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Symbolbild: Pressearbeit der Diakonie Bayern

Diakonie in Bayern für die Presse

Die Medien sind wichtige Gesprächspartner für die Diakonie in Bayern, die sie kritisch und konstruktiv begleiten. Gleichzeitig ist die Diakonie im Freistaat eine wichtige Ansprechpartnerin, wenn es um fundierte sozialpolitische Positionen, aber auch um Ansprechpartner und -partnerinnen in den Einrichtungen und Diensten geht.

Die Pressestelle des Landesverbandes steht den Mitarbeitenden der Medien darum jederzeit für Anfragen zur Verfügung.

Meldungen 2016

Zuviel Armut in einem reichen Land.

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Diakoniepräsident bei „Alexandersbader Gesprächen“

Nürnberg/Bad Alexandersbad, 02.12.2016 Als „besorgniserregend“ hat der Präsident der Diakonie Bayern, Michael Bammessel, die letzten Zahlen zur Armutsentwicklung in Deutschland und im Freistaat bezeichnet. Bammessel, der am kommendem Samstag bei den Alexandersbader Gesprächen zu Gast sein wird, sagte im Vorfeld der oberfränkischen Veranstaltung: „Wir haben hohe soziale Standards, auf die wir zu Recht stolz sein können. Doch das Netz ist löchriger als viele denken, und die Armut derer, die durch die Löcher fallen, wird kaum noch wahrgenommen.“

Zwar lebten in Bayern im bundesweiten Vergleich „nur“ ein Bevölkerungsanteil von 5,2 Prozent von der Grundsicherung – bundesweit waren es laut statistischem Bundesamt knapp 10 Prozent. Besonders betroffen, so Bammessel, seien aber erneut die Kinder. Der Anteil der von Armut betroffenen Kinder wird mit bis zu 19 Prozent angegeben. Es mache ihm Sorge, dass „trotz der guten konjunkturellen Entwicklung in Deutschland die Zahl derer wächst, die auf staatliche Transferleistungen angewiesen sind.“

 

Denn wer arm sei, so Bammessel, dem fehlten nicht nur materielle Güter oder die Möglichkeit, sich ausgewogen und gesund zu ernähren. „Das größte Problem ist die fehlende Möglichkeit, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben, und das Gefühl, das sich daraus ergibt, nämlich abgehängt und vergessen zu sein.“ Die politischen Folgen dieser Entwicklung seien momentan nicht nur in Deutschland deutlich spürbar.

 

Bammessel warnt zudem insbesondere vor der drohenden Altersarmut und dem „Armutsrisiko Pflege“. Eine längere Zeit der Pflegebedürftigkeit koste Geld, und dafür bräuchte es neben der Pflegeversicherung natürlich auch eine entsprechende Eigenvorsorge. „Nur – um hier vorzusorgen, muss der Lohn hoch genug sein.“ Doch wie, so Bammessel, sollten Geringverdiener privat für die Zukunft vorsorgen, wenn das Geld schon kaum für die Gegenwart reiche? Erneut fordert er darum eine „Reform der Reform“ der gesetzlichen Pflegeversicherung. „Wir haben in den letzten Jahren sicherlich einige Verbesserungen erlebt. Das Armutsrisiko, das mit einer längeren Pflegebedürftigkeit verbunden ist, besteht jedoch weiterhin.“ Die Erhöhung der Beiträge um einen halben Prozentpunkt, die Anfang des Jahres in Kraft getreten ist, reicht Bammessel zufolge gerade einmal aus, um den jetzigen Status quo in der Pflege aufrechtzuerhalten: „Von einer wirklichen Verbesserung sind wir nach wie vor weit entfernt.“

 

Das „Alexandersbader Gespräch“ mit Pfarrer Michael Bammessel, dem Präsidenten  des Diakonischen Werkes Bayern, findet statt am Samstag, 03. Dezember 2016 von 10.00 bis 13.00 Uhr, und zwar im Evangelischen Bildungs- und Tagungszentrum Bad Alexandersbad, Markgrafenstr. 34, 95680 Bad Alexandersbad

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„Solarzelle statt Superstaudamm.“

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Brot für die Welt eröffnet 58. Aktion im oberfränkischen Selb

Nürnberg/Selb, 27.11.2016 Mit einem Festgottesdienst im oberfränkischen Selb wurde heute für Bayern die 58. Aktion Brot für die Welt eröffnet. Sie steht unter dem Motto „Satt ist nicht genug“ und thematisiert die weltweite Mangelernährung, von der mehr als zwei Milliarden Menschen betroffen sind. In seiner Predigt beschrieb Michael Bammessel, der Präsident der bayerischen Diakonie, die Arbeit von Brot für die Welt als „eine Form der Hilfe, die ganz niedrig ansetzt, möglichst nahe bei den Menschen, ganz bodenständig, statt von oben herab.“

