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Symbolbild: Pressearbeit der Diakonie Bayern

Diakonie in Bayern für die Presse

Die Medien sind wichtige Gesprächspartner für die Diakonie in Bayern, die sie kritisch und konstruktiv begleiten. Gleichzeitig ist die Diakonie im Freistaat eine wichtige Ansprechpartnerin, wenn es um fundierte sozialpolitische Positionen, aber auch um Ansprechpartner und -partnerinnen in den Einrichtungen und Diensten geht.

Die Pressestelle des Landesverbandes steht den Mitarbeitenden der Medien darum jederzeit für Anfragen zur Verfügung.

Meldungen 2017

Keine Erziehungshilfen nach Kassenlage!

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Evangelischer Erziehungsverband warnt auf Bundestagung vor Standardsenkung in den Erziehungshilfen.

Bamberg, 22.05.2017 Zum Auftakt ihrer heute beginnenden Bundesfachtagung „Lust auf Neues!?“ in Bamberg mit 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmern warnt der Evangelische Erziehungsverband (EREV) vor der geplanten Umgestaltung der Hilfen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sowie der damit verbundenen Leistungsabsenkung.

 

Nach Ansicht des evangelischen Fachverbandes steige bei zunehmender Ausgrenzung und gleichzeitiger Reduzierung der Betreuung unter anderem die Gefahr der Radikalisierung. Sollte das parlamentarische Verfahren im Zeitplan bleiben, werde das geplante Kinder- und Jugendstärkungsgesetz am 7. Juli im Bundesrat beschlossen.

 

Zwar begrüßt der Evangelische Erziehungsverband die Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe, sofern sie das einheitliche Kinder- und Jugendhilferecht nicht untergräbt und für junge Flüchtende nicht zu einer Jugendhilfe zweiter Klasse werden lässt. Neue Gesetzesregelungen müssten es kommunalen Jugendämtern aber auch weiterhin ermöglichen, bedarfsgerecht im Einzelfall zu entscheiden und für alle jungen Menschen in Deutschland Hilfe zu leisten.

 

Der EREV warnte außerdem vor möglichen Ausstrahlungseffekten dieses Vorgehens auf die Hilfen für junge Volljährige. Wurde doch gerade jüngst im aktuellen Kinder- und Jugendbericht des Bundes eine stützende Infrastruktur als zentral bedeutend für junge Menschen identifiziert.

 

Der Evangelische Erziehungsverband (EREV) vertritt die Interessen von bundesweit 500 Einrichtungen, Verbänden und Vereinigungen der Jugendhilfe in evangelischer Trägerschaft. Derzeit werden bundesweit mehr als 80.000 Kinder und Jugendliche in Heimen, Wohngruppen sowie ambulant betreut.

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„Markante diakonische Persönlichkeit mit Unternehmergeist“.

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Markus Rückert erhält Goldenes Kronenkreuz

München, 18.05.2017 Mit der höchsten Auszeichnung der Diakonie, dem „Goldenen Kronenkreuz“, ist jetzt Professor Dr. Markus Rückert, bislang Chef der Augustinum-Gruppe mit Sitz in München, ausgezeichnet worden. Michael Bammessel, Präsident der Diakonie Bayern würdigte Rückert als „markante Persönlichkeit, die gezeigt hat, dass sich unternehmerische Ideen und diakonisches Handeln nicht ausschließen, sondern Grundlage für ein gesundes Wachstum sein können.“

Pfarrer Rückert habe mit dem Augustinum gezeigt, wie man für das Wohnen im Alter mit passgenauen Angeboten für bestimmte Zielgruppen hohe Qualität in Verbindung mit einem erkennbar christlichen Profil verwirklichen kann. „Auch wenn Rückert als ausgeprägter Vertreter der sogenannten ‘unternehmerischen‘ Diakonie innerhalb des Verbandes manchmal kritisiert worden ist: Er hat sich stets für die gesamte Diakonie und ihre Belange stark gemacht, und dabei auch Auseinandersetzungen nicht gescheut, um Entwicklungen voranzutreiben.“ Neben Wohnstiften im ganzen Bundesgebiet und mehreren Schulen gehören auch verschiedene Einrichtungen für Menschen mit einer Behinderung sowie für Hörgeschädigte zur Augustinum-Gruppe.

Unter anderem auf Markus Rückerts Initiative hin wurde der „Verband der Diakonischen Dienstgeber“ (VdDD) gegründet, eine Art Arbeitgeberverband innerhalb der Diakonie in Deutschland, der sich insbesondere in den Fragen des Tarif- und Arbeitsrechts engagiert. Bammessel: „Hier hat sich Rückert in hohem Maße für den ‚Dritten Weg‘ als Modell der diakonischen Tarif- und  Arbeitsrechtssetzung eingesetzt.“ Mit Recht habe er vertreten, dass diese Form des Interessensausgleichs gerade für den sozialen Bereich wegweisend sein könne.

Rückert hatte die Leitung des Augustinums 1988 von dessen Gründer, seinem Vater Georg Rückert übernommen, und ist im März 2017 in den Ruhestand getreten. Gestern wurde er in München offiziell verabschiedet.

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Gleiche Betreuung für alle.

