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JAHRESTHEMA 2017/2018 - GESCHICHTEN DES ANKOMMENS BEI DER BAYERISCHEN DIAKONIE

FRANZ JESSE GEHT AUF REISEN

In dieser „Geschichte des Ankommens“ spiegeln sich die Erfahrungen von Franz Jesse wider.

Durch eine geistige Behinderung beeinträchtigt, fand er nach der Förderschule seinen Platz in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Schweinfurt.

Über den „Donnerstagsclub“ kam der 49-jährige vor fast 30 Jahren zur Offenen BehindertenArbeit (OBA) der Diakonie in Schweinfurt. Dort ist er im Laufe der Jahre sehr gut angekommen und wurde nachhaltig gefördert. So entdeckte Franz Jesse seine Liebe zur Fotografie und zum Filmen und konnte sich Schritt für Schritt seine Umwelt erschließen.

Durch die Freizeit- und Reiseangebote der OBA geht Franz Jesses größter Traum in Erfüllung: Er kann Länder bereisen, die er ohne die Unterstützung der OBA nie hätte besuchen können. Sogar in Finnland ist er mit der OBA angekommen – bereits zum dritten Mal.

Inklusion das klingt so technisch

In echt bedeutet es

Willkommen im Leben

mit Handicap

Zum Beispiel ein Reisender sein

finnische Rentierherden filmen

den Markt von Athen fotografieren

ein Geborgener sein

Leute treffen

sich selbst engagieren

ein offenes Glück.

Steckbrief“ Franz Jesse

Franz Jesse wurde im April 1968 geboren. Nach dem Besuch eines Regelkindergartens und der Förderschule in Schweinfurt sowie der Berufsschule für Hauswirtschaft und Kinderpflege in der Geschwister-Scholl-Straße in Schweinfurt kam er 1986 in eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Schweinfurt. Dort führt er für die Firma Fresenius verschiedene Tätigkeiten aus. Da er auch Kontrollarbeiten zuverlässig durchführen kann, ist er seinem Gruppenleiter eine wertvolle Unterstützung.

Franz Jesse lebt mit seiner Mutter zusammen.

Seit 2003 ist er ein aktives Mitglied in der Offenen Behindertenarbeit der Diakonie Schweinfurt.

Im Juli 2017 wurde er in den Beirat für Menschen mit Behinderung der Stadt Schweinfurt gewählt. 

 

Wie sich Franz Jesse in der Offenen Behindertenarbeit der Diakonie engagiert

2003 kam Franz das erste Mal in den „OBA-Donnerstagsclub“, einem 14-tägig stattfindenden Freizeit-Treff der OBA des Diakonischen Werkes Schweinfurt. Dort trifft er sich mit 23 Gleichgesinnten zur aktiven Freizeitgestaltung.

Das Clubprogramm wird von den Teilnehmer/innen bestimmt und mitgestaltet. Da es in der OBA auch einen Bildungsbereich gibt, hat sich Franz für viele neue Dinge interessiert: So entdeckte er für sich das Malen in der „OBArt-Gruppe“, einer Künstler-gruppe, die sich einmal wöchentlich im OBA-eigenen Atelier unter der Anleitung einer Kunstpädagogin trifft.

Er nahm an PC- und an Englisch-Kursen teil. 2007 trat er in die „OBA-Kartengruppe“ ein, die im Frühjahr und Herbst in Eigenregie Kunst- und Weihnachtskarten hergestellt.

Seit einiger Zeit hat er sich von März bis Oktober der „OBA-Walkinggruppe“ angeschlossen. Seine größte Vorliebe ist das Reisen: Er verreist wahnsinnig gerne, vor allem mit der OBA. Seine Lieblingsreiseziele sind Finnland, Schottland, Athen und Berlin. Hier kann er seinem Hobby Fotografieren und Filmen frönen.

Seit Januar 2016 hat er sein soziales Engagement entdeckt: Er ist im neu gegründeten OBA-Rat tätig und setzt sich hier für mehr Mitbestimmung von Betroffenen und für Verbesserungen innerhalb der OBA ein.

 

 „Was die OBA der Diakonie für mich bedeutet “ –

Franz Jesse  erzählt:              

 

·         Hier treffe ich mich mit anderen Menschen und kann viel mit ihnen unternehmen.

·         Hier kann ich meine Freizeit aktiv und kreativ gestalten.

·         Die OBA finde ich gut, weil ich im Club viel lernen kann. Frau Anette Rauch-Hofstetter, die als Ehrenamtliche seit Jahren bei der OBA aktiv ist, zeigt uns viel und macht mit uns schöne Reisen.

·         Hier kann ich mich sozial engagieren (im OBA-Rat).

·         Hier fühle ich mich geborgen und gut begleitet.

·         Die OBA ist meine zweite Heimat geworden.

 

Der ambulante OBA-Dienst:

Die Offene BehindertenArbeit (OBA) des Diakonischen Werkes Schweinfurt begleitet seit ihrer Gründung 1975 Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Behinderungen in der Beratung, in der Bildung und vor allem in der Freizeit und auf Reisen.

Nach 42 Jahren hat sich die OBA der Diakonie Schweinfurt in Stadt und Landkreis sehr gut etabliert. Zentral im Herzen der Stadt gelegen, ist sie zu einer namhaften Institution geworden.

Etwa 700 Menschen mit und ohne Behinderung werden jährlich von der OBA bei zahlreichen Maßnahmen und Veranstaltungen begleitet.

Das OBA-Team besteht aus zwei Sozialpädagogen, zwei Erzieherinnen in Teilzeit und einer Verwaltungsfachkraft. Unterstützung findet das Team durch etwa 100 Ehrenamtliche, die von Anfang an Teil des pädagogischen Gesamtkonzeptes waren.

Über die Jahre haben sich sieben Freizeitclubs, ein Kunstatelier, eine kreative Papierwerkstatt, eine Theater-, zwei Musik- („Zauberharfen“), eine Zeitungs-, eine Karten- sowie eine  Walking- und seit kurzem eine Frauengruppe gebildet und etabliert.

Die OBA Schweinfurt ist neben München und Coburg eine der ältesten und größten OBAs der Diakonie in Bayern.

Mehr Infos unter www.obasw.de

 

Was die Diakonie für Menschen mit Behinderung  tut

Die Diakonie setzt sich für ein selbstbestimmtes Leben von Menschen mit Behinderung in Würde ein.

Die Diakonie möchte Inklusion fördern: Wir ermöglichen ein Zusammentreffen von Menschen mit und ohne Behinderung.

Inklusion heißt für uns: Menschen willkommen zu heißen. Wir möchten, dass alle dazu gehören und mitmachen dürfen. Wir sind der Überzeugung, dass jeder Mensch etwas kann. Wir erleben, dass Vielfalt eine Stärke ist.

Unsere Gesellschaft wird reicher durch die Vielfalt aller Menschen, die in ihr leben. Wir wünschen uns "Mut zum Miteinander − Inklusion einfach leben!"

Ziel ist die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe ALLER in allen Lebensberei-chen − von Anfang an. Das ist Inklusion.

Wir haben schon viel erreicht und noch viel vor!

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Dr. Leonie Krüger
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Pressesprecher
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Daniel Wagner
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