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Symbolbild: Pressearbeit der Diakonie Bayern

Diakonie in Bayern für die Presse

Die Medien sind wichtige Gesprächspartner für die Diakonie in Bayern, die sie kritisch und konstruktiv begleiten. Gleichzeitig ist die Diakonie im Freistaat eine wichtige Ansprechpartnerin, wenn es um fundierte sozialpolitische Positionen, aber auch um Ansprechpartner und -partnerinnen in den Einrichtungen und Diensten geht.

Die Pressestelle des Landesverbandes steht den Mitarbeitenden der Medien darum jederzeit für Anfragen zur Verfügung.

Meldungen 2021

Knapp 800.000 Menschen in Bayern überschuldet.

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Diakonie Bayern fordert Ausbau der Schuldnerberatung

4. Juni 2021 780.000 Bürgerinnen und Bürger in Bayern sind aktuell nicht in der Lage, ihre Schulden zu bezahlen. Darauf weist die Diakonie Bayern jetzt hin und fordert anlässlich der Aktionswoche Schuldnerberatung (7. – 11.Juni 2021) einen bedarfsgerechten Ausbau der Schuldnerberatung im Freistaat. „Die Corona-Pandemie hat die Situation vieler Haushalte zusätzlich verschärft“, so die zuständige Vorständin des zweitgrößten bayerischen Wohlfahrtsverbandes, Sandra Schuhmann. „Kurzarbeit oder eine pandemiebedingte Kündigung bedeutet für viele Menschen der Beginn der Schuldenspirale.“

Die Schuldnerberatungsstellen der Diakonie erreichen Schuhmann zufolge nur etwa zehn bis fünfzehn Prozent der Haushalte, denen eine Beratung aus ihrer Situation helfen könnte. „Unsere Beratungsstellen waren schon vor der Pandemie an der Kapazitätsgrenze. Ohne einen bedarfsgerechten Ausbau werden wir vielen Menschen nicht helfen können.“

Dass sich Schuldnerberatung rechne, sei Schuhmann zufolge in vielen Studien nachgewiesen worden. „Die Beratung überschuldeter Personen spart auf lange Sicht mehr als sie kostet.“ Auch aus diesem Grund fordert die Diakonie Bayern einen Ausbau der bestehenden Schuldnerberatung. „Wir sind der Auffassung, dass jedem Menschen, der überschuldet ist bzw. von Überschuldung bedroht ist, kurzfristig eine kostenfreie Schuldnerberatung angeboten werden muss.“

Um den Betroffenen einen Neustart zu ermöglichen, fordert Schuhmann zudem eine Verkürzung der Speicherfristen bei Auskunfteien wie der SCHUFA. „Wer hier einen negativen Eintrag hat, findet beispielsweise schwerer eine Wohnung. Eine solche Hypothek erschwert den Neustart und sollte darum schneller als bislang gelöscht werden. Bislang werden Einträge bei der SCHUFA zum Teil erst nach Jahren gelöscht.

Weitere Informationen zur bundesweiten Aktionswoche Schuldnerberatung finden Sie auch im Netz unter www.aktionswoche-schuldnerberatung.de

Die Diakonie Bayern mit ihren spezialisierten Schuldnerberatungsstellen bietet an über 30 Standorten fachkundige Beratung und Unterstützung für verschuldete und überschuldete Menschen an. 100 Schuldnerberater*innen der Diakonie in Bayern haben im Jahr 2020 knapp 12.500 Menschen beraten und begleitet. Der Schwerpunkt der Beratung liegt bei sozial benachteiligten und von Armut betroffenen Menschen. Das Beratungsangebot ist für Ratsuchende kostenfrei. Ziel der sozialen Beratung ist es, die Ratsuchenden bei der Stabilisierung ihrer wirtschaftlichen Situation zu unterstützen und ihr Selbsthilfepotential zu fördern. Im Vordergrund stehen die Sicherung der Existenz der Ratsuchenden und eine mögliche Schuldenregulierung.

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„Take care! Zur Attraktivität sozialer Berufe"

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Aktionswoche der Diakonie

Nürnberg, 2. Juni 2021 Vom 7. bis 13. Juni 2021 findet die bundesweite Aktionswoche „Take care! Zur Attraktivität sozialer Berufe“ statt. Die Diakonie möchte damit auf den gesellschaftlichen Stellenwert sozialer Berufe hinweisen. Im Mittelpunkt steht die Bedeutung der Sozial-, Bildungs- und Gesundheitsberufe, auch mit Blick auf ihre Systemrelevanz und Professionalität. Sandra Schuhmann, Vorständin der Diakonie Bayern: „Leider werden diese Berufe mit ihrem Beitrag für Demokratie, in ihrer Ermöglichung der sozialen Teilhabe oft marginalisiert und in ihrer wirtschaftlichen Produktivität unterschätzt; bis hin dass soziale Berufe als „Frauenberufe“ tituliert werden.“ Dem möchte die Diakonie die Bedeutung und die Gewichtigkeit der sozialen Berufe für das gesellschaftliche Miteinander entgegensetzen.

