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Pressemeldungen der Diakonie in Bayern

Archiv 2018

„Erziehung ist (k)ein Kinderspiel“

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Diakonie Bayern sammelt ab Sonntag für die Erziehungsberatung

Nürnberg 06.03.2018 Wer Kinder hat, weiß es: So schön das Leben mit dem Nachwuchs meistens ist – manchmal geht eben doch einiges schief. Sei es, weil die eigenen Ansprüche zu hoch sind, sei es, weil das eigene Kind plötzlich einen Weg gehen will, der so gar nicht der eigene ist. Kurz: Das Leben mit Kindern ist eine Herausforderung der besonderen Art. Beratung und Unterstützung bieten hier die Erziehungsberatungsstellen der Diakonie Bayern; sie stehen im Mittelpunkt der diesjährigen Frühjahrssammlung, die am kommenden Montag, den 12. März beginnt und bis zum 18. März im ganzen Freistaat stattfindet.

Das Zusammenleben in der Familie verlangt allen Mitgliedern einiges ab – nicht zuletzt Flexibilität. Und sich bei Erziehungsfragen, kindlichen Entwicklungsproblemen, Konflikten innerhalb oder außerhalb der Familie oder auch bei Trennung und Scheidung professionelle Hilfe zu holen, ist daher normal und selbstverständlich. Die Erziehungsberatung der Diakonie bietet hier ein breites Spektrum an Unterstützungsmöglichkeiten und Hilfen für Familien, Eltern, Kinder und Jugendliche. Zu den Leistungen gehören neben Einzelgesprächen auch Gruppenangebote für Kinder, Jugendliche und Eltern zu Themen wie psychische Krankheiten, Scheidungskinder, Suchtgefährdung sowie Vorträge und Präventionsangebote an Kindergärten und Schulen. Die Beraterinnen und Berater aus den Fachrichtungen Psychologie oder Sozialpädagogik haben dabei viel Erfahrung mit der Lebenswelt und den Konflikten von Kindern, Jugendlichen und Familien. Selbstverständlich unterliegen sie der Schweigepflicht. Die Beratung ist für die Hilfesuchenden grundsätzlich kostenfrei.

23 Erziehungsberatungsstellen der Diakonie gibt es in Bayern. 2016 wurden knapp 15.000 Kinder und Jugendliche in mehr als 100.000 Beratungsstunden betreut. Das Angebot ist Teil der psycho-sozialen Grundversorgung und Krisenhilfe für Kinder, Jugendliche und Familien.  Weitere Informationen zur Erziehungsberatung sowie ein Verzeichnis der Beratungsstellen in Bayern finden Sie auch im Internet unter www.beratung-in-bayern.de.

Im vergangenen Jahr erbrachte die Frühjahrssammlung der Diakonie Bayern 621.311,10 €. 20% der Spenden an die Kirchengemeinde verbleiben direkt in der Kirchengemeinde für diakonische Arbeit und Projekte. 45% der Spenden an die Kirchengemeinde verbleiben im Dekanatsbezirk zur Förderung der diakonischen Arbeit vor Ort. 35% der Spenden an die Kirchengemeinde gehen ans Diakonische Werk Bayern für diakonische Projekte.

Spendenkonto:

Diakonisches Werk Bayern
EVANGELISCHE BANK eG
IBAN: DE20 5206 0410 0005 2222 22

Stichwort: Frühjahrssammlung 2018

Oder auch telefonisch unter

0800 700 50 80


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Vierte Ehrenamtstage der bayerischen Bahnhofsmissionen in Nürnberg

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Ein starkes Team

Nürnberg/München, März 2018 Mit Herz und Leidenschaft dabei: Ob in Würzburg, Augsburg oder München – in den 13 bayerischen Bahnhofsmissionen geht’s nicht ohne Ehrenamtliche. Mehr als 300 Freiwillige engagieren sich in den überwiegend ökumenisch getragenen Einrichtungen, gut zwei Dutzend von ihnen trafen sich jetzt in Nürnberg zu den vierten Ehrenamtstagen der Arbeitsgemeinschaft der kirchlichen Bahnhofsmissionen. Zusammen hatten sie rund 150 Dienstjahre und jede Menge Begeisterung im Gepäck. Mit dabei waren auch Freiwillige, die aus Syrien nach Deutschland kamen, um hier Schutz vor Krieg und Verfolgung zu suchen, und sich jetzt hier engagieren.

