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Symbolbild: Pressearbeit der Diakonie Bayern

Diakonie in Bayern für die Presse

Die Medien sind wichtige Gesprächspartner für die Diakonie in Bayern, die sie kritisch und konstruktiv begleiten. Gleichzeitig ist die Diakonie im Freistaat eine wichtige Ansprechpartnerin, wenn es um fundierte sozialpolitische Positionen, aber auch um Ansprechpartner und -partnerinnen in den Einrichtungen und Diensten geht.

Die Pressestelle des Landesverbandes steht den Mitarbeitenden der Medien darum jederzeit für Anfragen zur Verfügung.

Meldungen 2016

“Jetzt fängt die Arbeit erst richtig an.“

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Diakonie Bayern: Integration von Flüchtlingen braucht rasche Investitionen in Begleitung und Beratung.

Nürnberg, 21.07.2016 Der Finanzbedarf für die Integration von Flüchtlingen wird auf absehbare Zeit unverändert hoch bleiben. Davon ist die Diakonie Bayern überzeugt und fordert die Staatsregierung auf, entsprechende Mittel im kommenden Haushalt einzuplanen. „Die Zahl der Anerkennungen nimmt zu“, so Michael Bammessel, Präsident der Diakonie Bayern – „umso mehr müssen wir in die Migrationsberatung investieren.“ Denn mit der Anerkennung endet der Beratungsbedarf ja nicht. „Im Gegenteil – jetzt fängt die Arbeit erst richtig an.“ Für die Integration der bleiberechtigten Flüchtlinge seien viele Unterstützungsmaßnahmen erforderlich und dazu gehörten neben der Sprachförderung  auch die individuellen Beratungshilfen.

In den bayerischen Unterkünften lebt eine stetig wachsende Zahl anerkannter Flüchtlinge. Damit steigt der Bedarf an Migrationsberatung, die anerkannten Flüchtlingen hilft, in der Gesellschaft Fuß zu fassen, enorm an. Bammessel: „Erst nach dem Abschluss des Asylverfahrens kann die Integration richtig beginnen, denn jetzt ist klar, dass es für die Geflüchteten auch eine langfristige Perspektive gibt.“ Aus diesem Grund müssten nun deutlich mehr Mittel in die Migrationsberatung investiert werden.

Augenblicklich gibt es bei der bayerischen Diakonie 31 Vollzeitstellen für die Migrationsberatung Erwachsener (MBE) sowie 18 Vollzeitstellen bei den Jugendmigrationsdiensten (JMD). Der Bedarf, so Bammessel, liege jedoch weitaus höher: „Uns liegen die Interessensbekundungen aller Verbände in Bayern vor. Demnach können wir von einem Bedarf von weit über 100 Vollzeitstellen für die MBE ausgehen, auf die Diakonie entfielen gegenwärtig insgesamt 70 Stellen – zusätzlich zu den bereits bestehenden 31 Stellen.“ Er gehe davon aus, dass der Bedarf bis Jahresende nochmals deutlich anwachsen würde. Bammessel: „Die Diakonie wird auch hier wieder einen finanziellen Eigenbeitrag leisten, wie bei allen Beratungsdiensten. Wie schon bei der Asylsozialberatung werden auch bei der Migrationsberatung die staatlichen Pauschalen die tatsächlichen Kosten nicht decken. Allerdings muss die Finanzierungslücke deutlich kleiner werden als bisher. Sonst ist der dringend nötige Ausbau unmöglich.“

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Inklusion oder Exklusion?

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Finissage mit Podiumsdiskussion zur Ausstellung „Kunst trotz(t) Handicap“ am 14. Juli

Nürnberg, 12.07.2016 Mit einer ungewöhnlichen Finissage endet am kommenden Donnerstag, den 14. Juli, die vielbeachtete Ausstellung „Kunst trotz(t) Handicap“ in der Nürnberger Egidienkirche. Nach einer Führung durch die Ausstellung mit Werken von mehr als 80 Künstlerinnen und Künstlern aus ganz Deutschland diskutieren Experten unter dem Titel „Inklusion oder subtile Exklusion?“ über die Teilhabemöglichkeit von Menschen mit Behinderung.

 

 

 

Auf dem Podium: Bernd Zachow von den Nürnberger Nachrichten, Thomas Bannasch, Geschäftsführer der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe (München), Rudi Bodmeier, atelier Heilpädagogisches Centrum Augustinum (München), Klaus Mecherlein, Leiter des Heilpädagogischen Centrums Augustinum (München) sowie Ausstellungskurator Andreas Pitz. Moderiert wird die Veranstaltung von Michael Bammessel, Präsident der Diakonie in Bayern.

 

Die Wander-Ausstellung „Kunst trotz(t) Handicap“ der Diakonie Deutschland war seit dem 15. Juni 2016 in der Egidienkirche, im „eckstein“ – Haus der Kirche und im Diakonischen Werk Bayern in Nürnberg zu sehen. Sie verbindet Werke von Künstler/innen mit Handicap aus 20 Ateliers in Deutschland mit Werken von renommierten Künstler/innen, die sich mit dem Thema Behinderung und Inklusion auseinandersetzen. Die Finissage beginnt am 14. Juli um 18.00 Uhr.