Die im Sozial-, Gesundheits- und Bildungswesen Beschäftigten leisten Schuhmann zufolge einen unersetzlichen Beitrag für das gelingende gesellschaftliche Zusammenleben. Schuhmann: „Sie werden in berufsbildenden Schulen wie den Pflegeschulen, in Fachschulen und Hochschulen zu hochqualifizierten Fachkräften ausgebildet und in der Sozialwirtschaft beschäftigt. Ohne sie kann Gesellschaft nicht funktionieren.“

Wenn ein Ausweg aus der Krise der Sorge-Arbeit gefunden werden soll, müssten die Qualifikationen, die Tätigkeiten und ihre gesellschaftliche Leistung der sozialen Berufe angemessen anerkannt werden. Dies muss sich der Diakonie zufolge auch in den Arbeitsbedingungen und Löhnen niederschlagen. „Dazu gehört aber auch, dass das Sozial-, Gesundheits- und Bildungswesen entsprechend seines Beitrags zum Zusammenhalt der Gesellschaft materiell ausgestattet werden muss.“

Die Aktionswoche „Take care!“ bietet eine Plattform, auf der Informationen und Lesenswertes zum Thema bereitgestellt sind, die Möglichkeit besteht, bundesweite Aktionen in einem Kalender zu veröffentlichen, Statements und Perspektiven von namenhaften Personen zu lesen sind und auf der Unterstützer*innen und Freunde der Aktionswoche als Netzwerk und Verbund zur Stärkung der Sozial-, Bildungs- und Gesundheitsberufe aufgebaut werden können. Die Plattform versteht sich als Angebot und Netzwerk. Die Diakonie in Bayern beteiligt sich mit regionalen Aktionen sowie eigenen Beiträgen, die auf der Website der Diakonie Bayern (www.diakonie-bayern.de) sowie auf den Social-Media-Kanälen der Diakonie Bayern zu finden sind. Mehr zur Aktionswoche gibt es auch unter www.takecare-aktionswoche.de

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Leistungen der Familien anerkennen. Leistungen für Familien vereinfachen.

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Diakonie Bayern zum Internationalen Tag der Familie

Nürnberg, 12. 05. 2021 Auf die enormen Leistungen von Familien im vergangenen Jahr hat die Diakonie Bayern anlässlich des Internationalen Tags der Familie am 15. Mai hingewiesen: „Die Politik entwickelt jetzt Konzepte, um die längerfristigen Folgen von Corona zu bewältigen – etwa, indem hohe Summen für Nachhilfeprojekte oder psychische Begleitung von Kinder- und Jugendlichen bereitgestellt werden“, sagte Sabine Lindau, zuständige Vorständin der Diakonie Bayern. „Es darf aber nicht vergessen werden, was die Familien als Ganzes im vergangenen Jahr geleistet haben.“

Als Beispiel nannte sie die Doppelbelastung durch Homeoffice und Homeschooling, in vielen Fällen verbunden mit der Pflege von Angehörigen. „Hinzu kam die Organisation der Freizeit und Ferien, da Spiel-, Freizeit-, und Erholungsmöglichkeiten weggefallen waren.“ Die Familie, so Lindau, sei ein starkes und leistungsfähiges System, wenn es allen darin gut ginge. „Wenn jedoch ein Teil besonderen Belastungen ausgesetzt ist, leidet das Gesamtsystem.“ Als Beleg dafür nannte Lindau die gestiegene Nachfrage belasteter Familien nach Beratungsangeboten in Bayern. Sie forderte darum die Politik auf, jetzt die Familie als ganzes in den Blick zu nehmen.

Corona habe wie in vielen anderen Bereichen auch die besonderen Problemlagen von Familien sichtbar gemacht. Insbesondere fehlen Lindau zufolge angemessener und vor allen Dingen bezahlbarer Wohnraum für Familien sowie geeignete Maßnahmen zur Bekämpfung von Familienarmut. Es gebe zwar sehr viele Leistungen für Familien – sie zu beantragen sei jedoch in vielen Fällen für die Betroffenen zu kompliziert. „Das Bildungs- und Teilhabepaket etwa nehmen nur 40 Prozent aller Berechtigten überhaupt in Anspruch.“ Lindau wiederholte darum die Forderung der Diakonie Bayern nach einer Kindergrundsicherung, in der die entscheidenden Familienleistungen wie das Kindergeld, der Kinderzuschlag und die Kinderfreibeträge gebündelt werden sollten. „Nach Einkommen gestaffelt, könnte es ab Geburt ausbezahlt werden – ohne Anrechnung auf die Leistungen nach dem SGB-II.“ Neben einem leichteren Zugang für die Betroffenen hätte ein solche Lösung auch eine deutliche Entbürokratisierung zur Folge.