 

Brot für die Welt habe den Grundansatz, wo immer es ginge, mit Basisorganisationen zusammen zu arbeiten. Brot für die Welt macht seine Projekte am liebsten unmittelbar in Kooperation mit den Menschen vor Ort, zum Beispiel mit den Kleinbauern und oft auch mit den Frauen und den Familien. Solche Projekte setzen wirklich bei den Bedürfnissen der Menschen an.“ Darum entstehe auch mit Hilfe von Brot für die Welt auch nicht der Superstaudamm. Die evangelische Hilfsaktion fördere vielmehr die Solarzelle auf der Hütte, den holzsparenden Herd in der Küche, oder die ortsnahe Wasserpumpe.

 

Nach dem gleichen Prinzip engagiere sich Brot für die Welt auch gegen die weltweite Mangelernährung, als deren Folge beispielweise jährlich allein 18 Millionen Babys wegen Jodmangels mit einem Hirnschaden geboren werden.  Bammessel: „Nicht die flächendeckende Einführung hochgezüchteter, patentierter neuer Maissorten, dessen Saatgut die Bauern erst teuer bezahlen müssen und sich dafür womöglich verschulden“ sei das Ziel von Brot für die Welt, sondern die Wiederentdeckung einheimischer Nutzpflanzen – „gesund und nahrhaft, bei richtigem Anbau auch ertragreich und umweltschonend.“

 

Im Jahr 2015 nahm das evangelische Hilfswerk 57,5 Millionen Euro ein – etwa 1.7 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Der Löwenanteil daran, nämlich über 8.3 Millionen Euro, stammte aus Bayern. Das war erneut der Spitzenplatz im Vergleich der Landeskirchen. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutete das bayerische Ergebnis eine Steigerung um 300.000 Euro bzw. etwa 2,5 Prozent.

 

Im vergangenen Jahr hat das Hilfswerk weltweit 536 neue Projekte bewilligt, regionale Schwerpunkte waren Afrika mit 210 Projekten sowie Asien und Pazifik mit 204 Projekten. Über das Jahr fördert Brot für die Welt mehr als 2.000 Projekte mit einer durchschnittlichen Laufzeit von drei Jahren. Diese werden bevorzugt mit Partner vor Ort durchgeführt. Bammessel in seiner Eröffnungspredigt: „Das bedeutet: Hinhören, was die Menschen wirklich brauchen und wollen. Die großspurigen europäischen und amerikanischen Besserwisser-Projekten gehen viel zu leicht an den Realitäten vorbei.“

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„Satt ist nicht genug“.

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Brot für die Welt eröffnet am 1. Advent 58. Spendenaktion

Nürnberg, 15.11.2016. Zwei Milliarden Menschen leiden unter chronischem Vitamin- und Nährstoffmangel. Die Folgen: Sie bleiben in ihrer Lern- und Leistungsfähigkeit weit hinter ihren Potentialen zurück und sind anfällig für Krankheiten – sogar schon vor der Geburt. 18 Millionen Babys jährlich werden  wegen Jodmangels mit einem Hirnschaden geboren. Das evangelische Hilfswerk Brot für die Welt stellt darum das Problem der Mangelernährung in den Mittelpunkt auch der kommenden, der 58. Spendenaktion. Für Bayern wird sie unter dem Motto „Satt ist nicht genug“ am 1. Advent mit einem Gottesdienst m oberfränkischen Selb eröffnet.

 

Einen wichtigen Beitrag zur Überwindung von Mangelernährung leisten traditionelle Getreide-, Obst- und Gemüsesorten. Sie sind reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Weil alte Sorten auch an die Boden- und Klimaverhältnisse angepasst sind, halten sie Klimaschwankungen, Dürreperioden oder anhaltende Regenfälle besser aus. Brot für die Welt fördert deshalb den Erhalt und die Wiederbelebung traditioneller und nährstoffreicher Kulturpflanzen auf vielen Kontinenten.

