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Angebote für Familien

Die Familie wird wieder entdeckt. Dabei sind es vor allem Probleme und Krisenphänomene, die ein Interesse an Familie neu erwachen lassen,allen voran die zu erwartenden Probleme für den Arbeitsmarkt und die sozialen Sicherungssysteme als Folge des demographischen Wandels.

 

Diesen Eindruck kann man aus der öffentlichen Diskussion gewinnen,die sich auch in Buchtiteln plakativ präsentiert: „S.O.S. Familie – Ohne Kinder sehen wir alt aus ", „Der Aufstand der Familien – Eltern und Kinder kämpfen um ihre Zukunft ", „Deutschland – armes Kinderland – Wie die Ego-Gesellschaft unsere Zukunft verspielt ", „Kinderarmut und Generationengerechtigkeit – Familien- und Sozialpolitik im demographischen Wandel", um nur einige zu nennen.

 

Familie und Gesellschaft sind aufeinander angewiesen: Familien erbringen mit der Erziehung der Kinder einen unverzichtbaren Beitrag zur  Leistungsfähigkeit unserer Gesellschaft. Und sie tragen mit den in Familien erfahrenen typischen Werten wie Geborgenheit, Zuverlässigkeit, Partnerschaft und Solidarität zum menschlichen Antlitz unserer Gesellschaft bei.

 

Andererseits: Familien sind darauf angewiesen, zur Erfüllung ihrer Aufgaben zuverlässige positive Rahmenbedingungen zu haben. Das heißt, Familien brauchen eine unterstützende soziale Infrastruktur, wie bedarfsgerechte Kinderbetreuung, familienorientierte Schulen und Arbeitsplätze, Familienberatung, Elternbildung, sie brauchen familiengerechte Wohnungen und ein familienfreundliches gesellschaftliches Klima.

 

Sind Eltern mit dem Umfang der öffentlichen Hilfen, den Rahmenbedingungen zufrieden? „Wird heutzutage einer jungen Familie mit Kindern vom Staat genügend geholfen, die Belastungen zu tragen,oder wird da nicht genug getan?" Diese Frage wurde Eltern im Rahmen einer repräsentativen Umfrage der Zeitschrift „Eltern" vorgelegt: 15 % antworteten:„Es wird genügend geholfen", weitere 15% konnten sich zu keiner Antwort durchringen, die überwiegende Mehrheit, 70% waren der Meinung:„Es wird nicht genügend getan".

 

Eine Grundvoraussetzung ist die materielle Sicherung durch ein familiengerechtes Einkommen. Kinder dürfen nicht länger ein Armutsrisiko darstellen. 1,5 Million Kinder unter 18 Jahren leben laut UNICEF in Deutschland in Armut. Vor allem allein erziehende Familien, aber auch Ehepaare mit drei und mehr Kindern finden sich überproportional in den unteren Einkommensschichten. Alle Sozialberichte der jüngsten Vergangenheit stellen alarmierend fest: „Kinderreichtum" ist ein zentrales Armutsrisiko. Allein die Tatsache, dass jemand Kinder hat, darf jedocht nicht dazu führen, dass er in Armut abrutscht.

 

Die Diakonie in Bayern setzt sich sowohl politisch für den Stellenwert der Familie als auch mit praktischen Angeboten für Familien ein. Eine Auswahl finden Sie hier.

 

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Weitere Informationen erhalten Sie hier:

 Evangelische Aktionsgemeinschaft für Familienfragen