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Pressearchiv 2012

Lecker. Maria-Martha-Stift gewinnt Preis für ausgezeichnete Seniorenverpflegung

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München/Lindau, 27. November 2012. Das Küchenteam des Lindauer Alten- und Pflegeheims Maria-Martha-Stift hat beim Wettbewerb „gesund.gekocht.gewinnt“ einen von fünf mit jeweils 1000 Euro dotierten Preisen gewonnen. Am Dienstag in München überreichte Helmut Brunner, Bayerischer Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, offiziell die Auszeichnungen. An dem Wettbewerb für hervorragende Seniorenverpflegung hatten 107 Altenpflegeeinrichtungen teilgenommen.

„Unser Ernährungskonzept und der sechswöchige Speiseplanzyklus haben ins Schwarze getroffen“, freut sich Anke Franke, Leiterin des Maria-Martha-Stifts. Zudem habe das Team um Küchenleiterin Daniela Ray auch beim mehrstündigen Vororttermin in der Einrichtung die Fachjury mit qualitativ hochwertiger Verpflegung überzeugt.

 

Motor für die Kreativität der KöchInnen und HauswirtschafterInnen im Maria-Martha-Stift sind die Bedürfnisse der BewohnerInnen. Letztere sind beim Essen und Trinken oft gehandicapt. Einige können aufgrund von motorischen Einschränkungen oder wegen fortgeschrittener Demenz kein Besteck mehr benutzen. Für sie werden in der Lindauer Einrichtung Voll- und Diätkost als Fingerfood zubereitet. Neu ist das Angebot von „Kost in Form“, das Roger Reinholz auf seiner im Vorjahr abgeschlossenen Weiterbildung zum Heimkoch kennen gelernt hat und seitdem im Maria-Martha-Stift für BewohnerInnen mit Schluckstörungen zubereitet. Früher gab es in solchen Fällen Brei oder gleich Ernährung via Magensonde. Mit „Kost in Form“ können Menschen mit massiven Schluckbeschwerden wieder Hähnchenkeule, Schnitzel oder Fischfilet genießen und behalten damit ein gutes Stück Lebensfreude. Das Fleisch wird püriert und zusammen mit einem organischen Bindemittel in eine Form gegeben. Dort wird die Masse modelliert und später auf dem Teller zusammen mit Gemüse und Kartoffelschaum serviert. Die Betroffenen sehen, dass sie Hähnchenkeule oder Bratwurst essen und können es sich ohne Schmerzen beim Schlucken schmecken lassen.

 

Mit diesen und weiteren kreativen Ernährungsangeboten wird das Maria-Martha-Stift nun anderen Seniorenheimen als Best-Practice-Beispiel dienen. Das Staatsministerium hat dazu eine Broschüre aufgelegt, in denen die Gewinner präsentiert werden.

 

Zudem können sich demnächst interessierte KöchInnen und HauswirtschafterInnen im Maria-Martha-Stift zum Heimkoch weiterbilden. Ab 2013 ist das Altenheim Fortbildungsbetrieb für altengerechte Ernährungskonzepte.

 

Links:

www.maria-martha-stift.de

www.stmelf.bayern.de/ernaehrung/index.php

www.innovative-qualifikation.de

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Urteil des Bundesarbeitsgerichts zum Streikrecht. Diakonie Bayern sieht sich bestätigt

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Nürnberg, 20.November 2012. „Das Diakonische Werk Bayern begrüßt die Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts vom 20. November und sieht sich in seiner Ausgestaltung des Dritten Wegs bestätigt“, erklärt Dr. Tobias Mähner, 2. Vorstand der Diakonie Bayern.

Das BAG hat in seiner oben genannten Entscheidung ausgeführt, dass Gewerkschaften nicht zu einem Streik aufrufen dürfen, wenn „eine Religionsgesellschaft, die über ein am Leitbild der Dienstgemeinschaft ausgerichtetes Arbeitsrechtsregelungsverfahren verfügt, bei dem die Dienstnehmerseite und die Dienstgeberseite in einer paritätisch besetzten Kommission die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten gemeinsam aushandeln und einen Konflikt durch den neutralen Vorsitzenden einer Schlichtungskommission lösen“ (aus der Kurzbegründung des BAG).