Karin Deraëd, Fachreferentin Brot für die Welt im Diakonischen Werk Bayern, sagt: „Mangelernährung behindert Entwicklung genauso wie Hunger. Deshalb brauchen Kleinbauern, die den Großteil der Nahrung produzieren, freien Zugang zu traditionellem Saatgut. Sie müssen es bewahren, vermehren und weitergeben dürfen, wie sie es immer getan haben.“ Das von den Konzernen entwickelte und mit Marktmacht global verbreitete Saatgut verdrängt die Sorten- und damit Nahrungsvielfalt und trägt zur Mangelernährung wie zur Verarmung vieler Kleinbauern bei. Ihr Traum von wirtschaftlicher Selbständigkeit endet so oft im Slum. Mittel- und arbeitslos müssen sie sich von dem ernähren, was sie nur irgend ergattern können – und sei es auf Müllhalden. Deraëd: “Von ausreichender und gesunder Ernährung kann da nicht mehr nicht die Rede sein. Das gilt leider auch für die, die es geschafft haben, einen Billiglohnjob zu bekommen, der sie 12-14 Stunden am Tag von zuhause fern hält.“ Fettes, süßes Junkfood und Billigkonserven stillen den Hunger von Slumbewohnern weltweit. Aber nicht ihren Bedarf an vielfältigen Vitaminen und Mineralien: notwendige Treibstoffe fürs Leben fehlen ihnen.

 

Die Eröffnung für Bayern findet am 1. Advent, den 27. November 2016, um 10.00 Uhr in der Stadtkirche St. Andreas in Selb statt, die Predigt hält der Präsident der Diakonie Bayern, Michael Bammessel. Oberkirchenrätin Dr. Dorothea Greiner wird die Aktion für Bayern eröffnen. Beide stehen im Anschluss an den Gottesdienst selbstverständlich für Gespräche zur Verfügung.

 

Brot für die Welt, das weltweit tätige Hilfswerk der evangelischen Landes- und Freikirchen in Deutschland, wurde 1959 gegründet. Wirkliche Hilfe muss dem Armen helfen, sich selbst zu helfen, lautete ein entscheidender Grundsatz, der bis heute gilt. Brot für die Welt" gehört zu den bekanntesten und erfolgreichsten Hilfsaktionen der Bundesrepublik; seit ihrer Gründung im Jahr 1959 wurden alleine in Bayern über 300 Millionen Euro gesammelt. Im vergangenen Jahr hat das Hilfswerk weltweit 536 neue Projekte bewilligt, regionale Schwerpunkte waren Afrika mit 210 Projekten sowie Asien und Pazifik mit 204 Projekten. Über das Jahr fördert Brot für die Welt mehr als 2.000 Projekte mit einer durchschnittlichen Laufzeit von drei Jahren. Traditionell ist die Weihnachtskollekte in den rund 14.000 evangelischen Gemeinden Deutschlands für Brot für die Welt bestimmt.

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Rollentausch 2016

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Soziale Einrichtungen der Diakonie öffnen ihre Türen

Nürnberg, 9. November 2016 Vom 14. bis 20. November findet in Bayern wieder die Aktion „Rollentausch“ statt. Einrichtungen der Verbände der Freien Wohlfahrtspflege Bayern sowie privater Träger öffnen ihre Türen und laden Politiker/innen und andere Personen des öffentlichen Lebens dazu ein, in der Praxis mitzuarbeiten, damit sie sich ein eigenes Bild der Herausforderungen im Arbeitsalltag schaffen können.

 

Auch Einrichtungen der Diakonie Bayern beteiligen sich heuer wieder an der Aktion. So wird der Erste Bürgermeister der Stadt Treuchtlingen Werner Baum am 15. November 2016 die neue Werkstatt für Menschen mit Behinderung der Rummelsberger Diakonie (Altmühltal Werkstätten) besuchen und kennen lernen. Andere diakonische Einrichtungen aus Landshut, Adlhofen, Würzburg, Altdorf, Pappenheim, Treuchtlingen, Lindenberg und Fürth machen ebenfalls bei der Aktion Rollentausch mit.

 

Weitere Informationen rund um die „Aktion Rollentausch““ finden Sie unter www.freie-wohlfahrtspflege-bayern.de. Hier finden Sie auch eine Liste der teilnehmenden Einrichtungen aus dem ganze Freistaat.

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„Wir sind Nachbarn. Alle – Für mehr Verantwortung miteinander

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Diakonie Bayern prämiert vorbildliche Projekte ehrenamtlicher Nachbarschaftshilfe

Nürnberg, 19.10.2016 Die Einsamkeit in der deutschen Gesellschaft wächst. Immer mehr Menschen leben in Deutschland allein und sind ─ vor allem im Alter, bei Krankheit oder auch in persönlichen Not- und Krisensituation ─ auf nachbarschaftliche Hilfe dringend angewiesen. Wenn echte Nachbarn fehlen, können Ehrenamtliche weiterhelfen. Die Diakonie in Bayern bietet ein breites Spektrum an qualifizierter ehrenamtlicher Nachbarschaftshilfe an, z. B. Stadtteilarbeit, Netzwerke in ländlichem Kontext, ehrenamtliche Initiativen zur Armutsbekämpfung (Tafeln, Sozialkaufhäuser, Kleiderkammern) u. v. m. Der Diakonie-Wettbewerb 2016 prämiert fünf vorbildliche Projekte.

