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Symbolbild: Pressearbeit der Diakonie Bayern

Diakonie in Bayern für die Presse

Die Medien sind wichtige Gesprächspartner für die Diakonie in Bayern, die sie kritisch und konstruktiv begleiten. Gleichzeitig ist die Diakonie im Freistaat eine wichtige Ansprechpartnerin, wenn es um fundierte sozialpolitische Positionen, aber auch um Ansprechpartner und -partnerinnen in den Einrichtungen und Diensten geht.

Die Pressestelle des Landesverbandes steht den Mitarbeitenden der Medien darum jederzeit für Anfragen zur Verfügung.

Meldungen 2017

„Hier kommst du an“

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Eine Handvoll guter Gründe, bei der Diakonie Bayern zu arbeiten

Nürnberg, 19.09.2017 Die Gewinnung neuer Mitarbeitender ist auch für die Diakonie in Bayern ein Zukunftsthema. Für Berufsanfänger/-innen, aber auch für Quer- und Wiedereinsteiger/-innen hat die Diakonie in Bayern attraktive Arbeitsplätze zu bieten. In einer kleinen Broschüre wurden die Vorteile eines Jobs bei der Diakonie nun kurz und kompakt zusammengefasst.

Es mag manche überraschen: Im Vergleich gehört die Diakonie zu den einhundert beliebtesten Arbeitgebern in Deutschland: Beim trendence Young Professional Barometer liegt sie auf Platz 86, beim Schülerbarometer kommt sie sogar auf Platz 34. Die Gründe dafür sind schnell genannt: So steht die Diakonie in Bayern mit ihren Tarifen im bundesweiten Vergleich der Sozialverbände in vielen Arbeitsfeldern an der Spitze. Und: man findet die Diakonie fast überall im Freistaat. Als einer der größten Arbeitgeber Bayerns mit mehr als 89.000 Mitarbeiter/-innen bietet die Diakonie Chancen in über einhundert verschiedenen Arbeitsfeldern – sei es in der Pflege, in der Kinder- und Jugend- sowie Behindertenhilfe, aber auch in der Flüchtlings- und Beratungsarbeit. Anders als in der Wirtschaft steht dabei nicht die Gewinnmaximierung, sondern das Engagement für den Nächsten im Vordergrund. Kurz: Soziale Arbeit stiftet Sinn.

Neben einer hohen Arbeitsplatzsicherheit spielt auch das Thema Familienorientierung in der bayerischen Diakonie eine immer größere Rolle. Mehr als zwanzig diakonische Träger im Freistaat haben mittlerweile das eigens dafür entwickelte „Diakoniegütesiegel Familienorientierung“ erworben  und weisen damit nach, dass bei ihnen die Familienorientierung einen herausragenden Stellenwert hat.

Exemplare der neuen Broschüre sind kostenfrei über den Online-Shop des Diakonischen Werkes Bayern erhältlich (www.diakonie-bayern-shop.de). Einen guten Überblick über die verschiedenen Arbeitsbereiche der Diakonie findet sich auch im Internet unter www.diakonie-bayern.de/macheswahr.

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Diakonie spielerisch entdecken

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Diakonie Bayern bietet Actionbound an

Nürnberg, 13.09.2017 Mit  Smartphone und Tablet Nürnberg entdecken und dabei mehr über die Diakonie erfahren – mit dem Actionbound „Hier kommst Du an“, der Diakonie Bayern geht’s. Ab sofort steht das interaktive Suchspiel zum Jahresthema 2017/2018 „Hier kommst du an.“ zur Verfügung. Der einstündige Rundgang führt zu verschiedenen Einrichtungen der Diakonie in Nürnberg. Start und Ziel ist die Geschäftsstelle des Diakonischen Werkes Bayern in der Pirckheimerstraße 6 in Nürnberg. Das Angebot richtet sich an Jugendliche, Konfirmand/-innen, Teilnehmer/-innen von Freiwilligendiensten und alle Interessierte.

Wer mitspielen möchte, braucht nur sein Smartphone oder Tablet. Die kostenfreie App „Actionbound“ kann im AppStore (Apple) bzw. bei Google Play (Android) kostenfrei herunterladen geladen werden – und schon geht es los: Die Route, der sogenannten „Bound“, ist eine interaktiven Suchstrecke, die bei der Geschäftsstelle der Diakonie Bayern in der Pirckheimerstraße 6 in Nürnberg beginnt.

Auf ihrem Weg entlang der Strecke, die durch die Actionbound-App vorgegeben wird, beantworten Teilnehmenden Fragen rund um die Diakonie, müssen Aufgaben lösen oder bestimmte Orte fotografieren. Wer alle Stationen abgelaufen und das Ziel – erneut die Geschäftsstelle der Diakonie Bayern in der Pirckheimerstraße, erreicht hat, kann den „Schatz“ der Diakonie finden und erhält eine Belohnung.Das interaktive Spiel ist ein Beitrag zur Umsetzung des Jahresthemas „Hier kommst du an“ der bayerischen Diakonie 2017/2018. Auf spielerische Weise erfahren die Teilnehmenden Neues, Wissenswertes, Lustiges und Nachdenkliches über die bayerische Diakonie.