Die Ehrenamtlichen nehmen sich Zeit, hören zu, weisen Wege oder fahren, wenn nötig, auch einmal ein Stück im Zug mit. Gemeinsam mit den hauptamtlichen Mitarbeitenden halten sie die Türen der Bahnhofsmissionen offen für Menschen in Not – und das manchmal rund um die Uhr. Ein Dienst, der im wahrsten Sinne des Wortes gut ankommt. „Sie können stolz sein“, so Hedwig Gappa-Langer, zuständige Referentin beim IN VIA Landesverband Bayern und ihre Kollegin vom Diakonischen Werk Bayern, Heidi Ott, die im Namen der Arbeitsgemeinschaft der kirchlichen Bahnhofsmissionen zu den nunmehr vierten Ehrenamtstagen nach Nürnberg geladen hatten, „in den Augen unserer Gäste sind Sie freundlich, menschlich, herzlich, respektvoll und gastlich – kurz, Sie machen Gemeinschaft in den Bahnhofsmissionen erlebbar.“ Das hat eine bundesweite Gästebefragung im vergangenen Jahr gezeigt.

Wie aber erleben die Ehrenamtlichen das gemeinschaftliche Engagement, welchen Platz finden sie persönlich dort? „Ich, Du, Wir – ein starkes Team“ lautete das Thema der zweitägigen Veranstaltung, die helfen sollte, Antworten zu finden. Im fachlichen Teil bot die Sozialpädagogin Melanie Reitinger-Hönig mit vielen Impulsen und Ideen Gelegenheit zum Innehalten und Auftanken, zum Austausch und Vernetzen. Gefördert wurde die Veranstaltung mit Mitteln des Bayerischen Sozialministeriums und der Konferenz der kirchlichen Bahnhofsmissionen in Deutschland. Dass sie von Herzen gerne „ihre“ Zeit für andere geben, machten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Ehrenamtstage sehr deutlich: „Einmal im Dienst fehlen ist hart, zweimal geht gar nicht“, hieß es übereinstimmend. So kräftezehrend die Arbeit auch manchmal sein mag, die Helferinnen und Helfer bekommen dafür etwas zurück, das sie bestärkt: Etwa weil sie das Gefühl haben, gebraucht zu werden. Oder weil sie sich als Teil einer Gemeinschaft erleben, die sie trägt.

„Jeder einzelne ist wichtig und verantwortlich für sein Tun“, so ein Fazit, „aber stark sind wir im Team.“ Damit aus den vielen „Ichs“ ein „buntes Wir“ wird, braucht es neben Respekt, Toleranz und Kommunikation auch Kompromissbereitschaft und Offenheit für den anderen. Wie gut das funktioniert, zeigte sich gleich vor Ort. Nur wenige der 27 Ehrenamtlichen aus neun bayerischen Bahnhofsmissionen kannten sich bereits – und wuchsen doch in kürzester Zeit zu einer Gruppe zusammen, „in der man sich gut aufgehoben fühlt.“ Egal, ob sie alleine in einer kleinen Bahnhofsmission Dienst leisten oder aus einer großen Einrichtung mit 24-Stunden-Betrieb kommen. Ob sie aus Syrien, Mexiko, Japan, Ungarn, Rumänien, aus Unterfranken, der Oberpfalz oder dem Allgäu stammen, ob sie im Ruhestand oder berufstätig sind - jede Geschichte und Persönlichkeit hat ihren Platz und „mit vereinten Kräften können wir viel Gutes tun!“ Ein großes Dankeschön im Namen der Deutschen Bahn übermittelte Karl-Heinz Ferstl. Der Bahnmanager stattete zusammen mit seiner Kollegin Natalie Blank auch den vierten Ehrenamtstagen wieder einen Besuch ab und würdigte einmal mehr das Engagement und die Begeisterung der Ehrenamtlichen: „Sie reden nicht nur drüber, Sie tun auch was.“

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Ein Jahr miteinander Freude leben:

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Bewerbung für Freiwilliges Soziales Jahr und Bundesfreiwilligendienst ab 1. März

Nürnberg, 28. Februar 2018 Ein Jahr mal etwas anderes machen, sich für andere einsetzen und dabei selbst von den Erfahrungen  profitieren? Möglich ist dies bei den verschiedenen Freiwilligendiensten der Diakonie Bayern, dem Bundesfreiwilligendienst (BFD)und dem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ). Noch bis zum 30. September können sich Interessierte dafür bei der bayerischen Diakonie bewerben. Insgesamt stehen mehr als 1.500 Plätze zur Verfügung.

