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Haus- und Straßensammlung findet nicht statt

Diakonie Bayern sagt Haus- und Straßensammlung ab.

Andere Formen der Frühjahrssammlung finden statt.

Nürnberg, 17. März 2020 Angesichts der aktuellen Situation sagt die Diakonie Bayern die für kommende Woche geplante Frühjahrssammlung der bayerischen Diakonie in Teilen ab. Betroffen von der Absage sind die Haus- und Straßensammlungen (sofern sie nicht bereits, etwa beim Austragen der Gemeindebriefe, geschehen sind).

"Es wäre unverantwortlich, Konfirmanden und Konfirmandinnen oder auch ältere Ehrenamtliche dazu aufzufordern, in Fußgängerzonen oder an der Haustür für die Diakonie zu sammeln," so Michael Bammessel, Präsident der Diakonie Bayern. "Auch in diesem Fall gilt: Die Gesundheit und der Schutz der Bevölkerung haben Vorrang." Auch die für den kommenden Sonntag geplante Eröffnung der Sammlung im Rahmen eines Festgottesdienstes in Eisingen bei Würzburg wurde abgesagt.

Bammessel: "Wir wissen aber auch, dass der jährliche Ertrag der Sammlungen für Diakonie und Kirche vor Ort eine wichtige Rolle spielt. Wir freuen uns darum, wenn alternativ andere Sammlungsinstrumente wie etwa Überweisungsträger oder die klassischen 'Spendentütchen' zum Einsatz kommen, die etwa in den Briefkasten der Kirchengemeinde eingeworfen werden können."

Im Mittelpunkt der Frühjahrssammlung stehen die Angebote der Diakonie für Geflüchtete. Unter dem Motto "Chancen für alle" thematisiert sie Beschäftigungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten für Menschen, die auf dem Arbeitsmarkt besonders benachteiligt sind.

Die Frühjahrssammlung des vergangenen Jahres erbrachte einen Gesamtertrag von rund 530.000 Euro für die diakonische Arbeit in ganz Bayern.

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Spenden können Sie:

  • bei Ihrem Evang.-Luth. Pfarramt
  • an das Diakonische Werk in Ihrer Nähe
  • an das Diakonische Werk Bayern e.V.,
    Evangelische Bank eG
    IBAN: DE20 5206 0410 0005 2222 22
    BIC: GENODEF1EK1
    Stichwort: Frühjahrssammlung 2020
  • mit einem Anruf bei unserer Spendenhotline 0800 7005080*:   Spenden Sie einmalig 5 €, 10 € oder 15 € oder unterstützen Sie die Diakonie als Dauerspender! (* Der Anruf ist gebührenfrei aus dem deutschen Festnetz)

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Frühjahrssammlung 23. - 29. März 2020

Hilfen für Arbeitslose und soziale Beschäftigungsbetriebe der Diakonie

Chancen für alle.

Menschen, die trotz der verbesserten Lage auf dem Arbeitsmarkt keine feste Stelle finden und in der Langzeitarbeitslosigkeit verharren, benötigen in besonderem Maße Unterstützung.

Dies gilt verstärkt für Menschen mit Fluchtgeschichte. Auch wenn sie in ihrem Heimatland zum Teil qualifizierte Berufe ausgeübt haben, verfügen sie nicht über die formellen Qualifikationsnachweise, die deutsche Betriebe benötigen. Vieles ist fremd und eine große Herausforderung. Warum brauche ich eine schriftliche Bewerbung? Wie soll sie aussehen? Was erwartet der Arbeitgeber von mir? Welche Regeln muss ich beachten? Auch das Fehlen von beschäftigungsbezogenen Sprachkenntnissen erschwert den Zugang zum Arbeitsmarkt.

Geflüchtete brauchen deshalb gezielte Unterstützung, um sich mit den Gepflogenheiten und Anforderungen des deutschen Arbeitsmarktes vertraut zu machen. Besonders geflüchtete Frauen brauchen eine auf ihre Bedarfe ausgerichtete Unterstützung. Obwohl sie eine hohe Erwerbsmotivation haben, 86% der von der Friedrich Ebert Stiftung befragten Frauen würden gerne arbeiten, müssen sie größere Zugangshürden zu einer Beschäftigung überwinden. Es müssen traditionelle Rollen aufgebrochen und die Kinderbetreuung sichergestellt werden.

