit ihrer Gründung im Jahr 1959 wurden alleine in Bayern über 300 Millionen Euro gesammelt. Im vergangenen Jahr hat das Hilfswerk weltweit über 500 neue Projekte bewilligt, regionale Schwerpunkte waren Afrika mit 210 Projekten sowie Asien und Pazifik mit 204 Projekten. Über das Jahr fördert Brot für die Welt mehr als 2.000 Projekte mit einer durchschnittlichen Laufzeit von drei Jahren. Traditionell ist die Weihnachtskollekte in den rund 14.000 evangelischen Gemeinden Deutschlands für Brot für die Welt bestimmt.

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Diakonie fordert einheitliche Standards für Wohnungslosenhilfe.

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„Herzogsägmühler Erklärung“ bei Fachtagung verabschiedet.

 

Nürnberg, 14.11. 2017 Etwa 25.000 Menschen gelten allein in Bayern als wohnungslos – sie verfügen über keinen eigenen Wohnraum, leben vorübergehend in Unterkünften, unterstützenden Einrichtungen oder gar auf der Straße. Ihnen allen stehen Hilfen nach dem Sozialgesetzbuch XII zu. Dazu zählen Beratung und persönliche Unterstützung wie zum Beispiel Maßnahmen bei der Erhaltung und Beschaffung einer Wohnung, Unterstützung bei der Überwindung sozialer Schwierigkeiten sowie auch Hilfen zur Erlangung und Sicherung eines Arbeitsplatzes. „Es macht allerdings einen Unterschied, ob ich als Betroffener in Oberbayern oder Schwaben lebe. Denn die Hilfen nach dem SGB XII werden höchst unterschiedlich gewährt“, kritisiert der 2. Vorstandsvorsitzende der Diakonie Bayern, Dr. Tobias Mähner, die gegenwärtige Praxis. Gemeinsam mit dem Evangelischen Fachverband Wohnungslosen- und Straffälligenhilfe fordert die bayerische Diakonie anlässlich einer Fachtagung in der „Herzogsägmühler Erklärung“ einheitliche Standards bei der Hilfegewährung für Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten – gerade auch bei längerfristigen Hilfeverläufen.

Wie deutlich die Unterschiede sind, zeigt etwa der Vergleich zwischen den Bezirken Schwaben und Oberbayern: In Schwaben erhalten Betroffene in weiten Teilen nur dann Hilfe, die über einen längeren Zeitraum hinausgehen, wenn ihnen eine Behinderung attestiert wird. In Oberbayern hingegen gibt es differenzierte Leistungsvereinbarungen für die unterschiedlichen Hilfsangebote der Wohnungslosenhilfe zwischen dem Bezirk als Kostenträger und den Trägern der Wohlfahrtspflege.

„Es geht hier um Frauen und Männer, deren soziale Schwierigkeiten sich verfestigt haben.“ erklärt Andreas Kurz, Vorsitzender des Fachverbandes. In der Regel lägen neben den sozialen Schwierigkeiten Mehrfachproblemlagen wie Arbeitslosigkeit, körperliche und/oder psychischen Beeinträchtigungen oder Suchterkrankungen vor. „Sie sind auf längerfristige Hilfen angewiesen, und für sie benötigen wir eine bayernweit einheitliche Praxis bei der Bewilligung von Langzeithilfen, also von Angeboten, die über die kurzfristige Unterbringung hinausgehen.“ Die bisherige Praxis werde aber weder den Betroffenen gerecht noch biete sie für die Träger der Hilfsangebote die benötigte Planungssicherheit. In ihrer Erklärung fordern Diakonie und Fachverband die bayernweite Anerkennung insbesondere der Langzeithilfen für die Betroffenen. Mähner: „Es kann nicht sein, dass hier nach zweierlei Maß gemessen wird. Nicht zuletzt deswegen, weil der Auftrag der bayerischen Verfassung, überall im Freistaat für gleiche Lebensbedingungen zu sorgen, auch für diese Personengruppe gilt.“

Die Diakonie Bayern bietet knapp 1.200 Plätze für wohnungslose Menschen in stationären, teilstationären und ambulanten Maßnahmen bei 13 verschiedenen diakonischen Trägern in Bayern an - der überwiegende Teil davon auf Grundlage der §§ 67ff. des SGB XII als Hilfen zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten.

Der Fachverband Evangelische Wohnungslosen- und Straffälligenhilfe (FEWS) in Bayern ist ein Zusammenschluss von über 30 diakonischen Trägern der Wohnungslosen- und Straffälligenhilfe im Diakonischen Werk Bayern.

 

Hier gehts zur „Herzogsägmühler Erklärung“.

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Mehr Geld, mehr Beteiligung.

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Diakonie und Erziehungsverband fordern Hilfe beim Rückbau der Angebote für unbegleitete minderjährige Ausländer.