Egal, ob eine Auszeit zwischen Schule und Ausbildung bzw. Studium überbrückt werden soll, ob man Erfahrungen in der Sozialen Arbeit machen möchte oder ob die Chancen auf einen späteren Arbeitsplatz erhöht werden sollen: Die Freiwilligendienste der Diakonie Bayern bieten ein weites Erfahrungsfeld sowohl für junge Menschen unter 27 als auch für Erwachsene.

Im Freiwilligen Sozialen Jahr und als Bundesfreiwillige/r können Interessierte zwischen 16 und 26 Jahren einen Zeitraum zwischen sechs und achtzehn  Monaten in einer kirchlich-sozialen Einrichtung mitarbeiten. Die Teilnehmenden erhalten Taschengeld und Verpflegung, sind sozialversichert und haben selbstverständlich auch einen Urlaubsanspruch. Zum Teil wird die Zeit sogar auf eine Ausbildung angerechnet.

Der Bundesfreiwilligendienst 27+ wendet sich ausdrücklich an Menschen in einer späteren Lebensphase. Interessant ist er beispielweise für berufliche Quereinsteiger oder Menschen, die einen Wiedereinstieg ins Arbeitsleben suchen. Die Laufzeit beträgt auch hier je nach Wunsch zwischen sechs und achtzehn Monaten; die wöchentliche Arbeitszeit ist variabel – eine Teilzeitbeschäftigung (mindestens 20,1 Stunden) ist ebenso möglich wie eine Vollzeitstelle. Auch hier sind die Teilnehmenden versichert, erhalten ein Taschengeld sowie Verpflegung.

Die Diakonie in Bayern bietet insgesamt mehr als 650 Einsatzstellen in nahezu allen Arbeitsfeldern an; insgesamt stehen hier mehr als 1.500 Plätze für Freiwillige zur Verfügung. Die Bewerbungsfrist für einen Freiwilligendienst bei der Diakonie Bayern beginnt am 1. März und endet am 30. September. Weitere Informationen rund um die Freiwilligendienste bei der Diakonie Bayern finden sich im Internet unter www.miteinander-freude-leben.de.

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Diakonie Bayern: Attraktive Gehälter auch in der Pflege.

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Aber: Pflege muss auf der politischen Agenda bleiben.

Nürnberg 27. Februar 2018. 171 Tage – so lange bleibt nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit eine Stelle in der Pflege im Bundesdurchschnitt unbesetzt. Am Gehalt kann es bei der Diakonie Bayern nicht liegen, stellte Michael Bammessel, Präsident des zweitgrößten bayerischen Wohlfahrtsverbandes  mit über 90.000 Mitarbeitenden, bei der heutigen Jahrespressekonferenz in Nürnberg fest: „Das Gehalt einer Pflegedienstleitung kann durchaus mit dem eines KFZ-Meisters mithalten.“

Auch in anderen Arbeitsfeldern wie etwa bei den Erziehern stünde das Gehaltsniveau der „Arbeitsvertragsrichtlinien“ der Diakonie in Bayern – dem bayernweit geltenden Tarifwerk der bayerischen Diakonie – durchaus gut da. Er, Bammessel, wolle jedoch nicht verschweigen, dass gerade in der Altenpflege noch Nachholbedarf bestehe, denn der Durchschnittslohn für Fachkräfte in der Pflege liegt laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung über 500 Euro unter dem durchschnittlichen Bruttomonatslohn in Deutschland; dieser beträgt 3.133 Euro. „Deshalb“, so Bammessel weiter, „begrüßt die Diakonie in Bayern sehr, dass laut Koalitionsvertrag in der Altenhilfe flächendeckende Tarifverträge zur Anwendung kommen sollen. Wir erhoffen uns davon, dass so mancher Billiganbieter in der Pflege, der durch Einsparungen bei den Lohnkosten Rendite erwirtschaftet, gezwungen wird, die Löhne auf ein angemessenes Niveau zu heben.“

Fachvorständin Sandra Schuhmann forderte darum eine “konzertierte Aktion Pflege“: „Die Leistungen der Pflegeversicherung und die Rahmenbedingungen der Finanzierung müssen endlich dynamisiert werden. Denn die seit Jahren zunehmende Unterfinanzierung der Pflegedienste und Pflegeeinrichtungen bildete die Ursache für die sukzessive Arbeitsverdichtung der Mitarbeitenden.“ Noch immer werde keine regelmäßige Anpassung der Vergütung wie etwa ansteigende Lebenshaltungskosten oder auch an die Inflationsrate vorgenommen. Schuhmann: „Spätestens ab 2019 muss eine Dynamisierung der Leistungen eingeführt werden – im Koalitionsvertrag ist momentan einzig die Rede davon, eine Leistungsanpassung ab 2020 zu prüfen. Dies reicht nicht aus.“