Im Rahmen von Fördermaßnahmen der regionalen Jobcenter qualifizieren und begleiten diakonische Beschäftigungsträger Geflüchtete in verschiedenen Beschäftigungsbereichen, wie Handwerk, Grünpflege, Gastronomie und andere Dienstleistungen, darunter auch Erprobung für den Pflegebereich. Oberstes Ziel ist die Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt zu erreichen und damit verbunden soziale Teilhabe und gesellschaftliche Integration.

Unter der Begleitung von Fachanleitern und Sozialpädagogen werden sie mit Arbeitsprozessen vertraut gemacht, erhalten tätigkeitsorientierte Sprachförderung, Bewerbungstraining, Vermittlung von soziokulturellen Fertigkeiten, sowie begleitende Hilfen bei der Arbeitssuche. Es wird an Themen wie Motivation, Arbeitstempo, Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit gearbeitet, zudem werden praktische und fachliche Kenntnisse vermittelt.

In Einzelgesprächen können die Arbeitsmarktchancen ermittelt und der Weg in den Arbeitsmarkt sinnvoll geplant und angegangen werden. Mitarbeitende in den sozialen Beschäftigungsbetrieben stehen als Ansprechpartner auch für persönliche Anliegen und Probleme zur Verfügung. Krisenintervention und ggf. auch die Vermittlung an spezialisierte Beratungsstellen finden ebenfalls in diesem Rahmen statt. Diese ganzheitliche Begleitung und Betreuung wird nicht vom Jobcenter finanziert.

Die Diakonie hilft. Helfen Sie mit.

Geben Sie Jugendlichen, jungen Erwachsenen, älteren Menschen und Menschen mit einer Fluchtgeschichte die Chance, sich beruflich zu qualifizieren und besser in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Sie unterstützen mit Ihrer Spende unsere Hilfen für Langzeitarbeitslose sowie alle anderen Angebote der Diakonie in Bayern. Herzlichen Dank!

 

20% der Spenden an die Kirchengemeinden können in der Kirchengemeinde zur Förderung der diakonischen Arbeit vor Ort verbleiben.

45% der Spenden an die Kirchengemeinden verbleiben direkt im Dekanatsbezirk zur Förderung der diakonischen Arbeit vor Ort.

35% der Spenden an die Kirchengemeinden werden vom Diakonischen Werk Bayern für die Projektförderung in ganz Bayern eingesetzt. Hiervon wird auch das Info- und Werbematerial finanziert.

 

Spenden können Sie:

  • bei Ihrem Evang.-Luth. Pfarramt
  • an das Diakonische Werk in Ihrer Nähe
  • an das Diakonische Werk Bayern e.V.,
    Evangelische Bank eG
    IBAN: DE20 5206 0410 0005 2222 22
    BIC: GENODEF1EK1
    Stichwort: Frühjahrssammlung 2020
  • mit einem Anruf bei unserer Spendenhotline 0800 7005080*:   Spenden Sie einmalig 5 €, 10 € oder 15 € oder unterstützen Sie die Diakonie als Dauerspender! (* Der Anruf ist gebührenfrei aus dem deutschen Festnetz)

Herzlichen Dank!


Weitere Informationen zum Sammlungsthema

Die Evangelische Jugendsozialarbeit Bayern

Jugendmigrationsarbeit/ JMD - Zugewanderte junge Menschen mit erhöhtem Förderbedarf

