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Symbolbild: Pressearbeit der Diakonie Bayern

Diakonie in Bayern für die Presse

Die Medien sind wichtige Gesprächspartner für die Diakonie in Bayern, die sie kritisch und konstruktiv begleiten. Gleichzeitig ist die Diakonie im Freistaat eine wichtige Ansprechpartnerin, wenn es um fundierte sozialpolitische Positionen, aber auch um Ansprechpartner und -partnerinnen in den Einrichtungen und Diensten geht.

Die Pressestelle des Landesverbandes steht den Mitarbeitenden der Medien darum jederzeit für Anfragen zur Verfügung.

Meldungen 2016

Hausärzteverband tritt Hospiz- und Palliativbündnis bei

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Diakonie: Begleitung Sterbender ist große Gemeinschaftsaufgabe

München, 21. Februar 2017 – Als erste ärztliche Berufsvertretung ist der Bayerische Hausärzteverband heute dem Bayerischen Hospiz- und Palliativbündnis (BHPB) beigetreten.

 

Dr. Dieter Geis, Vorsitzender des Bayerischen Hausärzteverbandes: „Patienten gerade in der letzten Phase ihres Lebens ärztlich zu begleiten und bestmöglich zu versorgen, ist für uns Hausärztinnen und Hausärzte eine Herzensangelegenheit. Der Bayerische Hausärzteverband unterstützt deshalb seit langem Kooperationen, wie unter anderem mit der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, um die Fort- und Weiterbildung von Hausärzten und Hausärztinnen im Bereich der Palliativmedizin sicherzustellen. Als neues Mitglied im Bayerischen Hospiz- und Palliativbündnis sehen wir außerdem eine gute Möglichkeit, sich durch das gemeinsame Auftreten aller Bündnispartner gegenüber Politik und Kostenträgern noch besser für den weiteren Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung in Bayern einzusetzen.“

 

Michael Bammessel, Präsident des Diakonischen Werks Bayern: „Um wirklich allen Menschen ein Sterben in Würde und ohne Angst vor Schmerzen zu ermöglichen, sind weitere Anstrengungen notwendig. Die Begleitung Sterbender ist eine große Gemeinschaftsaufgabe.“ Er begrüßte deshalb nachdrücklich den Beitritt des Hausärzteverbands zum Bündnis, zu dessen Gründungsmitgliedern die Diakonie gehört.

 

Dr. Erich Rösch, Geschäftsführer des Bayerischen Hospiz- und Palliativbündnisses: „Wir freuen uns sehr, bei diesem wichtigen Themen den Bayerischen Hausärzteverband an unserer Seite zu haben. Gerade die Hausärztinnen und Hausärzte sind bei der medizinischen Betreuung von Patienten in der letzten Lebensphase von großer Bedeutung, da sie diese Menschen und deren familiäres sowie soziales Umfeld oft seit Jahren oder gar Jahrzehnten kennen. Vor allem in der Palliativbetreuung ist Menschlichkeit der entscheidende Faktor.“

 

Das Bayerische Hospiz- und Palliativbündnis ist ein Zusammenschluss bayernweiter Träger der Versorgung und setzt sich unter anderem für ein Rahmenkonzept der allgemeinen und spezialisierten ambulanten und stationären Hospiz- und Palliativversorgung in Bayern ein und fordert den Aufbau einer flächendeckenden Versorgung mit Palliative Care-Angeboten und deren Vernetzung mit vorhandenen örtlichen Strukturen und Gegebenheiten. Mitglieder des BHPB sind bereits der Landes-Caritasverband Bayern, die Diakonie Bayern, der Landesverband Bayern der Arbeiterwohlfahrt, die Bayerische Krankenhausgesellschaft, das Bayerisches Rotes Kreuz, der Landesverband Bayern des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, der Fachverband evangelische Altenhilfe und der Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern.

 

Der Bayerische Hausärzteverband ist mit knapp 6.000 Mitgliedern der mitgliedsstärkste Landesverband des Deutschen Hausärzteverbandes. Er vertritt die berufspolitischen und wirtschaftlichen Interessen der Hausärztinnen und Hausärzte in Bayern gegenüber der Politik, der Öffentlichkeit, den Kassen sowie in den Körperschaften und gegenüber anderen Verbänden.

