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Quartier aktiv voran - Quartiersentwicklung diakonischer Dienste und Einrichtungen der Altenhilfe Bayern 01.05.2019 – 30.04.2022

Sozialraumorientierung – Quartiersarbeit – Gemeinwesendiakonie – Diakonie im sozialen Nahraum- Nachbarschaftshilfe - caring community

Diese Begriffe werden seit Jahren in der Sozialen Arbeit diskutiert und in unterschiedlichen Bezügen als Lösungswege für die verschiedensten Probleme im Sozialbereich vorgeschlagen. Allen Konzepten gemeinsam ist die Berücksichtigung der Bedarfe der Menschen in den jeweiligen Lebensbezügen und in ihrem Wohnumfeld. Auch in der Altenhilfe/Altenarbeit wird Quartiersarbeit als eine Methode betrachtet, den gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen zu begegnen.

Einer zahlenmäßig immer größer und älter werdenden Anzahl von Senior*innen steht ein gleichzeitig schrumpfendes Arbeitskräftepotenzial für die professionelle Pflege gegenüber. Zudem verändern sich die Bedarfe und Ansprüche. Die alternden Menschen wollen in ihrem vertrauten Umfeld bleiben und dort Teilhabe und adäquate Unterstützung erleben. Jedoch erschwert der gesellschaftliche Wandel weg von den Großfamilien hin zu Kleinfamilien, Einzelhaushalten und zunehmender Globalisierung die Versorgung innerhalb des familiären Umfeldes.

Dies führt zur Notwendigkeit der Umstrukturierung in der Altenhilfe in den kommenden Jahren weg von der Versorgungs - hin zur Mitwirkungsgesellschaft. Niederschwellige und professionelle Angebote und Dienste und ehrenamtliche Aktivitäten müssen vernetzt und aufeinander abgestimmt im sozialen Umfeld der Menschen angeboten werden. Sozialraumorientierung und Quartiersarbeit - Kernthemen der sozialen Arbeit- sind unentbehrlich, um den Bedürfnissen der Senior*innen und den Anforderungen an ein Altern in Würde gerecht zu werden.

Das Projekt „Quartier aktiv voran“ unterstützt dabei Quartiersarbeit zu etablieren. Schon im Vorfeld werden Einrichtungen beraten und bei der konkreten Umsetzung vor Ort unterstützt. Wichtig ist dabei: es gibt keine vorgefertigten Wege und Blaupausen. Die Implementierung verläuft unter den individuellen Bedingungen und Vernetzungsmöglichkeiten vor Ort – alle relevanten Akteurinnen und Akteure zählen hier und arbeiten zusammen

Diakonie und Kirche sind seit Jahren in der Quartiersarbeit unterwegs in den Kommunen und Kirchengemeinden vor Ort.

Meilensteine des Projekts sind die bisherige Arbeit und Aktivität für alle sichtbar zu machen auf Landesebene und Good Practice-Beispiele aufzubereiten und zur Verfügung zu stellen. Ca. 40 Dienste und Einrichtungen haben sich schon gemeldet und es ist bereits ein Netzwerk von Quartiersarbeiter*innen entstanden. In einem Projektatlas auf dieser Homepage werden Dienste und Projekte der Diakonie Bayern sichtbar, die bereits sozialraumorientiert arbeiten und sich weiter vernetzen werden.

Bitte melden Sie sich gerne, wenn Sie in folgenden Bereichen aktiv sind oder neue Projekte planen aufzubauen:

  • Gemeinwesenorientierte Projekte eventuell in Zusammenarbeit mit den (Kirchen-gemeinden (Seniorennetzwerken)
  • Akteure im Rahmen eines kommunalen seniorenpolitischen Gesamtkonzeptes
  • Öffnung diakonischer Einrichtungen der Altenhilfe in den Sozialraum (stationäre Pflegeeinrichtung, ambulanter Dienst, Tagespflege, Beratung pflegender Angehöriger)
  • Wohnraumberatung
  • Mehrgenerationenhaus