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Diakonie Bayern und Evangelischer Erziehungsverband warnen vor Standardsenkung bei unbegleiteten Minderjährigen

Nürnberg, 15.05.2017 Geht es nach dem Willen der Bundesregierung sowie der bayerischen Staatsregierung, wird sich die Betreuungssituation für unbegleitete Minderjährige in Zukunft deutlich verschlechtern: Ab 2018 eröffnet das „Kinder- und Jugendstärkungsgesetz“ die Möglichkeit, alle unbegleiteten Minderjährigen generell im sogenannten „Jugendwohnen nach §13.3 SGB VIII“ unterzubringen. Im Focus stehen dann einzig noch die Unterbringung und die Unterstützung bei Schul- und Berufsausbildung. Erreicht werden soll dies durch den Finanzierungsvorbehalt der einzelnen Länder.

Für die Diakonie in Bayern und den Evangelische Erziehungsverband stellen diese Pläne eine faktische Standardabsenkung dar. Sandra Schuhmann, Fachvorständin des Diakonischen Werks Bayern: „Bislang haben unbegleitete Minderjährige ‚Hilfe zur Erziehung‘ erhalten – individuelle Angebote, die genau auf die Bedarfe des Betreffenden oder der Betreffenden abgestimmt waren.“ Dies, so Schuhmann, werde zukünftig entfallen – zu Lasten der Betroffenen. „Es hatte aber bislang einen guten Grund, warum unbegleiteten Minderjährigen das ganze Portfolio der Hilfen zur Erziehung zur Verfügung stand. So können bei geringem Bedarf ambulante oder wenig betreute Wohnformen greifen, bei Jugendlichen, die dramatische Kriegserlebnisse oder Fluchterfahrungen gemacht haben entsprechend intensivere Maßnahmen. Die Entscheidung hierzu trifft das örtlich zuständige Jugendamt.,

Grundlage für die Neuerungen ist der Entwurf des „Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes“, das sich seit Mitte April in der parlamentarischen Abstimmung in Berlin befindet. Es regelt nicht nur das Instrument des Jugendwohnens vollständig neu, sondern auch dessen Finanzierung. So können die Länder zukünftig Landesrahmenverträge zur Finanzierung von Maßnahmen und Leistungen für unbegleitete Minderjährige abschließen. Zwar könnten die Jugendämter weiterhin Betreuungsmaßnahmen nach der bisher möglichen „Hilfe zur Erziehung“ genehmigen. Die Bezirke in Bayern werden zukünftig aber nur noch Kosten nach dem geltenden Rahmenvertrag erstattet bekommen. Jugendhilfe nach Kassenlage wäre die Folge, nicht nur in Bayern, sondern im gesamten Bundesgebiet.

Außerdem widerspricht das Gesetzesvorhaben nach Ansicht des Bundesverbandes unbegleiteter Minderjähriger (BumF) dem Diskriminierungsverbot der UN-Kinderrechtskonvention. Frau Maxzin-Weigel, Vorsitzende des evangelischen Erziehungsverbands Bayern: „Unbegleitete Minderjährige müssen die Hilfe bekommen, die sie tatsächlich benötigen - wie die anderen Gruppen junger Menschen in Deutschland auch. Dies ist nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern auch ein Gebot der Mitmenschlichkeit.“

Die Diakonie Bayern und der Evangelische Erziehungsverband warnen darum vor der geplanten Pauschalierung der Betreuung von unbegleiteten Minderjährigen sowie der damit verbundenen Leistungsabsenkung. Nach Ansicht der beiden Verbände steige bei zunehmender Ausgrenzung und gleichzeitiger Reduzierung der Betreuung die Gefahr der Radikalisierung.

Sollte das parlamentarische Verfahren im Zeitplan bleiben, werde das geplante Kinder- und Jugendstärkungsgesetz am 7. Juli im Bundesrat beschlossen.

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Wenn die Perspektive fehlt. Die Situation junger Flüchtlinge in Bayern

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Konfessionelle Jugendhilfeverbände Bayerns fordern Verbesserung der Situation junger Geflüchteter

München 12. Mai 2017 – Die konfessionellen Jugendhilfeverbände fordern eine deutliche Verbesserung der Bedingungen zur Integration junger Geflüchteter. Insbesondere für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sei durch die Praxis der Asylverfahren eine Integration nicht einfach. Die Vorsitzenden der Evangelischen Jugendsozialarbeit Bayern (ejsa), des Landesverbands katholischer Einrichtungen und Dienste der Erziehungshilfen (LVkE), der evangelische Erziehungsverband in Bayern (eev) und die Katholische Jugendsozialarbeit Bayern (KJS) haben deshalb vier Forderungen erhoben, um jungen Flüchtlingen Perspektiven zu eröffnen – hier in Deutschland und in ihren Heimatländern.