 

Bedingung für die Fortführung des Dritten Weges ist einerseits, dass die Gewerkschaften die Möglichkeit haben, in der Arbeitsrechtlichen Kommission an Tarifverhandlungen mitzuwirken. Zum anderen muss das Verhandlungsergebnis für die Dienstgeber verbindlich sein. Beides ist im Bereich der Diakonie Bayern gegeben.

 

„Die Gewerkschaft verdi ist erneut eingeladen, sich in der Arbeitsrechtlichen Kommission einzubringen und sich gemeinsam mit der Diakonie für eine ausreichende Finanzierung der sozialen Arbeit in unserem Land einzusetzen“, sagt Mähner.

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Gewalt in Paarbeziehungen. Vortrag und Diskussion

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Nürnberg, 19.November 2012. Warum setzen erwachsene Menschen körperliche, psychische und sexuelle Gewalt ein, um ihre Beziehung zu kontrollieren? – Diese Fragestellung steht im Zentrum der diesjährigen Jahrestagung des Landesarbeitskreises für Ehe-, Partnerschafts-, Familien- und Lebensberatung (LAK-EPFLB) in Bayern, die am Freitag, 23. November 2012, von 17 bis 19 Uhr im Presseclub Nürnberg stattfindet. Hauptreferent ist der renommierte Facharzt und Therapeut Dr. Jochen Peichl, bis Ende 2010 Oberarzt der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapeutische Medizin am Klinikum Nürnberg.

Laut UNICEF sterben in den Industrieländern jährlich 500 Kinder durch innerfamiliäre Vernachlässigung oder Misshandlung. Das Bundesfamilienministerium vermeldete im Jahr 2000 bundesweit 1,4 Millionen Kinder, 246.000 Frauen und 214.000 Männer als Opfer häuslicher Gewalt. Experten gehen davon aus, dass sich diese Zahlen nicht signifikant zum Besseren verändert haben. Jochen Peichl, Facharzt und Therapeut, sieht die Ursache für dieses hohe Niveau familiärer Gewalt in Ohnmachts- und Hilflosigkeitserfahrungen, die in unserer Gesellschaft an der Tagesordnung sind. Er identifiziert eine Spirale der Gewalt, gewachsen aus frühen Bindungstraumatisierungen und entwürdigenden gesamtgesellschaftlichen Verhältnissen, referiert über Formen und Ablauf von Gewalt in Paarbeziehungen und zeigt Lösungsstrategien.

 

Der LAK-EPFLB ist ein Zusammenschluss der Träger von Ehe-, Partnerschafts-, Familien- und Lebensberatungsstellen in Bayern. Er wurde 1968 von Vertretern der bayerischen Diözesen, dem Diakonischen Werk Bayern und der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Jugend- und Eheberatung (DAJEB) gegründet. Später kam der bayerische Landesverband von pro familia dazu. Aufgabe des LAK-EPFLB ist die Interessenvertretung der Beratungsstellen und ihrer Träger gegenüber der Politik. Diese Lobbyarbeit ist bitter nötig. Denn trotz beständig steigender Nachfrage ist die Ehe-, Partnerschafts-, Familien- und Lebensberatung im „Familienland Bayern“ von staatlicher Seite nur äußerst dürftig finanziert: Den größten Teil der Kosten müssen die katholische Kirche, die Diakonie und die Kommunen stemmen, was immer schwieriger wird.

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Asylsozialberatung. Freie Wohlfahrtspflege Bayern fordert mehr Unterstützung

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München, 14. November 2012. Die Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege in Bayern betreuen und beraten seit vielen Jahren Asylsuchende in Bayern. Der notwendige Ausbau dieses Angebotes aufgrund der steigenden Zahl schutzsuchender Flüchtlinge wird für die Verbände – trotz der in Aussicht gestellten zusätzlichen Mittel – zunehmend schwieriger. Auch wenn die staatliche Förderung der Asylsozialberatung mittlerweile besser geworden ist, bringen die Verbände für die Wahrnehmung dieser wichtigen Aufgabe noch immer gute 50 Prozent Eigenmittel ein.

Der Freistaat hat für das Jahr 2013 zusätzliche Fördermittel für die Asylsozialberatung in Höhe von 750.000 Euro in Aussicht gestellt. Dies reicht jedoch bei weitem nicht aus, um das bestehende Betreuungsangebot zu sichern und eine Asylsozialberatung in den neuen Gemeinschaftsunterkünften aufzubauen. Dazu wäre eine Aufstockung der Haushaltsmittel durch den Freistaat von zusätzlich mindestens 2 Mio. Euro erforderlich, selbst wenn die Verbände weiterhin erhebliche Eigenmittel zur Ergänzung aufbringen.