Schuhmann nahm auch zum Abrechnungsbetrug durch ambulante Pflegedienste Stellung und begrüßte das kürzlich vorgestellte „Bündnis gegen Abrechnungsbetrug“ sowie den Zehn-Punkte-Plan der Krankenkassen. „Solche kriminellen Machenschaften schaden der gesamten Branche, und sie schaden natürlich auch jenen Diensten, die so arbeiten, wie man es von einem Anbieter der Pflege auch erwarten kann – orientiert an den eigene Qualitäts- und Werteversprechen und selbstverständlich auf Grundlage der Gesetze und Vorschriften.“ Aufgrund der Verbandsstrukturen könne man solche Vorgänge in der Diakonie aber ausschließen, so Schuhmann.

Auf die steigende Zahl traumatisierter Flüchtlinge reagiert die Diakonie Bayern seit 2014 mit dem Projekt TAFF (Therapeutische Angebote für Flüchtlinge). Immer häufiger, so Tobias Mähner, 2. Vorstand der Diakonie Bayern, sehen sich die Beratungsstellen und Fachdienste der Diakonie damit konfrontiert – bis zu 80 Prozent aller Geflüchteten sind Studien zufolge von psychischen Erkrankungen und Traumatisierung betroffen.

Zwar gebe es in Bayern Therapiezentren, die Asylsuchende aufnehmen und behandeln.  Mähner: „Sie alle haben Wartezeiten von bis zu einem Jahr und sind für Flüchtlinge aus dem ländlichen Raum nur schwer zu erreichen.“ Nachdem TAFF in den vergangenen Jahren in den Modellregionen Kempten/Oberallgäu und Coburg/Oberfranken-West erprobt wurde, soll das Angebot nun auf andere Standorte in Bayern ausgeweitet werden. „Ziel ist jeweils der Aufbau eines therapeutischen Netzwerks aus pädagogischen Fachleuten, Therapeuten, Ärzten, und Dolmetschern um die optimale psychotherapeutische Versorgung von traumatisierten und psychisch erkrankten Flüchtlingen und Migranten/innen auszubauen und dauerhaft zu gewährleisten.” Zu den geplanten neuen Standorten von TAFF gehören unter anderem die Landkreise Neu-Ulm und Mühldorf sowie Starnberg, Rosenheim und Freising, für die jeweils zwei Mitarbeitende vorgesehen seien. „Für die kommenden drei Jahre stehen dafür 1.3 Millionen Euro zur Verfügung; hinzu kommen weitere 500.000 Euro für Kulturmittler und Dolmetscher.“

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Stabwechsel: Diakoniepräsident Michael Bammessel folgt AWO-Chef Beyer.

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Diakonie übernimmt Vorsitz der Freien Wohlfahrtspflege Bayern für 2018

Nürnberg, 15.02.2018. Turnusgemäß hat  das Diakonische Werk Bayern den  Vorsitz der Freien Wohlfahrtspflege (FW) Bayern  übernommen. Bis Januar 2019 ist damit Michael Bammessel, Präsident des Diakonischen Werkes Bayern, der Vorsitzende. In der Freien Wohlfahrtspflege Bayern sind die sechs Verbände der freien Wohlfahrtspflege zusammengeschlossen. Bammessel folgt damit Prof. Dr. Thomas Beyer (AWO) nach, der für das kommende Jahr den stellvertretenden Vorsitz übernehmen wird.