An den Freistaat richtete Lindau die Forderung, bei der Unterstützung der Kommunen nicht nachzulassen: „Im kommunalen Finanzausgleich müssen die Kreise und kreisfreien Städte in den nächsten Haushaltsjahren entlastet werden, um auch in Zukunft ihrer wichtigen Rolle bei der Unterstützung der Familien gerecht werden zu können. “ Neben dem Ausbau von Schulen und Kindergärten dürften die Kommunen trotz der finanziellen Folgen von Corona nicht an den niedrigschwelligen Diensten und Angeboten, wie z.B. Beratungsstellen und Familienzentren, die neben Krisenintervention auch präventiven Charakter haben, sparen. Lindau: „Wenn am falschen Ende der Rotstift angesetzt wird, wird sich das langfristig in Mehrausgaben niederschlagen.“

Der Internationale Tag der Familie am 15. Mai 2021 ist ein von den Vereinten Nationen (UN) ausgerufener Tag zur Bekräftigung der Bedeutung von Familien.

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Freie Wohlfahrtspflege Bayern zum Tag der Pflegenden:

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Der Symbolik müssen endlich Taten folgen

München, 11. Mai 2021 – Die Pandemie hat eines gezeigt: Ohne die Pflegenden und ohne die Sorgearbeit insgesamt kann unsere Wirtschaft, kann unsere Gesellschaft nicht existieren. Noch nie wurde unserer Gesellschaft bewusst, wie wichtig die Pflegeberufe sind. Die Pflegekräfte arbeiten seit Beginn der Pandemie am Rande der Erschöpfung, um die Pflege sicherzustellen. Sie können kein Homeoffice machen. „Dieser Einsatz verdient allerhöchsten Respekt und Anerkennung!“, so Margit Berndl, Vorsitzende der Freien Wohlfahrtspflege Bayern, anlässlich des Tags der Pflegenden am 12. Mai.

„Nach über einem Jahr Pandemie ist es mehr als überfällig, dass den anerkennenden Worten und der Symbolik Taten folgen. Wir brauchen endlich eine Pflegereform, die ihren Namen verdient!“ fordert Margit Berndl. Für gute Qualität in der Pflege braucht es bessere Arbeitsbedingungen, weniger Bürokratie und höhere Gehälter für die Pflegekräfte, sind sich die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege Bayern einig.

Die Finanzierungslogik der Pflegeversicherung muss auf den Prüfstand

Dafür brauche es eine gesicherte Finanzierung. „Viele Einrichtungen wollen gern mehr zahlen. Sie bekommen es aber nicht von den Pflegekassen refinanziert“, so Berndl. In unserem Pflegesystem gehe jede Kostensteigerung oftmals zu Lasten der Pflegebedürftigen und deren Angehörigen. „Das darf nicht sein! Die Finanzierungslogik der sozialen Pflegeversicherung muss komplett auf den Prüfstand gestellt werden!“, fordert Berndl. „Und es muss viel mehr Geld ins System!“

Pflegepolitik ist eine zentrale Herausforderung unserer Gesellschaft, die immer mehr an Bedeutung gewinnt. Denn die Generation der Babyboomer, die bald in Rente geht, macht ein Viertel der Bevölkerung aus.

Bezahlte Auszeit für pflegende Angehörige

Margit Berndl ist ein weiterer Aspekt am Tag der Pflegenden wichtig: In Bayern werden 70 Prozent der pflegebedürftigen Menschen zu Hause gepflegt. Für die pflegenden Angehörigen war das vergangene Jahr eine riesige Belastung: die Sorge vor Ansteckung, fehlende Entlastungsangebote, weil die Tagespflegen und Kurzzeitpflegen geschlossen waren, der Aufnahmestopp in den stationären Einrichtungen. „Wir brauchen eine bezahlte Auszeit für pflegende Angehörige – nach dem Vorbild von Elternzeit und Elterngeld!“ fordert Berndl.

Margit Berndl mahnt abschließend: „Die wichtige Arbeit der Pflegenden und die große Bedeutung aller Sorgeberufe für das Funktionieren unserer Gesellschaft darf auch nach Corona nicht vergessen werden – wenn die finanziellen Scherben wieder aufgekehrt werden müssen.“

Für Rückfragen stehen Ihnen zur Verfügung:
Susann Engert | Paritätischer Wohlfahrtsverband Bayern
Tel: 089 30611-137 | Mail: susann.engert(at)paritaet-bayern(dot)de Maria Heiland | Freie Wohlfahrtspflege Bayern
Tel: 089 54497-132 | Mail: info(at)freie-wohlfahrtspflege-bayern(dot)de

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Notversorgung so wichtig wie nie

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Bayerische Bahnhofsmissionen registrieren deutlich mehr Armut

Nürnberg/München: Eine (warme) Mahlzeit, Tee und Kaffee, Alltagsmasken oder Winterbekleidung – im Pandemiejahr 2020 fehlte es den Gästen der bayerischen Bahnhofsmissionen an vielem zum Leben. „Die Not war deutlich spürbar und ist es immer noch“, so Hedwig Gappa-Langer und Harald Keiser von der Arbeitsgemeinschaft der kirchlichen Bahnhofsmissionen in Bayern. Noch nie zuvor leisteten die größtenteils ökumenisch getragenen Hilfeeinrichtungen so oft materielle Hilfen wie 2020.