 

Die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Bayern (LAGFW) fordert, den Menschen, die in Bayern Schutz vor Verfolgung suchen, die notwendige Unterstützung zu gewährleisten. Hierzu gehört sowohl die ausreichende soziale Beratung in den Gemeinschaftsunterkünften als auch die Betreuung von Menschen, die außerhalb der Gemeinschaftsunterkünfte durch Landkreise und Kommunen untergebracht sind.

 

„Bayern muss seiner Aufgabe als sozialer Rechtsstaat nachkommen und bei der Asylsozialberatung aus der bisherigen freiwilligen Leistung eine Pflichtleistung machen, um damit sicher zu stellen, dass Menschen, die Schutz vor Verfolgung suchen, auch in Bayern die notwendige Hilfe und Unterstützung erhalten. Das für unsere Verfassungsordnung zentrale Grundrecht auf Asyl ist ohne durchgreifende Verbesserung der Beratungssituation gefährdet“, betont der Vorsitzende der LAGFW, Dr. Thomas Beyer. Asylpolitik müsse mehr sein, als das Überleben von Flüchtlingen im Land zu sichern. Die Freie Wohlfahrtpflege in Bayern begrüßt deshalb das Urteil des Bundesverfassungsgerichts im Hinblick auf einen menschenwürdigeren Umgang mit Asylbewerbern und wehrt sich gegen die Versuche einzelner Politiker, die Asyldebatte zu einer populistischen Stimmungsmache zu missbrauchen.

 

Kontakt:

Maria Hell

Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Bayern

Telefon: 089/54497-132

E-Mail: maria.hell@lagfw.de

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Nächstenliebe zum Selbermachen. Diakonie Bayern prämiert den 100. diakonischen Lernort

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Nürnberg, 13. November 2012. Machen ist überzeugender als immer nur reden oder zuhören. Die Diakonie Bayern ermöglicht deshalb Schülerinnen und Schülern, praktische Erfahrungen zu sammeln. Seit September 2011 bietet der Wohlfahrtsverband auf der Internetseite www.diakonisches-lernen.de so genannte „diakonische Lernorte“ an, an denen Lehrkräfte und Schüler tätige Nächstenliebe praktisch erfahren und vor allem mitmachen können. Das Angebot erfreut sich bei diakonischen Trägern wie auch bei Lehrkräften und Schülern stetig wachsender Beliebtheit. Am 17. November ab 12 Uhr 20 zeichnet der bayerische Diakoniepräsident Michael Bammessel während der Dekanatssynode im Jugendgästehaus des Diakonischen Werks Bamberg-Forchheim (Unterer Kaulberg 30, Bamberg) den 100. Diakonischen Lernort aus: die Diakoniestation Bamberg des Diakonischen Werks Bamberg-Forchheim.

Daniele aus der 4. Klasse der Grundschule in Augsburg-Kriegshaber hat mit seiner Klasse bei einem diakonischen Mittagstisch gekocht. Er antwortet auf die Frage, ob er anderen Schülern eine ähnliche Erfahrung wünschen würde: „Also ich würde allen Kindern auf der Welt das empfehlen. Wenn man‘s mal gemacht hat, dann hat man‘s im Herzen. Ich hab für alte Leute gekocht, sie haben sich darüber gefreut und am Ende haben sie sich noch bedankt. Ich empfehl‘s halt, egal wem! - Einfach mitmachen!“

 

Kaum etwas überzeugt junge Menschen mehr davon, dass Diakonie Sinn macht, als gelebte Nächstenliebe. Deshalb bietet ihnen das Diakonische Werk Bayern seit dem vergangenen Schuljahr die Möglichkeit an, praktische Erfahrungen in Sachen tätige Nächstenliebe zu sammeln - beispielsweise bei diakonischen Tischgemeinschaften oder Tafelausgaben von Kirchengemeinden, in Tageseinrichtungen für psychisch kranke Menschen oder in der ambulanten und stationären Pflege.