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„Sie hat ein Herz für den sozialen Auftrag der Kirche“

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Diakonie gratuliert Synodalpräsidentin Annekathrin Preidel

Nürnberg, 15.02.2017 „Bei ihr hat die Diakonie einen Stein im Brett“ – gewissermaßen von Präsident zu Präsidentin würdigt Michael Bammessel, Präsident der Diakonie Bayern, Annekatrin Preidel. Im Namen der bayerischen Diakonie gratuliert er der Präsidentin der Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB) zum ihrem 60. Geburtstag am kommenden Freitag.

 

 

Bammessel, selbst seit 2002 Mitglied der Landessynode, sagte heute in Nürnberg, er schätze die Biologin Preidel als „verlässliche Partnerin in der Synode“. „Sie hat ein Herz für den sozialen Auftrag der Kirche. Gerade auch der gemeinsame Einsatz von Kirchengemeinden und diakonischen Einrichtungen vor Ort für ärmere Menschen ist ihr ein Anliegen“, so Bammessel. Das habe man beispielsweise bei ihrem Engagement für die „f.i.t.-Initiative“ gemerkt, bei der Kirche und Diakonie gemeinsame neue Projekte zugunsten von Menschen in Armut entwickelt haben. Aber auch bei Äußerungen der Synode zu anderen Themen, wie etwa dem Wort „Alter neu sehen“ im Frühjahr 2015 in Bad Wörishofen,, habe Preidel immer auch die Diakonie im Blick.

Die Erlangerin Annekatrin Preidel ist seit 2014 Präsidentin der Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, deren gewählte und berufene Kirchenmitglieder für wichtige Entscheidungen in kirchlichen Angelegenheiten verantwortlich sind. 108 Ordinierte (also Pfarrerinnen und Pfarrer) und Nicht-Ordinierte üben diese ehrenamtliche Leitungsfunktion jeweils für sechs Jahre aus. Für die Synodalperiode 2014 bis 2020 hat sich die Landessynode im März 2014 in Bayreuth neu konstituiert. Preidel war zuvor bereits Mitglied der EKD-Synode sowie der Synode der VELKD

 

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Kinderarmut, Pflegestärkungsgesetz, Flüchtlingspolitik:

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Jahrespressekonferenz der Diakonie Bayern

Nürnberg, 6. Februar 2017 Gleich mehrere sozialpolitische „Brocken“ hat die Diakonie in Bayern heute auf ihrer Jahrespressekonferenz thematisiert. Im Mittelpunkt standen die Kinderarmut, die trotz guter Konjunkturdaten zunimmt, die Schwierigkeiten bei der Umsetzung des neuen Pflegestärkungsgesetzes sowie die Aberkennung von Ausbildungserlaubnissen für junge Flüchtlinge.

Über 1.7 Millionen Kinder waren laut Eurostat im Jahr 2015 von Armut betroffen – ein Anstieg um knapp 200.000 im Vergleich zum Jahr 2006. Darunter sind laut Sozialbericht der Bayerischen Staatsregierung auch über 140.000 Kinder aus dem Freistaat. „Wenn bei guter Gesamtentwicklung die Kinderarmut trotzdem steigt, dann ist etwas faul im Staate Deutschland“, so der Präsident der bayerischen Diakonie, Michael Bammessel, heute vor der Presse. Ihm zufolge leistet die Solidargemeinschaft zwar sehr viel für Kinder. Allerdings, so Bammessel, sei die Höhe der finanziellen Förderung jeweils abhängig von der Erwerbssituation der Eltern und damit auffallend ungleich. „Es darf nicht sein, dass Kinder von Wohlhabenden stärker gefördert werden als die von Geringverdienern.“ So werde etwa das Kindergeld mit der Grundsicherungsleistung verrechnet, so dass Kindergelderhöhungen an in Armut lebenden Kindern und Jugendlichen vorbeigehen.