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Fünf Jahre Bundesfreiwilligendienst bei der Diakonie

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Ein Erfolgsmodell feiert Geburtstag

Nürnberg, 29. 06. 2016 Mehr als 1.200 Plätze pro Jahr in sieben verschiedenen Arbeitsfeldern von Diakonie und Kirche – wer sich in Bayern freiwillig engagieren will, hat eine große Auswahl. Am häufigsten nachgefragt: Der neugeschaffene Bundesfreiwilligendienst (BFD) sowie das bewährte Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) in der ambulanten Arbeit, in der Kirchengemeinde und in der Behindertenhilfe. „Das Spektrum unserer Plätze ist groß und ermöglicht vielfältige soziale Erfahrungen“, so Michael Bammessel, Präsident der Diakonie Bayern. Sein Fazit nach fünf Jahren Bundesfreiwilligendienst: „Ein absolutes Erfolgsmodell – für alle Beteiligten.“

 

Eingeführt wurde der Dienst, nachdem durch die Aussetzung der Allgemeinen Wehrpflicht auch der Zivildienst entfallen war. Die neuen Angebote für junge Menschen („Bundesfreiwilligendienst“- BFD) und Menschen mit Ausbildung oder Berufserfahrung („Bundesfreiwilligendienst für Ältere“ – BFD 27+) ergänzen als zweite Säule seit 2011 das bereits seit 1964 angebotene „Freiwillige Soziale Jahr“ (FSJ) und das „Freiwillige Ökologische Jahr“ (FÖJ, seit 1993). Erst im Jahr 2016 hinzugekommen ist der „Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug (BFD-F)“.

 

„Die Diakonie bietet damit eine erstaunliche Bandbreite von Erfahrungsräumen“, so Bammessel heute in Nürnberg, „und damit auch immer mehr Menschen die Möglichkeit, sich freiwillig für einen bestimmten Zeitraum zu engagieren.“ Neben der ambulanten Arbeit, der Kirchengemeinde und der Behindertenhilfe würden die Freiwilligen in der Diakonie auch in der Gemeinwesenarbeit, der Kulturarbeit, in Einrichtungen für psychisch kranke Menschen sowie in Kinderkrippen mitarbeiten.

 

Dabei war die Einführung der neuen Dienste am 1. Juli 2011 zwar nicht holprig, aber doch mit Unsicherheiten verbunden. Würden die Einrichtungen den Wegfall des vertrauten „Zivis“ einfach so verkraften? Und würden sich genügend Interessenten für die Alternativen BFD und BFD 27+ finden lassen? Bammessel zufolge ist den Einrichtungen der Übergang vom Zivildienst auf die Freiwilligendienste, wie die Angebote zusammenfassend genannt werden, gelungen - wenn auch nicht alle entfallenen Zivildienststellen durch die neuen Dienste ersetzt werden konnten. „Dies wird aber durch den Charakter von BFD und FSJ als wirkliche Freiwilligendienste wieder wettgemacht.“ Sie seien eben kein Wehrersatzdienst mit einem verpflichtenden Charakter.

 

Fünf Jahre nach der Einführung zeigt sich darum: Die Dienste haben manches verändert, und sie funktionieren. „Die Struktur der Teilnehmenden hat sich verändert: War früher der Anteil der Männer – durch den Zivildienst als Wehrersatzdienst – deutlich höher, so hat in den vergangenen Jahren der Anteil der Frauen unter den Freiwilligen  zugenommen.“ Als erfreulich bewertet es Bammessel auch, dass die Freiwilligendienste für viele zunehmend der Einstieg in die soziale Arbeit ist. „In Bayern werden etwa zehn Prozent aller Bundesfreiwilligen über 27 Jahre von den Einrichtungen der Diakonie, in denen sie eingesetzt sind, übernommen – entweder in eine Ausbildung oder aber in ein reguläres Beschäftigungsverhältnis“.

 

An der Attraktivität der Angebote hat Bammessel keinen Zweifel. „Wir haben erst vor kurzem begonnen, unsere Plätze für den Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug BFD-F zu bewerben. Bereits innerhalb weniger Tage haben wir schon zehn Prozent der Stellen besetzt.“ Der Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug war Teil des Asylverfahrens­beschleunigungsgesetzes. Durch ihn sollten die Möglichkeiten deutlich erweitert werden, sich im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes für Flüchtlinge zu engagieren.

 

Bammessel: „Die Freiwilligendienste verändern den Blick – auf andere, auf sich selbst, auf das Leben. Und viele Freiwillige sagen nachher: Diese Erfahrung hat mein Leben verändert.“   

 

Weitere Informationen rund um das Freiwillige Soziale Jahr und den Bundesfreiwilligendienst bei der Diakonie in Bayern finden Sie unter www.diakonie-bayern.de sowie unter www.miteinander-freude-leben.de

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Sozialwirtschaft auf der Suche nach den Sozialexperten von morgen.

