Initiative Hospizarbeit und Palliativcare

„Für die Diakonie liegt menschliches Leben von seinem Beginn bis zu seinem Ende in der Hand Gottes, der ihm Würde und Sinn verleiht.“ Mit diesem Satz hat die bayerische Diakonie im Herbst 2005 deutlich gemacht, von welchem Grundsatz sie sich beim Umgang mit Sterbenden leiten lässt. Freilich: der Diskurs über ethische Fragen am Lebensende muss nicht nur geführt werden, er muss auch Konsequenzen haben – im Interesse der Sterbenden, ihrer Angehörigen und der Mitarbeitenden unserer Einrichtungen.
Unser Anspruch, jedem Menschen ein würdiges Leben bis zuletzt zu ermöglichen, muss in Rahmenbedingungen eingebettet sein, die diese Würde möglich machen. Zu diesen Rahmenbedingungen gehört die ethische und fachliche Qualifizierung der Mitarbeitenden, die diese wichtige und verantwortungsvolle Arbeit leisten. Mit seiner Initiative Hospizarbeit und Palliative Care hat das Diakonische Werk Bayern bereits im vergangenen Jahr weit über 150 Einrichtungen der Altenhilfe erreicht. Im laufenden Jahr setzt das Diakonische Werk Bayern dieses Projekt fort.
Das neue Fortbildungsangebot greift Erfahrungen des letzten Jahres auf, verstärkt die Beratung und Schulung in den Einrichtungen und richtet seinen Blick ganz besonders auf die ambulanten pflegerischen Dienste: Nachdem der Gesetzgeber die Rahmenbedingungen verbessert hat, wollen wir mit der verstärkten Ausbildung von Palliativfachkräften dazu beitragen, den Wunsch der Menschen zu erfüllen: nach einem möglichst schmerzfreien, würdevollen Sterben in den eigenen vier Wänden – in einem Bewusstsein, das bis zuletzt auch das Erleben sozialer Kontakte zulässt.
Die Diakonie in Bayern ist davon überzeugt, dass sie dazu beitragen kann, ein Leben in Würde bis zuletzt zu ermöglichen – unabhängig davon, wo die letzten Stunden eines Lebens verbracht werden.