Bammessel forderte darum erneut eine Anpassung der Grundsicherung für Kinder: „Für die Bildung ist in der Bedarfsberechnung 2017 ein monatlicher Betrag von 1,40 Euro vorgesehen. Dafür kann man gerade einmal einen Bleistift kaufen“, so Bammessel. Weiterhin müssten die Zugänge zu den Förderungsleistungen erleichtert werden. „Nur 40 Prozent alle Berechtigten nehmen das Bildungs- und Teilhabepaket überhaupt in Anspruch. Für den überwiegenden Teil der Betroffenen sind die Vorschriften offensichtlich zu kompliziert.“ Auf lange Sicht, so Bammessel, müsse eine eigenständige Kindergrundsicherung eingeführt werden. „Die bisherigen Leistungen werden darin zusammengefasst, und jedes Kind hätte dann einen Anspruch in Höhe von 585 Euro. Die tatsächliche Auszahlungshöhe hängt letztlich vom Einkommen der Eltern ab.“ Dass so viele Kinder in Deutschland in Armut aufwüchsen, dürfe die Gesellschaft jedenfalls nicht ruhen lassen, so Bammessel.

Bessere Ausbildungschancen für junge Flüchtlinge fordert die bayerische Diakonie vom Bayerischen Staatsministerium des Innern. „In einigen Fällen müssen junge Flüchtlinge ihre begonnene Ausbildung sogar abbrechen, weil das Bayerische Innenministerium das Integrationsgesetz zu rigide auslegt“, so das zuständige Vorstandmitglied Dr. Tobias Mähner. Im Herbst war ein entsprechender Vollzugshinweis des Ministeriums an die Ausländerbehörden ergangen. In der Folge mussten viele geduldete Flüchtlinge ihre Ausbildung wieder abbrechen, obwohl ihnen nach dem Integrationsgesetz aus dem Sommer 2016 ein Anspruch auf einen gesicherten Aufenthalt zusteht, wenn sie einen entsprechenden Ausbildungsplatz nachweisen können. Ausgenommen sind jene Flüchtlinge, bei denen bereits Maßnahmen zur Aufenthaltsbeendigung – also zur Abschiebung – ergriffen wurden. „Bei einigen Ausländerbehörden gilt schon die Aufforderung, einen Pass zu beantragen, als eine solche Maßnahme.“ Damit würden, so Mähner, die Bemühungen von Lehrer/-innen, Betrieben und Ehrenamtlichen konterkariert. Mähner: „Das viele Geld, das in die Integrationsbemühungen investiert wurde, wird durch diese Abschiebepolitik in den Sand gesetzt.“

Deutliche Anlaufschwierigkeiten sieht Bayerns zweigrößter Wohlfahrtsverband schließlich bei der Umsetzung des neuen Pflegestärkungsgesetzes (PSG II). Wie Sandra Schuhmann, seit 1. Januar 2017 neu im Vorstand der Diakonie, feststellte: „Bei der Einstufung von Pflegebedürftigen in die neuen Pflegegrade sind Fehler gemacht worden. Nun haben unsere Einrichtungen rechnerisch einen Personalüberhang, der nicht finanziert werden kann. Andere Bewohner/-innen müssen mehr zahlen als vorher, obwohl ihnen ein Besitzstand aus der Zeit vor dem PSGII zugesichert worden war.“

Zudem seien die Kosten, die mit der Einführung der neuen Regelungen insbesondere im ambulanten Bereich verbunden sind, nicht refinanziert. „Die Schulung unserer Mitarbeitenden, die Beratung von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen – all das geht zu Lasten der Träger.“

Reibungsverluste seien bei der Umsetzung einer Gesetzesreform zwar nachvollziehbar. Dennoch forderte Schuhmann insbesondere von den Kassen, dass die Anlaufschwierigkeiten bei der Umsetzung schnellstmöglich beseitigt werden sollten.

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Wir fördern ehrenamtliche Hilfe zur Integration

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Der Diakonie-Wettbewerb 2017

Nürnberg, 30. Januar 2017. Die Integration von Flüchtlingen in die Gesellschaft steht im Mittelpunkt des diesjährigen Diakonie-Wettbewerbs. Ab dem 1. Februar 2017 können sich die Mitglieder der Diakonie Bayern mit entsprechenden Projekten bewerben. Zu gewinnen gibt es Geldpreise im Gesamtwert von 4.500 Euro. Der Wettbewerb steht unter dem Motto „Hier kommst Du an“.