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Jahresempfang der Diakonie Bayern:

Nürnberg, 27.06.2016 Der Fachkräftemangel in der Sozialwirtschaft und mögliche Gegenstrategien standen im Mittelpunkt des Jahresempfangs der Diakonie Bayern heute in Fürth. Acht namhafte Referenten und Referentinnen diskutierten mit etwa 150 geladenen Gästen unterschiedliche Lösungsansätze – von der Positionierung der Diakonie als Arbeitgebermarke in sozialen Netzwerken bis hin zu Erfahrungen mit Pflegemitarbeitenden aus dem Ausland.

 

Der Festredner der Veranstaltung, Professor Dr. Markus Schmitz, Vorsitzender der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit, betonte in seinem Vortrag die Rolle der Zuwanderer  für den deutschen Arbeitsmarkt: „Die Sozialwirtschaft ist eine der größten Wachstumsbranchen Bayerns und der demographische Wandel wird ihre Bedeutung weiter verstärken. Die Zuwanderung – gerade aus dem europäischen Ausland! – leistet schon heute einen wichtigen Beitrag, um Fachkräfte für diese Branche zu gewinnen. Gleichzeitig zeigen aber auch verschiedene Initiativen auf dem heimischen Arbeitsmarkt, wie etwa zur Altenpflege, dass es bei überlegter Anstrengung auch heute schon gelingen kann, aus dem einheimischen Potenzial zusätzliche Fachkräfte zu gewinnen.“ Die auf dem Fluchtwege nach Deutschland gekommenen Menschen würden zwar kurzfristig nicht dazu beitragen können, den Fachkräfteengpass in der Sozialwirtschaft zu überwinden. Volkswirtschaftlich wirkt die Zuwanderung von Flüchtlingen aber wie ein kleines Konjunkturprogramm, da es zunächst einmal zusätzliche Bedarfe nach Fachkräften auslöse. „Mittelfristig erscheint es aber durchaus realistisch, dass Menschen aus den Fluchtgebieten auch selbst in diese Branche wechseln. Dazu müssen wir diese Menschen aber beim Spracherwerb, der Kompetenzerfassung sowie der Qualifizierung und ganzheitlichen Betreuung unterstützen. Mit unserem Arbeitsmarktprogramm Flucht, das allein für dieses Jahr mit 85 Millionen Euro dotiert ist, setzen wir alles daran, Geflüchteten in Bayern individuelle Angebote zu unterbreiten und nachhaltig in den Arbeitsmarkt zu bringen. Dabei ist klar: Integration ist Marathon, kein Sprint. Dann können Geflüchtete auch in der Sozialbranche zu Fachkräften von übermorgen werden.“

 

Diakoniepräsident Michael Bammessel warb für einen realistischen Umgang mit dem Thema Zuwanderung: „Wir erleben häufig eine Diskussion der Extreme – Zuwanderung ist dann entweder der Königsweg für den Arbeitsmarkt oder aber eine Katastrophe. Beides ist falsch.“ Nicht für jeden Flüchtling werden sich die Hoffnungen erfüllen, in Deutschland rasch eine Arbeit und eine eigenes Auskommen zu finden. Viele aber werden ihre Chance sehen und sie nutzen. „Sie bringen Erfahrungen und Fähigkeiten mit, von denen Deutschland profitieren kann.“ Bammessel wies aber auch auf die Anstrengungen hin, die damit verbunden seien: „Die Integration der Flüchtlinge, die bei uns bleiben werden, ist eine der Zukunftsaufgaben für unsere Gesellschaft. Wenn wir sie meistern, wird es ein Gewinn für unser Land sein“

 

Angesichts sinkender Flüchtlingszahlen warnte Bammessel davor, die Integrationsaufgaben der kommenden Monate und Jahre zu unterschätzen. Damit die Menschen eine wirkliche Perspektive in Deutschland haben, bräuchten sie Begleitung und Unterstützung, etwa durch entsprechende Migrationsberatung. „Bayern hat in den vergangenen Monaten viel getan, um die Flüchtlinge aufzunehmen und zu versorgen. Nun muss unsere Anstrengung ihrer Zukunft gelten.“ 

 

 

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Rot und voller Lebensfreude

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Ausstellung „Kunst trotz(t) Handicap“ in Nürnberg

Nürnberg, den 8.6.2016 Die Ausstellung der Diakonie Deutschland „Kunst trotz(t) Handicap“ wird vom 15. Juni bis 14. Juli 2016 in Nürnberg gezeigt, an drei verschiedenen Orten: in St. Egidien, im „eckstein“ – Haus der Kirche und in der Geschäftsstelle des Diakonischen Werkes Bayern. Sie lädt dazu ein, eigene (Vor-)Urteile, Ansichten und Einstellungen zu überprüfen und die Vielfalt, Qualität und Besonderheit von Kunst kennen zu lernen, die von Menschen mit körperlichen und seelischen Beeinträchtigungen geschaffen wurde.

