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Symbolbild: Pressearbeit der Diakonie Bayern

Diakonie in Bayern für die Presse

Die Medien sind wichtige Gesprächspartner für die Diakonie in Bayern, die sie kritisch und konstruktiv begleiten. Gleichzeitig ist die Diakonie im Freistaat eine wichtige Ansprechpartnerin, wenn es um fundierte sozialpolitische Positionen, aber auch um Ansprechpartner und -partnerinnen in den Einrichtungen und Diensten geht.

Die Pressestelle des Landesverbandes steht den Mitarbeitenden der Medien darum jederzeit für Anfragen zur Verfügung.

Meldungen 2018

Wesentliche sozialpolitische Forderungen aufgenommen

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Diakoniepräsident würdigt Sondierungsergebnisse

Nürnberg, 16. Januar 2018 Michael Bammessel, Präsident des Diakonischen Werkes in Bayern hat heute in München die Ergebnisse der Sondierungsgespräche ausdrücklich gewürdigt.  In seinem regelmäßigen Bericht vor dem Landeskirchenrat sagte er, dass im Sondierungspapier „wesentliche sozialpolitische Forderungen von Diakonie und Kirche aufgegriffen“ seien.

 

So begrüßte Bammessel das Vorhaben, mit dem Instrument des Passiv-Aktiv-Transfers die Langzeitarbeitslosigkeit zu bekämpfen. Positiv zu bewerten sei auch eine geplante Grundrente oberhalb der Sozialhilfe, „weil die Lebensleistung von Menschen, die gearbeitet und Kinder erzogen haben, anerkannt wird, und sie nicht im Alter zu Almosenempfängern werden lässt“.

Positiv zu bewerten sei weiter, so Bammessel, dass weitere Verbesserungen in der Altenpflege auf der Agenda stehen, etwa Maßnahmen gegen Niedriglöhne in der Pflege, indem Verbindlichkeiten von Tarifen ausgeweitet werden. Kritisch äußerte sich Bammessel zum Plan, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge zunächst nicht in Einrichtungen der Jugendhilfe unterzubringen, sondern in zentralen Aufnahmeeinrichtungen zusammen mit mehreren Tausend Erwachsenen. Er fürchte, dass damit gegen die Grundsätze des Kindeswohls verstoßen werde.

Positiv zu vermerken sei, dass für langjährig Geduldete ein einfacherer Weg in den regulären Arbeitsmarkt eröffnet werden soll. Bammessel: „Für diese Personengruppen haben Diakonie und Kirche schon lange bessere Integrationsmöglichkeiten gefordert“. Bammessel begrüßte, dass der Bundesfreiwilligendienst weiter ausgebaut werden soll. „Die Freiwilligendienste sind erfahrungsgemäß besonders geeignet, um junge Menschen für soziale Dienste zu begeistern.“

 

Natürlich sei im Sondierungspapier Vieles noch „sehr allgemein und unbestimmt“ formuliert. Eine endgültige Würdigung sei erst im Rahmen der konkreten politischen Umsetzung möglich, so Bammessel.

PM der Pressestelle der Evangelischen-Lutherischen Kirche in Bayern

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Diakonievorstand Tobias Mähner wechselt zu Martha-Maria

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Neue Herausforderung nach sechs Jahren

Nürnberg, 09.01.2018 Nach gut sechs Jahren verlässt Dr. Tobias Mähner, 2. Vorstandsvorsitzender im Diakonischen Werk Bayern, den zweitgrößten bayerischen Wohlfahrtsverband und wechselt zum 1. Mai 2018 in den  Vorstand des Diakoniewerks Martha-Maria, Nürnberg. Im Diakonischen Werk Bayern verantwortet der Jurist bislang die Bereiche Recht, Personal, Finanzen sowie die Offenen Sozialen Dienste.