 

Das Internetangebot www.diakonisches-lernen.de, auf dem Lehrkräfte diakonische Lernorte für sich und ihre Schüler suchen und finden können, wächst kontinuierlich. „ Es ist schön zu sehen, wie das Konzept immer mehr diakonische Einrichtungen und vor allem immer mehr Schüler und Lehrer überzeugt. Immer mehr junge Menschen; die sonst möglicherweise nur Leistungsdruck und Vereinzelung erfahren, sehen jetzt, dass es noch etwas anderes gibt: die tiefe Befriedigung, anderen Menschen geholfen und Freude bereitet zu haben“, freut sich Projektleiter Pfarrer Martin Dorner, der das Konzept gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Religionspädagogik der Evangelischen Theologie an der Universität Regensburg, dem Religionspädagogischem Zentrum Heilsbronn, der Gymnasialpädagogischen Materialstelle Erlangen und der Evangelischen Schulstiftung in Bayern erarbeitet hat.

 

Mit der Diakoniestation Bamberg des Diakonischen Werks Bamberg-Forchheim hat sich inzwischen der 100. diakonische Lernort offiziell auf www.diakonisches-lernen.de angemeldet. Angelika Schmidt, die Pflegedienstleitung der Station, entscheidet gemeinsam mit den Schülern, an welcher Stelle sie sich möglichst gewinnbringend für alle Beteiligten einbringen können. Das kann die Beteiligung am wöchentlich stattfindenden Betreuungsnachmittag sein, die Begleitung von Pflegekräften auf deren Touren zu Patienten oder die besondere Betreuung einzelner Patienten. Angelika Schmidt will durch die Öffnung der Diakoniestation Bamberg mithelfen, dass Schüler „ihre Scheu und ihr Desinteresse gegenüber pflegebedürftigen Menschen abbauen und ein erstes Einfühlen in die unterschiedlichen Lebenslagen der Pflegebedürftigen gelingt“.

 

Die erfolgreiche Verarbeitung des Erlebten mit dem Ziel eines nachhaltigen Lernprozesses soll vor allem im evangelischen Religionsunterricht stattfinden. Das bietet sich auch deshalb an, weil Diakonie und der Einsatz für eine solidarische Gesellschaft Themen des Lehrplans sind.

 

 

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Hoffnung für die Altenpflege. Die Diakonie auf der ConSozial

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Nürnberg, 5. November 2012. Auf Deutschlands größter Messe für den Sozialmarkt, der ConSozial in Nürnberg, stellt das Diakonische Werk Bayern am 7. und 8. November 2012 zusammen mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und dem Fachverband Evangelische Altenhilfe in Bayern (FEA) aus (Halle 7, Stand-Nr. 1209).

„Pflege ist es wert“ – unter diesem Motto wirbt der Fachverband Evangelische Altenhilfe (FEA), der zum Diakonischen Werk Bayern gehört, für bessere Rahmenbedingungen in der Pflege. Zur Unterstützung dieses Unterfangens sammelt der FEA während der ConSozial Hoffnungen für die Pflege. „Welche Hoffnung haben Sie für die Altenpflege – nennen Sie uns drei Punkte, die sich wesentlich ändern müssen“ - mit dieser Bitte werden Pflegekräfte sich an die Besucherinnen und Besucher der Messe wenden. Die Antworten werden in der Kampagnenarbeit des Fachverbands verwendet.

 

Speziell auf Pflegebedürftige und ihre Angehörigen ist der neu erschienene Pflegeratgeber des Diakonischen Werks Bayern zugeschnitten, der am Stand der Diakonie ausliegen wird. Zehn praktische, handliche Broschüren informieren über zentrale Pflegethemen wie Demenz, Dekubitus, Wundversorgung, Ernährung, Inkontinenz und Schmerzbehandlung.

 

Eine ganz andere Zielgruppe hat die Aktion „up with friends“ im Blick: Sie bietet Jugendlichen aus sozial benachteiligten Familien, die Möglichkeit, an Kur- und Erholungsreisen teilzunehmen. Auf dem Programm der Reisen an Nord- und Ostsee stehen neben verschiedenen Freizeitaktivitäten auch Informationen über ausgewogene und gesunde Ernährung. An diesem Punkt knüpft die Initiative GUT DRAUF an - ein Projekt der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), die am Stand der Diakonie mit ausstellt. Besucherinnen und Besucher können sich von der Qualität des Angebots auch sinnlich überzeugen: Leckere alkoholfreie Cocktails stehen zum Testen bereit.