 

„Kunst trotz(t) Handicap“ – der Titel ist Programm: Kunst lehnt sich auf gegen Behinderung, Einschränkung und Beeinträchtigung. Kunst von Menschen mit Behinderung ist Kunst, d. h. sie fordert den gleichen Stellenwert in der Gesellschaft ein wie die Kunst von nichtbehinderten Menschen. Sie hat zugleich ein spezifisch Eigenes und eine besondere Qualität, die von der Art der Beeinträchtigung der Künstler/innen bestimmt wird.

 

Das Titelbild des Katalogs von Aurel Arens „rot/petrol“ (2007) strahlt Kraft, Lebensfreude und Energie aus. Aurel Arens arbeitet im Atelier der Pflege- und Lebensgemeinschaft in Wuppertal. Aus dieser und weiteren 20 Ateliers in ganz Deutschland stellte Kurator Andreas Pitz die Ausstellung zusammen und ergänzte sie um Werke von Künstlerinnen und Künstlern, die nicht behindert sind, sich jedoch mit dem Thema beschäftigen. So entstand eine inklusive Ausstellung, die einen Beitrag zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention leisten möchte und auch zum kritischen Nachdenken über den Begriff der ‚Inklusion‘ anregt.

 

Die Ausstellung in Nürnberg wird ergänzt um Werke von regionalen Künstler/innen mit Behinderung, die in der Künstlergruppe Chroma Omada und in der WerkStadt Lebenshilfe Nürnberg gGmbH entstanden sind. Diese Bilder werden im „eckstein“ gezeigt.

 

Die Ausstellung wird am 15. Juni 2016 um 18.00 Uhr  mit einer Vernissage in St. Egidien eröffnet. Im Anschluss dazu führt Kurator Andreas Pitz durch die Ausstellung.

 

 

Die weiteren Öffnungszeiten der Ausstellung vom 15.6. bis 14.7.2016:

 

St. Egidien, Egidienplatz, Altstadt Nürnberg:

täglich von 9 Uhr bis 18 Uhr

 

„eckstein“ – Haus der Kirche, Burgstraße 1-3, 90403 Nürnberg:

Mo-Fr von 9 Uhr bis 20 Uhr

Sa von 9 Uhr bis 17 Uhr

 

Diakonisches Werk Bayern, Pirckheimerstraße 6, 90408 Nürnberg:

Mo-Fr 9-12 Uhr und Mo-Do 13.30 bis 16 Uhr

Besucherinnen und Besucher werden gebeten, sich an der Pforte zu melden.

 

Weitere Informationen zur Ausstellung und zum umfangreichen Rahmenprogramm finden Sie hier:

 

http://www.diakonie-bayern.de/kampagnen-messen-veranstaltungen/ausstellung-kunst-trotzt-handicap-vom-156-bis-1472016-in-nuernberg.html

 

sowie unter

 

www.kunst-trotzt-handicap.de

 

Weitere Informationen erhalten Sie außerdem im

 

Diakonischen Werk Bayern

Dr. Leonie Krüger

Referentin für Öffentlichkeitsarbeit

Pirckheimerstraße 6

90408 Nürnberg

Tel.: 0911 9354-207

E-Mail: krueger(at)diakonie-bayern(dot)de

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Anlaufstelle für immer mehr Menschen in Armut aus Osteuropa

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Große Herausforderung für die Bahnhofsmissionen in Bayern

Nürnberg, 8. Juni 2016 Sie haben keine Bleibe, kein Geld, kein Essen: viele Osteuropäer, die in der Hoffnung auf Arbeit und ein besseres Leben nach Bayern kommen, stranden in der Bahnhofsmission. So war die Arbeit in den kirchlichen Anlaufstellen im vergangenen Jahr mancherorts nicht nur geprägt von der Flüchtlingswelle. „Sehr zu schaffen machte manchen Bahnhofsmissionen die Not von Zuwandernden aus dem osteuropäischen Ausland“, so Hedwig Gappa-Langer und Michael Frank von der Arbeitsgemeinschaft der kirchlichen Bahnhofsmissionen in Bayern, denn „hier kommen die Mitarbeitenden in vielen Fällen spürbar an ihre Grenzen.“

Insgesamt fast 250 000 Mal nahmen Hilfesuchende 2015 die unbürokratische Unterstützung der 13 Bahnhofsmissionen in Bayern in Anspruch, teilen die katholi schen und evangelischen Einrichtungen in einer Presseinformation mit. Die 320 haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden erbrachten fast 470 000 Hilfeleistungen. Darunter waren neben der Ausgabe von Notproviant knapp 56 500 materielle Hilfen, darunter Ersatzkleidung. Das ist gegenüber dem Vorjahr noch einmal eine Steigerung um acht Prozent. Jeder dritte Gast ist laut Statistik von Armut betroffen.