Eine Perspektive zu haben halten die Jugendhilfeverbände für die wichtigste Voraussetzung für Integration. Deshalb fordern sie, Beschäftigungserlaubnisse, Ausbildungen und Maßnahmen der Bundesagentur für Arbeit für alle Geflüchteten. „Das ist insbesondere für diejenigen, die noch im Asylverfahren sind oder nur Duldung haben nicht in allen Fällen gegeben“, so Sigrun Maxzin-Weigel, Vorsitzende des eev. „Die besonders restriktive Auslegung der bestehenden Regularien verhindern oft, dass ausländische Jugendliche, insbesondere aus Afghanistan, Syrien, Irak, Eritrea oder Somalia eine Berufsausbildung beginnen können. Vor dem Hintergrund des aktuellen Fachkräftemangels und im Sinne der Kinderrechte fordern wir deshalb, jedem geflüchteten jungen Menschen – egal aus welchem Herkunftsland – eine Berufsausbildung zu ermöglichen.“

Sandra Schuhmann von der ejsa Bayern unterstrich die Forderung und ergänzte: „Der Zugang zu Ausbildung und Arbeit muss unabhängig von der Bleibeperspektive gewährt werden.“ Zwar solle das Anfang August 2016 bundesweit in Kraft getretene Integrationsgesetz für einen schnelleren Zugang von geflüchteten Menschen zu Integrationskursen und in Berufsausbildung sorgen. „Mit einer Weisung an die Ausländerbehörden untersagte das bayerische Innenministerium eine Duldung für die Dauer der Berufsausbildung aber schon dann, wenn erste formelle Maßnahmen zur Beendigung des Aufenthalts des jungen Menschen angekündigt sind, beispielsweise wenn sie zur Ausländerbehörde vorgeladen sind. „Damit wird die Aufnahme eines Ausbildungsverhältnisses in aller Regel unmöglich gemacht.“

Selbst wenn eine Ausbildung in Aussicht stehe, sind die Fristen um den Status der Duldung zur Aufnahme einer Ausbildung zu bekommen zu kurz, sagte Michael Kroll, Geschäftsführer der KJS Bayern: „Zwischen dem Abschluss eines Ausbildungsvertrags und dem Beginn der Berufsausbildung liegen in der Praxis häufig deutlich mehr als drei Monate. Diesem Umstand muss bei der Erteilung einer Ausbildungsduldung regelhaft Rechnung getragen werden, um Ausbildungsbetrieben und den jungen Geflüchteten Planungssicherheit zu geben. Wir erwarten von den Behörden, dass sie die Fristen auf einen realistischen Zeitraum von mindestens 6 Monaten verlängern.“

Als größtes Problem sieht Michael Eibl vom LVkE aber die Abschiebungen insbesondere nach Afghanistan an. „Viele junge, vor allem afghanische Flüchtlinge sind aktuell von Abschiebung bedroht, denn Afghanistan wird von der Politik als in Teilen sicheres Land angesehen.“ In den Einrichtungen der Jugendhilfe habe das deutlich negative Auswirkungen. „Viele Kinder und Jugendliche aus Afghanistan, die sich in Deutschland Schutz und eine bessere Zukunft erhofft hatten, sind aufgrund dieser Perspektivlosigkeit von zunehmenden psychischen Belastungen betroffen. Diese führen, verbunden mit täglichen Nachrichten über die schlechte Sicherheitslage in Afghanistan, oftmals zu Radikalisierungstendenzen, Suizidversuchen und Retraumatisierungen. Dies führt auch zu besonderen Herausforderungen bei den Fachkräften, die mit den Jugendlichen arbeiten.“

Zusammen fordern die konfessionellen Jugendhilfeverbände deshalb, dass unrealistische Abschiebungen weder angedroht noch vollzogen werden. „Diese jungen Menschen benötigen eine dauerhafte Bleibeperspektive und Rechtssicherheit, um ihren bereits beschrittenen Weg in eine gelingende Zukunft erfolgreich weiterzugehen und sich durch Bildung und Arbeit einen festen Platz in unserer Gesellschaft erarbeiten zu können.“

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„Verbesserungen nicht nur behaupten – sondern auch finanzieren!“

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Diakonie Bayern zum „Internationalen Tag der Pflege“

Nürnberg 10. Mai 2017 „Zugegeben: Mit Einführung des Pflegestärkungsgesetzes II zum 1. Januar 2017 hat sich die Situation für viele Pflegebedürftige verbessert. Allerdings: Die Pflege ist noch lange nicht dort, wo sie unserer Meinung nach sein sollte“, sagte der Präsident der Diakonie Bayern, Michael Bammessel, am Vorabend des „Internationalen Tags der Pflege". Bundesweit demonstrieren morgen Mitarbeitende für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen in der Pflege – so auch in Nürnberg. Bammessel: „Es gibt es jetzt fünf Pflegegrade statt der bisherigen drei Pflegestufen. Damit sollen etwa Demenzkranke besser unterstützt werden. Der Personalschlüssel allerdings ist nicht angepasst worden.“

 

Erst gestern hatten Mitarbeitende der Diakonie in einem offenen Brief an Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml darauf hingewiesen, dass die Umstellung auf die neuen Pflegegrade ohne Mehrkosten erfolgen müsse. „Solange aber der Personalschlüssel nicht verbessert wird, nutzen auch neue Pflegegrade nichts“, so Bammessel.  Hier werde eine Qualitätsverbesserung suggeriert, die nicht eingetreten sei. „Wir brauchen deutlich mehr Geld im System, um die Menschen angemessenen zu pflegen.“ Nicht vergessen werden dürften zudem die ambulanten Dienste: "Die Kosten, die mit der Einführung der neuen Regelungen insbesondere im ambulanten Bereich verbunden sind, werden nicht refinanziert.“ Die Schulung der Mitarbeitenden, die Beratung von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen – all das gehe zu Lasten der Träger.