 

Allein in München, Bayerns größter Bahnhofsmission, registrierten die Verantwortlichen  im Jahr 2020 rund 207 000 Kontakte – 90.000 mehr als 2019. Im Durchschnitt wurden 567 Menschen gezählt, die ein- oder mehrmals täglich kamen, an manchen Tagen waren es sogar bis zu 700. Im Jahr zuvor gab es im Mittel „nur“ 320 Kontakte pro Tag. Insgesamt erbrachten die Münchner Mitarbeitenden 284 000 Hilfeleistungen – von der Krisenintervention über seelsorgerische Gespräche bis zur Vermittlung einer Übernachtungsmöglichkeit oder eben den materiellen Hilfen. „In den ersten Wochen der Pandemie übernahmen wir in der Bahnhofsmission München fast alleine die Notversorgung der Münchner Armutsbevölkerung“, so Bettina Spahn und Barbara Thoma, die beiden Leitungen der Einrichtung. Die Stärkung mit Tee, Kaffee, Wasser und Brot nahm von 2019 auf 2020 von rund 105 000 auf 163 000 Ausgaben zu. Es war klar, dass die Bahnhofsmission entlastet und weitere Angebote der Notversorgung geschaffen werden mussten, was dann im Jahresverlauf auch gelang.

 

Ähnlich gestaltete sich die Situation in den anderen Bahnhofsmissionen in Bayern. Die Ausgabe von materiellen Hilfen ist um fast ein Viertel von knapp 43 000 auf 53 000 gestiegen, obwohl die Anzahl ihrer Kontakte um rund 20 Prozent gesunken ist – nicht zuletzt auch durch den Wegfall vieler Reisehilfen. „Die Armut wächst überall“, so Gappa-Langer, zuständige Referentin beim Caritas-Fachverband IN VIA Bayern e.V..  Gemeinsam mit ihrem Kollegen Harald Keiser von der Diakonie Bayern hat sie die Zahlen für 2020 ausgewertet und festgestellt: „Obwohl die meisten Bahnhofsmissionen coronabedingt ihr Angebot, Aufenthaltsmöglichkeiten und Öffnungszeiten zurückfahren mussten, sind deutlich mehr arme, kranke und obdachlose Menschen gekommen, deren ohnehin prekäre Lebenssituation sich weiter verschärft hat.“ Alle 13 bayerischen Bahnhofsmissionen zusammen leisteten 2020 knapp 539 000 Mal Hilfe.

 

Kontaktbeschränkungen und Hygienevorschriften haben die Arbeit der Bahnhofsmissionen vor Ort verändert. „Das Wichtigste an der Bahnhofsmissionsarbeit ist eigentlich der Austausch, ein offenes Ohr zu haben und für die Menschen da zu sein", so Gappa-Langer, „hinter Plexiglasscheiben und Masken ist das sehr schwierig.“ Die 2020 größtenteils geschlossenen Aufenthaltsräume fehlten den Gästen als Ort zum Ausruhen und zur Kontaktaufnahme. Stattdessen war die Versorgung der Hilfesuchenden an extra geschützten Ausgabefenstern in den Vordergrund gerückt.  Mitarbeitenden wie Klienten machte diese „Hilfe auf Abstand“ zu schaffen. Denn Bahnhofsmission ist eigentlich viel mehr als eine Einrichtung zur Notversorgung. „Die Mitarbeitenden hoffen sehr, dass sich die Situation in den nächsten Monaten entspannt“, betont Gappa-Langer, „es ist wichtig, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen.“ So könnten auch möglichst früh konkrete Notlagen erkannt und die Menschen gezielt an Facheinrichtungen und -beratungsstellen weitervermittelt werden. Beispielsweise wenn der Schuldenberg wächst, eine Wohnungskündigung bevorsteht oder bei ähnlichen Problemen.

 

Eine große Welle der Solidarität hat den Bahnhofsmissionen durch die Krise geholfen. "Wir sind den zahlreichen Spenderinnen und Spendern sehr dankbar“, so Keiser, „nur so konnten die Einrichtungen vor Ort den gestiegenen Anforderungen gerecht werden und die Not der Hilfesuchenden lindern.“

 

Obdachlose, Flüchtlinge, psychisch Kranke oder Reisende – sie alle finden in den 13 bayerischen Bahnhofsmissionen Zuflucht, Rat und Hilfe. Nahezu 345 000 Kontakte zu Hilfesuchenden zählten die ökumenischen Einrichtungen der katholischen und evangelischen Kirche 2020. Die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden leisteten 2020 knapp 539 000 Mal Hilfe – trotz vieler Einschränkungen bei Aufenthaltsmöglichkeiten, Öffnungszeiten und dem fast völligen Wegfall der Reisehilfen.

 

Am 17. April 2021 ist der Internationale Tag der Bahnhofsmission. Anders als üblich kann er dieses Jahr pandemiebedingt leider nicht mit öffentlichen Präsenzveranstaltungen vor Ort stattfinden. Unter dem Motto „In Verbindung bleiben“ feiern die Mitarbeitenden der Bahnhofsmissionen bundesweit daher als Zeichen der Verbundenheit am 16.4. einen Online-Gottesdienst, um den inneren Zusammenhalt in den schwierigen Zeiten zu stärken.