Mittellosigkeit ist zwar nicht nur ein Problem der zugewanderten Gäste. Für Hedwig Gappa-Langer, zuständige Referentin beim Frauenfachverband IN VIA Bayern e.V., zeichnet sich hier eine bedenkliche Entwicklung ab: „Auffallend ist, dass immer mehr Männer und Frauen aus Südosteuropa kommen, die sich in einer existentiellen Notlage befinden.“ Sie sprechen kein Deutsch, haben keinen Job, keine Unterkunft und ihr Anspruch auf Hilfen ist unklar und wird in der Rechtsprechung unterschiedlich bewertet. Nicht wenige sind krank, psychisch belastet und leben inzwischen hier auf der Straße – manchmal sogar mit ihren Familien, bestätigen die Leitungen der Bahnhofsmissionen vor Ort. „Es hat sich eine neue Obdachlosigkeit entwickelt“, sagt Anita Dorsch von der Nürnberger Station, „die meisten tragen das, was sie haben, auf dem Leib.“ Das Frustrierende dabei: „Es gibt kaum Möglichkeiten zu helfen und wenig zu beraten.“ Einen vorübergehenden Schlafplatz vermitteln, auf eine Kleiderkammer verweisen oder bei der Rückreise ins Heimatland helfen – mehr geht meist nicht. 

 

Das ist auch in Augsburg so, wo sich die Bahnhofsmission zu einer Art „Überlebensinsel“ für neu zugewanderte EU-Bürger entwickelt hat. „Unsere Anlaufstelle ist für sie so wichtig, weil sie von den anderen Hilfesuchenden toleriert werden, sich treffen und in Ruhe neue Kraft tanken können“, sagt Lisa Hagins vom Diakonischen Werk.  Fast jede(r) zweite Hilfesuchende hier hat mittlerweile Migrationshintergrund. Sogar Familien mit kleinen Kindern sind dabei, „sie wohnen im Auto, sehen aber trotzdem keinen Anreiz in ihre Heimat zurückzukehren“, so Dagmar Kunkel-Epple, Leiterin der Augsburger Einrichtung. Das gilt besonders auch für Angehörige ethnischer Minderheiten aus diesen Ländern.

War ihr früheres Leben schon von Armut und Ausgrenzung gekennzeichnet, sind die Perspektiven auch in Deutschland alles andere als rosig – nicht zuletzt, weil „sich keiner verantwortlich fühlt und hinschaut“, bedauert Susanne Mai vom Diakonischen Werk Regensburg und evangelische Leitung der Bahnhofsmission: „Wir haben es mit mittellosen Menschen zu tun, die nichts zurück zieht und die einfach nicht weiter wissen.“ Viele kommen mit völlig unrealistischen Vorstellungen oder werden mit falschen Versprechungen hergelockt und in prekären Arbeitsverhältnissen ausgebeutet, ergänzt Anton Stadler, Geschäftsführer von IN VIA Regensburg und katholischer Leiter der Einrichtung.

Hilfe wird dringend benötigt, die Möglichkeiten sind jedoch stark begrenzt. „Die Armutsmigration vornehmlich aus Osteuropa bedarf politischer Lösungen. Solange es diese nicht gibt, arbeiten wir mit Blick auf die betroffenen Menschen an improvisierten Notlösungen mit hohem persönlichen Aufwand ohne wirkliche Perspektiven“, sagt Michael Lindner-Jung, Chef der Würzburger Einrichtung. Etwas Entlastung bieten in verschiedenen Städten Projekte, die aus dem „Europäischen Hilfsfonds für die am stärksten von Armut betroffenen Personen“ (EHAP) gefördert werden. Grundsätzlich müsse aber der Gesetzgeber für rechtliche Klarheit sorgen, findet Lisa Hagins aus Augsburg: „Die unterschiedlichen Entscheidungen des Bundessozialgerichtes und der verschiedenen Landessozialgerichte sorgen für Unklarheiten und Unsicherheiten in der Beratung. Hier schuldet der Staat nicht nur den Betroffenen, sondern auch den Beratungsstellen mehr Klarheit. Denn Unklarheit führt zu Ausgrenzung.“

Zusammenfassend stellen Hedwig Gappa-Langer von IN VIA Bayern e.V. und ihr Kollege Michael Frank vom Diakonischen Werk Bayern fest, dass die wachsenden Armutsprobleme in Deutschland und Europa die Arbeit der Bahnhofsmissionen stark bestimmen.
Als niedrigschwellige Einrichtung am zentralen Ort Bahnhof sind die kirchlichen Dienste in der Regel erste und oft auch letzte Anlaufstelle für Hilfesuchende. Sie versuchen zu helfen, wo andere Einrichtungen die Menschen oft nicht mehr erreichen. Menschen in Not wenden sich in ihrer Perspektivlosigkeit vor allem auch an die Bahnhofsmissionen, dort wo für sie andere Angebote fehlen. „Auch wenn Bahnhofsmissionen es als ihre Aufgabe sehen in jeder Hinsicht und für alle humanitäre Hilfe zu leisten, ist dies nicht ganz spannungsfrei. Zum einen weil manche Einrichtungen aufgrund ihrer räumlichen und personellen Situation einen größeren Zulauf kaum bewältigen können. Zum anderen aber auch, weil weiterführende Hilfeangebote nicht vorhanden sind.“