 

Bammessel wies zudem auf die dünne Personaldecke in der Altenpflege hin: „Deutschland fehlt schon heute Pflegepersonal. Alle Prognosen zeigen: Die Lage wird sich in den kommenden Jahren verschärfen. Gleichzeitig wächst der Bedarf an guter Pflege.“ Imagekampagnen alleine würden nicht ausreichen, um das benötigte Personal zu gewinnen, auch die Arbeitsbedingungen müssten attraktiver sein. Im Blick auf die Bundestagswahl erwarte er darum konsequente Maßnahmen der Politik: „Wir erwarten von allen Abgeordneten, dass sie für eine besser finanzierte Pflege eintreten. Unsere Gesellschaft kann es sich leisten.“

Auch in diesem Jahr wollen am Internationalen Tag der Pflege die Mittelfränkischen Wohlfahrtsverbände das Thema in das Bewusstsein der Gesellschaft rufen. Am Nürnberger Jakobsplatz wird daher am Freitag, den 12. Mai 2017 von 14 – 18 Uhr die Gelegenheit sein, sich über die verschiedenen Angebote der Verbände zu informieren, Informationen zum Berufsbild Altenpflege einzuholen oder um sich mit Profis zur politischen Situation auszutauschen.

Der Internationale Tag der Pflege in Nürnberg ist eine Veranstaltung der Bezirksarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtsverbände in Mittelfranken. Mitglieder sind die Bezirksvertretungen der Arbeiterwohlfahrt AWO, Bayerisches Rotes Kreuz, Caritas, Diakonie sowie des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes.


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Wir pflegen Franken!

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„Internationaler Tag der Pflege“ am Nürnberger Jakobsplatz am Freitag, den 12. Mai 2017 von 14 – 18 Uhr

Nürnberg 10. Mai 2017 Auch in diesem Jahr wollen am Internationalen Tag der Pflege die Mittelfränkischen Wohlfahrtsverbände das Thema in das Bewusstsein der Gesellschaft rufen. Am Nürnberger Jakobsplatz wird daher am Freitag, den 12. Mai 2017 von 14 – 18 Uhr die Gelegenheit sein, sich über die verschiedenen Angebote der Verbände zu informieren, Informationen zum Berufsbild Altenpflege einzuholen oder um sich mit Profis zur politischen Situation auszutauschen.

Mit Einführung des Pflegestärkungsgesetzes II zum 1. Januar 2017 hat sich die Situation für viele, vor allem von Demenz betroffene Seniorinnen und Senioren verbessert. Mit Spannung erwarten die mittelfränkischen Wohlfahrtsverbände daher die neue Legislaturperiode. Denn auch mit den neuesten Plänen des Gesundheitsministeriums sind noch lange nicht alle Probleme gelöst: Personalschlüssel, die dem Bedarf an menschlicher Zuwendung gerecht werden; Entgelte, die die Dienstleistung am älteren Menschen würdigen; Entbürokratisierung, die ihren Namen auch verdient hat – die Liste ist lang, an denen sich die jetzigen und zukünftigen Gesundheitspolitiker messen lassen müssen.

Transparenz und Qualität sind oberstes Ziel der verbandlich organisierten Altenhilfe und so wird man gemeinsam mit den Kassen, der Politik und anderen Interessensgruppen mitwirken, das Gesamtbild der Branche weiter zu stärken. Denn zukunftssicher sowie sinnstiftend sind die Pflegeberufe bereits; an den sonstigen Konditionen arbeitet die freie Wohlfahrt mit Hochdruck: einerseits als Vertreter ihrer Mitarbeiterschaft, andererseits zugleich auch zu Gunsten der jetzigen und künftigen älteren Generation.

„Die zukünftigen Rahmenbedingungen für ein menschenwürdiges Altern und letztlich auch Sterben werden mit der Sozialwahl und mit der Bundestagswahl in diesem Jahr in ihrer Tendenz festgelegt.“, so Michael Groß, Vorsitzender der Bezirksarbeitsgemeinschaft der mittelfränkischen Wohlfahrtsverbände. „Und so lade ich alle Bürgerinnen und Bürger ein, mit uns ins Gespräch zu kommen, sich zu informieren und zu diskutieren. Sie haben es selbst in der Hand, wie Sie oder Ihre Familienmitglieder im Alter versorgt werden. Selbstbestimmung auch im Herbst unseres Lebens muss unser gemeinsames Ziel sein. Lassen Sie uns darüber reden!“

Der Internationale Tag der Pflege in Nürnberg ist eine Veranstaltung der Bezirksarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtsverbände in Mittelfranken. Mitglieder sind die Bezirksvertretungen der Arbeiterwohlfahrt AWO, Bayerisches Rotes Kreuz, Caritas, Diakonie sowie des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes.

