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JAHRESTHEMA 2017/2018 - GESCHICHTEN DES ANKOMMENS BEI DER BAYERISCHEN DIAKONIE

Freiwillig für andere da sein

Viele Menschen sind auf der Suche: Jugendliche suchen in ihrem Leben Orientierung und möchten sich sozial engagieren. Ältere Menschen wollen sich verändern und beruflich neu ausrichten. Ihnen hilft die Diakonie: Die Freiwilligendienste für Menschen unter und über 27 Jahren bieten die Möglichkeit, neue Erfahrungen zu sammeln, das eigene Leben zu bereichern und neu im Leben anzukommen.

Unsere Geschichte des Ankommens erzählt von Tamás Szabó, der aus Ungarn nach Deutschland gekommen ist, um bei der Rummelsberger Diakonie seinen Freiwilligendienst zu machen. Das Beispiel zeigt: Auch für Menschen anderer Nationen ist ein Freiwilliges Soziales Jahr in Deutschland eine interessante Erfahrung.

Von Ungarn nach Deutschland:

Ein ganz anderes Leben.

Dort ging ich zur Schule,

lebte behütet bei meiner Familie.

Jetzt gehe ich arbeiten

und führe meinen eigenen Haushalt.

Täglich lerne ich etwas Neues,

erweitere meine Sprachkenntnisse,

meine Erfahrungen.

Die Menschen mit Behinderung, die ich

pflege, leben mir vor,

dass es normal ist,

anders zu sein.

Durch den Freiwilligendienst

habe ich entdeckt:

Soziale Arbeit,

das ist meins.

 

 

Tamás, Szabó, 19 Jahre alt, geboren in Vác an der Donau (34 km nördlich von Budapest), legte am Gymnasium das Abitur ab und erwarb Fremdsprachenkenntnisse in Englisch und Deutsch (B2 Sprachprüfung). Seine Hobbies sind Sport, Gitarre spielen, Lesen und Filme anschauen.

 

 

Was waren Ihre Gründe, Ihren Freiwilligendienst bei der Diakonie in Bayern zu machen?

Ich wollte meine deutschen Sprachkenntnisse verbessern und ein Jahr im Ausland verbringen. In meinem letzten Jahr im Gymnasium war ich noch nicht sicher, was ich gerne studieren würde, deshalb wollte ich meine Entscheidung später fällen.

 

Seit wann sind Sie in Rummelsberg tätig und wie lange dauert Ihr Dienst?

Ich arbeite hier seit dem ersten Oktober 2017 und bleibe bis Ende Juli 2018.

 

Welche Aufgaben haben Sie in Ihrem Freiwilligendienst?

Ich arbeite mit Menschen mit Behinderung zusammen und übernehme Pflegeaufgaben.

 

Wie sind Sie bei der Diakonie in Bayern angekommen und aufgenommen worden?

In meiner Arbeitsstelle und in dem Kolleg, wo ich wohne, haben mich die Menschen gut aufgenommen. Sie haben viel Geduld mit mir, das macht meine Situation einfacher.

 

Welche Wünsche und Erwartungen haben Sie an Ihren Freiwilligendienst, was möchten Sie lernen?

Ich möchte selbstständiger werden und meine Aufgaben allein machen können. Ich möchte eine C1 Sprachprüfung ablegen.

 

Gibt es in Ungarn auch Freiwilligendienste?

Ja, aber ich habe keine Erfahrungen damit, da ich mich für meinen Dienst in Deutschland entschieden habe.

 

Welche Wünsche haben Sie für die Zukunft? Möchten Sie im sozialen Bereich arbeiten?

Nächstes Jahr will ich Psychologie studieren und dann vielleicht im sozialen Bereich arbeiten.

 

Was finden Sie gut in Deutschland, was gefällt Ihnen weniger?

Das Leben ist hier ruhiger als in Ungarn. Die Menschen sind nett und hilfsbereit. Die viele Bürokratie finde ich nicht gut.

 

Wie können Ihrer Meinung nach Jugendliche motiviert werden, einen Freiwilligendienst zu machen?

Jugendliche können im Freiwilligendienst ein ganz anderes Leben kennenlernen. Ich bin hier seit dem ersten Oktober, aber ich habe schon ganz viele neue Erfahrungen gesammelt, die ich während der Schulzeit nicht machen konnte. Jetzt weiß ich auch, dass die meine Deutschkenntnisse, die ich in der Schule erworben habe, nicht ausreichen.

 

Tamás Szabó hat am 4.12.2017 die Fragen von Leonie Krüger vom Diakonischen Werk Bayern beantwortet.

FSJ und BFD bis 27 Jahre

Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und der Bundesfreiwilligendienst (BFD) für junge Menschen bis 27 Jahre bieten zahlreiche Möglichkeiten.