 

Anderen, oft Älteren, Menschen mit Behinderung oder Familien mit Kindern, stehen die Mitarbeitenden mit Umsteigehilfen und Begleitangeboten im Zug zur Seite. Rund 38 000 einzelne Hilfen rund um das Bahnfahren haben die bayerischen Bahnhofsmissionen für Menschen unterwegs geleistet, ein weiteres „Kerngeschäft“ der Bahnhofsmissionen.

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Ausgrenzung statt Integration.

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Diakonie Bayern sieht nach wie vor gravierende Mängel beim bayerischen Gesetzesvorhaben.

Nürnberg, 31.05.2016 Die Diakonie Bayern sieht weiterhin starken Überarbeitungsbedarf beim geplanten Integrationsgesetz der Bayerischen Staatsregierung. „Die fundierten Stellungnahmen der Diakonie und anderer Verbänden haben enttäuschend wenig Beachtung gefunden. Es steht zwar Integration drauf – aber es ist Ausgrenzung drin“, sagte der Präsident der Diakonie Bayern, Michael Bammessel, heute in Nürnberg. Wer die willkürliche Kontrolle fremdländisch aussehender Menschen etwa vor dem Besuch einer Badeanstalt in Gesetzesform gieße, fördere nicht die Integration, sondern verstärke die Ausgrenzung.

Bammessel zufolge konzentriere sich das geplante Gesetz zu stark auf Sanktionen für vermeintliche Vergehen von Flüchtlingen. „Für ein Integrationsgesetz ist erstaunlich wenig über die Förderung von Integration darin enthalten.“  Hinzu kämen zahlreiche unbestimmte Rechtsbegriffe. Bammessel „Einige Passagen werden sich darum weder als alltagstauglich noch als vor Gericht haltbar erweisen.“ Er forderte die Staatsregierung daher auf, den Gesetzesentwurf noch einmal zu überarbeiten und dabei auch die Fachkompetenz der Institutionen einzubeziehen, die sich tagtäglich mit der Integration beschäftigen. „Dazu gehören auch der Integrationsbeauftragten und die Mitglieder des Integrationsrats der Staatsregierung, deren Meinung zwar angehört, aber nicht berücksichtigt wurde.“

Positiv vermerkt der Diakoniepräsident, dass es gegenüber dem ursprünglichen Entwurf nun weniger Einschränkungen beim Schulbesuch von Kindern in den Erstaufnahmeeinrichtungen gebe. An anderen Stellen habe die Staatsregierung jedoch in keiner Weise auf die Problemanzeigen der Diakonie reagiert. So ergeben sich für die Träger von Kinderbetreuungseinrichtungen aus dem geplanten Gesetz nach wie vor massive Finanzierungsschwierigkeiten. Sie sollen laut Entwurf zur Sprachförderung verpflichtet werden können, wenn die Sprachkenntnisse der Flüchtlingskinder nicht für einen Schulbesuch ausreichen. Bammessel: „Es ist völlig klar: Die erfolgreiche Vermittlung von Sprachkenntnissen für Flüchtlingskinder ist mit der bisherigen Personal- und Mittelausstattung nicht zu schaffen.“ Wer so etwas in ein Gesetz hineinschreibe, müsse auch sagen, wie das finanziert werden soll. „Diese Aufgaben den Einrichtungen ohne zusätzliche Mittel aufzubürden, sorgt nicht nur für Frustration bei allen Beteiligten, sondern kann auf lange Sicht sogar gefährlich werden – wenn die unterschiedlichen Interessenslagen in einer Einrichtung gegeneinander ausgespielt werden.“

Dass die Integration in Bayern selbst einen gesetzlichen Rahmen erhalten soll, begrüßte Bammessel hingegen ausdrücklich. Dies gelte etwa für die Migrationsberatung, deren staatliche Unterstützung nun auch gesetzlich verankert werden soll. „Wir stellen bereits jetzt einen steigenden Bedarf fest, dem nun durch entsprechende Haushaltsansätze Rechnung getragen werden muss.“

Der Entwurf eines bayerischen Integrationsgesetzes war Ende Februar 2016 im bayerischen Kabinett beschlossen worden. Nach einer Verbändeanhörung soll es nun am 1. Juni in den Landtag eingebracht werden.

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Wer Menschen beistehen will, muss manchmal auch kämpfen können.

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Diakoniepräsident Michael Bammessel wird 60

Nürnberg, 31.5.2016 Als „tief im Glauben verwurzelter, streitbarer Anwalt für die Menschen“ hat Heiner Götz, der Vorsitzende des Diakonischen Rates, Michael Bammessel gewürdigt. Der Präsident des zweitgrößten bayerischen Wohlfahrtsverbandes feiert am 1. Juni seinen 60. Geburtstag.