Der Actionbound ist für Kleingruppen ab zwei Personen (+12 Jahre) geeignet; das Projekt entstand in Kooperation mit der Evangelischen Medienzentrale Bayern.

 

Bitte beachten Sie: Die Geschäftsstelle des Diakonischen Werkes Bayern in der Pirckheimerstraße 6, 90408 Nürnberg ist von Montag bis Freitag von 9.00 bis 12.00 Uhr und von Montag bis Donnerstag von 13.30 bis 16.00 Uhr geöffnet. Besucherinnen und Besucher werden gebeten, sich an der Pforte zu melden.

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Wohnen ist ein Menschenrecht

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Nürnberg, den 08.09.2017 Anlässlich des Tages der Wohnungslosen am 11. September fordert die Diakonie Bayern, die Fachstellen zur Verhinderung von Wohnungslosigkeit auszubauen. Durch den Bundestagswahlkampf ist das Thema von besonderer Brisanz und Aktualität.

 

„Die Lage auf dem Wohnungsmarkt in Bayern ist dramatisch. Angesichts steigender Mieten sind immer mehr Menschen von Wohnungslosigkeit bedroht. Das Problem betrifft nicht nur Menschen am Rande unserer Gesellschaft, sondern zunehmend auch die Mitte“, so Dr. Tobias Mähner, 2. Vorstandsvorsitzender im Diakonischen Werk Bayern. „Die Politik ist gefragt. Wir fordern deshalb die bayerische Staatsregierung dazu auf, mehr Geld für Modellprojekte zum Ausbau von Fachstellen zur Verhinderung von Wohnungslosigkeit bereitzustellen, um langfristig eine nachhaltige kommunale Förderung zu erreichen.“

 

Wohnen ist ein Menschenrecht: Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948 sichert das Recht auf Wohnen als Teil des Rechts auf einen angemessenen Lebensstandard, ebenso auch der UN-Sozialpakt von 1966, der seit 1976 in Kraft ist und von Deutschland ratifiziert wurde. Eine sichere, angemessene und dauerhaft finanzierbare Wohnung stellt eine unabdingbare Voraussetzung für ein menschenwürdiges Leben dar.

 

In Deutschland gibt es keine offizielle Wohnungsnotfallstatistik darüber, wie viele wohnungslose Menschen es gibt. In Bayern waren 2014 bei einer Stichtagserhebung über 12.000 wohnungslose Menschen gemeldet.

 

„Wir möchten anlässlich des ‚Tages der Wohnungslosen‘ am 11. September auf die Folgen von Wohnungslosigkeit aufmerksam machen und für vorbeugende Hilfen für Menschen in Wohnungsnot werben“, so Dr. Mähner.

 

Die bayerische Diakonie bietet über 80 verschiedene Dienste und Einrichtungen für Menschen an, die von Wohnungslosigkeit bedroht oder aktuell betroffen sind. Die Wirksamkeit dieser Fachstellen zur Verhinderung von Wohnungslosigkeit ist durch eine wissenschaftliche Studie der Evangelischen Hochschule Nürnberg vom Dezember 2015 belegt. „Soziale Beratung rechnet sich: Die Kommunen erzielen hohe Einsparungen“, so Dr. Mähner. Nach den Ergebnissen der Studie konnten in 68 Prozent der Fälle durch die Einschaltung der jeweiligen Fachstelle Wohnungslosigkeit verhindert werden. Auf diese Weise konnten 700 Kinder von Wohnungslosigkeit in Bayern verschont werden.

 

„Wir begrüßen es sehr, dass die Bayerische Staatsregierung kürzlich die zweite Stichtagserhebung für eine neue Sozialberichterstattung zur Wohnungslosigkeit in Bayern durchgeführt hat“, so Dr. Mähner. Die Ergebnisse werden voraussichtlich bis Ende des Jahres vorliegen. „Das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Doch um wirkungsvoll präventiv arbeiten zu können und Wohnungslosigkeit nachhaltig zu verhindern, brauchen wir dringend mehr Fachstellen und ausreichend bezahlbaren Wohnraum.“

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9.243.620 Euro aus Bayern

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Mehr Spenden für Brot für die Welt: Evangelisches Hilfswerk legt Jahresbilanz vor

31. August 2017. Eine Steigerung um nahezu eine Million Euro und erneut der Spitzenplatz im bundesweitzen Vergleich – so lautet die Jahresbilanz des Evangelischen Hilfswerks, das jetzt seinen Jahrebericht vorgelegt hat. Genau 9.243.620 Euro an Spenden hat Brot für die Welt im vergangenen Jahr in Bayern erhalten. In dieser Summe sind alle Kollekten und Spenden aus der Region enthalten.  Bundesweit haben Spenderinnen und Spender die Arbeit von Brot für die Welt im vergangenen Jahr mit mehr als 61,7 Millionen Euro unterstützt. Das ist ein deutliches Plus von 4,2 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr (57,5 Mio. Euro).