 

Weitere Informationen erhalten Sie von:

 

IN VIA Bayern e.V., Kath. Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit

Referat Bahnhofsmission

Kontakt: Hedwig Gappa-Langer

Juifenstraße 2 · 81373 München

Tel.: (089) 7 14 85 01

gappa-langer(at)bahnhofsmission(dot)de

 

Diakonisches Werk der

Ev.-Luth. Kirche in Bayern e.V.

Harald Keiser

Pirckheimerstraße 6

90408 Nürnberg

Tel.: (0911) 93 54 -361

Fax: (0911) 93 54 -360

keiser@diakonie-bayern.de

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Corona darf nicht zum Armuts-Tsunami werden

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Jahrespressekonferenz der Diakonie Bayern: Deutliche Verbesserungen in der Pflege angemahnt.

Nürnberg, 16. 03. 2021 Deutliche Verbesserungen in der Pflege hat die Diakonie Bayern gefordert. Angesichts von bis zu 150.000 fehlenden Vollzeitkräften bis 2050 allein in Bayern sei es allerhöchste Zeit, hier die Arbeitsbedingungen zu verbessern, sagten Vertreter und Vertreterinnen des zweitgrößten bayerischen Wohlfahrtsverband bei der heutigen Jahrespressekonferenz in Nürnberg. „Gesundheits- und Pflegeminister Holetschek hat dies erkannt und am vergangenen Wochenende Vorschläge zu einer Reform der Pflege gemacht“, so Sandra Schuhmann, Vorständin Gesundheit und Teilhabe. „Allein – die Umsetzung der meisten Ideen wird sehr lange brauchen.“ Schuhmann brachte darum erneut den Vorschlag ins Gespräch, Mitarbeitenden in der Pflege einen zusätzlichen Steuerfreibetrag in Höhe von monatlich 500 Euro einzuräumen. „Dies wäre rasch umzusetzen und  im Geldbeutel sofort zu spüren.“

Der Präsident der Diakonie Bayern, Michael Bammessel, bedauerte vor diesem Hintergrund erneut das Scheitern eines allgemeinverbindlichen Tarifvertrags für die Pflege. „Ich hätte mir gewünscht, dass die zuständigen Arbeitsrechtlichen Kommissionen auf Bundesebene hier ein anderes Signal ausgesandt hätten.“ Dieser Vertrag – das Zustandekommen war vor vierzehn Tagen aufgrund der Ablehnung durch die Caritas gescheitert – hätte für viele Mitarbeitende insbesondere bei den privaten Anbietern eine zum Teil deutliche Verbesserung der Gehälter zur Folge gehabt; manche sprechen bei einzelnen Anbietern gar von einem Mehr von über 25 Prozent. Bammessel: „Die Diakonie zahlt in den allermeisten Fällen zwar bereits heute besser als im – gescheiterten – Vertrag vorgesehen. Aber selbst bei uns gibt es in den unteren Gehaltsgruppen, den Pflegehilfskräften, einen gewissen Nachholbedarf.“

Auch Bammessel wies darum auf die dringend notwendige Reform der Pflegeversicherung hin: „Eine spürbare Lohnverbesserung erfordert im Gegenzug zwingend auch bessere Leistungen der Pflegeversicherung – und die sind noch nicht in Sicht.“ Das bisherige System der gedeckelten Kassenleistungen sorge dafür, dass Verbesserungen in der Pflege und insbesondere Lohnerhöhungen immer zu Lasten der Bewohnerinnen und Bewohner gehen - und schon jetzt seien die Kosten eines Pflegeheimplatzes für viele Familien kaum mehr zu stemmen. Bammessel: „Die Menschen in der Pflege, gerade in der Altenpflege, stehen in der Corona-Krise unglaubliche Belastungen durch. Sie haben es verdient, dass alle maßgeblichen Akteure gemeinsam und entschieden endlich Fortschritte bei den Arbeitsbedingungen und den Gehältern erreichen. Ich fordere darum die Beteiligten in Politik, Verbänden und Gewerkschaften dazu auf, doch noch einen gemeinsamen Weg zu finden, um ein verbindliches Lohnniveau zu erreichen.“

Als besonders belastend wirkt sich Corona der zuständigen Vorständin, Sabine Lindau, zufolge auf Kinder, Jugendliche und Familien aus: „Etwa jedes dritte Kind hat aufgrund der Corona-Pandemie mit psychischen Belastungen zu kämpfen– vor der Pandemie waren es 'nur‘ 20 Prozent.“ Besonders alarmierend sei, dass Kinder aus sozial schwachen Familien betroffen seien; Wut, Aggressionen und psychosomatische Beschwerden hätten deutlich zugenommen. Diese belegten indirekt auch die Zahlen der diakonischen Beratungsstellen in Bayern: „Obwohl die Beratungen aufgrund von Corona unter besonderen Bedingungen durchgeführt werden mussten, ist die Zahl der Beratungsgespräche nahezu gleichgeblieben: Ein Zeichen für den hohen Bedarf, aber auch für das außergewöhnliche Engagement der Mitarbeitenden in den Beratungsstellen.“ Lindau forderte, die Situation von Familien während, aber auch nach Corona deutlicher in den Blick zu nehmen. „Nach wie vor ist der Zugang zu familienpolitischen Leistungen aufgrund komplizierter Antragswege für viele Familien erschwert. Hier brauchen wir einen erleichterten Zugang und eine Bündelung der Leistungen bis hin zu einer Kindergrundsicherung.“