Nürnberg, 8.11.2017 Mehr finanzielle Unterstützung und eine bessere Beteiligung an Planung und Steuerung – nur so kann nach Ansicht der Diakonie Bayern und des Evangelischen Erziehungsverbandes (EEV) der Rückbau der Angebote für die sogenannten „UMAs“ gelingen. „Die Zahl der unbegleiteten Minderjährigen Ausländer ist von 2016 auf 2017 um nahezu 25 Prozent zurückgegangen – dies hat spürbare Auswirkungen auf die Träger und Einrichtungen der Jugendhilfe“, so Sandra Schuhmann, Fachvorständin der Diakonie Bayern, heute auf der ConSozial in Nürnberg.

 

In den Jahren 2014 und 2015 haben die Jugendhilfeträger der Diakonie Bayern – nicht zuletzt auch auf Druck der öffentlichen Jugendhilfe - ihre Angebote für minderjährige Flüchtlinge massiv ausgebaut. Schuhmann: „Die Träger der Diakonie Bayern haben im Jahr 2016 über 1.700 Plätze in ihren Einrichtungen bereitgestellt. Viele davon wurden angesichts des rasch gestiegenen Bedarfs extra geschaffen.“ Für die Träger bedeutete dies: Anstellung entsprechend geschulter Mitarbeitender sowie Anmietung geeigneter Räumlichkeiten.

 

Allerdings: Bereits nach der Einführung der bundesweiten Verteilung der Flüchtlinge im Herbst 2015 ist die Zahl der UMAs spürbar zurückgegangen – ein Trend, der sich in den Jahren 2016 und 2017 fortgesetzt hat. Wurden im Juli 2016 noch rund 64.000  UMA in Deutschland (11.000 in Bayern) versorgt, so waren es ein Jahr später nur noch rund 58.000 (9.000 in Bayern) – mit entsprechenden Folgen für die Diakonie: Sie hat in den letzten 18 Monaten knapp 800 Plätze gestrichen. Sandra Schuhmann: „In Stellen bedeutet dies: Etwa 320 Fach- und Betreuungskräfte sowie Fachdienste, Hauswirtschaft, Verwaltung etc. Diese Stellen mussten im Zuge des Rückbaus innerhalb von 14 Monaten entweder umgeschichtet, reduziert oder gestrichen werden.“

 

Für die Vorsitzende des EEV, Sigrun Maxzin-Weigel, stiehlt sich Politik hier aus der Verantwortung: „Die Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sind im Jahr 2015 in der Not der öffentlichen Hand zur Seite gesprungen. Nun werden sie weitgehend alleine gelassen. Das Sozialministerium verweist lapidar auf das „unternehmerische Risiko“ der freien Träger.“

 

Dabei ist die weitere Entwicklung aufgrund der politischen Lage kaum vorhersehbar – und bereits jetzt erleben die Träger, wie unterschiedlich in den einzelnen Kommunen mit der Situation umgegangen wird. Maxzin-Weigel: „Man kann von den freien Trägern kaum erwarten, dass sie auf eigenen Kosten Räume auf Verdacht anmieten und das entsprechende Personal vorhalten, damit sie vorbereitet sind, falls ihrer Region durch die landesweite Verteilstelle Jugendliche zugewiesen werden.“

 

Die beiden Verbände fordern darum neben einer Beteiligung der öffentlichen Jugendhilfe an den Kosten des Rückbaus auch eine bayernweite gemeinsame strukturelle Planung -  von öffentlicher und freier Jugendhilfe - wie mit stark schwankenden Bedarfen und den vorhandenen Ressourcen umgegangen werden soll, damit die Träger rechtzeitig und angemessen auf die schwankenden Bedarfe reagieren können – die zudem regional sehr unterschiedlich sind. Gleichzeitig warnen sie vor der Reduzierung des bestehenden differenzierten Angebots für UMA, die regional durch Schließung von – momentan – nicht benötigten Einrichtungen droht.

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Diakonie eröffnet Stadtklinik in Augsburg

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„Eine großartige Leistung unter erschwerten Bedingungen“

Nürnberg, 4. 11 2017 60 Millionen Euro Baukosten, neun Jahre Bauzeit in drei Bauabschnitten, 135 Planbetten und über 6.000 Operationen im Jahr. Es sind beeindruckende Zahlen, mit denen das diako in Augsburg heute bei der Einweihung seiner neuen Stadtklinik aufwartet. „Ich habe große Hochachtung vor dieser Leistung, zu der nicht nur hohe Fachlichkeit, sondern auch der christliche Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit gehört“, gratulierte der Präsident der Diakonie Bayern, Michael Bammessel, anlässlich der Einweihung. „Enormer Kostendruck, hohes Investitionsvolumen, schwer berechenbare Einflüsse der Politik, harte Konkurrenz um Fachkräfte – nur wenige diakonische Träger trauen sich heute noch an den Kliniksektor heran.“