 

Für eine Bewerbung kommen viele Aufgabengebiete in Frage: z. B. ehrenamtliche Initiativen zur Sprachförderung und zur Vermittlung von alltagspraktischen Kompetenzen, ehrenamtliche Hilfen für Flüchtlinge bei der Wohnungs- und Arbeitssuche, bei Behörden- und Ämtergängen, Kultur- und Bildungsangebote, Freizeitmaßnahmen, soziale und kirchliche Angebote für Flüchtlinge, Maßnahmen zur Gesundheitsförderung, Nachbarschaftsinitiativen und internationale Cafés. Die Projekte können in der Gemeinde, im Ortsteil oder auch regional übergreifend verankert sein. Besonders preiswürdig sind solche Initiativen und Projekte, die von nachweislich großem und erfolgreichem ehrenamtlichen Engagement getragen werden und eine besonders gute Vernetzung vor Ort erreichen. Die genauen Teilnahmebedingungen finden Sie hier.

 

Die Ausschreibung richtet sich an alle über 1.300 Mitglieder des Diakonischen Werkes Bayern, z. B. Kirchengemeinden, Diakonievereine, diakonische Träger oder Einrichtungen. Gesucht werden ehrenamtliche Initiativen, die integrative Flüchtlingshilfe leisten und ein wirkliches Ankommen von Flüchtlingen in unserer Gesellschaft ermöglichen.

 

Der erste Preisträger erhält 2.000 Euro, gespendet vom Versicherer im Raum der Kirchen. Der Zweitplatzierte bekommt 1.500 Euro, die von der CURACON Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gesponsert werden. Der dritte, mit 1.000 Euro dotierte Preis wird von der Evangelischen Bank finanziert.

 

Bewerbungen sind bis zum 31. Mai 2017 möglich. Die Preisträger werden im Rahmen der Mitgliederversammlung des Diakonischen Werkes Bayern in Nürnberg am 19. Oktober 2017 der Öffentlichkeit vorgestellt.

 

Für Rückfragen und weitere Informationen steht Dr. Leonie Krüger, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit im Diakonischen Werk Bayern, gerne zur Verfügung (Tel.: 0911 93 54 207, email: krueger(at)diakonie-bayern(dot)de).

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Vorstand der Diakonie Bayern komplett.

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Sandra Schuhmann als Fachvorständin eingeführt.

Nürnberg, 26. Januar 2017 In einem Festgottesdienst mit anschließendem Empfang in der Nürnberger Kirche St. Jakob wird heute Sandra Schuhmann als Fachvorständin des Diakonischen Werkes Bayern eingeführt. Schuhmann tritt die Nachfolge von Birgit Löwe an, die das Diakonische Werk Bayern nach über 17 Jahren Vorstandstätigkeit im Herbst 2016 verlassen hatte. Mit Sandra Schuhmann ist der Vorstand des zweitgrößten bayerischen Wohlfahrtsverbandes wieder komplett.

 

Die 1973 in Nürnberg geborene Schuhmann wechselt vom Bezirksverband Mittel- und Oberfranken des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) zur Geschäftsstelle der bayerischen Diakonie in der Pirckheimerstraße. Beim BRK leitete Schuhmann das Sozialreferat, zuvor war sie für eine Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung der Nürnberger Stadtmission verantwortlich. Schuhmann hat an der Evangelischen Hochschule Nürnberg Sozialpädagogik studiert und den Masterstudiengang Sozialmanagement absolviert.

 

In ihrer neuen Funktion verantwortet Sandra Schuhmann unter anderem die Bereiche Kinder- und Jugendhilfe, Behindertenhilfe, Altenhilfe sowie die Internationale Diakonie (Brot für die Welt/Katastrophenhilfe). Neben ihr gehören dem Vorstand der Diakonie Bayern der Präsident der bayerischen Diakonie, Pfarrer Michael Bammessel, sowie Dr. Tobias Mähner als 2. Vorstand an.