Die Evangelische Jugendsozialarbeit Bayern engagiert sich – seit Jahren
Die ejsa Bayern hat die zugewanderten jungen Menschen, insbesondere die mit einem erhöhten Förderbedarf – nicht erst seit der aktuellen Flüchtlings- und Asyldiskussion – verstärkt im Blick.
DIE „zugewanderten jungen Menschen“ gibt es allerdings nicht: Sie kommen aus den unterschiedlichsten Gründen wie z.B. Arbeitsaufnahme, aus Flucht- und Verfolgungsgründen, Familiennachzug oder – zusammenführung und Vieles andere mehr zu uns nach Bayern und sind eine damit sehr heterogene Gruppe mit den unterschiedlichsten Aufenthalts- und Teilhaberechten. Hierzu gehören junge Menschen aus den EU-Staaten durch Fachkräftezuwanderung, Kontingent- bzw. Resettlementflüchtlinge, junge Flüchtlinge in unterschiedlichen Aufenthaltsstati, unbegleitete Minderjährige (UM), unbegleitete junge Volljährige und viele Andere mehr. Neben Ein- und Zuwanderung hat die ejsa Bayern aber auch weitere Phänomene der Migration im Blick: Rassismus, Diskriminierung und gelingende Integrationskonzepte vor Ort.
Alle Arbeitsfelder der Jugendsozialarbeit bieten diesen jungen Menschen – und vor allem denen mit erhöhtem Förderbedarf – vielfältige Angebote. Das Ziel der ejsa Bayern ist es, den zugewanderten jungen Menschen und den bereits länger hier Lebenden zukunftsfähige Startchancen zu eröffnen.
Für die Mitarbeiter/innen der Jugendsozialarbeit stellen sich immer wieder neue Anforderungen. Durch qualifizierte Fortbildungen, die durch die ejsa Bayern seit 2012 angeboten werden, konnte zusätzliches Know-how im Bereich Recht, Traumatisierung und interkulturelle Sensibilisierung erworben werden.

Integration von jungen zugewanderten Menschen mit erhöhtem Förderbedarf
Allen jungen zugewanderten Menschen gemeinsam ist, dass sie sich in unserem Land eine Zukunft wünschen und möglichst schnell sozialen, schulischen oder beruflichen Anschluss finden wollen. Dieses „Anschlussfinden“ gelingt in Bayern vor allem Denjenigen besser, die aufgrund ihrer Berufsausbildung und ihrer Deutsch-Sprachkenntnisse bereits über gute Voraussetzungen verfügen.
Doch diejenigen, die aufgrund

    • mangelnder Sprachkenntnisse,
    • nicht passgenauer oder mangelnder Schul- und Berufsabschlüsse,
    • traumatisierender Erfahrungen und Erlebnisse im Heimatland oder auf der Flucht,
    • dem Verlust von Familienmitgliedern
    • dem Verlust ihres gewohnten sozialen Umfeldes,
    • Erfahrungen von Alltagsrassismus und Diskriminierung,
    • mangelnder Bildungschancen oder
    • einem unsicheren aufenthaltsrechtlichen Status

erhöhte Förder- und Hilfebedarfe aufweisen, benötigen verstärkt individuelle Hilfen und Unterstützung für einen gelingenden Start:
Eine Wohnung bekommen, eine Schule besuchen können, soziale, (asyl- u. ausländer-) rechtliche Unterstützung erhalten, eine Therapie beginnen können, Ausbildung starten, Freunde finden und Freizeit erleben, hier in Bayern ankommen und Perspekiven für ihr Leben entwickeln zu können…: Das sind die Themen, um die es den zugewanderten jungen Menschen in erster Linie geht.
Genau hier setzt die Arbeit der Evangelischen Jugendsozialarbeit Bayern, im Besonderen die Arbeit des Landesreferates Jugendmigrationsarbeit und der Jugendmigrationsdienste vor Ort an! Denn die Jugendmigrationsdienste und die anderen Felder der Jugendsozialarbeit, die schulbezogene Jugendsozialarbeit und die berufsbezogene Jugendhilfe, sind für die Neuankommenden in Deutschland die erste Anlaufstelle für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.

 

Quelle:
Migrationsbezogene Jugendsozialarbeit der EJSA Bayern

 

Was tun soziale Beschäftigungsbetriebe?

Sie bieten ein breites Spektrum an Beschäftigungs-und Qualifizierungsangeboten für Menschen ohne oder mit geringen Qualifikationen, für Menschen, die aufgrund von körperlichen und psychischen Einschränkungen teilleistungsfähig sind und für Menschen, die wegen Ihres Alters oder aufgrund von Sprachproblemen schwer vermittelbar sind.