 

Programm:


Neben den Informationen der Wohlfahrtsverbände zu ihrem eigenen Angebot erwartet den Besucher Folgendes:

  • Dass der Pflegeberuf einfach Spaß macht, möchte der Flashmob „Happy“ ganz bildlich zum Ausdruck bringen: im Laufe des Nachmittags werden rund 60 Schüler der Nürnberger Pflegeschulen in der Fußgängerzone mit ihrer Performance zu sehen sein. (14.30 Uhr in der Pfannenschmiedsgasse sowie 15 Uhr auf dem Ludwigsplatz)
  • Wer sich mit sportlichem Elan an das Thema Altern heranwagen möchte, dem sei der Rollstuhl-Parcours oder der Alterssimulationsanzug empfohlen. Spielerisch erfährt man so mehr über die unterschätzten Herausforderungen des betagten Alltags: Kopfsteinpflaster oder das Aufheben einer Wasserflasche sind nicht so banal, wie es scheint.

  • Die Angst vor spitzen Gegenständen nehmen dem Besucher die Pflegekräfte bei der Belonophobie-Prophylaxe und zeigen zudem die kleinen aber entscheidenden Tricks beim Verband anlegen (Wohlfahrts-Verbände) und Lagern („Bestes Betten“).

  • Ob Handmassage oder Aromatherapie, an diesem Nachmittag besteht die Möglichkeit in den Genuss der kleinen Annehmlichkeiten zu kommen, die inzwischen zum guten Standard in der Altenhilfe gehören.

  • Allen Hungrigen und Erschöpften bietet eine mobile Küche Omas besten Käsekuchen an. Authentischer geht es nicht: zubereitet werden diese vor Ort durch die Teilnehmer des Senioren-Koch- und Backkurses. Zu einer Tasse Tee und aktiver, politischer Äußerung lädt die Aktion „Mehr Zeit für...“ der Diakonie Deutschland ein.

  • Dass ein Seniorenheim ein lebenswerter Ort ist, bezeugen die zahlreichen Ergebnisse der Kreativ-Kurse sowie die Fotowände der Veranstaltungen: Ausflüge zum Brombachsee, Tiergarten, Volksfest gehören genauso zum Repertoire wie Konzerte, Theateraufführungen und Karnevalssitzungen.

 

Enger Partner und Gast in diesem bunten Markttreiben ist der Pflegestützpunkt Nürnberg, der weitere Informationen zur Unterstützung Zuhause und seniorengerechtes Wohnen in und um Nürnberg anbietet.

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Erwin Meister verabschiedet

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Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Schulstiftung in Bayern tritt in den Ruhestand

Nürnberg, 9. Mai 2017 Mit einem Gottesdienst am 10.05.2017 in Nürnberg-St. Sebald verabschieden die Mitglieder des Stiftungsrates der Evangelischen Schulstiftung in Bayern (ESSBAY) und der Gesamtkonferenz des evangelischen Schulwesens in Bayern Pfarrer Erwin Meister, den Vorstandsvorsitzenden der Evangelischen Schulstiftung in Bayern. Pfarrer Meister trat zum 01.04.2017 aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand. Die Entpflichtung aus dem aktiven Dienst als Pfarrer nimmt Oberkirchenrat Detlev Bierbaum vor.

 

Durch die Wahl des Stiftungsrates wurde er ab 01.06.2006 zum Leitenden Schulstiftungsdirektor berufen und übernahm als hauptamtliches Vorstandsmitglied den Vorsitz des Vorstandes und die Leitung der Geschäftsstelle der Evangelischen Schulstiftung in Bayern. Damit wurde er oberster Dienstvorgesetzter und Dienstherr für derzeit fast 1.000 Lehrkräfte an den evangelischen Schulen und die ca. 20 Mitarbeitenden in der Geschäftsstelle.

Dem Vorstand der Evangelischen Schulstiftung gehören als weitere Mitglieder der Rektor des Diakoniewerks Neuendettelsau, Dr. Mathias Hartmann und der Gesamtschulleiter der Wilhelm-Löhe-Schule Nürnberg, OStD Hubertus Gieck, an.

 

Herr Meister war vor seiner Tätigkeit in der Evangelischen Schulstiftung von 1985 bis 1991 fünf Jahre in Rehlingen als Gemeindepfarrer tätig und wechselte dann zur Diakonie Neuendettelsau, bei der er von 1991 bis 2006 als Abteilungsdirektor Bildung den gesamten Schul- und Bildungsbereich verantwortete. Bereits einige Zeit vor seinem hauptamtlichen Wechsel in die Evangelische Schulstiftung war Herr Meister ehrenamtliches Vorstandsmitglied der Stiftung.

 

Herrn Meister vertrat die Interessen der Träger und Schulleitungen in verschiedenen bundesweiten Gremien und Verbänden. So war er über viele Jahre Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Schulbünde in Deutschland, über die er in weitere bundesweite Ämter berufen wurde, u.a. auch in den Vorstand des Comenius-Instituts und in die Barbara-Schadeberg-Stiftung. Herr Meister vertrat die vielfältigen Vereinigungen auf Bundesebene auch im Arbeitskreis Evangelischer Schulen in Deutschland.