Im Jahr der Landtagswahlen im Freistaat will die Freie Wohlfahrt Bammessel zufolge das Thema „Armut“ in den Mittelpunkt stellen. Bei der heutigen Pressekonferenz zum Vorsitzwechsel in Nürnberg sagte Bammessel: „Die nackten statistischen Zahlen zeigen ja, dass auch in Bayern der Anteil derer, die von Armut bedroht sind, seit 2012 kontinuierlich ansteigt − und das trotz unverändert guter Wirtschaftsdaten und einer kontinuierlich positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt.“ In  fünf regionalen Veranstaltungen wollen die Verbände das Thema unter verschiedenen Gesichtspunkten diskutieren, wie etwa „Altersarmut“ oder „Armut und Wohnen“. Der Präsident der bayerischen Diakonie fasste zusammen: „Die Ergebnisse werden die Grundlage für die Achte Bayerische Armutskonferenz sein, die am 11. Juni in München stattfinden wird.“

Bammessel forderte weiterhin einen anderen Umgang mit jungen Geflüchteten im Freistaat. Die momentane Praxis führe dazu, dass es jungen Menschen ohne sogenannte ‚gute Bleibeperspektive‘ häufig verboten werde, zeitlich befristet zu arbeiten oder eine Ausbildung anzutreten. Bammessel: „In der Folge ist ein nicht unerheblicher Teil unbegleiteter Minderjähriger zur Untätigkeit verdammt, wird durch die Perspektivlosigkeit psychisch krank oder in Einzelfällen in letzter Konsequenz auch anfällig für Radikalisierung und Islamismus.“ Er schlug daher vor, dass auch unbegleitete Minderjährige und junge Volljährige ohne sogenannte gute Bleibeperspektive zeitlich befristet arbeiten oder − wenn die Voraussetzungen gegeben sind − eine Ausbildung beginnen dürften.

Prof. Dr. Thomas Beyer, Vorsitzender der AWO und im Jahr 2018 stellvertretender Vorsitzender der Freien Wohlfahrtspflege, bewertete das abgelaufene Jahr aus Sicht der Landesarbeitsgemeinschaft positiv. „Sowohl bei der Einführung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) als auch bei der Bayerischen Integrationsrichtlinie (BIR) hat die Freie Wohlfahrtspflege Bayern Flagge gezeigt.“ Als Beleg für die erfolgreiche Arbeit der Verbände nannte Beyer die Diskussion um die Rechtsberatung für Asylbewerber. „Die Vorwürfe der Politik, die Beratungsstellen der Verbände würden hier ihre Kompetenz überschreiten und rechtswidrig handeln, haben sich als haltlos erwiesen, was nicht zuletzt durch Bayerns Sozialministerin Emilia Müller selbst bestätigt wurde.“

Eine Absage erteilte Beyer der Idee, für junge Geflüchtete das sogenannte Jugendwohnen als Standard der Kinder- und Jugendhilfe einzuführen. „Nicht jeder unbegleitete Minderjährige braucht eine aufwändige therapeutische Betreuung. Wer aber eine benötigt, soll sie bekommen – wie jeder deutsche Jugendliche auch.“

Die Daten der regionalen Veranstaltungen „Arm im reichen Bayern“ finden Sie online unter www.freie-wohlfahrtspflege-bayern.de

Aktuelle Informationen aus der FW gibt es auch bei Twitter unter @freiewohlfahrt

 

Die in der Freien Wohlfahrtspflege Bayern zusammengeschlossenen Verbände sind die Arbeiterwohlfahrt, das Bayerische Rote Kreuz, die Caritas, das Diakonische Werk Bayern, der Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden und der Paritätische Wohlfahrtsverband. In Bayern unterhalten die Wohlfahrtsverbände und ihre angeschlossenen Organisationen rund 14.500 Facheinrichtungen und Projekte im gesamten sozialen Bereich. Sie beschäftigen etwa 190.000 hauptberufliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zusätzlich engagieren sich im Raum der Freien Wohlfahrtspflege Bayern etwa 250.000 Menschen ehrenamtlich – zum Beispiel in Verbandseinrichtungen oder Kirchengemeinden.

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Gesucht: Ehrenamtliche Projekte in der Beratungsarbeit.

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Diakonie-Wettbewerb 2018

Nürnberg, 31. Januar 2018. Die bayerische Diakonie stellt ein flächendeckendes Netz an vielfältigen Beratungseinrichtungen zur Verfügung. Diese Beratungsarbeit wird durch ehrenamtliches Engagement unterstützt und ergänzt, beispielsweise in der Telefonseelsorge, in der Kirchlichen Allgemeinen Sozialarbeit, in der Erziehungs-, Ehe-, Schwangerschafts-, Familien- und Lebensberatung. Ab dem 1. Februar 2018 können sich die Mitglieder der Diakonie Bayern mit ehrenamtlichen Projekten in der Beratungsarbeit bewerben. Zu gewinnen gibt es Geldpreise im Gesamtwert von 5.500 Euro. Der Wettbewerb steht unter dem Motto des Jahresthemas „Hier kommst du an“.