Wichtigste Ziele sind:

  • die Beschäftigungsfähigkeit auszubauen,
  • auf den Übergang in den gewinnorientierten Arbeitsmarkt vorzubereiten,
  • soziale Teilhabe zu ermöglichen,
  • die Schaffung von sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen in Nischenbereichen, die keine Konkurrenz zur freien Wirtschaft sind,
  • die Versorgung von einkommensschwachen Haushalten mit ausgebesserten Gebrauchtmöbeln und Haushaltsgegenständen und damit auch einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.

Für das Erreichen dieser Zielsetzung erhalten diese Menschen fachliche Anleitung und sozialpädagogische Betreuung. Die angebotenen Arbeitsfelder erstrecken sich über eine breite Palette handwerklicher Tätigkeiten und Dienstleistungen im gemeinnützigen und privaten Bereich:

  • Handwerkliche Tätigkeiten
  • Handel und Dienstleistungen im gemeinnützigen und privaten Bereich
  • Elektroprüfungen (Weiße Ware)
  • Lager
  • Entrümpelungen/Spendenabholungen
  • Garten- und Landschaftsbau
  • Recycling
  • Gastronomie
  • Gebrauchtwarenhöfe (Sozialkaufhäuser)

 

Eine Liste mit den Adressen der sozialen Beschäftigungsbetriebe gibt es hier: Beschäftigungsbetriebe

Der Fachausschuss Arbeitsmarkt der Landesarbeitsgemeinschaft der öffentlichen und freien Wohlfahrtspflege in Bayern stellte bereits 2016 im Memorandum „Flucht und Zugang zum Arbeitsmarkt“ fest:

„Die Arbeitsmarktintegration für die Zielgruppe der Flüchtlinge stellt alle Beteiligte vor eine große Herausforderung.

Einzelpersonen bzw. Familien, die oftmals keine kurzfristige Arbeitsmarktperspektive besitzen, sind unter Bereitstellung der notwendigen Ressourcen an den ersten Arbeitsmarkt heranzuführen bzw. soll ihnen mittels öffentlich geförderter Beschäftigung ein strukturierter Tagesablauf ermöglicht werden. Gesellschaftlicher Anspruch ist nach wie vor, insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene über den erfolgreichen Abschluss einer Ausbildung nachhaltig in unsere Arbeitswelt zu integrieren. Eine lebenslange „Hartz-IV-Karriere“ dieser Personen muss vermieden werden. Dies sind wichtige Eckpfeiler einer gelingenden gesellschaftlichen Integration. Die für die Integration zuständigen öffentlichen Institutionen müssen durch eine Verschränkung ihrer Ressourcen und Kompetenzen und einer intensiven rechtskreisübergreifenden Zusammenarbeit gemeinsam die nicht einfache und oftmals langwierige Aufgabe der Integration von Geflüchteten in Arbeitswelt und Gesellschaft angehen. Ebenso sind Unternehmen gefordert, soweit wie möglich Praktikaplätze, Ausbildungs- und Arbeitsplätze - letztere speziell auch im Helferbereich - für diese Personen bereitzustellen. Desgleichen sollten Maßnahmen für „Nichtanerkannte“ in die Wege geleitet werden. Vermieden werden muss in jedem Fall das Entstehen von Konkurrenzverhältnissen zwischen geflüchteten Menschen und Langzeitarbeitslosen um Maßnahmen- und Arbeitsplätze. Somit sind neue Wege und Methoden aller Beteiligten notwendig, um nachhaltige Erfolge zu erreichen."

Den kompletten Text gibt es hier: Memorandum

Die Diakonie Deutschland hat in der Rubrik "Wissen Kompakt" Informationen zum Thema Arbeitslosigkeit zusammengestellt.

Was bedeutet Arbeitslosigkeit?
Was sind die Ursachen?
Welche Hilfen gibt es?

Antworten auf diese Fragen, Zahlen und Fakten sowie eine Stellungnahme der Diakonie bietet diese Übersicht: Wissen Kompakt - Arbeitslosigkeit.

Die NahAufnahme März 2020 zum Lesen.