Obwohl die Pandemie für die etwa 700 Träger diakonischer Einrichtungen in Bayern auch massive wirtschaftliche Folgen hatte, sind Insolvenzen ausgeblieben. Dies führt Wolfgang Janowsky, im Vorstand zuständig für Recht, Wirtschaft und Finanzen, auf die zahlreichen Schutzschirme und Förderprogramme der Politik zurück. „Auch wenn der bürokratische Aufwand immens ist – die Programme funktionieren.“ Janowsky warnte jedoch davor, Schutzschirme zu früh wieder auszusetzen. „Corona wird die soziale Arbeit noch lange vor Herausforderungen stellen – die Politik muss sich darauf einstellen, die Schutzmaßnahmen entsprechend zu verlängern.“

Auch Janowsky betonte die Rolle der diakonischen Beratungsdienste: „Arbeitslosen-, Schuldner- oder Wohnungslosenberatung etwa werden in Zukunft besonders wichtig sein, um die sozialen Folgen von Corona zu bewältigen.“ Gleichzeitig seien gerade diese besonders auf kommunale und staatliche Zuschüsse angewiesen. „Andererseits rechnen die Kommunen in den kommenden Jahren mit deutlich sinkenden Gewerbesteuereinnahmen, so dass wir ausgerechnet in diesen Arbeitsfeldern Kürzungen der Fördermittel befürchten müssen.“ So nachvollziehbar die Situation der Kommunen sei, so falsch wäre es, bei diesen sozialen Leistungen zu kürzen. Corona hätte sonst für viele Menschen Langzeitschäden zur Folge, die es aus Sicht der Diakonie unbedingt zu vermeiden gilt. Janowsky: „Wir sollten alles daransetzen, dass auf die Corona-Wellen kein Armuts-Tsunami folgt!“

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„Schwanger – und jetzt?“

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Diakonie Bayern sammelt für die Schwangerenberatungsstellen

Nürnberg, 11.03.2021 Ein Kind kann alles verändern. Kaum ein Ereignis hat so starke Auswirkungen auf das Leben wie eine bevorstehende Geburt. Schon die schlichte Nachricht „Ich bin schwanger“ setzt eine starke Dynamik in Gang. So zentral diese Erfahrung ist, so groß sind auch die Erwartungen und Wünsche, die mit der Geburt eines Kindes verbunden sind. Genauso groß sind aber auch die damit verbundenen Unsicherheiten und Ängste.

Diesen widersprüchlichen Gefühlen Raum zu geben und sie erst einmal ohne Wertung anzunehmen, ist Alltag in den 14 staatlich anerkannten Schwangerschaftsberatungsstellen der Diakonie Bayern. Oft sind es aber einfach nur die vielen Alltagsfragen, die sich rund um eine Schwangerschaft stellen, bis hin zu Informationen über soziale, wirtschaftliche und finanzielle Hilfen.

Für das alles brauchen die Mitarbeitenden in den Beratungsstellen eine hohe Kompetenz. Sie sehen sich zudem durch die wachsende Zahl an Klienten und Klientinnen mit einem Flucht- oder Migrationshintergrund zusätzlich herausgefordert. Zu einer ohnehin schon sensiblen Aufgabe kommt nun der verständnisvolle Umgang mit anderen Kulturen und anderen Traditionen dazu. Für alle Gespräche aber gilt der immer gleiche Grundsatz: Beratung und Präventionsarbeit erfolgen vertraulich, kostenlos, unabhängig von Nationalität, Weltanschauung, sexueller Orientierung und auf Wunsch anonym.

Die staatlich anerkannten Schwangerschaftsberatungsstellen der Diakonie Bayern werden zwar gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales und erhalten außerdem noch kommunale und kirchliche Zuschüsse. Leider aber deckt diese Förderung nicht den gesamten finanziellen Bedarf der Schwangerschaftsberatungsstellen ab. Die Träger leisten hier oft einen erheblichen Beitrag, der bei steigenden Kosten und zurückgehender kirchlicher Förderung kaum finanzierbar ist. Deshalb bittet die Diakonie im Rahmen ihrer traditionellen Frühjahrssammlung, die vom 15. – 21. März 2021 in ganz Bayern stattfindet, wieder um Spenden für dieses und sowie die weiteren Arbeitsfelder der Diakonie im Freistaat.

Eröffnet wird die Sammlung in Bayreuth im Rahmen eines Gottesdienstes in der Bayreuther Stadtkirche (Beginn: 10.00); gestaltet wird der Gottesdienst von den Bayreuther Dekanen Jürgen Hacker und Manuel Ceglarek; die Predigt hält Michael Bammessel, Präsident der Diakonie Bayern.

Die Frühjahrssammlung der Diakonie in Bayern wird vom 15. – 21. März in ganz Bayern durchgeführt. Coronabedingt finden die Haus- und Straßensammlungen nur vereinzelt und unter Beachtung der Hygienevorgaben statt.