Bei einem freiwilligen Engagement im Rahmen eines FSJ oder BFD ist es möglich, sich Zeit für sich selbst zu nehmen und dabei auch ein wenig seiner Zeit Anderen zu schenken.

Sich Zeit für sich selbst zu nehmen kann hilfreich sein, um bewusst zu überdenken, wo der weitere Lebensweg hinführen soll, und um sich selbst besser kennenzulernen. Sich Zeit nehmen kann auch bedeuten, einen bestimmten Zeitraum sinnvoll zu überbrücken und zu nutzen, bevor z. B. die Ausbildung oder das Studium beginnt.

FSJ und BFD bieten jungen Menschen von 16 bis 26 Jahren die Möglichkeit,

-       sich sechs, zwölf oder 18 Monate in kirchlich-sozialen Einrichtungen zu engagieren

-       Erfahrungen in der Arbeitswelt zu sammeln und sich beruflich zu orientieren

-       sich Grundlagenkenntnisse über die Soziale Arbeit anzueignen

-       an abwechslungsreichen Bildungsseminarwochen mit verschiedenen Fachthemen und Exkursionen teilzunehmen

-       sich während der begleitenden Seminarwochen mit anderen Freiwilligen zu gesellschaftsrelevanten Themen auseinanderzusetzen

-       sich innerhalb der Diakonie Bayern hinsichtlich möglicher Ausbildungen zu orientieren und zu informieren

-       die eigenen Chancen erhöhen bei späteren Bewerbungen um einen Ausbildungs- bzw. Studienplatz oder bei der späteren Suche nach einem Arbeitsplatz

Man erhält dafür

-       Taschengeld, Verpflegung und ggf. Unterkunft

-       Sozialversicherungsleistungen

-       Urlaub

-       pädagogische Begleitung durch Fachkräfte

-       25 Bildungstage in festen Seminargruppen bei einem zwölfmonatigen Engagement

-       ggf. eine Anerkennung bei einigen sozialen Ausbildungen

 

BfD über 27 Jahre

Der Bundesfreiwilligendienst über 27 Jahre (BFD 27+)

-       steht allen Menschen offen: Es können Menschen aus allen Nationen daran teilnehmen.

-       ist variabel: Teilzeit von 20,1 bis zu 40 Stunden pro Woche ist möglich

-       ist für jeden Lebensabschnitt von 27 bis zu 77 Jahren möglich

-       ist flexibel: Vereinbarungen von sechs bis zu 18 Monaten Laufzeit sind möglich.

-       ist sicher: Vereinbarungen sind verbindlich. Krankenkassenbeiträge, Taschengeld und Verpflegung werden finanziert.

-       ist vielfältig: Eine Auswahl von über 1.000 Einsatzmöglichkeiten in ganz Bayern steht zur Verfügung.

-       Ein weiteres Plus: Pro Einsatzmonat ist ein kostenloser Bildungstag inklusive.

Und nicht zu vergessen: Die Arbeit im Team macht Spaß!

 

Wer profitiert von einem BFD27+?

-       Frauen und Männer nach der Elternphase

-       Menschen, die eine sinnvolle Beschäftigung suchen

-       Menschen im Vorruhestand oder im Ruhestand, die noch etwas bewegen wollen

-       Menschen, die einen Wiedereinstieg ins Arbeitsleben suchen

-       berufliche Quereinsteiger/-innen

-       Männer und Frauen, die mit ihren Fähigkeiten die Welt ein bisschen besser machen wollen

-       Menschen, die wirkliche Freude und Dankbarkeit erleben möchten

-       Menschen, die Abenteuer erleben und etwas ganz Besonderes im Team ausprobieren möchten

… im Bundesfreiwilligendienst (BFD)

345 Einsatzstellen mit 1.011 BFD-Plätzen

 

… im Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug

34 Einsatzstellen mit 53 Plätzen

 

… im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ)

275 Einsatzstellen mit 449 FSJ-Plätzen

 

Weitere Informationen unter www.miteinander-freude-leben.de

Und hier können Sie direkt Kontakt mit uns aufnehmen, wenn Sie sich für einen Freiwilligendienst bei

der Diakonie Bayern interessieren.

 


Ihr Kontakt

Titel
Öffentlichkeitsarbeit
Name
Dr. Leonie Krüger
Einrichtung
Diakonisches Werk Bayern e.V.
Strasse
Postfach 120320
PLZ
90332 Nürnberg Bayern
Tel.
Mobil
Fax
Web
Visitenkarte
Titel
Pressesprecher
Name
Daniel Wagner
Einrichtung
Diakonisches Werk Bayern e.V.
Strasse
Postfach 120320
PLZ
90332 Nürnberg
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