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„Einsatz für die Diakonie auf allen Ebenen“.

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Otto Bayreuther tritt in den Ruhestand

Nürnberg, 13.01.2017 Nach mehr als 30 Jahren bei der Diakonie tritt Otto Bayreuther, zuletzt Geschäftsführer der Diakonie Selb-Wunsiedel, in den Ruhestand. Er wird am kommenden Sonntag mit einem Festgottesdienst in Selb verabschiedet. Michael Bammessel, Präsident des Diakonischen Werkes Bayern, würdigte Bayreuther für sein hohes Engagement für die Diakonie.

 

„Otto Bayreuther hat die Arbeit der Diakonie in Nordostoberfranken maßgeblich mitgestaltet und mit innovativen Angeboten ausgebaut, war sich aber auch nie zu schade dafür, in den diversen überregionalen Gremien mitzuarbeiten.“ Als Beispiel nannte Bammessel das Aufsichtsgremium der Diakonie Bayern, den Diakonischen Rat, dem Bayreuther sechs Jahre angehörte und den Verwaltungsrat der Evangelischen Zusatzversorgungskasse. Hier war Bayreuther zehn Jahre Mitglied. „Für Otto Bayreuther war auch bei der stetig wachsenden Verantwortung immer entscheidend, was die Menschen vor Ort brauchen. Ich habe ihn schätzen gelernt als einen bodenständigen Diakoniker, der zugleich immer für das christliche Profil der Diakonie eingestanden ist“, so Bammessel.

 

Der 63-jährige Bayreuther war seit 1992 Geschäftsführer der Diakonie Selb-Wunsiedel, einem diakonischen Träger mit etwa 200 Mitarbeitenden. Das relativ junge diakonische Werk entstand erst 1974 als Zusammenschluss verschiedener diakonischer Einrichtungen, unter anderem auch in Marktredwitz. Heute ist das Diakonische Werk Selb-Wunsiedel in unterschiedlichsten sozialen Bereichen tätig. Schwerpunkte sind neben der Altenhilfe verschiedene Beratungsangebote. So gibt es beim Diakonischen Werk in Selb eine Fachstelle für Pflegende Angehörige und mit EDE ein eigenes Programm zur Unterstützung von Angehörigen Demenzkranker. Seine Tätigkeit bei der Diakonie hatte Bayreuther 1985 in Hof begonnen.

 

Das Diakonische Werk Selb Wunsiedel wird zukünftig von einer Doppelspitze geführt. Bereits im Sommer 2017 wurde Siglinde Janke in die Geschäftsführung berufen, Hannes Kohrhammer wird am 1. Februar seinen Dienst als Geschäftsführer antreten.

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Armutsbekämpfung bleibt Aufgabe der Politik

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50 Jahre Sozialpakt der Vereinten Nationen

Heute vor genau 50 Jahren, am 16. Dezember 1966, verabschiedeten die Vereinten Nationen den Sozialpakt. Durch ihn wurden soziale Menschenrechte wie das Recht auf ausreichende Nahrung, Bekleidung und Unterbringung international verbindlich. Diese Rechtsgarantie wird jedoch in Deutschland nicht mehr voll eingelöst. Millionen Menschen in unserem reichen Land benötigen die regelmäßige Unterstützung von Lebensmitteltafeln, Suppenküchen, Kleiderkammern oder anderen Hilfseinrichtungen.


Die bayerische Initiative "Rechte statt Reste!" – ein Zusammenschluss von kirchlichen und gewerkschaftlichen Organisationen – kritisiert, dass der Staat seinen Bürgern seit Jahren eine seriöse Berechnung der sozialen Grundsicherung schuldig bleibt. Weil er das Existenzminimum nur noch mangelhaft absichert, muss eine wachsende Zahl von Geringverdienern, Arbeitslosen, Alleinerziehenden, kinderreichen Familien und älteren Menschen von den Resten der Wohlstandsgesellschaft leben.