 

Der Vorsitzende des Stiftungsrats, Präsident Michael Bammessel, würdigte die Verdienste von Pfarrer Meister: „In seiner Zeit als Vorstandsvorsitzender wurden erfolgreich mehrere neue evangelische Schulen gegründet. Auch die Zahl der Mitarbeitenden ist in seiner Amtszeit kontinuierlich gewachsen“ Ihm sei ein guter Kontakt auf Augenhöhe zu den Trägervertretungen, Schulleitungen und den Mitarbeitenden im engeren und weiteren Wirkungskreis ein großes Anliegen gewesen.

Verbunden bleibt Herr Meister weiterhin mit der Gustav-Schickedanz-Stiftung durch seine Tätigkeit als Administrator. Sein Anliegen hierbei ist es, für die Stipendiaten Hilfe in zum Teil schwierigen Ausbildungssituationen zu gewähren.

 

Die oder den nächsten Vorstandsvorsitzende/n wählt der Stiftungsrat der Evangelischen Schulstiftung in Bayern voraussichtlich im Juli.

 

 

Die Evangelische Schulstiftung in Bayern (ESSBAY)

 

ist eine kirchliche Stiftung öffentlichen Rechts. Im evangelischen Schulträgerverband sind alle diakonischen und kirchlichen Träger der 161 evangelischen Schulen, Schülerheime und Internate in Bayern repräsentiert und fördert diese, damit die Menschen dort im Spielraum christlicher Freiheit miteinander leben, lernen, glauben können. Die Evangelische Schulstiftung in Bayern fördert die Evangelischen Schulen und Internate dabei, ihre fachlichen Ziele zu erreichen sowie ihr evangelisches Profil auszufüllen und weiter zu entwickeln. Sie ist das Bindeglied zwischen Einrichtungsträgern und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern.

Schularten

Schulen

Schüler-/innen      

Päd. Personal

 

Förderschulen

42

6.757

1.230

 

Allgemeinbildende Schulen

32

10.269

1.002

 

Berufliche Schulen

75

7.143

899

 

Internate und Schülerheime

12

877

133

 


 

Insgesamt

161

25046

3.264

 

 

Die Aufgaben der ESSBAY sind

·         Interessenvertretung für evangelische Schulen gegenüber dem Staat und innerhalb der Kirche,

·         Interessensvertretung für evangelische Schulen in Kooperation mit anderen Verbänden, z.B. mit dem Katholischen Schulwerk und dem Caritas-Landesverband innerhalb der Vertretung des kirchlichen Schulwesens (VKS),

·         Stellungnahmen zu politischen und pädagogischen Grundsatzfragen,

·         Anstellung von Mitarbeitenden der Schulen, Schülerheime und Internate,

·         Koordination und Verteilung der landeskirchlichen Mittel für das evangelische Schulwesen,

·         Beratung und Unterstützung bei Schul- und Qualitätsentwicklung sowie Evaluation,

·         Fort- und Weiterbildung der Mitarbeitenden in den Einrichtungen,

·         Förderung der schulübergreifenden Zusammenarbeit,

·         Beratung und Unterstützung in Rechts-, Tarif- und Personalfragen sowie in Fragen der Schulfinanzierung,

·         Öffentlichkeitsarbeit.

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Ein Gewinn für über 2.000 Mitarbeitende im ganzen Freistaat.

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Diakonie Bayern verleiht erneut Gütesiegel Familienorientierung.

Nürnberg, 03.05.2017 Erneut wurden jetzt Träger diakonischer Einrichtungen im Freistaat mit dem „Diakonie-Gütesiegel Familienorientierung“ ausgezeichnet. Das Diakonische Werk Bayern kennzeichnet mit diesem eigens dafür entwickelten Label seit 2010 das Engagement für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Neben zwei Zertifikatsträgern, die das Siegel bereits zum zweiten Mal erworben haben, wurden im Rahmen der Geschäftsführendenkonferenz der Diakonie Bayern in Wildbad Rothenburg auch drei „neue“ Träger mit dem Siegel für familienfreundliche Einrichtungen ausgezeichnet. Michael Bammessel, Präsident der Diakonie Bayern, wies bei der Verleihung darauf hin, dass „die Zahl der Gütesiegel-Träger klein scheinen mag. Tatsächlich arbeiten bei den ausgezeichneten Trägern über 2.000 Mitarbeitende überall in Bayern“. Sie alle kommen in den Genuss einer familienorientierten Unternehmenspolitik. Bammessel: „Übrigens sind 75% dieser Mitarbeitenden Frauen, die trotz aller erfreulichen Entwicklungen in den letzten Jahren immer noch die Hauptlast tragen, wenn es um die Versorgung von Kindern oder auch pflegebedürftiger Angehöriger geht.“

Mit der Bewerbung um das Diakonie-Gütesiegel hätten die Einrichtungsträger auch deutlich gemacht, dass sie Familienorientierung als strategisches Zukunftsthema erkannt hätten, so Diakoniepräsident Michael Bammessel bei der Verleihung. „Das Diakonie-Gütesiegel Familienorientierung der bayerischen Diakonie ist ein sichtbarer und nachvollziehbarer Beleg für die Familienfreundlichkeit der ausgezeichneten Träger und Einrichtungen.“

Erstmalig verliehen wurde das Gütesiegel an die Diakonie Hochfranken (Hof), an die Stiftung Evangelisches Waisenhaus und Klauckehaus Augsburg sowie an die Evangelische Hochschule in Nürnberg; rezertifiziert wurden die Diakonie Fürstenfeldbruck sowie die Agaplesion Ev. Pflegedienst München. Die Zertifikatsträger verpflichten sich damit, Familienorientierung in ihrer Personalpolitik umzusetzen.