Mähner ist seit 2012 Vorstandsmitglied der Diakonie Bayern. „Ich habe meine Arbeit für die Diakonie in Bayern immer mit großer Freude ausgeübt – insbesondere im Team mit meinen Vorstandskollegen, aber auch mit den vielen engagierten Mitarbeitenden der bayerischen Diakonie. Nun freue ich mich auf die neuen Herausforderungen und über die Tatsache, dass ich in meinem neuen Amt weiterhin im Verbund der Diakonie bleiben werde.“ Die offizielle Verabschiedung von Mähner findet am 10. April 2018 in Nürnberg statt.

Die Stelle des 2. Vorstands des Diakonischen Werkes Bayern wird im Januar ausgeschrieben; über die Besetzung entscheidet der Diakonische Rat, das Aufsichtsorgan der Diakonie Bayern, in Abstimmung mit dem Landeskirchenrat der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern.

Ein druckfähiges Foto von Dr. Tobias Mähner finden Sie hier.

 

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Entweder bereits erfüllt oder grundgesetzwidrig.

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Diakonie Bayern lehnt CSU-Vorschläge zur Asylpolitik ab

 

Nürnberg, 2.1.2018  In einer ersten Reaktion hat die Bayerische Diakonie mit deutlicher Ablehnung auf die Ankündigung der CSU reagiert, auf ihrer Klausur in Seon eine weitere Verschärfung des Asylrechts zu fordern. „Die Vorschläge, die heute durch die Medien bekannt wurden, stellen Asylsuchende erneut unter Generalverdacht“, kritisiert Dr. Tobias Mähner, 2. Vorstand des Diakonischen Werkes Bayern, die CSU-Ideen. „Mit derartigen Verdächtigungen und subtilen Vorhaltungen werden nur Misstrauen und Fremdenfeindlichkeit geschürt, statt Solidarität und Zusammenhalt in unserer ohnehin schon gespaltenen Gesellschaft zu fördern.“

Immer restriktivere Regelungen und Gesetze hätten schon in der Vergangenheit nicht dazu geführt, dass Betroffene vermehrt freiwillig wieder ausgereist seien, sondern lediglich dazu, dass die Bereitschaft abgenommen habe, sich anzustrengen und zu integrieren. „Die Gefahr extremistischer Radikalisierung wird so zu einem hausgemachten Problem.“

Insbesondere der Kürzung von Leistungen für Flüchtlinge erteilte der Diakonie-Vorstand eine  Absage: „Aus der täglichen Praxis unserer Beraterinnen und Berater wissen wir, dass fast alle Asylbewerber lieber heute als morgen arbeiten würden, um sich so ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen, als im Leistungsbezug durch  äußerst restriktiv angewandte Arbeitsverbote festgehalten zu werden.“

Bei den Forderungen nach Leistungseinschränkungen unterschlage die CSU zudem die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts von 2012, wonach es sich bei Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz bereits um ein absolutes Existenzminimum handelt, um ein Leben unter Achtung der Menschenwürde überhaupt führen zu können. Dazu gehöre auch das sogenannte soziokulturelle Existenzminimum, um ein Minimum an Selbstbestimmung in der Lebensführung zu ermöglichen.

Die Forderungen der CSU, Handy-Daten unbegleiteter Minderjähriger auszuwerten, sind Mähner zufolge ebenfalls bereits jetzt erfüllt: „Bei Zweifeln an der Identität, zu der auch das Alter gehört, ist bereits nach jetziger Rechtslage die Auswertung digitaler Datenträger und Handys möglich."

Mähner: „Derartige Vorschläge vergiften das Klima in  unserer Gesellschaft und schaden unserem Land nachhaltig. Deutschland ist nicht wegen der sozialenStandards das Zielland von Schutzsuchenden, sondern aufgrund der Errungenschaften der Demokratie, der Freiheit – vor allem auch der Meinungsfreiheit – der hier lebenden Menschen, des Friedens und der Chancen, sich durch Einsatzbereitschaft und Leistung selbst ein gutes Leben erarbeiten zu können.“

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