Anti-Armuts-Projekte in Bayern

„Bei allem Respekt vor der großen Hilfsbereitschaft in unserer Bevölkerung, bei aller Dankbarkeit gegenüber diesem Engagement muss kritisch angemerkt werden, dass all diese Aktionen nichts anderes als ein bürgerschaftliches Engagement, ein Einsatz für die Zivilgesellschaft an einer Stelle sind, an der die öffentliche Hand versagt. Ein Versagen, das zu einem sozial ungerechten System führt. Denn das Ziel der Politik muss es sein, die Hilfsbedürftigkeit auf ein Minimum zu beschränken … (Dr. Ludwig Markert, Präsident der Diakonie in Bayern, bei der 4. Bayerischen Armutskonferenz 2008)
Im Sinne des Zitats ist jedes Projekt Ausdruck einer verfehlten Sozialpolitik. Die Diakonie hilft, wo die Not am größten ist; ihr Ziel ist es aber, dass die Projekte eines Tages überflüssig werden.
Die Kirchliche Allgemeine Sozialarbeit der Bayerischen Diakonie führt jährlich etwa 300 bis 350 Maßnahmen für hilfeberechtigte Personengruppen durch. Darunter sind über 100 Projekte zur Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung für Hartz IV Empfänger und Sozialhilfeempfänger. Sie sind auf dieser Internetseite dargestellt.
Über die Hälfte der Projekte sind in der Trägerschaft der Diakonie. Die zweite Hälfte teilen sich Projekte evangelischer Kirchengemeinden, Kooperationen zwischen Diakonie und Kirchengemeinden sowie Verbünde mit Trägern der freien Wohlfahrt, den Kommunen und Initiativen wie die Tafeln.