Den Videoblog "Menschenskind" mit Herrn Bammessel zum Thema finden Sie hier: NahAufnahmePLUS

So geht Berufsbezogene Jugendhilfe!

Der Fachverband der Einrichtungen der Berufsbezogenen Jugendhilfe (BBJH)
in München hat zur Information über seine Angebote einen kurzen Film gedreht: "So geht BBJH".

Zu sehen ist u.a. das Atelier La Silhouette, eine Damenmaßschneiderei mit Innungszugehörigkeit und gleichzeitig ein Ausbildungsbetrieb mit besonderer Nachwuchsförderung. Getragen wird das Atelier La Silhouette durch den Verein Junge Frauen und Beruf e.V., Mitglied des Diakonischen Werkes Bayern e.V.


Projekt Pausenglück - „coffee & work“ der Diakonie Hasenbergl e.V.

Immer häufiger knurrt Kindern in der Schule der Magen. Vor allem Kinder aus sozial schwierigen Verhältnissen kommen ohne Frühstück und ohne Pausenbrot in die Schule. Deshalb entwickelte die Diakonie Hasenbergl e.V. das Projekt „Pausenglück“, ein gratis Pausenbrot für Kinder aus sozioökonomisch schwachen Familien.
Gerade für die Kinder an Mittel- und Förderschulen ist es wichtig, dass durch eine gute Ernährung die Konzentrationsfähigkeit erhalten bleibt, wenn die Schullaufbahn erfolgreich in eine Berufsausbildung münden soll. Das gratis Pausenfrühstück besteht aus einer mit Putenbrust oder Käse belegten Vollkornsemmel, einem Getränk 0,5 l, einem Stück Obst oder einem Müsliriegel.

Kombiniert wird diese kostenlose Versorgung der Schülerinnen und Schüler mit einer sinnvollen Beschäftigung für langzeitarbeitslose Menschen. Diesen wird die Annäherung an den regelmäßigen Arbeitsalltag und die soziale Teilhabe und Integration in die Gesellschaft ermöglicht!

Das Projekt ist Teil der Einrichtung „coffee & work“ der Diakonie Hasenbergl e.V., in der Beschäftigung für langzeitarbeitslose Menschen im Alter zwischen 16 und 65 Jahren (bzw. Renteneintritt) angeboten wird. Nicht nur die Bestückung der Pausentüten sondern auch der Einkauf, die Zubereitung, Anlieferung und Abholung der Produkte wird von den Beschäftigten des Projektes übernommen.

 

Quelle:
Diakonie Hasenbergl - Pausenglück


Projekt Jobbegleiter der Kirchlichen Beschäftigungsinitiative e.V. Fürth (KBI)

Seit 2016 gibt es in Fürth das Projekt Jobbegleiter der Kirchlichen Beschäftigungsinitiative e.V. Fürth (KBI), das sich an Geflüchtete richtet. Ende des Jahres 2019 wird dieses Projekt auslaufen, jedoch haben die Teilnehmer*innen die Möglichkeit, andere Beratungsangebote der KBI zu besuchen.

Im Rahmen des Projekts können die Teilnehmer*innen wöchentliche Einzelgespräche in Anspruch nehmen. Der Beratungsinhalt richtet sich nach den Bedürfnissen und den Lebenslagen der Teilnehmer*innen. Ziel ist die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten. Im Rahmen der Beratung wird u. a. bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen unterstützt sowie bei der Arbeitssuche begleitet. Weitere Beratungsinhalte können die Unterstützung bei ausländerrechtlichen Fragen in Bezug auf die Arbeits- oder Ausbildungsaufnahme sein, die Begleitung bei der Zeugnisanerkennung, die Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche u.v.m. .