 

Soziale Arbeit hautnah erleben Schülerinnen und Schüler bei Aktionstagen des „diakonischen Lernens“ (www.diakonisch-lernen.de): Sie hospitieren in Einrichtungen der bayerischen Diakonie. Welche Erfahrungen sie dort machen und welche Einsatzmöglichkeiten es gibt, wird am Diakonie-Stand gezeigt.

 

Wer sich für einen sozialen Beruf interessiert – sei es als BerufsanfängerIn, Quer- oder WiedereinsteigerIn, oder auch im Rahmen eines Bundesfreiwilligendienstes oder eines Freiwilligen Sozialen Jahres – wird am Stand der Diakonie fündig: „Berufswege der Diakonie“ heißt die Broschüre, die über die breite Angebotspalette an Berufs- und Ausbildungsmöglichkeiten informiert.

 

Auch über die genannten Themen hinaus stehen FachreferentInnen der Diakonie Bayern bei Fragen rund um soziale diakonische Themen zur Verfügung.

 

Die Öffnungszeiten der ConSozoial:

Mittwoch, 7. November, von 9.00 Uhr bis 17.30 Uhr

Donnerstag, 8. November, von 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr

Weitere Informationen unter www.consozial.de

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Notwendig und machbar. Altenarbeit im Gemeinwesen

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Nürnberg, 31. Oktober 2012. Das beständige Älterwerden unserer Gesellschaft wirft seit längerem die Frage auf, wie denn ein erfülltes Leben im Alter zukünftig aussehen soll. Ebenso heftig wird die Diskussion geführt, wie und vor allem ob derartige Konzepte umgesetzt werden können. Die Diakonie hat sich umfassend mit der Frage auseinandergesetzt, wie die Daseinsvorsorge unter der Perspektive des demografischen Wandels gestaltet und finanziert werden könnte. Ergebnis ist die Handreichung „Altenarbeit im Gemeinwesen“, eine Sammlung von Vorschlägen und Beispielen aus der Praxis. Am 5. November ab 10 Uhr werden die Inhalte dieser Handreichung im Maritim Hotel Nürnberg von Politikern aller Ebenen, Wissenschaftlern und Fachleuten aus der Praxis der Seniorenarbeit diskutiert.

Unsere älter werdende Gesellschaft stellt Politik und Zivilgesellschaft, Kirchen und Wohlfahrtsverbände vor ganz neue Herausforderungen, die kommunale Daseinsvorsorge zu gestalten. Wie sollen und können unsere Quartiere generationenfreundlich gestaltet werden? Wie können ältere Menschen in Planungs- und Entscheidungsprozesse eingebunden werden? Wie kann es gelingen, bis in das hohe Alter hinein selbstbestimmt das Leben zu gestalten?

 

Es gibt eine Reihe von Institutionen, die Modelle entwickeln und in Projekten an Lösungen arbeiten und vorbildliche Angebote entwickeln. Alle leiden aber an der zeitlichen Begrenzung der üblichen Modell- und Projektförderung, der fehlenden Abstimmung zwischen Bundes-, Landes- und Kommunalebene und stehen unter dem Druck unzurei­chender Finanzierung.

 

Mit der Frage, was getan werden muss, wie die Daseinsvorsorge unter der Perspektive des demografischen Wandels künftig gestaltet und finanziert werden könnte, hat sich die Diakonie auseinandergesetzt. Eine Projektgruppe hat Vorschläge entwickelt, gute Praxisbeispiele gesammelt und in der Handreichung „Altenarbeit im Gemeinwesen“ veröf­fentlicht.

 

Fachleute aus Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik, der Diakonie, der Wissenschaft und aus der Praxis der Seniorenarbeit diskutieren die erforderlichen neuen Wege einer politisch notwendigen und demografisch gebotenen Finanzierung der Altenarbeit im Gemeinwesen. Die Hoffnung ist, dass viele engagierte Menschen die Ideen aufnehmen, weiter entwickeln und Wirklichkeit werden lassen.

