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JAHRESTHEMA 2017/2018 - GESCHICHTEN DES ANKOMMENS BEI DER BAYERISCHEN DIAKONIE

Nach der Haft wieder zurück ins Leben

Damit dieser Übergang gut gelingt, hilft die bayerische Diakonie mit vielfältigen Beratungs- und Unterstützungsangeboten. Wie diese Hilfe konkret aussieht, erzählt unser Fallbeispiel: Das Portrait von Frau Schmidt, einer alleinerziehenden Mutter.

Haftzeit: Die härtesten sieben Monate

meines Lebens.

Alpträume, Ängste, Einsamkeit.

Sorge um meine Tochter.

Kein Geld, keine Perspektive.

Und immer die quälende Frage:

Was tun nach der Haft?

Die Beratung der Diakonie hilft.

Schritt für Schritt kommt Ordnung

in mein Leben.

Ich lerne aus meinen Fehlern,

gebe nicht auf, finde

wieder Arbeit, bin wieder

Mensch.

Fallbeschreibung aus der Kirchlichen Allgemeinen Sozialarbeit (KASA)

 

Frau Schmidt, allein erziehende Mutter, wurde aus der Justizvollzugsanstalt (JVA) entlassen. Sieben Monate war sie dort, 150 km von ihrem Wohnort entfernt und von ihrer zwölfjährigen Tochter getrennt.

Frau Schmidt ruft in der Kirchlichen Allgemeinen Sozialarbeit der Diakonie an und bittet um einen Gesprächstermin. Kontaktadressen der Wohlfahrtsverbände am Wohnort erhielt sie vom Sozialdienst der JVA. Eine Beratungsstelle für haftentlassene Menschen gab es vor Ort nicht.

Frau Schmidt und ihre Tochter sind glücklich, wieder zusammen zu sein und in ihre frühere Wohnung zurückzuziehen.

Während ihrer Abwesenheit haben die Großeltern das Kind versorgt. Zum Vater wollte und durfte das Kind nicht; es besteht ein Umgangsverbot für den Vater.

Frau Schmidt möchte so schnell wie möglich wieder Fuß fassen und in ein geordnetes Leben für sich und ihr Kind zurückfinden.

Außer 180,- € Überbrückungsgeld aus der JVA hat Frau Schmidt keine Barmittel in der Hand. Die Miete für die Wohnung muss gezahlt, die alltäglichen Ausgaben für Nahrung, Kleidung, Schulbedarf aufgebracht werden.

So braucht sie zunächst praktische Hilfe: Der Berechtigungsschein für die Nutzung der Tafel, der Suppenküche und der Kleiderkammer wird beantragt. Auch organisiert die Mitarbeiterin eine finanzielle Hilfe von einer Stiftung für Frau Schmidt.

Beim nächsten Termin mit ihrer Beraterin geht es darum, dass Frau Schmidt nicht von Hartz IV abhängig sein möchte. Sie will den Lebensunterhalt für ihre kleine Familie wieder selbst bestreiten. Die erforderlichen Antragstellungen und Anschreiben für die weitere existenzielle Absicherung werden vorbereitet. Frau Schmidt hofft, trotz ihrer Inhaftierung wieder bei ihrem früheren Arbeitgeber eingestellt zu  werden. Sollte dieses nicht gelingen, will sie sich bei einer Zeitarbeitsfirma bewerben.

Den nächsten Gesprächstermin nutzt Frau Schmidt, um über ihre Probleme zu sprechen und ihre Erfahrungen in der JVA zu verarbeiten. Sie berichtet von Alpträumen über die Zeit im Gefängnis. Sie will wieder Zutrauen zu ihren Fähigkeiten finden, um im Alltag zu Recht zu kommen und um die Anforderungen einer neuen Arbeitssituation zu meistern. Sie braucht Zeit, um sich neu zu orientieren, aus ihren Erfahrungen zu lernen und um ihr Leben jetzt anders anzugehen. Ein wichtiges Thema ist für sie auch die Sorge um ihr Kind.

Frau Schmidt ist froh und erleichtert, dass sie diese Unterstützung bei der Diakonie findet.

Die Mitarbeiterin geht auf Frau Schmidt ein, klärt mit ihr, welche der Fragen in der Stelle bearbeitet werden und wo spezielle Fachdienste für Frau Schmidt und für das Kind weiterführend helfen können.

Nach einiger Zeit teilt Frau Schmidt freudig mit, dass sie in der Zeitarbeitsfirma anfangen kann und sagt abschließend für die erfahrene Unterstützung bei der Diakonie „ganz, ganz herzlich danke“.

Straffälligenhilfe der Diakonie Bayern

Die Diakonie in Bayern bietet über 40 spezialisierte, ambulante und stationäre Hilfen für Menschen an, die straffällig geworden sind, die inhaftiert sind oder aus der Haft entlassen wurden. Die Mitarbeitenden führen Beratungen innerhalb und außerhalb von Justizvollzugsanstalten durch. Die Angebote richten sich auch an Angehörige. Das Ziel ist, in den aktuellen Lebenssituationen gemeinsam mit den Ratsuchenden gute Lösungen zu finden bzw. (erneute) Inhaftierungen zu vermeiden.

 

Die Kirchliche Allgemeine Sozialarbeit (KASA) – ein Beratungsangebot, das allen Menschen offen steht, flächendeckend in ganz Bayern

71 Dienststellen (ohne Außenstellen) der Kirchlichen Allgemeinen Sozialarbeit (KASA) mit ca. 120 Mitarbeitenden beraten jährlich ca. 14.800 Klient/-innen und Familien. Bei knapp 41.000 Beratungsgesprächen liegen die Schwerpunkte auf der Vermittlung von Hilfen (46 Prozent), der Existenzsicherung (42 Prozent) und der Begleitung bei Hartz IV-Anträgen (17 Prozent).

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Ihr Kontakt

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Öffentlichkeitsarbeit
Name
Dr. Leonie Krüger
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Postfach 120320
PLZ
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Titel
Pressesprecher
Name
Daniel Wagner
Einrichtung
Diakonisches Werk Bayern e.V.
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90332 Nürnberg
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