Alle mehr als 1.300 Mitglieder des Diakonischen Werkes Bayern, z. B. diakonische Einrichtungen und Träger, Diakonievereine und Kirchengemeinden, konnten sich beim Diakonie-Wettbewerb 2016 beteiligen. Aus 23 qualifizierten Einsendungen wählte die Jury fünf Preisträger aus. Die Verleihung der drei regulären Preise und zweier Sonderpreise fand im Rahmen der Nürnberger Messe „ConSozial“ statt.

Der erste, mit 2.000 Euro dotierte Preis, gespendet vom Versicherer im Raum der Kirchen, geht an das Stadtbüro „dialog“ der Diakonie Coburg.

Den zweiten Preis in Höhe von 1.500 Euro, gespendet von der CURACON Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, erhält die ehrenamtliche Nachbarschaftshilfe für Seniorinnen und Senioren der Diakonie Hasenbergl in München.

Den dritten, mit 1.000 Euro dotierten Preis, gespendet von der Evangelischen Bank, bekommt die ökumenische Nachbarschaftshilfe „Der Kleine Dienst Grafenwöhr“.

Einen Sonderpreis – ein Gutschein von Schäfer-Shop in Höhe von 1.000 Euro, gespendet von der Wirtschaftsgesellschaft der Kirchen in Deutschland ─ erhält das Projekt „SprachVermittler St. Mang“ in Kempten/Allgäu.

Ein weiterer Sonderpreis – ein Einkaufsgutschein der Firma „innatura“ in Höhe von 100 Euro (entspricht einem Warenwert von ca. 500 Euro) – geht an das „Kaufhaus WertVoll“ des Diakonievereins Schwabach-St. Martin e. V.

Das im September 2014 gegründete Stadtbüro „dialog“ des Diakonischen Werkes Coburg organisiert mit 41 Ehrenamtlichen zwischen 14 und 80 Jahren ein bürgerzentriertes Netzwerk im Zentrum der Stadt. Die vielseitigen und hervorragend vernetzten Angebote (z. B. Gemeinschaftsgarten, Philosophisches Café, Mittagstisch, Veranstaltungen) bringen Menschen mit und ohne Behinderung zusammen, um die Nachbarschaftsbeziehungen zu stärken.

Die Nachbarschaftshilfe für Seniorinnen und Senioren im Münchener „Brennpunkt“-Viertel Hasenbergl kümmert sich seit Anfang 2013 mit 20 ehrenamtlichen Helfer/innen um ältere, alleinstehende Menschen, die Bedarf an Einkaufshilfen, Begleitungen, Haushalts- und Putzdiensten haben. Sowohl Schüler/innen als auch Hochbetagte engagieren sich und arbeiten eng vernetzt mit der ev. Kirchengemeinde und dem Evangelischen Bildungswerk zusammen.

 

Gerade im ländlichen Raum wird ehrenamtliche Nachbarschaftshilfe immer wichtiger. Die ökumenische Nachbarschaftshilfe „Der Kleine Dienst“ der Evang.-Luth. Kirchengemeinde Grafenwöhr  engagiert sich seit 2011 mit 20 Ehrenamtlichen für überwiegend alte und kranke Menschen. Die ökumenische Initiative kooperiert mit dem Lotsen- und Migrationsdienst Grafenwöhr sowie der ehrenamtlichen Hilfe „Jail End“ für Strafentlassene.

Seit Herbst 2014  kümmern sich 12 Ehrenamtliche der „SprachVermittler St. Mang“ in Trägerschaft des Diakonischen Werkes/Johannesverein Kempten Allgäu e. V. um bislang ca. 100 (Flüchtlings-)Kinder und fördern diese in Kleingruppen oder auch durch Einzelbetreuung. Das regional hervorragend vernetzte Migrationsprojekt zeichnet sich durch die Eigenständigkeit der Ehrenamtsarbeit aus.

Das „Kaufhaus Wertvoll“ des Diakonievereins Schwabach-St. Martin e. V. hat eine lange Tradition: In den 90-ger Jahren des vorigen Jahrhunderts als Kleiderladen gegründet, ist das heutige Sozialkaufhaus ein Begegnungstreff und Ort sozialen Lernens. 15 Ehrenamtliche engagieren sich in dem Kooperationsprojekt, das eng mit der Kirchlichen Allgemeinen Sozialarbeit der Diakonie Schwabach und der Evang.-Luth. Kirchengemeinde Schwabach-St. Martin zusammenarbeitet.

