Paten für Menschen in Not
Der Ausgangspunkt:
Der Umbau des Sozialstaats in den vergangenen Jahren hatte Folgen – Folgen, die gemeinhin mit dem Schlagwort Hartz IV beschrieben werden. Die Zahl der Menschen, die am Rande des Existenzminimums leben, ist seit der Zusammenlegung von Arbeitlosen- und Sozialhilfe und der Einführung eines standardisierten Regelsatzes deutlich gestieggen. Zu den Leidtragenden zählen insbesondere Alleinerziehende und Kinder. Spürbar waren die Folgen insbesondere in Kindergarten und Schule; nicht selten war und ist damit eine massive Ausgrenzung der Betroffenen verbunden. Die geringen Mittel, die den Betroffenen zur Finanzierung ihres Lebensunterhaltes zur Verfügung stehen, führen auch dazu, dass Beteiligung an Freizeitgestaltungen oder die Vorhaltung von Arbeits-, Lernmaterialien massiv eingeschränkt werden musste – wenn sie überhaupt möglich war. Der Diakonie im Dekanat Neustadt/Aisch wurden die Folgen von Hartz IV über die eigenen Stellen für Erziehungsberatung, Schuldnerberatung und die KASA (Kirchliche Allgemeine Sozialarbeit) schnell deutlich. In der Folge wurden die Konsequenzen für die Betroffenen immer wieder gegenüber der Öffentlichkeit kommuniziert.
Die Partner:
Das Unternehmen Mekra-Lang mit Sitz Ergersheim produziert vorrangig Spiegel- und Kamerasysteme für Nutzfahrzeuge. Zu seinem Angebot gehört schon seit längerem das Angebot betriebseigener Kinderbetreuung durch eine Einrichtung in eigener Trägerschaft. Die Unternehmenseigentümer sahen sich durch die Berichterstattung über die Folgen von Hartz IV herausgefordert und suchten darum den Kontakt mit der Diakonie Neustadt/Aisch.
Das Projekt:
Im Dezember 2006 wurde darauf hin die Patenschaft für Kinder aus Familien, die von Hartz IV leben, besiegelt. Das Unternehmen Mekra-Lang stellt dafür einen vereinbarten Jahresbetrag zur Verfügung, dessen Verteilung von der Diakonie Neustadt/Aisch übernommen wird. Die Mittel ermöglichen beispielsweise die Übernahme von Kosten für Freizeiten oder Tagesausflüge der Kinder, die Unterstützung bei der Beschaffung von Lernmaterialien, Bekleidungshilfen oder Geschenke für Festtage.
Die Finanzen
Der Unterstützungsbetrag wird ohne Verwaltungskosten weitergegeben.
Das Unternehmen, stellte für das Patenschaftsprojekt jährlich 10.000,- € zur Verfügung. Dieser Betrag, der ohne Verwaltungskosten über die Beratungsstellen der Diakonie weitergeben wird, erweitert die Hilfsmöglichkeit des Diakonischen Werkes für bedürftige Familien ganz erheblich.
Der Erfolg
Der Erfolg der Patenschaft kann über die Reaktion der Empfängerinnen und Empfänger abgelesen werden: Dankschreiben von betroffenen Kindern zeigen, dass die Hilfe zielgenau ankommt. Die Unterstützung bedeutet aber nicht nur direkte finanzielle Hilfe – sie ermöglicht den Kindern soziale Kontakte und Integration. Diese Patenschaft verbindet. Diakonisches Werk und das Unternehmen in seiner ethischen Grundhaltung zum Wohle von Kindern am Rande der finanziellen Sicherheit.


