Skip to main content
Symbolbild: Pressearbeit der Diakonie Bayern

Diakonie in Bayern für die Presse

Die Medien sind wichtige Gesprächspartner für die Diakonie in Bayern, die sie kritisch und konstruktiv begleiten. Gleichzeitig ist die Diakonie im Freistaat eine wichtige Ansprechpartnerin, wenn es um fundierte sozialpolitische Positionen, aber auch um Ansprechpartner und -partnerinnen in den Einrichtungen und Diensten geht.

Die Pressestelle des Landesverbandes steht den Mitarbeitenden der Medien darum jederzeit für Anfragen zur Verfügung.

Meldungen 2020

1,2 Millionen Anrufe 2019 bei der TelefonSeelsorge

Read more >

Krisenhilfe für Menschen in Notlagen

Berlin, 24. Januar 2020 - Die TelefonSeelsorge verzeichnete im vergangenen Jahr über 1,2 Millionen Anrufe von Menschen in persönlichen Notlagen (2018: 1,3 Millionen Anrufe). So hat sich die Anzahl der Hilfegesuche per Chat 2019 gegenüber dem Vorjahr verdoppelt, auch nahm die Zahl der Mails zu. Die häufigsten Themen waren Ängste, Einsamkeit, seelische und körperliche Einschränkungen und Beziehungsfragen. Eine wichtige Aufgabe der überwiegend ehrenamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorger ist die Auseinandersetzung mit suizidalen Situationen. Hilfesuchende können seit nun mehr 25 Jahren auch per Mail und Chat um Rat suchen. Dieses Angebot wird vor allem von jüngeren Menschen in Anspruch genommen. Anonym bleiben zu können ist für die allermeisten Ratsuchenden (94 Prozent) sowohl am Telefon, per Mail und im Chat besonders wichtig. Mehrheitlich nutzen Frauen das Angebot der TelefonSeelsorge.

 

Diakonie-Präsident Ulrich Lilie: "Menschliche Nähe, Mitgefühl und Verstehen sind gerade in einer zunehmend digitalisierten Welt für viele Hilfesuchenden ein wichtiger Anker. Wie enorm bedeutend Zuhören und die persönliche Bindung sind, zeigt sich daran, dass die Mehrheit der Hilfesuchenden wiederholt anruft. Es geht um den Kontakt von Mensch zu Mensch. Das ist der Grundgedanke der Telefonseelsorge." 64 Jahre nach ihrer Gründung habe sie nichts von ihrer wichtigen Funktion verloren, erste Krisenhilfe für Menschen in Notlagen zu sein. Herzstück der TelefonSeelsorge sei das enorme ehrenamtliche Engagement.

 

"6.500 freiwillig Engagierte leisten ehrenamtlichen Dienst, sodass Telefon, Mail und Chat rund um die Uhr erreichbar sind." Am Telefon sind 52 Prozent der Ratsuchenden zwischen 50 und 69 Jahre alt. Vor allem für junge Menschen, die oft noch nicht an professionelle Einrichtungen gebunden sind, kann der Dienst eine große Hilfe sein, da er in schwierigen Lebenslagen unterstützt. Mehr als die Hälfte (59 Prozent) der 15 bis 29-Jährigen nutzten das Mail- beziehungsweise Chatangebot. Über die Hälfte aller Anrufe und Chats dauern zwischen 16 und 45 Minuten. Über eine spezielle technische Einstellung kommt bei wiederholten Anrufen die ratsuchende Person schnell und direkt wieder in Kontakt mit der Person, mit der das erste Gespräch stattgefunden hat. So werden nicht mehr so viele Gespräche durch Auflegen beendet. Auch für die Mitarbeitenden in der TelefonSeelsorge schafft dieses so genannte Routing Erleichterung, da so nicht nur wiederholte Anrufe unmittelbar weitergeleitet, sondern Erstanrufe direkter ausgemacht und angenommen werden können.

 

Die TelefonSeelsorge wird in ökumenischer Gemeinsamkeit von der evangelischen und katholischen Kirche getragen. Sie ist als Evangelische Konferenz für Telefonseelsorge und Offene Tür e.V. ein Fachverband der Diakonie Deutschland.