Das ehrenamtliche Engagement der drei regulären Preisträger wurde während der Preisverleihung jeweils in Form eines kurzen Filmes vorgestellt; zu finden sind sie unter anderem auf www.facebook.com/DiakonieBayern

Die Preisverleihung fand im Rahmen der Messe „ConSozial“ auf der „ConSozial extra Bühne“ in Halle 3 A auf dem Nürnberger Messezentrum statt.

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Wer kommt zuerst bei der Diakonie an?

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Die Diakonie auf der ConSozial 2016

Nürnberg, 24.10.2016 „Hier kommst du an“ – mit diesem Jahresthema wirbt die bayerische Diakonie in den Jahren 2017 und 2018 für die sozialen Angebote des zweitgrößten bayerischen Wohlfahrtsverbandes. Mit einer Aktion am Stand auf der Messe ConSozial in Nürnberg lässt sich gleich testen, wie es sich bei der Diakonie so ankommt: Wer mit der Carrera-Bahn fährt, bekommt ein kleines Geschenk.

 

Die ConSozial am 26. und 27. Oktober 2016 setzt sich unter dem Motto „Soziale Marktwirtschaft 4.0“ mit der Revolution der Arbeitswelt im Zeitalter der Industrie 4.0 auseinander. Der tiefgreifende gesellschaftliche Wandel, der damit einhergeht, erfasst die Sozialwirtschaft ebenso wie alle anderen Branchen. Die neuen Technologien werden auch die soziale Arbeit verändern - sie werden einiges leichter, aber auch viele menschliche Tätigkeiten überflüssig machen. Was benötigt wird, ist also auch eine Soziale Marktwirtschaft 4.0. Wie können sich soziale Organisationen auf diesen Wandel vorbereiten? Wie kann er ihnen nützen? Und wo liegen die Risiken? Diesen Fragen will die ConSozial 2016 auf den Grund gehen.

 

Die Diakonie in Bayern stellt bereits seit 2002 Bayern kontinuierlich auf Deutschlands größter Messe für den Sozialmarkt aus. Heuer präsentiert sich der Landesverband zusammen mit dem Referat Bundesfreiwilligendienst und der Bank für Kirche und Diakonie eG (KD-Bank) in Halle 3 A, Stand-Nr. 308 auf dem Nürnberger Messezentrum.

 

Zum Vormerken: Am Donnerstag, den  27. Oktober wird auf der „ConSozial extra-Bühne“ in Halle 3 A von 13:45 Uhr bis 14:15 Uhr die Preisverleihung für den Diakonie-Wettbewerb 2016 stattfinden. „Wir sind Nachbarn. Alle – Für mehr Verantwortung miteinander“: Unter diesem Motto fördert der Wettbewerb im Jahr 2016 vorbildliche Projekte ehrenamtlicher Nachbarschaftshilfe aus dem Raum der bayerischen Diakonie. Es werden drei reguläre Geldpreise im Gesamtwert von 4.500 Euro sowie zwei Sonderpreise vergeben.

 

Mehr zum Auftritt der Diakonie Bayern auf der Consozial finden Sie hier.

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Diakonie Bayern: Palliative Versorgung muss gestärkt werden.

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Alois Glück warnt bei Mitgliederversammlung vor Rutschbahneffekt.

Nürnberg, 20. Oktober 2016: Vor einem Rutschbahneffekt bei der Diskussion um Sterbehilfe und den begleiteten Suizid hat der ehemalige Landtagspräsident Alois Glück heute in Nürnberg bei der Mitgliederversammlung der Diakonie Bayern gewarnt. Er sprach sich aber auch dagegen aus, dass die einzige Antworte der Kirchen in dieser Debatte nur Verbote und Sanktionen seien. „Wir müssen die Debatte mitgestalten.“ Die Frage nach dem Umgang mit dem Lebensende sei eine gewaltige Gemeinschaftsaufgabe für die Zukunft.