 

 

„Die Hilfe von Brot für die Welt geschieht durch viele Projektpartner direkt vor Ort. Wir eröffnen den Menschen in den armen Ländern des Südens damit wirkliche Perspektiven – und das ist das wirksamste Mittel gegen die Fluchtursachen,“ sagte Diakoniepräsident Michael Bammessel bei der Vorstellung des Jahresberichts. Er freue sich sehr darüber, dass so viele Spenderinnen und Spender Brot für die Welt auch 2016 ihr Vertrauen geschenkt hätten. „Allen, die dazu beigetragen haben, danke ich herzlich.“

 

Brot für die Welt arbeitet weltweit mit lokalen Partnerorganisationen zusammen. Im vergangenen Jahr wurden 617 Projekte in 93 Ländern neu bewilligt, davon sind mit 203 Projekten die meisten in Afrika. Im Zentrum stehen langfristige Maßnahmen, die Hunger und Mangelernährung überwinden, Bildung und Gesundheit fördern, Zugang zu sauberem Wasser schaffen, die Achtung der Menschenrechte und Demokratie stärken und den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen unterstützen.

 

Brot für die Welt ist das weltweit tätige Hilfswerk der evangelischen Landes- und Freikirchen. Gegründet 1959, fördert das Werk heute in mehr als 90 Ländern Projekte zur Überwindung von Hunger, Armut und Ungerechtigkeit.

 

Neben Spenden und Kollekten erhielt Brot für die Welt 2016 Mittel des Kirchlichen Entwicklungsdienstes und Beiträge Dritter, vor allem aus dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Insgesamt standen dem Hilfswerk der evangelischen Kirchen und Freikirchen 273,5 Millionen Euro zur Verfügung. Die Gesamtausgaben für Projekte betrugen 246,7 Millionen Euro (91,3 Prozent der Mittel). Für Werbe- und Verwaltungsaufgaben wurden 8,7 Prozent eingesetzt. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) bewertet den Anteil der Werbe- und Verwaltungsausgaben an den Gesamtausgaben als niedrig.

 

Spendenkonto:

IBAN DE10 1006 1006 0500 5005 00, Bank für Kirche und Diakonie

Spenden nehmen auch die örtlichen Pfarrämter entgegen.

Den detaillierten Jahresbericht können Sie kostenlos anfordern.

 

 

* Die im Advent eingehenden Kollekten und Spenden werden von den Kirchengemeinden stets zu Beginn des folgenden Jahres abgerechnet und weitergeleitet. Daher sind die Adventskollekte und –sammlung 2015 im Spendenergebnis 2016 enthalten.

 

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Mehrheit der Deutschen findet Deutschland sozial ungerecht

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Diakonie veröffentlicht Sozial-O-Mat zur Bundestagswahl

Berlin/Coburg, 15. August 2017  61,7 Prozent der Deutschen sind der Meinung, in Deutschland ginge es nicht sozial gerecht zu. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der Diakonie Deutschland, die vom Berliner Meinungsforschungsinstitut Civey erstellt wurde. „Die Ergebnisse der Umfrage sind nicht überraschend“, sagt Ulrich Lilie, Präsident der Diakonie Deutschland, dem Bundesverband der Diakonie. „Viele Menschen in unserem Land sehen eine wachsende soziale Ungleichheit. Es braucht mehr politisches Engagement, damit Deutschland sozial gerechter wird!“ Dazu könne jeder mit seiner Entscheidung bei der nächsten Wahl beitragen: „Wer bei der Bundestagswahl wählen geht, beeinflusst entscheidend die politische und soziale Entwicklung in unserem Land“, so Lilie heute in Coburg.

Mit einem neuen Frage-Antwort-Tool, dem Sozial-O-Mat, will die Diakonie ihren Beitrag dazu leisten. Er zeigt auf, welche Position zu ausgewählten sozialen Themen die einzelnen Parteien vertreten. Angelehnt an den Wahl-O-Mat müssen 12 Thesen aus den Themengebieten Familie, Flucht, Pflege und Armut mit "stimme zu", "stimme nicht zu", "neutral" oder "These überspringen" beantwortet werden. CDU/CSU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke, FDP und AfD  haben auf die gleiche Weise geantwortet. So können die Nutzer die eigenen Antworten mit denen der Parteien abgleichen und der Grad der Übereinstimmung wird errechnet. Beispielhafte Geschichten zeigen, welche Auswirkungen die verschiedenen politischen Ansätze zu den sozialen Themen für die betroffenen Menschen haben.  

„Beim Sozial-O-Mat geht es um die wichtigsten sozialen Themen unserer Zeit. Er soll die Wählerinnen und Wähler bei ihrer Wahlentscheidung unterstützen und ihnen verdeutlichen, welche Auswirkung ihre Wahl für das Leben der Menschen in unserem Land hat“, sagte Lilie  bei der Vorstellung des Sozial-O-Mat heute im oberfränkischen Coburg, der ersten Station einer mehrtägigen „Sommertour“ durch Deutschland, bei der er verschiedene Einrichtungen der Diakonie besucht und im Vorfeld der Bundestagswahl das Gespräch mit Politikern und Bundestagskandidatinnen und –kandidaten sucht.