 

Das Jahresthema 2017/2018 der bayerischen Diakonie formuliert eine wichtige Botschaft: Die Türen der Diakonie stehen allen Menschen offen, die Rat suchen und Hilfe brauchen. Die vielfältigen diakonischen Beratungsangebote werden von Ehrenamtlichen mitgestaltet. Dieses Engagement steht jedoch häufig im Schatten und wird zu wenig gewürdigt. Mit dem Diakonie-Wettbewerb möchten wir dem entgegen wirken und diese „verborgenen Schätze“ heben.

 

Für eine Bewerbung kommen viele Aufgabengebiete in Frage: ehrenamtliche diakonische Beratungsangebote in der Schuldner- und Migrationsberatung, in der Kirchengemeinde und Seelsorge, in der Suchtberatung oder in der Familien- und Jugendhilfe, um nur einige Beispiele zu nennen. Die ehrenamtlichen Projekte können in der Gemeinde, im Ortsteil oder auch regional übergreifend verankert sein.

 

Die Ausschreibung richtet sich an die mehr als 1.300 Mitglieder des Diakonischen Werkes Bayern, z. B. Kirchengemeinden, Diakonievereine, diakonische Träger oder Einrichtungen. Die genauen Teilnahmebedingungen und ein Formblatt für die Bewerbung sind im Internet unter www.diakonie-bayern.de/wettbewerb2018 zu finden. Erstmals werden die Bewerbungen ausschließlich per E-Mail erbeten an krueger(at)diakonie-bayern(dot)de.

 

Der erste Preisträger erhält 2.000 Euro, gestiftet vom Versicherer im Raum der Kirchen. Der Zweitplatzierte bekommt 1.500 Euro, die von der CURACON Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gesponsert werden. Der dritte, mit 1.000 Euro dotierte Preis wird von der Evangelischen Bank finanziert. Ein Sonderpreis in Höhe von 1.000 Euro spendet die St. Gumbertus Stiftung Ansbach.

 

Bewerbungen sind bis zum 31. Mai 2018 möglich. Die Preisträger werden im Rahmen der „ConSozial“ im Nürnberger Messezentrum am 8. November 2018 der Öffentlichkeit vorgestellt.

 

Für Rückfragen und weitere Informationen steht Dr. Leonie Krüger, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit im Diakonischen Werk Bayern, gerne zur Verfügung (Tel.: 0911 93 54 207, email: krueger(at)diakonie-bayern(dot)de).

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Alte Menschen sind Stützen unserer Gesellschaft.

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Diakoniepräsident Bammessel: Alter positiv sehen

Nürnberg, 17. Januar 2018 Zu einer positiven Einstellung dem Alter und alten Menschen gegenüber hat der Präsident der Diakonie Bayern aufgerufen. Bei einer Veranstaltung in einer Einrichtung des Diakoniewerks Martha-Maria im mittelfränkischen Eckental sagte Michael Bammessel: „In der öffentlichen Diskussion wird immer so getan, als sei die wachsende Zahl älterer Menschen eine Last. Ich behaupte das Gegenteil: Es ist ein Segen.“ Heute lebten in Bayern mehr als 100.000 Menschen, die über neunzig Jahre alt seien. „Früher waren das Exoten – heute öffnet sich für immer mehr Menschen im Alter das Fenster zu einem neuen Lebensabschnitt.“

Jeder Fünfte in Bayern ist heute über 65 Jahre alt – „Menschen mit Zeit und großer Freude am Engagement, und das sollten wir hoch schätzen.“ 34% aller Menschen über 65 Jahre engagierten sich ehrenamtlich, und auch bei der Diakonie sei mehr als die Hälfte der Ehrenamtlichen über 60 Jahre alt – „und die Zahl der Ehrenamtlichen steigt.“ Als Beleg für die Kraft alter Menschen nannte Bammessel auch die 14.000 Studierenden über 65 Jahren, die an deutschen Universitäten eingeschrieben seien. „Und nur wenige wissen: Der Weltrekord im Marathon für über Siebzigjährige liegt mittlerweile bei unter drei Stunden.“

Auch im Alltag vieler Familien seien ältere Menschen unverzichtbar: „Sie spielen eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, das ‚System’ Familie am Laufen zu halten, sei es, weil sie die Betreuung der Enkel und Enkelinnen übernehmen, sei es, weil sie sich um die Pflege von Angehörigen kümmern.“ Sie ermöglichten so jüngeren Familienmitgliedern die Berufstätigkeit und stellten – direkt oder indirekt – auch einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar.

