Diakonie Bayern wird auch in Chile helfen, aber Schwerpunkt bleibt Haiti - Unterstützung im Rahmen der ACT Alliance und anderer kirchlicher Partner vor Ort
Nürnberg/Stuttgart, 05.03.2010 - Nach dem schweren Erdbeben in Chile unterstützt das Diakonische Werk Bayern Hilfswerke, die Notprogramme im Rahmen des globalen kirchlichen Verbundes "ACT Alliance" (Kirchen helfen gemeinsam) aufgelegt haben. Allerdings bleibt für das Diakonische Werk Bayern der Schwerpunkt der Hilfen zuerst einmal in Haiti. Dort sind die Ressourcen für eine eigenständige Bewältigung der Katastrophe so gering, dass längerfristige Hilfe von außen dringend nötig ist.
Der Leiter der Programmabteilung der Diakonie Katastrophenhilfe, Volker Gerdesmeier, zeigte sich besorgt über die Lage, da noch viele Menschen vermisst werden. Er betonte, dass die bisherige Arbeit in der Katastrophenprävention von "Church World Service" viele Menschen auf diese Krise vorbereitet und so sicher dazu beigetragen hat, dass Betroffene überlebt haben. Auch der württembergische evangelische Landesbischof, Frank-Otfried July, der Vorsitzende des Aufsichtsgremiums der Diakone Katastrophenhilfe, zeigte sich bestürzt über das Ausmaß des Bebens. Die württembergische Landeskirche unterstützt die Arbeit der evangelisch-lutherischen Kirche in Chile.
In Chile ist der "Church World Service" (CWS) aus den USA mit Partnern vor Ort seit Jahren in der Katastrophenvorsorge tätig und will jetzt Nothilfe leisten mit Nahrungsmitteln, Decken und Planen. Aufgrund der zusammengebrochenen Telefonnetze ist eine Kontaktaufnahme mit Partnerorganisationen der Schwesterorganisation "Brot für die Welt" und des Evangelischen Entwicklungsdienstes bisher nur nach Santiago de Chile möglich gewesen. Die Lage im Erdbebengebiet sei ziemlich schlecht, so ein Mitarbeiter von "Brot für die Welt".
Neben CWS sind weitere kirchliche Partner in der Region um die Stadt Concepcion aktiv. Die Schwesterorganisation der Diakonie Katastrophenhilfe "Brot für die Welt" sowie der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) sondieren derzeit die Lage. Zwei dieser Organisationen arbeiten in Concepcion: Der protestantische Entwicklungsdienst "Sepade" betreut vier Berufsschulen und die Evangelisch-lutherische Kirche (Ielch) ist mit einem Projekt in Armenvierteln der Stadt aktiv.
Für ihre Hilfe bittet das Diakonische Werk Bayern um Spenden unter dem Kennwort: "Erdbebenhilfe Chile".
Konto 99 88 0
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BLZ 520 604 10
oder online
Für Rückfragen: Fritz Blanz, 0911/9354-265