Sie finden den Sozial-O-Mat unter www.sozial-o-mat.de .

 

Hinweis für Redaktionen:

„Wie sozial gerecht geht es Ihrer Meinung nach in Deutschland im Allgemeinen zu?“

Über einen Zeitraum von 10 Tagen stellte das Berliner Meinungsforschungsinstitut Civey insgesamt 5.037 Bundesbürgern diese Frage. Die repräsentative Umfrage kam zu dem Ergebnis:

37,5 Prozent der Deutschen empfinden Deutschland als “eher ungerecht”

24,2 Prozent als “sehr ungerecht”

Nur 37,5 Prozent der Deutschen halten dieses Land für sozial gerecht.

www.diakonie.de/journal/umfrage-mehrheit-findet-deutschland-sozial-ungerecht/

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Dr. Bernhard Petry neuer Leiter der Evangelischen Schulstiftung in Bayern

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Stiftungsrat wählt Akademieleiter zum Nachfolger von Erwin Meister

Nürnberg, 13. Juli 2017 Bernhard Petry, bisher Leiter der Diakonischen Akademie Rummelsberg, wurde am 12. Juli 2017 vom Stiftungsrat zum neuen Vorstandsvorsitzenden der Evangelischen Schulstiftung in Bayern gewählt. Er tritt die Nachfolge von Pfarrer Erwin Meister an, der die Schulstiftung seit 2006 leitete.

Der Vorsitzende des Stiftungsrats, Diakoniepräsident Michael Bammessel, begrüßte die Wahl: „Dr. Bernhard Petry ist eine Persönlichkeit mit großer Integrationskraft und einer starken analytischen Gabe. Seine Aufgabe wird sein, die vielfältigen Interessen der evangelischen Schulträger zu bündeln, sie bei den kommenden Innovationsherausforderungen zu begleiten und den evangelischen Schulen im Freistaat eine starke Stimme zu geben. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit ihm.“

Petry, geboren 1964 in Neustadt an der Weinstraße, war nach seinem Theologiestudium zunächst Pfarrer in München, ehe er 1996 als wissenschaftlicher Assistent an die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg wechselte. Von 2000 bis 2012 war er Studienleiter der Gemeindeakademie Rummelsberg, bevor er 2012 die Leitung der Diakonischen Akademie übernahm. Petry ist verheiratet und hat 2 erwachsene Töchter.

Zu seiner Wahl sagte er: „Jungen Menschen zu vermitteln was sie brauchen, um ihren Platz im Leben finden zu können, ist eine wunderbare Aufgabe. Unsere Gesellschaft braucht Menschen, die wissen, wofür sie leben und die bereit sind, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Evangelische Schulen leisten hierzu einen spezifischen Beitrag. Träger, Schulleitungen und Lehrkräfte dabei in Zukunft zusammen mit den Mitarbeitenden der Geschäftsstelle unterstützen zu können, freut mich sehr. Ich bedanke mich bei den Mitgliedern des Stiftungsrates für ihr Vertrauen.“

Die bayerische Schulstiftung ist Dachverband für insgesamt 161 Evangelischen Schulen, Internate und Schülerheime in Bayern mit über 25.000 Schülerinnen und Schülern und über 3.000 pädagogischen Mitarbeitenden. Sie fördert die Schulentwicklung, bietet eigene Lehrerfortbildung an, berät in Rechts-, Finanz- und Personalfragen und fungiert als Anstellungsträger für die ihr angeschlossenen Schulträger. Der Vorstandsvorsitzende ist deshalb zugleich Dienstherr für rund 800 angestellte Lehrkräfte und Kirchenbeamte. Zu den evangelischen Schulen in Bayern zählen traditionsreiche Einrichtungen wie die Wilhelm-Löhe-Schule (Nürnberg) oder das Augsburger Stetten-Institut, aber auch Neugründungen der letzten Jahre wie das Würzburger Dag-Hammarskjöld-Gymnasium. Zur evangelischen Schulstiftung gehören ferner zahlreiche Förderschulen und Berufsfachschulen in diakonischer Trägerschaft. Dr. Petry wird sein Amt voraussichtlich gegen Jahresende antreten.

 

Für Rückfragen steht Ihnen die Bayerische Schulstiftung unter 0911-244 110 jederzeit zur Verfügung. Weitere Informationen zur Schulstiftung finden Sie auch im Internet unter www.essbay.de. Ein druckfähiges Foto von Dr. Bernhard Petry finden Sie hier (link zur Pressemeldung auf www.diakonie-bayern.de)

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Der ländliche Raum Chance für Kirche und Diakonie

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Sommerempfang von Diakonie Bayern und Kirchenkreis Ansbach-Würzburg

Nürnberg 13.07.2017 Die ländlichen Regionen dürfen bei der medizinischen und pflegerischen Versorgung nicht abgehängt werden, so der Gerontologe Andreas Kruse (Heidelberg) beim gemeinsamen Sommerempfang der Diakonie Bayern und des Kirchenkreises Ansbach-Würzburg heute in Wildbad Rothenburg. Besonders für Dörfer gelte: „Hier muss das Prinzip der Selbstorganisation besonders mit Leben gefüllt werden: Inwieweit können Einwohnerinnen und Einwohner bestimmte Dienste und soziale sowie kulturelle Aktivitäten selbst organisieren?“