 

Der Link zum Programm: www.diakonie-bayern.de

 

Der Link zur Handreichung: http://www.diakonie.de/Texte_09_2011_Altenarbeit_Gemeinwesen.pdf

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Erfolg. Änderung zur Regelung der Investitionsfinanzierung von Pflegeeinrichtungen beschlossen

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Nürnberg, 19. Oktober 2012. Die vielfach befürchteten Auswirkungen mehrerer Bundessozialgerichtsurteile vom September 2011 auf Bewohner und Betreiber von Pflegeeinrichtungen sind abgewendet. Das Bundeskabinett hat am 17. Oktober eine Gesetzesänderung beschlossen, die den Urteilen Rechnung trägt, aber gleichzeitig die finanziellen und bürokratischen Auswirkungen für Heimbewohner und -betreiber im Rahmen hält. Die praxisnahe Neuregelung des Pflegeversicherungsgesetzes ist dem großen Einsatz der Wohlfahrtsverbände zu verdanken. Die Diakonie Bayern war an dieser Offensive für eine praktikable Gesetzesänderung maßgeblich beteiligt.

Tobias Mähner, 2. Vorstand der Diakonie Bayern, ist erleichtert: „Das hätte alles ganz anders kommen können“. Mähner meint die Urteile des Bundessozialgerichts (BSG) vom 8. September 2011, wonach ab 2013 die bisherige Praxis in den Bundesländern, Investitionskosten von Pflegeeinrichtungen mit Instandhaltungspauschalen zu berechnen, nicht mehr rechtens ist. Begründung: Nur Kosten für tatsächlich getätigte Investitionen oder wenigstens für solche, die sicher abzusehen seien, dürften auf die Bewohner von Pflegeeinrichtungen umgelegt werden.

 

Das klingt gut und fair. „Aber in der Praxis hätte ein Abrücken seitens des Staates von einer mittelfristigen Pauschalabgeltung von Investitionsaufwendungen verheerende Folgen“, gibt Mähner zu bedenken. Bis dato wurden Aufwendungen von Heimbetreibern für bauliche Sanierungen, die Erneuerung der Einrichtung oder ähnliche Maßnahmen von staatlicher Seite mit einer Pauschale berechnet. In Bayern war das eine kontinuierliche Festsetzung über fünf Jahre. Daher blieb auch der Investitionskostenbeitrag, den die Bewohner beisteuern müssen, in dieser Zeit konstant. Fiele diese Pauschalierung weg, müssten die Kosten für Sanierungen und ähnliches ad hoc anteilig auf die Bewohner übertragen werden. Für letztere würde sämtliche Planungssicherheit in Sachen Kosten wegfallen. Gäbe es ein Jahr keine Sanierungsmaßnahmen, wäre der Heimaufenthalt zwar günstig, aber Renovierungen und sonstige Maßnahmen würden im Folgejahr sofort massiv auf die Investitionskostenbeiträge der Bewohner durchschlagen. Nicht wenige wären durch den abrupten Kostenanstieg gezwungen, Sozialhilfe zu beantragen. Und für Interessenten an einem Heimplatz würde sämtliche Transparenz und Vergleichbarkeit in Sachen Kosten verloren gehen.

 

Davon konnten die Wohlfahrtsverbände auch die Verantwortlichen in der Politik überzeugen. Der jetzt verabschiedete Entwurf für eine Gesetzesänderung ermöglicht „ausdrücklich“ eine Pauschalierung. Diese muss in einem angemessenen Verhältnis zu den tatsächlichen Aufwendungen für Instandhaltung und Sanierung stehen. „Für Bewohner wie Betreiber von Pflegeeinrichtungen bedeutet das Planungssicherheit und weniger bürokratischen Aufwand“, sagt Mähner.

 

Zudem sah das BSG-Urteil eine getrennte Abrechnung von Eigenkapital- und Fremdkapitalzinsen vor. Letztere sollten weiterhin im Rahmen der Investitionskosten in Rechnung gestellt werden dürfen, erstere jedoch künftig Bestandteil der Pflegevergütung sein. Das hätte einen erheblichen bürokratischen Aufwand nach sich gezogen. Die betroffenen Einrichtungen hätten ihre Vergütungen mit den Sozialhilfeträgern und Pflegekassen neu verhandeln müssen. Betroffen wären zudem nur Betreiber von Einrichtungen gewesen, die Eigentümer der entsprechenden Immobilien sind. Betreiber, die ihr Gebäude mieten, hätten ihre Eigenkapitalzinsen weiter über die Miete als Investitionskosten abrechnen können. Auch für Kunden, die sich für einen Heimplatz interessieren, wäre der Kostenvergleich auf diese Weise um einiges komplizierter geworden.

