Das Ende einer Ära. Letzter Zivi der Diakonie Bayern
Nürnberg/Bamberg, 15.12.2011 Heute beendet der letzte Zivi der Diakonie in Bayern seinen Dienst. Damit endet ein Stück bundesdeutscher Nachkriegsgeschichte. Stefan Fleischer, Zivildienstleistender in der Altenhilfe des Diakonischen Werkes Bamberg-Forchheim, ist der letzte Zivi unter dem Kronenkreuz in Bayern.
Der gelernte Hotelkaufmann Stefan Fleischer war Zivildienstleistender im Seniorenzentrum Wilhelm Löhe und wurde hauptsächlich in der Pflege eingesetzt. Am 15. Dezember beendet er seinen Dienst; er ist damit der letzte Zivi der Diakonie in Bayern. Der ehemalige Zivildienstbeauftragte des Diakonischen Werkes Bayern, Harald Keiser, ließ es sich nicht nehmen, den jungen Mann nach Hause zu fahren.
Für Stefan Fleischer ist es aber kein Abschied für immer: „Wir freuen uns sehr, dass unser letzter Zivi uns erhalten bleibt und bei uns eine Ausbildung zum Pflegeassistenten anfangen wird“, so Ernst Müller, Leiter des Bamberger Seniorenzentrums. Denn Fleischer sei, so Müller, eine „echte Perle“.
Bei der Diakonie Bayern waren zuletzt acht Zivildienstleistende beschäftigt. Im Laufe der vergangenen Jahrzehnte waren es bis zu 1.600 Zivildienstleistende, die unter dem Kronenkreuz Dienst taten; insgesamt waren es ca. 25.000.
Nach einem schleppenden Beginn läuft der Bundesfreiwilligendienst nun mittlerweile auch in Bayern recht gut an. Zum Stichtag 1.Oktober sind mit dem Diakonischen Werk Bayern als einem der fünf evangelischen Träger des Bundesfreiwilligendienstes in Bayern 85 Verträge geschlossen worden. Bundesweit gibt es mittlerweile über 26.000 sogenannter „Bufdis“, davon etwa zehn Prozent bei der Diakonie.