In seinem Festvortrag vor knapp 250 geladenen Gästen aus Politik, Verbänden, Kirchen und Gesellschaft wies Kruse, Direktor des Instituts für Gerontologie der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg darauf hin, dass gerade in Dörfern ein erweitertes Verständnis von ‚Subsidiarität‘ zentral sei. Kruse: „Hier erweist sich die enge Kooperation zwischen Familienangehörigen, Nachbarn und bürgerschaftlich engagierten Personen in der Unterstützung hilfe- oder pflegebedürftiger Menschen als besonders wichtig, wobei diese Sorgestrukturen durch hauptamtlich erbrachte Hilfe- und Pflegeleistungen flankiert oder gestützt werden müssen. Man kann hier auch von einer „geteilten Verantwortung“ sprechen.

Den Wohlfahrtsverbänden empfahl  Kruse, sich auch und vermehrt auf die Bedarfe in Dörfern sowie auf die Unterstützung der auf Hilfe oder Pflege angewiesenen Menschen konzentrieren, dabei aber auch konsequent das bürgerschaftliche Engagement nutzen. Denn dieses, so Kruse, sei gerade unter den älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern recht stark ausgeprägt. „Bis zu 35 Prozent der 65-Jährigen und Älteren sind in irgendeiner Weise bürgerschaftlich engagiert.“

Zum Empfang gemeinsam eingeladen hatten Michael Bammessel, Präsident der Diakonie Bayern und Regionalbischöfin Gisela Bornowski, die die Veranstaltung mit einem geistlichen Wort eröffnete. Diakoniepräsident Bammessel betonte die Chance von Kirche und Diakonie, hier gemeinsam aktiv zu werden: „Betreuung zu Hause, offene Tagestreffs, Tagespflegen, Kurzzeitpflege, Angebote für pflegende Angehörige, ehrenamtliche Unterstützungsdienste - auf einmal greifen Angebote, die klassisch eher bei den Kirchengemeinden angesiedelt waren und Pflegeleistungen, die von der Diakonie angeboten werden, ineinander.“

Kaum eine andere Organisation verfüge heute über ein immer noch so eng gespanntes Netz wie die evangelische Kirche - auch an Orten, wo es vielleicht keine Bank, keine Post, keine Schule, keinen Bäcker und womöglich auch keine Wirtschaft mehr gebe.

Bammessel: „Evangelische Kirche und Diakonie sind für das vernetzte Arbeiten von den Voraussetzungen vor Ort her so gut aufgestellt wie kein anderer freier Akteur.“ Es komme jetzt darauf an, in den nächsten Jahren diese Chance noch stärker nutzen.

 

Das Diakonische Werk Bayern ist der zweitgrößte Wohlfahrtsverband im Freistaat. Als Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege vertritt er die Interessen von über 1.300 Mitgliedern mit etwa 3.000 Einrichtungen und etwa 90.000 Mitarbeitenden. Zu den Angeboten der Diakonie in Bayern gehören unter anderem mehr als 1.000 Seniorenclubs und knapp 250 Diakoniestationen.

Der Kirchenkreis Ansbach-Würzburg erstreckt sich in der Nord / Süd – Ausdehnung von Bad Neustadt an der Saale an der thüringischen Grenze bis zum Fränkischen Seenland und in der Ost/West-Ausdehnung von Windsbach, der Heimat des weltberühmten Knabenchores bis Aschaffenburg. Die kirchliche Untergliederung ergibt 19 Dekanatsbezirke und 462 Kirchengemeinden, in denen rund 400.000 evangelische Christen leben.

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Immer mehr Menschen brauchen Hilfe

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Jahresergebnisse 2016 der bayerischen Bahnhofsmissionen liegen vor

München/Nürnberg: Knapp 270.000 mal wandten sich Reisende sowie Menschen in Not im Jahr 2016 an die 13 bayerischen Bahnhofsmissionen als erste Anlaufstelle häufig aber auch letzter Anker, darunter allein über 100.000 mal in der Stadt München. Damit ist die Zahl der Kontakte im Mittel gegenüber dem Vorjahr um 8 % gestiegen. Vor allem Einrichtungen in kleineren und mittelgroßen Kommunen verzeichneten eine steigende Zahl von Ratsuchenden (+ 11%).

Die Situation in der Bahnhofsmission München ist dabei gesondert zu betrachten: seit Jahren wenden sich vor allem Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten (über 80 % aller Kontakte) sowie Frauen und Männer mit Migrationshintergrund (ca. 80 %) an die Einrichtung.

In allen anderen bayerischen Bahnhofsmissionen liegt der Anteil dieser Personengruppen im Durchschnitt deutlich niedriger, steigt aber stetig: 2016 wandten sich rund 30 % mehr Personen in sozialen Schwierigkeiten, rund 45 % mehr Menschen mit psychischen Handicaps oder Suchterkrankungen sowie fast doppelt so viele Frauen und Männer mit Migrationshintergrund an die Einrichtungen an den bayerischen Bahnhöfen.