Wie ein aktuelles wissenschaftliches Gutachten zeigt (Diakonie 28.11.2016), müsste der Hartz IV-Regelsatz im kommenden Jahr nicht bloß wie geplant auf 409 Euro, sondern vielmehr auf 560 Euro erhöht werden, um den Mindestanspruch eines jeden Menschen auf ein menschenwürdiges Auskommen zu gewährleisten.

Nach Überzeugung der Initiative "Rechte statt Reste!" darf die Politik nicht weiter tatenlos zusehen, wie die Warteschlangen bei den Tafeln länger werden. Die direkte solidarische Hilfe von Mensch zu Mensch ist ein hohes gesellschaftliches Gut. Doch Tafeln und andere Existenzhilfen können Armut bestenfalls lindern, nie verhindern. Politik und Staat stehen selbst in der Verantwortung, die Grundsicherung wieder armutsfest zu machen.


Das Jubiläum des UN-Sozialpaktes erinnert uns: Es geht um Recht und nicht um Almosen. Das Ziel muss eine Gesellschaft sein, die keine Tafeln benötigt.

 

Weitere Informationen zur Initiative "Rechte statt Reste" finden Sie unter anderem auf www.kda-bayern.de

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Zuviel Armut in einem reichen Land.

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Diakoniepräsident bei „Alexandersbader Gesprächen“

Nürnberg/Bad Alexandersbad, 02.12.2016 Als „besorgniserregend“ hat der Präsident der Diakonie Bayern, Michael Bammessel, die letzten Zahlen zur Armutsentwicklung in Deutschland und im Freistaat bezeichnet. Bammessel, der am kommendem Samstag bei den Alexandersbader Gesprächen zu Gast sein wird, sagte im Vorfeld der oberfränkischen Veranstaltung: „Wir haben hohe soziale Standards, auf die wir zu Recht stolz sein können. Doch das Netz ist löchriger als viele denken, und die Armut derer, die durch die Löcher fallen, wird kaum noch wahrgenommen.“

Zwar lebten in Bayern im bundesweiten Vergleich „nur“ ein Bevölkerungsanteil von 5,2 Prozent von der Grundsicherung – bundesweit waren es laut statistischem Bundesamt knapp 10 Prozent. Besonders betroffen, so Bammessel, seien aber erneut die Kinder. Der Anteil der von Armut betroffenen Kinder wird mit bis zu 19 Prozent angegeben. Es mache ihm Sorge, dass „trotz der guten konjunkturellen Entwicklung in Deutschland die Zahl derer wächst, die auf staatliche Transferleistungen angewiesen sind.“

 

Denn wer arm sei, so Bammessel, dem fehlten nicht nur materielle Güter oder die Möglichkeit, sich ausgewogen und gesund zu ernähren. „Das größte Problem ist die fehlende Möglichkeit, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben, und das Gefühl, das sich daraus ergibt, nämlich abgehängt und vergessen zu sein.“ Die politischen Folgen dieser Entwicklung seien momentan nicht nur in Deutschland deutlich spürbar.

 

Bammessel warnt zudem insbesondere vor der drohenden Altersarmut und dem „Armutsrisiko Pflege“. Eine längere Zeit der Pflegebedürftigkeit koste Geld, und dafür bräuchte es neben der Pflegeversicherung natürlich auch eine entsprechende Eigenvorsorge. „Nur – um hier vorzusorgen, muss der Lohn hoch genug sein.“ Doch wie, so Bammessel, sollten Geringverdiener privat für die Zukunft vorsorgen, wenn das Geld schon kaum für die Gegenwart reiche? Erneut fordert er darum eine „Reform der Reform“ der gesetzlichen Pflegeversicherung. „Wir haben in den letzten Jahren sicherlich einige Verbesserungen erlebt. Das Armutsrisiko, das mit einer längeren Pflegebedürftigkeit verbunden ist, besteht jedoch weiterhin.“ Die Erhöhung der Beiträge um einen halben Prozentpunkt, die Anfang des Jahres in Kraft getreten ist, reicht Bammessel zufolge gerade einmal aus, um den jetzigen Status quo in der Pflege aufrechtzuerhalten: „Von einer wirklichen Verbesserung sind wir nach wie vor weit entfernt.“