 

Auch hier hatte das Kabinett ein Einsehen. Die Gesetzesänderung sieht eine einheitliche Behandlung der Kapitalkosten, unabhängig von der Art ihrer Finanzierung, vor. Zinsen für Eigen- und Fremdkapital können weiterhin beide als Investitionskosten abgerechnet werden, müssen aber bei betriebsnotwendigen Maßnahmen entstanden sein.

 

Sensibilität in Sachen bürokratischer (Mehr-)Aufwand hat die Politik auch in Sachen Belegungsquoten gezeigt. Auch hier soll pauschaliert werden können, damit sich nicht jährlich die Situation ändert. „Allerdings“, moniert Mähner, „steht das nur in der Begründung, nicht im Gesetzestext selbst. Da muss noch nachgebessert werden.“

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(Neue) Wohnungsnot. Bundeskongress der Evangelischen Obdachlosenhilfe in Nürnberg

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Nürnberg, 15. Oktober 2012. Bezahlbarer Wohnraum wird, insbesondere in Ballungszentren, immer knapper. Die Folgen treffen nicht nur die Armen, sondern auch schon Teile des Mittelstands. Diese Problematik ist Kernthema des Bundeskongresses der Evangelischen Obdachlosenhilf Deutschland (EvO), der vom 17. bis zum 19. Oktober im Caritas-Pirckheimer-Haus in Nürnberg stattfindet. Unter anderem mit dabei: der Bundesdirektor des Deutschen Mieterbundes, Lukas Siebenkotten, der Politikwissenschaftler Christoph Butterwegge von der Universität Köln und sein Kollege Günter Metzges von der Verdener NGO Campact.

Eine Wohnung ist die Grundlage für vieles: essen, schlafen, Wetterschutz, Lagerraum genauso wie Erholung, Privatheit, Intimität. Eine Wohnung zu haben, ist essentiell für ein erfülltes Leben in dieser Gesellschaft. Doch immer mehr Menschen können sich keine Wohnung mehr leisten. Sie leben auf der Straße, in Notunterkünften oder in der ständigen Gefahr, ihre Wohnung zu verlieren. Deutschlandweit hat die Zahl der von Wohnungslosigkeit betroffenen Menschen seit 2010 erstmals wieder zugenommen. Laut Evangelischer Obdachlosenhilfe haben zur Zeit rund 250.000 keine Wohnung – Tendenz weiter steigend. In München müssen derzeit fast 3.000 Menschen in Notunterkünften und Pensionen wohnen, rund 550 leben nach Schätzungen des Wohnungsamts auf der Straße. Hauptgrund für diesen Missstand ist der Jahr für Jahr größer werdende Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Ursachen dafür sind unter anderem die Probleme im sozialen Wohnungsbau und die Flucht vieler Kapitalanleger in teure Immobilien sowie steigende Energiekosten und auf die Miete umgelegte Maßnahmen zur energetischen Gebäudesanierung. Diese Entwicklung geht Hand in Hand mit sinkender Kaufkraft und der starken Zunahme schlecht bezahlter Arbeit.

 

Der Kongress der EvO in Nürnberg beschäftigt sich mit sozial- und wohnungspolitischen Maßnahmen, die notwendig wären, damit auch Benachteiligte ihr Recht auf Wohnen am Wohnungsmarkt realisieren können. Thema sind auch Konzepte sozialpädagogischen Handelns, die Wohnungslosen den Zugang zum Wohnungsmarkt eröffnen sollen. Eine wichtige Rolle spielen in diesem Zusammenhang Wohnformen wie Gemeinschaftswohnen, Wohnen auf Probe oder Stufenwohnen. Als weiterer Schwerpunkt des Kongresses wird der Ansatz „Housing First“ diskutiert. Demnach dürfen Wohnungslose sofort eine eigene Wohnung beziehen und müssen sich nicht erst durch das erfolgreiche Durchlaufen verschiedener Unterbringungsformen für eine eigene Wohnung „qualifizieren“. Auch Drogen- oder Alkoholabstinenz ist keine Grundbedingung, genauso wenig die Teilnahme an sozialpädagogischen oder sonstigen Maßnahmen. Grundgedanke des Ansatzes ist, dass Obdachlose vor allem anderen eine stabile Unterkunft brauchen, bevor sie ihre anderen Probleme angehen.