Die Gründe sind vielfältig. „Eine Weitervermittlung nach dem Erstgespräch ist oft schwierig. Das „System“, das heißt andere soziale Einrichtungen reagieren oft zeitverzögert auf aktuelle Veränderungen, während die Bahnhofsmissionen aufgrund ihrer konzeptionellen Offenheit und Niedrigschwelligkeit schnell und flexibel versuchen Lösungen zu finden,“ erläutern Bettina Spahn und Barbara Thoma, die beiden Leitungen der Bahnhofsmission München, ihre Beobachtungen.

Ähnliches bestätigt Anton Stadler, Geschäftsführer von IN VIA Regensburg und Leiter der dortigen Bahnhofsmission. „Der Bedarf an Hilfen in und am Bahnhof wächst hier in Regensburg. Trotz einer sehr aktiven Streetwork, mit der wir kooperieren, kommen immer mehr Menschen mit ihren Anliegen auch zu uns.“ Vorrangiges Ziel der Bahnhofsmissionen ist die Vernetzung mit anderen Einrichtungen und die gezielte Weitervermittlung der Hilfesuchenden.

Als äußerst niedrigschwellige Einrichtung füllen Bahnhofsmissionen oft eine Lücke im sozialen Hilfesystemen vor Ort, so auch für die zunehmende Zahl an Gästen mit psychischen Handicaps, Belastungen sowie Suchterkrankungen. Bayernweit hatten rund 37 % mehr Hilfesuchende als im Vorjahr in den bayerischen Bahnhofsmissionen psychische Einschränkungen, so die Statistikergebnisse. Viele von ihnen haben keine Krankheitseinsicht oder können kaum (mehr) an dem psychiatrischen Hilfesystem andocken. Sie finden offensichtlich in den Bahnhofsmissionen einen Platz, der für sie passt. „Eine nicht leichte Situation für unsere Mitarbeitenden und vor allem auch unsere vielen ehrenamtlich Engagierten,“ beschreibt Lisa Hagins die Situation. Sie ist die Leitung der Kirchlichen Allgemeinen Sozialarbeit bei der Diakonie Augsburg und für die Bahnhofsmission dort zuständig. Um Krankheiten zu erkennen und vor allem auch den Umgang mit den Betroffenen zu üben, bieten die Bahnhofsmissionen ihren Mitarbeitenden immer wieder entsprechende Fortbildungen, darunter auch Inhouse-Seminare der Deutschen Depressionshilfe.

Herausfordernd ist auch die zunehmende Zahl an Gästen mit Migrationshintergrund, darunter auch Asylsuchende. Sprachbarrieren, aber auch kulturelle Unterschiede machen Kommunikation hier erst einmal aufwändiger. Einige bayerische Bahnhofsmissionen gehen daher bereits neue Wege, indem sie Menschen mit Fluchterfahrung und andere MigrantInnen in ihre Teams aufnehmen. „Ich wünsche mir, dass die interkulturelle Öffnung, die Zusammenarbeit und das Zusammenleben mit Menschen aus anderen Kulturen, ein Wesenszug unserer Einrichtung wird. Eine Zukunftsaufgabe ist sie allemal,“ so der Leiter der Würzburger Bahnhofsmission, Michael Lindner-Jung.

Nicht selten sind Bahnhofsmissionen auch eine wichtige Anlaufstelle für Menschen ohne Wohnung oder in prekären Wohnverhältnissen, die sich an den Bahnhöfen aufhalten. Dies beobachtet Heidi Ott schon lange. Sie war bis vor kurzem bei der Stadtmission Nürnberg für die Hilfen für Menschen in Wohnungsnot verantwortlich und ist jetzt als Referentin beim Diakonischen Werk Bayern auch für die Bahnhofsmissionen in evangelischer Trägerschaft zuständig. Gerade in kleineren Städten ist dies zu beobachten, wie zum Beispiel in Aschaffenburg. „Bei uns haben rund 80 % aller Gäste einen Bedarf an Tagesstruktur und nutzen die Bahnhofsmission in diesem Sinne,“ berichtet Sandra Bauer-Böhm von IN VIA Aschaffenburg, Leitung der Bahnhofsmission Aschaffenburg.

Daneben bleibt die Betreuung von Reisenden mit Mobilitätseinschränkungen eine wichtige Aufgabe der Bahnhofsmissionen. Gerade Bahnhofsmissionen, die hierin einen Schwerpunkt haben, wie Ingolstadt, Hof, Kempten oder Schweinfurt, verzeichneten auch mehr Kontakte.

„Allein an den gestiegenen Zahlen 2016 sehen wir, dass der Hilfebedarf an Bahnhöfen eher wächst als abnimmt – auch wenn wir uns das anders wünschen. Allerdings ist die Kapazität der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden begrenzt,“ beschreibt Hedwig Gappa-Langer die Situation. Sie ist zuständig für die Bahnhofsmissionen in katholischer Trägerschaft bei dem IN VIA Bayern e.V..