 

Glück betonte dabei die besondere Rolle der Kirchen und ihrer Verbände. „Die Kirchen dürfen nicht nur verbieten. Sie müssten vielmehr auch die Diskussion um Hilfen und Alternativen prägen.“ Zwar wollten mehr als sechzig Prozent aller Menschen zuhause sterben – möglich sei es aber nur 25 Prozent aller Sterbenden.  Glück: „Politik und Kirchen haben hier eine Bringschuld, den Menschen flächendeckend alle Hilfen der Palliativmedizin zugänglich zu machen.“ Sonst drohe auch in Deutschland eine Entwicklung wie in den Niederlanden, wo mittlerweile die aktive Sterbehilfe auf für alte Menschen ausgedehnt werden soll. Glück: „Die Debatte um lebenswertes und lebensunwertes Leben führt uns auf eine Rutschbahn, von der wir nicht mehr herunterkommen.“ Glück erinnerte an den Nationalsozialismus: „Die Wurzel des Übels war das Menschenbild der Nazis, die Leben in lebenswert und lebensunwert teilten.“

 

Glück zufolge gibt es keine Krankheit mehr, bei der der Mensch nicht völlig schmerzfrei bleiben kann. „Und weil es so ist, können wir den assistierten Suizid auch rigoros verbieten.“ Alle Untersuchungen würden zeigen, dass Menschen, die palliativ betreut werden, sogar länger leben würden, weil das Leben auch in diesem Abschnitt als lebenswert empfunden werde. „Wir müssen Menschen auf ihrer letzten Wegstrecke eine möglichst würdiges Leben und Sterben ermöglichen.“

 

Der Umgang mit Sterbenden bezeichnete er als gigantische Gemeinschaftsaufgabe, bei der insbesondere die Politik, letztlich aber die gesamte Gesellschaft gefordert sei: „Wir werden auch zukünftig in jedem Einzelfall darum ringen müssen, wie bestimmte Entwicklungen gestaltet werden können.“ Die wichtigste Orientierung dabei gebe das Grundgesetz: “Der Artikel 1 des Grundgesetztes ist nicht veränderbar. Durch nichts“.


Ein Ausschnitt des Vortrages von Alois Glück bei der Mitgliederversammlung der Diakonie Bayern ist auf der Facebook-Seite der Diakonie Bayern abrufbar: www.facebok.com/DiakonieBayern



 Die Mitgliederversammlung der Diakonie Bayern findet einmal im Jahr in der Regel im Herbst statt. Sie besteht aus Vertreterinnen und Vertretern von mehr als 1.300 Mitgliedern, die mehr als 3.000 Einrichtungen mit mehr als 85.000 Mitarbeitenden repräsentieren. Sie entscheidet unter anderem über Satzungsfragen, und wählt mit dem Diakonischen Rat das Aufsichtsgremium des Verbandes, das wiederum über die Besetzung des Vorstandes entscheidet.

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Raus aus der Überschuldung.

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Herbstsammlung der Diakonie Bayern vom 10. bis 16. Oktober 2016

Nürnberg, 07.10.16 Die Zahlen sind erschreckend: Nahezu jeder zehnte Erwachsene in Deutschland gilt als überschuldet. Allein im Freistaat sind mehr als 750.000 Menschen nicht mehr in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Schuld daran ist meist nicht unüberlegter Konsum. Auslöser für eine Überschuldung sind vielmehr unvorhergesehene Ereignisse wie Arbeitslosigkeit, gescheiterte Selbständigkeit, Krankheit, Trennung und Scheidung bzw. Tod des Partners oder der Partnerin. „Die 28 Beratungsstellen der Diakonie, die wir bei der Herbstsammlung in den Mittelpunkt stellen, verteilen kein Geld. Aber sie weisen Wege aus der Schuldenfalle. Wege, die mühsam sind und viele kleine Schritte fordern, an deren Ende aber wieder in Leben ohne Schulden steht“ sagte Michael Bammessel, Präsident des Diakonischen Werkes Bayern, im Vorfeld der diesjährigen Herbstsammlung.

 

Als besorgniserregend bewertet Bammessel, dass die Zahl der überschuldeten Haushalte trotz positiver Konjunkturdaten seit Jahren auf hohem Niveau verbleibt oder gar steigt. Bammessel: „Die Hauptursache dafür ist die Zunahme von Geringverdienern und Niedrigeinkommensbeziehern in den letzten Jahren. Das verfügbare Haushaltseinkommen ist dabei so knapp bemessen, dass unvorhergesehene Ausgaben wie die Reparatur des Autos oder die notwendige Ersatzbeschaffung einer Waschmaschine das Haushaltsbudget nachhaltig ins Ungleichgewicht bringen.“

 

Bammessel verweist auf das Angebot der Beratungsstellen der Diakonie und anderer Verbände, aber auch auf deren knappe Finanzdecke: „Um eine flächendeckende Beratung für überschuldete Menschen in ganz Bayern sicherzustellen, müssten die Mittel im Haushalt des Freistaates verdoppelt werden – von etwa 4 auf 8 Millionen Euro.“ Angesichts des Haushaltvolumens im Freistaat in Höhe von etwa jährlich etwa 60 Milliarden Euro sei diese Summe verschwindend gering. „Dies gilt umso mehr, als wir wissen, dass sich die Beratung auch volkswirtschaftlich rechnet.“ Studien zufolge bringt jeder Euro, der in die Beratung investiert wird, einen wirtschaftlichen Effekt von über 5 Euro.