 

Das „Alexandersbader Gespräch“ mit Pfarrer Michael Bammessel, dem Präsidenten  des Diakonischen Werkes Bayern, findet statt am Samstag, 03. Dezember 2016 von 10.00 bis 13.00 Uhr, und zwar im Evangelischen Bildungs- und Tagungszentrum Bad Alexandersbad, Markgrafenstr. 34, 95680 Bad Alexandersbad

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„Solarzelle statt Superstaudamm.“

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Brot für die Welt eröffnet 58. Aktion im oberfränkischen Selb

Nürnberg/Selb, 27.11.2016 Mit einem Festgottesdienst im oberfränkischen Selb wurde heute für Bayern die 58. Aktion Brot für die Welt eröffnet. Sie steht unter dem Motto „Satt ist nicht genug“ und thematisiert die weltweite Mangelernährung, von der mehr als zwei Milliarden Menschen betroffen sind. In seiner Predigt beschrieb Michael Bammessel, der Präsident der bayerischen Diakonie, die Arbeit von Brot für die Welt als „eine Form der Hilfe, die ganz niedrig ansetzt, möglichst nahe bei den Menschen, ganz bodenständig, statt von oben herab.“

 

Brot für die Welt habe den Grundansatz, wo immer es ginge, mit Basisorganisationen zusammen zu arbeiten. Brot für die Welt macht seine Projekte am liebsten unmittelbar in Kooperation mit den Menschen vor Ort, zum Beispiel mit den Kleinbauern und oft auch mit den Frauen und den Familien. Solche Projekte setzen wirklich bei den Bedürfnissen der Menschen an.“ Darum entstehe auch mit Hilfe von Brot für die Welt auch nicht der Superstaudamm. Die evangelische Hilfsaktion fördere vielmehr die Solarzelle auf der Hütte, den holzsparenden Herd in der Küche, oder die ortsnahe Wasserpumpe.

 

Nach dem gleichen Prinzip engagiere sich Brot für die Welt auch gegen die weltweite Mangelernährung, als deren Folge beispielweise jährlich allein 18 Millionen Babys wegen Jodmangels mit einem Hirnschaden geboren werden.  Bammessel: „Nicht die flächendeckende Einführung hochgezüchteter, patentierter neuer Maissorten, dessen Saatgut die Bauern erst teuer bezahlen müssen und sich dafür womöglich verschulden“ sei das Ziel von Brot für die Welt, sondern die Wiederentdeckung einheimischer Nutzpflanzen – „gesund und nahrhaft, bei richtigem Anbau auch ertragreich und umweltschonend.“

 

Im Jahr 2015 nahm das evangelische Hilfswerk 57,5 Millionen Euro ein – etwa 1.7 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Der Löwenanteil daran, nämlich über 8.3 Millionen Euro, stammte aus Bayern. Das war erneut der Spitzenplatz im Vergleich der Landeskirchen. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutete das bayerische Ergebnis eine Steigerung um 300.000 Euro bzw. etwa 2,5 Prozent.

 

Im vergangenen Jahr hat das Hilfswerk weltweit 536 neue Projekte bewilligt, regionale Schwerpunkte waren Afrika mit 210 Projekten sowie Asien und Pazifik mit 204 Projekten. Über das Jahr fördert Brot für die Welt mehr als 2.000 Projekte mit einer durchschnittlichen Laufzeit von drei Jahren. Diese werden bevorzugt mit Partner vor Ort durchgeführt. Bammessel in seiner Eröffnungspredigt: „Das bedeutet: Hinhören, was die Menschen wirklich brauchen und wollen. Die großspurigen europäischen und amerikanischen Besserwisser-Projekten gehen viel zu leicht an den Realitäten vorbei.“

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„Satt ist nicht genug“.