Um das Diakonie-Gütesiegel bewerben können sich Mitglieder der Diakonie Bayern; Zur Vergabejury gehören neben Fachleuten aus der bayerischen Diakonie  auch die Präsidentin der Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Annekatrin Preidel, sowie Frau Gabriele Hantschel, Servicemanagerin bei IBM.

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Hoffnung geben, wo Menschen leben

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Tag der Bahnhofsmission

Den Mann, der auf dem Bahnsteig mit seiner Taschenlampe in den Mülleimer leuchtet auf der Suche nach Pfandflaschen oder die Frau, die in abgerissener Kleidung lamentierend in der Bahnhofshalle steht - beide gehören zur Lebenswirklichkeit deutscher Bahnhöfe und sind kaum zu übersehen im hektischen Treiben der ankommenden und abreisenden Fahrgäste. An wenig anderen Ort kommen sich Menschen aus der Mitte der Gesellschaft sowie ausgegrenzte und benachteiligte Menschen so nah, wie am Bahnhof. Trotzdem bleibt der persönliche Kontakt, die menschliche Begegnung die Ausnahme.


„Hoffnung geben, wo Menschen leben“ lautet das Motto zum Tag der Bahnhofsmission am 22. April, an dem die kirchlichen Hilfeeinrichtungen an den Bahnhöfen dazu einladen, diese Grenze zu überwinden. Bundesweit mehr als 70 Stationen der Bahnhofsmission werden den Tag nutzen, um über ihre Arbeit zu informieren, Begegnungen zu ermöglichen und für Unterstützung zu werben.

„Ich bin obdachlos und mittellos. Da ist es sehr hilfreich, dass es die Bahnhofsmission gibt.“ Dieser Gast einer Bahnhofsmission erlebt durch den Kontakt mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Hoffnung. Hoffnung, die ihm hilft, den Alltag zu bewältigen. Wie ihm geht es vielen Gästen der Bahnhofsmissionen. 50 Prozent leben von einem Einkommen erheblich unter der Armutsgrenze, fast jeder Vier-te hat keine eigene Wohnung. Die Bahnhofsmissionen sind damit Anlaufstellen nicht nur für Reisende mit Assistenzbedarf, sondern in steigendem Maße auch für sozial benachteiligte Menschen. Dazu Christian Bakemeier, Bundesgeschäftsführer der Bahnhofsmission in Berlin: „Unsere Gäste schätzen unsere Stationen als Schutz- und Rückzugsräume, in denen sie vorbehaltlose und respektvolle Begegnungen erleben. Ermöglicht wird dies besonders durch das beeindruckende Engagement unserer bundesweit fast 2.000 ehren-amtlichen Kolleginnen und Kollegen. Dafür sind wir sehr dankbar.“

Die Bahnhofsmissionen wollen den Tag der Bahnhofsmission auch nutzen, um neue Ehrenamtliche für ihre soziale Arbeit zu gewinnen. Dies geschieht in enger Partnerschaft mit der Deutsche Bahn Stiftung, die für die Aktivitäten und Aktionen insgesamt 30.000 Euro zur Verfügung stellt. Geplant sind Chorauftritte, Kinderspielaktionen, Fotoausstellungen, Buf-fets; Infostände, Gottesdienste und vieles mehr.

Regionale Veranstaltungen zum Tag der Bahnhofsmission

Mit einer Andacht in der Bahnhofshalle eröffnen in Celle die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BM den Tag der Bahnhofsmission und laden anschließend zu einem Sozialbrunch ein. Ein All you can eat-Buffet, bei dem die Gäste, die sich sonst nicht viel leisten können, für zwei Euro einmal voller Genuss zugreifen können. Zum Abschied erhalten sie ein Geschenk, das Hoffnung geben soll: ein Marienkäfer mit Glückscent auf einem Kleeblatt als symbolischer Hoffnungsträger.


In Flensburg öffnet die Bahnhofsmission ihre Räume für einen „Tag der offenen Tür“, während die Kollegen in Bochum an ihrem Infostand zu einem Mal- und Gedichtwettbewerb auffordern. Auch in Husum lädt die Bahnhofsmission zu einer Besichtigung ihrer Räume ein. Vorab feiert sie mit Besuchern und Reisenden und unterstützt durch einen Posaunenchor einen vielstimmigen Gottesdienst auf dem Bahnsteig.