„Insbesondere in der Diskussion um die Asyl- und Flüchtlingspolitik wird die Diakonie im Freistaat deutlich wahrgenommen. Das hat sie auch Michael Bammessel zu verdanken, der sich immer wieder für diese Menschen einsetzt. Dabei ist ihm die christliche Nächstenliebe besonders wichtig“, so Götz weiter. Bammessel scheue sich nicht, der Staatsregierung auch ein diakonisches „So nicht“ entgegenzuhalten, wenn es notwendig sei.

Auch für die Pflege habe sich die bayerische Diakonie unter Bammessel immer wieder eingesetzt. „Wenn in Bayern für die Pflege auf die Straße gegangen wird, ist der Diakoniepräsident in der Regel an vorderster Front dabei.“

Verbandspolitisch spielen für Bammessel insbesondere das Arbeitsrecht – der sogenannte „Dritte Weg“ - sowie die Frage der kirchlichen Zugehörigkeit von Mitarbeitenden der Diakonie eine Rolle. „Bammessel sucht das Gespräch mit allen Seiten – mit den Gewerkschaften und den Mitarbeitendenvertretungen ebenso wie mit den Trägern der Diakonie in Bayern. Dabei handelt er stets im Interesse der bayerischen Diakonie.“ Auch darum würden sich die Mitglieder von ihm gut vertreten wissen.

Bammessel, der in Neuendettelsau, Tübingen und Erlangen Theologie studierte, hat das Amt des Diakoniepräsidenten im Sommer 2011 von Ludwig Markert übernommen. Zuvor war er Stadtdekan in Nürnberg. Als Präsident der Diakonie vertritt er über 1.300 Träger mit mehr als 3.000 Einrichtungen und mehr als 86.000 Mitarbeitenden. Bammessel ist zudem Mitglied der Landessynode der ELKB sowie Mitglied in verschiedenen Gremien der Diakonie auf Bundesebene.

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Pflegekräfte demonstrieren für bessere Arbeitsbedingungen

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Bayernweite Kundgebung aller großen Wohlfahrtsverbände in Nürnberg am 12.5., dem Tag der Pflege

Nürnberg, 3. Mai 2016 „Die Pflege ist einer der schönsten Berufe überhaupt. Wir sind nicht damit einverstanden, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch schlechte Rahmenbedingungen immer weiter in die Enge getrieben werden.“ So begründet Michael Groß von der Nürnberger Caritas, warum die Wohlfahrtsverbände Arbeiterwohlfahrt, Bayerisches Rotes Kreuz, Caritas, Diakonie und der Paritätische erneut gemeinsam zu einer Demonstration am Tag der Pflege aufrufen. Unter dem Motto „Wir pflegen Bayern!“ werden am 12. Mai 2016 von 15.30 bis 17.00 Uhr Pflegekräfte aus ganz Bayern unübersehbar und lautstark in Nürnberg auf die Straße gehen.

 

„Wir, die wir in der Pflege arbeiten, müssen selbst für unsere Anliegen eintreten, denn sonst tut das niemand für uns“, betont Groß als Sprecher der Organisatoren. Die Unzufriedenheit der Pflegekräfte mit Politik und Kranken- bzw. Pflegekassen sei groß. Zu schleppend gingen diese auf die Beschwerden der Pflegenden ein. Das Leiden unter Zeitmangel und zu viel Dokumentationsaufwand begleite die Pflege nun schon seit vielen Jahren. „Es ist ein Zeichen unserer wirklich guten Zusammenarbeit, dass alle großen Wohlfahrtsverbände in Bayern gemeinsam an diesem Tag auf die Straße gehen“, so die Organisatoren.

 

Wesentlicher Grund für die Demonstration am Internationen Tag der Pflege ist der nach wie vor zu schlechte Personalschlüssel sowohl in der stationären wie der ambulanten Pflege. Die gegenwärtig vorgeschriebene Relation von Pflegekraft zu Pflegebedürftigen erzeuge einen zu hohen Zeitdruck auf das eingesetzte Personal. „Letztlich Abhilfe schaffen können hier nur Politik und Kassen gemeinsam. Doch sie agieren aus Kostengründen viel zu zögerlich“, moniert Groß, der Geschäftsführer des Caritasverbandes Nürnberger Land ist. Viele Probleme, die in der Pflege auftreten, entstehen auf Grund des defizitären Personalschlüssels. Dabei haben die Kassen momentan Milliardenüberschüsse, und mehr Geld würde die Situation in der Pflege fühlbar entspannen.“ Auch die Bevölkerung, die auf die Versorgung ihrer pflegebedürftigen Angehörigen angewiesen sei, trage Verantwortung, durch Druck auf die Politik für bessere Bedingungen zu sorgen.