 

Die Diakonie in Bayern wiederholte anlässlich der Sammlungseröffnung ihre Forderung, Schuldner- und Insolvenzberatung komplett in die Verantwortung der Kommunen zu geben. „Die Insolvenzberatung ist Teil eines längeren Beratungsprozesses, der zur Schuldenfreiheit führen soll. Die Verantwortung dafür sollte auf einer Ebene gebündelt sein.“ Bislang wird die Schuldnerberatung von den Kommunen finanziert, die Insolvenzberatung hingegen über – nicht ausreichende - Fallpauschalen des Freistaates. Bammessel: „Selbst der sozialpolitische Ausschuss des Landtages fordert die Zusammenlegung. Nur die bayerische Staatsregierung sperrt sich.“

 

Am Sonntag, den 9. Oktober, wird die Sammlung mit einem Festgottesdienst in der Nürnberger Sebalduskirche eröffnet. Die Predigt im Gottesdienst, der um 10.00 beginnt, hält Diakoniepräsident Michael Bammessel.

 

Für diese Angebote und alle anderen diakonischen Leistungen bittet das Diakonische Werk Bayern anlässlich der Herbstsammlung vom 10. bis 16. Oktober 2016 um Unterstützung.

Übrigens: 70% der Spenden an die Kirchengemeinden verbleiben direkt im Dekanatsbezirk zur Förderung der diakonischen Arbeit vor Ort. 30% der Spenden werden vom Diakonischen Werk Bayern für die Projektförderung in ganz Bayern eingesetzt. Hiervon wird auch das Info- und Werbematerial finanziert.

 

Spenden können Sie:

-          an das Diakonische Werk in Ihrer Nähe

-          an das Diakonische Werk Bayern e.V.,

Evangelische Bank eG

IBAN: DE20 5206 0410 0005 2222 22

BIC: GENODEF1EK1

Stichwort: Herbstsammlung 2016

-          Telefonisch unter 0800 7005080*

 (* Der Anruf ist gebührenfrei aus dem deutschen Festnetz)

 

Diese und weitere Informationen auch unter www.diakonie-bayern.de und www.hilf-uns-helfen.de. Eine Übersicht über die Beratungsstellen der Diakonie finden Sie unter www.schube.de

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Veränderung in der Führungsspitze der Diakonie Bayern:

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Sandra Schuhmann in den Vorstand berufen.

Nürnberg,  30.09.2016 Der Diakonische Rat des Diakonischen Werkes Bayern hat Sandra Schuhmann in den Vorstand des evangelischen Sozialverbandes berufen. Sie wird die Nachfolge von Birgit Löwe antreten, die das Diakonische Werk Bayern nach über 17 Jahren Vorstandstätigkeit Anfang November 2016 verlassen wird.

Die 1973 in Nürnberg geborene Schuhmann wechselt vom Bezirksverband Mittel- und Oberfranken des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) zur Geschäftsstelle der bayerischen Diakonie in der Pirckheimerstraße. Beim BRK leitete Schuhmann das Sozialreferat, zuvor war sie für eine Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung der Nürnberger Stadtmission verantwortlich. Schuhmann hat an der Evangelischen Hochschule Nürnberg Sozialpädagogik studiert und den Masterstudiengang Sozialmanagement absolviert.

Ihre neue Stelle wird Sandra Schuhmann voraussichtlich am 1. Januar 2017 antreten, und dann beim zweitgrößten bayerischen Wohlfahrtsverband unter anderem die Bereiche Kinder- und Jugendhilfe, Behindertenhilfe, Altenhilfe sowie die Internationale Diakonie (Brot für die Welt/Katastrophenhilfe) verantworten.

„Der Diakonische Rat hat eine gute und zukunftsweisende Entscheidung getroffen und sich für eine äußerst kompetente Bewerberin entschieden“, so der Ratsvorsitzende, Rektor Heinrich Götz (Augsburg). „In nahezu allen Arbeitsfeldern, für die Sandra Schuhmann verantwortlich sein wird, stehen in naher Zukunft einschneidende sozialpolitische Veränderungen an. Wir sind davon überzeugt, dass sie die Anliegen der Diakonie Bayern und ihrer Mitglieder in der politischen Diskussion deutlich zu Gehör bringen wird.“

 

Ein druckfähiges Farbfoto von Sandra Schuhmann finden Sie hier.

