„Brot für die Welt“ legt Spendenbilanz 2009 vor. Höchster Anteil stammt wieder aus Bayern.
Nürnberg, 08.06.2010 8.178.785 Euro – auf diese Summe beläuft sich der bayerische Anteil am Gesamtspendenergebnis 2009 der Aktion „Brot für die Welt“, das heute in Berlin vorgestellt wurde. Das bundesweite Ergebnis beträgt 54.667.970 Euro und liegt damit um 6,3 % über dem Vorjahresergebnis. Der Anteil aus Bayern am Gesamtergebnis von „Brot für die Welt“ für das Jahr 2009 nimmt damit im bundesweiten Vergleich der Landeskirchen erneut die Spitzenstellung ein. „Wir freuen uns, dass es in Bayern gelungen ist, ein so herausragendes Ergebnis zu erzielen. Ich danke allen Spenderinnen und Spendern für ihre Unterstützung“, sagte der Präsident des Diakonischen Werkes Bayern, Dr. Ludwig Markert, bei der Vorstellung des Ergebnisses heute in Nürnberg. Auch in Bayern konnte das Ergebnis um 3,8 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden, die durchschnittliche Pro-Kopf-Spende betrugt € 3,14.
1.039 Projekte weltweit unterstützte „Brot für die Welt“ im Jahr 2009. Dabei ging der Hauptanteil der Spendengelder wieder nach Afrika, wo vor allem Ernährungs-, aber auch Friedensprojekte gefördert werden. „Was angesichts von Finanz-, Hunger-, und Klimakrise Not tut, ist ein umfassender Kurswechsel hin zu einer nachhaltigen Entwicklung.“, so Markert. Die Finanzkrise habe weltweit zu billionenfachen Verlusten geführt und damit in dramatischer Weise die Entwicklungserfolge von Jahrzehnten zerstört. Darunter würden vor allem die Armen in den Ländern des Südens leiden. „Es ist darzum an der Zeit, die Verursacher der Krise wenigstens an den angerichteten Schäden finanziell zu beteiligen.“ „Brot für die Welt“ hat die Bundesregierung daher aufgefordert, sich nachdrücklich für die Einführung einer Transaktionssteuer einzusetzen.
Bei der laufenden 51. Aktion von „Brot für die Welt“ unter dem Motto „Es ist genug für alle da" steht vor allem das Thema Ernährungssicherung im Mittelpunkt, ebenso bei der am 1. Advent startenden 52. Aktion, die in Bayern in der Petrikirche in Kulmbach eröffnet werden wird.
"Brot für die Welt" ist eine Aktion der kirchlichen Entwicklungszusammenarbeit und wird seit 1959 von allen evangelischen Landes- und Freikirchen Deutschlands getragen. In jährlich mehr als 1.000 Projekten und Programmen wird gemeinsam mit Partnern in Übersee Hilfe zur Selbsthilfe geleistet. Aufgrund der weltweiten wirtschaftlichen Verflechtung gewinnt das Eintreten für die Rechte und Lebensmöglichkeiten der Benachteiligten und die Zukunftsfähigkeit unserer Einen Welt immer stärker an Bedeutung. In einem nationalen und internationalen Netzwerk von Aktionen, Organisationen und Kooperationen werden unter dem Leitsatz „Den Armen Gerechtigkeit“ fachspezifische Dialoge sowie entwicklungspolitische Bildungs- und Kampagnenarbeit betrieben.
Weitere Informationen finden Sie auch im Internet: www.brot-fuer-die-welt.de/bayern