 

Herr B. ist Familienvater und hat in seiner Heimat Syrien als Englischlehrer gearbeitet. Er und seine Familie haben einen gesicherten Aufenthaltsstatus. Für Herrn B. war es schwierig, hier in Deutschland in seinem alten Beruf tätig zu sein. Herr B. entschied sich deshalb dafür, einen PKW-Führerschein zu machen und anschließend als Auslieferungsfahrer zu arbeiten. Bei der Arbeitssuche wurde er durch die KBI unterstützt. Leider konnte er jedoch in diesem Bereich keine Arbeit finden. Inzwischen fand ein Gespräch mit einem Reisebusunternehmen statt und Herr B. erhielt eine feste Einstellungszusage. Nun galt es die Kostenübernahme für den Busführerschein zu klären. Auch während dieser Zeit wurde er durch die KBI unterstützt. Dieser Prozess hat sich sehr lange hin gezogen, bis schlussendlich das Jobcenter zustimmte und die Kosten für den Busführerschein übernahm. Die Prüfung war für Herrn B. nicht leicht, er schaffte sie erst im zweiten Anlauf. . Bis alle bürokratischen Formalitäten geklärt waren, vergingweitere Zeit. . Schließlich hielt Herr B. endlich seinen Führerschein in den Händen. Fast anderthalb Jahre waren  nach der verbindlichen Einstellungszusage vergangen. Jetzt arbeitet Herr B. als Busfahrer und ist sehr zufrieden.

 

Herr U. ist 39 Jahre alt und hat im Irak jahrelang in der Landwirtschaft gearbeitet. Auch in Deutschland fand er in diesem Bereich eine Tätigkeit und arbeitete zunächst  bei einem Obst- und Gemüsestand in Fürth. Da dies nur ein Minijob war, lag das Ziel des Beratungsangebotes darin, eine Vollzeitbeschäftigung für ihn zu finden. Für Herrn U.  war es jedoch schwierig, die deutsche Sprache zu erlernen. Seine unzureichenden Sprachkenntnisse erschwerten die Arbeitssuche. Hinzu kam, dass Herr U. immer noch im Asylverfahren war. Deshalb war es vor der Arbeitsaufnahme nötig, die Zustimmung für eine bestimmte Beschäftigung bei der Ausländerbehörde einzuholen. Diese Tatsache schreckte einige Arbeitgeber*innen ab. Herr U.s Asylverfahren dauerte insgesamt dreieinhalb  Jahre. Leider erhielt Herr U. dann einen negativen Bescheid seines Asylantrages, gegen den er derzeit klagt. Glücklicherweise wurde im Rahmen der Beratung nach langer Suche eine offene Arbeitgeberin gefunden, die Herrn U. eine Chance als Küchenhilfe gab. Nach Erledigung aller bürokratischen Formalitäten, bei welchen Herr U. ebenfalls durch die KBI unterstützt wurde, konnte er im Sommer 2018 im Café Kiosk mit der Arbeit beginnen. Dieses Jahr hat er bereits die zweite Saison im Café mitgearbeitet. Herr U. arbeitet dort sehr gerne. Der Kontakt mit den Gästen hilft ihm auch beim Erlernen der deutschen Sprache.

 

Herr D. kommt aus Syrien und ist Familienvater. In seiner Heimat hat er über 20 Jahre als Automechaniker gearbeitet. Der älteste Sohn tritt nun in die Fußstapfen seines Vaters und absolviert seit September 2019 eine Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker. Für Herrn D. stand  fest, dass er in Deutschland gerne wieder als Automechaniker arbeiten möchte, da er in diesem Bereich fundierte Kenntnisse vorweisen kann. Aufgrund der Sprachbarriere und des fortgeschrittenen Alters war es im Rahmen der Beratung jedoch nicht leicht, einen passenden Arbeitgeber zu finden. Nachdem viele Bewerbungen mit Unterstützung der KBI versandt worden waren, fand sich glücklicherweise eine familienbetriebene Werkstatt, die Herrn D. einen Arbeitsplatz anbot. Das Autohaus hat Herrn D. geduldig eingearbeitet, da Herr D. erst einmal einige berufsbezogene Wörter auf Deutsch lernen musste. Inzwischen arbeitet er, abgesehen von einer krankheitsbedingten Auszeit, schon fast ein Jahr dort und ist sehr zufrieden. Das Autohaus ermöglicht es ihm, in seinem alten Beruf tätig zu sein. Zudem wird eine natürliche Lernatmosphäre geschaffen, denn durch den beruflichen Alltag kann er seine Deutschkenntnisse verbessern und die Kultur kennenlernen.