Zum Ertrag und zur Mittelverwendung:

20% der Spenden an die Kirchengemeinden können in der Kirchengemeinde zur Förderung der diakonischen Arbeit vor Ort verbleiben.
45% der Spenden an die Kirchengemeinden verbleiben direkt im Dekanatsbezirk zur Förderung der diakonischen Arbeit vor Ort.
35% der Spenden an die Kirchengemeinden werden vom Diakonischen Werk Bayern für die Projektförderung in ganz Bayern eingesetzt. Hiervon wird auch das Info- und Werbematerial finanziert.

Im Jahr 2020 betrug der Sammlungsertrag knapp 290.000 Euro – coronabedingt ging das Sammlungsergebnis im Vergleich zum Vorjahr damit um knapp die Hälfte zurück.

Spendenkonto:

Diakonisches Werk Bayern

Evangelische Bank eG (GENODEF1EK1)

DE20 5206 0410 0005 2222 22

Stichwort: Frühjahrssammlung 2021             

 

Oder nutzen Sie unsere Spendenhotline und unterstützen Sie die Diakonie telefonisch unter 0800 700 50 80 (kostenfrei aus dem dt. Festnetz)

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Für gerechte Löhne in der Pflege.

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Diakonie Bayern bedauert Scheitern des allgemeinverbindlichen Tarifvertrags für die Pflege

Nürnberg, 10. März 2021 „Der allgemeinverbindliche Tarifvertrag für die Pflege wäre eine große Chance für viele gewesen, die in der Pflege arbeiten – umso mehr bedauere ich das Scheitern dieses Vorhabens.“ Dies machte der Präsident der Diakonie Bayern, Michael Bammessel, bei einer Delegiertenversammlung von diakonischen Mitarbeitendenvertretungen deutlich und machte sich erneut für bessere Löhne in der Alten- und Krankenpflege stark. „Die fachlich anspruchsvolle und zwischenmenschlich enorm wichtige Leistung der Pflegekräfte muss sich auch in Bezahlung widerspiegeln.“

Die Gehälter der konfessionellen Verbände Caritas und Diakonie lägen zwar bereits jetzt in vielen Bereichen über denen eines möglichen allgemeinverbindlichen Tarifvertrags. so Bammessel. „Einen gewissen Nachholbedarf sehe ich bei den Gehaltsgruppen für unsere Pflegehilfskräfte. Fachkräfte der bayerischen Diakonie stehen jedoch bereits ohne das Hilfsmittel einer Allgemeinverbindlichkeit im Vergleich gut da“. Es gäbe jedoch Regionen und Pflegeeinrichtungen in Deutschland, die deutlich schlechter bezahlen und sich Wettbewerbsvorteile auf Kosten der Pflegekräfte verschaffen. „Dem hätte durch verbindliche Lohn-Eckpunkte ein Riegel vorgeschoben werden können.“ Besonders profitiert hätten Bammessel zufolge die Mitarbeitenden privater Anbieter. „Hier wird nicht selten nur der Mindestlohn von 11,20 (Ost) bzw. 11,60 (West) gezahlt.“ Die Gesellschaft könne kein Interesse haben, dass in einem so verantwortungsvollen Beruf nur das absolut Notwendige bezahlt wird.

Wäre der Vertrag zustande gekommen, hätten etwa Pflegefachkräfte ab Juni 2023 mindestens 3180 Euro im Monat verdient. Zum Vergleich: Bereits heute verdient eine Pflegefachkraft in der bayerischen Diakonie (Stufe 1, Eingruppierung E8) 3.076 Euro; hinzu kommen eine beitragsfreie betriebliche Alterszusatzversorgung sowie eine Jahressonderzahlung in Höhe von 80% eines Monatsgehalts. Verbunden mit den absehbaren regulären Tarifsteigerungen werden Pflegefachkräfte der bayerischen Diakonie im Jahr 2023 daher deutlich besser bezahlt, als die geplanten allgemeinverbindlichen Sätze vorgesehen hätten.

Bammessel äußerte in Teilen Verständnis für die Argumentation der Arbeitsrechtlichen Kommission (ARK) der Caritas, deren Entscheidung am 25. Februar ausschlaggebend für das Scheitern des Vertrages war. Die ARK der Caritas hatte ihre Ablehnung unter anderem mit der Sorge begründet, dass die Kostenträger ihre über dem allgemeinverbindlichen Tarif liegenden Gehälter nicht mehr akzeptieren würden. Der Diakoniepräsident ist sich mit der Caritas darin einig: „Träger, deren Gehälter über allgemeinverbindlichen Mindestsätzen liegen – wie etwa Caritas und Diakonie – müssten dies von den Kostenträgern bei den Pflegesätzen anerkannt bekommen.“

Das Haupthindernis für bessere Löhne in der Pflege liege jedoch in der gegenwärtigen Fehlkonstruktion der Pflegeversicherung. Unter den jetzt geltenden Bedingungen ginge jede Lohnsteigerung unweigerlich zu Lasten der Pflegebedürftigen. „Ein verbindliches gutes Gehaltsniveau braucht als Gegenstück zwingend eine bessere Finanzierung der Pflege insgesamt“, so Bammessel