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Brot für die Welt eröffnet am 1. Advent 58. Spendenaktion

Nürnberg, 15.11.2016. Zwei Milliarden Menschen leiden unter chronischem Vitamin- und Nährstoffmangel. Die Folgen: Sie bleiben in ihrer Lern- und Leistungsfähigkeit weit hinter ihren Potentialen zurück und sind anfällig für Krankheiten – sogar schon vor der Geburt. 18 Millionen Babys jährlich werden  wegen Jodmangels mit einem Hirnschaden geboren. Das evangelische Hilfswerk Brot für die Welt stellt darum das Problem der Mangelernährung in den Mittelpunkt auch der kommenden, der 58. Spendenaktion. Für Bayern wird sie unter dem Motto „Satt ist nicht genug“ am 1. Advent mit einem Gottesdienst m oberfränkischen Selb eröffnet.

 

Einen wichtigen Beitrag zur Überwindung von Mangelernährung leisten traditionelle Getreide-, Obst- und Gemüsesorten. Sie sind reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Weil alte Sorten auch an die Boden- und Klimaverhältnisse angepasst sind, halten sie Klimaschwankungen, Dürreperioden oder anhaltende Regenfälle besser aus. Brot für die Welt fördert deshalb den Erhalt und die Wiederbelebung traditioneller und nährstoffreicher Kulturpflanzen auf vielen Kontinenten.

Karin Deraëd, Fachreferentin Brot für die Welt im Diakonischen Werk Bayern, sagt: „Mangelernährung behindert Entwicklung genauso wie Hunger. Deshalb brauchen Kleinbauern, die den Großteil der Nahrung produzieren, freien Zugang zu traditionellem Saatgut. Sie müssen es bewahren, vermehren und weitergeben dürfen, wie sie es immer getan haben.“ Das von den Konzernen entwickelte und mit Marktmacht global verbreitete Saatgut verdrängt die Sorten- und damit Nahrungsvielfalt und trägt zur Mangelernährung wie zur Verarmung vieler Kleinbauern bei. Ihr Traum von wirtschaftlicher Selbständigkeit endet so oft im Slum. Mittel- und arbeitslos müssen sie sich von dem ernähren, was sie nur irgend ergattern können – und sei es auf Müllhalden. Deraëd: “Von ausreichender und gesunder Ernährung kann da nicht mehr nicht die Rede sein. Das gilt leider auch für die, die es geschafft haben, einen Billiglohnjob zu bekommen, der sie 12-14 Stunden am Tag von zuhause fern hält.“ Fettes, süßes Junkfood und Billigkonserven stillen den Hunger von Slumbewohnern weltweit. Aber nicht ihren Bedarf an vielfältigen Vitaminen und Mineralien: notwendige Treibstoffe fürs Leben fehlen ihnen.

 

Die Eröffnung für Bayern findet am 1. Advent, den 27. November 2016, um 10.00 Uhr in der Stadtkirche St. Andreas in Selb statt, die Predigt hält der Präsident der Diakonie Bayern, Michael Bammessel. Oberkirchenrätin Dr. Dorothea Greiner wird die Aktion für Bayern eröffnen. Beide stehen im Anschluss an den Gottesdienst selbstverständlich für Gespräche zur Verfügung.

 

Brot für die Welt, das weltweit tätige Hilfswerk der evangelischen Landes- und Freikirchen in Deutschland, wurde 1959 gegründet. Wirkliche Hilfe muss dem Armen helfen, sich selbst zu helfen, lautete ein entscheidender Grundsatz, der bis heute gilt. Brot für die Welt" gehört zu den bekanntesten und erfolgreichsten Hilfsaktionen der Bundesrepublik; seit ihrer Gründung im Jahr 1959 wurden alleine in Bayern über 300 Millionen Euro gesammelt. Im vergangenen Jahr hat das Hilfswerk weltweit 536 neue Projekte bewilligt, regionale Schwerpunkte waren Afrika mit 210 Projekten sowie Asien und Pazifik mit 204 Projekten. Über das Jahr fördert Brot für die Welt mehr als 2.000 Projekte mit einer durchschnittlichen Laufzeit von drei Jahren. Traditionell ist die Weihnachtskollekte in den rund 14.000 evangelischen Gemeinden Deutschlands für Brot für die Welt bestimmt.

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Ihr Kontakt

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    Pressesprecher
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    Daniel Wagner
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    Diakonisches Werk Bayern e.V.
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    Nürnberg
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