Das ausgefüllte Formular senden Sie bitte an: roth(at)diakonie-bayern(dot)de

Projekt "Geh hin" in Fürth

GeH Hin – diese beiden Worte stehen für ein Gemeinwesenprojekt im Stadtteil Fürth Hardhöhe. Hier arbeiten die Gemeinde Heilig Geist und die Diakonie Fürth direkt vor Ort zusammen. Ziel ist es, durch vielfältige Angebote und soziale Netzwerke zu einem lebendigen Stadtteil beizutragen. Dabei sollen vor allem auch Menschen in das Gemeindeleben integriert werden, die bisher nicht daran Teil hatten.

Seit 2018 ist das Projekt eines von vier Projekten im Koordinierten Stadtteilnetzwerk der Stadt Fürth und so verstetigt, dass die Stadt Fürth einen Teil der Personalkosten übernimmt. Die Diakonie Fürth engagiert sich als alleiniger Träger  in weiteren drei Projekten .

Hier geht es zur Homepage des Projekts.

Diakonie Regensburg "Gustav-Adolf-Wiener-Haus" – klassische Seniorenbegegnungsstätte

Ein Beispiel wie mit guten Ideen und wenig finanziellem Aufwand viel bewirkt wird für die Öffnung ins Quartier.

Nach einem ersten Renovierungsschub letzten Winter und Frühjahr, als viele Räume im Wiener-Haus neu gestrichen, entrümpelt und zweckmäßiger ausgestattet worden waren, ist seit Spätsommer der Gartenbereich an der Reihe.

 

Hier geht es zur Homepage des Projekts

Diakonie Würzburg Stadtteilladen Heidingsfeld - gefördertes Projekt Deutsche Fernsehlotterie

Ein Beispiel für eine Kooperation mit dem Sozialreferat der Stadt Würzburg, Förderung über die Deutsche Fernseh-lotterie

Hier gibt es Beratung und individuelle Unterstützung, Informationen über praktische und finanzielle Hilfeleistungen im Alter, Beratung, Begleitung und Vermittlung in Krisen sowie Informationen über seniorenspezifische Angebote.

Hier geht es zur Homepage des Projekts

Diakoneo – Kooperationen mit Wohnungsbaugesellschaft

An mehreren Standorten in der Stadt Nürnberg sind diakonische Träger und andere Wohlfahrtsverbände vor Ort und bieten  im SIGENA-Projekt Quartiersarbeit in Kooperation mit der wbg in Nürnberg an.

Es findet Gemeinwesen orientierte Beratung von Mietern und Vernetzung von Ehrenamt und Nachbarschaft in SIGENA-Räumen mit Treffs und Veranstaltungen statt.

SIGENA St. Johannis ist ein Beispiel für einen Ort, an dem Kontakte geknüpft und gepflegt werden können.

Hier geht es zum Link der wbg Nürnberg GmbH - SIGENA St. Johannis

Diakonie Feuchtwangen ländlicher Raum

Generationenübergreifende Familienarbeit

Ein Projekt des Dekanats Feuchtwangen in Kooperation mit der Diakonie und der Stadt Feuchtwangen mit zwei hauptamtlichen Mitarbeiterinnen, die die Vernetzung der haupt- und ehrenamtlichen Akteure in den nächsten 3 Jahren voranbringen sollen. Als Erprobungsregion für den Landestellenplan in Bayern (Puk-Prozess) hat sich das Dekanat aufgemacht und hat sich so umstrukturiert, dass durch ein neues regionales Gottesdienstkonzept nun eine halbe Stelle für Zielgruppen- und Generationenübergreifende Projektarbeit entstehen konnte.

 

Der Gemeindebrief März 2020 mit dem Hinweis auf das Projekt:

Ihr Kontakt

Titel
Projektleitung "Quartier aktiv voran"
Name
Renate Wolfrum
Einrichtung
Diakonisches Werk Bayern e.V.
Strasse
Postfach 120320
PLZ
90332 Nürnberg
Tel.
Fax
Web
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