Nach dem bedauerlichen Scheitern des allgemeinverbindlichen Tarifvertrags dürfe man sich nicht entmutigen lassen, meinte der Präsident gegenüber den Mitarbeitervertretungen. „Es gibt noch andere Modelle, um ein verbindliches besseres Lohnniveau zu erreichen, beispielsweise über die Pflegekommission oder über eine Ergänzung im Sozialgesetzbuch XI. Ich baue darauf, dass Politik, Gewerkschaft und Verbände in einem zweiten Anlauf doch noch erfolgreich sind. Wir wollen keine Billiganbieter in der Pflege. Das schadet den Pflegebedürftigen und den in den Einrichtungen arbeitenden Kolleginnen und Kolleginnen.“

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„Wir machen uns stark für Lohngerechtigkeit!“

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Aktionen zum Equal Pay Day 2021

Bündnis evangelischer Einrichtungen und Verbände zum Equal Pay Day:
69 Tage Arbeit ohne Lohn – rechnerisch haben die Frauen in Deutschland bis zum heutigen 10. März 2021 umsonst gearbeitet, während die Männer schon seit dem 1. Januar für ihre Arbeit bezahlt werden. Der durchschnittliche Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern beträgt in Deutschland immer noch 19 Prozent – umgerechnet ergibt dies 69 Tage. Im internationalen Vergleich bleibt Deutschland damit ein trauriges Schlusslicht.

Und das, obwohl das Grundgesetz die Gleichberechtigung von Mann und Frau und damit auch gleichen Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit fordert. Auf diese, Gender Pay Gap genannte, geschlechtsspezifische Lohnlücke zwischen Männer- und Frauenlohn macht jährlich der EQUAL PAY DAY aufmerksam, der in diesem Jahr auf den 10. März fällt.

Die Ursachen für dies Lohnlücke sind vielfältig; zu den wichtigsten zählen die ungleiche Aufteilung der Care-Arbeit, fehlende Gehaltstransparenz, Beeinflussung bei der Berufswahl durch gängige Rollenstereotype, schlechtere Bezahlung von frauentypischen Berufen.

Um diese Lohnlücke zu schließen sind neben strukturelle Veränderungen Vorbilder notwendig, die sich sichtbar für Gleichberechtigung einsetzen. Deshalb lautet das diesjährige Motto des Equal Pay Day „Game Changer – Mach dich stark für equal pay!“. Gefragt sind Personen, die sich öffentlich für Lohngerechtigkeit einsetzen. (www.equalpayday.de)

Auch das Bündnis evangelischer Einrichtungen und Verbände macht sich stark für gleichberechtigte Teilhabe und Lohngerechtigkeit: In diesem Jahr werden von den Bündnispartner*innen verschiedene Veranstaltungen angeboten, die sich mit den Gründen für die Entgeltungleichheit zwischen Männern und Frauen befassen, Lösungen für die Schließung dieser Lohnlücke aufzeigen, die Abschaffung des Gender Pay Gap vorantreiben und ein verändertes Rollenverhalten in den Fokus stellen.

Weitere Informationen und das aktuelle Programm finden Sie unter www.efb-bayern.de/equal-pay.

 

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„Mitarbeitende in der Pflege nicht zu Sündenböcken machen!“

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Freie Wohlfahrtspflege Bayern weist Kritik von Markus Söder an den Pflegeheimen zurück

München, 25. Februar 2021 – Die Freie Wohlfahrtspflege Bayern weist die Kritik von Ministerpräsident Söder anlässlich einer Veranstaltung der Christlich Sozialen Arbeitnehmerschaft (CSA) entschieden zurück. „Den Pflegeheimen die Schuld für die hohe Anzahl der Toten in den Heimen zuzuweisen, ist ein Schlag ins Gesicht all der Pflegekräfte, die seit Monaten am Limit arbeiten und unter hohem eigenen Risiko einen großen Teil der coronainfizierten Patient*innen in Deutschland gepflegt haben“, hält Margit Berndl, Vorsitzende der Freien Wohlfahrtspflege Bayern, der Kritik des Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder entgegen.

Die Pflegekräfte arbeiten seit Beginn der Pandemie am Rande der Erschöpfung, um die Pflege sicherzustellen. Sie pflegen mit vollem Körperkontakt und setzen sich dabei jeden Tag dem Risiko aus, sich selbst zu infizieren. Sie können kein Homeoffice machen. „Dieser Einsatz verdient allerhöchste Anerkennung!“, so Berndl weiter.

Die Pflegeeinrichtungen gingen sehr verantwortungsvoll mit dem Spagat von Infektionsschutz einerseits und einem Minimum an Teilhabe und Gemeinschaft andererseits um und täten alles Menschenmögliche, um Infektionen zu verhindern, ergänzt Berndl. Bei extrem hohen Infektionszahlen in der gesamten Gesellschaft sei auch das Risiko, dass Viren in Pflegeheime eingeschleppt werden, deutlich höher – trotz aller Vorsichtsmaßnahmen.

Berndl abschließend: „Wir fordern, dass sich die Politik hinter die Pflege stellt und die Mitarbeiter*innen in den Heimen nicht zum Sündenbock gemacht werden.“

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