Zwar bestünden die Problemanzeigen – etwa wegen der steigenden Zahl Pflegebedürftiger – zum Teil zu Recht. Aber: „Gerade die Älteren im dritten Lebensalter sind eine große Stütze für die Gesellschaft.“ So wäre es Bammessel zufolge ohne ältere Menschen und ihre Bereitschaft zum Engagement nicht gelungen, die Begleitung und Integration der Flüchtlinge in den vergangenen zwei Jahren so zu bewältigen, wie es geschehen ist. „Deutschkurse, Patenschaften, die Unterstützung der Geflüchteten bei Behördengängen – nicht nur in dieser Hinsicht kann die Rolle älterer Menschen in der Gesellschaft nicht hoch genug geschätzt werden.“ Für sie ist das Alter eine weitere Lebensphase mit eigenen Chancen – „eine Zeit, in der für viele auch der Umzug in ein ‚Altenheim‘ nicht einmal im Bereich des Denkbaren liegt.“ Zusammenfassend stellte Bammessel fest: „Unser Land ist reich an Menschen mit Lebenserfahrung. Das ist ein Segen.“

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Sexualisierte Gewalt in Kirche und Diakonie

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Unabhängige Kommission zur Anerkennung von Leid wird verlängert

 

 

Nürnberg/München, 17. Janaur 2018 Vor drei Jahren hat der Landeskirchenrat der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern ein unabhängiges Gremium eingerichtet, das über die Anerkennung von Leid und finanzielle Leistungen in Fällen sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen im Bereich der Kirche entscheidet. Vorsitzende der Kommission sind die Juristin Dr. Dorothea Deneke-Stoll, Direktorin des Amtsgerichts Ingolstadt, und der Pfarrer und Pädagoge i. R. Dr. Ludwig Markert, ehemaliger Präsident des Diakonischen Werkes Bayern. Weiterhin gehören dem Team die Fachärztin für Psychotherapeutische Medizin Dr. Veronika Hillebrand, die Pädagogin und Supervisorin Hanna Moritzen, die an der Evangelischen Hochschule in Nürnberg lehrt, sowie der Pfarrer und Psychologische Psychotherapeut und Supervisor Dr. Hans-Friedrich Stängle, Leiter des Hauses Respiratio auf dem Schwanberg, an. Die multidisziplinär besetzte Kommission hat seither über 24 Anträge von Betroffenen beraten, die ihre Ansprüche wegen Verjährung auf dem Rechtsweg nicht mehr geltend machen können. 23 Fälle wurden entschieden, ein Fall ist derzeit in Bearbeitung.

Die Unabhängige Kommission war ursprünglich bis Dezember 2017 befristet eingerichtet worden. Trotz zurückgehender Fallzahlen hat der Landeskirchenrat beschlossen, die Arbeit der Kommission weitere zwei Jahre fortzuführen.

„Man muss immer damit rechnen, dass sich noch Betroffene melden. Viele Personen entschließen sich erst nach reiflicher Überlegung, sich mit ihrer Geschichte an die Kirche zu wenden,“ sagt Dorothea Deneke-Stoll. Öffentliche Berichterstattung über Fälle und Aufarbeitung sexualisierter Gewalt im Bereich der Kirche könnten jederzeit eine Anzeige oder Antragstellung auslösen.

Insgesamt wurden bislang 439.400 Euro an finanzieller Leistung erbracht. „Die Beträge können das Geschehene nicht wieder gut machen. Sie können lediglich als symbolischer Akt verstanden werden“, betont Hanna Moritzen. Wichtig ist, dass Betroffene in ihrem Leiden und den oft bis in die Gegenwart anhaltenden Folgebeschwerden durch die Kirche wahrgenommen werden und Gehör finden. Die offizielle Entschuldigung der Kirche und das Angebot des persönlichen Gesprächs sind daher ebenso entscheidend wie eine materielle Leistung.

Die Unabhängige Kommission zur Anerkennung von Leid entscheidet über Fälle sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen im Bereich der Kirche und der Diakonie, die bereits verjährt sind. Anträge können bis Ende 2019 gestellt werden. Jüngere oder aktuelle Fälle im kirchlichen Kontext nimmt die Ansprechstelle für sexualisierte Gewalt entgegen.