In Schwerin begleitet ein Fotograf im Vorfeld drei Wochen lang die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterder Bahnhofsmission, um ihre Arbeit – und auf Wunsch auch die Gäste - im Bild festzuhalten. Dabei entsteht eine Ausstellung, die am Tag der Bahnhofsmission feierlich eröffnet wird. Das musikalische Rahmenprogramm dazu übernimmt eine Jugendmusikgruppe.
In Hagen gibt es einen Stand auf dem Bahnhofsvorplatz. Hier gibt es Infos zur Geschichte der örtlichen Bahnhofsmission und Waffeln für das aktuelle leibliche Wohl. Auf kleinen Zetteln können Reisende und Hagener Bürgerinnen und Bürger ihre Hoffnungen aufschreiben, um sie am Ende des Tages an bunten Luftballons hoch in den Himmel steigen zu lassen.

 

In München, wo die Bahnhofsmission seit 120 Jahren aktiv ist, wird es in der Schalterhalle einen Infostand und Livemusik geben. Dazu bieten die Kollegen die typische Verpflegung an: Schmalz- und Margarinebrote mit Tee. Bei einer spannenden Rallye können Kinder die Bahnhofspolizei und die Sicherheitszentrale des Bahnhofs besuchen und in eine ICE-Lok klettern. Am Nachmittag gibt es dann zur Feier des Tages in den Räumen der Bahnhofsmission noch Kaffee und Kuchen für Gäste und Besucher.

 

In Halberstadt hat sich unter dem Motto „Hoffnung geben, wo Menschen leben“ ein breites Bündnis zusammen gefunden. Neben der Bahnhofsmission sind der Betreiber des privat geführten Bahnhofs, eine Kirchen-gemeinde sowie die Schulen und Kindergärten der Umgebung mit im Boot. Um alle unter ein Dach zu bekommen, wird hier der Tag der Bahnhofsmission etwas später, nämlich am 11. Mai, gefeiert. Er beginnt mit einem Kindergottesdienst in der Bahnhofshalle und mündet in einem Kinderfest mit Holzeisenbahn und vielen Spielmöglichkeiten.

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Wir sind die Zukunft!

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Diakonie Bayern sammelt für die Kinder- und Jugendhilfe

Nürnberg/München 22.03.2017 Mit einem gemeinsamen Besuch eines  Ausbildungsbetriebes für Jugendliche haben der Präsident der Diakonie Bayern, Michael Bammessel, sowie Bayerns Sozialministerin Emilia Müller auf die Frühjahrssammlung der bayerischen Diakonie aufmerksam gemacht. „Die Wirtschaftslage ist gut – aber leider profitieren nicht alle Jugendlichen davon“, so Bammessel anschließend vor der Presse. Das läge jedoch nicht am mangelnden Angebot, vielmehr bräuchte eine steigende Zahl von Jugendlichen zusätzliche Unterstützung - etwa die der Diakonie. Die Frühjahrssammlung 2017 beginnt am 27. März und dauert bis zum 2. April.

Beim traditionellen Rollentausch von Diakoniepräsident und Sozialministerin anlässlich der Sammlungseröffnung arbeiteten Bammessel und Müller in der Ausbildungsdruckerei der „Jungen Arbeit“  mit, einem Angebot der berufsbezogenen Jugendhilfe.

Bammessel betonte anschließend, es mangele nicht an den geeigneten  Ausbildungsplätzen. Vielmehr benötige ein Teil der jungen Menschen individuelle und vor allem passgenaue Unterstützung jenseits standardisierter Maßnahmen. „Wenn wir nicht wollen, dass tausende Jugendliche ohne Berufsausbildung in ihr Erwachsenenleben starten, brauchen wir Angebote wie die berufsbezogene Jugendhilfe.“ Etwa, weil belastende Faktoren wie Drogen oder Suchterfahrungen die Ausbildung gefährdeten, oder weil absehbar sei, dass ohne entsprechende Unterstützung eine Ausbildung überhaupt nicht möglich sei.

Bammessel: „Hier werden jungen Migrantinnen und Migranten Sprachkenntnisse vermittelt, aber auch Jugendlichen aus einem deutschen Elternhaus sogenannte Sekundärtugenden wie Pünktlichkeit und Verlässlichkeit, die – aus den unterschiedlichsten Gründen – im Elternhaus nicht gelernt wurden.“ Vermittelt werden die Jugendlichen in der Regel von Institutionen wie dem Jugendamt, der Arbeitsagentur oder dem Jobcenter, die erkennen, dass die Betreffenden entweder sozial benachteiligt sind oder ein individueller Förderbedarf vorliegt.

Im vergangenen Jahr haben sich Bammessel zufolge über 81.000 junge Menschen um einen Ausbildungsplatz beworben. Etwa 74.000 von ihnen haben auch einen Platz bekommen – knapp 8.000 Jugendliche konnten allerdings keine Ausbildung antreten. Bammessel: „Das sind knapp 10 Prozent – ein halbes Prozent oder anders gesagt, etwa 500 Personen mehr als noch im Jahr 2015.“ Dies belege die Notwendigkeit von Angeboten wie die der berufsbezogenen Jugendhilfe.

Die Mittel der Frühjahrssammlung 2017, die vom 27. März bis zum 2. April in ganz Bayern stattfindet, kommen unter anderem den Angeboten der bayerischen Diakonie für Flüchtlinge zugute. Im vergangenen Jahr belief sich das Ergebnis der Frühjahrssammlung auf knapp 700.000 Euro.

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Ihr Kontakt

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    Daniel Wagner
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