Mehr Infos:

https://www.diakonie.de/telefonseelsorge

https://praesident.diakonie.de/2020/01/24/zuhoeren-telefonseelsorge/

< Schliessen

„Starker sozialer Sektor ist die Basis für eine florierende Wirtschaft.“

Read more >

Caritas übernimmt Vorsitz in der Freien Wohlfahrtspflege Bayern

München, 20. Januar 2020 - Der Landes-Caritasverband hat turnusgemäß den Vorsitz in der Freien Wohlfahrtspflege Bayern übernommen. Bei einer Pressekonferenz übergab die Vizepräsidentin des Bayerischen Roten Kreuzes, Brigitte Meyer, den Vorsitz an Landes-Caritasdirektor Prälat Bernhard Piendl. Gleichzeitig stellten beide erste wichtige Erkenntnisse der Studie „Sozialwirtschaft Bayern“ vor und betonten die wichtige Rolle des sozialen Sektors für Bayern: „Die Dienste und Einrichtungen der Freien Wohlfahrtspflege Bayern leisten Daseinsvorsorge und helfen Menschen, ihre Lebensaufgaben zu bewältigen, sei es in Kitas, bei der Pflege von Angehörigen oder bei der Bewältigung von persönlichen Nöten und Krisen. Die rund 445.000 Mitarbeitenden und mehr als 135.000 Ehrenamtliche engagieren sich jeden Tag für den sozialen Frieden, wobei die Krankenhäuser dabei noch gar nicht berücksichtigt sind. Ein starker sozialer Sektor ist deshalb die Basis für eine florierende Wirtschaft, weil er die Rahmenbedingungen setzt, um wirtschaftliche Entwicklung zu ermöglichen“, so der Prälat Piendl.

Die Sozialwirtschaft sei ein starker, weithin auch unterschätzter wirtschaftlicher Faktor. Die Wirkung der Sozialwirtschaft lässt sich jedoch nicht nur monetär messen: „Die Freiwilligenarbeit, die Jugendarbeit, auch die Hilfen für Menschen in Not in der Beratung, all sind Faktoren, die dafür sorgen, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt nicht erodiert und sie sind deutliche Zeichen der Solidarität in Bayern. Und: Bei aller Notwendigkeit, auch wirtschaftlich zu handeln, stehen bei der Freien Wohlfahrtspflege nicht die finanziellen Interessen im Vordergrund, sondern wir sind gemeinnützig und den Menschen verpflichtet“, so Piendl.

Zuvor zog Brigitte Meyer ein Fazit des vergangenen Jahres, in dem sie die Schlagkraft der Freien Wohlfahrtspflege unterstrich: „Eines der Hauptthemen der Arbeit waren die Budgetverhandlungen zum Pflegeberufereformgesetz. Auch wenn es trocken klingt: Hier ging es darum, eine auskömmliche Finanzierung der Ausbildung in der Pflege sicherzustellen und damit letztlich darum, die Pflege zukunftsfähig zu machen. Das dies gelungen ist, ist ein Erfolg der starken Koalition in der Freien Wohlfahrtspflege.“ Gerade auch wegen der Herausforderungen zeigte sich laut Meyer die Freie Wohlfahrtspflege enttäuscht, dass es bisher noch nicht gelungen ist, zu einem Gespräch mit Ministerpräsident Markus Söder zusammenzukommen.

Für Prälat Piendl ist der Mangel an qualifizierten Fachkräften die wichtigste Herausforderung für die kommenden Jahre: „Rund ein Viertel unserer Mitarbeitenden sind 55 Jahre oder älter und werden in den kommenden Jahren in Rente gehen. Für uns ist es deshalb wichtig, auch weiterhin stark auf die Ausbildung zu setzen. Es gilt ein positiveres Bild der Pflege zu zeichnen: Der Beruf ist hochmotivierend, ist sinnerfüllt und anspruchsvoll. Mit der neuen, generalistischen Pflegeausbildung und der Neudefinition des Pflegeberufs könnte es gelingen, wieder mehr junge Menschen für eine Ausbildung in der Pflege zu gewinnen.“

In der Freien Wohlfahrtspflege Bayern sind das Bayerisches Rotes Kreuz, die Arbeiterwohlfahrt, der Landes-Caritasverband Bayern, die Diakonie Bayern, der Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern und der Paritätische Wohlfahrtsverband Bayern organisiert. Gemeinsam er-bringen die Verbände rund 75% aller sozialen Dienstleistungen in Bayern. Als Verband unterstützt die Freie Wohlfahrtspflege Bayern ihre Mitglieder durch Koordination und Absprachen bei der Realisierung von Zielen, mit denen sie ihren Beitrag dazu leisten, Bayern sozial zu gestalten. Endgültig erscheinen wird die Studie „Sozialwirtschaft Bayern“ im kommenden Mai.

< Schliessen
privatehd.org