 

Die Wohlfahrtsverbände kritisieren auch, dass die Politik stationäre und ambulante Pflege immer gegeneinander ausspiele. Nötig sei ein gutes Gesamtangebot mit beiden Hilfeformen. „ambulant UND stationär. Für Vielfalt in der Pflege“ lautet daher eine Parole der Demonstration. Dem Unvermögen von Politik und Kassen halten die rund 11.500 Pflegekräfte in Mittelfranken selbstbewusst entgegen: „Ohne uns sieht die Altenpflege alt aus!“ Sandra Schuhmann, amtierende Sprecherin der Bezirksarbeitsgemeinschaft der öffentlichen und freien Wohlfahrtspflege, betont die hohe fachliche Qualität der Pflegekräfte. Auf deren Kompetenz seien die pflegebedürften Menschen in Deutschland und ihre Angehörigen dringend angewiesen. „Modelle, etwa mit Hauswirtschaftshelferinnen eine 24-Stunden-Versorgung sicherzustellen, funktionieren ja nur, weil gut ausgebildetes hiesiges Pflegepersonal hohe Standards bei den pflegerischen Kernaufgaben garantiert.“ 

 

Trotz aller Schwierigkeiten im Alltag ist es den Veranstaltern besonders wichtig, die Attraktivität des Berufsbildes hervorzuheben. „Es gibt wenige Berufe, in denen man so viel Wertschätzung und Dankbarkeit von den Menschen zurückerhält wie in der Pflege“, sagen Michael Groß und Sandra Schuhmann unisono. „Obwohl die Altenpflege in der öffentlichen Meinung oft abgewertet wird, ist sie einer der schönsten Berufe überhaupt.“ Daher wirbt die Demonstration mit dem Aufruf: „Neue Pfleger* braucht das Land – und Pflegerinnen auch!“

 

Die Demonstration am Tag der Pflege beginnt um 15.30 Uhr am Hallplatz in Nürnberg. Dort begrüßt Michael Groß im Namen der Veranstalter die Teilnehmer und eröffnet die Kundgebung. Anschließend zieht ein Demonstrationszug durch die Innenstadt zur Lorenzkirche. Dort wird eine Altenpflegerin von ihrer Situation berichten, anschließend spricht der Bayerische Patienten- und Pflegebeauftragte Hermann Imhof. Für gute Laune sorgen wird der bekannte mittelfränkische Kabarettist Bernd Händel. Zur Verabschiedung spricht Sandra Schuhmann als Sprecherin der mittelfränkischen Wohlfahrtsverbände. Pflegekräfte, Pflegebedürftige, deren Angehörige und Interessierte aus ganz Bayern sind herzlich eingeladen.

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Diakonie Bayern beteiligt sich am Boys‘Day

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Mach es wahr

Nürnberg, 25. April 2016 Diakonie ist weiblich? Auf den ersten Blick scheint es so: Soziale Berufe werden überwiegend von Frauen ausgeübt, sei es in der Pflege, sei es in Einrichtungen der Kinderbetreuung. Das, findet auch die Diakonie in Bayern, soll nicht so bleiben. Auch sie beteiligt sich deswegen am BoysDay am 28. April, dem „Jungen-Zukunftstag“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

 

 

Im Mittelpunkt des Boys’Day stehen Jobs mit einem Männeranteil von 40 Prozent und weniger. Dazu gehören traditionell auch pflegerische und pädagogische Berufe. Jungs, die jetzt wissen wollen, wieviel Erzieher in ihnen steckt, können dies beispielsweise in Roth, Bayreuth oder München erproben. Erfahrungen in der Pflege können sie etwa in Polsingen, Pegnitz oder Michelau machen.

 

Neben der Berufserkundung können die Schüler am Boys’Day auch an pädagogischen Workshops teilnehmen. Hier geht es beispielsweise um männliche Rollenbilder, die Vielfalt der Lebensentwürfe und um die Frage, ob das Modell des männlichen Alleinverdieners nicht längst überholt ist. Seit 2011 haben schon mehr als 164.000 Jungen an rund 25.000 Boys’Day-Angeboten teilgenommen. Der Name für den Jungen-Zukunftstag wurde in Anlehnung an den Mädchen-Zukunftstag gewählt. Dieser wurde im Jahr 2001 anhand einer kleinen Umfrage unter 10 – 15-jährigen Mädchen in Schulklassen und Mädchen-Treffs gewählt. Girls'Day war der eindeutige Favorit. Entsprechend wurde für den Jungen-Zukunftstag 2010 der Name Boys'Day beschlossen.

Eine vollständige Liste der beteiligten diakonischen Einrichtungen findet sich im Internet unter www.diakonie-bayern.de/macheswahr

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Ihr Kontakt

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    Pressesprecher
    Vollständiger Name
    Daniel Wagner
    Firma
    Diakonisches Werk Bayern e.V.
    Adresse
    Postfach 120320
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    Stadt
    Nürnberg
    Telefonnummer
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    E-Mail-Adresse
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