 

Am Ende des Kongresses wird traditionell der „verbogene Paragraph“ an einen Sozialleistungsträger mit kritikwürdiger Rechtsvollzugspraxis verliehen. Die etwa 50 Zentimeter hohe Metallskulptur besteht aus einem Männchen, das mit Energie ein Paragrafensymbol verbiegt.

 

Weitere Informationen sowie das Kongressprogramm finden sich unter: www.evangelische-obdachlosenhilfe.de

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Nürnberger Fleischbrücke. Diakonie setzt dem Ochsen (ungarische) Hörner auf

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Nürnberg, 11. Oktober 2012. Die hörnerlose Zeit des Ochsen auf dem gleichnamigen Portal an der Nürnberger Fleischbrücke geht zu Ende. Am Freitag, dem 12. Oktober, um 12 Uhr werden Michael Bammessel, Präsident der Diakonie Bayern, Birgit Löwe, unter anderem für Partnerschaftsarbeit zuständiges Vorstandsmitglied der Diakonie Bayern, Oberkirchenrat Michael Martin, Abteilungsleiter Ökumene und Kirchliches Leben im Landeskirchenrat, sowie der stellvertretende Staatssekretär im ungarischen Außenministerium, Gergely Pröhle, Annamaria Buda, Abteilungsleiterin Diakonie der evangelisch-lutherischen Kirche in Ungarn, und György Gregersen-Labossa, der Vorsitzende des ungarischen Landesdiakonieausschusses, dem Nürnberger Bürgermeister Horst Förther zwei paar Hörner von einem echten ungarischen Rind übergeben. Anlass ist das ungarisch-bayerische Partnerschaftsfest von Diakonie und Evangelischer Kirche.

„Dieser Ochse braucht Hörner“, stellte Annamaria Buda fest, als sie bei ihrem letzten Nürnberg-Besuch über die Fleischbrücke schlenderte und dabei auf das Ochsenportal aufmerksam wurde. Der darauf thronende Ochse ist seit geraumer Zeit hörnerlos, weil die alten Hörner den Umwelt- und Witterungseinflüssen zum Opfer gefallen waren. Bei einem Ungarnbesuch von Michael Bammessel und Birgit Löwe nahm die Idee Gestalt an. Man vereinbarte, dass die ungarischen Partner sich um passende Hörner bemühen sollten. Szilvia Hunya, Referentin der ungarischen Diakonie, gelang es schließlich, das passende Gehörn zu besorgen. Anlass der Übergabe ist das große ungarisch-bayerische Partnerschaftsfest der Evangelisch-lutherischen Kirche Ungarn mit ihrem bayerischen Pendant, das vom 11. bis 14. Oktober 2012 in Nürnberg stattfindet. Die ungarische Delegation bringt als Gastgeschenk zwei paar Hörner für den steinernen Ochsen mit.

 

Die Aktion stieß bei der Stadt Nürnberg sofort auf offene Ohren, nachdem man dort bislang erfolglos versucht hatte, neue Hörner für den Ochsen an der Fleischbrücke aufzutreiben. Während die Skulptur selbst aus Stein ist, handelt es sich bei den geschwungenen Hörnern traditionsgemäß um echte Hörner. Der auf lateinisch angebrachte Spruch vom „Ochsen, der nie ein Kalb war“ ist Nürnberger Kindern seit ihrer Schulzeit bekannt.

 

Auch historisch ist die Verbindung Nürnberg-Ungarn-Hörner-Steinochse stimmig: „Der Ochse mit seinen charakteristisch geschwungenen Hörnern ist ein ungarisches Steppenrind“, weiß Michael Bammessel. „Im Mittelalter, als der durchschnittliche Fleischkonsum höher war als heute, wurden regelmäßig Rinderherden von Ungarn nach Nürnberg getrieben, wo die Tiere an der Fleischbrücke verkauft und geschlachtet wurden.“

 

Parallel zur Übergabe der Hörner findet im Rahmen des Partnerschaftsfestes bei der Heilsarmee in Gostenhof und beim Sozialdienst Katholischer Frauen in der Leyher Straße 31 eine Armenspeisung statt. Verteilt wird original ungarisches Gulyas. Alle Zutaten, inklusive Ochsenfleisch, stammen aus Ungarn.

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