Als Einrichtungen der evangelischen und katholischen Kirche werden die Angebote der Bahnhofsmissionen vor allem aus kirchlichen Mitteln, Spenden und mancherorts kommunalen freiwilligen Zuschüssen finanziert. „Wünschenswert wären mancherorts, mehr Gestaltungsmöglichkeiten als soziale Anlaufstelle für Menschen in Not sowie Reisende. Aber das geht nur mit einer entsprechenden personellen Ausstattung sowie vielen engagierten ehrenamtlichen Mitarbeitenden,“ so das Resümee von Heidi Ott von der Diakonie Bayern e.V. und Hedwig Gappa-Langer von IN VIA Bayern e.V..

 

 

Hintergrund:

Bahnhofsmissionen sind die ältesten ökumenischen Einrichtungen der katholischen und evangelischen Kirchen. Die Caritas mit ihrem Fachverband IN VIA und die Diakonie leisten in Bayern gemeinsam diese wichtige soziale Arbeit am Brennpunkt Bahnhof – in guter Kooperation mit der Deutschen Bahn AG und anderen Akteuren am Bahnhof. Die 13 bayerischen Bahnhofsmissionen arbeiten in der Arbeitsgemeinschaft der kirchlichen Bahnhofsmissionen in Bayern eng zusammen.
Neben den hauptamtlichen Mitarbeitenden unterstützen mehr als 300 ehrenamtlich engagierte Frauen und Männer die Arbeit der bayerischen Bahnhofsmissionen
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Zum Ende der „Aktionswoche Schuldnerberatung“:

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Diakonie Bayern fordert Zusammenlegung von Schuldner- und Insolvenzberatung

Nürnberg, 23. 06. 2017 Heute endet die bundesweite Aktionswoche Schuldnerberatung. Grund genug für die Diakonie Bayern, eine alte Forderung zu wiederholen – die Zusammenlegung von Schuldner- und Insolvenzberatung. Für Außenstehende mag es fast das gleiche sein, denn immer geht es darum, dass das Geld nicht reicht, um die Ausstände zu begleichen. Und doch gibt es zwei zentrale Unterschiede zwischen Schuldner- und Insolvenzberatung. Die Insolvenzberatung als Teil des längeren Beratungsprozesses beginnt dort, wo die Schuldnerberatung nichts mehr ausrichten kann und führt häufig zur Privatinsolvenz. Und: Die Schuldnerberatung wird über die Kommunen, die Insolvenzberatung hingegen vom Freistaat finanziert. Nach Ansicht der Diakonie führen die – kostenintensiven - Doppelstrukturen zu einem unnötigen Mehraufwand, der auch zu Lasten der Ratsuchenden  geht. Sie fordert darum die Zusammenlegung von Schuldner- und Insolvenzberatung.

 

 

Für die Beratung überschuldeter und von Überschuldung bedrohter Bürgerinnen und Bürger gibt es spezialisierte Schuldnerberatungsstellen. Dabei liegt der Schwerpunkt bei der Diakonie Bayern auf der Beratung bei sozial benachteiligten und von Armut betroffenen Menschen.

In vielen Fällen wird eine Regulierung der Schulden mit Hilfe eines außergerichtlichen Einigungsversuches angestrebt. Scheitert dies, kann beim Insolvenzgericht das Verbraucherinsolvenzverfahren beantragt werden. Damit dies wiederum erfolgreich ist, muss es durch Schuldnerberatungsstellen begleitet werden. Allein darum ist eine wirklich trennscharfe Abgrenzung von Schuldnerberatung und Insolvenzberatung kaum  möglich. Aber: Die Schuldnerberatung wird über die Kommunen, die Insolvenzberatung hingegen vom Freistaat finanziert. „Was zusammengehört, soll endlich auch aus einer Hand angeboten und finanziert werden“, so Dr. Tobias Mähner, zuständiges Vorstandsmitglied der Diakonie Bayern, die selbst 28 Beratungsdienste im Freistaat anbietet: „Zum Oktober 2016 wurde für die gesamte Bundesrepublik eine Überschuldungsquote von 10,06 Prozent gemessen. Damit sind über 6,8 Millionen Bürgerinnen und Bürger über 18 Jahre überschuldet und weisen nachhaltige Zahlungsstörungen auf, rund 4,17 Millionen Menschen in Deutschland sind dauerhaft überschuldet.“ In Bayern liegt die Überschuldungsquote immerhin noch bei über 7,3 Prozent.

Finanziert wird die Schuldnerberatung gegenwärtig über die Kommunen, die Insolvenzberatung hingegen über das Land - in Form von Fallpauschalen, die allerdings seit 17 Jahren keine Verbesserung erfahren haben, während die Personalkosten um mindestens 30 % gestiegen sind. Mähner: „Wenn das Geld in der Insolvenzberatung nicht ausreicht, müssen unsere Träger teilweise mit Eigenmitteln aushelfen.“

Die Wirksamkeit von Schuldner- und Insolvenzberatung hingegen ist anerkannt hoch, und die Diakonie trägt auch dazu bei, dass der Staat kräftig spart. Studien belegen: Jeder in die Schuldner- und Insolvenzberatung investierte Euro wirkt sich durch einen volkswirtschaftlichen Gegenwert von 5,30 Euro aus.