 

Kontakt: Dr. Barbara Pühl, Telefon: 089/5595-335 oder E-Mail: AnsprechstelleSG(at)elkb(dot)de

 

Weitere Informationen erhalten Sie über die Pressestelle der ELKB

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Wesentliche sozialpolitische Forderungen aufgenommen

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Diakoniepräsident würdigt Sondierungsergebnisse

Nürnberg, 16. Januar 2018 Michael Bammessel, Präsident des Diakonischen Werkes in Bayern hat heute in München die Ergebnisse der Sondierungsgespräche ausdrücklich gewürdigt.  In seinem regelmäßigen Bericht vor dem Landeskirchenrat sagte er, dass im Sondierungspapier „wesentliche sozialpolitische Forderungen von Diakonie und Kirche aufgegriffen“ seien.

 

So begrüßte Bammessel das Vorhaben, mit dem Instrument des Passiv-Aktiv-Transfers die Langzeitarbeitslosigkeit zu bekämpfen. Positiv zu bewerten sei auch eine geplante Grundrente oberhalb der Sozialhilfe, „weil die Lebensleistung von Menschen, die gearbeitet und Kinder erzogen haben, anerkannt wird, und sie nicht im Alter zu Almosenempfängern werden lässt“.

Positiv zu bewerten sei weiter, so Bammessel, dass weitere Verbesserungen in der Altenpflege auf der Agenda stehen, etwa Maßnahmen gegen Niedriglöhne in der Pflege, indem Verbindlichkeiten von Tarifen ausgeweitet werden. Kritisch äußerte sich Bammessel zum Plan, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge zunächst nicht in Einrichtungen der Jugendhilfe unterzubringen, sondern in zentralen Aufnahmeeinrichtungen zusammen mit mehreren Tausend Erwachsenen. Er fürchte, dass damit gegen die Grundsätze des Kindeswohls verstoßen werde.

Positiv zu vermerken sei, dass für langjährig Geduldete ein einfacherer Weg in den regulären Arbeitsmarkt eröffnet werden soll. Bammessel: „Für diese Personengruppen haben Diakonie und Kirche schon lange bessere Integrationsmöglichkeiten gefordert“. Bammessel begrüßte, dass der Bundesfreiwilligendienst weiter ausgebaut werden soll. „Die Freiwilligendienste sind erfahrungsgemäß besonders geeignet, um junge Menschen für soziale Dienste zu begeistern.“

 

Natürlich sei im Sondierungspapier Vieles noch „sehr allgemein und unbestimmt“ formuliert. Eine endgültige Würdigung sei erst im Rahmen der konkreten politischen Umsetzung möglich, so Bammessel.

PM der Pressestelle der Evangelischen-Lutherischen Kirche in Bayern

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Diakonievorstand Tobias Mähner wechselt zu Martha-Maria

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Neue Herausforderung nach sechs Jahren

Nürnberg, 09.01.2018 Nach gut sechs Jahren verlässt Dr. Tobias Mähner, 2. Vorstandsvorsitzender im Diakonischen Werk Bayern, den zweitgrößten bayerischen Wohlfahrtsverband und wechselt zum 1. Mai 2018 in den  Vorstand des Diakoniewerks Martha-Maria, Nürnberg. Im Diakonischen Werk Bayern verantwortet der Jurist bislang die Bereiche Recht, Personal, Finanzen sowie die Offenen Sozialen Dienste.

Mähner ist seit 2012 Vorstandsmitglied der Diakonie Bayern. „Ich habe meine Arbeit für die Diakonie in Bayern immer mit großer Freude ausgeübt – insbesondere im Team mit meinen Vorstandskollegen, aber auch mit den vielen engagierten Mitarbeitenden der bayerischen Diakonie. Nun freue ich mich auf die neuen Herausforderungen und über die Tatsache, dass ich in meinem neuen Amt weiterhin im Verbund der Diakonie bleiben werde.“ Die offizielle Verabschiedung von Mähner findet am 10. April 2018 in Nürnberg statt.

Die Stelle des 2. Vorstands des Diakonischen Werkes Bayern wird im Januar ausgeschrieben; über die Besetzung entscheidet der Diakonische Rat, das Aufsichtsorgan der Diakonie Bayern, in Abstimmung mit dem Landeskirchenrat der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern.

Ein druckfähiges Foto von Dr. Tobias Mähner finden Sie hier.

 

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Ihr Kontakt

Pressesprecher
Daniel Wagner
Diakonisches Werk Bayern e.V.
Postfach 120320
90332 Nürnberg
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