Dies läge nicht zuletzt an der prekären Finanzierung in diesem Bereich. Daran, so Bammessel, seien nicht die Träger schuld, sondern es fehle vielmehr der politische Wille. „Die Kostenträger müssen mehr Verantwortung übernehmen.“ Der Neubau in Augsburg sei ein Beleg dafür, dass auch die Diakonie bereit sei, ihren Teil zur medizinischen Versorgung beizutragen. „Zwar hat der Freistaat von der Bausumme 40 Millionen Euro übernommen. Der Rest stammt aber aus Eigenmitteln der evangelischen Diakonissenanstalt Augsburg.“

Bammessel schloss sich den bayerischen Landräten an, die erst vor wenigen Tagen gefordert hatten, dass eine Verbesserung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Krankenhäuser auch Eingang in die Koalitionsverhandlungen auf Bundeseben finden müsse: „Es stimmt: Solange die Krankenkassen nicht die tariflichen Personalkostensteigerungen ausgleichen, bleiben die Krankenhäuser chronisch unterfinanziert.“ Dem „Bayerischen Krankenhaustrend“ der Bayerischen Krankenhausgesellschaft zufolge befürchten 44 Prozent der 350 Kliniken in Bayern, in  2017 ein Defizit zu erwirtschaften, und 30 Prozent rechnen mit einer „schwarzen Null“. Über den kommunalen Finanzausgleich könnten zwar die Bau- und Investitionskosten bezuschusst werden. „Für den laufenden Betrieb aber hilft das wenig.“

Die Personalsituation in den Krankenhäusern bereitet dem Diakoniechef darum Sorge. „Die Zahl der Patienten in deutschen Krankenhäusern ist in den vergangenen 25 Jahren um über drei Millionen gestiegen. Die Zahl der angestellten Pfleger und Pflegerinnen ist mit etwa 325.000 jedoch nahezu gleich geblieben.“ Rechnerisch müsse jeder Pfleger also 15 Patienten mehr versorgen als noch vor 25 Jahren – Patienten, die zudem deutlich älter seien als früher. „Die Attraktivität der Pflegeberufe muss dringend verbessert werden.“ Dazu gehören nach Bammessel Ansicht neben einem angemessenen Gehalt auch entsprechende Arbeitsbedingungen – „wie etwa eine verbindliche Personaluntergrenze in den Kliniken in Deutschland.“

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Diakonie Bayern auf der ConSozial am 8. und 9. November 2017 in Nürnberg

Nürnberg, den 3. 11. 2017 Am 8. und 9. November 2017 wird das Messezentrum Nürnberg wieder zum Treffpunkt für die Sozialbranche. Fach- und Führungskräfte, Wissenschaft, Verbände, Wirtschaft und Politik kommen auf Deutschlands größter KongressMesse für den Sozialmarkt miteinander ins Gespräch. Auch die bayerische Diakonie präsentiert sich auf der ConSozial, die heuer unter dem Motto „Zukunft Inklusion steht“.

 

Das Diakonische Werk Bayern stellt gemeinsam mit der Bank für Kirche und Diakonie in Halle 3 A, Stand-Nr. 409 aus und präsentiert mit „München für alle“ ein Projekt für eine inklusive Freizeitkultur. Hier können sich junge Menschen mit einer Behinderung beraten lassen, wie sie an Freizeit- und Kulturangeboten teilnehmen können. „München für alle“ richtet sich auch an Freizeit-Einrichtungen und berät diese, wie sie ihre Angebote inklusiv gestalten können.

 

Ebenfalls am Stand der Diakonie Bayern: Das Diakonie.Kolleg., die Fortbildungseinrichtung der bayerischen Diakonie. Besucher und Besucherinnen können mit einem „Kompass für die zukünftige Entwicklung“ die eigenen beruflichen Perspektiven, aber auch die ihres eigenen Unternehmens überprüfen. Für Spannung und Entspannung gleichermaßen sorgt wie im vergangenen Jahr eine Carrerabahn, an der sich Besucher und Besucherinnen spannende Wettrennen um attraktive Preise liefern können.

 

Insgesamt stellen sich im Messebereich in den Hallen 3 A und 4 A mehr als 240 Unternehmen und soziale Einrichtungen auf über 4.500 m2 Ausstellungsfläche mit ihren Produkten und Dienstleistungen, Konzepten, und Bildungsangeboten vor.

 

Öffnungszeiten der Messe:

Mittwoch, 8.11.2017 von 9:00 bis 17:30 Uhr

Donnerstag, 9.11.2017 von 9:00 bis 16:30 Uhr

 

Mehr zum Auftritt der Diakonie Bayern auf der ConSozial finden Sie unter www.diakonie-bayern.de/consozial

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Ihr Kontakt

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Pressesprecher
Name
Daniel Wagner
Einrichtung
Diakonisches Werk Bayern e.V.
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