Mit ihrer Forderung nach der Zusammenlegung steht die Diakonie in Bayern übrigens nicht allein. Der Sozialpolitische Ausschuss des Landtages hat bereits im Jahr 2015 die Zusammenlegung gefordert. Er folgt damit wiederum einem Prüfbericht des Bayerischen Sozialministeriums, der zu dem Ergebnis kommt, dass durch die Übertragung der Förderung der Insolvenzberatung auf die Kommunen eine flächendeckende, bedarfsorientierte Beratung möglich sei.

Den Finanzbedarf für die Zusammenlegung bezifferte Mähner auf Basis von übereinstimmenden Berechnungen von Landkreisen und der Freien Wohlfahrt auf 8 Millionen Euro jährlich – diesen Betrag müssten die Kommunen vom Freistaat erhalten, um die Beratungsleistungen zukünftig aus einer Hand anbieten zu können. „Momentan stehen staatlicherseits nur 4 Millionen für die Insolvenzberatung zur Verfügung – den Fehlbetrag müsste der Freistaat zukünftig ausgleichen.“ Dies sollte, so Mähner, angesichts der Effekte der Beratung und nach zehn Jahren mit einem ausgeglichenen Haushalt in Folge jedoch finanzierbar sein.

 

Mehr zum Thema finden Sie auch hier:

www.diakonie-bayern.de/fileadmin/user_upload/Dossier_1_2017.pdf

 

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Perspektiven für Alle

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Diakonie Bayern startet zur Bundestagswahl Aktion für und mit Langzeitarbeitslosen

Nürnberg, 21. 06. 2017 Die Mitglieder des Deutschen Bundestags und die, die es werden wollen, bekommen in diesen Tagen Post von der Diakonie Bayern und dem kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (kda). Der Inhalt: Ein Plakat und eine Postkarte, gestaltet von einem Langzeitarbeitslosen aus Bayern. Unter dem Motto „Perspektiven für Alle“ werden die Bundestagsmitglieder und die Kandidaten für die Bundestagswahl im Herbst nach ihrem Einsatz für Langzeitarbeitslose und andere Menschen in schwierigen Lebenssituationen gefragt.

Wie halten Sie es mit Themen wie bezahlbarem Wohnraum oder den immer wieder diskutierten Sanktionen für Langzeitarbeitslose? Diese und andere Fragen werden ab kommenden Montag dann auch von etwa 50 teilnehmenden Einrichtungen der Diakonie in ganz Bayern gestellt. Von Langzeitarbeitslosigkeit Betroffene, Obdachlose, prekär Beschäftigte oder auch Rentner, die keine armutsfeste Rente beziehen, können ihre Fragen über eigens dafür bereitgestellte Briefkästen den Vertretern einer oder auch mehrerer Parteien stellen.

Michael Bammessel, Präsident der Diakonie Bayern, erläutert die Aktion: „Wir möchten Langzeitarbeitslose und Menschen in prekären Lebenslagen motivieren, sich für ihre Belange aktiv einzusetzen. Wir wollen ihnen Mut und Hoffnung machen, sich an demokratischen Prozessen zu beteiligen und an der Bundestagswahl teilzunehmen. Ebenso ist es uns ein Anliegen, die Vertreterinnen und Vertreter der Politik für soziale Problemlagen zu sensibilisieren.“

Anlass für die gemeinsame Aktion von Diakonie und kda sind dem Diakoniechef zufolge Erfahrungen aus den Beratungsstellen der bayerischen Diakonie: “Menschen in schwierigen sozialen Lebenslagen fühlen sich von der Politik zu wenig wahrgenommen. In der Sozialberatung begegnen uns oft Aussagen wie: ‚Sie (die Politikerinnen und Politiker) interessieren sich nicht für meine Probleme, wozu soll ich wählen gehen?‘“

Studien der Bertelsmann-Stiftung oder des Evangelischen Fachverbands für Arbeit und Soziale Integration (EFAS) bestätigten, dass insbesondere Menschen in prekären Lebenssituationen sich nicht an demokratischen Prozessen beteiligen, weil sie sich nicht vertreten fühlen. Bammessel: „Auch wenn die Passage später entfernt wurde, der Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung aus dem vergangenen Jahr hat zunächst bestätigt: Die Möglichkeit, auf demokratische Prozesse Einfluss zu nehmen, hängt auch mit der materiellen Situation der Menschen zusammen. Darauf wollen wir mit der Aktion ‚Perspektiven für alle‘ hinweisen.“

Die Aktion der Diakonie Bayern und des kda läuft vom 26. Juni bis zum 21. Juli 2017. Danach schicken die beteiligten Einrichtungen die gesammelten Karten an die jeweiligen Parteien, verbunden mit der Bitte, sich zu den formulierten Fragen zu äußern und mit den Absendern Kontakt aufzunehmen.

Weitere Materialien finden Sie im Internet unter www.diakonie-bayern.de.

 

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Ihr Kontakt

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Pressesprecher
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Daniel Wagner
Einrichtung
Diakonisches Werk Bayern e.V.
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