 

Herr A. ist 33 Jahre alt und wird fast seit Beginn des Projektes „Jobbegleiter“ von der  KBI unterstützt. . Herr A. hat eine Duldung, das heißt, sein Aufenthalt ist nicht gesichert. In seinem Heimatland Irak hatte er Informatik studiert. Da er als Informatiker keine passende Arbeitsstelle in Deutschland finden  konnte, entschied er sich dafür, im sozialen Bereich eine Ausbildung zu beginnen. Er absolvierte die Ausbildung zum Pflegefachhelfer in der Altenpflege. Im Rahmen des Beratungsangebotes wurde Herr A. dabei unterstützt, einen Schul-, sowie einen Praktikumsplatz zu finden. Die schulische Ausbildung zum Pflegefachhelfer Altenpflege schloss er im Sommer 2019 ab. Während der Ausbildung wurde ihm bewusst, dass er zukünftig gerne im Krankenhaus tätig sein möchte. Deshalb brauchte er erneut Unterstützung beim Schreiben von Bewerbungen für die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger. Durch den unsicheren Aufenthaltsstatus war der Bewerbungsprozess erschwert. Nach etlichen Absagen bekam Herr A. schließlich eine Zusage des Universitätsklinikums Erlangen. Seit Oktober 2019 befindet er sich nun in der Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger und wird diese in drei Jahren abschließen.


Arbeitsgelegenheit in der BRAUCHBAR gGmbH

 

Familie M. aus Damaskus kam 2015 nach Würzburg. Sie sprachen kein Wort Deutsch, die Mutter war gelernte Buchhalterin, der Vater war im öffentlichen Dienst tätig gewesen. Die zwei jüngeren Kinder besuchten beide damals noch in Damaskus die Schule. Die älteste Tochter blieb zurück in Syrien bei ihrem Ehemann.

Ein Jahr wohnte die Familie in einer Gemeinschaftsunterkunft in Ochsenfurt, nahe Würzburg, dann erhielten sie den lang ersehnten Aufenthaltstitel und zogen in eine Wohnung. Immer wieder war die deutsche Sprache das größte Hindernis für Familie M. um Anschluss zu finden. Vier Jahre lang besuchte Familie M. einen Sprachkurs im Raum Würzburg, um sich besser integrieren zu können, wie sie selbst sagen.

Herr M. ist aktuell in einer Arbeitsgelegenheit in der BRAUCHBAR gGmbH beschäftigt, um dadurch auch seine Deutschkenntnisse für den Arbeitsmarkt aufzubessern. Im Rahmen der Beschäftigung lernt er arbeitsspezifische Kontexte kennen, sowie auch den Sprachgebrauch von Arbeitsanweisungen und das eine oder andere Mal auch Gepflogenheiten der fränkischen Sprache. Da es ihm ein besonderer Wunsch ist, als Fahrlehrer zu arbeiten, nimmt er Fahrstunden in einer Fahrschule mit dem Ziel, seinen syrischen Führerschein umzuschreiben. Es fällt ihm schwer, seine Arbeitskraft aufgrund der sprachlichen Barriere nicht einsetzen zu können. Frau M. befindet sich in der Frührente.

Die mittlere Tochter hatte bereits in Syrien den Wunsch als Apothekerin zu arbeiten, erhielt leider eine Absage von der  Universität Damaskus für den Studiengang Pharmazie, studierte dann zwei Jahre Betriebswirtschaftslehre. Vier Jahre nachdem sie in Deutschland angekommen ist, spricht sie fließend Deutsch und hat im Herbst 2019 eine Ausbildung als pharmazeutisch-technische Assistentin in Würzburg begonnen. Ihr jüngerer Bruder, welcher in Deutschland den Realschulabschluss gemacht hat, absolviert eine Ausbildung als Fachinformatiker. Beide wünschen sich aufgrund der Sicherheitslage und der guten beruflichen Perspektive in Deutschland zu bleiben.

 

 



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Hilfen für Arbeitslose
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Diakonisches Werk Bayern e.V.
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