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„Gleiches Recht für alle – Ja! Aber nicht so!“

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Diakonie Bayern lehnt Reformentwurf des SGB VIII ab

Nürnberg, 19.09.2016 Mit strikter Ablehnung hat die Diakonie Bayern auf den vorgelegten Arbeitsentwurf zur Reform des 8. Sozialgesetzbuches (Kinder- und Jugendhilfegesetz, SGB VIII) reagiert. Anlässlich des Weltkindertages sagte die zuständige Fachvorständin im Diakonischen Werk Bayern, Birgit Löwe: „Wir unterstützen die Überführung der Kinder und Jugendlichen mit Behinderung, die sogenannte ‚Inklusive Lösung‘, in das Kinder- und Jugendhilfegesetz. Der vorgelegte Entwurf geht allerdings in die völlig falsche Richtung. Eine solche Reform – nicht mit uns.“

Erhalten bislang nur Kinder und Jugendliche mit einer seelischen Behinderung Leistungen aus dem SGB VIII, alle Kinder und Jugendliche mit einer anderen Behinderung hingegen aus dem SGB XII (Sozialhilfe), soll dies zukünftig vereinfacht werden: Alle Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung sollen – wie geplant - zukünftig Leistungen aus dem Kinder- und Jugendhilfegesetz erhalten. Dieses Vorhaben erfüllt nun endlich eine jahrelange Forderung der Diakonie Bayern. Allerdings gibt der nun vorliegende Arbeitsentwurf keinerlei konkrete Klarheit bei der Umsetzung des sogenannten inklusiven Vorhabens, außer dass eine Übergangsfrist bis 2023 vorgesehen ist.

Dem vorliegenden Arbeitsentwurf zufolge sollen Kinder und Jugendliche zusätzlich einen individuellen Rechtsanspruch auf Unterstützung und Beratung, aber auch Teilhabeleistungen haben. „Dieser Rechtsanspruch geht zukünftig von den Erziehungsberechtigten auf die Kinder und Jugendlichen über. Dies wird die Rechte der Kinder und Jugendlichen stärken. Und das ist zu begrüßen.“ Allerdings sollen die Entscheidung, wer letztlich welche Leistungen erhält, laut Entwurf die Jugendämter treffen – und hier sollen dann stärker als bislang auch Kostenfaktoren eine Rolle spielen. Löwe: „Geld darf nicht der einzige Maßstab sein, wenn es um angemessene und notwendige Leistungen für Kinder und Jugendliche ohne und mit Behinderung geht.“

Ein reformiertes SGB VIII muss der Fachvorständin der Diakonie Bayern zufolge zudem die Interessen aller Beteiligten angemessen berücksichtigen. Es dürfe nicht sein, dass ein neues Gesetz Kinder und Jugendliche in erster Linie als „hilfe- und therapiebedürftige Klienten“ verstehe. „Wir haben in den vergangenen Jahrzehnten erkannt, welche Rolle beispielsweise die Familie oder das soziale Umfeld bei der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen spielen, und wie sie selbst beteiligt werden müssen.“ Dies habe sich sowohl in der Gesetzgebung als auch in der Praxis der Kinder- und Jugendhilfe widergespiegelt.

„Die Kinder- und Jugendhilfe geht darum heute davon aus, dass bei allen Maßnahmen auch die Umgebung der Betroffenen und das System, in dem sie leben,  aber auch ihre eigen Mitbestimmung berücksichtigt werden muss.“ Hinter diese Entwicklung dürfe ein neues SGB VIII nicht zurücktreten. „Kinder und Jugendliche sind nicht nur Gegenstände von Therapien. Sie haben Rechte und Ansprüche an die Gesellschaft, in der sie leben. Egal, ob sie eine Behinderung haben oder nicht.“ So lange ein Gesetz die Gleichrangigkeit von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung nicht ausreichend anerkenne, werde die Diakonie es ablehnen.

Löwe fordert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend auf, einen neuen Entwurf für die geplante SGB-VIII-Reform vorzulegen, an dem die Diakonie und die fachliche Expertise zu beteiligen sind. „Die Diakonie und ihre Fachverbände haben bereits vor längerem ihre Erwartungen an eine Reform des SGB VIII formuliert. Wir bringen sie gerne auch weiterhin in die Diskussion ein.“ Das BMFSFJ selbst sieht in der Reform einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen und des Ziels der Inklusion.

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Ihr Kontakt

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    Pressesprecher
    Vollständiger Name
    Daniel Wagner
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    Diakonisches Werk Bayern e.V.
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    Stadt
    Nürnberg
    Telefonnummer
    0911 9354-205
    Mobiltelefonnummer
    0911 935434-205
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    0911 9354-215
    E-Mail-Adresse
    wagner(at)diakonie-bayern(dot)de